aikmans take: Woche Zehn oder 'irgendwie Halbzeit'

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    • aikmans take: Woche Zehn oder 'irgendwie Halbzeit'

      Hier ist sie also, die lang erwartete Halbzeit-Bilanz für die NFL-Saison 2008. Jedes Team hat zum aktuellen Zeitpunkt mindestens 8 Spiele absolviert, die einen mit mehr, die anderen mit weniger Erfolg. Fangen wir bei den besten Teams dieses Jahr einfach mal an:

      Bestes Team der AFC: Tennessee Titans (8-0)
      8 Spiele, 8 Siege - das hatten nur die Wenigsten der Franchise aus Nashville zugetraut, vor allem als sich QB Vince Young gleich zu Beginn der Saison verabschiedete und Back-up Kerry Collins übernehmen mußte. Die großen Pluspunkte der Titanen: Eine starke D-Line, eine gewachsene Offense-Line mit einem Veteran-Leader in Mawae als Center und einem der meist unterschätzten LT in Michael Roos. Warum funktioniert ein Collins plötzlich wieder, nach dem er in Oakland doch geradezu gescheitert war und eigentlich bereits als ausgemustert galt? Weil Kerry als Pocket-Passer immer noch mehr als solide ist und das im Titanland in aller bester Form ausleben kann. Zahlen gefällig? Wie wäre es mit 4 eingesteckten Sacks in 8 Spielen? Absoluter Liga-Spitzenwert. Vergleicht man dann noch die selbst erzielten QB-Sacks und bildet die Differenz, dann kommt man bei Tennessee auf +18. Im Vergleich dazu: Pittsburgh hat zwar 32 mal den QB zu Boden gebracht, aber gleichzeitig 29 Sacks einstecken müssen, ergo ein Ratio von +3.

      Und dabei haben wir noch gar nicht vom Running-Game gesprochen: Das Duo White/Johnson hat einen Schnitt von 4.6 Yds pro Lauf und dazu 15 TDs erzielt. Wenn man dazu die beste Scoring-Defense addiert ergibt sich dadurch das beste Team der AFC.

      Runner-Up: Pittsburgh Steelers

      Bestes Team der NFC: New York Giants (7-1)
      Auch wenn die Giants in der ersten Saisonhälfte nicht unbedingt die stärksten Gegner vorgefunden haben, so bleibt doch die Erkenntnis, dass man sich nach dem Superbowl-Gewinn keinesfalls hat gehen lassen und auch den Ausfall von Umenyiora und den Rücktritt Strahans fast mühelos überwunden hat. Auch hier ergibt sich ein ähnliches Bild wie bei den AFC-Leadern Tennessee: Starker Pass-Rush, gepaart mit guter eigener QB-Protection und einem exzellenten Laufspiel ergibt ein Team, welches nur schwer zu schlagen ist. Bei der einzigen Niederlage in Cleveland waren vor allem Turnover der entscheidende Faktor gegen den Titelverteidiger. Gegen Dallas zeigte man auch diese Seite wieder deutlich und ließ die Cowboys so länger als eigentlich nötig im Spiel. Gegen einen stärkeren Gegner darf man sich solche Lapsen auf keinen Fall erlauben.

      Runner-up: Carolina Panthers

      Positivste Überraschung: Tie Baltimore Ravens (5-3), Atlanta Falcons (5-3), Miami Dolphins (4-4)
      Drei Footballteams mit zwei Gemeinsamkeiten: Neuer Coach - neuer QB. Alle drei hatten letztes Jahr eine äußerst grausame Saison und entschieden sich daher für einen Neubeginn auf den wichtigsten Positionen: In Atlanta heuerte man mit Dimitroff einen neuen GM an, der unter einem der besten seiner Zunft (Scott Pioli in NE) gelernt hatte und dieser hatte in der Offseason in fast allen Belangen ein glückliches Händchen: Die Verpflichtung von Coach Mike Smith, der FA-Neuzugang Michael Turner und der Draft mit QB Matt Ryan und OT Sam Baker unter anderem. Auf diesem Fundament schafften die Falcons den Turnaround viel schneller als sich die meisten Experten das vorstellen konnten.

