New England Patriots Season Preview 2014

    • New England Patriots Season Preview 2014

      New England Patriots 2014




      Rückblick


      In der vergangenen Offseason wurde das Receiving Corps (teils unfreiwillig) komplett neu zusammengesetzt. Lediglich der bis dahin hauptsächlich als Punt Returner erfolgreiche Edelman sowie der verletzte Gronkowski waren übrig. Der Rest der Offense, die Defense und die Special Teams blieben dagegen weitgehend unverändert. Anfängliche Probleme im Passspiel waren also zu erwarten, sollten aber durch eine verbesserte Defense und das Laufspiel aufgefangen werden. Wer sich die Ausgangssituation näher in Erinnerung rufen will, kann dazu gerne hier nochmal nachlesen.
      Dieser Plan ging in den ersten Wochen auch auf. Obwohl im Schnitt weniger als 20 Punkte erzielt wurden, konnten die ersten drei Spiele gewonnen werden. Auch die Falcons wurden geschlagen, dabei wurde erstmals die 30-Punkte-Marke geknackt. Allerdings verletzte sich in diesem Spiel Vince Wilfork schwer, was der Beginn einer Serie von Verletzungen von Schlüsselspielern (insbesondere in der Defense) war. In den nächsten beiden Spielen folgten Tommy Kelly und Jerod Mayo. Auch Vereen, Talib, Vollmer, Spikes und der gerade genesene Gronkowski reihten sich in die Reihe prominenter Ausfälle ein. Dementsprechend verliefen die nächsten Wochen sehr holprig, gegen die Bengals gelangen gar nur sechs Punkte, eine weitere Niederlage gab es gegen die Jets. Ein erster Höhepunkt folgte dann aber im letzten Spiel vor der Bye-Week gegen die Steelers. Bereits nach drei Vierteln gab es viele Punkte auf beiden Seiten, ehe die Patriots mit vier Touchdowns im letzten Viertel davonzogen und sogar die 50-Punkte-Marke übertrafen. Mit diesem Erfolgserlebnis und einer Bilanz von 7-2 im Rücken sollte die Spielfreie Zeit genutzt werden, um kurz durchzuatmen und die angeschlagene Defense neu zu organisieren.
      Zunächst gab es allerdings eine unglückliche Niederlage gegen die Panthers und auch im lange erwarteten Duell mit den Broncos um Peyton Manning lagen die Pats zur Halbzeit deutlich zurück. In der zweiten Hälfte drehte die Offense von Tom Brady aber auf und auch die Defense ließ nichts mehr zu, so dass die Patriots im letzten Viertel sogar in Führung lagen. Dann zeigte Manning nochmal seine Klasse, die Broncos konnten noch ausgleichen und so die Verlängerung erzwingen. Diese ging über ganze zwölf Minuten ehe der elfte Fumble und ein Field Goald von Stephen Gostkowski ein verrücktes Spiel zu Gunsten der Patriots beendeten. Weniger großartig waren die folgenden drei Spiele. Gegen die Außenseiter aus Houston und Cleveland gelangen noch knappe Siege, gegen die Dolphins gab es dann aber die vierte Saisonniederlage. Genugtuung verschaffte dann ein Blowout gegen die Ravens, die sich in den vergangenen Jahren immer wieder als (zu) hohe Hürde in den Playoffs erwiesen hatten. Auch der Abschluss der Regular Season verlief zufriedenstellend. Die Bills wurden souverän besiegt und mit der Bilanz von 12-4 war nicht nur der Division-Sieg, sondern auch Platz zwei in der AFC und damit das Freilos in der ersten Playoff-Runde sicher.
      Die Divisional Round verlief völlig nach Plan. Die Patriots ließen den Colts kaum eine Chance und marschierten souverän in das AFC-Championship-Game. Gegner waren hier erneut die Broncos. Ähnlich wie beim ersten Aufeinandertreffen gelang den Patriots nicht viel und sie liefen lange einem Rückstand hinterher. Die Aufholjagd im letzten Viertel ließ nochmal ein klein bisschen Hoffnung aufkommen, kam dieses Mal jedoch zu spät. Passend zum Saisonverlauf schied auch im letzten Auftritt der Patriots ein Schlüsselspieler der Defense verletzt aus, als Talib mit einer Knieverletzung vom Feld humpelte.
      Die Offense war in dieser Saison nicht so dominant wie das in den letzten Jahren oft der Fall war. Angesichts des Ausfalls von Schlüsselspielern (hauptsächlich Gronk und dieser andere Tight End da) ist das Abschneiden auf Platz 9 nach erzielten Yards dennoch ordentlich. Positiv ist zudem die, zumindest statistisch, gelungene Balance von Lauf- und Passspiel. In beiden Kategorien liegen die Patriots in den Top 10 der NFL. Untypisch sind dagegen 24 Fumbles, Platz 9 in der NFL. Die Defense liegt unverändert im hinteren Tabellenbereich, auf den zweiten Blick sieht man hier aber große Veränderungen. Die große Schwachstelle war in diesem Jahr aber nicht die Pass-Defense. Mit Platz 18 nach zugelassenen Yards und sogar Platz 5 nach erzielten Sacks schnitten die Patriots deutlich besser ab, als in den letzten Jahren. Die bisher so stabile Laufverteidigung enttäuschte aber, mit 134 zugelassenen Yards pro Spiel bzw. 4,5 Yards pro Laufversuch gehört sie zu den schlechtesten der Liga. Die Ursache hierfür findet sich in erster Linie in den Verletzungen von Wilfork, Mayo und Spikes, die das Rückgrat der Laufverteidigung bilden sollten. Die Special Teams waren wie gewohnt weitgehend produktiv. Lediglich die Kick Returns waren auch in dieser Saison eher enttäuschend. Die Coverage Units gehörten angeführt vom Pro Bowler Matt Slater aber wieder zu den besten der Liga und auch Kicker Gostkowski verdiente sich seine Nachnominierung mit einer herausragenden Saison.



