Ich lese gerade... (3)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Eben mit Jack Ketchums "Beutezeit" fertig geworden. Und irgendwie bin ich voll am Verzweifeln. Ich kann mir vorstellen, das zart Beseitete dieses Buch nicht so leicht verdauen. Das letzte Drittel des Buches beschreibt auf grausamste Art und Weise wie Menschen getötet, geschlachtet und gegessen werden. Aber, und jetzt kommts, mich lässt das irgendwie kalt. Ich hab mich nicht gegruselt, nein, nicht mal der Adrenalinspiegel ist bei der Lektüre gestiegen....

      Noch immer suche ich also das Buch, das das schafft. Da es Grausamkeiten also wohl nicht schaffen, vielleicht mal ein ordentliches Geisterbuch.

      Vorschläge??
      Nick Foles did it! - NFC East Champs 2017
    • Wie gesagt, würd ichs gern mal mit irgendwelchen Geisterbüchern oder so versuchen. Bislang hab ich diesbzeüglich nur den ersten Band von "Bücher des Blutes" gelesen. Darin waren 2 Geistergeschichten, die beide wirklich schlecht waren. Koontz' "Unheil über der Stadt" war ganz nett, hat mich aber auch nicht vom Hocker gehauen...
      Nick Foles did it! - NFC East Champs 2017
    • Von King hab ich bsilang nur die "Klassiker" gelesen:

      Der Turm
      Friedhof der Kuscheltiere
      Es
      The Stand

      ich glaub das wars, kann sein, dass ich noch was vergesse...

      Seine Kurzgeschichten kenn ich gar nicht.
      Nick Foles did it! - NFC East Champs 2017
    • hm nachdem mir moss is boss mit zitternden händen american psycho überreichte denk ich das wär vielleicht was für dich, madness.

      aber auf der anderen seite - unsere source ist vielleicht auch nicht der maßstab was nervenstärke angeht. :jeck:
    • Wendigo schrieb:

      Den hat "The Girl Next Door" nicht 'gegruselt' - dagegen ist "American Psycho" ein Kindergeburtstag.

      okay ich hab beides noch nicht gelesen und bin auf diesem gebiet nicht allzu versiert. war also mehr oder weniger ein shot in the dark mit dem versuch einen seitenhieb zu landen. mal sehen, wann er das hier liest. :xmargevic
    • Bei American Psycho (Btw: Großartig, einfach nur großartig) musste sogar ich von meiner strikten "No Horror, No Psychological Thriller, No Gore, No etc..." Linie abweichen und denke daher dass dieses Buch hier kaum den gewünschten Erfolg erzielen wird.

      ;)


      P.S.: Patrick Bateman for President! :mrgreen:
    • Bei mri persönlich funktionieren die Lovecraft Cthullu Kurzgeschichten ganz gut. Ich hab sie allerdings als Hörbuch konsumiert was meiner Meinung nach den reinen Horror noch was steigert gegenüber der Leseerfahrung.

      American Psycho ist sicher eine starke Gesellschaftssatire aber Horror hat sich das bei mir nicht entwickelt. Dazu ist das ganze zu distanziert geschildert und der Kritische Ansatz zu deutlich.
    • Mr Darcy schrieb:

      Bei American Psycho (Btw: Großartig, einfach nur großartig) musste sogar ich von meiner strikten "No Horror, No Psychological Thriller, No Gore, No etc..." Linie abweichen und denke daher dass dieses Buch hier kaum den gewünschten Erfolg erzielen wird.

