Rundreise Malta 2018 (oder doch lieber Zypern?)

    • Rundreise Malta 2018 (oder doch lieber Zypern?)

      meine mir Anvertraute und ich planen mal wieder eine kleine Rundreise. aktueller Stand wäre ein Trip nach Malta. dazu habe ich ein paar Fragen, vielleicht kann der ein oder andere ja Erfahrungen einbringen:

      • das Land macht ja einen recht übersichtlichen Eindruck. macht es da überhaupt Sinn, sich mehr als nur eine Unterkunft zu suchen, also eine auf Malta direkt und eine auf Gozo?
      • wie schlimm ist es mit dem Fahren vor Ort? mich schreckt nicht der Linksverkehr an sich sondern eher die Kombination aus Linksverkehr, engen Straßen und schlechten einheimischen Autofahrern. sowas trifft man in Irland ja auch und da fand ich es nicht wirklich schlimm.
      • gibt es besondere Empfehlungen für den Aufenthalt aufgrund persönlicher Erfahrungen?
      kurze Einschätzung zu uns: wir sind absolut keine Strand- oder Hotelurlauber, also eher die AirBnB Liebhaber, die mit eigenem Mietwagen gern auf Tour gehen. vor Ort suchen wir uns auch gern mal ausgewählte Touren, die für eine kleine Teilnehmerzahl von Einheimischen angeboten werden.

      Alternativ steht noch Zypern zur Diskussion. ihr seht also: noch völlig in den Anfängen :)
      “Every year it’s just one goal: Win the Super Bowl. If you don’t win the Super Bowl it’s not a good year,” - Bruce Arians
    • Ich war lediglich mal ca. eine Woche - direkt vor "9/11" - im Rahmen meines Referendariats auf Malta. Aus meiner nicht mehr ganz taufrischen Erinnerung:

      - Damals (Anfang September) war es noch sehr warm, was aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit und des wenigen Windes relativ anstrengend war. Inwieweit das typisch ist, vermag ich aber nicht zu beurteilen.

      - Da meine Mitreisenden nicht bereit waren, sich auf Linksverkehr einzulassen, haben wir nur öffentliche Verkehrsmittel benutzt. Das war vielleicht gar nicht so schlecht, denn auf Malta fährt man schon recht "dynamisch". Außenspiegel sind überbewertet. ;) Der öffentliche Verkehr war schon damals sehr gut ausgebaut.

      - Malta hat(te damals) eine sehr niedrige Kriminalitätsrate. Ich erinnere mich noch, dass man bei der Polizei erzählte, "auf dem Dorf" ließen die Leute ihre Häuser offen stehen - wer da einmal als Dieb o. ä. auffalle, sei einfach sozial geächtet. Lediglich in Valletta ist die Kriminalität wohl erhöht, aber immer noch harmlos.

      - Leider sind die Erinnerungen nicht mehr sonderlich detailliert, aber ich erinnere mich, dass ich Malta historisch sehr interessant fand. Die Insel gehörte schon unter zahllosen verschiedenen Herrschaftsbereichen (u. a. Phönizier, Römer, Araber, Johanniter) und hat auch im zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle als "unversenkbarer Flugzeugträger" der Briten gespielt. Valletta ist Weltkulturerbe und zudem "Kulturhauptstadt 2018". Wenn Dich so etwas prinzipiell interessiert, gibt es viel Interessantes zu sehen (z. B. den großen Hafen und das Fort St. Elmo) und zu hören.

      - Malta ist klein (<450.000 Einwohner). Abgesehen von der Hauptstadt Valletta und den mit dieser verwachsenen Städten (insgesamt ca. 300.000 Einwohner) ist alles extrem ländlich. Als Tourist würde ich eher eine als zwei Wochen ansetzen.

      - Für Strandurlaube ist Malta eher weniger geeignet. Insbesondere Sandstrände sind sehr klein.

      - Malta ist katholisch und eher konservativ geprägt. Gerade in Kirchen oder Gerichten sollte man sich respektvoll verhalten. FKK u. ä. ist verboten. Aber im touristischen Bereich von Valletta gibt es natürlich ein normales Nachtleben.

      - Ein Adapter für englische Steckdosen ist empfehlenswert.

      - Das Preisniveau ist ähnlich wie in Deutschland.

      Mir hat die Woche dort damals sehr gefallen. Ich kann Malta für einen "Kultururlauber" auf jeden Fall empfehlen. Man kann sich alles in überschaubarer Zeit ansehen. Für Malta selbst müßte eine Unterkunft reichen. Zu Gozo kann ich leider nichts beitragen.
    • Benutzer online 1

      1 Besucher