      Ähnliches gilt in Miami: Parcells als neuer starker Mann brachte Sparano als Coach mit aus Dallas, holte im Draft mit LT Chris Long einen wichtigen Baustein für die Offense und hatte dann auch noch das Glück des Tüchtigen, dass ihm die Jets Chad Pennington vor die Füße warfen. Miteinem hungrigen Coaching-Staff, einem Ronnie Brown der fast da anknüpfte wo er letztes Jahr aufhörte und vor allem einem Joey Porter in Defensive-Player-of-the-Year-Form, hat man in Miami endlich wieder ein konkurrenzfähiges Team zusammen, auch wenn Rückschläge programmiert sind.

      Und auch in Baltimore gab es nach der letzten Saison einen Frühjahrsputz: Coach Billick wurde entlassen und dafür mit Harbaugh ein junger neuer Chef verpflichtet. Und wie Atlanta so holten auch die Ravens im Draft einen QB in der ersten Runde und pickte zudem mit Ray Rice einen RB als erste Entlastung. Bis dato sind diese Schachzüge aufgegangen und mit einer 5-3 Bilanz hat man sogar die Playoffs im Blickfeld.

      Negative Überraschungen: Seattle Seahawks (2-6), Jacksonville Jaguars (3-5), San Diego Chargers (3-5)
      Drei Teams die letztes Jahr noch die Playoffs erreichten und dort durchaus von sich Reden machten, stehen diese Saison urplötzlich vor einem frühen Aus. Im Gegensatz zu den positiven Überraschungen könnten die Unterschiede bei den Franchises hier allerdings nicht viel größer sein. Fangen wir mit den Seahawks an, bei denen die ganze Misere mit den frühen Verletzungen der WR ihren Lauf nahm. Dazu dann der Ausfall des Stamm-QB Matt Hasselbeck, eine Defense die weit unter ihren Möglichkeiten zurückblieb und ein Laufspiel, welches nur sporadisch Leitsung zeigte - und voila: Fertig ist die schlechteste Saisonhälfte seit Mike Holmgren die Hawks übernommen hat. A propos Holmgren: Seine Ankündigung das Team am Saisonende zu verlassen scheint auch nicht sonderlich hilfreich gewesen zu sein.

      In Jacksonville sieht die Situation ein wenig anders aus - Jacksonville galt vor der Saison als Anwärter, nicht nur auf die Playoffs, sondern auf einen möglichen Superbowl-Run. Allerdings gab es gleich in der Offseason einiges an Störfaktoren: Die Kokain-Geschichte um Matt Jones und dann der Niedergang von mehreren O-Linern fast schon im Domino-Effekt. Ergebnis: Den Jags fehlt der nötige Push im Laufspiel, verursacht durch das Fehlen teilweise der gesamten interior Line. Dazu sind die Pass-Receiver nicht ausreichend gut genug um diesen fehlenden Faktor auszugleichen - die Verpflichtung von Porter und Williamson scheinen bis dato Riesen-Flops zu sein. Bleibt zu viel Druck auf der Defense, die zwar zu Beginn noch ganz ok agierte, zuletzt aber sogar von Cincinnatis Back-up QB auseinandergenommen wurde. Spätestens seit der Niederlage gegen die Bungles müssen die Alarm-Glocken im Norden Floridas klingeln.

