• Ja, Dank Dir. So ähnlich habe ich das auch verstanden. Die Grundlagenausdauer ist auch grundsätzlich gegeben. Ich habe tatsächlich eher Bedarf das höhere Tempo (5:13/km) bei <3:40h auf die 42km zu halten.

  • Meine Marathontrainingspläne sind immer ähnlich gestrickt und die angepeilte Zielzeit beeinflusst dann die Paces, sowie die Wochenkilometer.


    Grundgerüst eines 10-Wochen Trainingsplan:

    • 3 Quality Einheiten:
      • Dienstag - Intervalle: 4-5x 1000m im 10KRT mit 400m Trabpause, 3-4x 2000m im HMRT mit 600m TP, 3-5x3000m/4000m/5000m in MRT mit 800-1000m TP.
        • Belastung/Länge von Woche zu Woche steigernd und pace immer mehr der MRT anpassen. Z.b. 4x1000m 10KRT, 3x2000m HMRT, 5x1000m 10KRT, 4x2000m HMRT, 3x3000m MRT, 4x3000m MRT, 3x4000m MRT, 3x5000m MRT
      • Donnerstag - Tempodauerläufe: 8-15 km in MRT + 5-10s.
        • Länge von Woche zu Woche steigernd (je 2km mehr)
        • Als Ersatz kann man hier auch flotte Dauerläufe machen im MRT +20-30s
        • Persönlich sind diese Einheiten für mich sehr wichtig um die Beine ans Tempo auf längeren Strecken zu gewöhnen.
      • Wochenende: langer Lauf mit Ziel 4x >30km bzw. Testwettkampf in W3-5 und W5-7
        • z.B. 25km, 27km, 30km, 33km, 10K Rennen, 30km, HM Rennen, 35km, 20-25km, Marathon
        • Die letzten zwei 30+ Läufe mache ich mit Endbeschleuigung im MRT oder als Crescendo
    • Der Rest sind Auffülleinheiten im Jogging oder ruhigen DL Tempo (MRT +45-90s)
      • Mittwochs steht bei mir Jogging an um mich von der Intervalleinheit zu erholen und fit für den TDL zu sein
      • Fr/Sa mache ich die Pace immer je nach Gefühl der Beine. Wenn sie fit sind etwas schneller, ansonsten als langsame Joggingeinheit.

    Bzgl. Peak-Week (d.h. härteste Trainingswoche) und dem HM Wettkampf bin ich immer noch am ausprobieren. Letztes Jahr hatte ich meinen HM Test Wettkampf 5 Wochen vorm Marathon und die Peak Week dann die übernächste Woche um dann die letzten 3 Wochen die Belastung immer mehr zu reduzieren. Ich hatte dabei allerdings das Gefühl, dass ich zum Marathon noch etwas müde Beine hatte. Für den Hamburg Marathon probiere ich es jetzt mal etwas anders. Peak Week bereits in Woche 4 (ich muss dazu sagen, dass es bei mir auch eine Woche 0 gibt -> 11 Wochen Trainingsplan) und in den letzten 6 Wochen dann die Testrennen (10k Woche 5, HM Woche 7) zur Temposchärfung und etwas weniger Wochenkilometer, wobei die langen Läufe hier weiterhin bis Woche 8 mit 35km gesteigert werden (d.h. lange Läufe steigern, aber Intensität und Umfänge unter der Woche etwas reduzieren und den Fokus hierfür auf die Test-WK legen). Ich hoffe, dass ich so etwas frischere Beine zum Marathon habe. Mal sehen wie das wird.


    Luke: Dir würde ich als Tip geben zwischen 4 und 5 Trainingseinheiten zu variieren und wenn möglich die Intervalle auf Dienstag zu legen. Dann könntest du Donnerstag noch eine etwas flottere DL Einheit einlegen und Mittwochs jede zweite Woche eine Jogging Einheit einlegen. Aber das wichtigste ist, dass du auf deinen Körper hörst und ruhig auch mal etwas reduzierst (außer die langen Läufe).

  • Danke für Deine ausführliche Ausführung zu Deinem Training. Das ist wirklich hilfreich, da werde ich mit sicher was abgucken :thumbsup::fleh

    Dann sieht man sich ja eventuell in Hamburg. Da die Vollpfosten vom Düsseldorf Marathon eine Veranstaltung wohl nicht mehr machen wollen werde ich auch in Hamburg in den Marathon Start gehen und meinen zweiten Marathon versuchen :supz:

  • Mal 'ne technische Frage: Wie macht ihr das mit Intervallen, die keine vollen km umfassen - programmiert ihr eure Smartwatch darauf, lauft ihr sie nach Gefühl oder messt ihr klassisch mit Stoppuhr auf der Bahn? Mir ist das alles irgendwie zu umständlich, daher mache ich immer nur volle km. Aber das wird ja nicht Sinn der Sache sein, da Pläne sicher mit Absicht oft 400- oder 800m-Intervalle vorsehen. :paelzer:

    Русскій воєнний корабль, іді …!

