Cologne Centurions 2007

    • #67 schrieb:

      Nur ignorierst Du in Deiner "Argumentation" das das ganze in diesem Fall ein selbstgesetztes Ziel war, kein von außen aufgedrücktes. Also bleibt es dabei das das Management versagt hat, entweder beim Setzen realistischer Ziele oder bei der Erfüllung derselben.


      Ich ignoriere das überhaupt nicht. Der Faktor "selbstgesetzt" hat nur bislang überhaupt keine Rolle gespielt. Ich habe genau die Elemente benutzt, die Karl-Heinz vorgegeben hat.

      Und übrigens ist das Ziel insofern von außen aufgedrücktes, da wenn man eine kostendeckend operierenden Liga will - und daran ist wohl nichts verwerfliches zu finden, oder? - man als NFLE ins Free TV muss, weil eine Finanzierung der Liga über Zuschauereinnahmen gar nicht möglich ist. Wem willst du jetzt also Vorwürfe machen?
      "I guess football has always been a barometer of the times: the takeover of Manchester United was a perfect manifestation of the unacceptable face of modern capitalism." - Jarvis Cocker.
    • Derek Brown schrieb:

      Und übrigens ist das Ziel insofern von außen aufgedrücktes, da wenn man eine kostendeckend operierenden Liga will - und daran ist wohl nichts verwerfliches zu finden, oder? - man als NFLE ins Free TV muss, weil eine Finanzierung der Liga über Zuschauereinnahmen gar nicht möglich ist. Wem willst du jetzt also Vorwürfe machen?

      Da ist gar nichts von außen aufgedrückt, und schon gar nicht so konstruiert wie in Deinem Beispiel. Die NFL hat sich um 1990 rum gedacht sie wollten die WLAF aus einem bestimmten Zweck gründen und damit bestimmte Ziele erreichen. Dann gab es eine Revision dieser Ziele die zur Neugründung 1995 geführt haben. Das war alles selbstbestimmt und nichts von außen aufgepfropft. Entweder waren sie damals der Meinung das sie es ins FreeTV schaffen können oder das FreeTV nicht notwendig sei. So oder so eine Fehlkalkulation des Managements.

      Und selbst wenn man das alles als Fehler der Vergangenheit abtun will, wenn bei Beschluß der Verlängerung bis 2010 FreeTV immer noch eine große Rolle gespielt hat dann war das eine um so schlimmere Fehlkalkulation des Managements, denn da muß schon abzusehen gewesen sein das das nicht klappen würde. Da kam mit Sicherheit gar nichts von außen, es sei denn sie haben eine dieser famosen Beratungsfirmen auf das ganze angesetzt, was ich persönlich dann als noch größere innere Fehlentscheidung ansehen würde.

      Ich hätte wesentlich weniger Probleme damit gehabt wenn die NFLE nach 2005 nicht verlängert worden wäre als jetzt wo sie nach einer Rekordsaison vorzeitig eingestampft wird. Da hat eindeutig das Management versagt das 2005 die Ziele gesetzt oder behauptet hat sie erfüllen zu können.
      When I die and go to hell, hell will be a Brett Favre
      game, announced by the ESPN Sunday night crew,
      for all eternity. Paul Zimmerman
    • Karl-Heinz schrieb:

      Wenn ich ein Ziel vorgesetzt bekommen, das unrealistisch ist, dann muss ich das entsprechend kommunizieren. Wenn ich "so blöd" wäre und sage, das ist zu schaffen, dann hätte auch ich versagt.


      Oh, über dieses Kompliment wird sich der hier viel gescholtene Bergheim freuen: Der hat tatsächlich gesagt, dass das auf Jahre nicht möglich ist. Und es war der hier hoch gelobte Tagliabue, der an der Liga festhielt, als doch schon lange klar war, dass das nicht klappen würde. Wenn hier ein Manager kritisiert werden sollte, dann also Tagliabue.

      Vor allem muss man doch schauen, welcher Wissensstand vorhanden war, als Entscheidungen gefällt wurden. Anfang der 90er wusste man doch nicht, wie verfestigt das heute sein würde. Da kann man IMHO keinen Vorwurf machen. 10 Jahre später sah das aber anders aus und da wollten schon viele Owner raus und die richtige Managemententscheidung fällen. Tagliabue hat immer wieder seinen Kopf durchgesetzt und das verhindert.

      Karl-Heinz schrieb:


      Das stimmt so nicht. Eishockey z. B. hatte mal ein Standing in den 3. Programmen - in den 80ern.


      Aber wo ist Eishockey heute? Auf Premiere. Und kann sich da noch glücklicher schätzen als viele andere Sportarten, die es nicht einmal dahin schaffen.

      Karl-Heinz schrieb:


      Wie wäre es gewesen, wenn man z. B. die Fernsehanstalten mal bezahlt, um reinzukommen? Ein defizitären Sender würde dann bestimmt senden. Gut, das wäre gegen das Selbstverständis der NFL gewesen.


      Aber man braucht doch einen Sender mit Reichweite und angesichts der Zuschauerzahlen von DSF bleiben nur die großen Sender, die doch nicht Prime Time für einen Quotenkiller hergeben würden, es sei denn, man zahlte utopische Summen.
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    • Nach meinem Verständnis war die NFLE seit Anbeginn zum Scheitern verurteilt. Derek hat schon vollkommen Recht: Wie soll der Football etwas schaffen, was anderen bereits etablierteren Sportarten seit Jahren trotz aller Klimmzüge nicht gelingt?

