Zur Lage der NFLE

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    • Derek Brown schrieb:

      Aber in der Logik der NFL-Teams sind die Chiefs oder Broncos dann doch gerade keine überzeugenden Beispiele. Wenn sie Spieler abstellen, von denen ohnehin schon jeder vermutet, dass sie gut sind und sich das dann bestätigt - wo ist da der große Erkenntnisgewinn? Die NFL Europa muss doch einen Service bieten, den die NFL-Teams selbst nicht leisten können.

      Spielpraxis, Live Reps, dank der kürzeren Playclock sogar unter mehr Druck als in der NFL ... das ist zusätzlicher Service. Aber was den ersten Teil angeht, die Leute bei den Chiefs sind ja durchaus keine Spieler wo jeder vermutet hatte das sie es schaffen werden, sondern nur das sie es schaffen könnten. Großer Unterschied. Ich wüßte jedenfalls nicht das z.B. die vorherrschende Meinung war das Mike Maslowski das Zeug zum Starting MLB in der NFL hatte - bevor er in Europa war.
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    • Derek Brown schrieb:

      Er bekam nur dank einer lächerlichen QB-Situation in NO noch eine Chance.

      Hätte er die denn auch bekommen wenn kein Filmmaterial aus Europa zur Verfügung gestanden hätte? Oder hätte NO dann vielleicht einen anderen QB von der Straße geholt der den Sprung vielleicht nicht geschafft hätte? Und mit den limitierten Einsätzen die er in NO gehabt hat, hätten die Panthers auf ihn gesetzt ohne die zusätzlichen Informationen die zur Verfügung standen?
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    • Der Herr Clayton ist ja echt ein Blitzmerker! Er hat also erkannt, dass der Ausbildungszweck der Liga immer mehr verloren geht. Na mal im ernst... das ist ja nun nicht erst seit heute bekannt. Die Entwicklung geht schon seit ein paar Jahren in diese Richtung. Und das ist auch gut so!

      Es ist doch klar, dass eine Liga wie die NFLE nur dann überleben kann, wenn sie Massen von Zuschauern in die Stadien zieht. Und das schafft sie auf jeden Fall nur dann, wenn sie weitgehend glaubwürdigen Sport veranstaltet. Ich denk mal, dass man eindeutig sagen kann, dass der Sport in der Liga zum jetzigen Zeitpunkt ein gutes Stück glaubwürdiger ist als noch vor 10 Jahren, weil die NFLE-Teams weitgehend autonomer sind als damals.

      Mittlerweile ist die NFLE nun mal keine Ausbildungsliga mit dem Zusatz der Internationalisierung der Sportart bzw. der NFL mehr, sondern eher andersrum: Sie ist auf dem besten Weg ein Aushängeschild für die Internationalisierung des Footballs/der NFL zu werden mit dem Zusatz, dass es auch noch im geringen Maße eine Ausbildungsliga ist.
      Anzeichen dafür ist der schwindende Anteil der allocated Players sowie der ansteigende Anteil der Free Agents und National Players bzw. PCP-Players.

      Ich versteh nicht warum ausgerechnet dieser Umstand das Ende der Liga bedeuten soll. Meines Erachtens ist es doch eigentlich genau andersrum. Dass die Liga ihren Ausbildungszweck immer stärker verliert, ist ein Segen! Ich denke mal, dass der Typ einfach noch nicht gerallt hat, dass der viel wichtigere Wert der Liga die Expansion der NFL nach Europa ist, in Form einer eigenständigen Liga mit hohem Identifikationspotenzial. Clayton dagegen sieht die NFLE jedoch nur als reine Ausbildungsliga und macht diesen Umstand zu einer notwendigen Bedingung für das Überleben. Ich hoffe einfach, dass die NFL-Team-Owner nicht auch so egoistisch denken, sondern mal über den Tellerrand schauen.

      Ach ja, bei dem Thema kommt man dann auch noch zwangsläufig auf mögliche NFL-Season-Spiele in Europa zu sprechen. Dass eine NFL-Minisaison die NFL Europa auf Dauer ersetzen könnte, ist ein Märchen. Wenn hier in der AOL Arena meinetwegen die Tampa Bay Buccaneers gegen die Carolina Panthers spielen, wird das sicherlich zunächst ein großer Erfolg. Das Stadion wird schnell ausverkauft sein. Aber man kann doch nicht ernsthaft erwarten, dass sowas langfristig gut geht. Die Hamburger würden es sicherlich zunächst als tolles Spektakel sehen. Doch mit der Zeit wird es sich auf jeden Fall abnutzen. Warum? Weil es einfach keine Identifikation gibt, vor allem, wenn im nächsten Jahr plötzlich zwei andere Franchises nach Hamburg kommen.

      Damit der Zuschauer öfters ins Stadion geht, muss zwangsläufig eine Identifikation vorhanden sein. Mit Teams aus amerikanischen Städten kann man die Zuschauermassen langfristig aber nur bedingt binden. Eine Stimmung und ein Support wie am Samstag im Spiel Sea Devils gegen Galaxy wird man doch niemals bei einer Begegnung mit den bei den Massen völlig unbekannten Teams wie den Jacksonville Jaguars oder den Buffallo Bills hinkriegen. Also es wäre wirklicher Schwachsinn die NFLE aufzugeben, in der Hoffnung, dass zu NFL-Spielen mehr Zuschauer kommen. Am Anfang funktioniert es vielleicht, doch auf Dauer scheitert es an fehlender Identifikation.
      Es ist sicherlich unbestritten, dass ein Team und eine Organisation wie die Hamburg Sea Devils langfristig in der Lage sind in Hamburg wesentlich mehr Identifikation zu schaffen als es jegliches NFL-Team schaffen würde. Und in Frankfurt wird halt die Begeisterung für die Galaxy immer größer sein als für meinetwegen die Pittsburgh Steelers. Wer diesen Umstand erkannt hat, der hat auch den Wert der NFL Europa verstanden. John Clayton von ESPN hat dies mit seinem Kommentar zur Zeit noch nicht.
    • Wendigo schrieb:

      Auf der Habenseite der NFLE steht die Spielpraxis; was allerdings dadurch deutlich geschmälert wird, dass sie zur denkbar falschen Zeit stattfindet.

