Kansas City Chiefs Season Preview 2017

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    • Kansas City Chiefs Season Preview 2017

      Rückblick:

      Nach langen Jahren der Tristesse begann die aktuelle, erfolgreiche Phase der Chiefs 2013 mit der Verpflichtung von President Mark Donovan, GM John Dorsey und HC Andy Reid. Nach drei winning seasons in den Jahren 2013 (11-5), 2014 (9-7) und 2015 (11-5) konnten die Chiefs sich 2016 trotz zahlreicher Verletzungen sogar noch geringfügig steigern, obwohl es anfangs nicht danach aussah:

      2016
      #1 SAN DIEGO 33-27 OT
      #2 @ Houston 12-19
      #3 JETS 24-3
      #4 @ Pittsburgh 14-43
      #5 bye
      #6 @ Oakland 26-10
      #7 NEW ORLEANS 27-21
      #8 @ Indianapolis 30-14
      #9 JACKSONVILLE 19-14
      #10 @ Carolina 20-17
      #11 TAMPA BAY 17-19
      #12 @ Denver 30-27 OT
      #13 @ Atlanta 29-28
      #14 OAKLAND 21-13
      #15 TENNESSEE 17-19
      #16 DENVER 33-10
      #17 @ San Diego 37-27

      WC bye
      DIV PITTSBURG 16-18

      Der Start war holprig, denn der Auftaktsieg gegen die Chargers war glücklich und maßgeblich dadurch begünstigt, dass sich der von CB Marcus Peters überraschend in der ersten Halbzeit nicht zu kontrollierende Chargers-WR Keenan Allen etwa nach der Hälfte des Spiels verletzte, was den Chiefs ein Comeback ermöglichte. Bei den Texans gab es eine „häßliche“ Niederlage, gegen die schwachen Jets den ersten souveränen, aber glanzlosen Sieg. Bei den Steelers ging dann einfach alles schief, so dass das Spiel eigentlich schon nach dem ersten Quarter verloren war.
      Doch nach diesem 2-2-Auftakt kamen die Chiefs wie schon in 2015 geradezu verwandelt aus der Bye-Week, auch wenn es dieses Mal nur zu fünf Siegen in Folge reichte. Allerdings waren in den Wochen 9 bis 13 alle Spiele knapp, so dass der Umstand, dass es nur zu einer Niederlage (völlig unnötig gegen die Bucs), dafür aber zu mehreren nervenaufreibenden Siegen – insbesondere dem Comeback bei den Panthers und den Zittersiegen bei Broncos und Falcons – kam, auch mit einer gewissen Portion Glück verbunden war. Merkwürdig war, dass die Chiefs sowohl in Woche 6 als auch in Woche 14 relativ leicht gegen die deutlich verbesserten und im Übrigen sehr erfolgreichen und offensivstarken Raiders gewinnen konnten, wobei die Chiefs gegen Carr & Co. insgesamt gerade einmal 23 Punkte zuließen. Eine erneut „sinnlose“ Heimniederlage gegen die Titans – wie schon gegen die Bucs nach schwacher Leistung von QB Alex Smith - machte es noch einmal unnötig spannend im Kampf um den Divisionssieg und den #2-Seed. Trotzdem erreichten die Chiefs diese beiden Ziele mit einer 12-4-Bilanz, wobei insbesondere die „weiße Weste“ innerhalb der eigenen (starken) Division hierzu maßgeblich beitrug.

      In den Playoffs schieden die Chiefs dann erneut in der Divisional-Runde aus, wobei dieses „Rückspiel“ gegen die Steelers wesentlich knapper war. Die Defense ließ zwar – wie so häufig – viele Yards, aber wenige Punkte (ausschließlich FGs!) zu, aber die Offense kam gegen die glänzend eingestellte Steelers-Defense einfach nicht ins Rollen. Kurz vor Schluss wäre den Chiefs fast noch der Ausgleich gelungen, aber letztlich war der Sieg der Steelers verdient.

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    • Offseason:

      Draft:
      Da der Kader der Chiefs in den letzten Jahren an Tiefe gewonnen hat, lag es durchaus nahe, dass die Chiefs mit ihren anfangs 10 Draftpicks an dem einen oder anderen Trade beteiligt sein würden, um weniger, aber dafür (vermeintlich) talentiertere Spieler aus dem Pool der College-Abgänger auszuwählen. Gleichwohl war es dann mehr als überraschend, dass die Chiefs Ihre Erstrundenpicks aus 2017 und 2018 sowie einen Drittrundenpick aus 2017 abgaben, um an #10 hochzutraden. Weitere Trades führten letztlich dazu, dass die Chiefs lediglich 6 Spieler auswählten:

      # 10 (1) QB Pat Mahomes (Texas Tech) – Typ „Gunslinger“ mit extrem starkem Wurfarm, möglicherweise dem größten Potential aller QBs des Jahrgangs, aber „raw“ und mit erheblichem „Bust“-Risiko

      # 59 (2) DE/OLB Tanoh Kpassagnon (Villanova) – Spieler mit hervorragenden körperlichen Voraussetzungen (6‘7‘‘, 289 lbs, 4 % Körperfettanteil, „physical freak“), der aber nur in der „zweiten Liga“ am College gespielt hat

      # 86 (3) RB Kareem Hunt (Toledo) – all-time-leader in Toledo mit 4.945 total rushing yards und 28 100-yard-Spielen sowie 6,3 yards/Lauf. Kein guter Blocker, aber hochgradig zuverlässiger Ballträger (1 [selbst zurückeroberter] Fumble in 4 Jahren am College) und Passempfänger (41 catches ohne einen einzigen drop in seiner letzten College-Saison mit knapp 10 yards/catch). Schwer zu tackeln. Vergleichsweise „sicherster“ Pick, der schon früh spielen sollte. Von manchen als bester RB angesehen. Immer mal wieder leichte Verletzungsprobleme.

      # 139 (4) WR Jehu Chesson (Michigan) – relativ weit entwickelter Spieler, der 2015 seinen Durchbruch hatte, aber 2016 an diese Leistungen nicht anknüpfen konnte. Guter Special-Teams-Player.

      # 183 (5) OLB Kheme Eligwe (Georgia Southern) – war ein Riesentalent an der Highschool, weswegen er auch erfolgreich von Florida State rekrutiert wurde. Dort zeigte er aber enttäuschende Leistungen und wurde schließlich wegen Verletzung der Teamregeln herausgeworfen. Gute körperliche Voraussetzungen. In der NFL eher als ILB oder Special-Teams-Player geeignet.

      # 218 (6) DB Leon McQuay III (Southern California) – sehr athletischer Spieler mit Chance, über die Special Teams in den Kader zu kommen.