  • Mal 'ne technische Frage: Wie macht ihr das mit Intervallen, die keine vollen km umfassen - programmiert ihr eure Smartwatch darauf, lauft ihr sie nach Gefühl oder messt ihr klassisch mit Stoppuhr auf der Bahn? Mir ist das alles irgendwie zu umständlich, daher mache ich immer nur volle km. Aber das wird ja nicht Sinn der Sache sein, da Pläne sicher mit Absicht oft 400- oder 800m-Intervalle vorsehen. :paelzer:

    Alles unter 1000m laufe ich auf der Bahn. Wobei ich seit 2 Jahren nur noch 1000+ Intervalle laufe. Falls du keine Bahn hast würde ich die Uhr programmieren.

  • Mal 'ne technische Frage: Wie macht ihr das mit Intervallen, die keine vollen km umfassen - programmiert ihr eure Smartwatch darauf, lauft ihr sie nach Gefühl oder messt ihr klassisch mit Stoppuhr auf der Bahn? Mir ist das alles irgendwie zu umständlich, daher mache ich immer nur volle km. Aber das wird ja nicht Sinn der Sache sein, da Pläne sicher mit Absicht oft 400- oder 800m-Intervalle vorsehen. :paelzer:

    Bahn ist natürlich das einfachste, da alle 50/100m markiert sind. Bei den meisten Laufuhren bekommt man dass auch recht einfach hin das zu skripten und akustiv informiert zu werden, vermutlich ist es bei Smartwatches ähnlich.


    Aber ich würde da keine Wissenschaft draus machen, du wirst ja ein paar Standardstrecken haben, da kannst dir mal grob diverse Distanzen beim Vorbeilaufen anschauen zb.: von Baum X zu Mistübel Y sinds grob 500m, von Parkplatz A zu Laterne B ca. 800 usw. Dass kannst dir dann bei den Intervallen zunutze machen, am Ende ist ist es ziemlich egal ob da jetzt ein Intervall mal 380m und dann mal 415m sind, 2x mal die 400m Distanz kannst als 800m Intervall verwenden usw.


    Wenn du die Intensität gut einschätzen kannst, kannst auch gleich auf Zeit Intervalle Umsteigen, dann ist die Strecke komplett egal.

  • Hier kann man gutes tun, laufen und spenden.

    Der Initiator Alex Holl hat schon bei der Flutkatastrophe einiges an Spenden auf diese Weise zusammen gebracht. Nun soll den Kindern im Krieg in der Ukraine geholfen werden.

    Ich hoffe das ist für das Forum okay wenn ich den Link hier teile: ist für eine echt gute Sache. Ansonsten, bitte Bescheid geben...

    Einmal editiert, zuletzt von Luke ()

  • Bzgl. Peak-Week (d.h. härteste Trainingswoche) und dem HM Wettkampf bin ich immer noch am ausprobieren. Letztes Jahr hatte ich meinen HM Test Wettkampf 5 Wochen vorm Marathon und die Peak Week dann die übernächste Woche um dann die letzten 3 Wochen die Belastung immer mehr zu reduzieren. Ich hatte dabei allerdings das Gefühl, dass ich zum Marathon noch etwas müde Beine hatte. Für den Hamburg Marathon probiere ich es jetzt mal etwas anders. Peak Week bereits in Woche 4 (ich muss dazu sagen, dass es bei mir auch eine Woche 0 gibt -> 11 Wochen Trainingsplan) und in den letzten 6 Wochen dann die Testrennen (10k Woche 5, HM Woche 7) zur Temposchärfung und etwas weniger Wochenkilometer, wobei die langen Läufe hier weiterhin bis Woche 8 mit 35km gesteigert werden (d.h. lange Läufe steigern, aber Intensität und Umfänge unter der Woche etwas reduzieren und den Fokus hierfür auf die Test-WK legen). Ich hoffe, dass ich so etwas frischere Beine zum Marathon habe. Mal sehen wie das wird.