      Du unterschlägst da eine ganze Menge. Ein NFLE QB beweist im Idealfall das er innerhalb kürzester Zeit ein neues Playbook aufnehmen und umsetzen kann. Er kann zeigen wie er mit einem lärmenden Publikum zurecht kommt, oder in einem 2 Minute Drill in dem es um etwas geht. Alles Dinge die er im Training Camp so nie mitmachen wird. Und sein NFL Playbook kann er sich ja im Hotel unters Kopfkissen legen.

      Auf der Habenseite des Nichthinschickens steht die Möglichkeit, das eigene Playbook und System zu lernen, die Chemie mit den Receivern zu entwickeln, gezielter und professioneller an seinen Schwächen zu arbeiten

      Welcher Coach kümmert sich den während des Camps so intensiv um seine Practice Squad Kandidaten das "gezielt" an deren Schwächen gearbeitet wird? Zumal Schwächen wie "Staring a Receiver down" oder "Happy Feet" auch erst in Situationen mit einem richtigen Pass Rush auftreten, von denen spätestens Developmental QB #3 im Roster so gut wie keine zu sehen bekommt.

      Kurz: Wäre ich NFL-Coach würde ich auch nur meine QB-Ausschussware nach Europa schicken. Der Nutzen steht in keinem Verhältnis zu den Nachteilen.

      Für einen QB auf den ich in der kommenden Saison nicht zwingend zähle bestehet allerdings ein Großteil dieser angeblichen Nachteile gar nicht erst.


      Siehe Derek.

      Dazu hab ich mich ja bereits geäußert.

      Scusi, aber das ist Spekulation.

      Seit wann siezen wir uns? ;) Allerdings ist Eure Meinung eben auch nicht weniger Spekulation als meine.

      Und jetzt gehen wir mal weg von den QBs, wie sieht es mit Spielern aus die Positionen wechseln sollen? Guard statt Tackle? Rechte Seite auf die Linke. Linebacker auf Safety. WR als CB? Da soll es nichts wert sein in echten Spielsituationen zu sehen wie die sich schlagen? und das auf einem Level das nach der NFL wahrscheinlich das höchstmögliche ist? Denn nicht umsonst tummeln sich in AFL und CFL ein Haufen Stars dieser Ligen die vorher in der NFLE was gezeigt haben.
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    • #67 schrieb:

      Hätte er die denn auch bekommen wenn kein Filmmaterial aus Europa zur Verfügung gestanden hätte? Oder hätte NO dann vielleicht einen anderen QB von der Straße geholt der den Sprung vielleicht nicht geschafft hätte? Und mit den limitierten Einsätzen die er in NO gehabt hat, hätten die Panthers auf ihn gesetzt ohne die zusätzlichen Informationen die zur Verfügung standen?


      Das Filmmaterial und die Eindrücke aus dem Trainingscamp waren doch nicht genug, um ihm auch nur den 3.QB-platz hinter so Leuchten wie Wuerffel, Billy Joe Tolliver oder Billy Joe Hobert einzubringen. Und die ganze Liga sah das genauso. Der nächste Coaching Staff sah`s auch so und brachte gleich 4 neue QBs ins Camp. Niemand hat damals ernsthaft was von ihm gehalten. Den Sprung nach vor machte er erst hinterher, als McCarthy in coachte. Da beanspruchte die NFLE aus PR-Gründen ungerechtfertigt 'nen Erfolg für sich.
      "I guess football has always been a barometer of the times: the takeover of Manchester United was a perfect manifestation of the unacceptable face of modern capitalism." - Jarvis Cocker.
    • Geben die NFL-Teams ihren Spielern tatsächlich Playbooks mit nach Europa? Würde mich schwer wundern ;)

      Mich auch, der Punkt ist wenn sie sich darum wirklich Sorgen machen werden sie einen Weg finden das er sich damit beschäftigen kann.

      Wieso sind wir jetzt plötzlich bei Practice Squad-Kandidaten?

      Weil das typischerweise der Platz ist wo sie im ersten Jahr nach der NFLE rumhängen.

      Hast du nicht Aaron Rodgers ins Spiel gebracht?

      Ja, weil der derzeit das beste Beispiel dafür ist wo wohl auch in GB keiner wirklich weiß was sie an dem haben. Und wenn der jetzt ran muß und versagt ist es zu spät. Da hätte das Team meiner Ansicht nach von einem Trip nach Europa profitiert.

      Aber eben nicht meine zukünftigen Starter. Ich bin nämlich in der Tat der Ansicht, dass ein John Beck in Miami mehr lernt als in Europa.

      Es käme halt darauf an wann der Junge starten soll. Beck wäre so oder so kaum ein Kandidat, denn selbst mit Green besteht die große Gefahr das er schon früh ran muß. Aber die #2 hinter Favre, Manning oder Brady? Wobei gerade bei Casell ja hinzukäme das der auch im College nur auf der Bank saß, so einer müßte eigentlich ein Topkandidat für NFLE sein.

      Damit fallen aber die von dir explizit angeführten First Day-Picks weg.

      Nicht notwendigerweise, letzte Saison hat z.B. KC sicher nicht damit gerechnet das Brodie Croyle bei ihnen spielen wird/muß.

      Also sitzt er ein Jahr auf dem PS - was den größten Teil der gesammelten Praxis leider Gottes wieder hinfällig macht.

      Ich weiß nicht, die Erfahrungen werden nicht so einfach alle vergessen sein, und es ist ja auch nicht so das in de NFLE überhaupt keine technischen Grundlagen korrigiert werden.

      Wen schicke ich also hin: Die, bei denen ich ohnehin der Meinung bin, dass sie nicht das NFL-Zeug haben.

      Und genau da bin ich anderer Meinung. Ich schicke die Spieler denen ich es zutraue, bei denen ich aber aus dem ein oder anderen Grund Zweifel habe (Undersized, Tweener, Happy Feet ...)

      Worüber wir uns übrigens noch gar nicht unterhalten haben, gerade die Kicker scheinen überproportional von der NFLE profitiert zu haben, und wenn man sieht wieviele Probleme eine Reihe von NFL Teams haben da einen geeigneten zu finden ...

