Westcoast Offense

  • Westcoast Offense

    jetzt bin ich mal dran...

    kann jemand genau erklären, was eigentlich die westcoast offense ist?

    wird so häufig benutzt und soviel ich weiss, ist es ein eher passlastiger angriff...aber was genau hat es damit auf sich? und warum "westcoast"?

    vielen dank schon im voraus....
    Your mind is like a parachute. It does not work if it's not open!
  • angriffssystem das die 49ers und seahawks nutzen. deshalb westcoast. denk ich mal.

    hierbei werden viele kurze pässe auf WR , TE, RB gespiel. slant (2 schritte dann 45 grad nach innen), in (wie der name 90 grad cut nach innen oder ), out ( wie der in bloss nach außen).also ist zwar eine passlastiger
    angriff allerdings werden nicht viele tiefe pässe gespielt .15 Y +

    stimmt doch oder?
    ;)
    go steelers go
  • Ja so hab ichs auch in erinnerung.
    War in den 80ern das erfolgssystem der 49ers.
    Das Ziel war, im prinzip, 10 bis 15 yards mit 2bis3 kurzen pässen oder maximal einem lauf. bei der gelegenheit einen langen wurf zu machen sagte joe montana natürlich nicht "NEIN DANKE" :hinterha:
    um korrekturen wird gebeten :rolleyes:
    MfG
    Aadie
    MfG Aadie :grinseen:


    Die Anzahl der Meetings steht in reziproker Relation zur Fähigkeit des Managements.
    Four in a Row. Proud about. :rockon:
  • DAbei spielt der RB auch eine entscheidende Rolle, er muss einerseits als PAssempfänger aussergwöhnlich gut sein, und zweitens den Blitz gut lesen und blocken können.

    Deshalb ist in jeder West-Coast Offense ein RB der starter, der auch gut Pässe fangen kann (Alexander, Hearst,Green,Garner,Pittman).

    Allerdings ist der Term WCO schon dermassen ausgelutscht, dass er für fast jede Offense als Beschreibung dienen kann. Ein ganz genaue Definition lässt sich da schwer bringen. Grundgedanke ist es, quasi den Handoff mit kurzen, high-percentage Pässen zu ersetzen

    Der "Signature" Spielzug ist wie schon erwähnt der slant, den Rice und Monatana perfekt beherrschten. Wird dieser optimal ausgeführt, ist er so gut wie nicht zu verteidigen
    Back in Black
  • Die Seahawks haben weniger damit zu tun, es waren schon die 49ers und das System wurde "erfunden" in den 80ern von Bill Walsh, dem legendären Coach der 49ers- Und wie schon gesagt basiert die WCO (West Coast Offense) auf kurzen Pässen und langen drives, wobei lange Pässe aber nicht ausgeschlossen sind.

    Das Neue war eben, dass man versuchte mit kurzen Pässen den first down zu erzielen und den drive fortzusetzen. Davor war es eben so, dass man meist mit Läufen versuchte den drive zu etablieren (weil passen zu gefährlich wegen der INTs erschien) und wenn die Entfernung zum first down zu gross erschien passte man dann eben doch. Das wurde bei der WCO eben völlig umgestellt, der kurze Pass der 3, 4, 5, 6 yards erzielte war plötzlich dem running game gleichwertig und man erzeilte dadurch bessere Ergebnisse als mit dem üblichen running game.
    "I'm not singing anything"; Jack Lambert, training camp 1974

    Tradition ist etwas Wichtiges, aber es ist nicht der Hauptzweck des Lebens, Helmut Schmidt

    I'm old, but not obsolete, Paps
  • Ich korrigiere den Geburtstagsschlumpf nur ungerne, aber trotzdem wiederspreche ich nun energisch. :nono:

    Weder Bill Walsh, noch die 49ers haben die Westcoast Offense erfunden, sie waren nur diejenigen die sie perfektioniert, damit Erfolg hatten und dadurch berühmt gemacht haben.

    Der eigentliche Mastermind und Erfinder der Westcoast ist der ehemalige Chargers Coach Sid Gillman, der bereits in den frühen 60ern diese Offense einführte. Nach ihm verfeiner Don Coryell bei den Chargers diese
    Offense immer weiter.

    Davor spielte bereits Ohio State im College (mit Assistant Coach Sid Gillman) eine Art West Coast.