      Kurzzusammenfassung: Die ersten fünf Picks haben es in den Kader geschafft. Die abgegebenen Draftpicks sprechen dafür, dass die Chiefs große Hoffnungen darauf setzen, dass Mahomes ihr QB der Zukunft wird. In der Preseason hat er gute Ansätze gezeigt. Hunt hätte ohnehin eine Menge Spielzeit bekommen und ist durch die Verletzung von Spencer Ware nun sogar der Starter auf der RB-Position. Lediglich der Sechstrundenpick McQuay steht bislang nicht im Kader, hat aber immerhin seinen Platz in der Practice Squad gefunden.
    • Coaches/Front Office (Wechsel und Verträge)
      Im Gegensatz zum Vorjahr blieben die Chiefs von wesentlichen Abgängen in der Coaching Staff verschont. Insbesondere ist erfreulich, dass Bob Sutton auch weiterhin für die Defense der Chiefs zuständig ist. Etwas überraschend verließ WR-Coach und Ass. Headcoach David Culley die Chiefs und wurde QB-Coach der Bills. Er wird ersetzt durch den früheren Eagles-WR Greg Lewis als WR-Coach, der diese Funktion zuletzt auch bei den Eagles ausübte. Brad Childress übernimmt als Ass. Headcoach, wonach Matt Nagy alleiniger Offensive Coordinator ist (, wenn man das neben Andy Reid überhaupt so nennen kann).

      Dennoch kam es auch beim Führungspersonal zu einer überraschenden Entwicklung: Vor drei Jahren waren nach dem „Großreinemachen“ Mark Donovan, John Dorsey und Andy Reid jeweils mit Fünfahresverträgen ausgestattet worden. Angesichts des sportlichen Erfolges und fehlender Zwistigkeiten war es keine Überraschung, dass mit allen auch über Vertragsverlängerungen verhandelt wurde. Vor diesem Hintergrund sah Chris Ballard – wohl die #2 hinter John Dorsey – keine großen internen Perspektiven und nahm das Angebot an, neuer GM der Colts zu werden. Doch ein paar Monate später überschlugen sich die Ereignisse. Tatsächlich wurde mit Donovan und Reid verlängert, wohingegen Dorsey am gleichen Tag entlassen wurde. Eine offizielle Begründung existiert dafür nicht. Spekulationen und Gerüchte – beispielsweise mangelnde kommunikative Fähigkeiten von Dorsey – gibt es viele. Meine persönliche Vermutung: Entweder wollte – eher unwahrscheinlich – Dorsey zu viel Geld, oder er wollte sich nicht ausreichend zu den Chiefs bekennen, beispielsweise in Form einer Ausstiegsklausel für die Packers, von denen er kam und mit denen er schon wiederholt in Verbindung gebracht wurde.

      Wenn man davon ausgeht, dass die letzten Drafts in erster Linie auf seinen Entscheidungen beruhen, dann könnte das für die Zukunft ein herber Verlust sein. Denn in den letzten Jahren hatten die Chiefs immer wieder – auch mit umstrittenen Entscheidungen – Erfolg und haben erhebliche Teile des Teams aus der Draft aufgebaut:
      Aus 2013 sind noch LT Eric Fisher und TE Travis Kelce mit an Bord, aus 2014 OLB Dee Ford, CB Phillip Gaines, RB/WR De‘Anthony Thomas, OG Zach Fulton und OG Laurent Duvernay-Tardif, aus 2015 CB Marcus Peters, C Mitch Morse, WR Chris Conley, CB Steven Nelson, ILB Ramik Wilson, DL Rakeem Nunez-Roches und aus 2016 DE Chris Jones, OG Parker Ehinger, FS Eric Murray, WR DeMarcus Robinson, WR Tyreek Hill und CB D. J. White sowie der verletzte DE/OLB Dadi Nicolas. Daneben wurden Draftpicks via Trade in QB Alex Smith investiert. Auch wenn nicht jeder Pick ein Treffer war, handelt es sich insgesamt um eine beeindruckende Erfolgsbilanz, wobei von außen natürlich schwer zu beurteilen ist, wem hieran welche Anteile des Verdienstes zukommen.
      Nach einiger Suche wurde Dorsey intern durch Brett Veach (bislang „Co-Director of Player Personnel“) ersetzt, der künftig ein ähnliches Geschick bei der Beurteilung und Auswahl von jungen Spielern erst einmal beweisen muss.
    • Spieler (wichtige Verträge, Trades und Entlassungen)

      Neuverpflichtungen
      NT Bennie Logan (Eagles; 8 Mio./1 Jahr)

      Trades
      LB Kevin Pierre-Lewis (von Seahawks) gegen LB D. J. Alexander (zu Seahawks)
      LB Reggie Ragland (von Bills) gegen Viertrundenpick 2019 (an Bills)
      OL Cam Erving (von Browns) gegen Fünftrundenpick 2018 (an Browns)

      Vertragsverlängerungen
      SS Eric Berry (78 Mio./6 Jahre)
      LS James Winchester (4,45 Mio./5 Jahre)
      DT Jarvis Jenkins (0,825 Mio./1 Jahr)
      OG Laurent Duvernay-Tardif (41,25 Mio./5 Jahre)

      Restricted Free Agents
      S Daniel Sorenson (zunächst Zweitrundentender [2,7 Mio.], später Verlängerung für 16 Mio./4 Jahre)
      WR Albert Wilson (Drittrundentender, 1,8 Mio.)
      K Cairo Santos (Drittrundentender, 1,8 Mio.)

      Entlassung/keine Vertragsverlängerung
      QB Nick Foles (Eagles)
      NT Dontari Poe (Falcons)
      RB Jamaal Charles (Broncos)
      WR Jeremy Maclin (Ravens)
      DL Jaye Howard
      ILB Josh Mauga
      RB/KR Knile Davis

      Umstrukturierungen:
      ILB Derrick Johnson
      FB Anthony Sherman

      Aufgrund der Salary-Cap-Probleme der Chiefs war zu Beginn der Free Agency klar, dass man nicht alle guten Spieler würde halten können. Im Fokus standen zu Beginn vor allem SS Eric Berry und NT Dontari Poe. Berry hatte 2016 unter der Franchise Tag gespielt, nachdem man sich nicht auf einen neuen Vertrag hatte einigen können, weil die Chiefs „nur“ etwa 10 Mio. jährlich zahlen wollten, während Berry etwa 12 Mio. jährlich verlangte. Nachdem er 2016 erneut eine hervorragende Saison gespielt hatte, wurde man sich nun nach zähen Verhandlungen für 78 Mio. in 6 Jahren handelseinig.
      Damit war im Grunde klar, dass Poe nicht zu halten sein würde. Er kam für 8 Mio. plus Boni bei den Falcons unter. Als „Ersatz“ für ihn wurde NT Bennie Logan von den Eagles verpflichtet, der mit rund 8 Mio. für ein Jahr auch kein Schnäppchen ist, zumal er als „two-down-player“ gilt, der seine Stärken eindeutig gegen den Lauf hat.