      ;)


      P.S.: Patrick Bateman for President! :mrgreen:


      Ist für mich neben "Generation X" und "Foxfire" das beste was ich in den letzten Jahren gelesen habe.
      GO Irish!
    • Wendigo schrieb:

      Zum Beispiel? Da bist du bei mir falsch, ich musste/durfte darüber eine Arbeit verfassen. Okay, das hat mich bisweilen auch nicht davon abgehalten, den Gegenstand nicht zu lesen, aber in diesem Falle war ich brav :ja:


      Ich glaube er meinte eher das Feuilleton als dich.
      Ich fand das Buch teilweise echt hammerhart, aber manchmal auch einfach ein wenig too much. Aber so sind se ja alle, die Dinger von Herrn Ellis.
    • Am Wochenende begonnen:

      Philip Roth, Der Menschliche Makel.
      "Kritik ohne Mitgefühl ist Gewalt" (nakagawa roshi)
      -.-.-.-
      "Die Würde des Menschen ist kein Konjunktiv"
      -.-.-.-
      Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war,
      stets kannst du im Heute von neuem beginnen.
    • Wonderland Avenue


      Die Biografie von Danny Sugerman, dem Pressesprecher der Doors und späteren Manager von Ray Manzarek und Iggy Pop.

      Info: Das haut rein. Jim Morrison wird wieder lebendig in diesem einzigartigen und bizarren Bericht einer Jugend in Los Angeles!
      Homer:"Ich mag es,Pralinen und Bonbons zu mischen.In Europa nennt man das Pralons".

      [SIGPIC][/SIGPIC]
    • Ich bin gerade mit dem zweiten Teil der "Chroniken von Narnia" fertig geworden. Ein wirkliches herrliches Buch. Fabelhaft geschrieben und wirklich in einem Guss zu lesen.

      Als nächstes werde ich nun mal den berühmt-berüchtigten Kurzgeschichten in Kings "Nachtschicht" anfangen. Bin gespannt.
      Nick Foles did it! - NFC East Champs 2017
    • Ich lese nicht ich höre...habe das Buch aber auch gelesen.Wer sich für Mittelalter und Multiversumreisen interessiert:



      Buch gut Film schlecht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Moose ()

    • ich lese im moment 3 sachen gleichzeitig, da ich meist überall ein buch liegen lasse, wo ich regelmässig aufschlage :mrgreen:

      bei mir daheim, lese ich "kein sex ist auch keine lösung", ist mal aus der sicht eines mannes geschrieben, der nicht damit zurecht kommt, das ausnahmsweise nicht er derjenige ist, der die frauen spätestens nach dem 3. date abserviert :mrgreen:

      bei meinem männe hab ich die geschichte von romy schneider liegen, in diesem buch geht es auch um die eltern und grosseltern, also natürlich dann auch um den 2. weltkrieg, wie man da engagements erhält usw. ist sehr interessant

      und bei meiner freundin hab ich noch ein hera lind buch rumfliegen

      und wenn ich die alle durchhabe, werde ich mich nach und nach an die twilight reihe machen, alle 4 bücher hintereinander weg, da bin ich nicht ansprechbar :jeck:
    • Stieg Larsson

      Verblendung

      Verdammnis

      Vergebung

      So ziemlich das beste was je für den Bereich Krimi / Thriller geschrieben wurde. Alle Teile sind chronologisch, jedoch ist Verblendung in sich abgeschlossen und so etwas wie eine Vorbereitung für die Nachfolger - was man in der Qualität keineswegs spürt.

      Verdammnis und Vergebung sind eindeutig ein 2 Teiler, aber man sollte eh alle 3 Bücher im zeitlichen Kontext lesen.

      Seit dem "Schwarm" die ersten Bücher die ich auf der Strasse beim Laufen weitergelesen habe weil ich nicht aufhören konnte.
    • So hab mich einwenig auf Palaniuk eingeschossen! Nach dem ich an Ellis`s Werken schon meine helle Freude hatte.

      Fight Club ist eh Pflichtlektüre! Invisible Monnsters gerade durch (ULTRA-Übelst was da niedergeschreiben wurde, der Typ hat so einen an der Waffel) und jetzt an Choke (bis jetzt so auf Seite 30, ist ja nur noch ecklig :jeck: Vorallem die Hausfrauen-Mastrubationsmethode mit Hund und Erdnussbutter :jeck::jeck:)
    • Endlich habe ich den Titel dieses Buches wiedergefunden und werde es mir nach dieser Kritik im Dezember letzten Jahres zulegen. Kennt es zufällig jemand? Hört sich einfach gut an.

