Colin Kaepernick und die Nationalhymne

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    • bubbasworld66 schrieb:

      Nur mal so eine Frage zum Spaß. Wer hat schon sein Kaepernick Trikot verbrannt ? :respekt
      Ist ja in den USA anscheinend sehr in Mode ^^
      Er hat sich selbst absolut keinen Gefallen getan mit der Aktion, vor allem nicht zu diesem Zeitpunkt und in seiner Situation vor einem quasi "Make-or-brake"-Spiel. Dazu kommt dann die schrecklichen Leistung im Spiel, und schon ist die Katastrophe perfekt.
      Mittlerweile wird ja von Glazer behauptet dass Kaepernick es sogar nicht mal auf den 53er-Roster schafft, das würde mich zwar schon wundern, für unmöglich halte ich es aber nicht mehr mittlerweile. Mal schauen ob er am DO gegen die Chargers spielt. Sollte er wieder so eine Leistung zeigen wie gegen die Packers würde ich persönlich lieber mit Driskel als Backup in die Saison gehen.
      You can run, but you can't Hyde
    • bubbasworld66 schrieb:

      Wird schwer ein neues Team zu finden in der NFL.
      Erst mal andauernd verletzt, schlechte Arbeitsmoral, schlecht spielen und dann noch so ein Mist verzapfen.
      welchen Mist verzapfen ? Ich persönlich kann da Kaep schon verstehen, obwohl er es damit (momentan) keinen Gefallen macht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von chris49ers ()

    • bubbasworld66 schrieb:

      Wird schwer ein neues Team zu finden in der NFL.
      Erst mal andauernd verletzt, schlechte Arbeitsmoral, schlecht spielen und dann noch so ein Mist verzapfen.
      Wo hast Du das mit der Arbeitsmoral her? Wäre mir neu.

      Das er seine Meinung vertritt finde ich persönlich nicht verkehrt, nur muß er halt wissen das er seine Jobaussichten in den USA nicht gerade verbessert.
    • Fireborg schrieb:

      bubbasworld66 schrieb:

      Wird schwer ein neues Team zu finden in der NFL.
      Erst mal andauernd verletzt, schlechte Arbeitsmoral, schlecht spielen und dann noch so ein Mist verzapfen.
      Wo hast Du das mit der Arbeitsmoral her? Wäre mir neu.
      Es wurden unter der Hand schon die Meinungen von mehreren seiner Trainer verlautbart, das er sich in der Offseason nicht in dem Maße mit Playbooks auseinandersetzt, wie man das von NFL-QBs gewohnt ist.

      Wenn sich keiner wirklich öffentlich hinstellt und das sagt, dann kann man das auch für Unsinn halten, aber unter der Hand wird jeder Trainer irgendwann mal sagen müssen warum man ihn nicht spielt. In Ermangelung an anderen Gründen, wirds wohl auf die Nummer hinauslaufen.
      -------------
      Team Goff
    • Er haten sich schon lange Gerüchte das nachdem Jim Harbaugh gegangen war seine Moral nachgelassen hat. Von einem Top QB wird schon erwartet das er das Playbook auswendig kann und in der Offseason bisschen Eigeninitiative zeigt.
      Dienst nach Vorschrift ist "Kacke" bei einem Gehalt von ca. 20 Mio $. Das schlägt sich auch im ganzen Team nieder.
      Der schafft es ja nicht mal seine alte Highschool in Turlock zu unterstützen.
      Geizig/Einzelgänger macht sich nicht gut in einem Teamsport als Leader des Teams. Wie wäre es als erster im Training und als letzter gehen statt zu spät zu kommen ?

      Politik und Religion haben ausserdem auf dem Feld nix zu suchen.
    • bubbasworld66 schrieb:

      Er haten sich schon lange Gerüchte das nachdem Jim Harbaugh gegangen war seine Moral nachgelassen hat. Von einem Top QB wird schon erwartet das er das Playbook auswendig kann und in der Offseason bisschen Eigeninitiative zeigt.
      Dienst nach Vorschrift ist "Kacke" bei einem Gehalt von ca. 20 Mio $. Das schlägt sich auch im ganzen Team nieder.
      Der schafft es ja nicht mal seine alte Highschool in Turlock zu unterstützen.
      Geizig/Einzelgänger macht sich nicht gut in einem Teamsport als Leader des Teams. Wie wäre es als erster im Training und als letzter gehen statt zu spät zu kommen ?