      Mit QB Nick Foles wurde aus Kostengründen erwartungsgemäß nicht verlängert, worauf er zu den Eagles zurückkehrte. Hierdurch wurden etwa 10 Mio. Capspace eingespart. Etwa 6 Mio. Capspace brachte die Entlassung von RB Jamaal Charles, der nach längerer Suche bei den Broncos für knapp 1 Mio. anheuerte, wobei er im Erfolgsfall noch erhebliche Boni einstreichen kann. Weiterer Cap Space wurde geschaffen, da sich Derrick Johnson und Anthony Sherman zu Vertragsumstrukturierungen bereit erklärten. Überraschend wurde schließlich auch Nr. 1-WR Jeremy Maclin zur Gehaltseinsparung entlassen und spielt nun für die Ravens.
    • Coaching Staff/Front Office
      Chairman/CEO Clark Hunt als Vertreter der Eigentümer (Hunt-Familie) scheint erfreulicher Weise den ruhigen Stil seines verstorbenen Vaters übernommen zu haben. Seit der Verpflichtung von GM John Dorsey und HC Andy Reid ging es inzwischen auch deutlich nach oben.
      Dorsey gelang es insbesondere, den Kader in der Breite und Tiefe erheblich zu verstärken. Künftig muss sich zeigen, ob Brett Veach als neuer GM in Dorseys Fußstapfen treten kann.
      Mit Andy Reid haben die Chiefs einen der besten Headcoaches in der NFL. Ich wüßte nur einen besseren und danke jedes Jahr den Eagles aufs neue für seine Entlassung. Trotz seines fortgeschrittenen Alters hat er mich im Vorjahr positiv überrascht, als er seine einzige gravierende Schwäche – das Clock Management – deutlich verbessert zu haben schien. Positiv wirkt sich aus, dass die Coaching Staff fast unverändert zusammen geblieben ist. Herausragend sind insbesondere DC Bob Sutton und ST-Coach Dave Toub.

      Die wichtigsten Personen (Neubesetzungen fett):

      Front Office:
      Chairman/CEO Clark Hunt
      President Mark Donovan
      GM Brett Veach

      Coaching Staff:
      HC Andy Reid
      Ass. HC Brad Childress
      OC/QB Matt Nagy
      RB Eric Bieniemy
      TE Tom Melvin
      WR Greg Lewis
      OL Andy Heck
      DC Bob Sutton
      DL Britt Reid
      LB Gary Gibbs
      DB Emmitt Thomas
      DB Al Harris
      ST Dave Toub
    • Kader (voraussichtliche Starter in Fettdruck)

      Offense

      QB (#11 Alex Smith, #15 Pat Mahomes, #9 Tyler Bray)
      An QB Alex Smith scheiden sich bekanntlich die Geister. Nach vielen enttäuschenden Jahren bei den 49ers gelang ihm unter Jim Harbaugh der Schritt zum Starter, auch wenn er bald seinen Ruf als „Game Manager“ weg hatte. Die Statistik-Freaks von „Footballoutsiders“ haben sogar eine Negativ-Statistik nach ihm benannt: ALEX (= Air Less EXpectet = yards, die beim Pass zum neuen 1st down fehlen) – eine Statistik, die er regelmäßig anführt.
      Bei den Chiefs hat er sich etabliert und bringt überwiegend solide bis gute Leistungen. Er verfügt über keine herausragenden Fähigkeiten, verliert aber selten den Ball und verfügt über eine gewisse Beweglichkeit, so dass er sich auch mal zu Fuß auf den Weg machen kann, wovon er in 2016 mit 48 Läufen für 134 yards (3,2 yards/Lauf) aber deutlich seltener und mit geringerem Erfolg Gebrauch machte als noch 2015 (498 yards in 84 Versuchen, also 5,9 yards/Lauf), zugleich aber die Anzahl der selbst erlaufenen TDs von 2 auf 5 steigerte. Im Vorjahr zeigte er geringfügig risikoreichere Würfe und produzierte eine leicht verbesserte Quote (67,1 % gegenüber 65,3 %) und einen Karrierebestwert von 233,5 Passyards/Spiel, aber dafür verschlechterte sich das Verhältnis TD/INT von 20/7 auf 15/8.
      Aus meiner Sicht gehört er auch weiterhin zu den leicht überdurchschnittlichen Startern in der NFL. Günstig ist auch, dass er sich bislang nicht als verletzungsanfällig erwiesen hat. Zum Saisonauftakt 2017 hatte er bei den Patriots ein statistisch herausragendes Spiel (28/35 für 368 yards und 4 TDs).
      Nachdem die Chiefs in den letzten Jahren zunächst mit Chase Daniel und dann mit Nick Foles über sehr gute Backups verfügten, ist nun – nicht zuletzt aus Salary-Cap-Gründen – der Rookie Pat Mahomes die neue #2. Er hat in der Preseason gut ausgesehen – aber da werden natürlich auch keine komplexen Verteidigungsformationen gespielt. Im Idealfall könnte er 1-2 Jahre hinter Alex Smith lernen. Vielleicht kann er zugleich Alex Smith zu neuen Höchstleistungen motivieren, denn da die Chiefs Smith nach der 2017er Saison ohne großen Cap-Hit entlassen könnten, spielt er faktisch in einem „Contract Year“. Tyler Bray mußte in den letzten Jahren keinen Snap in der regulären Saison spielen.

      Insgesamt sind die Chiefs auf dieser Position nicht mehr ganz so solide besetzt wie in den Vorjahren, verfügen aber mit Mahomes über einen Spieler mit großem Talent. Die Zukunft wird zeigen, was daraus wird – in der Gegenwart müssen die Chiefs-Fans hoffen, dass Alex Smith gesund bleibt.

      RB (#27 Kareem Hunt, #35 Charcandrick West) FB #42 Anthony Sherman)
      Die RB-Combo der Chiefs hat weniger Potential als in den Vorjahren. Denn Top-Star Jamaal Charles wurde entlassen, da er 6 Mio. gekostet hätte, und spielt nun für weniger als eine Million (zuzüglich potentiell substanzieller Boni) für die Broncos. Nach zwei Kreuzbandrissen war er leider nie wieder ganz der alte und häufig angeschlagen. Als Starter vorgesehen war Spencer Ware, der im Vorjahr mit 4,3 yards/Lauf nur eingeschränkt zu überzeugen und insbesondere als erstmaliger full-time-starter nicht an die Ansätze aus 2015 (5,6 yards/Lauf) anzuknüpfen vermochte. Dennoch behauptete er sich vor Charcendrick West, mit dessen Produktivität es ebenfalls bergab ging (3,3 yards/Lauf gegenüber 4,0 yards/Lauf in 2015). Nachdem sich Ware in der Preseason eine schwere Knieverletzung zugezogen und insbesondere das hintere Kreuzband gerissen hat, ruhen praktisch alle Hoffnungen der Chiefs auf ihrem hochtalentierten Drittrundenpick Kareem Hunt, der zwar noch kein guter Blocker, aber ein sehr guter Ballträger und Passempfänger ist und sich durch hohe Ballsicherheit auszeichnet. Er hat nicht die Geschwindigkeit eines Jamaal Charles, ist aber schwer zu tackeln. Zum Saisonauftakt gegen die Patriots vermochte er zu überzeugen, auch wenn er seine NFL-Karriere – für ihn völlig untypisch – mit einem Fumble begann.
      Problematisch ist die mangelnde Tiefe auf der RB-Position. Vielleicht ist C. J. Spiller die virtuelle #3, der am 02.09. entlassen, am 03.09. neu verpflichtet und am 07.09. erneut entlassen und nunmehr erneut verpflichtet wurde. Gerüchten zufolge soll er mit den Chiefs einen inoffiziellen deal haben, dass er faktisch zum Team gehört, aber immer entlassen wird, wenn man einen Rosterspot benötigt.
      Daneben sind die Chiefs eines der wenigen Teams, das sich einen hauptamtlichen Fullback leistet. Mit Anthony Sherman hat man vielleicht den besten Vorblocker der Liga am Werk, wobei er auch ein solider Passempfänger ist.

