Concussions

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    • GermanEagle schrieb:

      Sollte Junior Seau's Autopsie herausstellen, dass Concussions wirklich einen degenerativen Effekt auf das Gehirn haben, dann wird das wohl die NFL Welt extrem veraendern.

      Meine erste Prognose:

      Wir sehen Kickoffs noch maximal 2-3 Jahre. Und vielleicht werden Punts auch gaenzlich abgeschaft...


      Wenn ich Deine Prognose eingrenzen darf: die RETURNS werden abgeschafft!
      ERSCHRECKEND: immer mehr Senioren verschwinden spurlos im Internet, nachdem sie <Alt> + <Entf> gedrückt hatten!

      WOUNDEDDUCKS.DE ... the hottest Cover Rock'n Roll in Germany !!!
    • Lobotommy schrieb:

      Wenn ich Deine Prognose eingrenzen darf: die RETURNS werden abgeschafft!


      Naja Punten ohne Return macht ja nicht so viel Sinn. Ebenso beim Kick-off.

      Generell gibt es ja die Diskussion den Kick-off ab zu schaffen, aber das würde das Spiel sehr stark verändern. Es gibt keinen onside-kick mehr.

      Dennoch gebe ich @GE recht: Ja es wird wohl darauf hinaus laufen
      R.I.P J.Johnson
    • Also ich weiß nicht. Die Liga besteht aus 1800 Spielern.
      Wieviele Gehirnerschütterungen haben wir da pro Jahr (bei über 250 Spielen).

      Natürlich scheppert es da öfter, aber ob da jetzt unbedingt die Returner besonders drunter leiden? Welcher von denen wird denn so richtig "weggeschmiert"?
      Gefühlt tauchen Gehirnerschütterungen vermehrt bei QBs auf, die "blind side hits" abbekommen haben oder bei RBs, die von nem LB erwischt werden.

      Da kannst Du den Sport auch ganz abschaffen.
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!
    • JimJohnson schrieb:

      Naja Punten ohne Return macht ja nicht so viel Sinn. Ebenso beim Kick-off.


      Wieso? Da wird der Punter halt viel wichtiger, der ggf. weniger Hangtime, aber einen Bombenfuß hat. Macht schon nen Unterschied, ob Du 50y Länge hinbekommst oder 70y. Und hinten steht halt einer zum "Fair Catch". Bei nem Muff oder dem "Durchlassen" des Balls besteht dann halt das Risiko von Touchback oder freiem Ball
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!
    • JimJohnson schrieb:

      Ist vielleicht ein guter Tag um die Diskussion um Gehirnerschütterungen in der NFL wieder auf zu nehmen.

      So sehr wie ich den Sport liebe, aber manchmal wird einem Übel, wenn man an die Folgen denkt.

      Dzu eine Nachricht, die satistisch wohl kaum signifikant ist, aber einfach dazu passt.

      "8 Teammitglieder des Superbowl Teams der Bears aus dem Jahr 1994 sind bereits tot".

      Klar 18 Jahre her, aber Ex-Spieler um die 50 Jahre sollten noch leben.


      Meinst Du jetzt die Bears 84 oder die Chargers 94? Von denen bei den Chargers waren aber Flugzeugabsturz, Verkehrsunfall, Herzattacke dabei...
      Am Borsigplatz geboren.
    • Buccaneer schrieb:

      Wieso? Da wird der Punter halt viel wichtiger, der ggf. weniger Hangtime, aber einen Bombenfuß hat. Macht schon nen Unterschied, ob Du 50y Länge hinbekommst oder 70y. Und hinten steht halt einer zum "Fair Catch". Bei nem Muff oder dem "Durchlassen" des Balls besteht dann halt das Risiko von Touchback oder freiem Ball


      Hm bei der Ausgangslage würde ich auf 95% Touchbacks tippen. Sagst es ja genau richtig. Ohne die Bedeutung der Hangtime puntet man eben deutlich weiter. Deswegen kann man das Ding auch meist in die bzw. an die Endzone punten.
      R.I.P J.Johnson
    • JimJohnson schrieb:

      Naja Punten ohne Return macht ja nicht so viel Sinn. Ebenso beim Kick-off.