      Wenn es einen Fehler auf Seiten der NFL gegeben hat, dann den, dass man annahm, man könne mit einem qualitativ minderwertigen Produkt Marktanteile der etabliereten Sportarten streitig machen. Aber wie soll man einem eingesessenen Fußballfan erklären, dass er nicht gerade wenig Geld für ein NFLE-Ticket ausgeben soll, nur um sich Spieler anzuschauen, die im Prinzip von der Haute Vaulée ihres Sports weit entfernt sind, die ansonsten als Bierfahrer oder Kellner arbeiten und die sich in der Liga maximal ein Butterbrot dazu verdienen können? Da stehen für viele Außendarstellung und Realität der Liga in keinem gesunden Verhältnis zueinander.

      Und bei den meisten Fußballsfans scheiterte das Verständnis für die Liga doch schon an dem Punkt, dass ein GFL-Team nicht in die NFLE aufsteigen konnte. Warum dann diese Eintänzer-Veranstaltung? Insofern ist der Weg über die Auslandsspiele der in meinen Augen viel sinnvollere. Ich biete das Premium-Produkt unter absoluten Wettkampfbedinungen und keine Showkiste mit dickbeinigen Hupfdohlen, brüllender Abifeten-Mucke sowie namen- und gesichtslosen Spielern. Und über den Event-Charakter kann es dann sogar gelingen die innere Blockade beispielsweise bei den öffentlichen-rechtlichen aufzubrechen.
      “I put lipstick on a pig. I feel a deep sense of remorse that I contributed to presenting Trump in a way that brought him wider attention and made him more appealing than he is. I genuinely believe that if Trump wins and gets the nuclear codes there is an excellent possibility it will lead to the end of civilization.” - Tony Schwatz (ehemaliger Ghostwriter für Donald Trump)
    • #67 schrieb:

      Die NFL hat sich um 1990 rum gedacht sie wollten die WLAF aus einem bestimmten Zweck gründen und damit bestimmte Ziele erreichen. Dann gab es eine Revision dieser Ziele die zur Neugründung 1995 geführt haben.


      Ganz genau.

      #67 schrieb:


      Das war alles selbstbestimmt und nichts von außen aufgepfropft. Entweder waren sie damals der Meinung das sie es ins FreeTV schaffen können oder das FreeTV nicht notwendig sei. So oder so eine Fehlkalkulation des Managements.


      Ganz genau ;)

      #67 schrieb:


      Und selbst wenn man das alles als Fehler der Vergangenheit abtun will,


      Was heißt "abtun"? Es werden doch ständig Fehler gemacht, die Frage ist doch, ob das klar war oder nicht und 1995 war es das IMHO nicht.

      #67 schrieb:


      wenn bei Beschluß der Verlängerung bis 2010 FreeTV immer noch eine große Rolle gespielt hat dann war das eine um so schlimmere Fehlkalkulation des Managements, denn da muß schon abzusehen gewesen sein das das nicht klappen würde.


      Inwieweit Free TV da konkret eine Rolle gespielt hat, weiß ich natürlich nicht. Aber es wurden Umsatzsteigerungen vorgegeben, die das Verlustniveau von 2001 erreichen sollten. Schon dabei haben die Teams vor Ort "versagt". Aber auf Dauer ist Free TV nötig weil nur so große Sponsoren zu gewinnen sind.

      #67 schrieb:


      Da kam mit Sicherheit gar nichts von außen,


      Von außen kommt die schiere Notwendigkeit, dass man Free TV haben muss, um eine schwarze Null zu erreichen. Das kann sich die NFL nicht aussuchen. Die Sponsoren wollen das. Ohne Free TV keine entsprechenden Sponsorengelder.

      #67 schrieb:

      Ich hätte wesentlich weniger Probleme damit gehabt wenn die NFLE nach 2005 nicht verlängert worden wäre als jetzt wo sie nach einer Rekordsaison vorzeitig eingestampft wird. Da hat eindeutig das Management versagt das 2005 die Ziele gesetzt oder behauptet hat sie erfüllen zu können.


      Es gibt aber noch eine dritte Möglichkeit: den Versuch.

      Die Owner haben eine Vorgabe gemacht: die Werte von 2001. Haben sie da "versagt"? Tagliabue und vermutlich auch die GMs hier vor Ort haben wohl gesagt: Schwer, aber wir versuchen`s.
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    • datajunk schrieb:

      Wie soll der Football etwas schaffen, was anderen bereits etablierteren Sportarten seit Jahren trotz aller Klimmzüge nicht gelingt?

      Knappe Antwort? Geld und Geduld. Nämlich das Geld das die NFL Owner und die NFLPA willens waren zu investieren. Leider waren dann am Ende Geld und Geduld erschöpft, aber wenn ein Ansatz dazu führen könnte dann sicher den den die NFL versucht hat.

      datajunk schrieb:

      Wenn es einen Fehler auf Seiten der NFL gegeben hat, dann den, dass man annahm, man könne mit einem qualitativ minderwertigen Produkt Marktanteile der etabliereten Sportarten streitig machen.

      Die vollen Ränge in Frankfurt, Hamburg oder Düsseldorf müssen dann wohl Illusionen gewesen sein ... Sorry, aber die NFLE hat eindeutig Marktanteile erobert. Ob das jetzt von anderen Sportarten kam, oder aus dem Lager der bis dahin nicht Interessierten, ein Markt war da. Das der nicht ausreichte, geschenkt. Hätten sie drei weitere Standorte wie Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt gefunden würde es die Liga wahrscheinlich noch geben.

      Aber wie soll man einem eingesessenen Fußballfan erklären, dass er nicht gerade wenig Geld für ein NFLE-Ticket ausgeben soll, nur um sich Spieler anzuschauen, die im Prinzip von der Haute Vaulée ihres Sports weit entfernt sind, die ansonsten als Bierfahrer oder Kellner arbeiten und die sich in der Liga maximal ein Butterbrot dazu verdienen können?

      Statt dessen schauen sie sich lieber den 1. FC St. Pauli an, von der Spitze genausoweit entfernt, und auch nicht wesentlich billiger was die Tickets angeht?