    Peak week für den HH Marathon ist geschafft und jetzt beginnt der schöne Teil des Trainingsplans. Kurze Zusammenfassung der echt harten letzten 5 Wochen:

    • W1: 82 WKM; 6 TE, 2x Tempo, laLa 26km
    • W2: 86 WKM; 6 TE, 2x Tempo, laLa 28km
    • W3: 81 WKM; 5 TE, 1x Tempo, laLa 30km (etwas Erholung brauchte ich um die nächsten 2 Wochen durchziehen zu können)
    • W4: 93 WKM; 6 TE, 2x Tempo, laLa 33km
    • W5: 100 WKM; 6 TE, 2x Tempo, laLa 33km (Crescendo)

    Mein Körper schreit jetzt nach Erholung und daher freue ich mich auf die nächsten 6 Wochen, wo die Aufbauwettkämpfe zur Temposchärfung (10k Wettkampf nächste Woche und HM in 3 Wochen) und nur noch 1 langer Lauf (35 WKM; 2 Wochen vorm Marathon) anstehen.


    Insgesamt bin ich mit den ersten 5 Wochen zufrieden, wobei die Form noch nicht da ist, wo ich sie gerne hätte:

    • Direkt vor Beginn des Trainingsplan gingen meine VO2Max Werte für 2 Wochen ziemlich in den Keller (-5 Punkte). Ich war eigentlich nicht krank, aber irgendein Infekt muss da in meinem Körper gebrütet haben. Seit dem arbeite ich daran wieder auf das Level von Mitte Januar zu kommen.
    • Insgesamt sind die Tempoeinheiten und langen Läufe nicht so locker wie vorm New York Marathon und am Ende vorm Berlin Marathon. Das kann zum einen am möglichen Infekt zu Beginn liegen, aber wohl auch an meinem geänderten Trainingsplan. In der Vergangenheit habe ich immer enorme Leistungsprünge erst nach den Testwettkämpfen gemerkt und diese kommen ja jetzt erst noch.

    Ich bin sehr gespannt wie sich die Form in den nächsten 6 Wochen entwickelt. Ich hoffe, dass durch die längere Erholung bis zum Marathon und die späteren Testwettkämpfe ich dann genau zum Marathon die Form habe, die ich mir wünsche. In der Vergangenheit hatte ich ja (außer beim NYC Marathon) das Gefühl, dass ich die Höchstform etwas zu früh erreicht habe. Mal sehen. Für den Kopf ist es auf jeden Fall sehr schön, dass der härteste Teil jetzt schon geschafft ist und ich freue mich endlich wieder Wettkämpfe laufen zu können.


    Jetzt muss ich nur noch gesund bleiben. Die größte Herausforderung ist dabei, dass ich die nächsten 2 Wochen auf Geschäftsreise in Dänemark und der Schweiz bin und dort Corona ja schon für beendet erklärt wurde. Für die Konferenz in Kopenhagen wurde bereits kommuniziert, dass es keinerlei Masken-, Test-, oder Impflicht geben wird, wobei ich für mich schon entschieden habe die Konferenz nur mit Maske zu besuchen. In der Schweiz werde ich dann beim Kundenbesuch in Kauf nehmen, dass ich in den Meetings (ca. 5-6 Teilnehmer) ohne Maske sein werde.

    Einmal editiert, zuletzt von bashman ()

  • Sehr feiner Bericht, besten Dank für die ausführliche Beschreibung.


    Mich hat das Virus heute erwischt. Hatte schon seit 2 Tagen leichte Symptome, hab mich mehrfach täglich getestet und erst heute Nachmittag kam dann der positive Test raus. Den geplanten Halbmarathon durch den Kölner Königsforst für den Hamburg Marathon hatte ich schon vorher abgehakt weil ich mich echt unfair fühle. PCR Ergebnis wird frühestens morgen Abend erwartet.

    Es sind noch 5 Wochen bis zum Marathon, ich sehe schwarz für eine Verbesserung zum Herbstmarathon. Zumindest ist der Trainingsplan nun passe.

    Gibt es Informationen wie lange man nach ner Infektion nicht laufen sollte? Weiß da jemand genaueres?

    Bin grade echt geknickt :marge

  • Wie geht's dir inzwischen? Hab gesehen, dass du wieder ganz gut ins Training eingestiegen bist. Ich selber hatte mich auch zu dem Thema informiert, da ich davon ausgehe, dass es mich auch irgendwann erwischen wird. Von Sportmedizinern liest man immer wieder, dass man 2-4 Wochen Pause machen soll und dann erst vom Kardiologen checken lasssen soll, ob es wieder geht, aber das halte ich nicht für umsetzbar für die Normalbevölkerung. Ich würde wahrscheinlich warten bis die Symptome völlig auskuriert sind und dann nochmal ca. 7 Tage. Beim Wiedereinstieg dann genau auf den Körper und Puls hören und ganz langsam nur steigern. Wie hast du es gemacht? Drück dir auf jeden Fall die Daumen für den Marathon.

