Olympia 2018 - PyeongChang

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    • Olympia 2018 - PyeongChang



      Die Zeitverschiebung von acht Stunden ist für Fans der Wintersportarten und Olympischen Spiele in diesem Jahr eine hohe Hürde um live bei den Entscheidungen dabei sein zu können. Dass die Wettkämpfe hauptsächlich in den frühen Morgenstunden und am Vormittag unserer Zeit stattfinden, wird viele Sportfans wohl davon abhalten sich die Nacht um die Ohren zu schlagen. Trotzdem wage ich mal für die Interessierten einen kleinen Ausblick auf die inzwischen 23. Winterspiele seit Chamonix 1924.

      Nach Sapporo 1972 und Nagano 1988 sind es die dritten Winterspiele in Asien. Südkorea ist, nach den Sommerspielen 1988 in Seoul, zum zweiten mal Gastgeber von Olympischen Spielen. PyeongChang setzte sich in der Wahl gegen Annecy (FRA) und München durch. Somit erhielt PyeongChang, nach den Bewerbungen für 2010 und 2014, im dritten Anlauf den Zuschlag. Mit dem Austragungsort Peking im Jahr 2022 bleiben die Olympischen Winterspiele übrigens auch das nächste mal in Asien.

      PyeongChang(nicht zu verwechseln mit der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang) ist zum einen der Name eines Gebietes mit etwa 43.000 Einwohnern, zum anderen ein kleiner Ort mit knapp 10.000 Einwohnern. Übersetzt bedeutet der Name „Frieden und Wohlstand“. Die Höhe von ca. 700m über dem Meeresspiegel verspricht schneesichere Wettkämpfe.

      Die Zeitverschiebung zu Mitteleuropa beträgt + 8 Stunden. Das bedeutet, dass das Gros der Wettbewerbe von den frühen Morgenstunden (1.00 Uhr) bis in die Mittagszeit (14.00 Uhr) unserer Zeit stattfinden werden. Wie erwähnt für Olympia-Fans nicht unbedingt günstige Zeitpunkte.

      Dauer der Spiele: Fr.09.02.2018 – So.25.02.2018

      Sportarten: 15

      Entscheidungen: 102

      Teilnehmende Nationen: zur Zeit 89

      Teilnehmende Sportler: ca. 2900

      Neue Sportarten kamen nicht hinzu, allerdings gibt es sechs neue Wettkämpfe.

      Curling: Mix-Team (2 Herren, 2 Damen)

      Ski Alpin: Teamwettbewerb (2 Damen, 2 Herren)

      Eisschnelllauf: Massenstart (Damen und Herren)

      Snowboard: Big Air (Damen und Herren)

      Der Parallel-Slalom im Snowboard für Damen und Herren wurde aus dem Programm genommen, sodass es, im Vergleich zu Sotschi 2014, insgesamt vier zusätzliche Entscheidungen geben wird.

      Die OS in PyeongChang im Spiegel der (Sport-)Politik.

      Russland ist aufgrund des McLaren-Reports offiziell von den Spielen ausgeschlossen. Sportler aus Russland, die nicht unter Dopingverdacht stehen, dürfen zwar teilnehmen, allerdings nicht unter der russischen Flagge und ohne Nationalhymne, sondern unter der Bezeichnung „Olympiateilnehmer aus Russland“. Russische Olympiasieger und -siegerinnen müssen sich bei Siegerehrungen mit der Olympia-Hymne und der Olympia-Flagge zufrieden geben.

      Aufgrund der politischen Spannungen zwischen Nord- und Südkorea wurden im Vorfeld Stimmen laut die, bei einer Eskalation der Situation, eine Verlegung der Spiele ins Gespräch brachten. Nach den Entwicklungen der letzten Wochen hat sich diese Diskussion jedoch schon weit im Vorfeld erledigt. Im Gegenteil, die nordkoreanische Führung hat, nach Gesprächen mit Südkorea beschlossen insgesamt 22 Sportler nach PyeongChang zu entsenden. Beide Länder werden mit einem gemeinsamen Eishockeyteam der Damen antreten und unter einer gesamtkoreanischen Fahne als eine Mannschaft bei der Eröffnungsfeier ins Olympiastadion einziehen. Die Befürchtung, dass Nordkorea mit Provokationen den Ablauf der Spiele eventuell stören könnte, ist damit vom Tisch.

      Deutsches Aufgebot: Die Olympiamannschaft aus Deutschland wird aus 153 Sportlern (94 Männer und 59 Frauen) bestehen. Eishockey mit 25 Teilnehmern und Bob mit 22 sind dabei die umfangreichsten Mannschaftsteile. Der DOSB hat als Erfolgsbasis das Ergebnis von Sotschi mit 19 Medaillen (8 mal Gold, 6 mal Silber und 5 mal Bronze) als Mindestziel ausgegeben. Eine Zielsetzung, die aber übertroffen werden soll.