      Quelle

      Der Wolf und das Croissant
      Der Philosoph Mark Rowlands hat elf Jahre lang mit einem Wolf gelebt und nun ein komisches und inspirierendes Buch darüber geschrieben. Eine Begegnung in London


      21. Dezember 2008 Der Philosoph lehnte sich vor und sah mir in die Augen, seine Stimme gegen den Lärm in der Bar anhebend: "Egal, was Sie im Leben tun: Schaffen Sie sich nie, nie einen Wolf an!" Ich säße aber nicht bei ihm, wenn er diese Regel nicht gebrochen hätte.

      Anfang der neunziger Jahre arbeitete Mark Rowlands als Assistent für Philosophie an der Universität von Tuscaloosa in Alabama, wie der Name schon sagt, keine wirkliche Kapitale des abendländischen Denkens, aber da Rowlands damals selbst wenig vorzuweisen hatte, passte es ganz gut. Er war nach seiner Promotion für diesen Job aus England hergezogen und kannte kaum Leute. Beim Durchblättern der "Tuscaloosa News" fiel ihm eine Kleinanzeige auf: "Wolfswelpen zu verkaufen -96 %".

      Ein altes Gesetz aus der Siedlerzeit verbietet die Haltung und die Zucht von Wölfen in den Vereinigten Staaten, aber Mischformen sind erlaubt. In diesem Fall waren die fehlenden vier Prozent bloß eine Tarnung, Rowlands sah im Hof des Inserenten eine eindrucksvolle, reinrassige Wolfsfamilie. Ihr Züchter stammte aus Alaska und hatte ein Paar mit in den Süden gebracht. Nun stand Mark Rowlands "Nase an Nase mit dem größten Wolf, den ich je gesehen habe". Yukon, der Vater der Welpen, hatte sich an einem Tor auf die Hinterbeine gestellt und war so größer als der Engländer, er musste zu dem Tier hinaufblicken. Ein Welpe kostete 500 Dollar, ungefähr das gesamte Vermögen des Nachwuchswissenschaftlers. Kaum hatte er das kuschelige Bündel zu Hause, raste es ins Wohnzimmer, riss beide Vorhänge von den Halterungen, stürmte aus der Hintertür in den Garten und - amerikanische Leichtbauweise - unter das Haus, wo der Miniwolf systematisch und nachhaltig jede einzelne Luftzufuhrleitung der Klimaanlage zerbiss. Innerhalb von Minuten hatte er einen Schaden angerichtet, der seinen Kaufpreis locker verdoppelte.

      So begann die Liebesgeschichte zwischen dem Philosophen und Brenin, dem Wolf. Elf Jahre lang stellte der Mann sein Leben ins Zeichen des Tieres. Ging nur zum Sport oder zum Unterrichten aus dem Haus, hatte wenig Freunde und keine Familie. Nachts schrieb er seine Bücher, sieben sind in der Zeit mit Brenin entstanden, und es wurden sogar Erfolge.

      Sie hatten eine Art Pakt: Brenin würde nicht mehr als unbedingt nötig zerstören, wenn Mark ihn dafür keine Minute alleinließe. So kam es, dass auf den Informationsblättern zu seinen Kursen und Seminaren ein in der Geschichte der Philosophie einmaliger Warnhinweis aufgedruckt wurde: "Schenken Sie dem Wolf keine Beachtung. Und tun Sie keine Lebensmittel in Ihren Rucksack."

      Täglich zu Sonnenaufgang wurde Rowlands durch das hoch über ihm stehende, massige Tier geweckt, das ihm die Schmirgelpapierzunge durch das Gesicht zog, an guten Tagen. An schlechten Tagen fiel aus dem Maul ein toter Vogel, frisch aus dem Garten geschnappt.