      Schedule


      Week 1: @ Dolphins
      Week 2: @ Vikings
      Week 3: vs. Raiders
      Week 4: @ Chiefs
      Week 5: vs. Bengals
      Week 6: @ Bills
      Week 7: vs. Jets
      Week 8: vs. Bears
      Week 9: vs. Broncos
      Week 10: Bye
      Week 11: @ Colts
      Week 12: vs. Lions
      Week 13: @ Packers
      Week 14: @ Chargers
      Week 15: vs. Dolphins
      Week 16: @ Jets
      Week 17: vs. Bills

      Dieses Jahr geht es gegen die AFC West und die NFC North. Das beinhaltet auch einen Westcoast-Trip (San Diego) und das Heimspiel gegen die Broncos. Ungewöhnlich ist die Phase vom fünften bis zum zehnten Spieltag mit vier Heimspielen, der Bye-Week und dem Kurztrip nach Buffalo. Das könnte helfen, die Belastung durch das Donnerstags-Spiel gegen die Jets aufzufangen. Ebenfalls angenehm: Die Bye-Week erneut am zehnten Spieltag.
      "I'm not really into solving the world's problems and all that. I'm just trying to coach our football team." - Bill Belichick

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    • Coaching Staff


      Head Coach: Bill Belichick
      Offense: Josh McDaniels (Offensive Coordinator/Quarterbacks), Dave DeGuglielmo (Offensive Line), Ivan Fears (Running Backs), Chad O’Shea (Wide Receiver), Brian Daboll (Offensive Coaching Assistant)
      Defense: Matt Patricia (Defensive Coordinator), Patrick Graham (Linebacker), Josh Boyer (Cornerbacks), Brian Flores (Safeties), Brendan Daly (Defensive Assistant)
      Special Teams: Scott O’Brien (Special Teams Coordinator), Joe Judge (Special Teams Assistant)

      Im Gegensatz zur letzten Offseason gab es mehrere gravierende Änderungen. An erster Stelle ist hier der bisherige OL-Coach Dante Scarnecchia zu nennen. Coach Scar begann seine Karriere an der California Western University, wo er nach seiner aktiven Karriere ab 1970 die Offensive Line trainierte. Nach einigen weiteren Stationen wechselte er 1982 in die NFL zu den Patriots, zunächst verantwortlich für die Special Teams und die Tight Ends. 1989 verabschiedete er sich für zwei Jahre zu den Colts, bevor er wieder zu den Patriots zurückkehrte. Zunächst arbeitete er wieder in seiner bisherigen Funktion, 1999 wechselte er auf seine angestammte Position als OL-Coach. Ein Jahr später bekam er den Titel eines „Assistant Head Coach“, Ausdruck seiner besonderen Bedeutung im Coaching Staff. Nach 32 Jahren in der NFL, 30 davon bei den Patriots, und sieben Super Bowl-Teilnahmen ist jetzt Schluss. Scarnecchia, der sich einen Ruf als der wohl beste Offensive Line-Coach der Liga erarbeitet hat, wird seinen wohlverdienten Ruhestand hoffentlich lange und bei guter Gesundheit genießen können. Um diese große Lücke zu schließen wurde ausnahmsweise ein erfahrener Assistent von außerhalb verpflichtet. Dave DeGuglielmo kann auf 22 Jahre als Coach, davon neun in der NFL (Giants, Dolphins, Jets), zurückblicken.
      Einen weiteren Wechsel gibt es bei den Tight Ends. George Godsey wechselt als QB-Coach zu den Texans. Seine Aufgaben wird Brian Daboll übernehmen, allerdings ohne den offiziellen Titel Als Tight End-Coach.
      Auch unter den Defense-Coaches gibt es einen namhaften Abgang. Pepper Johnson, seit 2000 im Coaching Staff der Patriots und für die Defensive Line bzw. die Linebacker zuständig, war mit seiner beruflichen Perspektive bei den Patriots nicht mehr zufrieden. Als DL-Coach bei den Bills hofft er, bessere Chancen auf eine Beförderung zum Defensive Coordinator zu haben. Auch hier soll ein externer Neuzugang Abhilfe schaffen. Brendan Daly, bisher DL-Coach bei den Vikings, wird diesen Posten auch bei den Patriots übernehmen. Allerdings erhält auch er (noch) nicht diesen Titel, wird offiziell bisher als Defensive Assistant bezeichnet. Dafür wechselt der bisherige DL-Coach Patrick Graham zu den Linebackern, die Pepper zuletzt trainiert hat.



      Rookie Class of 2014


      Die Patriots gingen mit einer ordentlichen Ausgangssituation in das Draft-Wochenende. Das Team verfügte nach dem Trade für Isaac Sopoaga und durch einen Compensatory Pick über acht Picks (je zwei in der vierten und sechsten Runde, keinen in der fünften), allerdings wie gewohnt alle spät in der jeweiligen Runde. Dann hielt der sonst so Trade-freudige Bill die Füße eher still, tauschte lediglich seinen Pick in Runde drei mit den Jaguars gegen weitere Picks in der vierten und sechsten Runde. Unter dem Strich standen also neun Picks, der Fokus bei der Spielerauswahl lag deutlich auf den beiden Lines (dreimal Offense, zweimal Defense).

      #29 Dominique Easley, DT, Florida, 6‘2“, 288 lbs

      Auf den ersten Blick signalisiert Easley einen radikalen Kurswechsel. Der Unterschied zu den massigen 2-gap Run-Stoppern, die bisher typisch für die Defense der Patriots waren, ist unübersehbar. Easley ist stärker als man auf den ersten Blick vermuten könnte, er ist beweglich und hat einen enorm schnellen ersten Schritt. Diese Qualitäten machen ihn zu einem stets gefährlichen Pass Rusher von allen DLine-Positionen, aber auch zu einer Waffe gegen das Laufspiel. Allerdings: Er hat sich im College zweimal das Kreuzband gerissen, konnte deshalb erst sehr spät ins Training einsteigen. Und so passt er doch wieder ins Muster: Ein hochtalentierter, sehr variabler Spieler, der aufgrund von Verletzungen im Draft gefallen ist.