      Austragungsorte:

      Die Wettkämpfe verteilen sich auf zwei Gebiete. Zum einen dem

      PyeongChang Mountain Cluster

      Alpensia: Biathlon, Ski nordisch (Langlauf, Nord.Kombination, Skispringen), Snowboard

      Olympic Sliding Centre: Bob, Rodeln und Skeleton

      Phoenix Snow Park: Ski Freestyle, Snowboard

      Jeongseon und Yongpyong: Ski Alpin

      Nahe der Ostküste befindet sich der

      Gangneung Coastal Cluster

      Kwandong: Eishockey

      Gangneung:Curling, Eishockey, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Shorttrack

      Übertragung der Wettkämpfe in den Medien: Zuerst sah es so aus, als ob ARD und ZDF in den Übertragungsrechten leer ausgehen würden. Das IOC verkaufte die Rechte an Discovery Communications, Besitzer des Senders Eurosport. Im Sommer 2016 einigten sich die Öffentlich-Rechtlichen jedoch mit Discovery überraschend doch noch auf die Verwertung von Sublizenzen (Kosten ca. 200 Mio. Euro). So planen ARD und ZDF mit etwa 230 Stunden Olympiaberichterstattung in TV, Radio und Internet aus PyeongChang. Lediglich in den Sportarten Eiskunstlauf, Shorttrack und Snowboard, sowie von Eishockeyspielen ohne deutsche Beteiligung wird es nur zeitversetzte Zusammenfassungen geben. Die Rechte gelten für die kommenden vier Olympischen Spiele bis inklusive Sommer 2024. Eurosport selbst plant, neben dem Angebot im Free-TV (Eurosport 1) und Pay-TV (Eurosport 2), eine Vollversorgung für alle Wettbewerbe im Internet über ihren Eurosport-Player (4,99 €/Monat).
      College Champion 1984: Brigham Young Cougars – Unbeaten & Untied.

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    • Eigentlich bin ich Olympia Fan. Aber die vor-olympischen Wettkämpfe letztes Jahr in Pjöng-Dingsbums lassen das Schlimmste befürchten. Fast alle Wettbewerbe unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

      Vielleicht karren sie ja ein paar Leute hin, aber Flair und Stimmung wird wohl kaum aufkommen. Olympia hat man also auch schon zerstört, schade um die Athleten. Felix Neureuther hat recht, wenn er dringend eine Rückbesinnung fordert.
      Da Argument mit neuen Märkten kann ich nicht nachvollziehen. Ich glaube kaum, dass es einen Wintersport Boom in Asien gibt, allerdings verliert man im Gegenzug massiv an Interesse in den Wintersport Kernländern.
    • Sportarten – Teil 1



      Anmerkung: Der Ausblick auf einige Sportarten ist durch noch offene Verfahren vor dem CAS hinsichtlich russischer Sportler und Sportlerinnen etwas beeinträchtigt, da man noch nicht abschließend sagen welche Athleten und Athletinnen aus Russland am Ende in PyeongChang dabei sein werden.

      Biathlon: 11 Wettbewerbe (5 x Damen, 5 x Herren, Mixed-Staffel)
      Biathlon bei den Olympischen Spielen ohne Ole Einar Björndalen – daran muss man sich erst gewöhnen. Der erfolgreichste Biathlet aller Zeiten konnte sich nicht für das starke norwegische Team qualifizieren.
      Bei den Männern gilt der französische Ausnahme-Biathlet Martin Fourcade, der in keinem seiner Starts in diesem Winter schlechter als Dritter war, als der größte Favorit in allen Einzelrennen. Seine schärfsten Konkurrenten dürften die Boe-Brüder (Johannes Thingnes und Tarje) aus Norwegen. Auch dem Slowenen Jakov Fak und dem Russen Anton Shipulin werden Medaillenchancen eingeräumt. Vielleicht schafft es auch ein Deutscher (Schempp, Lesser, Peiffer) oder Österreicher (Eder, Landertinger, Julian Eberhard) aufs Treppchen.
      Für die Einzelrennen kommt ein knappes Dutzend Sportlerinnen als Medaillenanwärterinnen in Frage. Der Zweikampf des letzten Jahres zwischen der Tschechin Gabriela Koukalova und Laura Dahlmeier wird bei den OS nicht stattzufinden. Koukalova wird, aufgrund von Verletzungen, nicht starten. Aber auch Dahlmeier konnte erst in der letzten Phase vor PyeongChang ihre überragende Form der Weltmeisterschaften in Hochfilzen einigermaßen bestätigen. Auch die Weißrussin Darja Domracheva kommt immer besser in Form. Weltcup-Führende derzeit ist die Finnin Kaisa Mäkäräinen, dahinter die Slowakin Anastasiya Kuzmina und Dorothea Wierer aus Italien.
      Deutsche Chancen
      Die besten Aussichten auf eine (Gold-)Medaille hat die Staffel der Damen. Wenn Laura Dahlmeier noch ihre Top-Form erreichen sollte, ist sie sicher für die eine oder andere (Gold-)Medaille gut. Bei den Herren wäre eine Medaille in den Einzelwettbewerben bereits ein Erfolg. In den 25 Einzelrennen des Winters gelangen den deutschen Biathlon-Herren nur drei dritte Plätze. Mixed-Staffel und Herren-Staffel sind für eine Medaille immer gut.

