Zerstört schlechte Pro Career eine College Legacy?

    • Zerstört schlechte Pro Career eine College Legacy?

      Zerstört eine schlechte Pro Career eine College Legacy?

      Mir fällt das Beispiel Johnny Manziel ein. Eine Legende jetzt schon bei den Texas A&M Aggies aber ein bust in der NFL. Oder ein Eric Crouch von Nebraska. Heisman Sieger 2001 aber nie einen Down in der NFL gespielt und spielte in Frühjahr bei den Hamburg Sea Devils in der NFL Europe.
      Winning is not all, its the only thing
    • Ich denke man muss da etwas differenzieren. Wenn ein Spieler in seiner Pro-Career mit selbst verschuldeten persönlichen Problemen oder Schwierigkeiten mit dem Gesetz zu tun hat, wirft das doch auch einen gewissen Schatten auf den Spieler als Person, der sich dann imo auch auf seine frühere College-Karriere legt. Es ist da zumindest immer ein negativer Beigeschmack mit dabei.
      Wenn sich ein Spieler aus rein sportlichen Gründen oder wegen Verletzungen bei den Pros nicht durchsetzten kann, sehe ich nicht wirklich einen Grund warum sich das auf seine Legacy im College auswirken sollte.
    • Eine ganz klare und unmissverständliche Antwort: Nein!

      College Football und Pro Football haben als Systeme weniger miteinander zu tun, als man denkt. Ich habe hier ja vor Jahren angefangen, den Begriff „Geeignetheit“ für den Wechsel in die Pros zu etablieren: Also nicht unbedingt die besten College-Footballspieler schaffen es zu den Pros, sondern die (für dieses System) geeignetsten. Das kann sich durchaus immer mal ändern, in den letzten Jahren erleben wir ein wenig, wie sich die NFL auf Systeme der NCAA zubewegt (bspw. was diese S/LB-Hybride angeht, die vor 10-30 Jahren schlicht wenig Chancen auf eine Pro-Karriere gehabt hätten).

      Aber ums grundsätzlich an einem Beispiel meines eigenen Teams festzumachen: Nach Pro-Erfolg müsste der beste Huskers-QB aller Zeiten Vince Ferragamo sein – er schaffte es schließlich mit den Rams als Starter in den Super Bowl. Aber niemand – wirklich niemand! – in Husker Country würde Ferragamo unter den Top 5 Husker-QBs all-time einordnen und nur die allerallerwenigsten in den Top 10. Andersrum wurde die Legacy von Tommie Frazier, Turner Gill, Eric Crouch und Co. auch kein bisschen angekratzt, weil sie es nicht in die NFL geschafft haben.
      Nun zu erreichen unter:
      Twitter
      Triple Option Blog

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 12to83 ()

    • von mir gibt es das gleiche deutliche "nein", wie vom 12er.

      das ist ein äpfel-birnen-vergleich, was mein vorredner im ersten absatz schön beschreibt.

      ich ziehe mal den herren aus meiner signatur zu hilfe. was glaubt ihr, was es im gator-county jemanden juckt, wie sich TT in der nfl geschlagen hat? nada! tim ist und bleibt eine legende in gainsville - und dies völlig zurecht!
      Florida GatorsIowa HawkeyesNotre Dame Fighting Irish

      [SIZE=3]"When it rains in The Swamp, Tim Tebow doesn't get wet. The rain gets Tim Tebow'd"
      [/SIZE]
    • kaeptn_blaubart schrieb:

      ich ziehe mal den herren aus meiner signatur zu hilfe. was glaubt ihr, was es im gator-county jemanden juckt, wie sich TT in der nfl geschlagen hat? nada! tim ist und bleibt eine legende in gainsville - und dies völlig zurecht!
      Ein ähnlich schönes Beispiel wie bei uns Tommie Frazier.

      Und auch wenn ich TT - vorsichtig gesagt - wirklich überhaupt nichts abgewinnen konnte, bleibt er einer der besten College-QBs, die ich je erlebt habe.
      Nun zu erreichen unter:
      Twitter
      Triple Option Blog
    • 12to83 schrieb:

      Eine ganz klare und unmissverständliche Antwort: Nein!

      College Football und Pro Football haben als Systeme weniger miteinander zu tun, als man denkt. Ich habe hier ja vor Jahren angefangen, den Begriff „Geeignetheit“ für den Wechsel in die Pros zu etablieren: Also nicht unbedingt die besten College-Footballspieler schaffen es zu den Pros, sondern die (für dieses System) geeignetsten. Das kann sich durchaus immer mal ändern, in den letzten Jahren erleben wir ein wenig, wie sich die NFL auf Systeme der NCAA zubewegt (bspw. was diese S/LB-Hybride angeht, die vor 10-30 Jahren schlicht wenig Chancen auf eine Pro-Karriere gehabt hätten).