      Politik und Religion haben ausserdem auf dem Feld nix zu suchen.
      Danke, war mir neu! Wieder was gelernt.

      Das Religion in Amerika auf dem Feld aber sehr oft zur Schau gestellt wird ist anscheinend an Dir vorbei gegangen! ;)

      Schon mal den Namen Tebow gehört? (Nicht aufregen, war scherzhaft gemeint!)
    • bubbasworld66 schrieb:


      Politik und Religion haben ausserdem auf dem Feld nix zu suchen.
      Ist eine Nationalhymne keine Politik? Dann erklär mal die Trennung, was du unter Politik verstehst und was nicht. Bin gespannt :)

      Schon lustig, die Reaktionen jetzt zu denen beim Tod von Muhammad Ali zu vergleichen (ums nochmal zu verdeutlichen: die Reaktionen, nicht die sportlichen Leistungen der beiden Protagonisten).
      Nun zu erreichen unter:
      Twitter
      Triple Option Blog
    • Nunja die Nationalhymne gehört nun mal dazu. Hat was mit Respekt zu tun. Da verstehen viele Amerikaner keinen Spaß. Der Neffe meiner Frau war mit 19 Jahren als Marine auch im Irak und hat Freunde dort verloren.
      Der wie viele Soldaten finden das Respektlos.
      Und Tewbow würde so ein Mist nicht machen. Der hat wohl eine bessere Erziehung genossen. Der betet nur gern :D Ich fand ihn sehr sympathisch. Als QB ist er wohl mäßig. Reggie White z.B. hat auch immer gebetet und seine Bibelsprüche aufgesagt. Der arbeitete aber mit armen Gettokindern und spendete viel seines Gehalts. Er hat Taten sprechen lassen. Der hat was verändert und nicht gejammert. Er war ein Vorbild.
      Nicht sowas wie der respektlose Punk der 49ers.
      :thumbdown: Shame on you.
    • Wie wichtig die Hymne in den USA ist, sieht man alleine schon dadurch dass Jeff Fisher seiner Mannschaft einen Vortrag hält wie man sich bei der Hymne hinstellt und zu verhalten hat. Wenn er folgendes raushaut...

      “I am not going to stand up to show pride in a flag for a country that oppresses black people and people of color. To me, this is bigger than football and it would be selfish on my part to look the other way. There are bodies in the street and people getting paid leave and getting away with murder.”
      Dann ist dass ein sehr hartes Stück in vielerlei Hinsicht und auch etwas heuchlerisch. Früher ist er doch auch immer bei der Hymne gestanden. Oder ist es quasi die Flucht nach vorne, da er ohnehin weiß dass seine NFL Tage gezählt sind und daher ist es verschmerzbar wenn er durch so etwas gecuttet wird um dann wieder die Rassismus Schiene fahren zu können?

      Rassismus ist allgegenwärtig, da müssen wir uns nichts vormachen, aber in einem Land wo der Präsident selbst nicht weiß ist, dass ganze so hinstellen als würde man sich in der Steinzeit befinden samt Rassentrennung halte ich dann für sehr fragwürdig.
    • peinliches Land, wegen sowas einen Aufstand zu machen. Die Amis stellen sich immer als perfekt hin, als geschlossene Einheit, der ganze Stolz ist das eigene Land. Man merkt wie dumm diese Leute zum Teil, ACHTUNG: nicht alle, sind. Wie eindimensional sie denken. Da wird einem.sogar die NFL unsymphatisch. Soll doch jeder machen und singen was er will. Aber im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gibt es wohl doch Grenzen, sogar mehr als man denken möchte.

      Kaepernicks Protest ist aber genauso ein Witz, der reiht sich gleich mit ein zu diesen dummen Leuten.

      Das sind die Prototyp Amerikaner! Hoch leben die vereinigten Staaten
      Baltimore Ravens
      R.I.P. Tray Walker 1992-2016
      R.I.P. Konrad Reuland 1987-2016

      #30 Kenneth Dixon (Yard Tracker: 382 Yards)
    • "Unser" B.Marshall sagt da folgendes :
      denverpost.com/2016/08/29/bron…arshall-colin-kaepernick/

      B.M. schrieb:




      “I support Colin. I support ‘Kaep.’ I understand where he’s coming from," Marshall said. "I definitely see what he’s saying. I support him on that. I’m not mad at him for that. Some people are bashing him on the Internet, but I’m not bashing him at all. I support him.
      "Kaep, he's using his platform how he wants to use it, to reach the masses. We have freedom of speech. But then we use our platform, and we get bashed for it. It’s almost like they want us to only go with the grain. And once we go against the grain, it’s an issue. I feel for Kaep. I understand where he’s coming from, and I support him.”
      und gerade die Freedom of speech ist in den USA noch viel weiter gefasst als die Meinungsfreiheit "bei uns".

