Woche Vier!

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    • Bust … dieses Stigma kreist wie ein Geier über JaMarcus Russell, dem Quarterback der Oakland Raiders. Nach drei unterirdischen Vorstellungen zu Beginn der neuen Saison mehren sich die Stimmen die den ehemaligen Nr. 1 Draftpick zum Teufel wünschen. Im Gegensatz zum Ende der Vorsaison scheint sein Spiel sogar einen Rückschritt gemacht zu haben, selbst wenn das Front Office der Raiders und Coach Cable nach wie vor hinter dem jungen Mann stehen. Die Kritik an Russell ist mehr als gerechtfertigt, bisher hat er gerade einmal 41,3% seiner Pässe an den Mann gebracht, dabei einen Touchdown, vier Interceptions und ein fast schon lächerliches QB-Rating von 39,6 erzielt. JaMarcus ist aber nicht der einzige junge Quarterback der den großen Erwartungen nicht gerecht werden konnte, in der Vergangenheit zeigten Beispiele wie David Carr, Alex Smith, Ryan Leaf, Matt Leinart oder Vince Young immer wieder dass eine sensationelle College-Karriere noch lange keine Erfolgsgarantie in der NFL bedeutet. Dabei gilt Russell als besonders begabt, nicht nur dass er körperlich beinahe die Statur eines Lineman aufweist und somit schwer zu tacklen sein sollte, sondern auch weil er einen besonders kräftigen Wurfarm hat, mit dem er deutlich weiter werfen kann als die Konkurrenz. Einziges Problem bei der Sache – Russell wirft so akkurat wie ein stark Kurzsichtiger der auf eine Dartscheibe zielt. Die Unsicherheit die er beim Auffinden von freien Passempfängern hat, äußert sich daher letztendlich auch in einem fragwürdigen Verhalten in der Pocket und führte letzte Saison zu 31 Sacks gegen ihn (Platz 9 in der Liga) und auch heuer musste er schon 6mal zu Boden.

      Ist der junge Quarterback alleine an seinem Schicksal schuld? Ein Vorwurf gilt sicher seinem Start als Rookie, aufgrund von Vertragsstreitigkeiten (er forderte mehr Geld … hat er da etwa schon vorhergesehen dass er später nicht mehr viel verdienen wird?) verpasste er das Training Camp und hinkt seitdem hinterher. Zudem soll er immer wieder mit Gewichtsproblemen zu kämpfen haben und seine Arbeitsmoral ist nicht besonders profihaft. Doch andererseits sind auch viele Probleme von den Raiders gemacht, so spielt Russell jetzt schon unter dem dritten Head Coach, von denen jeder ein anderes System hatte. Oakland kann auch keine besonders starke Laufoffensive aufweisen mit der man einen jungen Quarterback entlasten würde. Dann benötigt ein Quarterback auch noch die entsprechenden Anspielstationen – bei den Raiders glänzen diese durch Unerfahrenheit wie nirgendwo sonst. Darius Heyward-Bey und Louis Murphy sind zwei Rookies als Starter, die Backups Johnnie Lee Higgins und Todd Watkins haben bisher gerade einmal 5 Starts in der NFL absolviert. Dass nicht Hopfen und Malz verloren sind zeigt auch ein sehr prominentes Beispiel aus New York – Eli Manning. In seinen ersten sieben Starts als Rookie vervollständigte der spätere Superbowl-MVP auch nur 48,2% seiner Pässe und wies ein QB-Rating von 55,4 auf. Nur langsam steigerte er seine Quote auf mittlerweile 60,2% an vollständigen Pässen in der Vorsaison. Andererseits profitierte Manning bei den Giants von einer Kontinuität die in Oakland nicht gegeben ist. Er spielte seit Beginn immer unter dem gleichen Offensive Coordinator, seit 2005 war New York immer in den Top-10 mit der Laufoffensive und mit Amani Toomer und Plaxico Burress gab es zwei routinierte Passempfänger für Manning. Trotz aller Fehler die der unerfahrene Eli zu Beginn machte, konnte er sich so weiterentwickeln und gleichzeitig hatten die Giants auch noch Erfolg. Sein Beispiel sollte JaMarcus Russell als Vorbild dienen, vielleicht ist ja auch bei ihm noch nicht Hopfen und Malz verloren.


      3 todsichere Tipps

      San Francisco (gegen St. Louis) – Auch ein neuer Quarterback wird St. Louis gegen solide 49ers nicht helfen, vor allem wenn es sich um Kyle Boller handelt, der seit 2004 nicht mehr auswärts gewonnen hat.