      Und bei den meisten Fußballsfans scheiterte das Verständnis für die Liga doch schon an dem Punkt, dass ein GFL-Team nicht in die NFLE aufsteigen konnte.

      Warum denn ausgerechnet Fußballfans? Denen fehlt teilweise ja auch das Verständnis dafür das Fans im Trikot von Fire unbelästigt mitten im Galaxyblock sitzen können. Und gerade Fußballfans sind es doch häufig gewöhnt ständig wechselnde Kader (Bayern, Dortmund) oder qualitativ minderwertigere Teams (St. Pauli, Kaiserlautern) frenetisch anzufeuern, oft sogar ohne das ihr Team aus finanziellen Gründen eine reelle Chance hat etwas zu reißen, ein Problem das die NFLE nun ganz sicher nicht hatte. Beim Eishockey war lange Zeit durch die ganzen Deutschkanadier und Osteuropäer auch nicht gerade eine große Konstanz im Kader.

      Ich biete das Premium-Produkt unter absoluten Wettkampfbedinungen und keine Showkiste mit dickbeinigen Hupfdohlen, brüllender Abifeten-Mucke sowie namen- und gesichtslosen Spielern. Und über den Event-Charakter kann es dann sogar gelingen die innere Blockade beispielsweise bei den öffentlichen-rechtlichen aufzubrechen.

      Und die NFL-Spiele werden sicher auch ein großes Problem der NFLE aus dem Weg räumen, nämlich den Mangel an Identifikation mit den Spielern auf dem Feld, klar. Ganz zu schweigen das die Zufälligkeit der Begegnungen es wahrscheinlich macht das die Atmosphäre im Stadion doch eher steril ausfallen könnte.
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    • Derek Brown schrieb:

      Von außen kommt die schiere Notwendigkeit, dass man Free TV haben muss, um eine schwarze Null zu erreichen. Das kann sich die NFL nicht aussuchen. Die Sponsoren wollen das. Ohne Free TV keine entsprechenden Sponsorengelder.

      Wie bereits gesagt, da kommt nichts von außen. Die Managemententscheidung war weiterzumachen weil man der Meinung war wie auch immer ein "schwarze 0" erreichen zu können. Das TV Gelder dabei eine untergeordnete Rolle spielen würden hätte ihnen spätestens 2005 klar sein müssen. Wenn sie trotzdem gemeint haben es irgendwie schaffen zu können haben sie sich intern verkalkuliert, entweder weil sie gedacht haben sie könnten die TV Gelder bekommen oder sie hätten sie nicht nötig. Das ist und bleibt eine interne Fehlkalkulation, nicht etwas was ihnen von außen aufgedrückt wurde.


      Die Owner haben eine Vorgabe gemacht: die Werte von 2001. Haben sie da "versagt"? Tagliabue und vermutlich auch die GMs hier vor Ort haben wohl gesagt: Schwer, aber wir versuchen`s.

      Dagegen spricht allerdings die Verlängerung um 5 Jahre, denn 2 oder 3 hätten es auch getan wenn die Vorgabe war innerhalb dieser Zeit bestimmte Ziele zu erreichen. Meinetwegen auch 2 Jahre mit der Option auf drei mehr. Fakt ist und bleibt sie haben um 5 Jahre verlängert, und zu keinem Zeitpunkt war davon die Rede das diese Verlängerung an bestimmte Faktoren geknüpft war. Wäre das der Fall gewesen hätten zumindestens die Front Offices vor Ort besser auf das Ende vorbereitet sein müssen. Und wenn man die über die tatsächlichen Bedingungen im unklaren gelassen hat bestätigt das wieder nur mein urteil: Management hat das ganze durch Fehlentscheidungen an die Wand gefahren.
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    • paelzer schrieb:

      könntet ihr euch mit eurer diskussion mal auf einen thread festlegen? ein alter mann wie ich verliert den überblick, wenn dauernd woanders diskutiert wird. ;)


      Sorry, ich habe gestern einen tollen Sketch zur Lage der NFLE ausgegraben und weiß auch nicht, wo ich ihn posten soll ;)
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    • Wendigo schrieb:

      Glaubst du ernsthaft, die Owner haben vor einem Jahr gesagt: Ja, mach mal, da sind ein paar hundert Millionen, in fünf Jahren reden wir drüber, was damit passiert ist?

      Ich gehe davon aus das die Owner, wahrscheinlich stark beeinflußt von Tagliabue, gesagt haben "Wir geben der NFLE noch 5 Jahre und wollen eine deutlich positive Entwicklung sehen". Es gibt kaum einen anderen Grund die Verlängerung auf 5 Jahre anzusetzen anstatt auf 2 wenn man nach 2 Jahren bestimmte Ergebnisse sehen will.

      Bloß weil uns diese Bedingungen unbekannt waren, bedeutet es doch noch lange nicht, dass es keine gab.

      Stimmt, aber das heißt auch nicht das diese Bedingungen existiert haben wie Du und Dein Kumpel Derek gerne anzunehmen scheinen. Zumal in diesem Jahr auch nichts wesentlich anders gemacht wurde als zuvor, etwas was man erwarten dürfte wenn solche Bedingungen auf irgendeiner Ebene unterhalb der Owner bekannt gewesen sein sollten.

      Es ist nämlich nicht gerade motivierend, von oben gesagt zu bekommen, dass man seinen Job los sein wird, wenn man innerhalb eines Jahres nicht diese und jene Vorgaben erfüllt. Würde ich als Verantwortlicher so auch nicht kommunizieren.

