Rentenversicherung / Generationenvertrag

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    • Adi schrieb:

      ...warum Freiberufler nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen (müssen)?
      warum sollten Sie ?
      "It's like we're a whole new f*ckin team. It's embarrassing... It's sad. It's sad that we went from being a championship-caliber team to a team that stinks and nobody respects."Derek Wolfe:
    • Adi schrieb:

      Das beantwortet meine frage nicht. :conf:

      Warum sollten sie nicht, wäre doch die bessere.
      Am Besten zahlt jeder in die gleichen Rentenkasse. Wäre die allerbeste Lösung. ( ja ich weiß, passiert eh nicht )
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
    • Adi schrieb:

      Das beantwortet meine frage nicht. :conf:

      Warum sollten sie nicht, wäre doch die bessere.
      Weil Freiberufler Selbständige sind und damit überhaupt nicht in den Fokus der gesetzlichen Rentenversicherung fallen. Natürlich kann man wie Ausbeener der Ansicht sein, dass ein Rentensystem für alle sinnvoll wäre. Aber warum du für deine Frage unter allen nicht in die Rentenversicherung fallenden Gruppen die Freiberufler herausgreifst, erschließt sich mir nicht.
    • Silversurger schrieb:

      Adi schrieb:

      Das beantwortet meine frage nicht. :conf:

      Warum sollten sie nicht, wäre doch die bessere.
      Weil Freiberufler Selbständige sind und damit überhaupt nicht in den Fokus der gesetzlichen Rentenversicherung fallen. Natürlich kann man wie Ausbeener der Ansicht sein, dass ein Rentensystem für alle sinnvoll wäre. Aber warum du für deine Frage unter allen nicht in die Rentenversicherung fallenden Gruppen die Freiberufler herausgreifst, erschließt sich mir nicht.
      der erste satz ist ja keine begründung, sondern die von mir anfragte tatsache nach der begründung.

      Meine frage ergab sich aus einem netten abend mit nachbarn und die frage nach sozialer gerechtigkeit und der anstehenden bundestagswahl. Volker Pispers hatte es ja auch mal in seinem Programm erwähnt, dass ärzte, beamte, anwälte etc. auch nicht in den fond der gesetzlichen rente einzahlen.

      Also meine frage erneuert: warum müssen die vielen besserverdiener in die zunehmend krankende rentenversicherung nicht einzahlen, obwohl es doch im sinne der gerechtigkeit sinnvoller wäre, dass alle in den gleichen topf einzahlen und dieses System nicht ab, sagen wir es mal einfach, ab Mittelschicht abwärts finanzieren lassen?
    • Adi schrieb:

      Silversurger schrieb:

      Adi schrieb:

      Das beantwortet meine frage nicht. :conf:

      Warum sollten sie nicht, wäre doch die bessere.
      Weil Freiberufler Selbständige sind und damit überhaupt nicht in den Fokus der gesetzlichen Rentenversicherung fallen. Natürlich kann man wie Ausbeener der Ansicht sein, dass ein Rentensystem für alle sinnvoll wäre. Aber warum du für deine Frage unter allen nicht in die Rentenversicherung fallenden Gruppen die Freiberufler herausgreifst, erschließt sich mir nicht.
      der erste satz ist ja keine begründung, sondern die von mir anfragte tatsache nach der begründung.
      Meine frage ergab sich aus einem netten abend mit nachbarn und die frage nach sozialer gerechtigkeit und der anstehenden bundestagswahl. Volker Pispers hatte es ja auch mal in seinem Programm erwähnt, dass ärzte, beamte, anwälte etc. auch nicht in den fond der gesetzlichen rente einzahlen.

      Also meine frage erneuert: warum müssen die vielen besserverdiener in die zunehmend krankende rentenversicherung nicht einzahlen, obwohl es doch im sinne der gerechtigkeit sinnvoller wäre, dass alle in den gleichen topf einzahlen und dieses System nicht ab, sagen wir es mal einfach, ab Mittelschicht abwärts finanzieren lassen?
      Weil man den Besserverdienenden zutraut sich selbst zu versorgen. Vielleicht sieht das aus heutiger Sicht und dem Sozialgedanken nicht gerecht aus, aber in der Zeit, als das Gesetz erlassen wurde und der konservativen Politik, wurde so entschieden.
      Ich habe aber einen anderen Punkt der mich mehr interessiert. Ist es nicht sinnvoll in Zeiten guter Steuereinnahmen den Generationenvertrag zu ändern.