      #62 Jimmy Garoppolo, QB, Eastern Illinois, 6’2”, 226 lbs

      Garoppolo kommt aus einer Offense, in der er fast ausschießlich in der Shotgun und mit einem vergleichsweise rudimentären Playbook gearbeitet hat. Das sah man ihm in der Preseason aber nicht an. Er bewegt sich gut in der Pocket, trifft gute Entscheidungen und bekommt den Ball sehr schnell aus der Hand. Unter Druck vernachlässigt er aber oft seine Fußarbeit. Kann er das abstellen, fehlt ihm nicht mehr viel zum NFL-Starter.

      #105 Bryan Stork, C, Florida State, 6’4”, 315 lbs

      Stork ist größer und schwerer als die meisten Center der Patriots, dafür etwas weniger beweglich. Er überzeugt mit Übersicht, Spielintelligenz und guter technischer Ausbildung. Es fehlt noch an der nötigen Power in der unteren Körperhälfte, zudem hatte er im College und in der Preseason immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Sofern er gesund bleibt, sollte er bald Starter sein.

      #130 James White, RB, Wisconsin, 5’9”, 204 lbs

      White zeigte in der Preseason zwei Gesichter. Als Receiver ist er eine Waffe, läuft gute Routen, fängt sicher und macht auch mit dem Ball in der Hand noch einige Yards. Im Laufspiel ging er aber mit schöner Regelmäßigkeit beim ersten Kontakt mit einem Verteidiger zu Boden. Trotz guter Übersicht und schnellen Cuts macht man so in der NFL natürlich nicht allzu viele Yards. Ballsicherheit scheint dagegen kein Problem zu sein.

      #140 Cameron Fleming, OT, Stanford, 6’5”, 323 lbs

      Mit seiner Statur erinnert Fleming ein bisschen an Marcus Cannon als Rookie. Typischer Right Tackle, der noch ein paar Pfunde in Muskelmasse umwandeln sollte und auch technisch noch etwas Feinschliff benötigt. Fleming ist intelligent und hatte bisher keine großen Verletzungsprobleme. Abzuwarten bleibt, ob er nicht doch als Guard besser aufgehoben ist.

      #179 Jon Halapio, OG, Florida, 6´3“, 323lbs

      Bärenstarker Runblocker mit massiven Schwächen in der Pass Protection. Hat es nicht ins Team geschafft.

      #198 Zach Moore, DE, Concordia-St.Paul, 6‘5“, 269 lbs

      Größe, Gewicht und Athletik sind auf NFL-Level. Seine Gegner im College (Division II) waren es nicht. Er hatte zudem mit schulischen Problemen zu kämpfen, musste deshalb sogar eine Saison aussetzen. Zumindest was Football angeht, ist seine Einstellung aber vorbildlich. Es fehlt natürlich in allen Bereichen noch der Feinschliff, doch mit gutem Coaching und etwas Geduld hat er eine Zukunft in der NFL.

      #206 Jemea Thomas, DB, Georgia Tech, 5‘9“, 192 lbs

      CB/S-Tweener und stark in den Special Teams. Aber nicht stark genug für einen Kaderplatz.

      #244 Jeremy Gallon, WR, Michigan, 5‘7“, 185 lbs

      Ein weiterer zu kurz geratener Slot Receiver. Noch kleiner als die bisherigen. Auch für ihn hatte Bill kein Foto.

      UDFA Malcolm Butler, CB, West Alabama, 5‘10“, 187 lbs

      Butler ist die Überraschung der Vorbereitung. Er besticht durch enge Manndeckung und zuverlässiges Tackling. Seine wohl größte Stärke sind aber seine Ball Skills. Ein, zumindest zeitweiliger, Startplatz winkt.

      UDFA Cameron Gordon, LB, Michigan, 6‘2“, 236 lbs
      UDFA James Morris, LB, Iowa, 6‘1“, 241 lbs



      Offseason


      Abgänge:

      Quellcode

      1. QB Ryan Mallett Trade Texans
      2. RB LeGarrette Blount FA Steelers
      3. WR Austin Collie FA
      4. TE Matthew Mulligan FA Bears
      5. TE DJ Williams cut
      6. OG Logan Mankins Trade Buccaneers
      7. OG Chris Barker cut
      8. DT Tommy Kelly cut Cardinals
      9. DT Isaac Sopoaga cut
      10. DT Marcus Forston cut
      11. DE Andre Carter FA
      12. LB Brandon Spikes FA Bills
      13. LB Dane Fletcher FA Buccaneers
      14. LB Steve Beauharnais cut
      15. CB Aqib Talib FA Broncos
      16. CB Justin Green Trade Cowboys
      17. S Steve Gregory cut Chiefs/retired
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      Die größte Überraschung und der bedeutendste Verlust ist zweifelsohne der von Logan Mankins. Der fünfmalige All-Pro wurde vor dem letzten Vorbereitungsspiel für TE Tim Wright und einen Draft Pick nach Tampa Bay geschickt. Mankins ist auch nach neun Jahren in der NFL noch ein herausragender Run Blocker, entwickelte sich in der Pass Protection aber in zunehmendem Maße zu einer Schwachstelle. Das lässt sich in erster Linie durch zahllose Verletzungen erklären, doch angesichts seines hoch dotierten Vertrages war die Trennung folgerichtig. Davon abgesehen sind auf Seiten der Offense kaum nennenswerte Abgänge zu verzeichnen. Lediglich LeGarrette Blount ist hier noch zu nennen. Per Trade von den Bucs geholt, war er zunächst Bestandteil der üblichen Rotation auf der RB-Position, ehe er zum Saisonende die Last des Laufspiels für wenige Spiele fast alleine trug. Dennoch war den Patriots das vergleichsweise moderate Angebot der Steelers zu hoch und sie ließen ihn ziehen. Ryan Mallett wurde nach einer weiteren mittelmäßigen Preseason für einen performanceabhängigen Draft Pick nach Houston zu den Texans geschickt. Er schien sich nie so wirklich in der Offense zurechtzufinden und sein Wechsel zur kommenden Saison war ohnehin beschlossene Sache. Nachdem Garoppolo überzeugen konnte, war es naheliegend, den Abschied vorzuziehen.
      Deutlich größer war der Umbruch in der Defense. Die Patriots trennten sich hier von vier Startern. Kelly begann letzte Saison stark, riss sich dann das Kreuzband und musste jetzt seinen Platz für jüngere und günstigere Spieler räumen. Spikes ist wohl NFL-weit der beste Run Defender auf der Linebacker-Position. Zu seinen Schwächen in der Passverteidigung kommen allerdings noch andauernde Verletzungsprobleme und Disziplinlosigkeiten. Letztere brachten das Faß schließlich zum Überlaufen, sodass er von den Patriots kein Vertragsangebot mehr bekam. Deutlich schmerzhafter war da der Verlust von Aqib Talib. Der löste zwar das große Cornerback-Problem der letzten Jahre mit guten Leistungen, verletzte sich dann in den wichtigsten Momenten aber immer wieder. Die Entlassung von Steve Gregory war von vielen Fans lange herbeigesehnt worden. Zwar wurde er von den Coaches immer wieder für sein enormes Spielverständnis und seine Intelligenz gelobt, allerdings war er oft körperlich nicht in der Lage das umzusetzen, was Kopf wollte. Auf das Karriereende soll jetzt eine Laufbahn als Coach folgen.