      "Die erste Regel im Leben mit einem Wolf: Erwarte das Unerwartete." Um Brenin zu ermüden, nahm er ihn auf ausgedehnte Laufstrecken mit, eine zweischneidige Sache: Je mehr sie rannten, desto fitter wurde der Wolf. Große Touren, die ihn anfangs nach der Heimkehr in komatösen Tiefschlaf fallen ließen, waren für Brenin bald nur noch eine nette Lockerungsübung. Der Vergleich in Sachen Bewegung fiel für den Philosophen erschütternd aus: Brenin glitt schnell und scheinbar mühelos, während er stampfte, der Wolf hatte eine weit überlegene Reaktionsgeschwindigkeit, eine bedeutend höhere Schmerzschwelle und verfügte über unermessliche Reserven von Kraft. "Ich erkannte", sagt Rowlands, "dass ich hier in Gegenwart eines Wesens lief, das mir in so ziemlich jeder Hinsicht überlegen war!" Nicht zuletzt in ästhetischer: Als bleifüßiger Menschenaffe hinter einem Wolf durch die Felder zu wackeln ist eine demütigende Erfahrung.

      Zwei Dinge unterscheiden Rowlands' Buch von anderen Apologien schöner Tiere, von diesen spießigen Hymnen auf vermeintlich edlere Geschöpfe: Erst mal der Humor. Die Interaktion zwischen Wolf und Mensch, Wolf und Sessel, Wolf und Kuh ist oft Grund zur Sorge, öfter noch richtig komisch. Zum anderen ist es die Gegenseitigkeit der Beziehung: In vieler Hinsicht profitiert der Mann von seinem Wolf, das Leben mit Brenin ist schöner, intensiver und relativiert jede Annahme einer artenspezifischen Überlegenheit. Außerdem ist immer was los, man wird von den eigenen Grübeleien doch ganz gut abgelenkt, wenn man einen Wolf zu Hause hat, der jedes ihm fremde Ding auf dieselbe Methode begutachtet: erst beschnüffeln, dann vollständig zerstören.

      Doch auch das Tier lernt. Rowlands las sich eine Methode an, ihm vier Signale und die dazugehörige Reaktion beizubringen: Still zu bleiben, bei Fuß zu gehen, aufzubrechen und - am wichtigsten - fallen zu lassen, was er gerade im Maul hat. Diese vier Signale waren die Grammatik, die das Tier brauchte, um Rowlands im Alltag folgen zu können. "Das war eine Sprache, mein Geschenk an ihn, die es ihm ermöglichte, ein Leben an meiner Seite zu führen." Gegen fundamentale Tierschutzeinwände, die die Anwesenheit eines Wolfes in einem Philosophiekurs als artfremd kritisieren würden, verwahrt sich Rowlands am Beispiel eines Fuchses, der in einem Biergarten nach Essensresten sucht und einen ganz fidelen Eindruck macht: Ist nur das Mäusejagen im Unterholz die optimale, die von der Natur intendierte Lebensart eines solchen Tieres? Davor steht eine grundlegendere Frage: Hat die Natur überhaupt Intentionen für die einzelnen Lebewesen? Und welche wären das für uns unbehaarte Menschenaffen?

      Es ist, erläutert Rowlands im Buch auf sehr einnehmende Art, alles für alle da: auch Tiere sind Objekte der Geschichte. Ihr Leben verändert sich mit dem der Menschen, mit dem der anderen Tiere. Und jedes Tier ist anders. Brenin entwickelte einen persönlichen Geschmack. Das irrste Lebensmittel überhaupt war Käse. Wenn er den irgendwo vermutete, drehte er durch und griff zur, für einen Wolf extremsten Form der Meinungsäußerung: Er bettelte.

      Mark Rowlands nahm Brenin auf alle Reisen und in alle Länder mit, in die der Beruf ihn führte. Das Tier wurde freilich nicht als Wolf deklariert, sondern als Malamute, eine wenig bekannte Schlittenhundrasse. In Irland erlebten Herr und Brenin, wie die Kunden eines Dorfladens die Panik erfasste, als bekannt wurde, dass in der Umgebung ein Wolfsmischling unterwegs sein soll. Alle forderten, zum Schutz von Kindern und Schafen müsse die Bestie erschossen werden, ohne wahrzunehmen, dass ein viel größerer Wolf direkt neben ihnen unter dem Tisch schlief. Man sieht eben nur, was man weiß.