    • LuckySpike schrieb:

      Weil man den Besserverdienenden zutraut sich selbst zu versorgen
      Das ist aber keine Begründung. Ich denke auch die Mittelschicht könnte sich selbst privat versichern und für sich selbst sorgen. Es geht aber darum, das man sich so aus der Verantwortung zieht. Und es gibt (außer funktionierendem Lobbyismus ) keine Grund warum nicht alle in die selbe Versicherung einzahlen
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
    • Ausbeener schrieb:

      LuckySpike schrieb:

      Weil man den Besserverdienenden zutraut sich selbst zu versorgen
      Das ist aber keine Begründung. Ich denke auch die Mittelschicht könnte sich selbst privat versichern und für sich selbst sorgen. Es geht aber darum, das man sich so aus der Verantwortung zieht. Und es gibt (außer funktionierendem Lobbyismus ) keine Grund warum nicht alle in die selbe Versicherung einzahlen
      Es gibt auch keinen Grund, warum der Solli noch existiert.
      Es gibt keinen Grund, warum jedes Bundesland unterschiedliche Feiertagsreglung hat,
      Es gibt keinen Grund, warum Geschäfte sonntags geschlossen sein müssen, wenn andere Berufszweige uneingeschränkt arbeiten dürfen.
      Warum muss Uli Hoeneß wegen Steuerbetrug ins Gefängnis und Manager der Autoindustrie, die weltweit betrügen nicht?
      Das sind ein paar Beispiele, die aus meiner Sicht ungerecht sind und mit denen wir leben müssen.

    • Ausbeener schrieb:

      Das ist aber keine Begründung. Ich denke auch die Mittelschicht könnte sich selbst privat versichern und für sich selbst sorgen. Es geht aber darum, das man sich so aus der Verantwortung zieht. Und es gibt (außer funktionierendem Lobbyismus ) keine Grund warum nicht alle in die selbe Versicherung einzahlen

      Adi schrieb:

      Also meine frage erneuert: warum müssen die vielen besserverdiener in die zunehmend krankende rentenversicherung nicht einzahlen, obwohl es doch im sinne der gerechtigkeit sinnvoller wäre, dass alle in den gleichen topf einzahlen und dieses System nicht ab, sagen wir es mal einfach, ab Mittelschicht abwärts finanzieren lassen?


      Natürlich gibt’s den. Und zwar den ganz einfachen, dass die "Besserverdienenden" auch nichts aus selbiger herausbekommen.

      Wenn Ärzte etc. anfangen in die gesetzliche Rente einzuzahlen, bedeutet das als aller erstes dass diese auch viel aus dem System herausbekommen werden, da entsprechend hohe Beiträge anfallen werden.
      Natürlich nicht so viel wie diese Leute jetzt über ihre privaten Vorsorgen einfahren, aber immer noch genug um damit nicht automatisch alle niedrigeren Renten querfinanzieren, wie man sich das träumt.

      Die jetzige Ungerechtigkeit besteht zurzeit eher darin, dass Freiberufler die mit ihrer Freiberuflichkeit eher am untersten Minimum leben, von der Rentenversicherung zwangsverpflichtet werden in selbige einzuzahlen. So werden kleine Existenten etc. vernichtet, da quasi keine Möglichkeit besteht sich etwas aufzubauen, wenn auf einmal ne Rechnung von 5000-8000 Euro von der Rentenversicherung ins Haus flattert, die man doch bitte innerhalb von 1 Monat zu zahlen habe.

      LuckySpike schrieb:

      Ich habe aber einen anderen Punkt der mich mehr interessiert. Ist es nicht sinnvoll in Zeiten guter Steuereinnahmen den Generationenvertrag zu ändern.
      Ach i wo. es ist wesentlich sinvoller sich als Fluglinienbetreiber aufzuführen und hier Steuergeld zu versenken und dafür zu sorgen, dass der "Besserverdienende" Arzt auch ja ohne Zusatzkosten von Mauritius heimkommt , anstatt etwas für die alleinerziehende Friseuse zu tun :hinterha:
      "It's like we're a whole new f*ckin team. It's embarrassing... It's sad. It's sad that we went from being a championship-caliber team to a team that stinks and nobody respects."Derek Wolfe:
    • LuckySpike schrieb:

      Ausbeener schrieb:

      LuckySpike schrieb:

      Weil man den Besserverdienenden zutraut sich selbst zu versorgen
      Das ist aber keine Begründung. Ich denke auch die Mittelschicht könnte sich selbst privat versichern und für sich selbst sorgen. Es geht aber darum, das man sich so aus der Verantwortung zieht. Und es gibt (außer funktionierendem Lobbyismus ) keine Grund warum nicht alle in die selbe Versicherung einzahlen
      Es gibt auch keinen Grund, warum der Solli noch existiert.Es gibt keinen Grund, warum jedes Bundesland unterschiedliche Feiertagsreglung hat,
      Es gibt keinen Grund, warum Geschäfte sonntags geschlossen sein müssen, wenn andere Berufszweige uneingeschränkt arbeiten dürfen.
      Warum muss Uli Hoeneß wegen Steuerbetrug ins Gefängnis und Manager der Autoindustrie, die weltweit betrügen nicht?
      Das sind ein paar Beispiele, die aus meiner Sicht ungerecht sind und mit denen wir leben müssen.
      Nur weil es Ungerechtigkeiten gibt, heißt das ja nicht das man alles akzeptieren muss. Aber wie man im "Wahlkampf" grade wieder sieht, ist der gemeine Deutsche froh wenn man ihm seine Ruhe lässt. Ja keine großen Veränderungen und was in dreißig Jahren ist interessiert keine Sau
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
    • Mile High 81 schrieb:

      Natürlich gibt’s den. Und zwar den ganz einfachen, dass die "Besserverdienenden" auch nichts aus selbiger herausbekommen.
      Sorry aber das ist doch eine Milchmädchenrechnung. Natürlich zahlen die im Normalfall auch mehr ein als sie raus bekommen. Also wird schon querfinanziert. Dazu gibts noch Beamte, die der Staat komplett finanziert. Oder Abgeordnete, oder oder...
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
    • Ausbeener schrieb:

      LuckySpike schrieb:

      Ausbeener schrieb:

      LuckySpike schrieb:

      Weil man den Besserverdienenden zutraut sich selbst zu versorgen
      Das ist aber keine Begründung. Ich denke auch die Mittelschicht könnte sich selbst privat versichern und für sich selbst sorgen. Es geht aber darum, das man sich so aus der Verantwortung zieht. Und es gibt (außer funktionierendem Lobbyismus ) keine Grund warum nicht alle in die selbe Versicherung einzahlen
      Es gibt auch keinen Grund, warum der Solli noch existiert.Es gibt keinen Grund, warum jedes Bundesland unterschiedliche Feiertagsreglung hat,Es gibt keinen Grund, warum Geschäfte sonntags geschlossen sein müssen, wenn andere Berufszweige uneingeschränkt arbeiten dürfen.
      Warum muss Uli Hoeneß wegen Steuerbetrug ins Gefängnis und Manager der Autoindustrie, die weltweit betrügen nicht?
      Das sind ein paar Beispiele, die aus meiner Sicht ungerecht sind und mit denen wir leben müssen.
      Nur weil es Ungerechtigkeiten gibt, heißt das ja nicht das man alles akzeptieren muss. Aber wie man im "Wahlkampf" grade wieder sieht, ist der gemeine Deutsche froh wenn man ihm seine Ruhe lässt. Ja keine großen Veränderungen und was in dreißig Jahren ist interessiert keine Sau
      Ich hatte nur begründet was die Gründe waren, als das Gesetz erlassen wurde. Zu der Zeit war man glücklich, das man sich im Alter keine finanzielle Sorgen machen musste.
      Dass man es heute als ungerecht empfindet kann ich nachvollziehen.
      Was soll man tun? Demonstrieren? Dafür sind viele zu faul.

    • Ausbeener schrieb:

      Sorry aber das ist doch eine Milchmädchenrechnung

      Ein Anwalt der nicht in die gesetzliche Rente einzahlt hat auch keinerlei Ansprüche aus selbiger.