  • Bei mir stand am Sonntag der Berliner Halbmarathon an. Es war sehr kalt (0-4°), aber das liegt mir deutlich besser als Hitze. Hier ein kurzer Rennbericht:


    Der Start: KM 1-5:


    Mit Beginn der Startmusik fing es leicht an zu schneien und es war wunderschön. Mein Ziel war es auf keinen Fall zu schnell anzugehen und sehr genau auf meinen Puls zu achten. Bis KM 10 wollte ich max. bei 170er Puls (87%maxHF) sein und erst ab KM 15 in den roten Bereich über 175 (90% maxHF) gehen. Meine Beine fühlten sich super an und die ersten KM lief ich in 4:12/4:16/4:14 und 4:11. Mein Puls war noch bei 85%maxHF und es fühlte sich locker und wie mit Handbremse an. Die Kälte war kein Problem und als die Sonne raus kam wurde es sogar angenehm warm für mich beim Laufen. Die 5km Marke passierte ich dann in 21:05min (10sek schneller als Plan).

    Zwischenzeit KM 5: 00:21:05 (4:13/km)



    KM 5-10:


    Ab KM 5 ging es jetzt langsam leicht bergauf und hier war der Bereich wo ich mich beim HM 2021 verausgabt hatte um meine Zielpace zu halten und ab KM 8 immer langsamer wurde. Diesmal fühlte sich die Steigung locker an und ich konnte trotz Handbremse meine Pace halten bzw. sogar leicht beschleunigen. Ich erinnerte mich daran wie ich mich vor 7 Monaten an diesen Stellen fühlte und wurde immer zuversichtlicher, dass ich dieses Jahr mein Ziel von Sub 90min erreichen werde. Die Stimmung an der Strecke war toll und es waren endlich wieder die vielen Bands am Streckenrand wie vor Corona.

    Zwischenzeit KM 10: 00:41:57


    5k Split: 00:20:52 (4:11/km)



    KM 10-15:


    Es ging jetzt über den Ku'damm and der Gedächtniskirche vorbei in Richtung Potsdamer Platz. In den letzten Jahren war es hier gerne windig, aber zum Glück war es diesmal fast windstill und ich hatte inzwischen eine kleine Gruppe gefunden, die relativ gleichmäßig zusammen lief. Bei KM 10 nahm ich mein einziges Gel zu mir und an den Getränkestationen trank ich immer nur ein paar kleine Schlücke, was bei den Temperaturen völlig ausreichte. Ich merkte wie meine Beine noch Kraft hatten und mein Puls war wie geplant jetzt um die 170 aber nicht höher. Ab KM 11 entschloss ich mich daher leicht zu beschleunigen und meine Pace pendelte sich bei 4:06 ein. Lediglich mein linkes Knie fing leicht an zu schmerzen, aber da es nicht schlimmer wurde war es letztendlich auch kein Probelm. Bei KM 15 wartete meine Freundin mit einer Gatorade und einem Notfallgel auf mich, aber beides brauchte ich letztendlich nicht, da ich mir sicher war die letzten 6km mit etwas Wasser an den Getränkestationen auskommen zu würden.

    Zwischenzeit KM 15: 01:02:26


    5k Split: 00:20:29 (4:06/km)



    KM 15-Ziel:


    Ab dem Potsdamer Platz kam der Teil, wo ich mich die letzten Jahre immer am meisten gequält habe. Nie konnte ich die Strecke entlang des Checkpoint Charlie und zum Gendarmenmarkt genießen. Besonders der Teil, wo es die Leipziger Straße entlang weg vom Ziel ging, war am härtesten. Aber dieses Mal fühlte es sich super an und ich konnte mit einem Lächeln und der Gewissheit meine Zielzeit zu erreichen die letzten 6km genießen. Ich fing langsam an zu rechnen welche Zielzeit möglich war und merkte, dass ich sogar unter 1:28 laufen könnte. Ich konnte meine Pace bei ca. 4:06/km halten und den letzten KM dann sogar noch ganz leicht beschleunigen. Das abbiegen auf die Straße des 17. Juni mit Blick auf das Brandenburger Tor war ein Traum. Kurz vorm Ziel feuerte mich meine Freundin nochmal an und 3m hinterm Ziel konnte ich meine Tochter in den Arm nehmen und war überglücklich.