      Komisch nur das genau das z.B. bei einem nicht gerade kleinen und insignifikanten Unternehmen in Deutschland so gehandhabt wurde und nicht anders. Die Vorgabe vom jetzt nicht mehr im Amt befindlichen Manager war "alle Bereiche haben dieses und jenes Ziel zu erreichen", und über die die es nicht geschafft haben konnte man im letzten Jahr sehr viel lesen. Motivierend mag das vielleicht nicht gewesen sein, aber es wußten alle, und nicht nur das mittlere oder regionale Management (um beim Vergleich mit der NFLE zu bleiben), welche Vorgaben zu erreichen waren, ob diese realistisch waren oder nicht.
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    • #67 schrieb:

      Es gibt kaum einen anderen Grund die Verlängerung auf 5 Jahre anzusetzen anstatt auf 2 wenn man nach 2 Jahren bestimmte Ergebnisse sehen will.


      Aber natürlich gibt es die. Z.B. entzieht man so den Spekulationen um die Zukunft der Liga den Boden. Und welcher Sponsor wird den freiwillig in eine Liga investieren, die alljährlich auf dem Prüfstand steht? Es ist völlig vernünftig, da etwas nach außen hin vorzugaukeln, obwohl es intern anders aussieht.

      #67 schrieb:


      Stimmt, aber das heißt auch nicht das diese Bedingungen existiert haben wie Du und Dein Kumpel Derek gerne anzunehmen scheinen.


      Also lügt Bergeheim und saugt sich mal eben eine Zahl aus den Fingern und spannt dazu auch noch die GMs ein, die angesichts der internen eigenen Umsatzzahlen meinten, dass sie die Entscheidung nicht überrascht hätte? Wie konnten sie nicht überrascht sein, wenn es die Vorgabe nicht gab? Und klingt es nicht völlig plausibel, dass die Owner nach Jahren der leeren Versprechungen durch Tagliabue 2005 mehr wollten als sein Lächeln, als es um die NFLE ging? Nämlich konkrete Zahlen und eine "Exit Strategiy"?

      Ich entwerfe mal ein anderes Szenario. Das war weder ein 5- noch ein 2+3-Jahresplan, sondern eher ein 5x1-Jahresplan. 2006 sprang man schon locker unter der 25%-Marke durch, rettete sich aber mit dem Argument, dass die Sponsorengelder durch die WM aufgesaugt worden seien (Engel damals über die lausigen Sponsorengelder). Aber schon da reagierten die Owner: Bergheim wurde geholt, externe Experten schauten sich im Frühjahr die Liga genau an und als schon während der Saison klar war, dass die Liga wieder unter der Meßlatte bleiben würden, wurde der Stecker gezogen und den Coaches de facto gesagt, dass sie gehen könnten.

      #67 schrieb:


      Zumal in diesem Jahr auch nichts wesentlich anders gemacht wurde als zuvor, etwas was man erwarten dürfte wenn solche Bedingungen auf irgendeiner Ebene unterhalb der Owner bekannt gewesen sein sollten.


      Nun, es wurde zusätzlich eine Agentur engagiert, aber ich frage mich, was du erwartest. Was hätten die NFLE-GMs denn anders machen sollen? Sie haben doch keine neuen Budgets bekommen. Die taten das was sie immer taten und das war nicht genug.
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    • Wendigo schrieb:

      Und nach einem Jahr haben 32 der erfolgreichsten Geschäftsleute der Welt plötzlich jeden Geschäftssinn verloren und trafen eine dumme Entscheidung nach der anderen? Deine Ausführungen klingen bisweilen so als seien da ausschließlich Dilletanten am Werk - und das finde ich in diesem Fall halt ein ganz klein bisschen gewagt.

      Den Geschäftssinn haben sie eher wiedergefunden. Allerdings haben sich sich die GM dilletantsich verhalten. Wer annimmt, er könne mit den Methoden, die in Amerika funktionieren, den Markt in Europa ebenso gewinnen, macht schon den ersten Fehler. Es gibt doch in einigen Bereichen deutliche Unterschiede. Das muss man wissen und dann auch entsprechend handeln. Da würde auch die ein oder andere Beratung helfen. Amerikaner und Beratung von Europäern, okay, das kann nicht funktionieren.
    • Wendigo schrieb:

      Und nach einem Jahr haben 32 der erfolgreichsten Geschäftsleute der Welt plötzlich jeden Geschäftssinn verloren und trafen eine dumme Entscheidung nach der anderen?

      Wie wäe es mit 32 reichen älteren Herren und Damen die von der Sportlandschaft in Europe wenig bis gar keine Ahnung haben? Dann wird nämlich ein Schuh draus.

      Was in meinem Fall allerdings daran liegt, dass du mir das einfach unterstellst. Habe ich nämlich nie behauptet. Ich setze mich lediglich mit deinem Argument auseinander, weil es in meinen Augen auf sehr wackligen Füßen steht.

      Na klar, immer nur schön vage bleiben dann kann man sich auf jede Position zurückziehen. Wo habe ich außerdem behauptet das Du das behauptet hast? Meine aussage war das ihr das anzunehmen scheint, und dabei bleibe ich angesichts eurer argumentatiosnweise.


      Natürlich. Die Liga hat sich ein neues europäisches Standbein verschafft.

      Wo hat die Führung der NFLE, und um die ging es ja bei diesem Statement, denn der Liga ein neues europäisches Standbein verschafft? :paelzer: Und die Führung der NFLE hat eben nichts wesentlich anders gemacht als in den Jahren zuvor.

      Komisch, dass das gerade in großen amerikanischen Unternehmen ganz und gar nicht so gehandhabt wird.

      Der Herr KK der das so in Deutschland vorexerziert hat war bekannt dafür das er in den USA gelernt hat, nur soviel dazu. Und KK steht hier nicht für Klas Klever. Und in Punkto NFLE, die Owner hatten vorher auch nie Probleme öffentlich zu machen das die Liga auf dünnen Beinen steht, warum sollten sie das jetzt also auf einmal ändern? Als Abschiedsgeschenk zur Güte für Tags?