      Als ich vor einigen Monaten in Frankreich einen Mann mit einem großen, schönen Wolf an der Leine sah, traute ich meinen Augen nicht: Weil Wölfe nicht an der Leine gehen, konnte dieses Tier gar kein Wolf sein, sondern wohl eine Art Riesenhuskie. Nach der Lektüre dieses Buchs weiß ich, dass es ein Wolf war und dass wir wirklich unter Wölfen leben, und zwar in wörtlicher Bedeutung.

      Irgendwann starb Brenin nach einer langen, schweren Krankheit, die zuvor eine aufreibende und eklige Pflege erforderte, auch das erspart das Buch dem Leser nicht.

      Das Leben ohne Wolf musste neu gelernt werden. Rowlands begann, über Brenin zu schreiben, heiratete und bekam zwei Kinder. Heute lehrt er in Miami und verdient viel Geld.

      Alles gut? Er zögert. Überhaupt ist es nicht ganz einfach, mit einem Mann zu kommunizieren, der einen großen Teil seines Erwachsenenlebens unter Vierbeinern verbracht hat. Macht es einen Unterschied, Menschenkinder im Haus zu haben oder Wolfswelpen? "Er ist nicht so groß, wie man denken würde, nein!" In seinem Kopf sieht er seine Kinder schnell wachsen. Und wenn sie aus dem Haus sind, die Kinder, sind wieder die Wölfe dran, ein Sanktuarium für alte oder verstoßene Wölfe soll es werden.

      Rowlands ist kein Aktivist, er will keine Pro-Wolf-Kampagne starten, eigentlich nerven ihn vor allem die Affen und wir Menschen, vor allem, "weil dauernd etwas ist, immer hampeln sie so rum. Verstehen Sie, was ich meine?"

      Der Blick in diese Londoner Bar, in der an dem Abend die Weihnachtspartys toben und eigentlich alle ununterbrochen trinken und kreischen und zum Rauchen rausgehen, dann wieder trinken und kreischen, wird ihn nicht widerlegen. Diese Anstrengung, das Leben noch mehr zu genießen, immer noch mehr rauszuholen, die folgt einem ganz unwölfischen, irgendwie minderen Schema, dem der unendlichen Glückssuche nämlich, und das, findet Rowlands, funktioniert einfach nicht besonders effektiv.

      Im Buch erläutert er es anhand der Sache mit den Backwaren: Als er mit Brenin und zwei unterdessen dazugekommenen Hunden in Südfrankreich Ferien machte, kaufte er der Kleinmeute morgens immer ein Schokocroissant. Die unendliche Freude der Tiere auf dieses Ritual war durch nichts zu übertreffen - und sie schien sich auch nie abzunutzen. Nie vergaßen sie, schon vorher Freudentänze aufzuführen, zur Bäckerei vorzustürmen, nie äußerten sie einen Wunsch nach Abwechslung, Vervollkommnung, Wachstum. Das Glück bestand in der immerwährenden Wiederholung des einen guten Moments.

      Und es gibt noch eine weitere philosophische Schlüsselszene, mit Brenin als kleinem Wolf. Ein Freund von Rowlands hatte einen massigen weißen Pitbull namens Rugger, eine richtige Muskelmaschine. Eines Tages riss sich der Pitbull los und hatte den damals noch viel kleineren Wolf am Nacken. Doch statt zu heulen, gab Brenin ein tiefes, kehliges Knurren von sich, das überhaupt nicht zu seiner völligen Unterlegenheit und zur objektiven Hoffnungslosigkeit der Lage passen wollte. Hoffnung haben kann jeder, schreibt Rowlands, aber in der Hoffnungslosigkeit noch Haltung zu bewahren, das können wir Menschenaffen von Brenin lernen. Rowlands grinst. Das Wichtigste im Leben hat er nicht von Edmund Husserl oder Ludwig Wittgenstein, sondern von einem Wolf gelernt. Wir plaudern noch ein wenig über die Frage, warum Martin Heidegger eigentlich keinen Hund hatte, dann verabschiede ich mich und gehe.