      WR (#10 Tyreek Hill, #17 Chris Conley, #12 Albert Wilson, #13 De'Anthony Thomas, #14 Demarcus Robinson, #80 Jehu Chesson) – TE (#87 Travis Kelce, #84 Demetrius Harris, #88 Ross Trevis)
      Nachdem sich der Output von Nr.1-Receiver Jeremy Maclin im Vorjahr – auch verletzungsbedingt – auf 44 Catches für 536 yards in etwa halbierte (2015: 87 Catches für 1.088 yards), obwohl das Passspiel insgesamt sogar erfolgreicher war, wurde er – wohl primär aus finanziellen Gründen – etwas überraschend im Frühsommer entlassen. Damit liegt die Hauptlast unter den WR nun auf dem letztjährigen shooting star Tyreek Hill, der im Vorjahr die Gegner aufgrund seiner puren Geschwindigkeit in Angst und Schrecken versetzte (6 gefangene und 3 gelaufene TDs als WR plus 3 TDs als Returner) und sich nun auch darüber hinaus verbessert haben soll. Die übrigen Receiver sind bestenfalls Mittelmaß, wobei Conley (mit 44 Fängen für 530 yards im Vorjahr) inzwischen die klare #2 sein dürfte.
      Dagegen haben die Chiefs wohl neben den Redskins das beste Gesamtpaket auf der TE-Position. Star-TE Travis Kelce vermochte sich im Vorjahr mit 85 Passfängen für 1.125 yards sowohl in absoluten als auch in relativen Zahlen (13,2 yards/Passfang) noch einmal zu steigern, wobei er sicherlich auch davon profitierte, dass die Gegner sich nicht mehr alleine auf ihn (und ggf. auf Maclin) konzentrieren konnten. Kelce ist nur schwer zu verteidigen und noch schwerer zu tackeln, wie in seiner besonderen Stärke - den yards after catch (YAC) – zum Ausdruck kommt. Er scheint seine Schulter-Operation aus dem Februar gut überstanden zu haben. Nun muss er nur noch lernen, sein Temperament im Zaum zu halten und sich nicht zu oft provozieren zu lassen, weil das die Chiefs schon einige teure personal fouls gekostet hat. Hinter ihm fallen zwar Harris und Travis deutlich ab, sind aber sehr solide und kommen mehr als nur sporadisch zum Einsatz, zumal die Chiefs gerne auch mal mit ungewöhnlichen Formationen (z. B. mit 3 TEs) auflaufen. Gerade Harris hat in der (wenig aussagekräftigen) Preseason einen sehr guten Eindruck hinterlassen.

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    • OL(#72LT Eric Fisher, #70 LG Bryan Witzmann,#61 C Mitch Morse, #76 RG Laurent Duvernay-Tardif, #71 RT Mitchell Schwartz; #79 OG Parker Ehinger, #73 OG Zach Fulton, #75 OT Cameron Erving)

      Die O-Line der Chiefs mag noch kein Prunkstück sein, aber nachdem sie 2015 eher einem Flickenteppich glich, geht es seither stetig voran. In 2016 hat man die wenigsten „total pressures“ zugelassen, was natürlich z. T. auch der allgemeinen Spielweise und der Fähigkeit von Alex Smith, den Balls schnell loszuwerden, zuzurechnen ist.
      LT Eric Fisher hat die Erwartungen, die man in ihn als #1-overall-Pick gesetzt hatte, nie erfüllt. Aber immerhin hat er sich zu einem mindestens ordentlichen NFL-Starter gemausert. Im Passblocking zeigt er meist überdurchschnittliche Leistungen. Leider sieht er mitunter gegen einzelne Gegenspieler nicht sonderlich gut aus. Zudem kassiert er weiterhin zu viele Strafen – 2016 war er insoweit mit 11 Penalties innerhalb der O-Line der „Rekordhalter“. Wenn man diese Schwächen berücksichtigt, ist der häufig zu vernehmende Kritikpunkt, dass er schlicht überbezahlt sei, durchaus nachvollziehbar.
      Ihm gegenüber hat der im Vorjahr von den Browns zu den Chiefs gewechselte RT Mitchell Schwartz die O-Line der Chiefs deutlich stabilisiert. Er zeigt sowohl im Pass- als auch im Laufspiel überdurchschnittliche Leistungen, konnte sich nach mäßigem Start im Verlauf seiner ersten Saison bei den Chiefs steigern und dürfte angesichts seines bis 2020 laufenden Vertrages auch in den kommenden Jahren ein Eckpfeiler der O-Line sein.
      Auf LG hatte Rookie Parker Ehinger im Vorjahr positiv überrascht, als er gleich zu Saisonbeginn Starter war, obwohl man das von einem Viertrundenpick, der zudem von OT auf OG umschulen mußte, nicht unbedingt erwarten konnte. Natürlich hatte er zunächst gewisse „Anfängerschwierigkeiten“, konnte sich aber im Saisonverlauf sukzessive steigern, bis ein Kreuzbandriss seine erste NFL-Saison abrupt beendete. Er war bis in die zweite Augusthälfte auf der PUP-Liste und kann erst seither wieder mit dem Team trainieren. Wenn er an die Leistungen der Vorsaison anknüpfen kann, ist zu vermuten, dass er bald wieder als Starter fungieren wird. Zu Saisonbeginn übernahm seine Rolle Bryan Witzmann, der im Vorjahr von den Cowboys kam, von OT auf OG umgeschult wurde und eigentlich nur als Außenseiter für eine Backup-Rolle galt, aber seinen Platz im Team sicher zu haben scheint.
      Geradezu unglaubliche Fortschritte hat in den letzten beiden Jahren Laurent Duvernay-Tardif („LDT“) erzielt. Der junge Kanadier galt ursprünglich als ausgesprochener Wackelkandidat, zumal er nicht der Kräftigste war und noch viel zu lernen hatte. Aber dass er lernfähig ist, wird schon dadurch deutlich, dass er „ganz nebenbei“ in der Offseason Medizin studierte – und das durchaus erfolgreich. Nachdem er sich schon 2015 substantielle Spielanteile erarbeitet hatte, konnte er sich im Vorjahr noch einmal ganz erheblich steigern. ProFootballFocus attestierte ihm sogar die fünftbeste Effizienz im Passblock in der gesamten NFL. Im Laufspiel hat er mangels ganz großer physischer Stärke seine Schwierigkeiten in Short-Yardage-Situation, aber das macht er durch exzellente Blocks in Bewegung (z. B. als pulling guard) mehr als wett. Auch den Chiefs blieben diese außergewöhnlichen Leistungssteigerungen nicht verborgen: Obwohl er noch (sehr günstig) unter Vertrag stand, entschloss man sich zu einer frühzeitigen Vertragsverlängerung (41,25 Mio/5 Jahre). Was anfangs schwer verständlich erschien, könnte sich fast schon als „Schnäppchen“ entpuppen, wenn man berücksichtigt, dass wenig später mittelmäßige Guards via Free Agency zu höheren Gehältern unterschrieben.
      Auch bei C Mitch Morse ging es nach einer verheißungsvollen Rookie-Saison im Vorjahr weiter leicht aufwärts. Im Passspiel erlaubte er keinen einzigen Sack und lediglich 13 Pressures. Er hat die Erwartungen bislang mehr als erfüllt, zumal er auch im Runblocking gute Leistungen zeigt. Leider ist er gesundheitlich etwas anfällig – vor allem für Gehirnerschütterungen.
      Unter den Backups des Vorjahres galt und gilt vor allem OG Zach Fulton bei vielen Beobachtern zumindest im run blocking als Bürde („liability“), wobei da die Ansichten durchaus auseinander gehen. Aber seine Vielseitigkeit – er sprang im Vorjahr für Ehinger ein und könnte jederzeit auch als Center auflaufen - scheint ihm wieder einmal den Job gesichert zu haben, wohingegen die von manchen etwas höher eingeschätzten Jah Reid und Andrew Tiller sowie Jordan Devey entlassen wurden.
      Ein möglicher Hintergrund für diese Entlassungen dürfte sein, dass man mit Cameron Erving von den Browns einen ehemaligen Erstrundenpick zum Preis eines 2018er-Fünftrundenpicks ertraden konnte. Er ist mit einem Durchschnittsgehalt von knapp 2,4 Mio. geringfügig billiger als Reid, aber durchaus eine teure „Versicherung“. Er ist ebenfalls sehr flexibel und hat – wenn auch bislang wenig erfolgreich - schon auf allen (!) Positionen in der O-Line gespielt.