      Derek Brown schrieb:

      Aber natürlich gibt es die. Z.B. entzieht man so den Spekulationen um die Zukunft der Liga den Boden. Und welcher Sponsor wird den freiwillig in eine Liga investieren, die alljährlich auf dem Prüfstand steht? Es ist völlig vernünftig, da etwas nach außen hin vorzugaukeln, obwohl es intern anders aussieht.

      Nur hat dies die Owner nie vorher gestört, sonst hätten sie nicht immer der Verlängerung nur für kürzere Zeit und mit dem knappest möglichen Ergebnis zugestimmt. Aber sicher haben sie diesmal nur alles anders machen wollen als bisher ...

      Also lügt Bergeheim und saugt sich mal eben eine Zahl aus den Fingern und spannt dazu auch noch die GMs ein, die angesichts der internen eigenen Umsatzzahlen meinten, dass sie die Entscheidung nicht überrascht hätte? Wie konnten sie nicht überrascht sein, wenn es die Vorgabe nicht gab?

      Von wem kam denn die Aussage das sie nicht überrascht waren? Der Konsens den ich gesehen habe war das z.B. Schmale damit nicht gerechnet hatte.

      Und klingt es nicht völlig plausibel, dass die Owner nach Jahren der leeren Versprechungen durch Tagliabue 2005 mehr wollten als sein Lächeln, als es um die NFLE ging? Nämlich konkrete Zahlen und eine "Exit Strategiy"?

      Würde es, wenn sie es denn auch so kommuniziert hätten. Haben sie aber nicht, zumindestens gibt es keinen faktischen Beleg dafür, ganz egal wieviele Szenarien Du Dir dazu ausdenkst.

      Ich entwerfe mal ein anderes Szenario. Das war weder ein 5- noch ein 2+3-Jahresplan, sondern eher ein 5x1-Jahresplan. 2006 sprang man schon locker unter der 25%-Marke durch, rettete sich aber mit dem Argument, dass die Sponsorengelder durch die WM aufgesaugt worden seien (Engel damals über die lausigen Sponsorengelder).

      Nettes Szenario, nur gibt es auch hier keinerlei Fakten die es untermauern. Du konstruierst es Dir im Nachhinein zurecht.

      Nun, es wurde zusätzlich eine Agentur engagiert, aber ich frage mich, was du erwartest. Was hätten die NFLE-GMs denn anders machen sollen? Sie haben doch keine neuen Budgets bekommen. Die taten das was sie immer taten und das war nicht genug.

      Wobei wir dann wieder beim versagenden Management wären, wovon ich ja die ganze Zeit spreche. Wenn es bis dahin nicht gereicht hat und man alles so weiter macht wie bisher und sich davon erhofft das es die sehr ehrgeizigen Ziele erfüllt, nun, dann hat das Management versagt, weil das Resultat dann schon vorher feststand. Aber wer weiß, wenn ich 14mal mit dem Kopf vor die Wand renne und sie fällt nicht um, vielleicht sollte ich es dann einfach noch ein 15tes mal versuchen, das klappt dann bestimmt!
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    • Wendigo schrieb:

      Ernstgemeinte Frage: Wieso hast du mehr? Weil du zufällig hier wohnst?

      Auch, oder vielleicht auch weil ich in der Boomphase einer anderen Randsportart in Deutschland in der Vereinsführung eines mehrfachen Europapokalsiegers mitgewirkt und damit zumindestens ein klein wenig Einblick in die damaligen Abläufe habe. Übrigens auch ein Verein der vom Management mit Karacho an die Wand gefahren wurde. Oder weil ich schon in GB mitbekommen habe wie die NFLE trotz unbestritten vorhandenen Potentials an die Wand gefahren wurde, unter weitestgehend der Führung derselben 32 Individuen, mit ein paar Ausnahmen. Oder vielleicht auch weil ich in den USA regelmäßig die gleichen Vorurteile und Unwissenheit mitbekomme die hierzulande weitverbreitet gegenüber den USA herrschen. Weitere Fragen?
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    • Karl-Heinz schrieb:

      Allerdings haben sich sich die GM dilletantsich verhalten. Wer annimmt, er könne mit den Methoden, die in Amerika funktionieren, den Markt in Europa ebenso gewinnen, macht schon den ersten Fehler.


      Was genau haben die denn falsch gemacht? Welche "amerikanischen" Methoden haben denn in Deutschland versagt? Tu doch "mal Butter bei die Fische".
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    • #67 schrieb:

      Die vollen Ränge in Frankfurt, Hamburg oder Düsseldorf müssen dann wohl Illusionen gewesen sein ... Sorry, aber die NFLE hat eindeutig Marktanteile erobert. Ob das jetzt von anderen Sportarten kam, oder aus dem Lager der bis dahin nicht Interessierten, ein Markt war da. Das der nicht ausreichte, geschenkt. Hätten sie drei weitere Standorte wie Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt gefunden würde es die Liga wahrscheinlich noch geben.


      Ok, da waren dann die üblichen Verdächtigen in Footballdeutschland plus ne Rutsche Partyvolk. Aber Marktanteile gehen nach meinem Verständnis darüber hinaus. Selbst Basketball, was von den reinen Zuschauerzahlen her deutlich hinter der NFLE zurücksteht, hat in den Medien, sowohl in Print als auch im TV, ein deutlich besseres Standing. Es ist der NFLE nunmal nicht gelungen, einen ernstzunehmenden Sport anzubieten, der auch von der hiesigen Presse als solcher rezipiert wird. Das lag sicherlich auch an der Ignoranz der Presseheinis (mitlesende paelzer natürlich ausgenommen :D). Aber warum sollte auch jemand ernsthaft über ein Ereignis mit zweifelhaftem sportlichem Wert berichten wollen, es sei denn er habe selbst einen Faible für Football?