      Chicago (gegen Detroit) – Für zwei Siege in Folge ist es noch zu früh bei den Lions, zudem hat Chicago mehr Offense als Washington.

      New York Giants (bei Kansas City) – Tampa Bay verlor 0-24, die ähnlich schwachen Chiefs müssen ebenfalls hoffen überhaupt zu punkten.

      Detroit Lions (1-2) @ Chicago Bears (2-1), Sonntag 4. Oktober 2009, 19:00 Uhr

      Die Defense der Bears ist eine Baustelle, neben dem Langzeitverletzten Brian Urlacher fallen wohl auch noch die LB Hunter Hillenmeyer und Pisa Tinoisamoa aus, ebenso wie in der Offense TE Desmond Clark. Da ist es ein Glücksfall dass die Offense rund um Jay Cutler sich langsam einspielt und Devin Hester den Schritt zum ernstzunehmenden Nr. 1 Receiver geschafft hat. Detroit beendete letzte Woche eine 19 Spiele andauernde Niederlagenserie und ist nun auf der Jagd nach dem ersten Auswärtssieg seit Oktober 2007. RB Kevin Smith ist angeschlagen und würde durch Maurice Morris ersetzt, auch LB Ernie Sims ist noch fraglich für die Partie. Die Lions haben heuer alle vier Versuche bei 4th down verwertet, in der Defense aber schon 10 TD-Pässe zugelassen.

      Die Offensive von Chicago wird sich vor eigenem Publikum keine Blöße geben und Matthew Stafford ist zu grün um die Schwächen der Gastgeber auszunutzen. Bears 24, Lions 13

      Cincinnati Bengals (2-1) @ Cleveland Browns (0-3), Sonntag 4. Oktober 2009, 19:00 Uhr

      Seit 1999 ist Cleveland nicht mehr mit 0-4 gestartet, damals gab es ein 0-7 bis der erste Sieg folgte. Trotz seiner drei Picks in der Vorwoche wird Derek Anderson als QB auflaufen, während RB Jamal Lewis nach wie vor fraglich ist. Die Browns sind an letzter Stelle der NFL mit 218 Total Yards pro Spiel, 2 erzielten TDs und 31,7 kassierten Punkten pro Partie. Auf der Gegenseite steht das beste NFL-Team mit 10 Sacks und dem aktuell besten Spieler in dieser Kategorie, Antwan Odom (7). First-Rounder Andre Smith fällt mit einer Fußverletzung weiter aus.

      Cleveland wittert hier eine erste Chance auf den Sieg, aber Cincinnati bewies gegen Pittsburgh dass man es mit weitaus stärkeren Gegnern aufnehmen kann. Bengals 21, Browns 16

      Oakland Raiders (1-2) @ Houston Texans (1-2), Sonntag 4. Oktober 2009, 19:00 Uhr

      Der Gastgeber hat bisher schon zwei Heimspiele verloren und hofft nun auf den ersten Heimsieg des Jahres. Verantwortlich für die schwachen Leistungen ist die Defense, die 436,3 Yards pro Spiel und 204,7 Laufyards pro Spiel erlaubt, zudem erst 2 Sacks erzielt hat. Positiv fällt hingegen WR Andre Johnson auf, der in den letzten 10 Heimspielen im Schnitt 121 Yards erfangen hat. Seit einer Niederlage als Houston Oilers im Jahr 1986 gingen zudem alle vier Heimspiele an Houston. Die Raiders bleiben trotz seiner unterirdischen Leistungen bei QB JaMarcus Russell, auch dank ihm halten sie bei nur 42,9% an vollständigen Pässen und 119,7 Passyards pro Spiel – beides bedeutet die Rote Laterne in der NFL. Guard Robert Gallery steht den Gästen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung.

      Die Offensive von Houston macht eine Menge Punkte und gegen Russell wird sogar die Defense gut aussehen. Texans 33, Raiders 15

      Seattle Seahawks (1-2) @ Indianapolis Colts (3-0), Sonntag 4. Oktober 2009, 19:00 Uhr

      Ein Sieg würde die Colts zum vierten Mal in fünf Jahren auf 4-0 katapultieren. Allerdings kämpft man mit den Ausfällen von Dwight Freeney, Anthony Gonzalez und Bob Sanders, während auch Gary Brackett und Kelvin Hayden fraglich bleiben. Indy hat die beste Passoffensive der Liga mit 322,7 Yards pro Spiel und WR Reggie Wayne führt die NFL mit 325 Fangyards an. Auch Seattle ist angeschlagen, QB Matt Hasselbeck könnte neuerlich ausfallen und würde wieder durch Seneca Wallace ersetzt. Zudem fehlen wohl auch LT Walter Jones und LB Lofa Tatupu mit Verletzungen. RB Edgerrin James, von 1999 bis 2005 ein Mitglied der Colts, trifft zum ersten Mal seit seinem Abgang auf das ehemalige Team.