      Mit der O-Line der Cowboys (oder der Chiefs-O-Line von Anfang der 2000er) kann sich die Unit zwar noch nicht messen, aber hier sehe ich – sofern man von Verletzungen verschont bleibt – rosige Zeiten auf die Chiefs zukommen: Die O-Line hat keine gravierende Schwäche und aufgrund des vergleichsweise jungen Alters aller Spieler erhebliches natürliches Steigerungspotential. Die Backups haben zudem schon diverse NFL-Starts hinter sich, so dass auch Ausfälle in gewissem Umfang kompensiert werden können.
    • Defense
      Die Chiefs spielen als Base Defense eine 3-4-Verteidigung.

      D-Line(#95 Chris Jones, #96 Bennie Logan, #97 Allen Bailey, #99 Rakeem Nunez-Roches, #98 Roy Miller, #94 Jarvis Jenkins)
      Einige Umwälzungen gab es schon während und auch nach Beendigung der vergangenen Saison in der Defensive Line. Während der Saison fielen insbesondere mit Jaye Howard und Allen Bailey beide starting DEs aus. Hierbei zeigte sich die Tiefe des Kaders. Außerdem konnte Rookie Chris Jones von Anfang an überzeugen.
      In der Offseason war fast schon zu erwarten gewesen, dass man mit NT Dontari Poe aus Kostengründen nicht würde verlängern können. Er wurde durch NT Bennie Logan von den Eagles ersetzt, wobei der mit 8 Mio. für ein Jahr nicht unbedingt ein Schnäppchen ist. Schwer zu beurteilen ist, wie sich dies sportlich auswirken wird. Die Stärke von Poe war, dass er gleichermaßen gegen Lauf und Pass verteidigen konnte und kaum einmal eine Ruhepause brauchte, sondern selbst angeschlagen noch fast bei jedem snap auf dem Platz stand und seine Bärenkräfte zum Einsatz brachte. Dagegen ist Logan ein typischer 2-Down-Lineman, der seine Stärken eindeutig gegen den Lauf hat. Das spricht zwar abstrakt betrachtet erst einmal für Poe, aber andererseits war gerade die Laufverteidigung in der Mitte ein echter Schwachpunkt der Chiefs-Defense, so dass dieser Spielerwechsel sich durchaus auch vorteilhaft auswirken könnte.
      DE Allen Bailey ist ein leicht überdurchschnittlicher Starter (z. B. 4,5 Sacks in 2015). Es bleibt zu hoffen, dass er nach seiner Verletzung wieder (zumindest) an die alten Leistungen anknüpfen kann.
      Etwas überraschend wurde auch DE Jaye Howard in der Offseason entlassen, obwohl man nach starken Leistungen in 2015 eigentlich davon ausging, dass seine Verlängerung über 2 Jahre/12 Mio. eher ein Schnäppchen war. Ob er nun als Backup zu teuer war, oder ob er nach seiner Verletzung nicht mehr an alte Leistungen anknüpfen konnte – jedenfalls wurde er erwartungsgemäß von DE Chris Jones ersetzt, von dem man sich nach einer alle Erwartungen mehr als erfüllenden Rookie-Saison weitere Steigerungen erhofft.
      Bei den Chiefs-Fans noch halbwegs bekannte Backups sind die DEs Rakeem Nunez-Roches und der im letzten November als Bailey-Ersatz verpflichtete Jarvis Jenkins, zumal die Chiefs in der D-Line sehr viel rotieren, so dass alle ihre Einsatzzeiten erhalten. Beides sind indes keine großen Namen. So richtig begeistert scheint man bei den Chiefs mit der Backup-Situation nicht zu sein, denn andernfalls hätte man kaum noch kurzfristig NT Roy Miller verpflichtet, der in den letzten vier Jahren bei den Jaguars Starter war, bevor eine Verletzung seine letzte Saison frühzeitig beendete. Er war im März – wohl auch aus Kostengründen – entlassen worden und hat seine Stärken gegen den Lauf.

      Zusammenfassend haben die Chiefs eine solide D-Line ohne besondere Stärken und Schwächen, wobei Chris Jones das Potential für mehr hat. Bei den Backups handelt es sich immerhin um gestandene NFL-Spieler, so dass man auch über die erforderliche Tiefe des Kaders verfügt. Tendenziell scheint man den Focus auf eine Stärkung der Laufverteidigung gelegt zu haben.

