Revolution oder Wunderkind

    • Auch wenn das Thema angeblich schon durchgekaut ist, möchte ich zu Armstrong auch nochmal was sagen :saint:

      Zuerst mal muss man ja festhalten das Doping nicht nach dem Muster "wie werfen alle ne Pille und sind 25% schneller" funktioniert. Die Möglichkeiten zum verstärkten Doping erhöhen sich halt wenn man ein gutes Netzwerk hat, viel Geld und Leute beim Verband die die Hand drüber halten. Die Aussagen seiner Kollegen im Nachgang haben ja gut aufgezeigt was er für Möglichkeiten genutzt hat.

      Darüber hinaus dann sein "Dopingstil". Ullrich war ein Bilderbuchfahrer, immer im Sattel, immer gleichmäßiger Kraftaufwand. So wie man halt fahren sollte, wenn man Strecken überstehen will, die eh schon unmenschlich konzipiert sind. Und wie hat Armstrong die Touren gewonnen? Zermürbung mit Tempowechseln. Ein Dopingstil aus dem Bilderbuch, den man halt fahren kann wenn man den "größten Tank" hat.

      Armstrong hat mehr gedopt als die anderen (die zumindest auch auf den vorderen Plätzen alle nicht sauber waren) und für mich hat er auch "theoretisch" keine Tour gewonnen.
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      Team Goff
    • Wobei ich ihm eines zugute halten muss. Sein unrunder Fahrstil war sogar am Ende besser weil er dadurch die Muskeln besser durchblutet hat, oder in der Richtung. Ein Freund von mir fährt Rad und sagte da mal was, ist aber knapp 12 Jahre oder so her :D .
      Muss ich mal nachforschen, aber da war was! Aber @Doylebeule, besser hätte ich es nicht sagen können :) !
      Der Mensch muss ein ungeheurer Ignorant sein, der auf jede Frage eine Antwort weiss. Voltaire (1694-1778)
    • Merckx hat genauso gedopt, jedoch zu einer Zeit in der es noch nicht so verbreitet war wie in den Jahren zwischen 1990 und 2010. Unter anderem auch deshalb kam seine unglaubliche Dominanz zu Stande. Merckx wurde mal gefragt, ob er Mittel zur Leistungssteigerung verwendet. Darauf hat er gesagt: "Nur wenn ich muss." Auf weitere Frage, wann genau das denn ist, antwortete er: "Eigentlich immer!"

      Zur und auch vor der Armstrong Ära wurde nun mal massiv im Radsport gedopt, niemand wurde jedoch annähernd so hart bestraft wie er.
    • Doylebeule schrieb:

      Darüber hinaus dann sein "Dopingstil". Ullrich war ein Bilderbuchfahrer, immer im Sattel, immer gleichmäßiger Kraftaufwand. So wie man halt fahren sollte, wenn man Strecken überstehen will, die eh schon unmenschlich konzipiert sind. Und wie hat Armstrong die Touren gewonnen? Zermürbung mit Tempowechseln. Ein Dopingstil aus dem Bilderbuch, den man halt fahren kann wenn man den "größten Tank" hat.
      Da das Thema diesen Thread zu übernehmen droht habe ich die Antwort mal im passenden Thread gegeben: Radsport (2)
      When I die and go to hell, hell will be a Brett Favre
      game, announced by the ESPN Sunday night crew,
      for all eternity. Paul Zimmerman
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