    Ziel: 01:27:18 (4:08/km)

  • Gratuliere den Halbmarathon-Finishern :) unter 1:28 ist ja echt ne geile Zeit :)


    Ich hab jetzt eher ne andere Frage: Ich bin Fußballer im Ruhestand (Kreuzbandriss nach brutalo-foul vor 7-8 Jahren) und hab seitdem nur mehr sporadisch Lauftraining gemacht. Nun hat sich mein Arbeitsplatz gewechselt und dort gibt es eine Dusche im Büro. Seit Mitte März lass ich daher das Auto stehen und fahre die Strecke (eine Strecke ca. 10 km, hin & retour = 20 km; etwa 100 Höhenmeter) mit dem Mountainbike (hoffentlich bald ein Gravelbike :thumbsup: ). Für eine Strecke benötige ich ungefähr 22 - 27 Minuten, je nach Witterungsverhältnisse.


    Nun hab ich mir überlegt, die Strecke auch mal zu laufen. Besonders bei Regen würde ich mich zu Fuß sicherer fühlen. Jetzt bin ich in der Fußballer-Vergangenheit 10 km auch schon ziemlich unter 40 Minuten gelaufen, nur ist das einige Jährchen her: Das Alter (bin Anfang 30) und einige KG kommen da jetzt noch obendrauf. Die Frage ist wie viel Zeit ich heute extra einplanen muss, um die Strecke zu bewältigen. Ist es überhaupt ratsam, die Strecke zu laufen? Reicht der Aufbau über das Fahrradfahren? Weil ich möchte jetzt nicht noch extra für die 2 x 10 km extra zu Hause mit Lauftraining beginnen. Ich würde halt gern hin und wieder die Strecke zu Fuß bewältigen und wenn es geht unter 60 Minuten bleiben, damit es mit dem Aufstehen in der Früh noch halbwegs annehmbar ist. Ist das realistisch?


    Danke im Voraus für euere Antworten!

  • Ich denke 10k in 60min wird relativ schnell realistisch sein für dich, allerdings solltest du erstmal mit kürzeren Läufen anfangen und dann langsam Richtung 10k steigern. 2x10k an einem Tag sind dann auch nochmal eine ganz andere Belastung. Mit Anfang 20 bin ich auch ohne Training die 10k unter 40 gelaufen, aber als ich dann mit Mitte 30 mit Laufen nach 5-6 Jahren Sportpause angefangen habe, brauchte ich ca. ein halbes Jahr um das erste Mal die 10k im Training unter 60min zu laufen. Das Fahrradfahren wird sicherlich viel helfen, allerdings nur bei der Ausdauer und nicht bei der muskulären Anpassung der Beine. Daher lieber langsam anfangen und dann Schritt für Schritt steigern. Ansonsten hast du schnell die ersten Beschwerden und Verletzungen. Evtl. kannst du ja dann auch einen Tag mit Fahrrad hin fahren und laufend zurück und am nächsten Tag umgekehrt. Dann hast du die Belastung auf 2 Tage aufgeteilt.

  • Gratuliation bashman , toller HM!


    Kann mich

    Das Fahrradfahren wird sicherlich viel helfen, allerdings nur bei der Ausdauer und nicht bei der muskulären Anpassung der Beine. Daher lieber langsam anfangen und dann Schritt für Schritt steigern. Ansonsten hast du schnell die ersten Beschwerden und Verletzungen. Evtl. kannst du ja dann auch einen Tag mit Fahrrad hin fahren und laufend zurück und am nächsten Tag umgekehrt. Dann hast du die Belastung auf 2 Tage aufgeteilt.

    Dass würde ich genauso unterschreiben. Dein Herz/Kreislaufsystem ist sicher kein Problem, eine Gefahr sehe ich auch eher bei Muskeln und Bändern.

    So 65min sollten vermutlich kein großes Problem sein wenn deine Muskulatur mitspielt.
    Von 2x10 innerhalb eines Tages würde ich auch eher abraten, eher wie vorgeschlagen auf 2 Tage und jeweils einmal mitm Rad oder auch beim Heimlaufen nur die halbe Strecke laufen und den Rest gehen, obst jetzt 60 oder 85 Minuten unterwegs bist wird sicher auch kein Problem sein.

    Geschwindigkeit und und Häufigkeit eher nicht zu schnell steigern und auf deinen Körper hören, gerade bei einem schon "vorgeschädigten" Knie kannst du mit falschem Ehrgeiz nur verlieren.

  • Wie geht's dir inzwischen? Hab gesehen, dass du wieder ganz gut ins Training eingestiegen bist. Ich selber hatte mich auch zu dem Thema informiert, da ich davon ausgehe, dass es mich auch irgendwann erwischen wird. Von Sportmedizinern liest man immer wieder, dass man 2-4 Wochen Pause machen soll und dann erst vom Kardiologen checken lasssen soll, ob es wieder geht, aber das halte ich nicht für umsetzbar für die Normalbevölkerung. Ich würde wahrscheinlich warten bis die Symptome völlig auskuriert sind und dann nochmal ca. 7 Tage. Beim Wiedereinstieg dann genau auf den Körper und Puls hören und ganz langsam nur steigern. Wie hast du es gemacht? Drück dir auf jeden Fall die Daumen für den Marathon.