      Generell gibt es ja die Diskussion den Kick-off ab zu schaffen, aber das würde das Spiel sehr stark verändern. Es gibt keinen onside-kick mehr.

      Dennoch gebe ich @GE recht: Ja es wird wohl darauf hinaus laufen


      Na ja, bei beiden Sachen ginge es immer noch um die Leistung des Kickers/Punters (TB oder schlechte Feldposition).
      Zudem wäre der Punt ja noch blockbar und bei einem "fair-catch" als Standard-Variante ist der Muff auch noch ein Faktor.

      "Sexy" ist das dann alles nicht mehr, wobei bei den Kick-Offs ja eh schon die meisten über die Endzone hinaus gehen, zumindest fühlt sich das so an!

      ******************
      Edit: oder siehe Buccis Eintrag! ho ho ho .... :bier:
      ERSCHRECKEND: immer mehr Senioren verschwinden spurlos im Internet, nachdem sie <Alt> + <Entf> gedrückt hatten!

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    • JimJohnson schrieb:

      Hm bei der Ausgangslage würde ich auf 95% Touchbacks tippen. Sagst es ja genau richtig. Ohne die Bedeutung der Hangtime puntet man eben deutlich weiter. Deswegen kann man das Ding auch meist in die bzw. an die Endzone punten.


      Das denke ich nicht. Vielmehr werden die Punter weiterhin versuchen möglichst Nahe an die Endzone zu kommen und die Coverteams dann (dank der Hangtime - die bleibt also weiter ein Faktor) drunterlaufen und den Ball vor der Endzone stoppen :madness . Oder der "Returner" macht einen Fair Catch.
    • trosty schrieb:

      Das denke ich nicht. Vielmehr werden die Punter weiterhin versuchen möglichst Nahe an die Endzone zu kommen und die Coverteams dann (dank der Hangtime - die bleibt also weiter ein Faktor) drunterlaufen und den Ball vor der Endzone stoppen :madness . Oder der "Returner" macht einen Fair Catch.


      Also ich glaube jeder Punter kann den Ball ohne Druck locker aus dem Fußgelenk 35y punten und den dann "ausrollen" lassen. Wenn den keiner "returnen" darf, würde ich das immer so machen. Aber ich glaube, dann würde sich die Verteidigung immer schön mit 10 Mann im Halbfeld aufbauen und jeder dürfte "fangen"
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!
    • Da ich mich schon länger mit dem Thema beschäftige - auch weil mein zweites großes Hobby damit ebenfalls zu kämpfen hat, möchte ich hier mal meine Gedanken zu dem Thema darlegen:

      - Jahrelang hat man versucht die Gefahren zu verdrängen, jahrelang hat man den Forschungen in diesem Bereich versucht Hindernisse in den Weg zu legen, die Konsequenz erleben wir jetzt hier und in den nächsten Jahren. Ich vermute leider, dass wir hier erst den Anfang der Speerspitze erleben.

      - Mit dem aktuellen Wissen und den Forschungen (hier vor allem der ex-Harvard-Student Chris Nowinski und seine Arbeit zu erwähnen) kann die NFL nicht mehr darüber hinweg, als einige Dinge zu verändern. Und ja, auch ich mag es wenn es scheppert und eine gewisse Härte gehört zum Football dazu, nur rechtfertigt dieses nicht, dass das Leben von NFL-Profis nach der Karriere in dieser Form zu leiden haben.