      OLB(#50 Justin Houston, #5 Dee Ford, #51 Frank Zombo, #92 DE/OLB Tanoh Kpassagnon, [#91 Tamba Hali]) – ILB #56 Derrick Johnson, #53 Ramik Wilson, #45 Ukeme Eligwe, #57 Kevin Pierre-Lewis, #90 Reggie Ragland, #48 Terrance Smith)

      In vollständiger Besetzung wäre die LB-Crew der Chiefs – wie schon seit Jahren – eine „Bank“. Aber genau daran haperte es zuletzt:
      Justin Houston ist der wohl produktivste OLB in einer 3-4-Defense in der gesamten Liga, wenn er auf dem Feld steht. Nur so ist auch – wenn überhaupt – sein exorbitant hohes Gehalt zu rechtfertigen. Aber er konnte in den letzten beiden Jahren nur in 16 Spielen antreten und war hierbei noch meist angeschlagen. In seiner letzten vollen Saison hätte er 2014 beinahe den Sack-Rekord der NFL gebrochen, aber in den letzten beiden Jahren ging diese Statistik (auch) verletzungsbedingt mit 7,5 Sacks in 11 Spielen 2015 und 4,0 Sacks in 5 Spielen 2016 deutlich in den Keller. Nun scheint er aber wieder hundertprozentig fit zu sein, wird vermutlich häufig gedoppelt und zeichnet sich nicht nur als QB-Jäger, sondern auch durch hohe Spielübersicht, saubere Tackles und gute Fähigkeiten in der Coverage aus.
      Ihm gegenüber gingen der immer noch halbwegs junge Dee Ford und Tamba Hali als im Dezember 34 Jahre alt werdender Veteran um Einsatzzeiten. Der 2014er Erstrundenpick Ford konnte die in ihn gesetzten Hoffnungen bislang noch nicht ganz erfüllen, sich aber im Vorjahr immerhin von 4 auf 10 Sacks steigern und auch im Übrigen seine Leistungen verbessern. Wenn Houston gesund bleibt und sich die Gegner auf ihn konzentrieren, sollte Ford noch bessere Zahlen produzieren können. Vorläufig hat er die Nase vorn gegenüber Hali, der weiterhin auf der PUP-Liste steht und damit zumindest für die ersten sechs Wochen ausfällt.
      Generell ist die Lage um Hali merkwürdig: Obwohl er eigentlich nicht für negative Schlagzeilen, sondern eher für sein beispielhaftes Arbeitsethos bekannt ist, sorgte Hali kürzlich durch einige Tweets für viel Wirbel, als er sich über mangelnde Einsatzzeiten in der abgelaufenen Saison beklagte, obwohl er doch fit (gewesen) sei. Um so verwunderlicher erscheint mir, dass er jetzt aus nicht näher dargelegten gesundheitlichen Gründen immer noch nicht einsatzfähig sein soll. Ansonsten befindet er sich im Spätherbst seiner Karriere. In den letzten drei Jahren konnte er insgesamt nur noch 16 Sacks verbuchen, verfügt aber über viel Erfahrung, eine exzellente Spielübersicht und könnte sicher – gerade gegenüber Justin Houston – dem einen oder anderen QB noch gehörig auf den Zahn fühlen.
      Dahinter fungieren der erfahrene, aber unspektakuläre Frank Zombo und Rookie Tanoh Kpassagnon als Backups, wobei letzterer von manchen auch als DE geführt wird.
      Als weiterer potentieller Backup kommt der letztjährige Rookie Dadi Nicolas in Betracht, der sich im letzten Saisonspiel die Patellasehne gerissen hatte, mitten im Rehabilitationsprozess steckt und die Saison auf der PUP-Liste beginnt, aber eventuell im Saisonverlauf noch zum Einsatz kommen könnte.

      Wenn sich Tamba Hali im Spätherbst seiner Karriere befindet, dass müsste für den 2005er Erstrundenpick ILB Derrick Johnson eigentlich schon die ersten Schneeflocken erkennbar sein. Dennoch profitieren die Chiefs auch weiterhin davon, dass der annähernd 35 Jahre alte „Chief for life“ ebenso zuverlässig wie bewundernswert seinen Dienst verrichtet und die Defense zusammen hält, wenn er sich nicht mal wieder eine Sehne oder ein Band seines geschundenen Körpers reißt. Wie oft hat man ihn schon abgeschrieben – und ebenso oft ist er wie Phoenix aus der Asche zurückgekehrt. Auch im letzten Jahr war für ihn die gute Saison (90 Tackles, 1 Sack, 1 INT in 13 Starts) kurz vor den Playoffs vorbei, als er sich gegen die Raiders die Achillessehne riss. Aber wieder einmal stand er pünktlich zum Trainingscamp auf dem Feld und nahm seinen Platz im Herzen der Chiefs-Defense ein. Er mag physisch nicht mehr auf allerhöchsten Niveau spielen, besticht aber regelmäßig durch hohes Spielverständnis und seine ungeheure Vielseitigkeit.
      Daneben haben die Chiefs in den letzten Jahren keine wirklich überzeugende Lösung auf ILB gefunden. Josh Mauga war beispielsweise vor Beginn der letzten Saison noch als Starter neben „DJ“ vorgesehen, verletzte sich dann aber, fiel die ganze Saison aus und konnte sich in diesem Jahr nicht einmal mehr einen Platz im Roster sichern. Gleiches gilt im Ergebnis für Justin March-Lillard, der im Vorjahr noch Ramik Wilson ausstach, bevor er sich ebenfall verletzte, nun aber gecuttet wurde.
      Vor diesem Hintergrund haben sich auf ILB erhebliche Veränderungen ergeben. Ramik Wilson, den man im Vorjahr eher als unspektakulären Backup im Auge hatte, hat 2016 seine sich durch die Verletzungen seiner Teamkollegen ergebende Chance – wenngleich nur durch mäßige und insbesondere gegen den Lauf wenig überzeugende Leistungen - genutzt und ist nun als Starter vorgesehen. Angeblich hat ihm DJ mit Hilfe von Videoanalyse geholfen, seine Spielübersicht zu verbessern.
      Dahinter drängen sich gleich vier Backups: Bei den Chiefs bekannt ist Terrance Smith, der sich im Vorjahr als Undraftet Free Agent einen Platz im Kader erkämpfte, aber noch ein eher unbeschriebenes Blatt ist. Rookie Ukeme Eligwe hat in der Preseason gegen die Titans einen guten Eindruck hinterlassen und hat von Anfang an in den Special Teams überzeugt.
      Etwas überraschend tradeten die Chiefs vor kurzem ihren Special-Teams-ProBowler und LB D. J. Alexander nach Seattle, von wo sie im Tausch LB Kevin Pierre-Lewis erhielten. Formal betrachtet erscheint das ein schlechter Tausch, zumal Pierre-Lewis seine Stärken ebenfalls in den Special Teams hat. Gelobt werden vor allem seine hervorragenden athletischen Fähigkeiten und seine Geschwindigkeit. Letztlich erhofft man sich von ihm mehr Tiefe auf der LB-Position. Bei den Seahawks kam er dort nur wenig zum Einsatz, weil man in Seattle mit KJ Wright und Bobby Wagner zwei exzellente LB hat und die Seahawks faktisch 4-2-5 als Base Defense spielen.
      Noch interessanter ist der ebenfalls kürzlich per Trade von den Bills geholte LB Reggie Ragland: Ragland war bei Alabama ein echter Führungsspieler, der für seine gute Arbeitseinstellung und seine harten Hits bekannt war. Viele erwarteten im Vorjahr, dass er in der Mitte der ersten Runde gedraftet werden würde – und auch viele Chiefs-Fans waren an ihm interessiert. Da kurz vor der Draft bekannt wurde, dass er über eine vergrößerte Aorta verfügt, wurde er erst in der zweiten Runde von den Bill gedraftet, die extra für ihn nach oben tradeten. Man hatte eigentlich erwartet, dass er von Anfang an als ILB starten und das Team voranbringen würde, zumal er ein Wunschspieler von Rex Ryan war. Aber er riss sich im Trainingscamp das Kreuzband, fiel die ganze Saison aus, es kam zum Trainerwechsel und zum Wechsel des Spielsystems (zu einer 4-3-Defense), Ragland fand nicht schnell genug den Anschluss und fiel letztlich in Ungnade. Er ist noch nicht wieder der alte, und keiner weiß, ob er es wieder wird. Er ist vom Spielertyp her kein potentieller Nachfolger von „DJ“, aber wenn er wieder an noch gar nicht lange zurückliegende „alte Tage“ anknüpfen kann, könnte er Ramik Wilson seine Position streitig machen. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass ihm das kurzfristig gelingen wird, denn bei den Bills hätte er voraussichtlich nicht einmal das 53er-Roster geschafft.