      Vertragsverlängerungen/Umstrukturierungen:

      Quellcode

      1. WR Julian Edelman 4 Jahre $16.75M
      2. TE Michael Hoomanawanui 2 Jahre $2.4M
      3. C Ryan Wendell 2 Jahre $3.25M
      4. DT Vince Wilfork 3 Jahre $23M


      Nach vier Jahren mit vielen Verletzungen und wenigen Catches konnte Edelman zeigen, dass er mehr ist, als nur ein sehr, sehr guter Punt-Returner. Mit über 100 Catches und 1000 Yards überbot er seine vorherigen Career Stats deutlich und konnte Welker fast vergessen machen. Der neue Vertrag ist angesichts dieser Zahlen sicher angenehm für das Team, angesichts der Verträge, die andere Receiver in dieser Offseason bekommen haben, ist er aber für beide Seiten fair.
      Hoomanawanui musste für den verletzten Gronkowski in die Bresche springen. Ersetzen konnte er diesen natürlich nicht, aber er machte seine Sache im Rahmen seiner Möglichkeiten gut. Als Receiver ist er kein Faktor, als Blocker dagegen schon, überzeugt zudem in den Special Teams. Als Belohnung gibt es einen leistungsabhängigen Vertrag mit wenig garantierten Anteilen.
      Ähnlich sieht auch der Vertrag von Wendell aus. Nachdem er 2012 eine der Überraschungen der Saison war, konnte er 2013 nicht mehr überzeugen. Dementsprechend war er auch nicht mehr unumstritten und musste um seinen Platz im Team kämpfen.
      Zwischen Wilfork und dem Team entwickelte sich nach dem Ende der vergangenen Saison eine Auseinandersetzung, die beinahe zur Trennung geführt hätte. Nach seiner schweren Verletzung (Achillessehnenriss) und angesichts wenig dominanter Leistungen in seinen wenigen Spielen vor der Verletzung sowie seines Alters wollten die Patriots den Vertag anders gestalten (bisher $8M für die kommende Saison, Cap Hit sogar $11.6M). Wilfork und sein Umfeld waren davon natürlich wenig begeistert. Schlussendlich konnte aber ein Kompromiss gefunden werden. Dieser basiert im Wesentlichen auf der Umwandlung von Gehalt in leistungsabhängige Komponenten und einer Option auf Verlängerung für das Team.


      Zugänge:

      Quellcode

      1. RB Tyler Gaffney Waivers Panthers
      2. WR Brandon LaFell FA Panthers
      3. WR Brian Tyms FA Browns
      4. TE Tim Wright Trade Buccaneers
      5. LB Darius Fleming FA 49ers
      6. CB Darrelle Revis FA Buccaneers
      7. CB Brandon Browner FA Seahawks
      8. S Patrick Chung FA Eagles
      9. S Don Jones Waivers Dolphins


      Für die Offense wurden einige große Receiver ins Visier genommen. Mit LaFell wurde dabei eine Alternative zu Dobson an Land gezogen. Angesichts der Verletzungsprobleme auf den Receiver-Positionen im Allgemeinen und bei Dobson im speziellen ist diese Verpflichtung sehr zu begrüßen. Sollten alle fit bleiben, wird es schwer für ihn, mehr als Receiver #4 zu werden. Sein neuer Kollege Tim Wright nur auf dem Papier ein Tight End. Was ein derartiger Spieler in der Offense der Patriots bewirken kann, war in der jüngeren Vergangenheit schon zu sehen.
      Der größte Coup war natürlich die Verpflichtung von Darrelle Revis. Kurz nachdem er von den Buccaneers entlassen wurde, unterschrieb er bei den Patriots für zwei Jahre. Der Vertrag ist allerdings so gestaltet, dass nach dieser Saison nachverhandelt werden wird. Von seiner Verletzung merkte man ihm in der Vorbereitung nichts mehr an. Ganz im Gegenteil, Revis präsentierte sich in überragender Verfassung und bereit, seinen Status als bester Corner der Liga zu untermauern bzw. wieder zu erarbeiten. Ihm zur Seite haben die Patriots mit Brandon Browner den größten Cornerback der NFL gestellt. Bedenkt man, welch großen Probleme das Team in den letzten Jahren mit großen Receivern hatte, ist diese Entscheidung selbsterklärend. Ob Browner hier tatsächlich helfen kann, wird man nach Ablauf seiner vierwöchigen Sperre sehen, wenn es gegen AJ Green, Sammy Watkins und Brandon Marshall geht.
      Unter den weiteren Neuzugängen, Rückkehrer Chung und einige Ergänzungsspieler, möchte ich noch Darius Fleming hervorheben. Der ehemalige 49er hat sich nach zwei Kreuzbandrissen in seinen ersten beiden NFL-Jahren zurückgekämpft und in seinem ersten vollständigen Training Camp einen sehr guten Eindruck hinterlassen.
      "I'm not really into solving the world's problems and all that. I'm just trying to coach our football team." - Bill Belichick
    • Roster