      Wenn man diese jetzt zur Kasse bitte, nimmt man zwar mehr Geld ein, muss aber auch mehr Geld ausgeben, da logischerweise mehr Ansprüche entstehen.
      Ich sage: Ich glaube nicht, dass das was da möglicherweise hängen bleibt reicht um das System zu stabilisieren.
      Du behauptets das Gegenteil. damit hab ich kein Problem.
      Aber das ist keine Milchmädchenrechnung, man ist sich einfach nur uneins über den Effekt.

      Ausbeener schrieb:

      Dazu gibts noch Beamte, die der Staat komplett finanziert. Oder Abgeordnete, oder oder...
      Das ist richtig. Es besteht hier nur ein riesen unterschied zu den selbstständigen. Die Altersvorsorge des Anwaltes muss das Mittelschichtseinkommen nicht mit tragen, dass muss er selber machen oder er sitzt am Ende in der Grundsicherung. Die Versorgung des Beamten muss das Mittelschichtseinkommen mittragen.
      "It's like we're a whole new f*ckin team. It's embarrassing... It's sad. It's sad that we went from being a championship-caliber team to a team that stinks and nobody respects."Derek Wolfe:
    • Mile High 81 schrieb:

      Natürlich gibt’s den. Und zwar den ganz einfachen, dass die "Besserverdienenden" auch nichts aus selbiger herausbekommen.

      Wenn Ärzte etc. anfangen in die gesetzliche Rente einzuzahlen, bedeutet das als aller erstes dass diese auch viel aus dem System herausbekommen werden, da entsprechend hohe Beiträge anfallen werden.
      Es ist ja nicht so das sie ausgeschlossen würden weil sie zuviel Kosten würden. Es geht doch darum das es auf der einen Seite eine Verpflichtung gibt und auf der anderen Seite eine Wahlmöglichkeit oder auch Befreiung.

      Mile High 81 schrieb:

      Die jetzige Ungerechtigkeit besteht zurzeit eher darin, dass Freiberufler die mit ihrer Freiberuflichkeit eher am untersten Minimum leben, von der Rentenversicherung zwangsverpflichtet werden in selbige einzuzahlen. So werden kleine Existenten etc. vernichtet, da quasi keine Möglichkeit besteht sich etwas aufzubauen, wenn auf einmal ne Rechnung von 5000-8000 Euro von der Rentenversicherung ins Haus flattert, die man doch bitte innerhalb von 1 Monat zu zahlen habe.
      Dafür gibt es doch "klare" Regeln (die SV-Gesetzgebung kann schon auch sehr kompliziert sein ;) ) über die man sich im Vorfeld informieren kann und wenn Ratenzahlungsvereinbarungen überall so einfach wären wie mit der RV...

      MMn wird es über kurz oder lang unvermeintlich sein den Generationenvertrag und das SV-System zu überarbeiten unabhängig von den Steuereinnahmen, denn es muss auch unabhängig davon auf längere Dauer funktionieren. Unter Berücksichtigung des demografischen Wandels wird es um so schwieriger je länger man damit wartet.
      KEIN WILLE TRIUMPHIERT
    • LuckySpike schrieb:

      Ausbeener schrieb:

      LuckySpike schrieb:

      Ausbeener schrieb:

      LuckySpike schrieb:

      Weil man den Besserverdienenden zutraut sich selbst zu versorgen
      Das ist aber keine Begründung. Ich denke auch die Mittelschicht könnte sich selbst privat versichern und für sich selbst sorgen. Es geht aber darum, das man sich so aus der Verantwortung zieht. Und es gibt (außer funktionierendem Lobbyismus ) keine Grund warum nicht alle in die selbe Versicherung einzahlen
      Es gibt auch keinen Grund, warum der Solli noch existiert.Es gibt keinen Grund, warum jedes Bundesland unterschiedliche Feiertagsreglung hat,Es gibt keinen Grund, warum Geschäfte sonntags geschlossen sein müssen, wenn andere Berufszweige uneingeschränkt arbeiten dürfen.Warum muss Uli Hoeneß wegen Steuerbetrug ins Gefängnis und Manager der Autoindustrie, die weltweit betrügen nicht?
      Das sind ein paar Beispiele, die aus meiner Sicht ungerecht sind und mit denen wir leben müssen.
      Nur weil es Ungerechtigkeiten gibt, heißt das ja nicht das man alles akzeptieren muss. Aber wie man im "Wahlkampf" grade wieder sieht, ist der gemeine Deutsche froh wenn man ihm seine Ruhe lässt. Ja keine großen Veränderungen und was in dreißig Jahren ist interessiert keine Sau
      Ich hatte nur begründet was die Gründe waren, als das Gesetz erlassen wurde. Zu der Zeit war man glücklich, das man sich im Alter keine finanzielle Sorgen machen musste.Dass man es heute als ungerecht empfindet kann ich nachvollziehen.
      Was soll man tun? Demonstrieren? Dafür sind viele zu faul.
      Da bin ich ja vollkommen bei dir. Es ärgert mich einfach nur, das Dinge einfach hingenommen werden. Und das unsere Kanzlerin die sehr an den späten Kohl erinnert nichts tut, um irgendwas an dem zustand zu ändern ist sie für mich definitiv nicht wählbar. Aber das ist nur meine Meinung :)
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
    • Buffalo schrieb:

      Unter Berücksichtigung des demografischen Wandels wird es um so schwieriger je länger man damit wartet.
      Diese Reform wird ähnlich einschlagen wie damals Hartz 4. Das wird sich kein Politiker gerne ans Bein binden. Auch wenn ich bei dir bin, das es dringend notwendig wäre
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
    • Mile High 81 schrieb:

      Die Altersvorsorge des Anwaltes muss das Mittelschichtseinkommen nicht mit tragen, dass muss er selber machen oder er sitzt am Ende in der Grundsicherung.
      Und wer zahlt die Grundsicherung? Warum soll das Mittelschichtseinkommen (um bei deiner Wortwahl zu bleiben) das Risiko des Selbstständigen/Freiberuflers mittragen?
      KEIN WILLE TRIUMPHIERT
    • Buffalo schrieb:

      MMn wird es über kurz oder lang unvermeintlich sein den Generationenvertrag und das SV-System zu überarbeiten unabhängig von den Steuereinnahmen, denn es muss auch unabhängig davon auf längere Dauer funktionieren. Unter Berücksichtigung des demografischen Wandels wird es um so schwieriger je länger man damit wartet.
      Der Meinung bin ich auch. Als erste Hinweise entstanden, dass immer weniger Berufstätige den Generationenvertrag erfüllen können, dachte ich, das Thema geht man jetzt an.
      Es kam aber nur der Gedanke über Zuwanderung.
      Ich hätte nichts dagegen, wenn man den Soli dazu verwendet oder gar erhöht um den Übergang zu finanzieren.

    • Buffalo schrieb:

      Mile High 81 schrieb:

      Die Altersvorsorge des Anwaltes muss das Mittelschichtseinkommen nicht mit tragen, dass muss er selber machen oder er sitzt am Ende in der Grundsicherung.
      Und wer zahlt die Grundsicherung? Warum soll das Mittelschichtseinkommen (um bei deiner Wortwahl zu bleiben) das Risiko des Selbstständigen/Freiberuflers mittragen?
      Die Grundsicherung wird nicht aus den Rentenbeiträgen bezahlt.

      Ergo ist das erstmal ein anderes Themenfeld (über das man sicher diskutieren kann, wie man hier evtl. Selbstständige an dem Risiko beteiligt.)

      Buffalo schrieb:

      Es ist ja nicht so das sie ausgeschlossen würden weil sie zuviel Kosten würden. Es geht doch darum das es auf der einen Seite eine Verpflichtung gibt und auf der anderen Seite eine Wahlmöglichkeit oder auch Befreiung
      Das ist richtig. Aber dann kann man ja evtl. das ganze ja nach beiden Seiten diskutieren, wahlmöglichkeit für alle.. ;)

      Weiter - ja ich weiß das ist jetzt neoliberales Denken - schafft der Selbstsändige mit seinem Unternehmen Arbeit, was wiederum anderen ermöglicht in die Rente einzuhalen.

      Ich kann nur für mich sprechen, ich hätte mich nie getraut mich selbständig zu machen, und habe Respekt für jeden der es tut. Das ist in manchen Branchen einfacher (doc, Anwalt etc.) trotzdem muss ich dieses risiko erstmal auf mich nehmem.Ich verurteile auch niemanden, der der Ansicht ist, dass diese Leute auch einzahlen müssen, nur man sollte das dann bitte nicht mit so platten Attitüden, dass sind die Reichen, die entziehen sich aus der Gemeinschaft etc. tun. (jetzt nicht auf einen Diskutanten hier bezogen) , den das ganze hat immer mehrere Seiten.