      Und dann haben wir noch den hohen SB-Favoriten San Diego: This is our Year tönte es vor der Saison aus Südkalifornien und eigentlich schien alles für einen Titelgewinn gerüstet. Doch dann passierte der GAU: Shawne Merrimans Knie-Verletzung eliminierte fast den kompletten Pass-Rush und die gesamte Verteidigung ist seit dem völlig aus den Fugen geraten. 371.6 pro Spiel erlaubte Yards und davon 265 per Pass sind auch mit der drittbesten Offense der Liga nicht auszureichend aufzufangen. Als Resultat wurde DC Cotrell entlassen und Rivera befördert, so dass man für die zweite Saisonhälfte hier noch Hoffnung hegt. Zumal man nur 1,5 Games hinter den führenden Broncos zurückliegt, die ihrerseits auch das Wort 'Defense' nur vom Hören-Sagen kennen. Von all den Enttäuschungen der Liga haben die Chargers tatsächlich noch die besten Aussichten auf die Playoffs.

      Nachricht des Jahres: Tom Brady verletzt und auf IR
      Ganz klar 2008 wird für immer mit dem 'Kniefall' des Tom Bradys am ersten Spieltag in Verbindung gebracht. In dem Moment als der letztjährige MVP und Rekordhalter in Sachen geworfener TDs vom Feld mußte, wurden die gesamten Saisonprognosen null und nichtig. Zwar haben die Patriots sich bis dato dennoch recht wacker geschlagen und stehen mit 5-3 sogar an der Spitze der AFC-East, aber wie weit Cassel die Pats letztendlich doch führen kann, ist zumindest debattierbar.

      MVP des ersten Halbjahres: Clinton Portis, Washington Redskins
      Nur 5 Yards fehlen Portis bereits nach 9 absolvierten Spielen um die 1000 Yds Marke zu knacken und hätte er sich gegen die Steelers nicht verletzt, wäre er wohl bereits bei dieser Zahl angelangt. Portis spielt die Saison seines Lebens und seine Leistung ist auch mit der größte Grund warum die Redskins die Playoffs immer noch in Sichtweite haben: 5 Yards im Schnitt, das ist in der heutigen NFL als Starter schon fast nicht mehr möglich, aber Portis ist nicht nur als Läufer unheimlich wichtig. Seine Leadership in einer sonst eher jungen Offense und seine Fähigkeiten im Blitz-Pick-up sind ebenfalls nicht zu unterschätzende Gründe für den Erfolg der Rothäute.

      Runner-up: Drew Brees, New Orleans Saints

      Comeback-Player of the Year: Jake Delhomme, Carolina Panthers
      Letztes Jahr war die Saison der Panthers mit dem Ausfall ihres Stamm-QBs vorbei - mit Carr und einem Rookie als Back-up konnte man nichts mehr erreichen und viel weit, weit zurück. Dieses Jahr nun kehrte Delhomme nach erfolgreicher Tommy-John-Surgery wieder aufs Feld zurück und mit einem verbesserten Laufspiel und einer neugewonnen Selbstsicherheit eilen die Panthers von Sieg zu Sieg. Selbst die disziplinarische Auszeit von Steve Smith erwies sich als richtige Maßnahme, da man beide Partien ohne den besten Wide-out siegreich bestreiten konnte. Sollten die Panthers auch in der zweiten Saisonhälfte an der Spitze der NFC-South bleiben, so ist Delhomme der Award nicht mehr zu nehmen.

      Defensive Player of the Year: Albert Haynesworth, Tennessee Titans
      Auch wenn man Joey Porter hier ehrenhaft erwähnen kann und sollte, Haynesworth spielt im Augenblick den besten Football eines DT überhaupt. Seine Präsenz auf dem Feld, sowohl gegen Lauf oder Pass-Spiel sind gleichermaßen gefürchtet und einer der Gründe, warum die Titans D-Line mit zu den Besten der gesamten Liga gehört. Um Haynesworth müssen sich immer zwei O-Liner gleichzeitig kümmern, das bringt Räume für seine Kollegen und resultiert in ständigem Druck auf den gegnerischen QB oder RB. Wie wichtig Haynesworth ist, merkt man vor allem wenn er mal nicht spielen kann: Letztes Jahr fehlte er in drei Spielen und alle drei verloren die Titans.