      Offense




      Quarterbacks
      Statistisch gesehen hat sich Brady im Vergleich zum Vorjahr in allen Kategorien verschlechtert. Mit seinen 37 Jahren hat er seinen Zenit sicher schon überschritten, gehört aber dennoch weiterhin zu den besten Quarterbacks der Liga. Sein neuer Ersatzmann Garoppolo hat zwar nicht den wurfgewaltigen Arm seines Vorgängers, passt aber sehr gut in die Offense. Er bewegt sich besser in der Pocket als Mallett, wird den Ball schneller los und seine kurzen Pässe kommen genauer und besser getimed.

      Bewertung: A
      Ein zukünftiger Hall-Of-Fame Quarterback und ein vielversprechender Rookie. Gute Mischung also.

      Running Backs
      Die größte Rolle wird dieses Jahr Shane Vereen spielen, der ein exzellenter Receiver und pfeilschnell ist. Shane kommt daher bevorzugt zum Einsatz wenn gepasst werden soll oder die Defense zumindest mit einem Passspielzug rechnet. In einer ähnlichen, wenn auch kleineren, Rolle sollte sich auch Rookie James White finden. Gut möglich, dass diese beiden gelegentlich auch zusammen auf dem Feld stehen. Auch Stevan Ridley wird noch eine Chance bekommen, sich wieder als Leistungsträger zu etablieren. Mit seiner Kombination aus Kraft und Schnelligkeit ergänzt er sich sehr gut mit Vereen und kann zudem die Hauptlast in Goalline-Situationen tragen. Viele Fehler kann er sich aber nicht mehr erlauben. Brandon Bolden wird seine gewohnte Rolle in den Special Teams und als Universalbackup weiter ausfüllen. Tyler Gaffney wurde per Waiver Claim von den Panthers stibitzt und ist ein Vorgriff auf die nächste Saison, wenn Vereen, Ridley und Bolden Free Agents werden.

      Bewertung: C
      Das Duo Ridley/Vereen wäre gesund und Fumble-frei eines der besseren der NFL. Der Konjunktiv machts zu Mittelmaß.

      Wide Receiver
      Im Vergleich zum Vorjahr gibt es hier nur eine personelle Änderung (LaFell statt Boyce, der jetzt im Practice Squad ist), dennoch ist vieles anders. Auf der ‚Z‘-Position ist Edelman nach seiner überragenden Saison gesetzt. Als Alternative steht Amendola bereit, dessen letzte Saison ein Spiegelbild seiner bisherigen NFL-Karriere war. Er zeigte im ersten Spiel gleich, was er kann, wenn er gesund ist. Dummerweise zeigte er auch im ersten Spiel, wie lange das in der Regel der Fall ist. Im Bedarfsfall kann auch Thompkins einige Snaps auf dieser Position aushelfen. Für seine Starter-Position als ‚X‘-Receiver hat er mit dem rechtzeitig genesenen Dobson und dem Neuzugang LaFell große Konkurrenz bekommen. In diesem Trio wird sicher jeder seine Chancen bekommen. Dobson und LaFell mit ihrer Größe könnten in der Redzone eine große Hilfe sein. Tyms könnte nach abgesessener Sperre noch zusätzliche Tiefe in den Kader bringen. Zudem ist auch Slater nominell ein Receiver, wird dort aber nur in Garbage Time sowie vereinzelt in Short-Yardage-Situationen spielen.

      Bewertung: B+
      Weniger offene Fragen als letzte Saison. In der Breite sind die Patriots hier ausgezeichnet besetzt.

      Tight Ends/Fullbacks
      An dieser Stelle möchte ich aus meinem letztjährigen Preview zitieren: „THE GRONK IS BACK!!!“ Dieses Mal kann voraussichtlich sogar vom ersten Spiel an mitwirken. Was das für die Patriots bedeutet ist klar, schließlich ist Gronk der beste und kompletteste Tight End der Liga solange er gesund und in Form ist. Als Entlastung und Vertreter auf der ‚Y‘-Position steht mit Hoomanawanui ein reiner Inline-TE im Kader. Hooman hat sich in den letzten beiden Jahren zu einem sehr zuverlässigen Blocker entwickelt und hat relativ sichere Hände, wenn er sich mal freilaufen kann.
      Für die ‚F‘-Rolle wurde kurzfristig noch Tim Wright geholt. Der war im College noch Receiver und wird auch bei den Patriots viel aus dem Slot agieren und kaum als Blocker eingesetzt werden. Sollte Wright ausfallen, könnte WR LaFell in die Bresche springen.
      Die Fullback-Position hat sich Develin hart erarbeitet. In fünf Jahren hat sich der ehemalige Defensive End über die UFL und das Practice Squad der Bengals zunächst in die Special Teams und dann zu einem festen Bestandteil der Offense hochgearbeitet.

      Bewertung: A-
      Grundsätzlich sind die Patriots auf beiden Tight End-Positionen und auf Fullback sehr gut besetzt. Dennoch steht und fällt diese Bewertung mit der Gesundheit von Gronkowski.