      Tipp: 2 x G, 1 x S, 2 x B

      Bob: 3 Wettbewerbe (Herren- und Damen-Zweier, Herren-Vierer)
      Kanada, Deutschland und Lettland dürften die besten Chancen auf olympisches Edelmetall haben. Justin Kripps/Alexander Kopacz und Chris Spring/Neville Wright aus Kanada, Francesco Friedrich/Thorsten Margis, Nico Walther/Christian Poser und Johannes Lochner mit seinem Bremser Christopher Weber aus Deutschland, die lettischen Duos Kibermanis/Miknis und Melbardis/Dreiskens und vielleicht das schweizer Newcomer-Duo Bracher/Kuonen gelten im Zweierbob als Favoriten. Ein Großteil dieser Namen wird auch im Vierer hoch gehandelt. Dazu kommt noch der Russe Alexander Kasjanov. Bei den Damen ist der Weltcup im Moment fest in nordamerikanischer Hand. Kaillie Humphries/Phylicia George (CAN) und Elana Meyers Taylor/Lolo Jones sowie Jamie Greubel Poser/Aja Evans, beide USA, gelten als Favoriten. Chancen dürfen sich auch die beiden deutschen Zweier Mariama Jamanka/Lisa Marie Buckwitz und Stephanie Schneider/Annika Drazek ausrechnen.

      Deutsche Chancen
      siehe oben
      Tipp: 1 x G, 2 x S, 1 x B

      Curling: 3 Wettbewerbe (Damen, Herren, Mixed-Team)
      Kanada und Schweden gehören, wie immer, zum engsten Favoritenkreis. US-Amerikaner, Briten (respektive Schotten) und die Schweizer lauern dahinter. Bei den Damen kann, wenn der Heimvorteil ziehen sollte, auch das Team aus Südkorea ein Wörtchen um die Medaillenvergabe mitsprechen. Möglicherweise auch die Mannschaft Russlands. Der Mix-Wettbewerb hat Premiere bei den OS. Amtierender Weltmeister ist Russland, das allerdings vom Heimvorteil (Kazan) etwas profitierte. Schweden, Schottland, Kanada und Südkorea sind weitere Medaillenanwärter.
      Deutsche Chancen
      Keine. Weder Herren noch Damen oder das Mixed-Team konnten sich für PyeongChang qualifizieren.

      Eishockey: 2 Wettbewerbe (Damen und Herren)
      Das Niveau des olympischen Turniers leidet stark unter der Nichtteilnahme der NHL-Stars. Anders als bei früheren OS unterbricht die nordamerikanische Eishockey-Liga diesmal nicht ihren Spielbetrieb für die Spiele in PyeongChang. Während die USA hauptsächlich auf Spieler aus dem Collegebereich, der AHL (American Hockey League) und Europa setzen, schicken die Kanadier vornehmlich Spieler aus der russischen KHL, immerhin die zweitstärkste Liga der Welt, aufs Eis. Natürlich müssen auch Schweden, Finnland, Tschechien und die Slovakei auf ihre NHL-Stars verzichten. Ebenso wie Deutschland. Vielleicht schaffen die Schweizer Eishockey-Cracks eine Überraschung. Im Damenturnier sind die USA und Kanada favorisiert. Beide Teams stellten bisher die einzigen Olympiasieger in den fünf Turnieren seit 1998. Viermal trafen beide Teams dabei im Finale aufeinander. Dreimal davon gewann Kanada. Die kanadischen Eishockey-Damen gewannen die letzten vier Goldmedaillen in Folge.
      Deutsche Chancen
      Das DEB-Team der Herren bekommt es in der Vorrunde mit rein skandinavischen Gegnern zu tun. Zuerst trifft man auf Finnland, danach auf Schweden und zum Abschluss auf Norwegen. Eine Medaille ist bei dieser Ausgangsposition wohl kaum zu erwarten. Die deutschen Eishockey-Damen konnten sich nicht für die OS qualifizieren.
      Tipp: Keine Medaille

      Eiskunstlauf: 5 Wettbewerbe (Damen, Herren, Paarlauf, Eistanz, Team)
      Bei den Herren werden neben dem Amerikaner Nathan Chen und dem Japaner Shomo Uno den beiden Russen Mikhail Kolyada und Sergei Woronov die besten Chancen ausgerechnet. Bei den Damen bekommen es die Russinnen Alina Sagitowa und Maria Sotskova vor allem mit der Kanadierin Kaetlyn Osmond und Carolina Kostner aus Italien zu tun. Im Paarlauf will Aljona Savchenko mit ihrem Partner Bruno Massot die beiden Bronzemedaillen von Vancouver 2010 und Sotschi 2014 endlich vergolden. Stärkste Gegner werden wohl das kanadische Paar Meagan Duhamel/Eric Radford und Evgenia Tarasova/Vladimir Morozov aus Russland, sowie Sui/Han aus China werden. Im Eistanz gilt das französische Paar Papadakis/Cizeron als Favorit. Im Teamwettbewerb wird Russland die Goldmedaille kaum zu nehmen sein.
      Deutsche Chancen
      Aljona Savchenko und Bruno Massot sollte eine Medaille sicher sein. Wenn die Nerven stark genug sind, kann es sogar Gold werden.
      Tipp: 1 x G