      Zusammenfassend haben die Chiefs eine sehr teure LB-Unit, die in den letzten Jahren – auch verletzungsbedingt – die hohen Erwartungen nicht vollständig erfüllen konnte. Sofern die Spieler gesund bleiben und Justin Houston auch nur annähernd eine seinem Gehalt entsprechende Leistung erbringt, sind hier noch deutliche Steigerungen möglich. Mit Pierre-Lewis und Ragland hat man kürzlich noch zwei Spieler verpflichtet, die kurzfristig Tiefe garantieren und auch mittelfristig interessant sind.

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    • DB(#22 CB Marcus Peters, #39 CB Terrance Mitchell, #23 CB Phillip Gaines, #28 CB Kenneth Acker, #24 CB D. J. White - [#20 SS Eric Berry], # 38 FSRon Parker, #49 S Daniel Sorensen, #21 S Eric Murray) – neu: S Steven Terrell

      Im Grunde hätten die Chiefs ein sehr gutes – und trotz des dicken Vertrages für Berry immer noch sehr günstiges - Defensive Backfield. Insbesondere auf den CB-Positionen kostet die gesamte Chiefs-Unit inklusive Backups wohl weniger als mancher gute CB eines anderen Teams alleine. Hinzu kommt, dass das Backfield der Chiefs auch noch extrem jung ist.
      CB Marcus Peters hatte zwar zu Beginn der letzten Saison riesige Probleme mit WR Keenan Allen von den Chargers, steigerte sich dann aber sehr schnell. Er ist einer der wenigen Shutdown Cornerbacks in der NFL. Er hat zwar einen risikoreichen Spielstil, so dass man ihn auch mal tief erwischen kann, aber dafür ist jeder Pass des gegnerischen QBs in seine Richtung auch mit dem erheblichen Risiko verbunden, „beim falschen Mann“ zu landen. Die Zahl seiner INTs ist im Vorjahr m. E. nur deshalb von 8 auf 6 zurückgegangen, weil sich im späteren Saisonverlauf kaum noch jemand getraut hat, überhaupt in seine Richtung zu werfen.
      Die Chiefs haben seit dem Abgang von Sean Smith keinen zweiten, auch nur annähernd vergleichbar guten CB. Gleichwohl haben die Chiefs eine ganze Reihe ordentlicher CBs.
      In diesem Jahr hatten viele Steven Nelson als #2 auf der Rechnung, wobei er praktisch trotzdem häufig gegen den Slot Receiver des Gegners gespielt hätte. Nun mußte er leider kurz vor Saisonbeginn wegen eines ungewöhnlichen muskulären Problems im Rumpfbereich operiert werden und fällt zumindest für die erste Saisonhälfte aus. Die Chiefs sind aber optimistisch, dass er die Verletzung nach 6 bis 8 Wochen überstanden haben wird, so dass man durchaus auf seine Rückkehr hofft.
      Vor diesem Hintergrund fungiert aktuell Terrance Mitchell als Starter, dem manche Chiefs-Fans sehr kritisch gegenüber stehen. Er hat jedoch seit November 2016 gewaltige Fortschritte zu verzeichnen: Nachdem er 2014 von den Cowboys in der siebten Runde gedraftet worden war, konnte er sich zunächst nirgendwo durchsetzen, sondern war auf diversen practice squads unterwegs – zuletzt ab September 2016 auch bei den Chiefs. Als er dann verletzungsbedingt Ende November zum zweiten Mal ins Roster aktiviert wurde und Einsatzzeiten bekam, lernte er schnell und zeigte unerwartet starke Leistungen in den letzten fünf Spielen in der regulären Saison. Auch sein Trainingscamp soll gut gewesen sein, was auch dadurch deutlich wird, dass er die weiteren CBs zwischenzeitlich überholt hat. Natürlich können sich nun auch die Gegner besser auf ihn vorbereiten, so dass die weitere Entwicklung abzuwarten ist.
      Dahinter haben die Chiefs mit Phillip Gaines, Kenneth Acker und D. J. White noch drei weitere CBs, die regelmäßig eingesetzt werden. Etwas enttäuschend ist die Entwicklung von Gaines, der 2015 eher als neue #2 erschien, aber die verletzungsbedingten Rückschläge (u. a. Kreuzbandriss) bislang nicht überwunden hat, eine schwache 2016er-Saison hatte und generell verletzungsanfällig zu sein scheint. Auch er soll aber zuletzt wieder Fortschritte erzielt haben und befindet sich in einem contract year. Von Acker als Ex-49er und White als letztjährigem Rookie sieht man gelegentlich gute Szenen in reinen Pass-Situationen, aber allgemein sind sie schwer einzuschätzen. Generell sind alle CBs der Chiefs noch relativ jung.

      Auch auf den Safety-Positionen verfügen die Chiefs „eigentlich“ mit SS Eric Berry über einen Top-Star, der nicht umsonst in der Offseason zum höchstbezahlten Safety der NFL wurde. Er ist (neben DJ) Herz und Seele der Chiefs-Defense, ein Locker-Room-Leader, ein Liebling der Fans – eigentlich alles, was man sich wünschen kann. Aber leider … hat er sich im Eröffnungsspiel bei den Patriots nach sehr guter Leistung einen Achillessehenriss zugezogen und fällt für die gesamte Saison aus.
      Zweiter „normaler“ Starter wäre FS Ron Parker, dessen Coverage schlicht solide ist. Glücklicherweise verfügen die Chiefs mit Daniel Sorenson zumindest noch über einen weiteren Safety, der schon einige Spielerfahrung sammeln und im Vorjahr – auch in den special Teams - überzeugen konnte, weswegen man ihn gleich mit einem Vierjahresvertrag ausgestattet hat. Daher werden ab sofort voraussichtlich Parker und Sorenson starten. Dahinter fungiert der letztjährige Rookie Eric Murray als Backup. Nach dem Ausfall von Berry haben die Chiefs nun mit Steven Terrell einen erfahrenen Spieler verpflichtet und Rookie McQuay auf der Practice Squad belassen.

      Da die Chiefs im Backfield relativ breit aufgestellt sind, wird die Passverteidigung durch diesen Ausfall nicht gleich zusammenbrechen. Aber richtig ersetzen kann Berry natürlich niemand, so dass ein herber Rückschlag verbleibt.