      Statt dessen schauen sie sich lieber den 1. FC St. Pauli an, von der Spitze genausoweit entfernt, und auch nicht wesentlich billiger was die Tickets angeht?


      Pauli ist hier nun ein vollkommen ungeeignetes Beispiel, weil Pauli als Kiezverein und durch sein Selbstverständnis eine Singularität im Deutschen Fußball darstellt. Nimm besser Burghausen oder von mir aus Wuppertal. Aber du verkenntst, dass es sich hierbei um gewachsene Vereine handelt, mit einer langjährigen Klientel. Und diese Verein haben wenigstens die theoretische Chance sich nach oben zu arbeiten und vielleicht Deutscher Meister zu werden. Pauli hat schließlich auch schonmal in Liga 1 gekickt.

      Warum denn ausgerechnet Fußballfans?


      Weil die nun mal den Markt darstellen, der für die NFL interessant ist: Junge bis mittelalte männliche Erdenbürger, in der Regel mit ausreichend Geld oder Dummheit sich mit ordentlich Merch einzudecken und sich ein Pay-TV-Abo zu leisten. Hinzu mit dem Willen versehen, auch gern viel Geld für Tickets oder Auswärtsfahrten auszugeben. So Leute wie uns halt.... :smile2:

      Denen fehlt teilweise ja auch das Verständnis dafür das Fans im Trikot von Fire unbelästigt mitten im Galaxyblock sitzen können.


      Mir scheint, dass eher Du derjenige bist der annimmt, man kriege in quasi jedem deutschen Fußballstadion auf die Mappe, wenn man mit Fremdfarben außerhalb des Gästeblocks unterwegs ist. Im übrigen kann es Dir auch in den USA beim Football durchaus passieren, dass Du mit den richtigen Farben an der falschen Stelle ne Urindusche abkriegst oder dem einen oder anderen den Kiefer zurecht rücken musst. Alles schon erlebt.

      Und die NFL-Spiele werden sicher auch ein großes Problem der NFLE aus dem Weg räumen, nämlich den Mangel an Identifikation mit den Spielern auf dem Feld, klar. Ganz zu schweigen das die Zufälligkeit der Begegnungen es wahrscheinlich macht das die Atmosphäre im Stadion doch eher steril ausfallen könnte.


      Ich sehe ja ein, dass Du meinen Punkt aufgrund Deiner selbstgewählten Position nicht verstehen können willst. Aber dann kaschiere diesen Unwillen doch wenigtens etwas geschickter. ;)

      Das eine hat mit dem anderen doch gar nix zu tun. Das Argument der Identifikation gilt doch nur für die NFLE mit hier ansässigen Teams. Wenn die NFL einige der Teams auf die Reise schickt ergibt sich doch eine vollkommen neue Ausgangssituation.
      “I put lipstick on a pig. I feel a deep sense of remorse that I contributed to presenting Trump in a way that brought him wider attention and made him more appealing than he is. I genuinely believe that if Trump wins and gets the nuclear codes there is an excellent possibility it will lead to the end of civilization.” - Tony Schwatz (ehemaliger Ghostwriter für Donald Trump)
    • datajunk schrieb:

      Aber warum sollte auch jemand ernsthaft über ein Ereignis mit zweifelhaftem sportlichem Wert berichten wollen, es sei denn er habe selbst einen Faible für Football?

      Der "fragliche" sportlichen Wert besteht allein in den Augen des Betrachters und Du enthüllst damit Deine Vorurteile. Ich sehe ihn z.B. in einer Liga in der die Top 3 Teams allen möglichen Konkurrenten die besten Spieler wegkaufen und wo einige Teams ein zigfaches des Etats der anderen zur Verfügung haben. Und selbst Darts schafft es ja bis zu Fernsehübertragungen, das hat dann also unfraglich einen hohen sportlichen Wert?

      Aber du verkenntst, dass es sich hierbei um gewachsene Vereine handelt, mit einer langjährigen Klientel.

      Ich würde mal behaupten das nach 15 Jahren auch die Galaxyfans eine "langjährige Klientel" darstellen.

      Und diese Verein haben wenigstens die theoretische Chance sich nach oben zu arbeiten und vielleicht Deutscher Meister zu werden. Pauli hat schließlich auch schonmal in Liga 1 gekickt.

      Eine sehr theoretische Chance, ja. Und in der NFLE hat wenigstens jedes Team jedes Jahr die Chance den Titel zu holen. Nicht nur theoretisch.

      Mir scheint, dass eher Du derjenige bist der annimmt, man kriege in quasi jedem deutschen Fußballstadion auf die Mappe, wenn man mit Fremdfarben außerhalb des Gästeblocks unterwegs ist.

      Sicher nicht generell, aber auch Du wirst zugeben müssen das die Gefahr ungleich höher ist als sie in der NFLE war.

      Im übrigen kann es Dir auch in den USA beim Football durchaus passieren, dass Du mit den richtigen Farben an der falschen Stelle ne Urindusche abkriegst oder dem einen oder anderen den Kiefer zurecht rücken musst. Alles schon erlebt.

      Habe ich ja auch nie bestritten, nur reden wir ja nicht von den USA, sondern von der NFLE, oder? Wie Du selbst ein wenig weiter unten übrigens ganz richtig anmerkst :mrgreen:


      Das eine hat mit dem anderen doch gar nix zu tun. Das Argument der Identifikation gilt doch nur für die NFLE mit hier ansässigen Teams. Wenn die NFL einige der Teams auf die Reise schickt ergibt sich doch eine vollkommen neue Ausgangssituation.