      Eisschnelllauf: 14 Wettbewerbe (7x Damen, 7x Herren)
      In Sotschi 2014 konnten die Niederlande acht von zwölf Goldmedaillen gewinnen und von möglichen 30 Medaillen insgesamt überragende 23. Das Ergebnis zu wiederholen ist an sich kaum möglich. Bei allen fünf Einzelstrecken der Herren schicken die Niederländer zwar mindestens einen Sportler ins Rennen, der aufs Treppchen kommen könnte, gerade bei den kurzen Strecken der Damen fehlen der Niederlande jedoch gute Sprinterinnen. Dort sind die Asiatinnen aus Japan und Südkorea favorisiert. Der neu hinzugekommene Massenstart bei Damen und Herren ist aufgrund seines Ablaufs nur schwer vorauszusagen. Auch in den Teamverfolgungen, die die Niederlande beide in Sotschi gewinnen konnten,sind diesmal andere favorisiert.
      Deutsche Chancen
      Nico Ihle über 500m, Patrick Beckert und Moritz Geisreiter über 5.000m, sowie Claudia Pechstein über 3.000m und 5.000m darf man zumindest in Medaillennähe erwarten. Pechstein startet zudem im Massenstart mit Chancen. Zusammen mit Gabriele Hirschbichler und Roxanne Dufter sollte Pechstein auch in der Teamverfolgung eine Medaillenchance haben.
      Tipp: 1 x S, 1 x B

      Nordische Kombination: 3 Wettbewerbe (nur Herren, Normalschanze, Großschanze, Team)
      So dominant wie im letzten Winter sind die deutschen Kombinierer bisher bei weitem nicht. Es hapert im Moment besonders bei der Form auf der Sprungschanze. Aber da der Saison-Höhepunkt diesmal die OS in PyeongChang sind, reicht es in dieser Saison die Bestleistung dort abrufen zu können. Die Gegnerschaft aus Norwegen, Frankreich und Österreich dazu der Japaner Akito Watabe und Eero Hirvonen aus Finnland werden es Frenzel & Co. sehr schwer machen.
      Deutsche Chancen
      s.o.
      Tipp: 1 x G, 1 x S, 1 x B

      Rodeln: 4 Wettbewerbe (Damen- und Herren-Einsitzer, Herren-Doppelsitzer, Team)
      Ohne Übertreibung darf man sagen, dass die Medaillen in den Rodelwettbewerbe nur über die deutschen Teilnehmer und Teilnehmerinnen führen werden. Der Sonneberger Felix Loch, der für den RC Berchtesgaden startet, gewann bei den Herren 2010 und 2014 die Goldmedaille. Er ist auch für PyeongChang erneut der Topfavorit. Die beiden Russen Semen Pawlitschenko und Roman Repilow sowie der Österreicher Wolfgang Kindl wollen Loch´s dritten Olympiasieg verhindern. Als eine der sichersten Goldmedaillen in PyeongChang gilt wohl der Erfolg eines deutschen Duos im Doppelsitzer. Toni Eggert und Sascha Benecken haben einen guten Auftakt in die Saison hingelegt. Tobias Wendl und Tobias Arlt sind bei großen Veranstaltungen immer besonders motiviert. Das österreichische Duo Penz/Fischler dürfte der stärkste Kontrahent sein. Bei den Damen dominieren bisher Natalie Geisenberger und Tajana Hüfner aus Deutschland. Alex Gough aus Kanada und Summer Britcher aus den USA sind allerdings zu beachten. Wenn die Wechsel nicht schief gehen sollte das deutsche Team in der Mannschaftswertung nicht zu schlagen sein.
      Deutsche Chancen
      siehe oben
      Tipp: 3 x G, 1 x S, 1 x B
      College Champion 1984: Brigham Young Cougars – Unbeaten & Untied.
    • Sportarten – Teil 2


      Shorttrack: 8 Wettbewerbe (4 x Damen, 4 x Herren)
      In dieser Spotart erhofft sich das Gastgeberland eine kleine Medaillenflut. Nicht zu unrecht. In allen acht Disziplinen bei Damen und Herren gehören Südkoreaner und –koreanerinnen zur Weltspitze. Die stärkste Gegnerschaft kommt vor allem aus Kanada und China.
      Deutsche Chancen
      Keine