      Aber ums grundsätzlich an einem Beispiel meines eigenen Teams festzumachen: Nach Pro-Erfolg müsste der beste Huskers-QB aller Zeiten Vince Ferragamo sein – er schaffte es schließlich mit den Rams als Starter in den Super Bowl. Aber niemand – wirklich niemand! – in Husker Country würde Ferragamo unter den Top 5 Husker-QBs all-time einordnen und nur die allerallerwenigsten in den Top 10. Andersrum wurde die Legacy von Tommie Frazier, Turner Gill, Eric Crouch und Co. auch kein bisschen angekratzt, weil sie es nicht in die NFL geschafft haben.

      kaeptn_blaubart schrieb:

      von mir gibt es das gleiche deutliche "nein", wie vom 12er.

      das ist ein äpfel-birnen-vergleich, was mein vorredner im ersten absatz schön beschreibt.

      ich ziehe mal den herren aus meiner signatur zu hilfe. was glaubt ihr, was es im gator-county jemanden juckt, wie sich TT in der nfl geschlagen hat? nada! tim ist und bleibt eine legende in gainsville - und dies völlig zurecht!
      Ich denke hier kommt es aber auch sehr auf den Blickwinkel an.
      (Hardcore) College Fans nehmen natürlich die Spieler des eigenen Teams anders wahr (man hat wohl zig tolle Momente mit den Starspielern erlebt), als Fans die den Spieler nur als neutraler Beobachter bzw. nur als NFL-Fan kennen. Dass ein Tebow im Local-Market Florida eine Legende ist, heißt noch nicht dass er "von außerhalb" nicht doch auch anders rezipiert wird.
    • quatschi schrieb:

      12to83 schrieb:

      Eine ganz klare und unmissverständliche Antwort: Nein!

      College Football und Pro Football haben als Systeme weniger miteinander zu tun, als man denkt. Ich habe hier ja vor Jahren angefangen, den Begriff „Geeignetheit“ für den Wechsel in die Pros zu etablieren: Also nicht unbedingt die besten College-Footballspieler schaffen es zu den Pros, sondern die (für dieses System) geeignetsten. Das kann sich durchaus immer mal ändern, in den letzten Jahren erleben wir ein wenig, wie sich die NFL auf Systeme der NCAA zubewegt (bspw. was diese S/LB-Hybride angeht, die vor 10-30 Jahren schlicht wenig Chancen auf eine Pro-Karriere gehabt hätten).

      Aber ums grundsätzlich an einem Beispiel meines eigenen Teams festzumachen: Nach Pro-Erfolg müsste der beste Huskers-QB aller Zeiten Vince Ferragamo sein – er schaffte es schließlich mit den Rams als Starter in den Super Bowl. Aber niemand – wirklich niemand! – in Husker Country würde Ferragamo unter den Top 5 Husker-QBs all-time einordnen und nur die allerallerwenigsten in den Top 10. Andersrum wurde die Legacy von Tommie Frazier, Turner Gill, Eric Crouch und Co. auch kein bisschen angekratzt, weil sie es nicht in die NFL geschafft haben.

      kaeptn_blaubart schrieb:

      von mir gibt es das gleiche deutliche "nein", wie vom 12er.

      das ist ein äpfel-birnen-vergleich, was mein vorredner im ersten absatz schön beschreibt.

      ich ziehe mal den herren aus meiner signatur zu hilfe. was glaubt ihr, was es im gator-county jemanden juckt, wie sich TT in der nfl geschlagen hat? nada! tim ist und bleibt eine legende in gainsville - und dies völlig zurecht!
      Ich denke hier kommt es aber auch sehr auf den Blickwinkel an.(Hardcore) College Fans nehmen natürlich die Spieler des eigenen Teams anders wahr (man hat wohl zig tolle Momente mit den Starspielern erlebt), als Fans die den Spieler nur als neutraler Beobachter bzw. nur als NFL-Fan kennen. Dass ein Tebow im Local-Market Florida eine Legende ist, heißt noch nicht dass er "von außerhalb" nicht doch auch anders rezipiert wird.
      Ist ja auch völlig okay und verständlich, dass ein Hardcore-Fan eines NFL-Teams den entsprechenden Spieler dann aus seiner Perspektive als Bust labelt. Aber selbst das nimmt ihm doch nicht seine College-Accomplishments.

      Und das TT anders rezipiert wird, hat ja in seinem speziellen Fall nicht nur damit zu tun, dass er sich mit seinem Spielstil nicht in der NFL durchsetzen konnte ;)
      Nun zu erreichen unter:
      Twitter
      Triple Option Blog
    • quatschi schrieb:

      12to83 schrieb:

      Eine ganz klare und unmissverständliche Antwort: Nein!

      College Football und Pro Football haben als Systeme weniger miteinander zu tun, als man denkt. Ich habe hier ja vor Jahren angefangen, den Begriff „Geeignetheit“ für den Wechsel in die Pros zu etablieren: Also nicht unbedingt die besten College-Footballspieler schaffen es zu den Pros, sondern die (für dieses System) geeignetsten. Das kann sich durchaus immer mal ändern, in den letzten Jahren erleben wir ein wenig, wie sich die NFL auf Systeme der NCAA zubewegt (bspw. was diese S/LB-Hybride angeht, die vor 10-30 Jahren schlicht wenig Chancen auf eine Pro-Karriere gehabt hätten).