      Buffalo schrieb:

      Dafür gibt es doch "klare" Regeln (die SV-Gesetzgebung kann schon auch sehr kompliziert sein ) über die man sich im Vorfeld informieren kann und wenn Ratenzahlungsvereinbarungen überall so einfach wären wie mit der RV...
      das ist schon klar. ich wollte nur daraufhinaus, dass ich diesen Umstand für wesentlich ungerechter halte, als das "besserverdienen " erstmal nichts in eine versicherung bezahlen müssen , wo sie dadurch ja auch keinen Anspruch erwerben.
      "It's like we're a whole new f*ckin team. It's embarrassing... It's sad. It's sad that we went from being a championship-caliber team to a team that stinks and nobody respects."Derek Wolfe:
    • Adi schrieb:

      ..warum Freiberufler nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen (müssen)?
      Einfache Antwort: Weil es politisch nicht gewollt ist.

      Jede Bundesregierung hätte die Möglichkeit das Sozialversicherungssystem grundlegend zu ändern. Macht nur niemand. Könnte vielleicht damit zusammenhängen, dass im Bundestag ein recht hoher Anteil an Freiberuflern sitzt, die von dem jetzigen System profitieren. Aber das ist nur meine schlechte Meinung.

      Ansonsten müsste man das Thema nur angehen. Lösungsmöglichkeiten gibt es genug. Wird mit dieser Kanzlerin aber nicht passieren.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Erzwolf ()

    • Buffalo schrieb:

      Mile High 81 schrieb:

      Die Altersvorsorge des Anwaltes muss das Mittelschichtseinkommen nicht mit tragen, dass muss er selber machen oder er sitzt am Ende in der Grundsicherung.
      Und wer zahlt die Grundsicherung? Warum soll das Mittelschichtseinkommen (um bei deiner Wortwahl zu bleiben) das Risiko des Selbstständigen/Freiberuflers mittragen?
      Naja, es ist ja dann nicht so, dass die Allgemeinheit nur Nachteile hat. Es wird auch genügend Gewerbesteuer bezahlt.
      Wenn ich da eine Rechnung aufmache, dann gehören mir für die Gewerbesteuer dich ich bisher bezahlt habe so viele Parkplätze in der Stadt, so dass ich von der Vermietung im Alter sehr gut leben könnte und zusätzlich keine Rente brauche.

      Eines meiner Lieblingswörter - Hebesatz ;)

    • Mile High 81 schrieb:

      Die Grundsicherung wird nicht aus den Rentenbeiträgen bezahlt.
      Sie könnte aber durch die Beitragspflicht verhindert werden ;)

      Mile High 81 schrieb:

      Das ist richtig. Aber dann kann man ja evtl. das ganze ja nach beiden Seiten diskutieren, wahlmöglichkeit für alle..
      Das wollen wir denke ich ALLE nicht wirklich erleben :mrgreen:

      Bzgl. eigener Selbstständigkeit bin ich ganz bei dir :)

      PS: Manche Eltern halten die ja sogar ohne "Selbstständigkeit" bei ihren Kindern für unmöglich :jeck:
      KEIN WILLE TRIUMPHIERT
    • LuckySpike schrieb:

      Buffalo schrieb:

      Mile High 81 schrieb:

      Die Altersvorsorge des Anwaltes muss das Mittelschichtseinkommen nicht mit tragen, dass muss er selber machen oder er sitzt am Ende in der Grundsicherung.
      Und wer zahlt die Grundsicherung? Warum soll das Mittelschichtseinkommen (um bei deiner Wortwahl zu bleiben) das Risiko des Selbstständigen/Freiberuflers mittragen?
      Naja, es ist ja dann nicht so, dass die Allgemeinheit nur Nachteile hat. Es wird auch genügend Gewerbesteuer bezahlt.Wenn ich da eine Rechnung aufmache, dann gehören mir für die Gewerbesteuer dich ich bisher bezahlt habe so viele Parkplätze in der Stadt, so dass ich von der Vermietung im Alter sehr gut leben könnte und zusätzlich keine Rente brauche.