    Ich sehe das genauso wie Du. Ich hab mit meiner Ärztin gesprochen und sie sagt auch dass das total unterschiedlich ist und man das nicht wirklich pauschal sagen kann. Da ich nur zwei Tage hatte wo es mir nicht gut ging und ich kein Fieber hatte scheint eine Herzmuskelentzündung bei umsichtigen Wiedereinstieg sehr unwahrscheinlich. Ich hab beim lockeren ersten Lauf keine Anzeichen von hohem Puls oder Unwohlsein verspürt. Ganz im Gegenteil, meine leichte Zerrung im Oberschenkel war auskuriert :thumbsup:

    Habe so langsam gesteigert und heute meinen letzten langen Lauf gemacht. Das hat auch sehr gut geklappt. Am Wochenende laufe ich noch nen 10er bei nem kleinen Lauf und dann hoffe ich das die zwei Wochen die ich raus war nicht all die Mühe zunichte gemacht haben.

    Mal sehen. Ich hab ja auf 3:40h trainiert, will mich mal an den 3:45h Brems und Zugläufer hängen und gucken ob das realistisch ist. Ansonsten gucke ich das vielleicht <3:49h schaffe und ansonsten eben sub 4h.

    Ich bin etwas ratlos ob ich jetzt die Taperingphase einhalten soll oder lieber nochmal eine Woche mehr laufen soll. Was meinste?

  • Danke für diesen tollen Rennbericht und auch hier nochmal herzlichen Glückwunsch zu dieser famosen Leistung! Macht Spaß das zu lesen :xywave:

  • Ich sehe das genauso wie Du. Ich hab mit meiner Ärztin gesprochen und sie sagt auch dass das total unterschiedlich ist und man das nicht wirklich pauschal sagen kann. Da ich nur zwei Tage hatte wo es mir nicht gut ging und ich kein Fieber hatte scheint eine Herzmuskelentzündung bei umsichtigen Wiedereinstieg sehr unwahrscheinlich. Ich hab beim lockeren ersten Lauf keine Anzeichen von hohem Puls oder Unwohlsein verspürt. Ganz im Gegenteil, meine leichte Zerrung im Oberschenkel war auskuriert :thumbsup:

    Habe so langsam gesteigert und heute meinen letzten langen Lauf gemacht. Das hat auch sehr gut geklappt. Am Wochenende laufe ich noch nen 10er bei nem kleinen Lauf und dann hoffe ich das die zwei Wochen die ich raus war nicht all die Mühe zunichte gemacht haben.

    Mal sehen. Ich hab ja auf 3:40h trainiert, will mich mal an den 3:45h Brems und Zugläufer hängen und gucken ob das realistisch ist. Ansonsten gucke ich das vielleicht <3:49h schaffe und ansonsten eben sub 4h.

    Ich bin etwas ratlos ob ich jetzt die Taperingphase einhalten soll oder lieber nochmal eine Woche mehr laufen soll. Was meinste?

    Das hört sich den Umständen entsprechend gut an. Dein 30er heute war doch super für Ziel 3:40h. Ich bin bei meinem 3:30er Marathon in 2019 die langen Läufe immer zwischen 5:50 und 6:05er Pace gelaufen. Deine Form sollte also passen und du hast ja vor der Erkrankung auch schon ne Menge langer Läufe gehabt. Daher würde ich das Tapern wie geplant durchziehen. So kurz vorher wirst du eh keine Form mehr hinzugewinnen. Das wichtigste ist, dass du zum Marathon ausgeruht bist. 10 Tage vorm Marathon sollte die letzte harte Einheit sein (beim mir 3x5k im Marathon Tempo).


    Evtl. werde ich mich mit dem Thema jetzt tatsächlich beschäftigen müssen. Neben meinen Eltern hat jetzt auch meine Ex und ihr Mann Corona. Meine Tochter war das Wochenende bei ihnen und hat seit heute morgen Husten. Ich befürchte ehrlich gesagt, dass bei ihr der Test bald auch positiv ist. Und dann kann ich nur beten, dass mein Körper immun gegen das Virus ist. Ansonsten kann ich den HH Marathon abschreiben. Mal schaun...zum Glück hatte ich ja schon mein Highlight beim HM.