      Ich frage mich auch wieviel den NFL Teams das Ausschlußprinzip wert sein kann oder sollte. Mit anderen Worten die Spieler die in der NFLE zeigen das sie es eben nicht drauf haben wenn es darauf ankommt. Die würden sonst nämlich auch einen Rosterspot belegen der so durch jemanden anderes eingenommen werden kann. Und was eine Entdeckung wie ein Brian Finneran oder Ted Bruschi für die Teams wert ist ist halt auch nicht meßbar. Wiegt nicht nur ein solch ein Spieler nicht vielleicht mehrere Jahre dieser Investitionen auf? Die Teams versenken jährlich wesentlich mehr Geld in Collegespieler von denen sie auch nur hoffen können das aus denen was wird.

      Das vielen NFL Teams eine Farmliga in den USA zeitgleich mit der NFL wahrscheinlich mehr nützen würde als NFLE steht außer Frage. Ob die allerdings billiger wäre? Da kommt eben der Punkt ins Spiel das die NFLE nicht nur eine Developmental League ist.
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    • #67 schrieb:

      Du unterschlägst da eine ganze Menge. Ein NFLE QB beweist im Idealfall das er innerhalb kürzester Zeit ein neues Playbook aufnehmen und umsetzen kann. Er kann zeigen wie er mit einem lärmenden Publikum zurecht kommt, oder in einem 2 Minute Drill in dem es um etwas geht. Alles Dinge die er im Training Camp so nie mitmachen wird. Und sein NFL Playbook kann er sich ja im Hotel unters Kopfkissen legen.


      Das ist aber auch arg übertrieben ;) Wer im College für oder gegen große Colleges angetreten ist, musste mit wesentlich größeren Crowds umgehen, als er sie in der NFLE je zu Gesicht zu bekommen wird. Da haben die Jungs schon genug bewiesen. Und ein 2 Minute Drill im Traningscamp ist nun auch alles andere als ein Picknick, denn für die QBs, über die wir hier reden, geht es auch da um ihren Job.

      Der Druck ist da vielleicht sogar größer, denn diese Tapes schauen sich die Coaches tatsächlich an. Bei den NFLE-Tapes bin ich mir alles andere als sicher. Mir hat mal ein NFLE-Insider erzählt, dass die Tapes Woche für Woche rübergeschickt werden, aber er nicht glaubt, dass die jemand anschaut, es sei denn, ein Spieler leistet Sensationelles. Wie z.B. damals Mike Maslowski. Da hat KC mächtig Druck auf die Galaxy ausgeübt, um ihn während der Saison aus Frankfurt zurückzuholen....was ganz schön zeigt, wie hoch man die NFLE einschätzt. Und nach dem was ich von den Saints weiß, landen Game-Tapes auch gerne in den Archiven. Warum auch nicht? Entscheidend für die Teams ist, was einer im Camp leistet, nicht was er irgendwo in Europa zeigte.

      #67 schrieb:


      Welcher Coach kümmert sich den während des Camps so intensiv um seine Practice Squad Kandidaten das "gezielt" an deren Schwächen gearbeitet wird?


      Nun, da ich den Namen schon genannt habe - Mike McCarthy ist so einer. Sicherlich weniger während des Camps, weil da die Priorität auf der nächsten Saison liegt, aber gerade im Frühjahr wird da die ganze Zeit an den Schwächen gearbeitet. Da ist die Zeit, wo man man die Gelegenheit dazu hat. Deswegen meint er z.B. bei QBs, dass es überhaupt keinen Sinn macht, die vor dem 2. Jahr überhaupt rüberzuschicken...die brauchen unbedingt das Frühjahrstraining, um mal die Grundlagen zu legen. Nur ist das eben auch NFLE-Zeit.

      #67 schrieb:


      Und jetzt gehen wir mal weg von den QBs, wie sieht es mit Spielern aus die Positionen wechseln sollen? Guard statt Tackle? Rechte Seite auf die Linke. Linebacker auf Safety. WR als CB? Da soll es nichts wert sein in echten Spielsituationen zu sehen wie die sich schlagen?


      Aber das passiert doch ständig in der NFL ohne dass man dafür die NFLE braucht. Jedes Jahr werden ne Menge OTs nach innen geschoben. Devin Hester wechselt in den Angriff, etc. Und so einen Move bereitet man doch vernünftigerweise mit Training vor....und wo macht man das denn besser? In den USA mit besseren Trainern und Bedingungen? Oder in Europa, wo Trainer gerne mal um Siege zu erringen wenig Wert auf die Wünsche der NFL-Teams legen.
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    • Patmann schrieb:


      Ach ja, bei dem Thema kommt man dann auch noch zwangsläufig auf mögliche NFL-Season-Spiele in Europa zu sprechen. Dass eine NFL-Minisaison die NFL Europa auf Dauer ersetzen könnte, ist ein Märchen. Wenn hier in der AOL Arena meinetwegen die Tampa Bay Buccaneers gegen die Carolina Panthers spielen, wird das sicherlich zunächst ein großer Erfolg. Das Stadion wird schnell ausverkauft sein. Aber man kann doch nicht ernsthaft erwarten, dass sowas langfristig gut geht. Die Hamburger würden es sicherlich zunächst als tolles Spektakel sehen. Doch mit der Zeit wird es sich auf jeden Fall abnutzen. Warum? Weil es einfach keine Identifikation gibt, vor allem, wenn im nächsten Jahr plötzlich zwei andere Franchises nach Hamburg kommen.


      Hallo
      All das würde mich Jahr für Jahr dazu bewegen eine Karte zu kaufen. Abgenutzt hat sich bei mir bisher nur das Interesse 5 mal im Jahr zu Thunder zu gehen. Lieber sehe ich ein mal im Jahr Qualitätsfootball der dann auch als einmaliger Event andere Beachtung erfahren würde.

      Von mir aus könnten sie die nfle dichtmachen und mit dem Geld einmal im Jahr den Flug zweier richtiger Football Teams finanzieren :hinterha:
      Gruß MJ
    • Derek Brown schrieb:

      Wer im College für oder gegen große Colleges angetreten ist, musste mit wesentlich größeren Crowds umgehen, als er sie in der NFLE je zu Gesicht zu bekommen wird.