      NoTeam schrieb:

      Wie wichtig die Hymne in den USA ist, sieht man alleine schon dadurch dass Jeff Fisher seiner Mannschaft einen Vortrag hält wie man sich bei der Hymne hinstellt und zu verhalten hat
      Es ist sicher richtig, dass die Hymne dort eine andere Bedeutung hat. Nichtsdesto trotz darf Kaep so etwas sagen. Genauso wie Tebow zum Heiland beten darf.

      Und es ist schön das Fisher Anweisungen gibt wie sich die Spieler hinzustellen haben. bei 7-8-1,1-9,6-10,7-9 sollte er die Prioritäten der Teammeetings evtl. auf etwas anders legen, als das stehen bei der Hymne..
      "Die neue Generation des Kabaretts trägt Anzug statt Lehrerpulli wie Volker Pispers, jener zugewachsene Zausel, der über Jahrzehnte mit Kabarettpreisen überschüttet wurde für Thesen, die heutzutage jeder Pegida-Rentner überzeugender vertritt: Die USA sind eine Diktatur, die deutschen Medien sind gleichgeschaltet, und alle Parteien sind neoliberal. "Felix Dachsel
    • Klar darf er so etwas sagen und tun, nur finde ich es einfach heuchlerisch. Als es bei ihm super lief etc. wieso hat er da nicht auf der Bank Platz genommen als die Hymne lief? Der Rassismus ist ja nicht einfach jetzt aus den Löchern gekrochen. Darum geht es mir. Nicht mehr und nicht weniger.
    • bubbasworld66 schrieb:

      Nunja die Nationalhymne gehört nun mal dazu. Hat was mit Respekt zu tun. Da verstehen viele Amerikaner keinen Spaß. Der Neffe meiner Frau war mit 19 Jahren als Marine auch im Irak und hat Freunde dort verloren.
      Der wie viele Soldaten finden das Respektlos.
      Und Tewbow würde so ein Mist nicht machen. Der hat wohl eine bessere Erziehung genossen. Der betet nur gern :D Ich fand ihn sehr sympathisch. Als QB ist er wohl mäßig. Reggie White z.B. hat auch immer gebetet und seine Bibelsprüche aufgesagt. Der arbeitete aber mit armen Gettokindern und spendete viel seines Gehalts. Er hat Taten sprechen lassen. Der hat was verändert und nicht gejammert. Er war ein Vorbild.
      Nicht sowas wie der respektlose Punk der 49ers.
      :thumbdown: Shame on you.
      Hattest Du nicht eben noch gesagt, Religion hat auf dem Platz nichts zu suchen? Aber wenn jemand betet ist es okay? Hat das nichts mit Religion zu tun?

      Ich mag Tebow aus den gleichen Gründen wie Du, aber entweder widersprichst Du Dir oder ich verstehe nicht was Du sagen willst.
    • Aber für mich persönlich ist ja genau dass das Problem. Wenn jetzt die nächsten vier Jahre keine Gewalttaten passieren, ist dann der Rassismus automatisch weg und alles ist wieder gut? Zumal 2012 - 2013 auch ziemlich viele Morde passiert sind. Als Beispiel:

      Twenty-eight Black People (27 Men and 1 Female) Killed by Police Officials, Security
      Guards, and Self-Appointed “Keepers of the Peace” between January 1, 2012 and March
      31, 2012

      Anhand diverser Berichte und beim Überfliegen mancher Seiten wird ganz klar dass es dieses Problem auch schon in den letzten Jahren gab, da war es aber für ihn offensichtlich nicht Grund genug zu protestieren. Deswegen entsteht bei mir auch der Eindruck "heuchlerisch".
    • Mile High 81 schrieb:

      und gerade die Freedom of speech ist in den USA noch viel weiter gefasst als die Meinungsfreiheit "bei uns".
      Da sei nochmal drauf hingewiesen das dieser Verfassungszusatz das Recht garantiert das niemand von der Regierung verfolgt werden kann für seine Meinungsäußerungen. Er könnte von den 49ers entlassen werden, alle seine Sponsoren könnten ihm kündigen und keiner bräuchte ihn mehr bedienen in irgendeinem Restaurant.