      Aber ums grundsätzlich an einem Beispiel meines eigenen Teams festzumachen: Nach Pro-Erfolg müsste der beste Huskers-QB aller Zeiten Vince Ferragamo sein – er schaffte es schließlich mit den Rams als Starter in den Super Bowl. Aber niemand – wirklich niemand! – in Husker Country würde Ferragamo unter den Top 5 Husker-QBs all-time einordnen und nur die allerallerwenigsten in den Top 10. Andersrum wurde die Legacy von Tommie Frazier, Turner Gill, Eric Crouch und Co. auch kein bisschen angekratzt, weil sie es nicht in die NFL geschafft haben.

      kaeptn_blaubart schrieb:

      von mir gibt es das gleiche deutliche "nein", wie vom 12er.

      das ist ein äpfel-birnen-vergleich, was mein vorredner im ersten absatz schön beschreibt.

      ich ziehe mal den herren aus meiner signatur zu hilfe. was glaubt ihr, was es im gator-county jemanden juckt, wie sich TT in der nfl geschlagen hat? nada! tim ist und bleibt eine legende in gainsville - und dies völlig zurecht!
      Dass ein Tebow im Local-Market Florida eine Legende ist, heißt noch nicht dass er "von außerhalb" nicht doch auch anders rezipiert wird.
      das heisst, dass TT, um mal bei deiner college-vereinszugehörigkeit zu bleiben: demnach in ohio, nicht als herausragender college-qb gesehen wird? hmmmm? o-k-a-y.

      aber ich weiss schon auf was du raus möchtest; trotzdem hat das alles nichts mit der vereinbrille zu tun. ich würde sogar behaupten wollen, dass diese unter college-fans um einiges kleiner ist und auch diese sich nicht mit der NFL vergleichen lässt.
      Florida GatorsIowa HawkeyesNotre Dame Fighting Irish

      [SIZE=3]"When it rains in The Swamp, Tim Tebow doesn't get wet. The rain gets Tim Tebow'd"
      [/SIZE]
    • 12to83 schrieb:

      quatschi schrieb:

      12to83 schrieb:

      Eine ganz klare und unmissverständliche Antwort: Nein!

      College Football und Pro Football haben als Systeme weniger miteinander zu tun, als man denkt. Ich habe hier ja vor Jahren angefangen, den Begriff „Geeignetheit“ für den Wechsel in die Pros zu etablieren: Also nicht unbedingt die besten College-Footballspieler schaffen es zu den Pros, sondern die (für dieses System) geeignetsten. Das kann sich durchaus immer mal ändern, in den letzten Jahren erleben wir ein wenig, wie sich die NFL auf Systeme der NCAA zubewegt (bspw. was diese S/LB-Hybride angeht, die vor 10-30 Jahren schlicht wenig Chancen auf eine Pro-Karriere gehabt hätten).

      Aber ums grundsätzlich an einem Beispiel meines eigenen Teams festzumachen: Nach Pro-Erfolg müsste der beste Huskers-QB aller Zeiten Vince Ferragamo sein – er schaffte es schließlich mit den Rams als Starter in den Super Bowl. Aber niemand – wirklich niemand! – in Husker Country würde Ferragamo unter den Top 5 Husker-QBs all-time einordnen und nur die allerallerwenigsten in den Top 10. Andersrum wurde die Legacy von Tommie Frazier, Turner Gill, Eric Crouch und Co. auch kein bisschen angekratzt, weil sie es nicht in die NFL geschafft haben.

      kaeptn_blaubart schrieb:

      von mir gibt es das gleiche deutliche "nein", wie vom 12er.

      das ist ein äpfel-birnen-vergleich, was mein vorredner im ersten absatz schön beschreibt.

      ich ziehe mal den herren aus meiner signatur zu hilfe. was glaubt ihr, was es im gator-county jemanden juckt, wie sich TT in der nfl geschlagen hat? nada! tim ist und bleibt eine legende in gainsville - und dies völlig zurecht!
      Ich denke hier kommt es aber auch sehr auf den Blickwinkel an.(Hardcore) College Fans nehmen natürlich die Spieler des eigenen Teams anders wahr (man hat wohl zig tolle Momente mit den Starspielern erlebt), als Fans die den Spieler nur als neutraler Beobachter bzw. nur als NFL-Fan kennen. Dass ein Tebow im Local-Market Florida eine Legende ist, heißt noch nicht dass er "von außerhalb" nicht doch auch anders rezipiert wird.
      Ist ja auch völlig okay und verständlich, dass ein Hardcore-Fan eines NFL-Teams den entsprechenden Spieler dann aus seiner Perspektive als Bust labelt. Aber selbst das nimmt ihm doch nicht seine College-Accomplishments.
      Und das TT anders rezipiert wird, hat ja in seinem speziellen Fall nicht nur damit zu tun, dass er sich mit seinem Spielstil nicht in der NFL durchsetzen konnte ;)
      Gut, Tebow ist vielleicht nicht das beste Beispiel, da er natürlich noch auf anderen Ebenen stark polarisiert.
      Aber dass die College-Legacy eines Aaron Hernandez oder Rae Carruth (um jetzt mal ganz drastische Beispiele zu nennen) nicht schwer angekratzt sind (trotz all ihrer Accomplishments) kann ich mir dann doch nicht vorstellen. Natürlich sind das ganz harte Beispiele, bei denen noch viel mehr als die College-Legacy "angekratzt" sind, aber auch diese Fälle gibt es nicht ganz so selten.
      Versteh mich nicht falsch, alles was du geschrieben hast kann ich zu 100% unterschreiben, aber es gibt halt auch noch diese Seite der Medaille.
    • kaeptn_blaubart schrieb:

      quatschi schrieb:

      12to83 schrieb:

      Eine ganz klare und unmissverständliche Antwort: Nein!