      Offensive Line:
      Grundsätzlich versuchen die Patriots immer, die Line so aufzubauen, dass die fünf besten Linemen spielen. Dieses Jahr ist die Line auch nach dem Mankins-Trade noch tief und relativ ausgeglichen besetzt. Dafür ist noch nicht klar, in welcher Konfiguration das ganze am besten funktioniert. Deshalb wird man zu Saisonbeginn noch etwas experimentieren und auf mehreren Positionen mit einer Rotation spielen. Solder hat sich auf der linken Seite zu einer festen Größe etabliert und ist weiter dort gesetzt. Auf der rechten Seite wird neben Sebastian Vollmer auch Cannon eine große Rolle spielen. Letzterer könnte sich auch mit Dan Connolly die Snaps als rechter Guard teilen. Die linke Guard-Position hat Josh Kline letztes Jahr schon mehrfach als Vertretung für Mankins gespielt. Er sollte auch dieses Jahr seine Chance bekommen. Denkbar ist aber auch, dass Sebastian Vollmer auf dieser Position getestet wird, um auf der rechten Seite Platz für Cannon zu schaffen. Als Center werden sich Wendell und Stork abwechseln. Die Erwartung ist aber, dass sich hier der Rookie durchsetzt.
      Dahinter steht mit Rookie Fleming noch ein Right Tackle im Kader, der eventuell auch als rechter Guard einspringen könnte. Devey ist dagegen ein Allrounder. Er wurde ein Jahr im Practice Squad von Coach Scarnecchia geschliffen und kann auf beiden Guard- und Tackle-Positionen einspringen, eine Qualität die für Ersatzspieler der Offensive Line sehr wertvoll ist.

      Bewertung: B+
      Zwar gibt es noch mehrere Fragezeichen, doch Talent ist genug vorhanden. Hauptgrund für die etwas schlechtere Bewertung als letztes Jahr ist der Wechsel des Coaches.
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    • Defense

      Über die Base Defense wird jedes Jahr viel geschrieben. 4-3 oder doch 3-4? 2-Gap oder 1-Gap? Oder etwas völlig anderes? Letztendlich ist es dann immer eine leichte Variation der gleichen Hybrid-Defense aus 3-4 und 4-3 mit 2-Gap-Technik auf der einen und 1-Gap auf der anderen Seite. Letztes Jahr wurden dabei meist nur zwei „große“ Defensive Linemen und ein kleinerer „regulärer“ Defensive End eingesetzt. Dieses Jahr werden es wieder drei „Große“ sein, allerdings im Gegensatz zu vergangenen Jahren nicht drei klassische 2-Gap-Spieler. Und die wahre Base Defense ist mittlerweile ohnehin eine Nickel-Formation, schließlich spielen die Patriots mindestens 60% ihrer Snaps mit einem zusätzlichen Defensive Back. Den Depth Chart habe ich einmal für eine 4-2-5 Nickel Defense und einmal für die Front Seven der 3-4 Base Defense eingefügt.





      Defensive Line
      Dreh- und Angelpunkt der Defensive Line ist seit langem Nose Tackle Vince Wilfork. Umso härter traf sein Ausfall letztes Jahr. Doch Big Vince ist wieder fit und in sehr guter Form. Er hat auch das ein oder andere Pfund weniger auf den Rippen, ist aber immer noch kaum von der Stelle zu bewegen. Ein gutes hatte die letztjährige Verletzungsmisere auf dieser Position: Bei der verzweifelten Versuche nach Ersatzleuten wurden die Patriots gleich mehrfach fündig. Vellano ist ein harter Arbeiter, der als Rotationsspieler sehr wertvoll sein kann. Chris Jones hat vor allem als Pass Rusher großes Potential angedeutet. Und Siliga ist die Überraschung der letzten Saison. Als guter Run Stuffer sollte er Wilfork die nötigen Pausen verschaffen können. Dem einen oder anderen Sack gibt es als Bonus dazu. Firstrounder Easley ist wurde gerade rechtzeitig fit und sollte von Beginn an als Pass Rusher auf sich aufmerksam machen. Die Erwartung ist aber, dass er in naher Zukunft eine deutlich größere Rolle übernimmt. Sein Rookie-Kollege Moore sollte dagegen, sofern er tatsächlich weiter Innen spielen soll, erst einmal hinten anstehen. Massephase.

      Bewertung: B
      Ein Depth-Problem sehe ich endlich nicht mehr. Viel hängt an der Fitness von Wilfork und Easley.

      Defensive Ends/Outside Linebacker
      Jones hat sich in zwei Jahren zu einem der Stars des Teams entwickelt. Er sollte keine großen Probleme haben, wieder 10+ Sacks zu machen, ist auch gegen den Run gut und wird nach und nach auch mehr in Pass Coverage eingesetzt. Sein Gegen über Ninkovich ist deutlich unspektakulärer, kann aber eigentlich alles auf gutem Niveau. Buchanan sollte als Passrush-Spezialist Entlastung bringen, während LB Hightower vor allem in der 3-4 Defense Snaps von Ninkovich übernehmen könnte. Fleming wird zunächst eher in den Special Teams zum Einsatz kommen, gibt aber zusätzliche Tiefe auf den äußeren Positionen an der LOS in nahezu jeder Defense.

      Bewertung: B
      In der Spitze sind die Patriots hier sehr gut besetzt, problematisch ist die Depth in Verbindung mit den Linebackern.

      Linebacker
      Mayo wurde in der letzten Saison schmerzlich vermisst. Er ist zwar nach wie vor den Nachweis schuldig, kontinuierlich Big Plays produzieren zu können, aber er macht auch kaum Fehler. Zudem ist „Jerod Belichick“ der verlängerte Arm der Coaches auf dem Platz, ist zuständig für die Kommunikation von Playcalls und für Adjustments aller Art. Collins wurde bedingt durch die Mayo-Verletzung ins kalte Wasser geworfen und machte seine Sache ausgezeichnet. Er ist der athletischste Linebacker, den die Patriots seit langem hatten, ein sehr guter Blitzer und zuverlässiger Coverage Linebacker. Die beiden sind wahrlich keine Fliegengewichte, aber Hightower macht diese Truppe zur wahrscheinlich schwersten Linebacker-Unit der NFL. Übrigens auch zu einer der besseren, zumindest was die ersten drei Spieler im Depth Chart betrifft. OLB Darius Fleming kann dann noch in manchen Formationen helfen, aber das wars auch schon. White ist ein reiner Special Teamer und steht nur pro Forma bei den Linebackern.