      - So wie in der WWE mittlerweile Stuhlschläge an den Kopf verboten sind (und zwar nicht verboten im Sinne von: wenn der Ref nicht hinguckt, macht man es trotzdem, sondern komplett eliminiert!), so sollten in der NFL Headshots komplett(!) verboten werden. Wenn ich da höre "he is a Running back, that's legal" - kommt mir das Essen wieder hoch. Es geht hier um viel mehr, als nur Sport und auch wenn die NFL-Profis aus ihrer Sicht dies als Eingriff sehen, und womöglich aktuell kein Verständnis dafür aufbringen, so sind sie 100% im Nachhinein dankbar, wenn sie nach ihrer Karriere ein vernünftiges Leben haben können. Und wenn das nur mit Sperren und drakonischen Massnahmen zu erfüllen ist, dann muss es eben so sein.

      - Was ich nicht verstehe, es gibt mittlerweile Helme, die das Gesundheitsrisiko in diesem Bereich entscheidend mindern, wieso sind solche Helme nicht längst Pflicht? Hier hat die NFL einen großen Nachholbedarf den es dringend zu verbessern gilt.

      - Ansonsten muss die Aufklärung für die Spieler weiter voranschreiten - viele der aktuellen Profis wissen nur bruchstückhaft oder teilweise was für Folgen unauskurierte Gehirnerschütterungen haben können und das ist sicher einer der schwierigsten Punkte. Wenn man Sätze wie von TE Gronkowski hört, dass er die Ärzte beschwindelt um wieder spielen zu dürfen, dann liegt das Problem viel tiefer. Gronkowski ist sicher keine Ausnahme und es ist zu befürchten, dass viele Spieler Symptome von leichten und mittelschweren Gehirnerschütterungen komplett verschweigen, damit sie nicht bei einem wichtigen Spiel fehlen. Wie man diese Denkweise in die venünftigen Bahnen lenken kann, das ist wohl eine der größten Fragen und Probleme der heutigen Zeit.

      Insgesamt hat die NFL ein großes Problem, was in den nächsten Jahren noch weiter in den Fokus rücken wird, vor allem wenn die Klage der vielen NFL-Spieler durchkommt, die gerade läuft. Ich fürchte "unser" Sport wird sich in den nächsten Jahren drastisch verändern und verändern müssen.

      Special-Teams - mit Verlaub - ist da das kleinste Problem.
    • ich behaupte mal, die NFL nimmt das thema nach wie vor nicht ernst. denn wie du ganz richtig schreibst, gibt es mittlerweile helme, die das risko deutlich mindern. aber was macht die NFL? sie kümmert sich nicht drum, sondern versucht durch rundrufe, weiterhin alte helme (VSR-4) aufzutreiben und gibt diese an spieler weiter. habe ich gerade wieder vor drei wochen in missouri erlebt - da haben wir konkrete größenwünsche bekommen, alte helme zusammengesammelt und zum auffixen nach jacksonville geschickt. wenn dann noch einige QBs mit nem soft-chin/single button chinstrap spielen, betteln diese geradezu um gehirnerschütterungen :(
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    • Lyle Alzado schrieb:

      ich behaupte mal, die NFL nimmt das thema nach wie vor nicht ernst. denn wie du ganz richtig schreibst, gibt es mittlerweile helme, die das risko deutlich mindern. aber was macht die NFL? sie kümmert sich nicht drum, sondern versucht durch rundrufe, weiterhin alte helme (VSR-4) aufzutreiben und gibt diese an spieler weiter. habe ich gerade wieder vor drei wochen in missouri erlebt - da haben wir konkrete größenwünsche bekommen, alte helme zusammengesammelt und zum auffixen nach jacksonville geschickt. wenn dann noch einige QBs mit nem soft-chin/single button chinstrap spielen, betteln diese geradezu um gehirnerschütterungen :(



      Vielleicht is es ne dumme Frage aber mich interessiert es einfach. Gibts einen plausiblen Grund, warum die NFL sich dagegen sträubt die besseren Helme zu nehmen? Sponsoren-Deals, Kosten etc können doch da nicht wirklich Faktoren sein oder? Wenn doch, dann sollte man seine Geschäftspraktiken mal überdenken!
    • Well, sicherlich gibt es viele verschieden Meinungen auch von Spielern. Tiki Barber gestern auf NFL Network meinte jedenfalls das Gehirnerschütterungen sehr zu Depression der Spieler führen.
    • Wir sind schon LANG über Meinungen hinaus und sprechen hier mittlerweile von Fakten.