      College Football und Pro Football haben als Systeme weniger miteinander zu tun, als man denkt. Ich habe hier ja vor Jahren angefangen, den Begriff „Geeignetheit“ für den Wechsel in die Pros zu etablieren: Also nicht unbedingt die besten College-Footballspieler schaffen es zu den Pros, sondern die (für dieses System) geeignetsten. Das kann sich durchaus immer mal ändern, in den letzten Jahren erleben wir ein wenig, wie sich die NFL auf Systeme der NCAA zubewegt (bspw. was diese S/LB-Hybride angeht, die vor 10-30 Jahren schlicht wenig Chancen auf eine Pro-Karriere gehabt hätten).

      Aber ums grundsätzlich an einem Beispiel meines eigenen Teams festzumachen: Nach Pro-Erfolg müsste der beste Huskers-QB aller Zeiten Vince Ferragamo sein – er schaffte es schließlich mit den Rams als Starter in den Super Bowl. Aber niemand – wirklich niemand! – in Husker Country würde Ferragamo unter den Top 5 Husker-QBs all-time einordnen und nur die allerallerwenigsten in den Top 10. Andersrum wurde die Legacy von Tommie Frazier, Turner Gill, Eric Crouch und Co. auch kein bisschen angekratzt, weil sie es nicht in die NFL geschafft haben.

      kaeptn_blaubart schrieb:

      von mir gibt es das gleiche deutliche "nein", wie vom 12er.

      das ist ein äpfel-birnen-vergleich, was mein vorredner im ersten absatz schön beschreibt.

      ich ziehe mal den herren aus meiner signatur zu hilfe. was glaubt ihr, was es im gator-county jemanden juckt, wie sich TT in der nfl geschlagen hat? nada! tim ist und bleibt eine legende in gainsville - und dies völlig zurecht!
      Dass ein Tebow im Local-Market Florida eine Legende ist, heißt noch nicht dass er "von außerhalb" nicht doch auch anders rezipiert wird.
      das heisst, dass TT, um mal bei deiner college-vereinszugehörigkeit zu bleiben: demnach in ohio, nicht als herausragender college-qb gesehen wird? hmmmm? o-k-a-y.
      aber ich weiss schon auf was du raus möchtest; trotzdem hat das alles nichts mit der vereinbrille zu tun. ich würde sogar behaupten wollen, dass diese unter college-fans um einiges kleiner ist und auch diese sich nicht mit der NFL vergleichen lässt.
      Natürlich sieht man, soweit ich das beurteilen kann, auch in Ohio TT als klasse College-QB an. Tu ich persönlich ebenfalls.
      Aber hier gehts ja eben nicht nur um den College-Blickwinkel, sondern auch um die Rezeption eines Spielers bei den Pros.
    • quatschi schrieb:

      kaeptn_blaubart schrieb:

      quatschi schrieb:

      12to83 schrieb:

      Eine ganz klare und unmissverständliche Antwort: Nein!

      College Football und Pro Football haben als Systeme weniger miteinander zu tun, als man denkt. Ich habe hier ja vor Jahren angefangen, den Begriff „Geeignetheit“ für den Wechsel in die Pros zu etablieren: Also nicht unbedingt die besten College-Footballspieler schaffen es zu den Pros, sondern die (für dieses System) geeignetsten. Das kann sich durchaus immer mal ändern, in den letzten Jahren erleben wir ein wenig, wie sich die NFL auf Systeme der NCAA zubewegt (bspw. was diese S/LB-Hybride angeht, die vor 10-30 Jahren schlicht wenig Chancen auf eine Pro-Karriere gehabt hätten).

      Aber ums grundsätzlich an einem Beispiel meines eigenen Teams festzumachen: Nach Pro-Erfolg müsste der beste Huskers-QB aller Zeiten Vince Ferragamo sein – er schaffte es schließlich mit den Rams als Starter in den Super Bowl. Aber niemand – wirklich niemand! – in Husker Country würde Ferragamo unter den Top 5 Husker-QBs all-time einordnen und nur die allerallerwenigsten in den Top 10. Andersrum wurde die Legacy von Tommie Frazier, Turner Gill, Eric Crouch und Co. auch kein bisschen angekratzt, weil sie es nicht in die NFL geschafft haben.

      kaeptn_blaubart schrieb:

      von mir gibt es das gleiche deutliche "nein", wie vom 12er.

      das ist ein äpfel-birnen-vergleich, was mein vorredner im ersten absatz schön beschreibt.

      ich ziehe mal den herren aus meiner signatur zu hilfe. was glaubt ihr, was es im gator-county jemanden juckt, wie sich TT in der nfl geschlagen hat? nada! tim ist und bleibt eine legende in gainsville - und dies völlig zurecht!
      Dass ein Tebow im Local-Market Florida eine Legende ist, heißt noch nicht dass er "von außerhalb" nicht doch auch anders rezipiert wird.
      das heisst, dass TT, um mal bei deiner college-vereinszugehörigkeit zu bleiben: demnach in ohio, nicht als herausragender college-qb gesehen wird? hmmmm? o-k-a-y.aber ich weiss schon auf was du raus möchtest; trotzdem hat das alles nichts mit der vereinbrille zu tun. ich würde sogar behaupten wollen, dass diese unter college-fans um einiges kleiner ist und auch diese sich nicht mit der NFL vergleichen lässt.
      Aber hier gehts ja eben nicht nur um den College-Blickwinkel, sondern auch um die Rezeption eines Spielers bei den Pros.
      in diesem punkt unterscheiden sich unsere ansichten: ich trenne college strickt von der nfl; das sind für mich zwei verschiedene paar schuhe.