  • Das hört sich den Umständen entsprechend gut an. Dein 30er heute war doch super für Ziel 3:40h. Ich bin bei meinem 3:30er Marathon in 2019 die langen Läufe immer zwischen 5:50 und 6:05er Pace gelaufen. Deine Form sollte also passen und du hast ja vor der Erkrankung auch schon ne Menge langer Läufe gehabt. Daher würde ich das Tapern wie geplant durchziehen. So kurz vorher wirst du eh keine Form mehr hinzugewinnen. Das wichtigste ist, dass du zum Marathon ausgeruht bist. 10 Tage vorm Marathon sollte die letzte harte Einheit sein (beim mir 3x5k im Marathon Tempo).


    Evtl. werde ich mich mit dem Thema jetzt tatsächlich beschäftigen müssen. Neben meinen Eltern hat jetzt auch meine Ex und ihr Mann Corona. Meine Tochter war das Wochenende bei ihnen und hat seit heute morgen Husten. Ich befürchte ehrlich gesagt, dass bei ihr der Test bald auch positiv ist. Und dann kann ich nur beten, dass mein Körper immun gegen das Virus ist. Ansonsten kann ich den HH Marathon abschreiben. Mal schaun...zum Glück hatte ich ja schon mein Highlight beim HM.

    Danke Dir für Deine Einschätzung. Ich denke auch das mein Ziel nicht völlig utopisch ist aber ich kann diese Trainingspause so gar nicht einschätzen. Ich werde den Plan nur geringfügig verändern und wie Du ja schreibst, viel gewinnen kann ich vor dem Lauf ja eh nicht mehr. Werde am Sonntag noch nen 10er laufen um nochmal Tempo zu machen da ja der Halbmarathon coronabedingt ausgefallen ist. Dann bleibt nur zu hoffen das es bei Dir nicht genau anders herum ist und Du den Marathon nicht antreten kannst. Ich halte Dir die Daumen, daß wäre ja echt schade.

  • Tochter hatte jetzt gestern Abend Fieber und heute morgen war der Test dann wie erwartet positiv. Ich bin noch komplett symptomlos und Tests auch negativ. Die Chancen für Hamburg sehe ich aber als sehr gering an. Bin jetzt noch am überlegen, ob ich dieses Wochenende noch meinen letzten langen (35k) durchziehe. Für einen guten Marathon bräuchte ich das, da der letzte 30+ laLa jetzt immerhin schon 4 Wochen zurück liegt. Aber es ist schwierig sich zu motivieren, wenn man davon ausgeht, dass man nicht am Marathon teilnehmen kann.

  • Tochter hatte jetzt gestern Abend Fieber und heute morgen war der Test dann wie erwartet positiv. Ich bin noch komplett symptomlos und Tests auch negativ. Die Chancen für Hamburg sehe ich aber als sehr gering an. Bin jetzt noch am überlegen, ob ich dieses Wochenende noch meinen letzten langen (35k) durchziehe. Für einen guten Marathon bräuchte ich das, da der letzte 30+ laLa jetzt immerhin schon 4 Wochen zurück liegt. Aber es ist schwierig sich zu motivieren, wenn man davon ausgeht, dass man nicht am Marathon teilnehmen kann.

    Ich würde den Lauf an deiner Stelle schon mitnehmen. Gibt ja schon auch immer wieder welche, die sich trotz engem Kontakt nicht anstecken. Und wenn du negativ bleibst, würdest du dich vermutlich nur um so mehr ärgern.

    Aber klar, wenn du bis dahin Symptome hast, hat es sich eh erledigt.

  • Ich würds auch probieren, ich denke dass auch fürn Kopf gut ist solange wie möglich die Normalität beizuhalten.

    GO Irish!

  • Ich würde den Lauf an deiner Stelle schon mitnehmen. Gibt ja schon auch immer wieder welche, die sich trotz engem Kontakt nicht anstecken. Und wenn du negativ bleibst, würdest du dich vermutlich nur um so mehr ärgern.

    Aber klar, wenn du bis dahin Symptome hast, hat es sich eh erledigt.

    Sehe ich auch so. Mit der Ergänzung, dass ich vor dem Lauf noch einen Schnelltest machen und es bei positivem Resultat sein lassen würde.

    Русскій воєнний корабль, іді …!

  • Danke für eure Rückmeldungen. Lauf ist jetzt für morgen früh geplant mit Test vorher. Da meine Pulswerte immer ein guter Indikator sind ob ein Infekt sich anbahnt, werde ich die ersten KM dann noch verstärkt auf den Puls achten und abbrechen, falls er deutlich höher als normal ist.

  • Danke für eure Rückmeldungen. Lauf ist jetzt für morgen früh geplant mit Test vorher. Da meine Pulswerte immer ein guter Indikator sind ob ein Infekt sich anbahnt, werde ich die ersten KM dann noch verstärkt auf den Puls achten und abbrechen, falls er deutlich höher als normal ist.