      Siehe oben, wenn es Dir paßt gilt die NFL also als Argument, wenn ich sie verwende gilt sie nicht? Aber ok, wie immer Du meinst. Gerade der Punkt Identifikation ist doch aber etwas woran auch in der NFLE gearbeitet wurde, z.B. sollte wenn ich mich nicht irre das Continuity Player Programm ausgebaut werden. Das wäre auf jeden Fall ein lösbares Problem gewesen. und es ist ja nicht so als ob in anderen Sportarten alles nur gewachsene Strukturen sind. Ich sage nur Hoffenheim, Hamburg Freezers, Greuther Fürth usw. usw.
      When I die and go to hell, hell will be a Brett Favre
      game, announced by the ESPN Sunday night crew,
      for all eternity. Paul Zimmerman
    • #67 schrieb:

      Der "fragliche" sportlichen Wert besteht allein in den Augen des Betrachters


      D'accord ;) Aber der Punkt ist, dass egal was du oder ich von der NFLE halten, die Liga generell genau so gesehen wurde, wie es Data beschreibt.

      Eine so konstruierte Liga entspricht letztlich nicht den hiesigen Erwartungen. Selbst wenn wir jetzt mal der Einfachheit halber 2. Liga und NFLE gleichsetzen, wurde über die NFLE in einer abfälligen Weise berichtet, wie man es sich über die 2. Liga nie erlauben würde.

      Ich nehme jetzt mal Köln und die Galaxy. Wenn in Köln auf den Rängen Party gemacht wird, obwohl unten rumgegurkt wird, sind das die kölschen Frohnaturen, die man eher liebevoll als Verrückte bezeichnet. Wenn die Galaxy-Fans Party machen, ist es egal, was da unten passiert, das sind dann "Party People", die auch die Welle machen würden, wenn unten Schach gespielt oder Nachrichten verlesen würden.

      Unfair, Vorurteile? Gewiss, aber das sind halt die Schwierigkeiten, mit denen die Liga zu kämpfen hatte.
      "I guess football has always been a barometer of the times: the takeover of Manchester United was a perfect manifestation of the unacceptable face of modern capitalism." - Jarvis Cocker.
    • #67 schrieb:

      Der "fragliche" sportlichen Wert besteht allein in den Augen des Betrachters und Du enthüllst damit Deine Vorurteile.


      Nein, ich beschreibe den Status Quo so wie er offensichtlich wahrgenommen wurde, auch wenn Dir das offensichtlich nicht gefällt. Das Ergebnis hiervon war die mangelhafte Berichterstattung, vor allem im Fernsehen. Und das der Stecker gezogen wurde lag ja genau hieran.

      Ich sehe ihn z.B. in einer Liga in der die Top 3 Teams allen möglichen Konkurrenten die besten Spieler wegkaufen und wo einige Teams ein zigfaches des Etats der anderen zur Verfügung haben. Und selbst Darts schafft es ja bis zu Fernsehübertragungen, das hat dann also unfraglich einen hohen sportlichen Wert?


      Von der Wahrnehmung der Presse her offensichtlich schon. Dafür kann ich doch nichts, auch wenn Du das vielleicht in Deinem Eifer derzeit so wahrnimmst. :smile2:

      Ich würde mal behaupten das nach 15 Jahren auch die Galaxyfans eine "langjährige Klientel" darstellen.


      Wenn Du den Unterschied einfach nicht erkennen willst: bitte! :smile2:

      Habe ich ja auch nie bestritten, nur reden wir ja nicht von den USA, sondern von der NFLE, oder? Wie Du selbst ein wenig weiter unten übrigens ganz richtig anmerkst :mrgreen:


      Siehe oben, wenn es Dir paßt gilt die NFL also als Argument, wenn ich sie verwende gilt sie nicht?


      Nö. Einmal gehts darum, dass man beim Football eben auch auf die Fresse kriegen kann. Das andere Mal darum, dass die Entsendung von NFL-Teams etwas vollkommen anderes ist als ortsansässige Teams, die turnusmäßig mit Namenlosen aufgefüllt werden. Dass Du diesen Unterschied aber nicht erkennen willst/kannst leuchtet mir natürlich ein. :D

      Aber ok, wie immer Du meinst. Gerade der Punkt Identifikation ist doch aber etwas woran auch in der NFLE gearbeitet wurde, z.B. sollte wenn ich mich nicht irre das Continuity Player Programm ausgebaut werden. Das wäre auf jeden Fall ein lösbares Problem gewesen. und es ist ja nicht so als ob in anderen Sportarten alles nur gewachsene Strukturen sind. Ich sage nur Hoffenheim, Hamburg Freezers, Greuther Fürth usw. usw.


      Ich bestreite ja gar nicht, dass es auch in anderen Sportarten solche in meinen Augen schlimmen Entwicklungen gibt. Ein noch besseres Beispiel ist da Redbull Salzburg. Aber gerade diese Nennungen sind auch wiederum gänzlich ungeeignet Deinen Punkt zu unterstreichen, da es gerade diese Beispiele wie auch Hoffenheim derzeit dafür sorgen, dass vor allem im Bereich Fußball die Kommerzialisierung zunehmend kritischer hinterfragt wird und sich Widerstand breit macht. Das Austria Salzburg oder auch ManU und Wimbledon von den Fans neu gegründet wurden kommt ja nicht von ungefähr.

      Aber das sprengt hier langsam den Rahmen. Daher - und weil ich keine Lust auf weitere Haarspaltereien habe - wünsch ich Dir weiterhin noch viel Freude beim Ärgern. :xywave:
      “I put lipstick on a pig. I feel a deep sense of remorse that I contributed to presenting Trump in a way that brought him wider attention and made him more appealing than he is. I genuinely believe that if Trump wins and gets the nuclear codes there is an excellent possibility it will lead to the end of civilization.” - Tony Schwatz (ehemaliger Ghostwriter für Donald Trump)
    • #67 schrieb:


      Nur hat dies die Owner nie vorher gestört, sonst hätten sie nicht immer der Verlängerung nur für kürzere Zeit und mit dem knappest möglichen Ergebnis zugestimmt. Aber sicher haben sie diesmal nur alles anders machen wollen als bisher ...