      ...und für mich geht es dabei doch genau bei der ausgangsfrage: kann man die leistungen gelöst von einander betrachten? ja, kann ich.

      unabhängig davon ist mir aber klar, was du meinst. :bier:
      Florida GatorsIowa HawkeyesNotre Dame Fighting Irish

      [SIZE=3]"When it rains in The Swamp, Tim Tebow doesn't get wet. The rain gets Tim Tebow'd"
      [/SIZE]
    • quatschi schrieb:

      12to83 schrieb:

      quatschi schrieb:

      12to83 schrieb:

      Eine ganz klare und unmissverständliche Antwort: Nein!

      College Football und Pro Football haben als Systeme weniger miteinander zu tun, als man denkt. Ich habe hier ja vor Jahren angefangen, den Begriff „Geeignetheit“ für den Wechsel in die Pros zu etablieren: Also nicht unbedingt die besten College-Footballspieler schaffen es zu den Pros, sondern die (für dieses System) geeignetsten. Das kann sich durchaus immer mal ändern, in den letzten Jahren erleben wir ein wenig, wie sich die NFL auf Systeme der NCAA zubewegt (bspw. was diese S/LB-Hybride angeht, die vor 10-30 Jahren schlicht wenig Chancen auf eine Pro-Karriere gehabt hätten).

      Aber ums grundsätzlich an einem Beispiel meines eigenen Teams festzumachen: Nach Pro-Erfolg müsste der beste Huskers-QB aller Zeiten Vince Ferragamo sein – er schaffte es schließlich mit den Rams als Starter in den Super Bowl. Aber niemand – wirklich niemand! – in Husker Country würde Ferragamo unter den Top 5 Husker-QBs all-time einordnen und nur die allerallerwenigsten in den Top 10. Andersrum wurde die Legacy von Tommie Frazier, Turner Gill, Eric Crouch und Co. auch kein bisschen angekratzt, weil sie es nicht in die NFL geschafft haben.

      kaeptn_blaubart schrieb:

      von mir gibt es das gleiche deutliche "nein", wie vom 12er.

      das ist ein äpfel-birnen-vergleich, was mein vorredner im ersten absatz schön beschreibt.

      ich ziehe mal den herren aus meiner signatur zu hilfe. was glaubt ihr, was es im gator-county jemanden juckt, wie sich TT in der nfl geschlagen hat? nada! tim ist und bleibt eine legende in gainsville - und dies völlig zurecht!
      Ich denke hier kommt es aber auch sehr auf den Blickwinkel an.(Hardcore) College Fans nehmen natürlich die Spieler des eigenen Teams anders wahr (man hat wohl zig tolle Momente mit den Starspielern erlebt), als Fans die den Spieler nur als neutraler Beobachter bzw. nur als NFL-Fan kennen. Dass ein Tebow im Local-Market Florida eine Legende ist, heißt noch nicht dass er "von außerhalb" nicht doch auch anders rezipiert wird.
      Ist ja auch völlig okay und verständlich, dass ein Hardcore-Fan eines NFL-Teams den entsprechenden Spieler dann aus seiner Perspektive als Bust labelt. Aber selbst das nimmt ihm doch nicht seine College-Accomplishments.Und das TT anders rezipiert wird, hat ja in seinem speziellen Fall nicht nur damit zu tun, dass er sich mit seinem Spielstil nicht in der NFL durchsetzen konnte ;)
      Gut, Tebow ist vielleicht nicht das beste Beispiel, da er natürlich noch auf anderen Ebenen stark polarisiert.Aber dass die College-Legacy eines Aaron Hernandez oder Rae Carruth (um jetzt mal ganz drastische Beispiele zu nennen) nicht schwer angekratzt sind (trotz all ihrer Accomplishments) kann ich mir dann doch nicht vorstellen. Natürlich sind das ganz harte Beispiele, bei denen noch viel mehr als die College-Legacy "angekratzt" sind, aber auch diese Fälle gibt es nicht ganz so selten.
      Das hat aber dann nichts mit der Pro-Karriere zu tun. Hier müsste die Frage eher lauten: Zerstören Off-Field Incidents (und wenn ja, ab welcher 'Schwere') die College- und Pro-Legacy?

      Dann kann man trefflich über oben genannte diskutieren, genauso wie über die, bei denen es erst nach der Karriere dazu kam (OJ SImpson), und die, denen derartiges kaum geschadet hat (Ray Lewis).
      Nun zu erreichen unter:
      Twitter
      Triple Option Blog
    • 12to83 schrieb:

      quatschi schrieb:

      12to83 schrieb:

      quatschi schrieb:

      12to83 schrieb:

      Eine ganz klare und unmissverständliche Antwort: Nein!