      Mit der Toleranz gegenüber anderen Meinungen und der Empathie für andere Standpunkte, ist es in den USA nicht besser als hierzulande. Da brauch man nur mal einen Blick werfen auf die Geschichte rund um die Dixie Chicks. Und seitem ist es mit der Lagerbildung in den USA eher bergab gegangen.
      -------------
      Team Goff
    • Vielleicht täusche ich mich auch und an den Zahlen bei solchen Ereignissen hat sich in den vergangenen Jahren nicht viel verändert, zumindest hab ich das aber in den Medien anders mitbekommen. Ja, der Zeitpunkt für den Protest ist sicher unglücklich gewählt, dennoch hat jeder Mensch das Recht (oder sollte es haben) zu protestieren, und Kaepernick hat es eben jetzt wahrgenommen. Ihn deshalb als heuchlerisch oder respektlosen Punk darzustellen finde ich nicht richtig. Man mag über ihn denken was man will, aber auf solche Missstände hinzuweisen und öffentlich so Stellung zu beziehen erfordert eine Menge Mut, vor allem wenn man so wie er in der Öffentlichkeit steht. Solche Proteste können letztendlich nur etwas bewegen, wenn sie von vielen Menschen wahrgenommen werden, und das ist ihm auf jeden Fall gelungen. Aber man merkt auch, dass dieses Thema kein einfaches ist und enorm polarisiert.
      You can run, but you can't Hyde
    • NoTeam schrieb:

      Aber für mich persönlich ist ja genau dass das Problem. Wenn jetzt die nächsten vier Jahre keine Gewalttaten passieren, ist dann der Rassismus automatisch weg und alles ist wieder gut? Zumal 2012 - 2013 auch ziemlich viele Morde passiert sind. Als Beispiel:

      Twenty-eight Black People (27 Men and 1 Female) Killed by Police Officials, Security
      Guards, and Self-Appointed “Keepers of the Peace” between January 1, 2012 and March
      31, 2012
      Anhand diverser Berichte und beim Überfliegen mancher Seiten wird ganz klar dass es dieses Problem auch schon in den letzten Jahren gab, da war es aber für ihn offensichtlich nicht Grund genug zu protestieren. Deswegen entsteht bei mir auch der Eindruck "heuchlerisch".

      Aha! Ich vertrete Heute in einigen Bereichen auch andere Standpunkte als vor zwanzig Jahren. Ich vertrete inzwischen teilweise andere Dinge als vor zehn Jahren. Und Du wirst es kaum glauben können, aber ich versuche noch immer mich weiterzuentwickeln und mich für Dinge einzusetzen die mir früher ziemlich schnuppe waren.
      Ich gestehe auch einem NFL Quarterback zu, sich nicht nur Footballtechnisch, sondern auch als Mensch zu entwickeln. Es sollte vielmehr Prominente geben, welche sich trauen so ein starkes Statement abzugeben. Das ist Provokativ und das wirkt. Leuten wie Kaepernick oder wie ein William Gay (gegen häusliche Gewalt), die ihre Position nutzen um öffentlich auf Missstände hinzuweisen, sollte man Respekt zollen und nicht als Heuchler bezeichnen.
      The Ben Roethlisberger Retirement Index Week 6: 10.0 - eine Schwalbe macht noch keinen Sommer (0 = kommt 2018 wieder - 10 = geht 2018 in Rente)
    • @El_hombre

      Für mich wirkt es deswegen heuchlerisch weil ich persönlich denke dass er diesen Weg wählt, weil er auf dem absteigenden Ast ist und daher nichts zu verlieren hat bzw. finanziell seine Schäfchen schon im trockenen hat. Rassismus ist allgegenwärtig und war schon immer da und wird leider immer bleiben. Auf dem Abstellgleis stehend lässt es sich halt leichter den Job "opfern" als wenn man auf der Sonnenseite steht. Das ist mein subjektives Gefühl. Hierbei sage ich mit keiner Silbe dass ich Recht habe bzw. meine Meinung die richtige ist. Es ist sein Recht ein Zeichen zu setzen, nur aufgrund der angesprochenen Sachen kommt bei mir das Gefühls des Heuchlers hoch.
    • Ich glaube nicht das es jetzt ein opportunistische Aktion ist. Auch er wird schon persönlich Rassismus erfahren haben und es wäre dann schon ein großer Schritt, diese Thematik zu instrumentalisieren. Hätte er es gemacht, wenn er sich gerade in einem Kopf-an-Kopf-Rennen um den starting QB job befindet? Wohl nicht. Aber das ist mit ein bischen Abstand auch weniger sein Problem, als ein "Demokratiedefizit" der Gesellschaft.