      Nur sind nicht alle diese Jungs von großen Colleges. Oder wie im Fall von Casell haben sie im College kaum gespielt. Und gerade bei den großen Colleges spielen sie mit so viel Talent im eigenen Team zusammen das viele Spiele eher als Walkover gelten sollten.

      Da haben die Jungs schon genug bewiesen. Und ein 2 Minute Drill im Traningscamp ist nun auch alles andere als ein Picknick, denn für die QBs, über die wir hier reden, geht es auch da um ihren Job.

      Stimmt, nur sind die Spieler auf der anderen eben immer noch Mitglieder des selben Teams. und dann gibt es da auch noch solche Geschichten wie die roten Leibchen u.ä.

      Der Druck ist da vielleicht sogar größer, denn diese Tapes schauen sich die Coaches tatsächlich an. Bei den NFLE-Tapes bin ich mir alles andere als sicher.

      Wäre das dann aber nicht ein Versäumnis des jeweiligen Teams und vielleicht sogar einer der Gründe warum weniger Spieler den Sprung schaffen? Nicht weil die Qualität fehlt, sondern weil sich keiner die Zeit nimmt es auch anzuschauen? Wenn ich sehe was einige Teams so veranstalten um vielleicht ein Talent zu entdecken (neuester Trend sind ja Collegebasketballer ala Gates) wundert es mich schon wenn sie solch eine mögliche Einzugsquelle vernachlässigen. Als GM eines Teams würde ich es mir wahrscheinlich leisten einen Scout einzustellen der nur NFLE, CFL und AFL verfolgt und analysiert. Wenn ich dem 100k zahle und er nur einen Starter oder Top Backup alle zwei Jahre liefert wäre das immer noch ein Gewinngeschäft.

      Und nach dem was ich von den Saints weiß, landen Game-Tapes auch gerne in den Archiven.

      Gerade bei den Saints wundert es mich, denn die haben doch einige Leute aus der NFLE herausgebracht. Andererseits, die Tapes mögen für das aktuelle Team nicht von zu großem Interesse sein, aber es dürfte anders aussehen wenn es darum geht welchen FA ein Team einlädt oder wem es einen Vertrag anbietet.

      Nun, da ich den Namen schon genannt habe - Mike McCarthy ist so einer. Sicherlich weniger während des Camps, weil da die Priorität auf der nächsten Saison liegt, aber gerade im Frühjahr wird da die ganze Zeit an den Schwächen gearbeitet. Da ist die Zeit, wo man man die Gelegenheit dazu hat. Deswegen meint er z.B. bei QBs, dass es überhaupt keinen Sinn macht, die vor dem 2. Jahr überhaupt rüberzuschicken...die brauchen unbedingt das Frühjahrstraining, um mal die Grundlagen zu legen. Nur ist das eben auch NFLE-Zeit.

      Fällt zum Teil natürlich auch unter "Ego". Aber im Prinzip spricht die NFLE ja auch nicht gegen seine Theorie, jemand wie Brad Johnson hatte ja auch schon mehr Jahre auf dem Buckel als er rüberkam.

      Aber das passiert doch ständig in der NFL ohne dass man dafür die NFLE braucht. Jedes Jahr werden ne Menge OTs nach innen geschoben. Devin Hester wechselt in den Angriff, etc. Und so einen Move bereitet man doch vernünftigerweise mit Training vor....und wo macht man das denn besser? In den USA mit besseren Trainern und Bedingungen? Oder in Europa, wo Trainer gerne mal um Siege zu erringen wenig Wert auf die Wünsche der NFL-Teams legen.

      ich sag ja nicht das das System nicht verbesserungsfähig ist. Es aber als einen weiteren Weg der Evaluierung vollkommen auszuschließen ist schlichtweg leichtfertig. Wenn ich aus 5 Jahren NFLE nur einen Starter oder zuverlässigen Backup gewinne dürfte sich die Investition schon gelohnt haben wenn der Spieler sonst durchs Netz gefallen wäre. Ganz zu schweigen davon das irgendwann einer der Nationals den Sprung schaffen wird, Leute die sich ohne die NFLE vielleicht nie genug für Football interessiert hätten. Und was Positionswechsel angeht, sicher kommen die auch in der NFL ständig vor. Und manchmal klappen sie auch, aber wie häufig hört man denn von den fehlgeschlagenen Projekten? Nur auf den jährlichen Listen der Cuts. Sind die fehlgeschlagen weil der Spieler es nicht drauf hatte? Oder konnten sich die Coaches vielleicht doch einfach nicht intensiv um diese Jungs kümmern und es fehlte ihnen die Erfahrung in richtigen Spielen?
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    • Patmann schrieb:

      Es ist doch klar, dass eine Liga wie die NFLE nur dann überleben kann, wenn sie Massen von Zuschauern in die Stadien zieht. Und das schafft sie auf jeden Fall nur dann, wenn sie weitgehend glaubwürdigen Sport veranstaltet. Ich denk mal, dass man eindeutig sagen kann, dass der Sport in der Liga zum jetzigen Zeitpunkt ein gutes Stück glaubwürdiger ist als noch vor 10 Jahren, weil die NFLE-Teams weitgehend autonomer sind als damals.


      Endlich hab ich was kapiert. Du guckst definitiv eine andere Liga - wahrscheinlich auch einen anderen Sport - als ich!

      Die Liga ist glaubwürdiger und weniger auf Ausbildung ausgerichtet? Dann meinst Du aber nicht die NFLE, in der z.T Spieler mitten während der Saison hin- und hergetauscht werden (letztes Jahr Allen/Wong), in der bis vor wenigen Wochen die Mutterliga befohlen hat, auch den 2. QB spielen zu lassen (wo ist das eigenständig?????) und die Spielerzuteilung nicht über eine frei Draft sondern eine recht willkürliche Zuweisung eines Teils der Spieler (und dem Großteil der Skill-Position Spieler) erfolgt. Wenn Du das eigenständig nennst, dann definieren wir diesen Begriff leicht unterschiedlich!
    • Patmann schrieb:

      Es ist doch klar, dass eine Liga wie die NFLE nur dann überleben kann, wenn sie Massen von Zuschauern in die Stadien zieht.


      Vielen Dank für dieses Todesurteil ;) Mal ehrlich, dazu wird es doch auf absehbare Zeit nicht kommen.