      Skeleton: 2 Wettbewerbe (Damen und Herren)
      Das lettische Brüderpaar Martins und Tomass Dukurs ist der größte Kontrahent des südkoreanischen Skeletoni Sun-bing Yun, der mit fünf Siegen den Weltcup anführt und hoher Favorit für PyeongChang sein wird. Bei den Damen ergibt sich, wie auch im Bob, der Zweikampf Kanada/Deutschland. Jaqueline Lölling und Tina Herman auf deutscher Seite sowie Elisabeth Vathjen und Milena Rahneva auf kanadischer gelten als Medaillenanwärterinnen.
      Deutsche Chancen
      Bei den Herren könnte Axel Jungk vielleicht aufs Podest springen. Der Weltcupführenden Jaqueline Lölling (4 Siege in dieser Saison) oder Tina Herman ist ein Platz auf dem Treppchen zuzutrauen.
      Tipp: 1 x S

      Ski Alpin: 11 Wettbewerbe (5 x Damen, 5 x Herren, Mixed-Team)
      In den Speed-Disziplinen haben die Norweger den Österreichern den ersten Rang schon seit längerer Zeit abgenommen. Im Super-G z.B. kam seit 2002 der Olympiasieger immer aus Norwegen. Auch Schweizer und Italiener dürfen sich Hoffnungen auf Edelmetall machen. Dafür besitzt Österreich mit Marcel Hirscher den besten alpinen Techniker und Favoriten in Slalom und Riesenslalom. Stärkster Konkurrent von Hirscher ist aber auch hier mit Henrik Kristoffersen ein Norweger. Im Damenbereich könnte die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin der große Alpin-Star der Olympischen Spiele werden. Shiffrin, die in den letzten Jahren schon im Riesenslalom, vor allem aber im Slalom kaum schlagbar war, hat in dieser Saison auch in der Abfahrt sehr gute Ergebnisse erzielt. Sie geht in allen drei Disziplinen und somit auch in der Kombination als Mitfavoritin an den Start. Die Konkurrenz aus der Schweiz, Schweden, Österreich, Italien und Deutschland wird allerdings versuchen ihr das Leben so schwer wie möglich zu machen. Lindsey Vonn scheint in Abfahrt und Super-G für die OS ebenfalls wieder in Schwung gekommen zu sein.
      Deutsche Chancen
      Nach dem verletzungsbedingten Olympia-Aus von Felix Neureuther und Stefan Luitz sind die Medaillenchancen bei den Herren gen Null gesunken. Thomas Dreßen ließ natürlich mit seinem Sieg in Kitzbühel auf der Streif aufhorchen. Ob ihn das allerdings gleich zu einem Medaillenanwärter macht bleibt dahin gestellt. Bei den Damen hält Viktoria Rebensburg das Fähnlein der deutschen Alpin-Mannschaft, allerdings mit ansehnlichem Erfolg, hoch. Rebensburg gilt im Riesenslalom als Medaillenanwärterin. In Abfahrt und Super-G startet sie ebenfalls, geht dort aber nur mit Aussenseiterchancen an den Start.
      Tipp: 1 x S

      Ski Freestyle: 10 Wettbewerbe (5 x Damen, 5 x Herren)
      Vor vier Jahren in Sotschi hatten im Ski Freestyle vor allem die Nordamerikaner aus den USA und Kanada dominiert. In sieben der zehn Disziplinen teilten sich die beiden Länder die Goldmedaillen (Viermal Kanada, dreimal USA). Auch in PyeongChang werden beide Länder wieder kräftig im Kampf um die Medaillen mitmischen. Aber auch Schweiz, Schweden und Frankreich haben in dieser Saison sehr gute Ergebnisse eingefahren.
      Deutsche Chancen
      Heidi Zacher, einzige echte Medaillenanwärterin, die bis Weihnachten in drei von vier Wettkämpfen im Ski Cross aufs Treppchen (einmal Erste, zweimal Zweite) steigen konnte, muss aufgrund einer Knieverletzung auf einen Start leider verzichten. Bei den Herren hat Paul Eckert im Ski Cross einen Sieg in dieser Saison vorzuweisen.
      Tipp: Keine Medaille