      Runner-up: Joey Porter, Miami Dolphins

      Schlechtes Team der AFC: Oakland Raiders (2-6)
      Obwohl die Kansas-City Chiefs noch schlechter stehen, gehört dieser Platz ganz allein den Räubern von der Westküste. Während bei den Chiefs trotz fehlendem starting QB, fehlendem starting RB und sehr vielen jungen Spielern ein deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen ist, ist bei Oakland mal wieder Hopfen und Malz verloren. Bestes Beispiel: Die Entlassung von CB DeAngelo Hall nach nur 8 Spielen. Gut, Hall hatte sicherlich nicht seine beste Saison und in einigen Spielen eine mehr als unglückliche Figur abgeliefert, aber nach einem Spiel indem die Offense in der ersten Hälfte gerade mal 5 Yards (in Worten fünf Yards) zu Stande brachte, einen Defender zu entlassen und als Schuldigen der Misere auszumachen, ist nahezu grotesk. Leider ist dies in Oakland kein Ausnahmefall sondern mittlerweile sowas wie das Gesetz der Serie. Entscheidungen die kein Mensch (außer dem der sie fällt natürlich) nachvollziehen kann, gab es in den letzten Jahren reichlich. Zum Glück gab und gibt es ein NFL-Team, welches bis dato ein noch schlechteres Front Office hatte:

      Schlechtestes Team der NFC: Detroit Lions (0-8)
      Autsch! 8 Spiele, 8 Niederlagen und das in einem Jahr, in dem der Quarterback vor Saisonbeginn 10 Erfolge vorraussagte, das muß man wohl als Tiefpunkt bezeichnen. Wobei im Gegensatz zu Oakland hier ein wenig Hoffnung besteht, schließlich mußte der schlechteste GM möglicherweise aller Zeiten endlich seinen Platz räumen und nun kann es für die Lions dann endlich auch mal aufwärts gehen. Dieses Jahr allerdings ist das höchste der Gefühle noch ein oder zwei Siege um wenigstens nicht als schlechtestes NFL-Team aller Zeiten in die Geschichte einzugehen. Um dies zu erreichen hat man jetzt Daunte Culpepper aus dem Ruhestand geholt - seine letzten Auftritte waren ja auch durchaus erfolgsversprechend in Miami und Oakland *hust*...

      Nächste Woche der Blick auf die Rookies.
      “Jason Witten is the standard as a person and as a football player” - Jason Garrett
    • Damit zum letzten Spieltag mit Bye-Week. Dieses Mal dürfen Dallas, Washington, Tampa Bay und Cincinnati (Glückwunsch nachträglich zum ersten Sieg) ihre Konkurrenz beobachten.


      Starke Leistung, Atlanta. Die erste Saisonhälfte mit 5-3 abzuschließen und die Playoffs in Sichtweite zu haben, das haben wohl nur die wenigsten für möglich gehalten. Jetzt geht es dann langsam in die entscheidenden Duelle, da kommen die ausgeruhten Saints gerade Recht. New Orleans Offense wird den Falken sicherlich mehr Probleme bereiten als die harmlosen Raiders, allerdings müssen die Heiligen ihrerseits auch Turner und Co stoppen, wollen sie ihre Chancen auf die Postseason waren. Brees hat noch nie gegen Atlanta verloren, dafür sind die Falcons unter Mike Smith zu Hause ungeschlagen - wie heißt es so schön an dieser Stelle: something got to give...

      Tipp: :stumm:


      Spielt Orton oder spielt er nicht? Wer vor der Saison mal vorrausgesagt hätte, dass die Bears um den Einsatz dieses Spielers bangen würden, den hätte man wohl für verrückt erklärt. Mittlerweile allerdings ist der einstige Purdue-QB zu einem mehr als soliden Leader der Bears geworden und gegen das zur Zeit beste Team der Liga wird man wohl alle Top-Spieler benötigen. So sieht es wohl danach aus, dass Turnover-Saurus Rex die Bären aufs Feld führen wird - gut für Cortland Finnegan und die hungrige Titans-D. Hängt wohl alles an Chicagos Verteidigung, will man eine echte Chance haben.