      Eines meiner Lieblingswörter - Hebesatz ;)
      Dass das alles irgendwie zusammen hängt ist schon klar aber die die später von der Grundsicherung abhängig sind haben vorher evtl. "zu wenig" Gewerbesteuer bezahlt alles weitere musst du mit"deiner" Stadt klären :D
      KEIN WILLE TRIUMPHIERT
    • Buffalo schrieb:

      LuckySpike schrieb:

      Buffalo schrieb:

      Mile High 81 schrieb:

      Die Altersvorsorge des Anwaltes muss das Mittelschichtseinkommen nicht mit tragen, dass muss er selber machen oder er sitzt am Ende in der Grundsicherung.
      Und wer zahlt die Grundsicherung? Warum soll das Mittelschichtseinkommen (um bei deiner Wortwahl zu bleiben) das Risiko des Selbstständigen/Freiberuflers mittragen?
      Naja, es ist ja dann nicht so, dass die Allgemeinheit nur Nachteile hat. Es wird auch genügend Gewerbesteuer bezahlt.Wenn ich da eine Rechnung aufmache, dann gehören mir für die Gewerbesteuer dich ich bisher bezahlt habe so viele Parkplätze in der Stadt, so dass ich von der Vermietung im Alter sehr gut leben könnte und zusätzlich keine Rente brauche.
      Eines meiner Lieblingswörter - Hebesatz ;)
      Dass das alles irgendwie zusammen hängt ist schon klar aber die die später von der Grundsicherung abhängig sind haben vorher evtl. "zu wenig" Gewerbesteuer bezahlt alles weitere musst du mit"deiner" Stadt klären :D
      23.500,- € Freibetrag ist nicht viel. Gar keine Gewerbesteuer zu zahlen, dann war man zuvor wahrscheinlich schon Aufstocker.

      Mit meiner Stadt brauche ich nicht sprechen. Ich wollte nur aufmerksam machen, dass nicht alles in der Stadt nur der Sozialversicherungspflichtige bezahlt hat. ;)

    • LuckySpike schrieb:

      Buffalo schrieb:

      LuckySpike schrieb:

      Buffalo schrieb:

      Mile High 81 schrieb:

      Die Altersvorsorge des Anwaltes muss das Mittelschichtseinkommen nicht mit tragen, dass muss er selber machen oder er sitzt am Ende in der Grundsicherung.
      Und wer zahlt die Grundsicherung? Warum soll das Mittelschichtseinkommen (um bei deiner Wortwahl zu bleiben) das Risiko des Selbstständigen/Freiberuflers mittragen?
      Naja, es ist ja dann nicht so, dass die Allgemeinheit nur Nachteile hat. Es wird auch genügend Gewerbesteuer bezahlt.Wenn ich da eine Rechnung aufmache, dann gehören mir für die Gewerbesteuer dich ich bisher bezahlt habe so viele Parkplätze in der Stadt, so dass ich von der Vermietung im Alter sehr gut leben könnte und zusätzlich keine Rente brauche.Eines meiner Lieblingswörter - Hebesatz ;)
      Dass das alles irgendwie zusammen hängt ist schon klar aber die die später von der Grundsicherung abhängig sind haben vorher evtl. "zu wenig" Gewerbesteuer bezahlt alles weitere musst du mit"deiner" Stadt klären :D
      23.500,- € Freibetrag ist nicht viel. Gar keine Gewerbesteuer zu zahlen, dann war man zuvor wahrscheinlich schon Aufstocker.
      Mit meiner Stadt brauche ich nicht sprechen. Ich wollte nur aufmerksam machen, dass nicht alles in der Stadt nur der Sozialversicherungspflichtige bezahlt hat. ;)
      Das ist schon klar :)

      Nur der Korrektheit wegen: Es sind 24.500 EUR Freibetrag und ein nicht geringer Teil wird mittlerweile auf die Einkommensteuer angerechnet (das war früher anders, Details würden hier aber zu weit führen).