      Patmann schrieb:


      Mittlerweile ist die NFLE nun mal keine Ausbildungsliga mit dem Zusatz der Internationalisierung der Sportart bzw. der NFL mehr, sondern eher andersrum: Sie ist auf dem besten Weg ein Aushängeschild für die Internationalisierung des Footballs/der NFL zu werden mit dem Zusatz, dass es auch noch im geringen Maße eine Ausbildungsliga ist.


      Nur wird sie genau so nicht den NFL-Ownern verkauft.

      Patmann schrieb:


      Ich versteh nicht warum ausgerechnet dieser Umstand das Ende der Liga bedeuten soll.


      Weil dann das zweite Standbein der Liga fehlt. Selbst kann sie sich nicht tragen und als Marketing-Instrument schwindet ihr Wert mehr und mehr. Man kann wohl kaum behaupten, dass der Rückzug aus England, Schottland, Spanien der internationalen Vermarktung irgendwie geholfen hat. Marketing fraglich, Developemnt mau - macht das die Liga stärker?

      Patmann schrieb:

      Ich denke mal, dass der Typ einfach noch nicht gerallt hat, dass der viel wichtigere Wert der Liga die Expansion der NFL nach Europa ist, in Form einer eigenständigen Liga mit hohem Identifikationspotenzial.


      Nur hat die NFL daran kein besonderes Interesse. Sie will die NFL vermarkten, nicht die NFLE! Und wenn deine Identifikationsthese stimmt, dann gibt die NFL Millionen dafür aus, dass sich ein paar Hamburger für die Sea Devils interessieren. Für die interessiert sich ausserhalb Hamburgs aber niemand und die Hamburger selbst interessieren sich nicht für die NFL.

      Patmann schrieb:

      Clayton dagegen sieht die NFLE jedoch nur als reine Ausbildungsliga und macht diesen Umstand zu einer notwendigen Bedingung für das Überleben. Ich hoffe einfach, dass die NFL-Team-Owner nicht auch so egoistisch denken, sondern mal über den Tellerrand schauen.


      Das hat nichts mit Tellerrand oder mit Clayton zu tun. Wenn ein Owner eine Million Dollar auf den Tisch legt, will er dafür irgendwas sehen. Nur was?
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    • Kann mir eigentlich mal jemand erklären was zwischen dem letzten Jahr und heute passiert ist?

      Letztes Jahr jubelte die Liga noch mit neuen TV-Deals (NASN) und einem Commitment der Liga (5 Jahre) und heute steht das Ende bevor?

      Woher kommt das, außer zwei merkwürdigen Artikeln? Und das NASN eine miese NFLE Coverage hat?
    • So ganz neu ist das Thema nicht. Die NFLE war Tagliabues Ding. Nun wo er weg ist wurde auch schon auf Sporting News vor Wochen spekuliert, dass wenn der neue Comissioner die Liga nüchterner als Tagliabue betrachten würde, das Fazit auch anders ausfallen könnte. Es würde zu Goodell passen, dass er im Sommer Kassensturz macht und "er" dann eine Entscheidung fällt. Schließlich will er bestimmt nicht eine Altlast mit sich rumschleppen.
      "I guess football has always been a barometer of the times: the takeover of Manchester United was a perfect manifestation of the unacceptable face of modern capitalism." - Jarvis Cocker.
    • Derek Brown schrieb:

      So ganz neu ist das Thema nicht. Die NFLE war Tagliabues Ding. Nun wo er weg ist wurde auch schon auf Sporting News vor Wochen spekuliert, dass wenn der neue Comissioner die Liga nüchterner als Tagliabue betrachten würde, das Fazit auch anders ausfallen könnte. Es würde zu Goodell passen, dass er im Sommer Kassensturz macht und "er" dann eine Entscheidung fällt. Schließlich will er bestimmt nicht eine Altlast mit sich rumschleppen.


      Naja, aber gerade Goodell ist ja auch ein Freund der Internationalisierung. Und auch ein American Bowl in China hätte keine Gewinne gebracht, im Gegenteil.

      Ich denke, man kann die internationalen Spiele machen, ohne die NFLE sein zu lassen. Sehe das recht entspannt.
    • Fireborg schrieb:

      Naja, aber gerade Goodell ist ja auch ein Freund der Internationalisierung. Und auch ein American Bowl in China hätte keine Gewinne gebracht, im Gegenteil.

      Ich denke, man kann die internationalen Spiele machen, ohne die NFLE sein zu lassen. Sehe das recht entspannt.
      Viele Footballfans wollen die echten Mannschaften sehen, und keine 3rd-Stringer, die dann hierzulande als mitentscheidend im Erreichen des Superbowls von Team x oder y verkauft werden, nur weil sie da 1 Jahr lang im Practice Squad standen... Bei diesem Pekingentenbowl hätten die Starter doch wenn überhaupt einen Drive gemaxhct... Bei vielen Sportarten hat man durch internationale Meisterschaften und Wettbewerbe die Möglichkeit, die Stars der Sportart quasi überall zu erleben, nur beim Football derzeit nicht... Würde in Wien oder Paris eine NFL-E Franchise eröffnet werden, würde ich da für NFL-E nicht hinfahren, gibts hingegen im Stade de France z.B. New England gegen New Orleans als echtes zählendes Reg. Season Game würd ich mich sofort auf den Weg machen ;)
    • packerman schrieb:

      Hier ist noch ein wenig Oel für's Feuer

      Dir ist schon bewußt was diese Diskussion (mal wieder) ausgelöst hat? Schau bei Gelegenheit mal hier vorbei ;)
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    • washingtonpost.com/wp-dyn/cont…6/11/AR2007061102108.html

      Grad der passende Artikel zur Diskussion.
      "From every report I get he's doing great," Coach Joe Gibbs said. "I think Casey is somebody we like, and certainly he's made the most of his opportunity over there."
      Quarterbacks Coach Bill Lazor is keeping the closest eye on Bramlet. They exchange e-mails on occasion and every Monday Lazor checks the Europa stats to see where Bramlet stands. Lazor has seen Bramlet play some on NFL Network broadcasts from Europe -- he tuned in about 15 seconds after Bramlet's winning pass Saturday -- and, once the coaching game film arrives at Redskins Park (it takes some time for it to arrive from Germany), Lazor views segments of that as well.
      Our number one goal for Casey was to go over and be productive, and obviously he's done a really good job of that," Lazor said. "I've seen him a bunch of ways -- live, on replays or game film -- and it looks like this has been really good for him. He looks like he is playing with a lot of confidence and is doing a really good job on his presence in the pocket."