      Tipp: Bears - Die Titans sind reif für die erste Niederlage.


      Endgültig im Niemandsland der NFL angekommen sind die Jaguars, nach dem sie letzte Woche in Cincinnati unter Ryan Fitzpatrick unterlagen und nun bereits 5,5 Spiele Rückstand auf den AFC-South Leader Tennessee haben. Um nicht noch eine größere Blamage zu kassieren, benötigt man unbedingt einen Erfolg über die immer noch sieg- und zur Zeit QB-losen Lions. Zum aktuellen Zeitpunkt war noch offen, ob Culpepper sein Comeback als NFL-Passer oder Stanton sein Debüt geben würde. Viel zu erwarten dürfte von beiden nicht sein, aber die Jags werden wohl alles versuchen um die zweite Niederlage gegen ein bis dato siegloses Team zu vermeiden.

      Tipp: Jaguars - Egal ob Culpi oder Stanton


      Nur noch ein Abstand für die Ravens zum Führenden Pittsburgh und quasi als Belohnung gibt es die Texans mit QB Rosenfels unter Center. Wir erinnern uns - das letzte Mal als Sage im Reliant-Stadium auftrat, wurde uns vor Augen geführt wie man ein eigentlich entschiedenes Spiel noch in größter Dummheit aus der Hand geben kann. Gute Nachrichten also für die Ravens Defense, die zwar auf CB McAllister für den Rest der Saison verzichten muß, aber auch so noch genug Material haben dürfte um Sage das ein oder andere Deja Vu zu ermöglichen. Zu bestaunen gibt es bei dem Duell auch zwei Rookie RBs aus der Big East: Ray Rice und Steve Slaton. Übrigens hat Baltimore noch nie gegen die Texans verloren.

      Tipp: Ravens - Rosenfels wird wieder Wege finden, das Spiel zu vergeigen.


      Die Dolphins bei 4-4 und die Seahawks bei 2-6. Allein dieser Satz zeigt mal wieder, dass die NFL Jahr für Jahr für Überraschungen offen sind und hier treffen dann zwei der dicksten aufeinander. Einer der Hauptgründe bei den Meeressäugern: Joey Porter - der wird sich wieder des öfteren auf QB-Jagd machen, dieses Mal heißt sein Opfer Seneca Wallace. Wallace muß erneut den nach wie vor verletzten Hasselbeck ersetzen und damit sinken die Chancen für ein dramatisches Comeback der Hawks diese Saison weiter gegen Null. Solange Chad Pennington keine groben Fehler macht, sollte den Dolphins der Sprung auf eine positive Bilanz zum ersten Mal seit... keine Ahnung - der Erfindung des Rads? gelingen.

      Tipp: Miami - Nicht schön aber selten.


      Verfolgerduell in der NFC-North und durchaus eine Vorentscheidung. Sollte Minnesota hier verlieren, könnte man den Anschluß an die Top-Teams der Division verlieren, zumal man bereits im Hinspiel unterlegen war. Schlecht für die Viks dass sie dabei evtl auf ihren besten Pass-Rusher Jared Allen verzichten müssen, der zog sich gegen Houston eine Schulterverletzung zu und ist fraglich. Ohne ihn könnte Rodgers einen weiteren Career-Day haben, zumal die Vikings Pass-Defense sicher nicht die Beste der Liga ist. Das große Problem gegen die Packers bis dato war allerdings überraschenderweise immer RB Grant. Dieser erlief in seinen beiden Starts gegen Minnesota bereits 211 Yards. Nur wenn man ihn unter Kontrolle halten kann und gleichzeitig Peterson seine aufsteigende Form der Vorwochen beibehält, hat man eine Chance.

      Tipp: Minnesota - Peterson outgained Grant und entscheidet das Spiel zugunsten der Viks.