      Bewertung: B+
      Die Starter sind sehr gut, die fehlende Tiefe wird etwas dadurch abgemildert, dass in den meisten Formationen nur zwei Spieler aus dieser Kategorie nötig sind.

      Cornerbacks
      Darrelle Revis, Alfonzo Dennard, Kyle Arrington,
      Logan Ryan, Malcolm Butler, Brandon Browner
      Drei neue Spieler bringen enorme Qualität und ungeahnte Möglichkeiten. Revis wird je nach Gameplan entweder die linke Seite dicht machen oder den besten Receiver des Gegners ausschalten. Auch auf den verbleibenden Positionen können die Patriots flexibel nach Verfügbarkeit, Form und Gegner entscheiden. Browner ist für die ersten vier Spiele gesperrt, kann dann aber Spezialaufgaben gegen größere Receiver übernehmen. Gegen die kleinen, beweglichen Ballfänger dürfte Dennard oder sogar Rookie Malcolm Butler eher gefragt sein. Arrington kann sich ganz auf seine Arbeit im Slot konzentrieren. Und dann ist da noch Logan Ryan, der nach zufriedenstellender Rookie-Saison auch auf eine große Rolle hoffen wird. Im Gegensatz zu den letzten Jahren besteht hier also fast schon ein Überangebot.

      Bewertung: A+
      HAMMERFETTBOMBEKRASS!!!!

      Safeties
      Auch hier ist die Rollenverteilung nicht endgültig geklärt. Fix ist nur, dass McCourty als Free Safety spielen wird. Zum einen weil er der einzige Free Safety im Team ist, zum anderen weil er ein sehr guter Free Safety ist. Um die Position als Strong Safety kämpfen in erster Linie Harmon, Chung und Wilson. Ersterer ist besser in Coverage, die anderen beiden sind im Run Support überlegen. Gut möglich, dass die Besetzung auch hier abhängig vom Gegner variiert wird. Gegen laufstarke Teams wäre dann Chung erste Wahl, sonst sollte Harmon die Nase vorne haben. Denkbar ist auch, dass bei Bedarf ein Cornerback die zweite Safety-Position besetzt. Mit Ryan, Dennard und Arrington wurde das in der Vorbereitung getestet. Sollte McCourty ausfallen, wären diese drei auch die wahrscheinlichen Nachrücker. Ebner könnte neben seiner Tätigkeit in den Special Teams auch für Spezialaufgaben in der Defense in Frage kommen. Mit seiner Athletik und seinem sicheren und harten Tackling könnte er die ‚Money‘-Rolle eines LB/S-Hybriden in einigen Sub-Packages ausfüllen. Wilson und auch Chung sollten in dieser Rolle allerdings den Vorzug erhalten.

      Bewertung: B
      Mit McCourty ist eine Position hochkarätig besetzt, daneben gibt es eine Reihe von Alternativen mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen.
      "I'm not really into solving the world's problems and all that. I'm just trying to coach our football team." - Bill Belichick

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    • Special Teams



      Die Special Teams der Patriots schneiden Jahr für Jahr unter den besseren der Liga ab. Größere Änderungen gab es dieses Jahr nicht, sodass keine großen Leistungsschwankungen zu erwarten sind. Gostkoski hat 2013 die wohl beste Saison seiner Karriere hingelegt. Mit 38 gültigen Field Goals bei 41 Versuchen, das längste davon aus 54 Yards und 65 Touchbacks hat Ghost eine Reihe von Karrierebestwerten aufgestellt. Obendrein hat er im ersten Playoffspiel noch eine gute Leistung als Aushilfspunter geboten. Allen hat in seiner ersten NFL-Saison unspektakulär, aber ordentlich gepuntet. Statistisch liegt er eher im Mittelfeld, positiv sind die wenigen zugelassenen Returns. Mit zwölf Touchbacks hat er dagegen die meisten der Liga. Daran muss er arbeiten. Long Snapper Aiken war nicht immer so sicher, wie die Patriots es gerne hätten. Dementsprechend sah er sich in der Vorbereitung zwei verschiedenen Konkurrenten ausgesetzt. Schlußendlich konnte er sich gegen diese behaupten und seinen Job behalten.
      Für die Punt Returns ist weiterhin Julian Edelman zuständig, der mittlerweile zu den besten Punt Returnern der NFL zu rechnen ist. Die Kick Returns könnte mit James White ein Rookie übernehmen. Alternativen sind Devin McCourty und Shane Vereen, die diese Aufgabe bereits in vergangenen Jahren ausgeübt haben. Die Kick Returns der Patriots sind seit langem harmlos, wirkliche Besserung erwarte ich ehrlich gesagt nicht. Die Zeiten eines Dan Connolly sind wohl vorbei.
      Die Coverage Units haben sich im Vergleich zur ohnehin schon guten Vorsaison noch einmal gesteigert. Pro gegnerischem Kick Return wurden im Schnitt nur 20,8 Yards zugelassen, bei den Punt Returns waren es 7,6 Yards. Touchdowns musste man keine hinnehmen. Personell ist hier mit Dane Fletcher nur ein wesentlicher Abgang zu verzeichnen. Dem stehen in Darius Fleming und Patrick Chung zwei Neuzugänge gegenüber.