      Für mich gilt hier erstmal: abwarten! Er wird irgendwann vor eine Kamera gezerrt werden oder ein Interview geben, irgendwas wo kein Agent nochmal drüber gelesen hat. Dann wird man sehen wieviel Substanz hinter der Aktion steckt.
      -------------
      Team Goff
    • NoTeam schrieb:

      @El_hombre

      Für mich wirkt es deswegen heuchlerisch weil ich persönlich denke dass er diesen Weg wählt, weil er auf dem absteigenden Ast ist und daher nichts zu verlieren hat bzw. finanziell seine Schäfchen schon im trockenen hat. Rassismus ist allgegenwärtig und war schon immer da und wird leider immer bleiben. Auf dem Abstellgleis stehend lässt es sich halt leichter den Job "opfern" als wenn man auf der Sonnenseite steht. Das ist mein subjektives Gefühl. Hierbei sage ich mit keiner Silbe dass ich Recht habe bzw. meine Meinung die richtige ist. Es ist sein Recht ein Zeichen zu setzen, nur aufgrund der angesprochenen Sachen kommt bei mir das Gefühls des Heuchlers hoch.
      Was wäre gewesen wenn er es auf dem Höhepunkt seiner Karriere, z.B. beim Superbowl gemacht hätte? Wäre es dann ebenfalls heuchlerisch, weil er dann seine Position und Berümtheit ausnutzt? Würdest du dann auch der Meinung sein "warum gerade jetzt wo er ein Star ist, warum nicht schon früher?"

      Wir wissen nicht, was ihn dazu bewogen hat, noch wie er vor einigen Jahren über dieses Thema gedacht hat. Vielleicht hat er sich weiterentwickelt, vielleicht hatte er damals nicht den Mut, eigentlich komplett egal. Und selbst wenn sein Gedankengang lautet "So, ich habe ausgesorgt, genug Geld verdient, jetzt ist es egal wenn ich diese Aktion starte" ist der Grundgedanke immer noch auf einen eklatanten Missstand hinzuweisen, und was daran heuchlerisch sein soll versteh ich einfach nicht. Einzig über die Art und Weise des Protestes lässt sich streiten.
      You can run, but you can't Hyde
    • Auch wenn ich glaube, dass diese Diskussion einen eigenen Thread Wert ist, merkt man deutlich, was hier ein durchaus bekannter Spieler der NFL ausgelöst hat. Die Legende Jim Brown steht zu 100 % hinter den Äußerungen von Kap. Selbst Donald T. lässt sich herab und empfiehlt Kap sich ein anderes Land zu suchen. Wenn ich mir ansehe, was der Spieler in den Medien äußert, dann wundert mich eigentlich nur eins. Warum hat vorher noch keiner in dieser Art und Weise gegen erhebliche soziale Ungleichgewichte in der US-amerikanischen Gesellschaft das Wort erhoben oder Signale "gesendet". Man denke weit zurück und an die "BlackPanther" bei den Olympischen Spielen. Die Jungs holen Medallien, sie stehen bei dern Nationalhymne und erheben eine schwarze Hand. Mir ist nicht ganz klar, wieviele "schwarze" Spieler in der NFL und in den College Ligen unterwegs sind, doch lese ich zu diesen Themen recht wenig bis gar nichts. Und da unterscheidet sich der Football nicht von anderen Sportarten, wo exponierte Sportler sich sehr schwer tun zu politischen Dingen Stellung zu nehmen, um ihre eigene Entwicklung nicht zu gefährden oder weil es vielleicht vertragliche Regeln gibt, die es ihnen verbieten. Und dies geht m.E. noch weiter, bezogen auf andere Stellungnahmen von Sportlern zu gesellschafsrelevanten Themen. Da kommt relativ selten etwas und jedes Mal wird ein mehr oder weniger großer "Sturm" entfacht und alle diskutieren über ......

      Sorry, ich bin ein absoluter Verfechter der Meinungsfreiheit in jeder Lage und ich freue mich, dass ich in einem Umfeld leben darf, wo diese Meinungsfreiheit noch etwas zählt (siehe Urteile des BVerfG). Und gerade in den USA, wo dieses Institut so hoch gehängt wird, sollte es doch wohl möglich sein die Thesen des Statements zu diskutieren, ohne gleich daraus ggü. Kap nen "persönlichen Schuh" zu machen. Ich jedenfalls finde dieses Thema, gerade auch vor den Wahlen, hoch spannend und werde es aufmerksam verfolgen.