      Dieser Report ist jedem ans Herz zu legen, der sich mit dem Thema intensiver beschäftigen möchte:

      GAME CHANGERS - how dramatic brain discoveries are influencing America's most popular sport

      In February 2008, Grimsley, an outdoorsman who’d grown up with guns, shot himself in the chest while cleaning his firearm. Police ruled his death an acci*dent. A week later, when McKee looked at his brain, she found the congestion, evidence of chronic traumatic encephalopathy (CTE). It was her first discovery of the degenerative brain disease in a former professional football player. As an Alzheimer’s researcher based at the Veterans Affairs Medical Center in Bedford, Mass., she had seen CTE in the brains of boxers—she knew the condition as dementia pugilistica, more commonly known as punch-drunk syndrome. She’d also read about it in battered wives. Conventional wisdom held that if you avoided the ring and abusive husbands and always wore a helmet, you’d be OK.
      Researcher Ann McKee was invited to discuss her findings with the NFL. “They were polite,” she says. “But it was falling on deaf ears.”

      The codirectors of BU’s Center for the Study of Traumatic Encephalopathy took readers’ questions about concussions in youth and adult sports and their effects on the brain.

      “When I showed the results to my brother, who is also a doctor and played football, he said, ‘You’re going to ruin football,’” recalls McKee, a diehard Green Bay Packers fan, with Brett Favre bobbleheads on her shelf to prove it.

      “I definitely felt we were opening a Pandora’s box.”

      Die Box ist längst offen...

      Auch interessant diesbezüglich:
      What Would the End of Football Look Like?

      The most plausible route to the death of football starts with liability suits.1 Precollegiate football is already sustaining 90,000 or more concussions each year. If ex-players start winning judgments, insurance companies might cease to insure colleges and high schools against football-related lawsuits. Coaches, team physicians, and referees would become increasingly nervous about their financial exposure in our litigious society. If you are coaching a high school football team, or refereeing a game as a volunteer, it is sobering to think that you could be hit with a $2 million lawsuit at any point in time. A lot of people will see it as easier to just stay away. More and more modern parents will keep their kids out of playing football, and there tends to be a "contagion effect" with such decisions; once some parents have second thoughts, many others follow suit.

      Heute hat Kurt Warner schon angekündigt, dass er nicht weiß, ob er seinen Kindern raten kann Football zu spielen...

      This slow death march could easily take 10 to 15 years. Imagine the timeline. A couple more college players — or worse, high schoolers — commit suicide with autopsies showing CTE. A jury makes a huge award of $20 million to a family. A class-action suit shapes up with real legs, the NFL keeps changing its rules, but it turns out that less than concussion levels of constant head contact still produce CTE. Technological solutions (new helmets, pads) are tried and they fail to solve the problem. Soon high schools decide it isn't worth it. The Ivy League quits football, then California shuts down its participation, busting up the Pac-12. Then the Big Ten calls it quits, followed by the East Coast schools. Now it's mainly a regional sport in the southeast and Texas/Oklahoma...


      Realistisches Szenario? Keine Ahnung...
    • Buccaneer schrieb:

      Gefühlt tauchen Gehirnerschütterungen vermehrt bei QBs auf, die "blind side hits" abbekommen haben oder bei RBs, die von nem LB erwischt werden. Da kannst Du den Sport auch ganz abschaffen.