      Das Heimteam hat bisher stark beeindruckt, Manning ist in Topform, da hätte es selbst ein fittes Team aus Seattle schwer. Colts 27, Seahawks 13

      Tennessee Titans (0-3) @ Jacksonville Jaguars (1-2), Sonntag 4. Oktober 2009, 19:00 Uhr

      Home, sweet Home heißt es nicht unbedingt für Jacksonville, das nur 2 von 9 Heimspielen in den letzten beiden Jahren gewinnen konnte, darunter nur eine der letzten 7 Partien. Auch letztes Jahr war Tennessee in Jacksonville siegreich, sweepte die Jaguars überhaupt durch einen Sieg in Nashville. WR Torry Holt wartet weiter auf seinen ersten Touchdown als Jaguar, RB Maurice Jones-Drew (119 Laufyards letzte Woche) auf seine ersten 100-Yards-Partien in Folge. Tennessee hat Erfahrung mit 0-4 Starts, das gab es zuletzt 2006 als man am Ende dennoch noch auf 8-8 kam. Trotz der Niederlagen haben die Titans mit nur 2,2 erlaubten Yards pro Lauf die beste Bilanz der NFL, dafür gelang es in drei Versuchen noch nicht ein 4th down zu verwerten.

      Verzweiflung macht sich bei Tennessee breit, da kommt ein lethargischer Gegner gerade recht. Titans 28, Jaguars 20

      New York Giants (3-0) @ Kansas City Chiefs (0-3), Sonntag 4. Oktober 2009, 19:00 Uhr

      In den letzten 28 Partien gab es nur zwei Erfolgserlebnisse für Kansas City, allerdings hat man seit 1980 nicht mehr mit 0-4 die Saison begonnen. WR Dwayne Bowe ist nach wie vor angeschlagen, wäre aber wichtig um die schlechteste Performance der NFL bei 3rd down (19,4%) zu verbessern. Die Giants haben Tampa Bay auf 86 Yards an Offensive begrenzt und mit 24-0 besiegt, die letzten aufeinanderfolgenden Shutouts gab es 1951 gegen die Cardinals und Steelers. Einen 4-0 Saisonbeginn gab es schon im Vorjahr, interessant auch dass seit 2007 alle direkt aufeinanderfolgenden Auswärtsspiele gewonnen wurden, ein Sieg hier würde diese Serie auf 8 Partien ausdehnen. Bisher wurde erst ein Sack kassiert, außerdem ist das Team relativ fit, auch DE Justin Tuck und Offensive Linemen Kareem McKenzie und Rich Seubert dürften in die Startformation zurückkehren.

      New York dürfte ein ähnliches Gemetzel veranstalten wie mit Tampa Bay. Giants 28, Chiefs 3

      Baltimore Ravens (3-0) @ New England Patriots (2-1), Sonntag 4. Oktober 2009, 19:00 Uhr

      Alle vier Spiele zwischen den beiden Teams gingen bisher an New England, das mit Randy Moss den aktivsten Passempfänger aufweist (26 Fänge) und den besten Kicker im Team hat (Gostkowski mit 9 Field Goals). Zudem wurde erst ein einziger Sack zugelassen. Ausfälle gibt es bei den Patriots auch, WR Wes Welker ist weiterhin fraglich, ein Einsatz von LB Jerod Mayo und Nose Tackle Vince Wilfork ist sogar sehr unwahrscheinlich. Ein 4-0 Saisonbeginn gelang den Ravens zuletzt 2006 als man die Saison mit 13-3 beendete. Baltimore führt die NFL mit 7 Lauftouchdowns an, RB Willis McGahee liegt in der individuellen Wertung mit 6 Touchdowns (5 davon durch Laufspiel) und 36 Punkten in Front. Seit mittlerweile 38 Spielen haben die Gäste keinen gegnerischen Läufer mehr über die 100-Yards-Marke laufen lassen. In den bisherigen zwei Partien in New England gab es aber wenig zu holen für Baltimore, insgesamt wurden 6 Punkte erzielt und 44 kassiert.