      FightiHH: gibts hingegen im Stade de France z.B. New England gegen New Orleans als echtes zählendes Reg. Season Game würd ich mich sofort auf den Weg machen

      Nur wieviele machen das? wenn es das 4 Spiel eines Jahres im engeren Kreis (Europa) ist. Die benötigten Zuschauer wird man so nicht bekommen.

      Da hat Patmann schon recht ohne Identifikation würde so eine Serie von Spielen selbst bei der NFL mit der Zeit seinen Reiz verlieren.
    • Bears-Football schrieb:

      Nur wieviele machen das? wenn es das 4 Spiel eines Jahres im engeren Kreis (Europa) ist. Die benötigten Zuschauer wird man so nicht bekommen.

      Da hat Patmann schon recht ohne Identifikation würde so eine Serie von Spielen selbst bei der NFL mit der Zeit seinen Reiz verlieren.
      Tja, würde ein NFL Spiel in Köln oder Berlin stattfinden würds ausverkauft sein, die NFL-E Zahlen dagegen... Was lässt die NFL besser aussehen, was hat sie lieber ? 2-3 mal im Jahr ausverkauftes Stadion ohne Freikarten (perspektivisch gesehen, bei einem 17. Spiel im Spielplan sogar mehr) , oder eine Liga mit 30 Spielen, wo man ohne Freikarten und ohne die ganzen Jugendfeuerwehren zum Minimalpreis einzuladen in den meisten Standorten kaum über 15000 Zuschauer im Schnitt hinbekommt ? (mal von den Strukturen, die man vor Ort haben muss ganz abgesehen ?).
    • FightiHH schrieb:

      Tja, würde ein NFL Spiel in Köln oder Berlin stattfinden würds ausverkauft sein, die NFL-E Zahlen dagegen... Was lässt die NFL besser aussehen, was hat sie lieber ? 2-3 mal im Jahr ausverkauftes Stadion ohne Freikarten (perspektivisch gesehen, bei einem 17. Spiel im Spielplan sogar mehr) , oder eine Liga mit 30 Spielen, wo man ohne Freikarten und ohne die ganzen Jugendfeuerwehren zum Minimalpreis einzuladen in den meisten Standorten kaum über 15000 Zuschauer im Schnitt hinbekommt ? (mal von den Strukturen, die man vor Ort haben muss ganz abgesehen ?).


      Ich glaub schon, das auch bei reg. Spielen irgendwann ein Abnutzungseffekt einsetzt ... das erste Mal im neuen Wembleystadion ist jetzt der Knaller ... ob das auch in 3 oder 4 Jahren noch zutrifft, wage ich zu bezweifeln ...

      Das mit den Freikarten seh ich nicht so dramatisch ... haben die Blue Devils in der Vergangenheit ja auch schon massiv gemacht ... volles Stadion -> zufriedene Sponsoren. Da wird das Marketingbudget halt so verbraten anstatt zweifelhafte Musikacts für teuer Geld ins Stadion zu holen (z.B. Tokio Hotel).

      Das große Problem, was die NFLE in meinen Augen hat ist die eigene Identität ... was will man sein? Trainingsliga oder eigenständige Liga? Beides gleichzeitig lässt sich in meinen Augen nur unzureichend unter einen Hut bringen.
    • @Fireborg
      Ok, vielleicht war es noch etwas übertrieben. Sicherlich spielt der Ausbildungsgedanke immer noch eine unübersehbare Rolle. Trotzdem... die Tendenz geht dahin, dass die Spielerausbildung unwichtiger für die Liga wird. Ich hab schon jetzt das Gefühl, dass die Teams viel erfolgsorientierter arbeiten. Sie lassen hauptsächlich die besten Spieler aufs Feld, zum Leidwesen der Backups, die teilweise vergeblich auf ihre Chance hoffen. Wenn Martino merkt, dass der Backup-QB um Längen schlechter ist als der Starter, dann läßt er ihn halt nach dem dritten Spieltag nicht mehr ran. Das wäre früher in der krassen Form wohl eher nicht möglich gewesen.

      Auch der amerikanische Autor des Kommentars hat diese Entwicklung bestätigt. Die Zahl der allocated Players nimmt nun mal ab. Die Zahl der wiederkehrenden Spieler nimmt immerhin leicht zu. Sicherlich wird der Trend bestehen bleiben. Das hat die Liga ja auch immer wieder betont, dass so eine Entwicklung bewusst angedacht ist. Man will die Liga für die Zuschauer attraktiver gestalten und nimmt dafür einen Verlust an Spielerentwicklung für die NFL in Kauf. Absolut die richtige Entscheidung. Nur darf man den Bogen nicht überspannen, weil sonst einige NFL-Owner den Geldhahn zudrehen, weil sie einfach zu egoistisch denken.

      JensMJ schrieb:

      All das würde mich Jahr für Jahr dazu bewegen eine Karte zu kaufen. Abgenutzt hat sich bei mir bisher nur das Interesse 5 mal im Jahr zu Thunder zu gehen. Lieber sehe ich ein mal im Jahr Qualitätsfootball der dann auch als einmaliger Event andere Beachtung erfahren würde.
      Das mag sein. Sicherlich gibt es auch noch andere Footballfans, die so denken. Und natürlich die nicht wenigen europäischen NFL-Fans.
      Nur von denen gibt es einfach nicht genug, um die Stadien hier in Europa bei NFL-Spielen dauerhaft voll zu kriegen. Das funktioniert am Anfang sicherlich super, aber mittel- bis langfristig kannst du die Massen mit hochklassigem Sport allein nicht binden.

      Deswegen ist eine Liga mit lokal angesiedelten Teams auf Dauer die bessere Variante. Wie gesagt, Identifikation und Bindung mit einer Franchise (siehe Galaxy) spielt eine große Rolle. Nur durch diese Bindung kommt es in den Stadien ja auch zu der tollen Atmosphäre.