      Komisches Gefühl. Nur weil Du es nicht merkst, wenn es den 4th-Stinger beim Kick-Off erwischt hat, heißt das ja nicht, dass es nicht passiert.
    • riddell ist der offzielle helmausrüster der NFL. aber afaik haben die spieler genau wie bei schuhen/gloves, die möglichkeit, individuelle verträge abzuschliessen. das der ein oder andere mit den ersten revolution-modellen aufgrund der besonderen form im kinnbereich (stößt gerne mal gegen das shoulderpad beim seiten-/schulterblick) nicht klar kam, kann ich nachvollziehen. das neue modell "360" ist vom padding her zur zeit sicher das optimum, aber die murmel ist dadurch auch ziemlich gewöhnungsbedürftig. der griff auf den alten VSR-4 liegt einfach in der bequemlichkeit/dem "personal comfort" ("damit habe ich immer gespielt") des spielers begründet. das offizielle helm-poster ("buckle up! completely.") das in den NFL-lockerrooms hängt (foto ist aus dem lockerroom der KC chiefs/nov 2011), zeigt genau diesen alten helm in verbindung mit diesem unsäglichen kinnriemen.

      im college ist man da deutlich umsichtiger, was aber sicher auch an der rechtlichen situation liegt. in missouri gibts bspw. keine "beanies" mehr (diese "badekappen" unter dem helm) und den spielern werden entsprechende haarschnitte nahegelegt. die NCAA hat die regeln dazu auch noch verschärft:

      Next year, if a player loses his helmet, he has to sit out a play, but that's not the only rule change. Depending on the situation, the play can be stopped, or a player who loses his helmet can't continue playing.

      When play will be stopped or a player made to quit playing, though, is a difficult judgment call with a 15-yard penalty at stake.


      es geht also alles, man muss nur wollen :hinterha:
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    • Lyle Alzado schrieb:

      ich behaupte mal, die NFL nimmt das thema nach wie vor nicht ernst. denn wie du ganz richtig schreibst, gibt es mittlerweile helme, die das risko deutlich mindern. aber was macht die NFL? sie kümmert sich nicht drum, sondern versucht durch rundrufe, weiterhin alte helme (VSR-4) aufzutreiben und gibt diese an spieler weiter. habe ich gerade wieder vor drei wochen in missouri erlebt - da haben wir konkrete größenwünsche bekommen, alte helme zusammengesammelt und zum auffixen nach jacksonville geschickt. wenn dann noch einige QBs mit nem soft-chin/single button chinstrap spielen, betteln diese geradezu um gehirnerschütterungen :(


      Echt VSR4? Da gibts doch mindesten schon 3 weitere "Entwicklungsstufen" von Riddel mit dem Revo, dem Revo Speed und dem ganz neuen (Name is mir entfallen).
      Das schockiert mich jetzt.

      Edit was spricht gegen Beanies?
      GO Irish!
    • @Lyle
      Tragen denn wenigstens die Spieler, die in den letzten Jahren vom College in die NFL gewechselt sind, die neuen Helm-Modelle in der NFL? Die ganze Sache ist für mich unverständlich. Spieler werden bestraft, wenn sie farblich aus der Reihe tanzen, aber in Sachen Sicherheit drückt die NFL beide Augen zu. Das ist doch eine Steilvorlage für Zivilklagen.
    • aikman schrieb:

      Da ich mich schon länger mit dem Thema beschäftige - auch weil mein zweites großes Hobby damit ebenfalls zu kämpfen hat, möchte ich hier mal meine Gedanken zu dem Thema darlegen:

      - Jahrelang hat man versucht die Gefahren zu verdrängen, jahrelang hat man den Forschungen in diesem Bereich versucht Hindernisse in den Weg zu legen, die Konsequenz erleben wir jetzt hier und in den nächsten Jahren. Ich vermute leider, dass wir hier erst den Anfang der Speerspitze erleben.