      College Football und Pro Football haben als Systeme weniger miteinander zu tun, als man denkt. Ich habe hier ja vor Jahren angefangen, den Begriff „Geeignetheit“ für den Wechsel in die Pros zu etablieren: Also nicht unbedingt die besten College-Footballspieler schaffen es zu den Pros, sondern die (für dieses System) geeignetsten. Das kann sich durchaus immer mal ändern, in den letzten Jahren erleben wir ein wenig, wie sich die NFL auf Systeme der NCAA zubewegt (bspw. was diese S/LB-Hybride angeht, die vor 10-30 Jahren schlicht wenig Chancen auf eine Pro-Karriere gehabt hätten).

      Aber ums grundsätzlich an einem Beispiel meines eigenen Teams festzumachen: Nach Pro-Erfolg müsste der beste Huskers-QB aller Zeiten Vince Ferragamo sein – er schaffte es schließlich mit den Rams als Starter in den Super Bowl. Aber niemand – wirklich niemand! – in Husker Country würde Ferragamo unter den Top 5 Husker-QBs all-time einordnen und nur die allerallerwenigsten in den Top 10. Andersrum wurde die Legacy von Tommie Frazier, Turner Gill, Eric Crouch und Co. auch kein bisschen angekratzt, weil sie es nicht in die NFL geschafft haben.

      kaeptn_blaubart schrieb:

      von mir gibt es das gleiche deutliche "nein", wie vom 12er.

      das ist ein äpfel-birnen-vergleich, was mein vorredner im ersten absatz schön beschreibt.

      ich ziehe mal den herren aus meiner signatur zu hilfe. was glaubt ihr, was es im gator-county jemanden juckt, wie sich TT in der nfl geschlagen hat? nada! tim ist und bleibt eine legende in gainsville - und dies völlig zurecht!
      Ich denke hier kommt es aber auch sehr auf den Blickwinkel an.(Hardcore) College Fans nehmen natürlich die Spieler des eigenen Teams anders wahr (man hat wohl zig tolle Momente mit den Starspielern erlebt), als Fans die den Spieler nur als neutraler Beobachter bzw. nur als NFL-Fan kennen. Dass ein Tebow im Local-Market Florida eine Legende ist, heißt noch nicht dass er "von außerhalb" nicht doch auch anders rezipiert wird.
      Ist ja auch völlig okay und verständlich, dass ein Hardcore-Fan eines NFL-Teams den entsprechenden Spieler dann aus seiner Perspektive als Bust labelt. Aber selbst das nimmt ihm doch nicht seine College-Accomplishments.Und das TT anders rezipiert wird, hat ja in seinem speziellen Fall nicht nur damit zu tun, dass er sich mit seinem Spielstil nicht in der NFL durchsetzen konnte ;)
      Gut, Tebow ist vielleicht nicht das beste Beispiel, da er natürlich noch auf anderen Ebenen stark polarisiert.Aber dass die College-Legacy eines Aaron Hernandez oder Rae Carruth (um jetzt mal ganz drastische Beispiele zu nennen) nicht schwer angekratzt sind (trotz all ihrer Accomplishments) kann ich mir dann doch nicht vorstellen. Natürlich sind das ganz harte Beispiele, bei denen noch viel mehr als die College-Legacy "angekratzt" sind, aber auch diese Fälle gibt es nicht ganz so selten.
      Das hat aber dann nichts mit der Pro-Karriere zu tun. Hier müsste die Frage eher lauten: Zerstören Off-Field Incidents (und wenn ja, ab welcher 'Schwere') die College- und Pro-Legacy?
      Dann kann man trefflich über oben genannte diskutieren, genauso wie über die, bei denen es erst nach der Karriere dazu kam (OJ SImpson), und die, denen derartiges kaum geschadet hat (Ray Lewis).
      Klar, wenn man sich nur auf die auf die Leistung auf dem Feld beschränkt, keine Frage. Ich finde aber dass man vom "Karriere"-Begriff die Issues Off the Field nicht einfach ausklammern kann.

      Vielleicht wir haben auch unterschiedliche Verständnisse des Begriffes "Legacy"? Gehts nur um die Football Leistung eines Spielers im College, wo bei Vielen ohnehin die Accomplishments außer Frage stehen (man bräuchte sich dazu nur Stats, ev. Awards und [Bowl]Wins anschauen); oder gehts hier auch um die Rezeption eines Spielers abseits davon, als Person in der Gesellschaft, Medien etc.
    • quatschi schrieb:

      12to83 schrieb:

      quatschi schrieb:

      12to83 schrieb:

      quatschi schrieb:

      12to83 schrieb:

      Eine ganz klare und unmissverständliche Antwort: Nein!

      College Football und Pro Football haben als Systeme weniger miteinander zu tun, als man denkt. Ich habe hier ja vor Jahren angefangen, den Begriff „Geeignetheit“ für den Wechsel in die Pros zu etablieren: Also nicht unbedingt die besten College-Footballspieler schaffen es zu den Pros, sondern die (für dieses System) geeignetsten. Das kann sich durchaus immer mal ändern, in den letzten Jahren erleben wir ein wenig, wie sich die NFL auf Systeme der NCAA zubewegt (bspw. was diese S/LB-Hybride angeht, die vor 10-30 Jahren schlicht wenig Chancen auf eine Pro-Karriere gehabt hätten).