      Skilanglauf: 12 Wettbewerbe (6 x Damen, 6 x Herren)
      Bei den Männern wollen die Norweger wieder die Nummer 1 im Skilanglauf werden. In Sotschi wurden sie von Schweden, Finnen, Russen und dem Schweizer Dario Cologna immens ausgebremst und gewannen lediglich eine Goldmedaille im Einzel-Sprint. Dazu gab es nur noch zwei Bronzemedaillen. Die Chancen dafür stehen gut, denn sie haben mit Johannes Klaebo einen neuen kommenden Superstar in ihren Reihen. Je nachdem in wie vielen Disziplinen er startet, kann er am Ende mit vier bis fünf Goldmedaillen nach Hause zurückkehren. Die stärkste Gegnerschaft kommt mit Bolshunov und Ustiugov aus Russland, dazu Dario Cologna aus der Schweiz, Maurice Manificat aus Frankreich und Alex Harvey aus Kanada. Schweden und Finnen spielen derzeit nur eine untergeordnete Rolle. Im Weltcup ist kein Läufer der beiden Länder unter den Top 10 zu finden.
      Bei den Damen sieht es ähnlich aber doch anders aus. Hier ist es eine ganze Armada an norwegischen Läuferinnen, die die Rennen nach Belieben dominieren. Ob Ingvild Flugstad Östberg, Heidi Weng, Veteranin Marit Björgen, Newcomerin Ragnhild Haga oder Maiken Caspersen Falla, alle sind für Podestplätze gut. Einigermaßen mithalten können da an sich nur die Schwedin Charlotte Kalla und die US-Amerikanerinnen Jessica Diggins und Sadie Björnsen. Dazu noch die beiden Finninen Pärmäkoski und Niskanen. Unsere Nachbarn aus Österreich hoffen auf gute Ergebnisse von Teresa Stadlober (6. im Weltcup). Man darf trotzdem gespannt sein, wie viele Medaillen die Norwegerinnen dem Rest der Welt übrig lassen.
      Deutsche Chancen
      Die Zeiten in denen Tobias Angerer, René Sommerfeldt und Axel Teichmann reihenweise Podestplätze in den Weltcup-Rennen zwischen 2002 und 2010 einfahren konnten ist längst vorbei. Dennoch gab es bei den Olympischen Spielen in dieser Zeit zwar sieben Medaillen, aber keinen Olympiasieger bei den Männern. Von einer Medaille sind die deutschen Herren zur Zeit weiter entfernt denn je. Jeder Platz unter den Top Ten wäre schon ein großer Erfolg. Bei den Damen schaut es kaum besser. Einer Nicole Fessel gelingt es zwar hin und wieder in den Distanzrennen einen Platz zwischen 5 und 8 zu erlaufen, der Abstand zu den Medaillenplätzen ist aber zumeist extrem groß. Vielleicht gelingt es der Damen-Staffel an einer Bronzemedaille zu schnuppern.
      Tipp: Keine Medaille

      Skispringen: 4 Wettbewerbe (3 x Herren, 1 x Damen)
      Norwegen, Deutschland und Polen sind im Moment die dominierenden Nationen im Skispringen. Österreich besitzt im Moment lediglich mit Stefan Kraft einen Siegspringer. Die Japaner hoffen auf Yunshiro Kobayashi und die Polen auf Vierschanzen-Tournee-Sieger Kamil Stoch. Bei den Damen würde die Goldmedaille im Teamspringen zur Zeit ganz klar an Deutschland gehen...wenn es ein Teamspringen geben würde! Nicht weniger als sechs deutsche Springerinnen tauchen unter den Top 20 im Weltcup auf. Auf Augenhöhe mit den Deutschen befinden sich die Norwegerin Maren Lundby (Weltcup-Führende), die Japanerinnen Sarah Takanashi und Yuki Ito, sowie Irina Avvakumova aus Russland und Chiara Hölzl aus Österreich. Zusammen mit den Deutschen dürfte sich die Olympiasiegerin aus diesen Springerinnen rekrutieren.
      Deutsche Chancen
      Richard Freitag ist zur Zeit der beste deutsche Springer. Der Sturz bei der Vierschanzen-Tournee scheint keine negativen Auswirkungen gehabt zu haben. Aber auch ein Andreas Wellinger kann jederzeit aufs Podest springen. Die deutsche Mannschaft gilt mit den Polen und Norwegern als Top-Favorit im Team-Springen. Zum erweiterten Medaillenkreis zählen Japaner, Österreicher und Slowenen.
      Carina Vogt ist seit 2014 bei Großveranstaltungen unbesiegt. In dieser Zeit gewann sie zwei Einzel- und zwei Mixed-Teamweltmeisterschaften und wurde Olympiasiegerin in Sotschi. Man darf gespannt sein, ob sie diese Serie fortsetzen kann. Im Weltcup liegt sie derzeit „nur“ auf Platz 7, aber das war in den Jahren vorher nicht viel besser. Beste Deutsche ist allerdings Katharina Althaus (Weltcup-Zweite), der man dadurch auch die größeren Chancen auf eine Medaille gibt. Juliane Seyfarth liegt in Lauerstellung.
      Tipp: 1 x G, 2 x S, 1 x B

      Snowboard: 10 Wettbewerbe (5 x Damen, 5 x Herren)
      Die führenden Nationen in den Weltcup-Wertungen sind die USA und Japan. Diese beiden Länder gehen in den meisten der zehn Wettbewerbe mit Medaillenchancen an den Start. Österreich schickt mitAlessandro Hämmerle (SX), Alexander Payer (PS) und Clemens Millauer (Big Air), sowie Sabine Schöffmann (PS) und Anna Gasser (Big Air) aussichtsreiche Kandidaten ins Rennen. Die Schweiz hofft auf Medaillen für Patrick Burgener (HP), Nevin Galmarini (PS) und Nicoals Huber (Big Air) bei den Herren und Julie Zogg (PS) und Carla Somaini und Sina Candrian (Big Air) bei den Damen.
      Deutsche Chancen
      Sehr gering. Lediglich im Parallel-Slalom macht Selina Jörg ab und zu von sich reden.
      Tipp: Keine Medaille
      College Champion 1984: Brigham Young Cougars – Unbeaten & Untied.
    • Wer Interesse hat kann sich den folgenden Dateianhang meines Olympia-Fahrplans inklusive Curling- und Eishockey-Spielpläne als ZIP-Datei herunterladen.
      Dateien
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    • DU-TH schrieb:

      Nur mit der schneesicherheit auf 700 m, das musst du mir nochmal erklären. ;) :bier:
      Hat mich zunächst auch etwas gewundert, aber das scheint mit der geographischen Lage zusammenzuhängen. 700m Höhe in PyeongChang scheinen nicht das gleiche zu sein wie 700m in Mitteleuropa. ;)
      College Champion 1984: Brigham Young Cougars – Unbeaten & Untied.
    • K-TownPacker schrieb:

      Eigentlich bin ich Olympia Fan. Aber die vor-olympischen Wettkämpfe letztes Jahr in Pjöng-Dingsbums lassen das Schlimmste befürchten. Fast alle Wettbewerbe unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

      Vielleicht karren sie ja ein paar Leute hin, aber Flair und Stimmung wird wohl kaum aufkommen. Olympia hat man also auch schon zerstört, schade um die Athleten. Felix Neureuther hat recht, wenn er dringend eine Rückbesinnung fordert.
      Da Argument mit neuen Märkten kann ich nicht nachvollziehen. Ich glaube kaum, dass es einen Wintersport Boom in Asien gibt, allerdings verliert man im Gegenzug massiv an Interesse in den Wintersport Kernländern.
      Das ist sehr schade. Vor allem für die Sportler, die halt nur bei OS oder WM mal im Mittelpunkt stehen. Na gut, bei uns hat der Wintersport in den Medien einen höheren Stellenwert, auch was Weltcups angeht.

      Die Koreaner werden vor allem im Shorttrack ausflippen und ihrem Skeletoni Sun Bing-yun in Massen zujubeln. Viele andere Sportarten spielen in den Medien dort kaum oder sogar überhaupt keine Rolle.
      College Champion 1984: Brigham Young Cougars – Unbeaten & Untied.
    • K-TownPacker schrieb:

      Eigentlich bin ich Olympia Fan. Aber die vor-olympischen Wettkämpfe letztes Jahr in Pjöng-Dingsbums lassen das Schlimmste befürchten. Fast alle Wettbewerbe unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

      Vielleicht karren sie ja ein paar Leute hin, aber Flair und Stimmung wird wohl kaum aufkommen. Olympia hat man also auch schon zerstört, schade um die Athleten. Felix Neureuther hat recht, wenn er dringend eine Rückbesinnung fordert.
      Da Argument mit neuen Märkten kann ich nicht nachvollziehen. Ich glaube kaum, dass es einen Wintersport Boom in Asien gibt, allerdings verliert man im Gegenzug massiv an Interesse in den Wintersport Kernländern.
      Ist es aber nicht so, dass in den "Wintersport Kernlaendern" jede Bewerbung fuer Olympia von der Bevoelkerung abgelehnt wird? In Muenchen, Garmisch, Innsbruck z.B. Sommerspiele genauso.
      Auf der einen Seite Olympia im eigenen Ort ablehnen und auf der anderen Seite sich beschweren, dass es nun in Asien stattfindet, passt auch nicht zusammen.
      -- Die zweite Heirat ist der Triumph der Hoffnung über die Erfahrung --
    • freu mich auch schon drauf wie Bolle ;) nur von den Zeiten her ist es natürlich nicht so angenehm,die Übertragungen werden wohl so 2 oder 3 Uhr Nachts unserer Zeit los gehen bis 14 oder 15 Uhr am Nachmittag.da ist aus europäischer Sicht Nordamerika für die Fernsehzuschauer am günstigsten gelegen von den Zeiten her.aber wird schon,in Nagano 98 war es ja ähnlich von den Zeiten. auch wenn ich zu der Zeit für solch Ereignisse immer noch Urlaub genommen hatte. diesmal muss es dann eben nur mit einem Auge gehen ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Honka ()

    • Ich schwanke zwischen Eric Frenzel und Natalie Geisenberger, die ihre Sportarten über Jahre hinaus dominiert haben. Verdient hätten es sicher alle fünf. Pechstein würde ich eher als Fahnenträgerin bei der Abschlußfeier sehen, da es höchstwahrscheinlich ihre letzten OS sind.
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    • nun gehts ja diese Woche los :) aber ich weiß im Moment noch gar nicht auf was ich mich richtig freuen soll,das Olympische Eishockey Turnier war eigentlich immer ein Highlight auf das man sich freuen konnte.leider wird die Freude darauf doch arg geschmälert weil die NHL Spieler nicht mit dabei sein werden.Skispringen ist da mehr oder weniger die einzige Sportart auf die ich mich wirklich freue,der Rest Eisschnelllauf,Eiskunstlaufen,Rennschlitten,Bob usw :madness es gab mal Zeiten(80er und 90er) da hat mich auch das noch halbwegs interessiert und man kannte sich auch da aus.und der Skilanglauf ist eben auch nicht mehr das was er mal war,wie aufregend und spannend waren da noch die Zeiten mit einem Gunde Svan,Vegard Ulvang oder Thomas Wassberg.Heute muss ich lange überlegen ob mir da überhaupt noch ein paar Läufer einfallen die man kennt :paelzer: freu mich jetzt trotzdem drauf