      Draußen ist es kalt, und ich fuchtele mit dem neuen digitalen Aufnahmegerät, das womöglich nichts aufgenommen hat. Ich will gar keinen Wolf. Was habe ich überhaupt mit dem ganzen Thema zu tun? Man muss schon ein seltsamer Mensch sein, um auf den Wolf zu kommen. In diesem Augenblick fiel mir ein wie, so erzählt es meine Mutter, der erste Satz ging, den ich gesagt habe: "Le loup est derrière l'arbre." - Der Wolf ist hinter dem Baum.

      Unser aller Kindheit ist voller Wölfe. Mit diesem Buch geht man endlich um den Baum und trifft einen. Darum kann man es nicht aus der Hand legen.

      NILS MINKMAR

      Mark Rowlands: "The Philosopher and the Wolf". Granta 2008, 246 Seiten, ca. 19 Euro

      Die deutsche Fassung "Der Philosoph und der Wolf" erscheint im März 2009 bei Rogner und Bernhard.

      Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 21.12.2008, Nr. 51 / Seite 29
    • Gerade fertig gelesen:

      Mr Monk goes to Germany von Lee Goldberg
      Das ist unglaublich lustig, so sehr hab ich noch nie über ein Buch gelacht. Spannend ist es zudem auch.

      Meine Amazon-Buchbestellung wurde gestern versand:
      Don't stand too close to a naked man von Tim Allen. Das ist noch aus seiner Stand-Up-Zeit. Dementsprechenden Humor erwarte ich mir von dem Buch
      Ironie, die; [engl. iron = Eisen]: Meint, dass die Meinung der Leute knallhart wie Kruppstahl ist. Wenn jemand Ironie gebraucht, hilft nur, genauso knallhart dagegen zu argumentieren.
    • Ich lese übrigens gerade den dritten Teil von Eragon und bin arg enttäuscht. Ich meine zu merken, welche Kapitel nachträglich eingefügt wurden, um die Geschichte zu verlängern und so ein viertes Buch raus zu schachern. Da sind Teile zwischen Seite 300 - 500 drin, die braucht die Geschichte aber mal sowas von null komm null....

      Ich bin sehr enttäuscht. Nachdem mir Teil 1 und 2 gut gefallen haben, überlege ich mir stark, ob ich mir den vierten überhaupt kaufen soll, wenn er erscheint.
      Nick Foles did it! - NFC East Champs 2017
    • Madness schrieb:

      Ich lese übrigens gerade den dritten Teil von Eragon und bin arg enttäuscht. Ich meine zu merken, welche Kapitel nachträglich eingefügt wurden, um die Geschichte zu verlängern und so ein viertes Buch raus zu schachern. Da sind Teile zwischen Seite 300 - 500 drin, die braucht die Geschichte aber mal sowas von null komm null....

      Ich bin sehr enttäuscht. Nachdem mir Teil 1 und 2 gut gefallen haben, überlege ich mir stark, ob ich mir den vierten überhaupt kaufen soll, wenn er erscheint.


      Mmmm arg enttäuscht war ich eigentlich nicht, weil ich das als Fantasy-Roman ansich immer noch sehr gut geschrieben finde. Aber ich hab für diesen Teil auch länger gebraucht als für andere Bücher in diesem Umpfang, ich mußte es sogar zwischendurch mal weglegen. Und auch in Sachen "eingefügte Kapitel" gebe ich dir recht, das waren auch teilweise etwas quälende Abschnitte bei. Wie gesagt, Teil 1 und 2 sind klar besser, trotzdem fand ich auch den 3. nicht unbedingt richtig schlecht und ich werde den 4. lesen :mrgreen:
      #RiseUp