      Aber ums grundsätzlich an einem Beispiel meines eigenen Teams festzumachen: Nach Pro-Erfolg müsste der beste Huskers-QB aller Zeiten Vince Ferragamo sein – er schaffte es schließlich mit den Rams als Starter in den Super Bowl. Aber niemand – wirklich niemand! – in Husker Country würde Ferragamo unter den Top 5 Husker-QBs all-time einordnen und nur die allerallerwenigsten in den Top 10. Andersrum wurde die Legacy von Tommie Frazier, Turner Gill, Eric Crouch und Co. auch kein bisschen angekratzt, weil sie es nicht in die NFL geschafft haben.

      kaeptn_blaubart schrieb:

      von mir gibt es das gleiche deutliche "nein", wie vom 12er.

      das ist ein äpfel-birnen-vergleich, was mein vorredner im ersten absatz schön beschreibt.

      ich ziehe mal den herren aus meiner signatur zu hilfe. was glaubt ihr, was es im gator-county jemanden juckt, wie sich TT in der nfl geschlagen hat? nada! tim ist und bleibt eine legende in gainsville - und dies völlig zurecht!
      Ich denke hier kommt es aber auch sehr auf den Blickwinkel an.(Hardcore) College Fans nehmen natürlich die Spieler des eigenen Teams anders wahr (man hat wohl zig tolle Momente mit den Starspielern erlebt), als Fans die den Spieler nur als neutraler Beobachter bzw. nur als NFL-Fan kennen. Dass ein Tebow im Local-Market Florida eine Legende ist, heißt noch nicht dass er "von außerhalb" nicht doch auch anders rezipiert wird.
      Ist ja auch völlig okay und verständlich, dass ein Hardcore-Fan eines NFL-Teams den entsprechenden Spieler dann aus seiner Perspektive als Bust labelt. Aber selbst das nimmt ihm doch nicht seine College-Accomplishments.Und das TT anders rezipiert wird, hat ja in seinem speziellen Fall nicht nur damit zu tun, dass er sich mit seinem Spielstil nicht in der NFL durchsetzen konnte ;)
      Gut, Tebow ist vielleicht nicht das beste Beispiel, da er natürlich noch auf anderen Ebenen stark polarisiert.Aber dass die College-Legacy eines Aaron Hernandez oder Rae Carruth (um jetzt mal ganz drastische Beispiele zu nennen) nicht schwer angekratzt sind (trotz all ihrer Accomplishments) kann ich mir dann doch nicht vorstellen. Natürlich sind das ganz harte Beispiele, bei denen noch viel mehr als die College-Legacy "angekratzt" sind, aber auch diese Fälle gibt es nicht ganz so selten.
      Das hat aber dann nichts mit der Pro-Karriere zu tun. Hier müsste die Frage eher lauten: Zerstören Off-Field Incidents (und wenn ja, ab welcher 'Schwere') die College- und Pro-Legacy?Dann kann man trefflich über oben genannte diskutieren, genauso wie über die, bei denen es erst nach der Karriere dazu kam (OJ SImpson), und die, denen derartiges kaum geschadet hat (Ray Lewis).
      Klar, wenn man sich nur auf die auf die Leistung auf dem Feld beschränkt, keine Frage. Ich finde aber dass man vom "Karriere"-Begriff die Issues Off the Field nicht einfach ausklammern kann.
      Das mag alles sein, aber hat mit dem Threadtitel dann nicht mehr allzuviel zu tun ;)
      Nun zu erreichen unter:
      Twitter
      Triple Option Blog
    • 12to83 schrieb:

      quatschi schrieb:

      12to83 schrieb:

      quatschi schrieb:

      12to83 schrieb:

      quatschi schrieb:

      12to83 schrieb:

      Eine ganz klare und unmissverständliche Antwort: Nein!

      College Football und Pro Football haben als Systeme weniger miteinander zu tun, als man denkt. Ich habe hier ja vor Jahren angefangen, den Begriff „Geeignetheit“ für den Wechsel in die Pros zu etablieren: Also nicht unbedingt die besten College-Footballspieler schaffen es zu den Pros, sondern die (für dieses System) geeignetsten. Das kann sich durchaus immer mal ändern, in den letzten Jahren erleben wir ein wenig, wie sich die NFL auf Systeme der NCAA zubewegt (bspw. was diese S/LB-Hybride angeht, die vor 10-30 Jahren schlicht wenig Chancen auf eine Pro-Karriere gehabt hätten).

      Aber ums grundsätzlich an einem Beispiel meines eigenen Teams festzumachen: Nach Pro-Erfolg müsste der beste Huskers-QB aller Zeiten Vince Ferragamo sein – er schaffte es schließlich mit den Rams als Starter in den Super Bowl. Aber niemand – wirklich niemand! – in Husker Country würde Ferragamo unter den Top 5 Husker-QBs all-time einordnen und nur die allerallerwenigsten in den Top 10. Andersrum wurde die Legacy von Tommie Frazier, Turner Gill, Eric Crouch und Co. auch kein bisschen angekratzt, weil sie es nicht in die NFL geschafft haben.

      kaeptn_blaubart schrieb:

      von mir gibt es das gleiche deutliche "nein", wie vom 12er.

      das ist ein äpfel-birnen-vergleich, was mein vorredner im ersten absatz schön beschreibt.