      Zwei starke Teams treffen aufeinander, der erste echte Prüfstein für Baltimore wird dabei auch zum Stolperstein. Patriots 23, Ravens 20

      Tampa Bay Buccaneers (0-3) @ Washington Redskins (1-2), Sonntag 4. Oktober 2009, 19:00 Uhr

      Sein letztes Spiel in der NFL bestritt Head Coach Jim Zorn von den Redskins im Jahr 1987 als QB der Buccaneers bei einem Sieg über die Vikings. Washington wird vermutlich auf die angeschlagenen Clinton Portis und Albert Haynesworth zurückgreifen können. Bisher hat man 51,2% der gegnerischen Third Downs nicht abwehren können, der schwächste Wert in der Liga. Tampa Bay bietet mit Josh Johnson einen neuen QB auf und versucht den nächsten 0-4 Start nach 2006 zu verhindern. Mit einer Niederlage würde man auch die längste Niederlagenserie des Teams seit 1987-88 aufstellen (8 Spiele in Folge). Bisher ist man das einzige Team der NFL das noch kein Field Goal erzielen konnte.

      Ein neuer Quarterback ist auch kein Wundermittel und Washington hat Glück nach dem schwachen Beginn hier auf einen schlagbaren Gegner zu treffen. Redskins 17, Buccaneers 7

      Buffalo Bills (1-2) @ Miami Dolphins (0-3), Sonntag 4. Oktober 2009, 22:05 Uhr

      Chad Pennington fällt mit einer Schulterverletzung für den Rest der Saison aus, so erbt Chad Henne den Posten als Quarterback. Als Ersatzmann wurde auch noch Tyler Thigpen von Kansas City verpflichtet. Die Dolphins führen die Liga mit 54,5% an verwerteten Third Downs an, haben aber erst ein einziges Mal den Ball vom Gegner erobert. Die Bills liegen auf Platz 1 mit zwei für TDs zurückgetragenen Interceptions, müssen aber auf die verletzten CB Leodis McKelvin und Safety Donte Whitner verzichten. Dafür kehrt RB Marshawn Lynch nach einer Sperre aufs Spielfeld zurück. Sauer ist sicher WR Terrell Owens, der letzte Woche bei der Niederlage gegen die Saints zum ersten Mal seit seiner Rookie-Saison 1996 ohne Fang blieb.

      Dass starkes Laufspiel die Gäste vor Probleme stellt, sah man letzte Woche gegen New Orleans bereits. Miami ist verzweifelt und holt alles aus dem Team heraus. Dolphins 17, Bills 14

      New York Jets (3-0) @ New Orleans Saints (3-0), Sonntag 4. Oktober 2009, 22:05 Uhr

      Seit 1993 haben die Saints keine Saison mehr mit 4-0 begonnen, damals verpasste man am Ende mit 8-8 dennoch die Playoffs. New Orleans liegt mit 438 Yards pro Spiel, 40 Punkten pro Spiel und 15 erzielten Touchdowns auf Platz 1 der NFL. QB Drew Brees führt mit 9 TD-Pässen und einem QB-Rating von 118, 1 ebenfalls die NFL an. Aber auch die Defense kann sich heuer mit 9 Takeaways und 7 Interceptions auszeichnen. Angeschlagen sind RB Mike Bell, der aber zuletzt von Pierre Thomas ausgezeichnet vertreten wurde und WR Lance Moore. Die Jets begannen zuletzt 2004 mit 4-0, da gab es danach ein 10-6. New York konnte alle vier Versuche bei 4th down stoppen und hat auch erst einmal in vier Spielen in New Orleans verloren (1989). LB Calvin Pace sitzt das letzte Spiel seiner Dopingsperre ab, CB Lito Sheppard ist verletzungsbedingt fraglich.

      Die Defense von New York ist gut und wird den Gastgebern kein Shootout erlauben, aber auch die Defense von New Orleans hat zuletzt aufgezeigt. In Summe gewinnt so das erfahrenere Team. Saints 27, Jets 21


      Dallas Cowboys (2-1) @ Denver Broncos (3-0), Sonntag 4. Oktober 2009, 22:15 Uhr

      Seit 2003 konnte Denver nicht mehr mit 4-0 beginnen, heuer hat man die Chance nicht zuletzt weil man noch keine Interception geworfen hat und mit 214,7 erlaubten Yards pro Spiel die Liga nach Total Defense und mit 5,3 Gegenpunkten pro Spiel nach Scoring Defense anführt. Zudem wurde erst ein TD zugelassen (keiner durch die Luft) und man konnte gegnerische Quarterbacks schon zehnmal sacken. Seit 1995 insgesamt und seit 1992 zuhause hat man nicht mehr gegen die Cowboys verloren (3-0). Rookie RB Knowshon Moreno führt alle NFL-Rookies mit 184 Laufyards an. Dallas hat die stärkste Laufoffensive der Liga mit 193,7 Yards pro Spiel (6,8 Yards pro Lauf), kämpft aber mit Verletzungen von Felix Jones und Marion Barber. Head Coach Wade Phillips war von 1993-94 auch bei den Broncos als Head Coach tätig, trifft nun zum ersten Mal wieder auf sein Ex-Team.

