aikmans take: Woche Dreiz-Zehn oder 'Happy Thanksgiving'

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    • aikmans take: Woche Drei-Zehn oder 'Happy Thanksgiving'

      Thanksgiving: Zeit sein Dankgebet in den Himmel zu schicken. Zum Beispiel an Stelle von über 90% der NFL-Anhänger, dass man nicht zum Lions-Fan geworden ist. Oder an Stelle von Lions Fans, dass man (siehe Miami) aus einer ganz grauenhaften Saison doch noch Hoffnung für die nächste Spielzeit schöpfen kann. Danke - ein so kleines Wort mit so großer Wirkung. Jets-Fans z.b. sagen zighaft Danke in Richtung Green Bay und Carolina, Patriots-Fans danken Belichick dafür, dass er offensichtlich aus Schei*e Gold machen kann, womit wir bei Cassel sind, der wiederum schickt ein Dankschreiben an KC Safety Pollard (ich fordere übrigens einen Untersuchungsausschuß der NFL...).

      Als neutraler Football-Fan darf man sich übrigens an Thanksgiving immer über eine extra Portion seines Lieblingssports freuen, auch wenn dieses Jahr der Blick auf die einzelnen Partien nicht unbedingt zu Halleluhja-Gesängen Anlaß gibt. Flexible Schedule anyone? ;)

      Tennessee Titans @ Detroit Lions
      Matt Millen hat das Land schon längst verlassen und dennoch ist in Detroit nach wie vor selbiges unter. Irgendwie passend zur Wirtschafts-Krise, dass es in der Automobilstadt seit Jahren nicht mehr aufwärts gehen will. Was bleibt den Lions-Anhängern also für Hoffnung? Nun, es kann zumindest nicht schlechter werden, was ja schon mal ein Anfang ist. Man hat mit Calvin Johnson einen der besseren WR in den Reihen... tja - und das wars dann schon. Mit anderen Worten: Detroit braucht dringend Hilfe. Coach Marinelli wird der dritte Coach mit M sein, der in der Millen-Ära scheitert (Mornhinweg, Mariucci, Marelli) - Zeit für einen neuen Anfangsbuchstaben: P z.B. wie in Scott Pioli - der Architekt des Patriots-Team und Schwiegersohn von Bill Parcells.

      Ganz anders dagegen der Blick nach Tennessee. Zwar haben Favre und seine Jünger das Duell 0-11 vs 11-0 verhindert, dennoch könnten die beiden Franchises zur Zeit nicht unterschiedlicher sein: Einen WR a la Calvin Johnson sucht man im Titanen-Land vergeblich, dafür hat man White&Johnson, einen funktionierenden erfahrenen QB und vor allem starke O- und D-Lines. Und genau das ist der Grund, warum Detroit auch am Thanksgiving-Day keine Chance haben wird. PS: Collins vs Culpepper... da war mal was - 2001 um genau zu sein. Vikings-Fans werden sich erinnern :D

      Tipp: Tennessee - janz deutlich

      Seattle Seahawks @ Dallas Cowboys
      Die Rückkehr von Julius Jones. "Jones wer?" fragt sich der geneigte Cowboy-Fan und das nicht ganz zu unrecht. Dallas hat längst diesen Parcells-Pick verdrängt (man hätte ja auch Stephen Jackson haben können... ja ja in alten Wunden wühlen macht Spaß :jeck:) und dank Marion Barber (zu Parcells-Verteidigung - der wurde auch von ihm gedraftet) das Kapital Jones zugeschlagen. Jules derweil muß sich selbst in Seattle einigen Spot gefallen lassen, letzte Woche wurde er als Starter angekündigt, obwohl er bereits von Maurice Morris (bester Name seit Marcy D'Arcy) verdrängt wurde. Dementsprechend blieb der Tunnel leer, als sein Name vom Stadionsprecher verkündet wurde. Heute darf er aber wieder mal von Beginn an ran. Problem bei den Seahawks ist allerdings ein anderes: Hasselbeck und die besten WR waren die meiste Zeit verletzt und versuchen sich allmählich zu fangen. Und die Defense enttäuscht auf ganzer Linie.

      Dallas hingegen läßt nach zwei Siegen in Folge wieder hoffen. Romo ist zurück, Owens motzt und fängt 200+ Yards und die Defense macht ihren Job. Nicht zu vergessen Marion 'the Barbarian'. Genau die richtige Zeit also um heißzulaufen und mit einem erfolgreichen Dezember doch noch die Playoffs zu packen. Seattle sollte dazu nur ein weiterer Schritt sein. Romo hat bis jetzt jedenfalls eine blütenweiße Weste an Thanksgiving: In zwei Spielen (vs Tampa und letztes Jahr gegen die Jets) warf er 7 TDs und nur eine Int.

      Tipp: Dallas - knapper als erwartet allerdings.

      Arizona Cardinals @ Philadelphia Eagles
      Was ist nur los in Philly? Da fing alles so gut an diesen Herbst mit dem ersten Titel einer Major Franchise seit den 80ern und dann kriselt es plötzlich zwischen Andy Reid und Donovan McNabb. Zunächst vergißt der Coach seinem QB mitzuteilen, dass er sich in OT ein bisschen beeilen sollte, weil man sonst in Gefahr gerät ein Unentschieden zu fabrizieren und nun nimmt er ihn gar nach zwei (zugegeben unakzeptabel schlechten) Vierteln gegen die Ravens vom Feld und teilt ihm das nicht mal persönlich mit. Wird hiermit das Ende von Dick & Doof in Philadelphia eingeläutet? Gemach - gemach... Wenn die Eagles eins können, dann ist es Ende des Jahres Football zu spielen. Vor allem im Dezember sind die Jungs aus der Stadt der brüderlichen Liebe eins der unangenehmsten Teams der Liga.

      Der große Vorteil im Spiel gegen Arizona? Deren Bilanz wenn man gegen ein östlich gelegenes Team antrat (Niederlagen in NY, Washington und Carolina) sprechen da eine deutliche Sprache. Ähnliches sehe ich trotz Boldin/Fitzgerald und Warner auch in Philadelphia auf die Wüstenvögel zukommen. Zum einen fehlt das Laufspiel, welches Warner und Co unterstützen kann, zum anderen haben die Eagles einen starken Pass-Rush, der Warner das ein oder andere Mal aus dem Konzept und zu Turnovern zwingen kann. Das bleibt die größte Schwäche des mittlerweile 37jährigen.

      Tipp: Philadelphia - weil die Eagles die Turnover-Battle für sich entscheiden.

      Ansonsten gilt allen Fans natürlich ein
      - where Chip happens!