      Derek Brown schrieb:

      Weil dann das zweite Standbein der Liga fehlt. Selbst kann sie sich nicht tragen und als Marketing-Instrument schwindet ihr Wert mehr und mehr. Man kann wohl kaum behaupten, dass der Rückzug aus England, Schottland, Spanien der internationalen Vermarktung irgendwie geholfen hat. Marketing fraglich, Developemnt mau - macht das die Liga stärker?
      Ich glaub schon, dass sie sich mittelfristig selbst tragen kann. Deutschland ist ein exzellenter Standort für eine solche Liga. Hier herrschen hervorragende Marketing-Möglichkeiten, gerade im Sportbereich.
      Momentan ist ein Aufwärtstrend erkennbar. Es wird sicherlich dauern und man wird weitere Geduld benötigen. Ich seh aber keinen Grund warum man nicht bei jeder Franchise einen 20.000er Schnitt erreichen sollte. Schafft man das, dann wirft die Liga auch Gewinne ab. So weit ist man davon gar nicht entfernt.

      Derek Brown schrieb:

      Nur hat die NFL daran kein besonderes Interesse. Sie will die NFL vermarkten, nicht die NFLE!
      Wer sagt das? Ich glaub der NFL liegt sehr viel daran, dass sich die NFLE-Franchises zu populären und wertvollen Marken entwickeln mit einer hohen Fanbase.
      Das hat zum Beispiel mit der Galaxy bislang sehr gut geklappt. Frankfurt Galaxy hat einen vergleichsweise hohen Markenwert. Was spricht eigentlich dagegen, dass die NFL Europa in 150 Jahren in Europa genauso erfolgreich ist wie die NFL zur jetzigen Zeit in den USA?
      Wir wissen doch alle wie die Amerikaner denken. Think Big!
      Vielleicht stammt dieser Wille einer großen erfolgreichen NFL Europa weniger von den Team-Ownern als vielmehr von den strategischen Entscheidern. Kann man nur hoffen, dass sich da die richtigen Leute durchsetzen.

      FightiHH schrieb:

      Tja, würde ein NFL Spiel in Köln oder Berlin stattfinden würds ausverkauft sein, die NFL-E Zahlen dagegen... Was lässt die NFL besser aussehen, was hat sie lieber ? 2-3 mal im Jahr ausverkauftes Stadion ohne Freikarten (perspektivisch gesehen, bei einem 17. Spiel im Spielplan sogar mehr) , oder eine Liga mit 30 Spielen, wo man ohne Freikarten und ohne die ganzen Jugendfeuerwehren zum Minimalpreis einzuladen in den meisten Standorten kaum über 15000 Zuschauer im Schnitt hinbekommt ? (mal von den Strukturen, die man vor Ort haben muss ganz abgesehen ?).
      Die NFL-Miniseason ist ein kurzfristiges Ding. Man braucht da im Prinzip kaum was investieren und bekommt sofort Gewinne eingefahren. Die NFL Europa hingegen ist eine riesige Investition, die sich, sofern sie nicht scheitert, erst auf lange Sicht auszahlen wird. Deswegen glaub ich auch, dass das eine das andere nicht ersetzen kann. Zudem wendet sie sich an unterschiedliches Publikum. Die NFL-Spiele sprechen hauptsächlich die zahlreichen NFL-Fans an. NFLE-Spiele dagegen werden überwiegend von einem Publikum besucht, welches den Sport erst seit kurzer Zeit kennt und erst langsam lieben lernt.

      Zickel schrieb:

      Ich glaub schon, das auch bei reg. Spielen irgendwann ein Abnutzungseffekt einsetzt ... das erste Mal im neuen Wembleystadion ist jetzt der Knaller ... ob das auch in 3 oder 4 Jahren noch zutrifft, wage ich zu bezweifeln ...
      Vollste Zustimmung. Ich glaub wenn die in einem maroden unbekannten Stadion gespielt hätten, wäre der Vorverkauf viel schleppender geworden. Der Wembley-Effekt ist da nicht zu unterschätzen. Beim zweiten, dritten oder vierten Mal, werden die es schwerer haben das Stadion zu füllen. Wenn etwas nicht mehr neu ist, läßt es sich irgendwann schwerer verkaufen. Dem kann man nur mit einer Bindung an das Produkt entgegenwirken.

      Zickel schrieb:

      Das große Problem, was die NFLE in meinen Augen hat ist die eigene Identität ... was will man sein? Trainingsliga oder eigenständige Liga? Beides gleichzeitig lässt sich in meinen Augen nur unzureichend unter einen Hut bringen.
      Sicherlich ein Punkt, der entscheidend sein wird für den weiteren Erfolg. Momentan würde die Liga ohne den Trainingsgedanken nicht existieren können. Schließlich braucht man die guten Amerikaner, um den Zuschauern ein hohes sportliches Niveau bieten zu können. Deswegen arbeitet die NFLE auch nicht umsonst an der Basis mit z.B. Flagfootballprogrammen und Coaches Clinics. Denn irgendwann will man den Anteil der deutschen Spieler erhöhen. Wenn möglich so stark, dass amerikanische „Azubis“ gar nicht mehr nötig sind.
    • Wendigo schrieb:

      Und wenn sich Favre, Manning oder Brady verletzen? Dann hat der Backup zehn Spiele in den Knochen, die OTAs verpasst und kommt aus dem letzten Loch pfeifend ins Camp.

      Klar, ein Casell der seit der Highschool keine ernsthafte Spielpraxis erhalten hat ist ja auch so viel geeigneter als solch ein QB :tongue2: Aber das ist wofür die meisten Teams Leute wie Vinny Testaverde oder Brad Johnson auf Vorrat halten, die wenigstens setzen darauf das der QB den sie entwickeln längerfristig zum Einsatz kommt, außer vielleicht bei Erstrundenpicks. und es ist ja auch durchaus nicht so das das derzeitige Verfahren eine einzige Erfolgsstory ist ...

      dass die genannten Nachteile auf Kicker schlicht nicht zutreffen

      Stimmt, aber deshalb kannst Du nicht einfach die Tatsache vernachlässigen wieviele erfolgreiche Punter und Kicker ihre Sporen und vielleicht späteren Chancen in der NFLE verdient haben. Oh, und ein weiterer Faktor der auch noch nicht erwähnt wurde, die Referees die hier getestet werden. In der Theorie sollte auch das zu besseren Leistungen und mehr Erfahrung der Referees in der NFL führen, alles Faktoren die sich nicht in Geld messen lassen, aber eigentlich nicht vernachlässigt werden sollten.