      ich ziehe mal den herren aus meiner signatur zu hilfe. was glaubt ihr, was es im gator-county jemanden juckt, wie sich TT in der nfl geschlagen hat? nada! tim ist und bleibt eine legende in gainsville - und dies völlig zurecht!
      Ich denke hier kommt es aber auch sehr auf den Blickwinkel an.(Hardcore) College Fans nehmen natürlich die Spieler des eigenen Teams anders wahr (man hat wohl zig tolle Momente mit den Starspielern erlebt), als Fans die den Spieler nur als neutraler Beobachter bzw. nur als NFL-Fan kennen. Dass ein Tebow im Local-Market Florida eine Legende ist, heißt noch nicht dass er "von außerhalb" nicht doch auch anders rezipiert wird.
      Ist ja auch völlig okay und verständlich, dass ein Hardcore-Fan eines NFL-Teams den entsprechenden Spieler dann aus seiner Perspektive als Bust labelt. Aber selbst das nimmt ihm doch nicht seine College-Accomplishments.Und das TT anders rezipiert wird, hat ja in seinem speziellen Fall nicht nur damit zu tun, dass er sich mit seinem Spielstil nicht in der NFL durchsetzen konnte ;)
      Gut, Tebow ist vielleicht nicht das beste Beispiel, da er natürlich noch auf anderen Ebenen stark polarisiert.Aber dass die College-Legacy eines Aaron Hernandez oder Rae Carruth (um jetzt mal ganz drastische Beispiele zu nennen) nicht schwer angekratzt sind (trotz all ihrer Accomplishments) kann ich mir dann doch nicht vorstellen. Natürlich sind das ganz harte Beispiele, bei denen noch viel mehr als die College-Legacy "angekratzt" sind, aber auch diese Fälle gibt es nicht ganz so selten.
      Das hat aber dann nichts mit der Pro-Karriere zu tun. Hier müsste die Frage eher lauten: Zerstören Off-Field Incidents (und wenn ja, ab welcher 'Schwere') die College- und Pro-Legacy?Dann kann man trefflich über oben genannte diskutieren, genauso wie über die, bei denen es erst nach der Karriere dazu kam (OJ SImpson), und die, denen derartiges kaum geschadet hat (Ray Lewis).
      Klar, wenn man sich nur auf die auf die Leistung auf dem Feld beschränkt, keine Frage. Ich finde aber dass man vom "Karriere"-Begriff die Issues Off the Field nicht einfach ausklammern kann.
      Das mag alles sein, aber hat mit dem Threadtitel dann nicht mehr allzuviel zu tun ;)
      Und warum nicht? Zerstört schlechte Pro Career eine College Legacy?
      Zum Thema Legacy siehe den 2. Teil meines vorigen Posts.
    • quatschi schrieb:

      12to83 schrieb:

      Eine ganz klare und unmissverständliche Antwort: Nein!

      College Football und Pro Football haben als Systeme weniger miteinander zu tun, als man denkt. Ich habe hier ja vor Jahren angefangen, den Begriff „Geeignetheit“ für den Wechsel in die Pros zu etablieren: Also nicht unbedingt die besten College-Footballspieler schaffen es zu den Pros, sondern die (für dieses System) geeignetsten. Das kann sich durchaus immer mal ändern, in den letzten Jahren erleben wir ein wenig, wie sich die NFL auf Systeme der NCAA zubewegt (bspw. was diese S/LB-Hybride angeht, die vor 10-30 Jahren schlicht wenig Chancen auf eine Pro-Karriere gehabt hätten).

      Aber ums grundsätzlich an einem Beispiel meines eigenen Teams festzumachen: Nach Pro-Erfolg müsste der beste Huskers-QB aller Zeiten Vince Ferragamo sein – er schaffte es schließlich mit den Rams als Starter in den Super Bowl. Aber niemand – wirklich niemand! – in Husker Country würde Ferragamo unter den Top 5 Husker-QBs all-time einordnen und nur die allerallerwenigsten in den Top 10. Andersrum wurde die Legacy von Tommie Frazier, Turner Gill, Eric Crouch und Co. auch kein bisschen angekratzt, weil sie es nicht in die NFL geschafft haben.

      kaeptn_blaubart schrieb:

      von mir gibt es das gleiche deutliche "nein", wie vom 12er.

      das ist ein äpfel-birnen-vergleich, was mein vorredner im ersten absatz schön beschreibt.

      ich ziehe mal den herren aus meiner signatur zu hilfe. was glaubt ihr, was es im gator-county jemanden juckt, wie sich TT in der nfl geschlagen hat? nada! tim ist und bleibt eine legende in gainsville - und dies völlig zurecht!
      Ich denke hier kommt es aber auch sehr auf den Blickwinkel an.(Hardcore) College Fans nehmen natürlich die Spieler des eigenen Teams anders wahr (man hat wohl zig tolle Momente mit den Starspielern erlebt), als Fans die den Spieler nur als neutraler Beobachter bzw. nur als NFL-Fan kennen.
      Das halte ich für den entscheidenden Ansatz. Echte College-Fans sehen hier wohl wirklich zwei paar Schuhe. Wenn man College-Football nur am Rande verfolgt, dann ist es meiner Ansicht nach hingegen schon ein großer Unterschied zwischen "großartiger Collegespieler, der auch eine ordentliche Pro-Karriere hatte" und "großartiger Collegespieler, aber...". Für mich schwingt zum Beispiel bei Tebow oder Manziel, auch wenn die Rede ausschließlich von ihrer College-Karriere ist, das Aber unweigerlich immer mit.
    • Benutzer online 1

      1 Besucher