      Was ist los mit Trent Edwards? Seit seinem Comeback nach der Gehirn-Erschütterung die er in Arizona erlitten hat, wirkt er ein wenig 'gun-shy' und trifft teilweise seltsame Entscheidungen. So war er auch mitbeteiligt an der Niederlage der Bills gegen die Dolphins und Jets und nun steht mit den Patriots auch nicht gerade eine einfache Aufgabe an. Die ihrerseits konnten zuletzt auf einen immer besser werdenden Cassel bauen, der immerhin zwischen den 20 Yards Linien einen guten Eindruck machte und so langsam in der NFL ankommt. Problem bleibt weiterhin die Offense in der Redzone, wo Cassel manchmal nach wie vor den Überblick verliert und daher nicht das volle Vertrauen des Coaching-Staffs genießt. Buffalo muß wohl auf DE Aaron Schobel verzichten, das könnte den Bills sehr weh tun, zumal auch das Backfield Donte Whitner vermissen wird. Ein 56-10 wie beim letzen Duell gegen Buffalo ist allerdings nicht zu erwarten.

      Tipp: New England - Die Patriots bleiben vorerst an der Spitze der AFC East.


      Das war es dann wohl schon wieder mit dem kurzen Hoffnungsschimmer für Rams-Fans. Mit dem Ausfall von Stephen Jackson sind die Chancen auf einen Erfolg in New York wohl bereits vor dem Kick-off bereits gegen Null gesunken und gegen Arizona sah man wieder die alten Rams. Bulger brachte wenig zu Stande, die Defense hatte große Mühe das explosive Pass-Spiel der Redbirds zu stoppen und so war man letztendlich auf verlorenem Posten. Die einzige Hoffnung die man hegt: Favre wirft wieder ein paar Interceptions zu viel (12 dieses Jahr bereits, damit Liga-'Spitze') und Back-up RB Pittman hat ein Breakout-Game. Letzteres ist gegen eine Jets-Line mit einem Jenkins in Top-Form eher unwahrscheinlich.

      Tipp: Jets - Otogwe fängt eine Interception von Favre, aber es reicht trotzdem nicht.


      Man entlasse einen CB und hoffe auf die Besserung der Offense. Logisch? Nicht wirklich, aber wohl die Denkweise der Raiders wenn man die letzte Woche so Revue passieren läßt. Da werden sich die Panthers sicherlich schmunzelnd auf dem Weg ins schwarze Loch gemacht haben und genau da liegt die große Gefahr: Nichts deutet daraufhin, dass Carolina gegen Oakland auf einen ernsthaften Gegner trifft, nur ähnliches dachten letzte Woche auch Jacksonville in Cincinnati oder Tampa Bay beim Spiel in Kansas City. Mit anderen Worten - sollten die Panthers den Gegner nicht unterschätzen und mit dem nötigen Ernst in die Partie gehen, dann sollte nach dem dritten Viertel der Drops gelutscht sein. Ich sehe aber eher ein überraschend enges Spiel.

      Tipp: Carolina



      Glück für Indianapolis: eine 15 Yard Strafe von TE Dave Thomas verhalf den Colts zum vierten Sieg der Saison und damit bleibt man zumindest noch im Rennen um die Wildcards. Allerdings ist schon eine Steigerung schwer von Nöten, denn gegen Pittsburgh trifft man auf eine sehr starke Defense, die Peyton Manning in Bestform das Leben schwer machen kann. Aber von der Bestform ist Peyton doch noch einiges entfernt und deswegen brauchen die Colts wenigstens ein bisschen Entlastung durch das Laufspiel und Addai. Auf der anderen Seite könnte erneut Leftwich spielen und der ist immer anfällig für eine Verletzung, dazu müssten die Colts allerdings deutlich mehr Druck aufbringen als noch gegen die Patriots. Alles in allem sind die Steelers haushoher Favorit.

      Tipp: Pittsburgh - Ob Manning nach dem Spiel wieder von 'protection issues' spricht?