      In diesem Fall jedenfalls, kann ich dem Spieler nur auf meine Art den Rücken stärken und sagen: "Chapeau".

      ws
      "Kritik ohne Mitgefühl ist Gewalt" (nakagawa roshi)
      -.-.-.-
      "Die Würde des Menschen ist kein Konjunktiv"
      -.-.-.-
      Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war,
      stets kannst du im Heute von neuem beginnen.
    • Das Lächerlichste an der ganzen Angelegenheit ist eigentlich, dass es in den Wochen davor, als er nicht gespielt hat, keinen interessiert hat, obwohl er da ja auch schon sitzen geblieben ist. Aber jetzt plötzlich, weil er hätte spielen sollen, ist das eine nationale Angelegenheit. Kann man nur mit dem Kopf schütteln.
      Keep Fantasy Football out of the Teamthreads!

      GNP1.de - die deutschsprachige Nummer 1 für MMA, K-1 und Co.

      From 2006 to 2016 known as Big O.
    • vorschi schrieb:

      NoTeam schrieb:

      @El_hombre

      Für mich wirkt es deswegen heuchlerisch weil ich persönlich denke dass er diesen Weg wählt, weil er auf dem absteigenden Ast ist und daher nichts zu verlieren hat bzw. finanziell seine Schäfchen schon im trockenen hat. Rassismus ist allgegenwärtig und war schon immer da und wird leider immer bleiben. Auf dem Abstellgleis stehend lässt es sich halt leichter den Job "opfern" als wenn man auf der Sonnenseite steht. Das ist mein subjektives Gefühl. Hierbei sage ich mit keiner Silbe dass ich Recht habe bzw. meine Meinung die richtige ist. Es ist sein Recht ein Zeichen zu setzen, nur aufgrund der angesprochenen Sachen kommt bei mir das Gefühls des Heuchlers hoch.
      Was wäre gewesen wenn er es auf dem Höhepunkt seiner Karriere, z.B. beim Superbowl gemacht hätte? Wäre es dann ebenfalls heuchlerisch, weil er dann seine Position und Berümtheit ausnutzt? Würdest du dann auch der Meinung sein "warum gerade jetzt wo er ein Star ist, warum nicht schon früher?"
      Wir wissen nicht, was ihn dazu bewogen hat, noch wie er vor einigen Jahren über dieses Thema gedacht hat. Vielleicht hat er sich weiterentwickelt, vielleicht hatte er damals nicht den Mut, eigentlich komplett egal. Und selbst wenn sein Gedankengang lautet "So, ich habe ausgesorgt, genug Geld verdient, jetzt ist es egal wenn ich diese Aktion starte" ist der Grundgedanke immer noch auf einen eklatanten Missstand hinzuweisen, und was daran heuchlerisch sein soll versteh ich einfach nicht. Einzig über die Art und Weise des Protestes lässt sich streiten.
      Ist es gut dass er gegen den Rassismus vorgeht? Ja
      Ist es gut dass er ein Zeichen setzt? Ja

      Dieser Rassismus ist keine neue Erfindung, sondern allgegenwärtig und dass seit eh und jeh. Und da er als Profi schon ein ganz anderes Standing hatte + die Begleitumstände um seine Person bzw. sein jetziges Standing sorgen bei mir eben für diesen Eindruck. Wir können uns ja darauf einigen dass wir uns wegen des persönlichen Emfpindes nicht einigen ;)
    • bubbasworld66 schrieb:

      Nunja die Nationalhymne gehört nun mal dazu. Hat was mit Respekt zu tun.

      bubbasworld66 schrieb:

      Der wie viele Soldaten finden das Respektlos.
      Das mag ja so sein, aber ist es auch so? Die Flage und die Hymne stehen nicht für das Militär, sondern für das Land. Ein Artikel der USA Today der das mal "andersrum" beleuchtet: Why Kaepernick is honoring, not dishonoring, the flag
      RAIDER NATION - the team’s roots might be in Oakland, but this is California’s NFL team.
    • Was würde wohl passieren wenn sich z.B. Boateng bei der Nationalhymne bei der Fussballnationalmanschaft auf die Bank setzt. Der kann ja sogar singen neuerdings. :D


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      [b]Ich schätze mal bei den Patriots bekommt unser Freund von den 49ers kein Job.[/b]
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