      Ist der Gedanke, dass man aus dem Fehler gelernt hat denn so abwegig, zumal diese "Maßnahme" nichts kostete?

      #67 schrieb:


      Von wem kam denn die Aussage das sie nicht überrascht waren? Der Konsens den ich gesehen habe war das z.B. Schmale damit nicht gerechnet hatte.


      Z.B. von Engel, wobei das überhaupt kein Widerspruch ist. In der Vergangenheit ist die NFLE doch praktisch immer unter der Meßlatte durchgesprungen - aber dieses Mal hat es sie erwischt. Das ist das Überraschende (gerade angesichts der "Rekordsaison").

      #67 schrieb:


      Würde es, wenn sie es denn auch so kommuniziert hätten. Haben sie aber nicht, zumindestens gibt es keinen faktischen Beleg dafür, ganz egal wieviele Szenarien Du Dir dazu ausdenkst.


      Tschuldigung, aber das ist doch ein ziemlich merkwürdiges Argument. Es ist doch das Charakteristikum von Interna, dass sie eben nicht nach außen kommuniziert werden. Es wäre doch eher überraschend, wenn es keine oder angesichts der miesen Lage 2005 keine hohen Vorgaben gegeben hätte.

      #67 schrieb:


      Nettes Szenario, nur gibt es auch hier keinerlei Fakten die es untermauern. Du konstruierst es Dir im Nachhinein zurecht.


      Natürlich ist es ein Konstrukt. Aber mit dem Argument ich hätte keine Fakten (sprich interne/offizielle Pläne) hast du doch schon meine Behauptung, den NFL-Ownern ginge es in erster Linie ums Geld und um Spielerentwicklung (und seit Jahren auch nicht mehr um Spielerentwicklung) kritisiert.

      Aber schau dir an wo wir heute sind: Die Liga ist weg, Bergheim hat (entgegen der bislang vorgeschobenen offiziellen Behauptung) zugegeben, dass es den Vereinen seit Jahren nicht mehr um Spielerentwicklung ging (was die Abstellungspraxis erklärt), sondern nur noch um das Geld/Marketing. Und keiner der Faktoren, die du aufgeführt hast und von denen ich behauptet habe, dass die nur die Kirschen auf der Torte waren, spielt in der Diskussion irgendwo eine Rolle.

      Mir geht`s hier nicht ums Recht haben. Der Punkt ist, dass man hier ziemlich offensichtliche Parallelen ziehen kann:
      - Der 5-Jahresplan ist genauso viel Wert wie die Verlautbarung, es ginge um Spielerentwicklung oder sonst was: PR, der intern eine andere Praxis entgegenstand.

      - Das dies so war belegt die nach außen sichtbare Praxis. Es wurde das Ziel Spielerentwicklung kommuniziert, während defacto immer schlechtere Spieler abgestellt wurden. Es wurde ein 5-Jahresplan kommuniziert, während schon nach einem Jahr Maßnahmen getroffen wurden, die kurzfristige Ziele unterstreichen: Bergheims Einsetzung, externe Berater, die sich die Liga anschauten, die schon zu Saisonbeginn kolportierte Unzufriedenheit der Owner, die auf eine Entscheidung drängten.

      - Bergheims Aussagen gegen Ende der Liga. Ich nehme sie da nicht einfach nur als Statements. Aber erstens passen sie sehr gut zu dem was sichtbar ist. Er räumte ein, dass Spielerentwicklung kein Thema mehr war und das passt zur Spielerenabstellung. Er räumt ein, dass es eine 25%-Klausel gab und das Ende der Liga passt dazu.
      Zweitens sind die Aussagen glaubwürdig, weil sie wenig schmeichelhaft sind. Mit dem Eingeständnis, dass Spielerentwicklung schon lange kein Thema mehr war gesteht er doch ein, dass die Fans von der NFLE-PR seit Jahren angeschmiert wurden. Und mit dem Eingeständnis, dass der 5-Jahresplan eben "nur ein Plan kein Gesetz" war und dass es die 25%-Vorgabe gab, gesteht er ein, dass der Plan keineswegs so sicher war, wie es nach außen kommuniziert wurde. Warum sollte er so unvorteilhafte Lügen erfinden?

      Ich verstehe nicht ganz, warum du der offiziellen "Kommunikation", so viel Wert beimisst, obwohl die PR-Abteilung den Fans doch deutlich sichtbar Bären aufgebunden hat, während du die Aussagen Bergeheims, die zur Realität passen, nicht ernst nimmst.


      #67 schrieb:


      Wobei wir dann wieder beim versagenden Management wären, wovon ich ja die ganze Zeit spreche. Wenn es bis dahin nicht gereicht hat und man alles so weiter macht wie bisher und sich davon erhofft das es die sehr ehrgeizigen Ziele erfüllt, nun, dann hat das Management versagt, weil das Resultat dann schon vorher feststand.


      Also erstens ging es darum, dass die Tatsache, dass man diese Saison nicht verblüffend neue Konzepte aus dem Ärmel zog (und wie hätten die Aussehen sollen?) nicht zeigt, dass es keine Vorgaben gab.

      Zweitens hat man hat sich Ziele gesteckt, die man schon mal erreicht hatte - nämlich 2001. Und die sollten nach mehreren Jahren erreicht werden. Findest du das zu erhgeizig? Wie niedrige hätten denn deiner Meinung nach die Ziele sein sollen? Und sag doch mal genau, wer versagt hat, anstatt diffus vom "Management" zu reden. Die NFLE-GMs, weil sie das nicht erreichten? Tagliabue, weil er einen zu ehrgeizigen Plan durchsetzte? Die Owner, die ganz klar sagten, dass sie nur zu bestimmten Bedingungen bereit sind, Millionen springen zu lassen?
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