      Kurze Woche, Auswärtsspiel und der Ausfall der beiden besten Running Backs wiegen schwer gegen ein Team mit starker Defense und fehlerfreier Offense. Broncos 17, Cowboys 16

      St. Louis Rams (0-3) @ San Francisco 49ers (2-1), Sonntag 4. Oktober 2009, 22:15 Uhr

      San Francisco führt etwas überraschend die NFC West an, muss aber auf RB Frank Gore verzichten und auch Safety Reggie Smith dürfte ausfallen. WR Michael Crabtree setzt aufgrund von Vertragsstreitigkeiten weiterhin aus. Bei den Rams könnte Kyle Boller als QB auflaufen nachdem Marc Bulger angeschlagen ist. In Summe ist St. Louis seit 13 Spielen in Folge sieglos, hat nur fünf der letzten 35 Spiele gewonnen und erzielt ein NFL-Minimum mit 8 Punkten pro Partie. Dazu wurde nun auch noch LB David Vobora wegen Dopings (Verwendung eines verunreinigten Nahrungsergänzungsmittels) für vier Partien gesperrt. QB Kyle Boller hat übrigens seit 2004 kein Auswärtsspiel mehr gewonnen (13 Niederlagen in Serie).

      St. Louis ist kein Gegner für das Team aus San Francisco, Gore hin oder her. 49ers 27, Rams 6

      San Diego Chargers (2-1) @ Pittsburgh Steelers (1-2), Montag 5. Oktober 2009, 02:20 Uhr

      In der Vorsaison fand diese Begegnung in den Playoffs statt, Pittsburgh gewann mit 35-24. Die letzte Niederlagenserie von 3 Spielen in Folge gab es für die Steelers 2006, die aktuellen Niederlagen sind sicher auf das Fehlen von Safety Troy Polamalu, dem Leader der Defense mit zurückzuführen. Mit 71,6% hat Pittsburgh die beste Quote an vollständigen Pässen in der gesamten NFL. San Diegos QB Philip Rivers führt die Liga mit 991 Passyards an, dafür liegt das Team mit nur 2,76 Yards pro Lauf am Ende der NFL. RB LaDainian Tomlinson, LB Shawne Merriman, DT Travis Johnson und G Louis Vasquez sind bei den Gästen fraglich, Center Nick Hardwick fällt fix aus. Zudem konnte San Diego noch nie in 13 Versuchen in Pittsburgh gewinnen, auch Coach Turner ist in seiner Karriere noch sieglos gegen die Steelers (0-4).

      Ohne die Verletzungen wäre San Diego heuer in der Lage gefährlich zu werden, doch die Ausfälle führen dazu dass Pittsburgh die Serie fortsetzt. Steelers 20, Chargers 14

      Green Bay Packers (2-1) @ Minnesota Vikings (3-0), Dienstag 6. Oktober 2009, 02:30 Uhr

      Brett Favre spielt zum ersten Mal gegen die Packers, für die er von 1992 bis 2007 auflief. Mit einem Sieg würde er der erste Quarterback der Geschichte sein, der alle 32 Teams geschlagen hat. Minnesota will nach 2003 wieder mit 4-0 beginnen, damals verpasste man aber am Ende mit 9-7 die Playoffs. RB Adrian Peterson führt die Liga mit 357 Laufyards an, die Defense beherrscht ihre Gegner bei 3rd down, nur 22,2% der gegnerischen Versuche führten hier zum gewünschten Erfolg. Green Bay hat heuer schon 12 Sacks zugelassen, aber erst ein Turnover begangen und noch keine Interception geworfen. Im Gegenzug hat man 9 gegnerische Bälle erobert, sieben davon per Pick.
      Peyton Manning > Tom Brady

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Peyton ()

    • Eigentlich nur eine Überraschung, die dafür ganz dick - Jacksonville zerlegt die Titans, die nach einer 13-3 Vorsaison heuer mit 0-4 dastehen. Deshalb habe ich auch 12-1 richtige Tipps bei den 13 bisherigen Spielen, nicht übel.
      Peyton Manning > Tom Brady