    Wie gesagt, die Legende von Bills Walsh und der Westcoast ist ein weitverbreitetes und immer wieder gerne erzähltes Märchen :)
    [SIZE="4"]In Peyton we trust!! [/SIZE]
  • Danke für die Korrektur :D

    Aber wer behauptet, dass Coryell bei den Chargers nur eine Spur von WCO gespielt hat, der hat die nie spielen sehen :jeck:
    "I'm not singing anything"; Jack Lambert, training camp 1974

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  • Um nochmal meine klugscheisserischen 2 cent einzuwerfen:

    Walsh hat die WCO wie Disa so schön sagte berühmt gemacht und seine ehemaligen Coordinators wie Holmgren, Shanahan usw. bringen sie jetzt unter die Leute. Ist doch wie ein Virus in der NFL, einmal ein erfolgreiches System, schon wird es kopiert. Siehe Cover 2. (Natürlich auch keine Erfindung aus Tampa, aber dort wie bei Walsh' WCO am erfolgreichsten angewandt.)
  • kontakt_97 schrieb:

    Danke für die Korrektur :D

    Aber wer behauptet, dass Coryell bei den Chargers nur eine Spur von WCO gespielt hat, der hat die nie spielen sehen :jeck:


    Na zumindestens warfen die Chargers viele Pässe auf die TE und RB um damit das Laufspiel zu ersetzen. Der Grundgedanke einer Westcoast war auch unter Coryell vorhanden, der allerdings gerne den und oft den langen Pass mit einbezog.
    [SIZE="4"]In Peyton we trust!! [/SIZE]
  • Der Grundgedanke der Westcoast offense ist nach meinem Verständnis das running game durch kurze, aber erfolgversprechende Pässe zu ersetzen wie z.B. slant wie es steelcity richtig gesagt hat.

    Und kurze Pässe hat Dan Fouts selten geworfen. Dass er Winslow anspielte lag an der Klasse des TE. Und Muncie war, wenn ich mich richtig erinnere öfters ein 1000-yards rusher. Also würde ich die Chargers nicht unbedingt als WCO-Team ansehen.
    "I'm not singing anything"; Jack Lambert, training camp 1974

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  • Da gehen die Ansichten etwas auseinander. Die Offense der Chargers unter Coryell enthielt sicherlich noch Westcoast Elemente. Allerdings lies Coryell in seiner Zeit als College Coach bei San Diego State genau die Offense spielen die auch Gillman mit den Chargers damals praktizierte - eine Westcoast.

    Unter Gillman waren die Chargers eine Westcoast Offense - unter Coryell entwickelten sie sich dann immer mehr go vertical. :)
    [SIZE="4"]In Peyton we trust!! [/SIZE]
  • Hört doch mit den Haarspaltereien auf! Die WCO heißt jedenfalls nicht wegen der Chargers, sondern wegen der 49ers so. Früher sprach man daher auch meist von der 49ers-Offense. Wahrscheinlich sagt man jetzt WCO, weil das neutraler klingt.

    Der Name kommt - wie schon mehrfach erwähnt wurde - schlicht daher, daß Bill Walsh mit Montana & Co. das System weit vorangebracht ("perfektioniert") hat, und daß er eben auch den nötigen Erfolg hatte.

    Auch wenn viele behaupten, eine WCO zu spielen, so ist das doch nur nett klingendes Geschwätz - ganz abgesehen davon, daß eine präzise Abgrenzung kaum möglich ist.

    Der Clou ist - und auch das wurde schon hinreichend oft erwähnt -, daß man einen Großteil der Laufspielzüge durch kurze, sichere Pässe ersetzt. Die bringen im Regelfall 3+ yards. Außerdem hat der Ballträger nach diesem verlängerten Handoff nicht gleich zahlreiche Gegenspieler um sich, so daß immer eine gute Chance auf zusätzliche yards (YAC) besteht. Die INT-Gefahr ist sehr gering. Typisch sind Pässe auf TE, RB und vergleichbar kurze Pässe auf WR (insbesondere der Slant).

    Die verschiedenen Angriffssysteme kann man wohl nur typisierend voneinander abgrenzen. Neben der WCO gibt es z. B. noch Power-Offense (viel Laufspiel, meist "mit dem Kopf durch die Wand", z. B. Wisconsin Badgers und generell die Teams der BIG 10), Optionsangriff oder die Kombination von Optionsangriff mit Power-Offense (z. B. Nebraska Cornhuskers), "Run and Shoot" (meist 1 RB und 4 WR, also sehr paßlastig) oder auch einfach eine "ausgewogene" Offense (gleichermaßen Lauf- wie Paßspiel, meist aus der Pro-Formation, d. h. FB, HB, TE, SE, FL). Daneben kann man natürlich auch jede Menge kombinieren.
  • Disastermaster schrieb:

    Dabei hat doch Kontischlumpfi kaum Haare die man spalten könnte. :hinterha:

    :bier: :bier:

    Doch, ich nehm Deine und wenn Du nicht brav bist, lass ich sie vor dem Spalten auf Deinem Kopf. :hinterha: :sword2: :jeck:
    "I'm not singing anything"; Jack Lambert, training camp 1974

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