      Es ist nicht immer einfach Fan eines Football-Teams zu sein - Oakland und Detroit-Anhänger können u.a. ein Lied davon singen, aber im Moment sollte man bei den Chiefs das positive herrausstreichen: Ein junges Team welches trotz der Ausfälle der beiden ersten QBs zuletzt Tampa Bay immerhin in die Overtime zwang, Talent in Form eines Jamaal Charles oder Brandon Flowers aufweist oder Spielzüge wie den wunderbaren Bradley-auf-Thigpen Pass offenbart. Mehr geht im Moment eben nicht bei den im Wiederaufbau befindlichen Chiefs und auch gegen San Diego mit neu-DC Rivera sollte man auf keinen Fall einen Sieg erwarten. Dafür sind Leute wie Rivers, Tomlinsson, Chambers, Sproles und Co noch zu ausgebufft.

      Tipp: San Diego - Aber Charles erläuft über 100 Yds.



      Die größte Rivalität im Sport? Das ist natürlich Hyperbole und völliger Quatsch, dennoch ist die Partie wohl mit die spannendste und interessanteste des Wochenendes. Die Eagles haben sich an hoffnungslos überforderten Seahawks zuletzt gesundgeworfen, die Gints sorgten für einen klaren Sieg gegen die aus dem letzten Loch pfeifenden Cowboys. Der echte Maßstab folgt jetzt: Für die Eagles gab es in zwei Duellen gegen NFC-Kontrahenten bis dato nichts zu erben, so steht man schon unter erheblichem Siegeszwang. Die Giants ihrerseits haben die Möglichkeit ihre Führung in der NFC East auf 3,5 Spiele gegenüber den Redskins auszubauen und fast schon so etwas wie eine Vorentscheidung zu erzielen. Ein interessantes Duell dürfte sicherlich das zwischen CB Samuel und WR Burress sein - das letzte Mal als beide aufeinandertrafen, erzielte der Giants Wide-Out den entscheidenden TD gegen die Patriots im Superbowl. Burress gegen die Eagles - das ist ohnehin so eine kleine Geschichte für sich: In 4 der letzten 6 Spiele erzielte Plax über 100 Yds.

      Tipp: Giants - Die Eagles brauchen viel, viel Druck auf Eli und das wird gegen die Giants O-Line sehr schwer zu erzielen sein.


      San Francisco im Monday-Night-Game mitten in der Saison? Wenn es noch Zweifel am stetigen Abwärtstrend des einstigen NFL-Aushängeschildes am Montag Abend gab, dann sollten sie hiermit ad acta gelegt sein. Das Positive daran - endlich darf man die Cardinals mal wieder nationenweit bewundern, zuletzt ja bei dem sagenhaften Meltdown gegen die Bears-were-who-we-thouht-they-were. Dieses Mal sind die Aussichten auf einen erfolgreichen Auftritt dann doch erheblich besser, zumal die Niners nicht nur auf der QB Position ein deftiges Durcheinander zu bieten haben. Interessant dürfte einzig das Duell auf RB sein: Rookie Tim Hightower mit seinem zweiten Start auf der Seite der Cards gegen Frank Gore bei San Fran. Letzterer erlief im Hinspiel immerhin über 150 Yards + TD. Reichte trotzdem nicht zum Sieg.

      Tipp: Cardinals - Mal sehen ob Singletary nach dem Spiel dann vor laufender Kameras die Hosen runter läßt... ;)


      Gab es bekanntlich bereits am Donnerstag und Dank Kellen Winslows Aussetzer konnten die Broncos erfolgreich ihre Führung in der AFC-West (von Manchen auch AFC-Worst genannt) verteidigen. Denvers Defense war mal wieder überfordert, die Browns-Verteidigung machte da auch nur einen unwesentlich besseren Eindruck, so gab es einen netten Shoot-out, den Cutlers-Jungs letztendlich für sich entscheiden konnten. Auch ohne Laufspiel - irgendwie könnte man in Denver gerade einen Clinton Portis ganz gut gebrauchen. Für die Browns gibt es wenigstens Hoffnung für die Zukunft -
      das Debüt des 'mighty Quinns' sah vielversprechend aus.