      - Mit dem aktuellen Wissen und den Forschungen (hier vor allem der ex-Harvard-Student Chris Nowinski und seine Arbeit zu erwähnen) kann die NFL nicht mehr darüber hinweg, als einige Dinge zu verändern. Und ja, auch ich mag es wenn es scheppert und eine gewisse Härte gehört zum Football dazu, nur rechtfertigt dieses nicht, dass das Leben von NFL-Profis nach der Karriere in dieser Form zu leiden haben.

      - So wie in der WWE mittlerweile Stuhlschläge an den Kopf verboten sind (und zwar nicht verboten im Sinne von: wenn der Ref nicht hinguckt, macht man es trotzdem, sondern komplett eliminiert!), so sollten in der NFL Headshots komplett(!) verboten werden. Wenn ich da höre "he is a Running back, that's legal" - kommt mir das Essen wieder hoch. Es geht hier um viel mehr, als nur Sport und auch wenn die NFL-Profis aus ihrer Sicht dies als Eingriff sehen, und womöglich aktuell kein Verständnis dafür aufbringen, so sind sie 100% im Nachhinein dankbar, wenn sie nach ihrer Karriere ein vernünftiges Leben haben können. Und wenn das nur mit Sperren und drakonischen Massnahmen zu erfüllen ist, dann muss es eben so sein.

      - Was ich nicht verstehe, es gibt mittlerweile Helme, die das Gesundheitsrisiko in diesem Bereich entscheidend mindern, wieso sind solche Helme nicht längst Pflicht? Hier hat die NFL einen großen Nachholbedarf den es dringend zu verbessern gilt.

      - Ansonsten muss die Aufklärung für die Spieler weiter voranschreiten - viele der aktuellen Profis wissen nur bruchstückhaft oder teilweise was für Folgen unauskurierte Gehirnerschütterungen haben können und das ist sicher einer der schwierigsten Punkte. Wenn man Sätze wie von TE Gronkowski hört, dass er die Ärzte beschwindelt um wieder spielen zu dürfen, dann liegt das Problem viel tiefer. Gronkowski ist sicher keine Ausnahme und es ist zu befürchten, dass viele Spieler Symptome von leichten und mittelschweren Gehirnerschütterungen komplett verschweigen, damit sie nicht bei einem wichtigen Spiel fehlen. Wie man diese Denkweise in die venünftigen Bahnen lenken kann, das ist wohl eine der größten Fragen und Probleme der heutigen Zeit.

      Insgesamt hat die NFL ein großes Problem, was in den nächsten Jahren noch weiter in den Fokus rücken wird, vor allem wenn die Klage der vielen NFL-Spieler durchkommt, die gerade läuft. Ich fürchte "unser" Sport wird sich in den nächsten Jahren drastisch verändern und verändern müssen.

      Special-Teams - mit Verlaub - ist da das kleinste Problem.

      Wow, aiki, dass ich dir mal in so vielen Punkten zustimmen würde? ;)
      Fear Ameer: 4588 rushing - 39 TD // 690 receiving - 7 TDs // Huskers all-purpose yardage leader (7186)
      Khalil Mack Bulls career: 75 TFL (tied NCAA record) // 16 Forced Fumbles (NCAA record) // Jack Lambert Award 2013
      Lavonte David Blackshirt stats: 285 TT // 28 TFL // 11,5 Sacks // 3 FF // 2 FR // 2 INT // 12 PBU
    • datajunk schrieb:

      Komisches Gefühl. Nur weil Du es nicht merkst, wenn es den 4th-Stinger beim Kick-Off erwischt hat, heißt das ja nicht, dass es nicht passiert.


      Na ja...ich verfolge doch zumindest "unsere" Kick-Returner. Und bei denen (oder auch den Star-Returnern) kamen mir jetzt solche "vermehrten" Gehirnerschütterungen nicht in den Sinn.
      Ich meine: wo wird denn überhaupt noch groß returned? Der Punt-Returner in der NFL rennt doch nur noch los, wenn 1km² Platz ist.
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!
    • Mensch Bucci, es geht doch gar nicht in erster Linie um die Returner. Es geht um die Leute der Coverage bzw. Return Units, die mit 40-50 Meter Anlauf aufeinander zu rasen, um sich dann gegenseitig die Birne weichzuhauen - beim Kickoff natürlich noch mehr als bei Punts.