      Dass ein Spieler in einem anderen System, unter anderen Coaches, mit deutlich kürzerer Vorbereitungszeit

      Und genau deshlab gibt es ja allokierte Spieler, damit das NFL Team einen gewissen Einfluß darauf hat in was für ein System und zu was für einem Coach der Spieler kommt.

      Wenn du selbst einmal Sport auf Wettkampfebene betrieben hast, weißt du ja sicher selbst, wie schmal der Grad zwischen Form und Nicht-Form ist.

      Sorry, aber ich habe meine Leistung bei Spielen in Wales oder Schottland genauso bringen können wie bei Heimspielen, und das trotz stundenlanger Anfahrt in zu kleinen mit 4-5 Leuten besetzten Autos. War vielleicht nicht ganz das Niveau der NFLE, aber Dein Argument sticht da einfach nicht. Und die Tatsache das z.B. ein Guard einen Bull Rush nicht aufhalten kann oder ein CB auf jeden Fake reinfällt damit zu erklären das sie weit weg von zuhause sind ist dann doch ein wenig arg konstruiert.

      Aber sind das nicht genau die Perlen in der Ausschussware?

      Genau das sag ich ja. Ich vertrete einfach den Standpunkt das eine einzige solche Perle die durch die NFLE entdeckt wird mehrere Jahre an Investitionen wert ist oder sein sollten. und selbst wenn die NFLE nur dazu führt das die Spieler #35-42 im Roster auf einem höhren Niveau spielen als ohne die Evaluierung in der NFLE sollte das etwas wert sein.
      When I die and go to hell, hell will be a Brett Favre
      game, announced by the ESPN Sunday night crew,
      for all eternity. Paul Zimmerman
    • Wendigo schrieb:

      Ursprünglich, ja. Allerdings hat er schon letzte Offseason einen ziemlich guten Eindruck gemacht (und sich dann verletzt) und gehörte auch in den diesjährigen OTAs zu den Gewinnern. Halte es nicht für ausgeschlossen, dass er den letzten WR-Spot bekommt.


      Soviel also zu diesem Thema ... Dolphins release Campell

      War wohl doch eher die Culpepper Connection.
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    • Aus dem Frankfurter "Let's get loud" Forum:

      Hallo,

      gestern war auf unserem "Event" bei den Phantoms jemand da, der angeblich einen Bericht auf n-tv gesehen hat, das 4 NFL Teams die Liga auferstehen lassen wollen (Chargers, 49er, Chiefs und Giants). Hat da jemand genauere Info's, Gab es einen Bericht? Wer hat ihn gesehen? Das glaube ich erst wenn ich es selbst sehe, das wäre zu schön um wahr zu sein. Vielleicht war das nur ein Traum (aber ohne Träume...)


      Take it for what it's worth.
    • Moose schrieb:

      Aus dem Frankfurter "Let's get loud" Forum:



      Take it for what it's worth.



      Ein schöner Traum und man weis ja aus den vergangenen Wochen, dass zumindest GM Peterson von den Chiefs wirklich wohl DER Befürworter der NFLE war. Bei den Chargers hingegen wundert es mich etwas, da die m.E. das Programm/die Liga nie sonderlich groß unterstützt haben und auch relativ wenig nennenswerte Spieler (außer natürlich "Leckerkerker") abgestellt hatten :paelzer:
    • Peter schrieb:

      Der AFVD startet die Aktion Fans are Friends forever

      afvd.de/text.php?Inhalt=newsmeldung&ID=3235&HP=AFVD

      :bengal
      Die bekloppteste Initiative aller Zeiten (sponsored by Ericsson) soll jetzt auch hier noch Einzug halten?

      Ok...dann ab sofort gemeinsam Tee trinken und sich am Spiel erfreuen. Ist ja quasi egal, wer gewinnt :hinterha:
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!
    • Buccaneer schrieb:

      :bengal
      Die bekloppteste Initiative aller Zeiten (sponsored by Ericsson) soll jetzt auch hier noch Einzug halten?

      Ok...dann ab sofort gemeinsam Tee trinken und sich am Spiel erfreuen. Ist ja quasi egal, wer gewinnt :hinterha:



      Nur mal eine dumme Frage: Was ist so bekloppt daran? Steige da nicht so hinter Deiner Argumentation?

      Zu wenig Prügelein beim Football. Zu wenige Ultras? zu wenig Glatzen in Stiefeln?
    • SakurabaPk schrieb:

      Nur mal eine dumme Frage: Was ist so bekloppt daran? Steige da nicht so hinter Deiner Argumentation?

      Zu wenig Prügelein beim Football. Zu wenige Ultras? zu wenig Glatzen in Stiefeln?

      Darum geht es nicht.
      Nur wurde innerhalb der Fangruppierungen in den letzten Jahren zuviel Schindluder betrieben und immer wieder auf diesem Thema rumgeritten.
      Zumal das nix anderes als ne beschissene Werbung war früher.

      Wen ich als meine "Freunde" habe, suche ich mir immer noch selber aus und lasse mir das nicht von irgendeiner Initiative erklären.
      Und "nein", ich habe nicht aufgehört zu pfeiffen, wenn die Gegner eingelaufen sind. Ebenso hab ich es nie für nötig gehalten, bei jedem kleinen Umknicken eines gegnerischen Spielers aufzuspringen und ihm klatschend meine Solidarität zu bekunden und mich quasi bei ihm zu bedanken, dass er so nett war, nach Deutschland zu kommen! Das ist ein Vollkontaktsport. Da passieren Verletzungen.
      Dieses "Wir sind alle eine große Familie" ging mir tierisch auf die Eier

      Und bevor mir da einer Engstirnigkeit vorwirft: ich hatte bis zum Schluß meinen lieben Freund Harry als Sitznachbarn. Wahrscheinlich extremster Galaxy-Fan aller Zeiten, der aber trotzdem noch ne Dauerkarte für Fire hatte. Nur DEN hab ich mir freiwillig "ausgesucht"
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!