      No, you can't copy it
      “Jason Witten is the standard as a person and as a football player” - Jason Garrett
    • aikman schrieb:

      , sollte den Dolphins der Sprung auf eine positive Bilanz zum ersten Mal seit... keine Ahnung - der Erfindung des Rads? gelingen.


      :jeck: So kommt es mir auch vor. Klasse Preview und schöne Zusammenfassung der ersten Saisonhälfte! Wobei ich Joey Porter oder auch Chad Pennington (mit Aqua & Orange Teambrille) eher als Comeback Player of the year ansehe :hinterha:
      BMG - CANUCKS - GIANTS - DOLPHINS
    • aikman schrieb:



      Schlechtes Team der AFC: Oakland Raiders (2-6)
      Obwohl die Kansas-City Chiefs noch schlechter stehen, gehört dieser Platz ganz allein den Räubern von der Westküste. Während bei den Chiefs trotz fehlendem starting QB, fehlendem starting RB und sehr vielen jungen Spielern ein deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen ist, ist bei Oakland mal wieder Hopfen und Malz verloren. Bestes Beispiel: Die Entlassung von CB DeAngelo Hall nach nur 8 Spielen. Gut, Hall hatte sicherlich nicht seine beste Saison und in einigen Spielen eine mehr als unglückliche Figur abgeliefert, aber nach einem Spiel indem die Offense in der ersten Hälfte gerade mal 5 Yards (in Worten fünf Yards) zu Stande brachte, einen Defender zu entlassen und als Schuldigen der Misere auszumachen, ist nahezu grotesk. Leider ist dies in Oakland kein Ausnahmefall sondern mittlerweile sowas wie das Gesetz der Serie. Entscheidungen die kein Mensch (außer dem der sie fällt natürlich) nachvollziehen kann, gab es in den letzten Jahren reichlich. Zum Glück gab und gibt es ein NFL-Team, welches bis dato ein noch schlechteres Front Office hatte:


      Ähhhm, *möööp* nein.... Also nicht das wir das schlechteste Team der AFC sind, das kann schon sein. Aber Hall wurde nicht nur wegen seiner schlechten Leistung entlassen bzw. als Sündenbock, sondern nur weil wir geschätzte zwei Euro vor dem Cap-Limit waren ;) Und da war er für seine Leistung dann doch ein wenig zu teuer ;)

      Beitrag von DarthRaven ()

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    • BlackHole schrieb:

      Ähhhm, *möööp* nein.... Also nicht das wir das schlechteste Team der AFC sind, das kann schon sein. Aber Hall wurde nicht nur wegen seiner schlechten Leistung entlassen bzw. als Sündenbock, sondern nur weil wir geschätzte zwei Euro vor dem Cap-Limit waren ;) Und da war er für seine Leistung dann doch ein wenig zu teuer ;)

      Hätte das nicht bis nach der Saison noch Zeit gehabt? :paelzer:
      “Jason Witten is the standard as a person and as a football player” - Jason Garrett
    • aikman schrieb:

      Hätte das nicht bis nach der Saison noch Zeit gehabt? :paelzer:


      Aufgrund der "injury guarantee" von Gehalt und Bonus war ein gewisses Risiko vorhanden, noch zu warten. Vor allem nach dem Wehwehchen, die bisher schon aufgetaucht sind :madness .

      Übrigens nach der Entlassung von Hall diese Wochen nun (Ende drittes Quarter) 4 interceptions :mrgreen: .

      Und nebenbei: Danke für diese ausführlichen und nett zu lesenden Previews/Reviews :bier: .
      RAIDER NATION - the team’s roots might be in Oakland, but this is California’s NFL team.
    • aikman schrieb:

      Das Positive daran - endlich darf man die Cardinals mal wieder nationenweit bewundern, zuletzt ja bei dem sagenhaften Meltdown gegen die Bears-were-who-we-thouht-they-were.

      das letzte mng der cardinals war letzte saison in week 1 gegen die niners, das die niners in der ot gewannen.
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