      Die NFL hat die KO-returns doch schon seit einigen Jahren sukzessive entschärft. Erst durfte die Wedge nur aus noch 2 (oder 3?) Spieler bestehen, dann wurde sie ganz verboten.

      Als ich noch gespielt habe, haben wir bei KO-Returns als Return Unit in der letzten Reihe immer schön Ringelpiez mit Anfassen gespielt: 3-4 Mann halten Händchen und bilden die Wedge vor dem Returner. Und ein, zwei Jungs der Coverage Unit mussten da immer volle Kanone reindonnern - und es gab immer welche, die das auch im Training sehr ernst genommen haben...

      Ich dagegen weiß schon, warum ich mich immer in die erste Reihe gemogelt hab' - da musste man die anstürmenden "Außenläufer" nur mit den Händen außen halten und alles war gut :D
      Minnesota Vikings Offensive Line starting combinations:

      2015: 1
      2016: 8
    • Johnny No89 schrieb:

      Mensch Bucci, es geht doch gar nicht in erster Linie um die Returner. Es geht um die Leute der Coverage bzw. Return Units, die mit 40-50 Meter Anlauf aufeinander zu rasen, um sich dann gegenseitig die Birne weichzuhauen - beim Kickoff natürlich noch mehr als bei Punts.

      Die NFL hat die KO-returns doch schon seit einigen Jahren sukzessive entschärft. Erst durfte die Wedge nur aus noch 2 (oder 3?) Spieler bestehen, dann wurde sie ganz verboten.

      Als ich noch gespielt habe, haben wir bei KO-Returns als Return Unit in der letzten Reihe immer schön Ringelpiez mit Anfassen gespielt: 3-4 Mann halten Händchen und bilden die Wedge vor dem Returner. Und ein, zwei Jungs der Coverage Unit mussten da immer volle Kanone reindonnern - und es gab immer welche, die das auch im Training sehr ernst genommen haben...

      Ich dagegen weiß schon, warum ich mich immer in die erste Reihe gemogelt hab' - da musste man die anstürmenden "Außenläufer" nur mit den Händen außen halten und alles war gut :D


      Und ich weiss, warum ich nur in den coverage units gespielt habe...;)
      Chip happens.
    • Linebacker Gary Plummer: Junior Seau hatte geschätzte 1500 Gehirnerschütterungen!

      "In the 1990s, I did a concussion seminar. They said a Grade 3 concussion meant you were knocked out, and a Grade 1 meant you were seeing stars after a hit, which made me burst out in laughter," Plummer said according to Cam Inman of the San Jose Mercury News. "As a middle linebacker in the NFL, if you don't have five of these (Grade 1 effects) each game, you were inactive the next game.

      "Junior played for 20 years. That's five concussions a game, easily. How many in his career then? That's over 1,500 concussions. I know that's startling, but I know it's true. I had over 1,000 in my 15 years. I felt the effects of it. I felt depression going on throughout my divorce. Junior went through it with his divorce."


      Mir . ist . schlecht .

      Beitrag von StoneHäns ()

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    • aikman schrieb:


      Heute hat Kurt Warner schon angekündigt, dass er nicht weiß, ob er seinen Kindern raten kann Football zu spielen...


      Wenn mich nicht alles täuscht, spielt mindestens eines seiner Kinder Football. Allerdings gab es heftige Reaktionen auf die Äußerung, dass er als Vater bedenken hat. Er hat auf einen seiner Kritiker in einem Blogeintrag geantwortet. Wer Interesse hat: kurtwarner.org/blog/?p=36
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