      Special Teams
      #2 P Dustin Colquitt, #5 K Cairo Santos, #41 LS James Winchester, PR Tyreek Hill, KR De'Anthony Thomas
      Die Chiefs verfügen insgesamt über relativ gute Special Teams und konnten in den letzten Jahren in allen Bereichen gute Leistungen bringen. Santos zeigte mit 31/35 (inklusive zwei FGs der Marke 50+) eine sehr gute FG-Quote, fiel aber auch durch drei versemmelte Extrapunkte negativ auf. Colquitt ist ein deutlich überdurchschnittlicher Punter (zuletzt brutto 45,1 yards bzw. netto 40,7 yards/Punt), wobei er ganz hervorragend darin ist, Punts innerhalb der 20-yard-linie des Gegners landen zu lassen. Mit Hill hatte man im Vorjahr einen phänomenalen Returner, der nun aber vermehrt als WR eingesetzt werden soll. Dennoch ist er zumindest derzeit noch als PR eingeplant, wohingegen Thomas (und auch Robinson) als weitere Returner in Betracht kommen. Angesichts des hervorragenden ST-Coaches Toub rechne ich insgesamt auch weiterhin mit überdurchschnittlichen Leistungen der Chiefs in den special teams.

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    • Schedule:
      #1 @ New England
      #2 PHILADELPHIA
      #3 @ Los Angeles Chargers
      #4 WASHINGTON
      #5 @ Houston
      #6 PITTSBURG
      #7 @ Oakland
      #8 DENVER
      #9 @ Dallas
      #10 bye
      #11 @ New York Giants
      #12 BUFFALO
      #13 @ New York Jets
      #14 OAKLAND
      #15 LOS ANGELES CHARGERS
      #16 MIAMI
      #17 @ Denver

      Prognose
      Ich rechne mit einer Offense, die insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres spielt. Weitere Fortschritte und damit überdurchschnittliche Leistungen erwarte ich von der Offensive Line, weil die Unit jung und unverändert ist. Auf QB verfügen die Chiefs mit Alex Smith weiterhin über einen soliden und nicht verletzungsanfälligen Starter. Wenn er ausfällt, stehen – anders als in den Vorjahren - nur unerfahrene Backups zur Verfügung. Auch auf RB bin ich optimistisch, dass Rookie Kareem Hunt nicht schlechter ist als Ware oder Charles im Vorjahr - eher im Gegenteil. Auch hier ist das Problem, dass die Unit längst nicht mehr die Tiefe des Vorjahres aufweist, nachdem Ware ausgefallen ist. Auf WR ist man nach dem Abgang von Maclin vermutlich etwas schwächer besetzt, aber sämtliche Spieler sind noch relativ jung und können sich weiter steigern. Auf TE ist mit Leistungen auf stabil hohem Niveau zu rechnen. Die Besonderheit bei den Chiefs liegt darin, dass man im Passspiel im Kern nicht darauf baut, die gegnerischen Verteidiger im „1 gegen 1“ zu schlagen – obwohl Hill und Kelce hierfür gut geeignet wären -, sondern auf ein erfolgreiches „scheming“.
      Die Defense hat im Vorjahr erheblich darunter gelitten, dass zahlreiche Spieler (Bailey, Howard, Mauga, Johnson, March-Lillard) die Saison auf IR beendeten und andere – allen voran Houston – verletzungsbedingt in gravierendem Umfang ausfielen. Das wurde teilweise dadurch kompensiert, dass sich Ausfälle im Defensive Backfield in extrem engen Grenzen hielten. Insgesamt hat man mit einer Art „Bend don‘t break“-Defense viele Yards, aber wenige Punkte abgegeben und 33 Turnovers produziert. Unter normalen Umständen ist - unter Berücksichtigung des Ausfalls von Berry – mit etwas schwächeren Leistungen des Backfields zu rechnen. Vor allem ist fraglich, ob man wieder so viele Turnovers wird gewinnen können. Dennoch könnte die Defense – vorbehaltlich weiterer Verletzungen von Schlüsselspielern – insgesamt noch stärker sein als im Vorjahr. Denn die Front 7 könnte mit weniger verletzungsbedingten Ausfällen sowohl für einen verstärkten Pass Rush als auch für eine verbesserte Laufverteidigung sorgen.
      Die Special Teams waren insgesamt dank Tyreek Hill im letzten Jahr die besten der Liga. Auch wenn sich das wohl kaum wiederholen läßt, rechne ich auch hier wieder mit deutlich überdurchschnittlichen Leistungen, da Dave Toub ein hervorragender ST-Coach ist und die Chiefs auch in der Auswahl ihrer Spieler durchaus Wert auf die Special Teams legen.
      Insgesamt denke ich, dass die Chiefs mindestens so stark sind wie im Vorjahr. Dennoch halte ich 10 oder 11 Siege für realistischer als eine Wiederholung der 12 Erfolge aus dem Vorjahr. Die Chiefs haben – ähnlich wie die Broncos - ein mörderisch schweres Schedule, da sowohl die AFC West als auch die NFC East sehr starke Divisionen sind und man darüber hinaus u. a. gegen New England, Pittsburgh und Houston spielen muss. Hinzu kommt, dass die Regression zu Mittelwert für etwas schwächere Leistungen in den Special Teams und eine Verschlechterung der sehr guten Turnover-Ratio spricht, auch wenn ich weiterhin positive Resultate erwarte. Aber die Regression zum Mittelwert läßt auch positive Abweichungen zur Vorsaison – beispielsweise eine verbesserte Effizienz in der Red Zone und etwas weniger Verletzungen – erwarten. Generelle Pluspunkte sind die überschaubaren Veränderungen im Kader und in der Coaching-Staff, so dass ein relativ gut eingespieltes Team antritt.
      In der AFC West haben alle Teams realistische Chancen auf den Divisionssieg, zumindest aber auf die Playoffs. Die Broncos haben weiterhin eine exzellente Defense, waren in der 2015er-Saison noch SB-Champions und haben im Vorjahr nur knapp die Playoffs verpasst. Die Chargers sind seit Jahren hochtalentierte Underachiever, die nur darauf warten, dass der Knoten platzt – und verfügen mit Rivers über einen hervorragenden QB. Die Raiders haben ihre hochpotente Offense weiter verstärkt und blasen mit QB Carr zum Angriff auf „Chiefs Kingdom“, wobei die Defense noch nicht ganz sattelfest zu sein scheint. M. E. sind die Chiefs das solideste Team in der AFC West, weil es in sämtlichen Mannschaftsteilen einschließlich der Coaching Staff keine gravierenden Schwächen hat und schon seit ein paar Jahren auf konstant hohem Niveau spielt. In der AFC sehe ich nur Patriots – trotz des Auftaktspiels – und Steelers als stärker an, auch wenn es – gerade in der eigenen Division – diverse Teams gibt, die den Chiefs gefährlich werden können. Vorbehaltlich weiterer gravierender Verletzungen auf den Schlüsselpositionen sollten insbesamt gute Chancen auf ein erneutes Erreichen der Playoffs bestehen.

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