    Gute Entscheidung. Grade bei geboosterten kommt das ja immer wieder vor das man sich nicht ansteckt, auch im gleichen Haushalt.

  • Samstag hab ich dann die 35k noch durchgezogen, aber seit heute Nacht dann leichte Symptome gehabt. Der Test heute morgen hat dann nur bestätigt was ich eh schon wusste. D.h. ich starte ab sofort meine off season und werde dann nach auskurierung ganz langsam mit dem Aufbau für die herbstsaison beginnen. Symptome sind zum Glück noch sehr mild und ich hoffe das es ähnlich problemlos wie bei meiner Tochter verläuft.


    Nach Hamburg werde ich hoffentlich trotzdem reisen können da ich 5 Karten für König der Löwen am Samstag vorm Marathon habe und mir dann den Marathon am Sonntag als Zuschauer ansehen will.

  • Samstag hab ich dann die 35k noch durchgezogen, aber seit heute Nacht dann leichte Symptome gehabt. Der Test heute morgen hat dann nur bestätigt was ich eh schon wusste. D.h. ich starte ab sofort meine off season und werde dann nach auskurierung ganz langsam mit dem Aufbau für die herbstsaison beginnen. Symptome sind zum Glück noch sehr mild und ich hoffe das es ähnlich problemlos wie bei meiner Tochter verläuft.


    Nach Hamburg werde ich hoffentlich trotzdem reisen können da ich 5 Karten für König der Löwen am Samstag vorm Marathon habe und mir dann den Marathon am Sonntag als Zuschauer ansehen will.

    Schmarrn, wünsch dir dass dus möglichst schnell hinter dir hast.


    König der Löwen zahlt sich aus, hat mit vor ein paar Jahren in Hamburg auch begeistert.

    GO Irish!

  • Kleines Update von mir: Bin heute in der Früh gemütlich in die Arbeit gelaufen. 9,8 km in 54 min. Das operierte Knie hat etwa ab km 7-8 etwas gezwickt, aber es war nicht schlimm. Am Nachmittag geht's mit den Fahrrad heim, das hat besser funktioniert als ich erwartet hätte.

  • Kleines Update von mir: Bin heute in der Früh gemütlich in die Arbeit gelaufen. 9,8 km in 54 min. Das operierte Knie hat etwa ab km 7-8 etwas gezwickt, aber es war nicht schlimm. Am Nachmittag geht's mit den Fahrrad heim, das hat besser funktioniert als ich erwartet hätte.

    Eine kleine Frage habe ich noch an die erfahrenen Läufer:


    Mein Puls war relativ hoch beim Laufen, vor allem zu Beginn - die ersten 5 km war ich kaum unter 170 unterwegs, obwohl ich ein gemütliches Tempo gewählt habe. Ab km 5 wurde es besser da, hat es sich zwischen 150 - 165 eingependelt. Ist das normal?


    Beim Radfahren bin ich meistens ohne Pulsuhr unterwegs, zuletzt war ich da beim Arbeitsweg aber mit dem MTB stets um die 155. Nachfolgend mal 2-3 Bilder vom letzten Fahrrad-Heimweg, bei welchem ich den adidas-Running-App laufen hatte

  • Samstag hab ich dann die 35k noch durchgezogen, aber seit heute Nacht dann leichte Symptome gehabt. Der Test heute morgen hat dann nur bestätigt was ich eh schon wusste. D.h. ich starte ab sofort meine off season und werde dann nach auskurierung ganz langsam mit dem Aufbau für die herbstsaison beginnen. Symptome sind zum Glück noch sehr mild und ich hoffe das es ähnlich problemlos wie bei meiner Tochter verläuft.


    Nach Hamburg werde ich hoffentlich trotzdem reisen können da ich 5 Karten für König der Löwen am Samstag vorm Marathon habe und mir dann den Marathon am Sonntag als Zuschauer ansehen will.

    Der Zeitpunkt ist natürlich echt blöd so kurz vor dem Marathon. Man könnte natürlich sagen das dies nun Dein Tapering ist aber das ist wohl etwas heikel da ja auch nicht jeder Verlauf gleich ist. Bei mir hatte es ja gut funktioniert weil ich noch mehr Zeit hatte und eben nun gar nichts mehr merke und keine großen Beschwerden hatte. Ich kann total nachvollziehen wie kacke das nun ist nach all den Wochen des harten Trainings...

    Aber Du hast ja bereits geschrieben das Du mit dem Halbmarathon in Berlin ein "Highlight" hattest, auch wenns nur ein kleiner Trost ist...