      Bewertung: A-
      Im Kicking Game sind die Patriots traditionell stark besetzt. Der starke Fokus auf die Special Teams zahlt sich aus. Lediglich die Kick Returns machen seit Jahren Probleme.
      "I'm not really into solving the world's problems and all that. I'm just trying to coach our football team." - Bill Belichick
    • Zusammenfassung

      Im Receiving Corps der Patriots gab es in dieser Offseason keine nennenswerten Abgänge. Die Truppe um Edelman und Gronkowski wurde mit WR LaFell und TE Wright noch punktuell verstärkt und ist jetzt sehr ausgeglichen und so variabel wie es nur eben geht. Bei den Running Backs wurde Blount durch den Rookie White ersetzt, davon abgesehen blieb hier alles beim alten. Die personellen Möglichkeiten sind jetzt enorm. Die wieselflinke Pygmäentruppe (Vereen, White, Edelman, Amendola, Thompkins), die großen Receiver für die Redzone (Gronk, Wright, Dobson, LaFell) bis zur Powerformation für die Goalline (Ridley, Develin, Gronk, Hooman und einer der starken OLine-Backups) mit allen Abstufungen dazwischen kann eigentlich jede gewünschte Variante in hoher Qualität aufgeboten werden. Die Offensive Line verfügt über viele talentierte Spieler, muss aber noch die richtige Mischung finden. Gelingt dies, wird Brady wieder eine der besten Passoffensiven der Liga aufziehen können, ergänzt durch ein ebenfalls sehr variables Laufspiel.
      Die Defense ist personell deutlich besser aufgestellt als im Vorjahr. Die Front Seven wird alleine durch Wilfork und Mayo, die von ihren Verletzungen genesen sind, massiv ausgewertet. Dazu kommt Firstround-Pick Dominique Easley, der den Passrush vom ersten Tag an stärken sollte. Die Run Defense steht ohnehin. Wilfork und Siliga in der Line und das vermutlich schwerste Linebacker-Trio der NFL lassen nur wenige Lücken zu. Die Passdefense wird alleine durch die Verpflichtung von Darrelle Revis massiv aufgewertet. Dazu kommen mit Browner, Chung und dem ungedrafteten Butler weitere Alternativen für die Secondary. Das sollte den Pass Rushern etwas mehr Zeit verschaffen, Druck auf die Quarterbacks auszuüben. Größte Schwachstelle hier ist die fehlende Kadertiefe auf den Linebacker-Positionen und bei den DE/OLB. Auch die zweite Safety-Position neben McCourty ist nicht eindeutig besetzt, allerdings gibt es hier mehrere Kandidaten mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen.
      Die Special Teams sind wie üblich stark besetzt. Mit Kicker Gostkowski, Punt Returner Edelman und Captain Slater, sowie dem ehemaligen Rugby-Talent Ebner haben die Patriots einige der besten Spezialisten der Liga. Um dieses Gerüst herum hat man wieder einige weitere gute Spieler für die Coverage- und Return-Units angesammelt.
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    • Prognose:

      Die Patriots gehören auch dieses Jahr zu den besten Teams der Liga. Sie sind in meinen Augen nochmal etwas variabler und ausgeglichener besetzt und haben kaum offensichtliche Schwächen. Gravierend sind vor allem die fehlenden Alternativen auf den Linebacker-Positionen und die unklare OL-Situation. Platz Eins in der AFC East ist ohne Wenn und Aber ein Muss. Ich erwarte in der Regular Season 13 Siege. Auch ein tiefer Playoff-Run ist im Rahmen des Erwartbaren. Bleiben die Patriots von großen Verletzungssorgen verschont, ist der vierte Ring zum Greifen nah.
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    • Raider1990 schrieb:

      Vielen, vielen Dank für die Arbeit die du dir gemacht hast.
      Ein sehr informatives Preview. Nur etwas mehr Absätze täten meinen Augen (am Smartphone) gut ;)


      Danke für das Feedback. Ich werde mir das beim nächsten mal vielleicht nochmal am Tablett ansehen. Klappt das mit den angehängten Bildern?
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    • vielen Dank für die umfangreichen Informationen. Deine optimistische Prognose zur Saison finde ich alles andere als weit her geholt. Für mich führt der Weg in den Superbowl in der AFC in diesem Jahr vielleicht sogar eher über die Patriots denn über die Broncos.
    • Vielen Dank für die ausführliche preview. :smile2: :bier:

      Wichtig ist vor allem, dass wir auf LB von größeren Verletzungen verschont bleiben. Die Safety depth macht auch ein wenig Sorgen.

      Die AFC east müssten wir holen, auch wenn Miami eine gute defensiv hat. Die Broncos schätze ich stärker ein als uns. Aber schlagbar sind sie natürlich trotzdem.
      Kurzfristig anberaumte Thanksgiving Tour 2016:
      23.11. Nowitzki vs. Clippers, 24. Nov 2016 REDSKINS@COWBOYS, 25. Nov 2016 BAYLOR@TEXAS TECH (Thxgivn Spezial in Dallas) oder TCU@TEXAS, (26. Nov 2016 NAVY@SMU), 27. Nov 2016 CHARGERS@TEXANS
    • DU-TH schrieb:

      Danke, ein toller preview! :bier:

      Aber falls du nicht ein mögliches AFC CG im preview genannt hast, dann spielen die pats zu Hause gegen die broncos. :mrgreen:


      Hoppla, da war ich wohl eine Zeile lang geistig nicht auf der Höhe :paelzer:

      Danke für den Hinweis :bier:
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    • Sehr, sehr schön zu lesende Saisonvorschau. Hat viel Spass gemacht deine derailierten Infos mit den Schlussfolgerungen zu lesen. Vielen Dank.
      Bob Kraft:"I'll always remember him coming down the stairs at the old stadium. He said to me 'Hi I'm Tom Brady.' He looked me in the eye and said, 'And I'm the best decision this organization has ever made.'
    • Tolle Preview - Danke!

      Die CBs der Patriots sind wirklich vom Feinsten. Auf QB bin ich hingegen auf die Zeit nach Brady gespannt - er dürfte sich im Spätherbst seiner Karriere befinden. Ex-Irish LB Darius Fleming drücke ich nach seinen schweren Verletzungen besonders (edit: die Daumen), auch wenn ich ihn lieber bei den 49ers gesehen hätte.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Chief ()

    • Chief schrieb:

      Ex-Irish LB Darius Fleming drücke ich nach seinen schweren Verletzungen besonders, auch wenn ich ihn lieber bei den 49ers gesehen hätte.


      Musste gestern Platz machen für LB Deontae Skinner aus dem Practice Squad. Sollte aber selbst einen Platz im PSQ finden.
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