      Warum Freiberufler nicht zur Gewerbesteuer herangezogen werden und ob/wann sich das evtl. mal ändert ist auch eine spannende Frage :)
      KEIN WILLE TRIUMPHIERT
    • Buffalo schrieb:

      Nur der Korrektheit wegen: Es sind 24.500 EUR Freibetrag und ein nicht geringer Teil wird mittlerweile auf die Einkommensteuer angerechnet (das war früher anders, Details würden hier aber zu weit führen).
      Das stimmt! Da hätte ich ca. 85,-€ im Monat fast unterschlagen. ;)


      Buffalo schrieb:

      Warum Freiberufler nicht zur Gewerbesteuer herangezogen werden und ob/wann sich das evtl. mal ändert ist auch eine spannende Frage
      Da müsste generell viele Dinge verändert werden. Ist Steuerprogression heutzutage noch sinnvoll oder ist das Merz'che Steuermodell gerechter?

    • Mile High 81 schrieb:

      Die Grundsicherung wird nicht aus den Rentenbeiträgen bezahlt.
      Die Pension von Beamten auch nicht. :madness

      Bei Beamten ist das übrigens recht leicht zu erklären, warum nicht in die Sozialversicherung eingezahlt wird.

      Fangen wir mal mit der Arbeitslosenversicherung an. Ich denke mal hier leuchtet es jedem ein, dass jemand, der nicht arbeitslos werden kann auch nicht einzahlt.

      Bei Kranken- und Rentenversicherung ist der Grund noch banaler. Das aktuelle System ist für den Staat günstiger. Es müssten ja nicht nur die Beamten einzahlen, sondern auch der Arbeitgeber, also der Staat.
      Hier gibt es schlicht und ergreifend Berechnung, die belegen, dass das aktuelle System für den Staat deutlich günstiger ist.
      Und dabei wird noch außer Acht gelassen, dass der Staat in einem solchen Fall die Besoldung seiner Beamten wohl erhöhen müsste.
      Mir ist schon klar, dass das emotional ein tolles Thema ist, weil die bösen Beamten nicht einzahlen, aber rational ergibt das nicht viel Sinn, da der Staat mehr Steuergeld ausgeben müsste und gleichzeitig die Beamten schlechter da stehen würden.
      Hier könnte man eher anregen, dass der Staat einen Teil seiner Ersparnisse dem Sozialversicherungssystem zu führt.
      NFL-Talk A-Liga
      Eltviller Wildsäue: 7-5-0
      FF World Champion 2016
    • Adi schrieb:

      ...warum Freiberufler nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen (müssen)?
      Die Frage ist so allgemein kaum zu beantworten. Da gibt es die juristische (So steht's im Gesetz!), die historische (Versicherungsgedanke) oder die machtpolitische Antwort. Alle drei Aspekte wurden hier schon aufgegriffen.

      Zu den Beamten stimme ich Playmaker#88 grundsätzlich zu. Vereinfacht gesagt: Beamte kriegen ein niedrigeres Bruttogehalt mit weniger Abzügen, so dass das individuelle Ergebnis im Vergleich zu Nicht-Beamten ungefähr stimmt. Über die Details kann man natürlich immer in beide Richtungen streiten.

      Generell könnte man das gesamte System theoretisch umstellen in dem Sinne, dass "alle in einen Topf" zahlen müssten. Das wäre vermutlich - wenn man den sozialstaatlichen Ansatz mal als gegeben zu Grunde legt - auch gerechter. Denn warum von A (Angestellter), B (Beamter) und F (Freiberufler) mit identischem Einkommen nur A seinen Beitrag zur Querfinanzierung im Rahmen der Sozialversicherung leisten soll, ist irgendwie schwer nachvollziehbar. Allerdings: Vielleicht profitiert bei der Rentenversicherung A sogar, weil die vermeintlich querfinanzierten Schlechtverdiener im Durchschnitt auch früher sterben (kein Scherz!). Viel auffälliger ist die Ungerechtigkeit m. E. im Bereich des Gesundheitsschutzes, weil im Rahmen der GKV alle Betroffenen die gleichen Ansprüche haben, obwohl sie unterschiedlich viel einzahlen.

      Man muss sich aber auch darüber im Klaren sein, dass man ein entsprechendes Vorhaben nicht nur gegen massive Widerstände durchsetzen müsste, sondern es auch regelungstechnisch-organisatorisch eine Herkulesaufgabe wäre (Stichwort: Bestandsschutz). Ob der Nutzen den Aufwand wert wäre, vermag ich nicht zu beurteilen. Letztlich wird es m. E. jedenfalls faktisch nicht dazu kommen, weil man mit einem solchen Vorhaben mehr eigene Wähler verliert, als neue gewinnt.

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