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Honka ()

    • Ich hoffe, die Teilnehmerzahl an der Eröffnungsfeier ist kein Indikator für die Stimmung der nächsten Wochen, denn irgendwie kommt es mir so vor, als sei da kaum ein Mensch im Stadion, dem die Athleten zuwinken können.
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    • Das Stadion sieht ziemlich leer aus, ja, aber sind das unbesetzte Zuschauerplätze oder reservierte Sitze für die Athleten? Wenn das freie Zuschauerplätze sein sollten, hab´ ich das in meiner langen "Olympia-Karriere" bei einer Eröffnungsfeier noch nie erlebt. :eek:
      College Champion 1984: Brigham Young Cougars – Unbeaten & Untied.
    • Hmmm...Fassungsvermögen des Olympiastadions - 35.000 Pätze. Laut ARD-Kommentar 35.000 Zuchauer. Die vielen freien Plätze scheinen also irgendwie eine optische Täuschung gewesen zu sein. :madness
      College Champion 1984: Brigham Young Cougars – Unbeaten & Untied.
    • Könnten auch 35.000 verkaufte Karten sein, womit das Stadion dann "restlos ausverkauft" wäre.


      Wäre nicht das erste Mal dass dann wieder diverse Tickets in Sponsoren- und Funktionärskanälen verschwinden und nicht genutzt werden.
      Say not, 'I have found the truth,' but rather, 'I have found a truth.'

      (Khalil Gibrani)
    • Die Eröffnungsfeier war dem Anlass angemessen ohne zu überladen zu wirken. Einige eye-catcher waren auch dabei wie die Drohnen, die die fünf olympischen Ringe bildeten z.B. Die Südkoreaner setzten viel auf Technik und Lichteffekte und verzichteten dafür auf übertrieben akrobatische Höchstleistungen, wie bei anderen Eröffnungsfeiern schon gesehen. Aber so richtig Olympiastimmung wollte bei mir trotzdem nicht aufkommen.
      Schlimm: Die furchtbar sterile und öde Musik beim Einzug der Nationen.
      Angenehm: Auch nach weit über 40 Jahren ist ein Lied wie „Imagine“ von John Lennon es immer noch wert, als Synonym für Frieden und Verständigung ausgewählt zu werden.
      Höhepunkt: Der Fahnenträger von Tonga. Ich geb´ zu: ich bin ein Weichei, mir wird schon anders, wenn ich im Winter die Football-Fans in den Freiluft-Stadien oben ohne sehe. Aber so wenig bekleidet, ohne Socken in Sandalen...Hochachtung.

      Sa.10.02.

      Nachdem vor dem offiziellen Eröffnungsdatum bereits in vier Sportarten die Wettkämpfe begonnen haben, greifen heute sieben weitere ins Geschehen ein.

      08:15 Skilanglauf – Finale: Hier werden die ersten Medaillen der Spiele vergeben. Auf dem Programm steht der 15km Skiathlon der Frauen. Lässt Norwegen den anderen Nationen eine Medaille übrig?

      08:40 Snowboard: Die Herren absolvieren die Qualifikation im Slopestyle.

      08:40 Eishockey: Das Turnier der Damen startet mit der Begegnung Japan – Schweden.

      11:10 Rodeln: Der erste von vier Läufen in der Herren-Konkurrenz geht über die Bühne. Felix Loch geht als klarer Medaillenkandidat für das deutsche Team an den Start.

      12:00 Eisschnelllauf – Finale: Die Niederlande beginnen ihre Mission die 23 Medaillen von Sotschi möglichst wieder zu erreichen. Bei den 3.000m der Damen gelten Antoinette de Jong und Ireen Wüst als Medaillenkandidatinnen. Favoritin ist aber die Tschechin Martina Sablikova. Claudia Pechstein nimmt es als Aufgalopp für die 5.000m, bei denen sie größere Medaillenchancen besitzt.

      12:15 Biathlon – Finale: Erste Chance für Laura Dahlmeier auf´s Treppchen zu steigen. Erster Wettbewerb ist der 7,5km Sprint.

      13:04 Rodeln: 2. Lauf der Herren

      13:22 Shorttrack – Finale: Die südkoreanischen Fans hoffen auf die erste Medaille in ihrer Lieblingssportart bei den Winterspielen über 1.500m der Herren.

      14:35 Skispringen – Finale: 2. Durchgang von der Normalschanze. In der Qualifikation waren alle vier deutschen Springer unter den besten sieben. Die Favoriten werden sicher alle noch eine Schippe drauf legen. Die Frage ist: Wessen Schippe ist am größten?
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