Robert Enke ist tot!

  • So ist werde nie begreifen warum Selbstmörder sich vor ein Zug oder U-Bahn werfen, ihnen muß doch bewusst sein das die Zugführer wohl diese schrecklichen Bilder nie verarbeiten können.

    Nein, das ist wohl den meisten eben nicht bewusst und darüber werden sie sich wohl auch keine Gedanken machen. Schwer zu begreifen, aber so ist es leider in den meisten Fällen :madness

    #RiseUp

  • Mein Beileid gilt der Familie.

    Dennoch muss man einen solchen Freitod auch kritisch hinterfragen können.
    Wenn ein intelligenter und sozialer Mensch wie Robert Enke sich vor einen Zug wirft und damit eine Frau und Kind (adoptiert) hinterläßt, stürzt er auch diese in ein tiefes seelisches Loch. Das muss ihm bewusst gewesen sein.

    Weiterhin gilt mein Gedanke in so einer Situation auch dem Zugführer, der unter Umständen (zu Unrecht) sein restliches Leben mit Schuldgefühlen belastet ist.

    Ich glaube nicht, dass man im Moment irgendetwas hinterfragen muss und/oder sollte.

    Ruhe in Frieden Robert

  • Und genau wegen solchen Beiträgen wie diesen:

    "Tom epple aus STUTTGART
    IST DOCH EGAL DAS ER TOD IST ER KONNTE EH NICHT FU?BALL SPIELEN!!! IST DOCH GUD DASS ER TOD IST !---n24.de---

    11.11.09 11:57 Tom epple"

    finde ich solche Online-Kondolenzbücher immer ziemlich abstoßend...

  • Und genau wegen solchen Beiträgen wie diesen:

    "Tom epple aus STUTTGART
    IST DOCH EGAL DAS ER TOD IST ER KONNTE EH NICHT FU?BALL SPIELEN!!! IST DOCH GUD DASS ER TOD IST !---n24.de---

    11.11.09 11:57 Tom epple"

    finde ich solche Online-Kondolenzbücher immer ziemlich abstoßend...

    ja da sieht man welches geistige Kind manche sind. :(

  • Dennoch muss man einen solchen Freitod auch kritisch hinterfragen können.
    Wenn ein intelligenter und sozialer Mensch wie Robert Enke sich vor einen Zug wirft und damit eine Frau und Kind (adoptiert) hinterläßt, stürzt er auch diese in ein tiefes seelisches Loch. Das muss ihm bewusst gewesen sein.

    Weiterhin gilt mein Gedanke in so einer Situation auch dem Zugführer, der unter Umständen (zu Unrecht) sein restliches Leben mit Schuldgefühlen belastet ist.

    Eine solche Frage ist sicherlich solange berechtigt, wie sie mit objektiven Argumenten, Fakten wissenschaftlich diskutiert wird.
    Dies wird aber im jetzigen Moment bezogen auf Enke in keinster Weise möglich sein, da jede Grundlage einer Antwort rein spekulativ bleiben wird.
    Weiterhin sollte man die Auswirkungen auf die Familie Enke bedenken. Stell dir mal vor, diese Frage wird jetzt in den Medien hochaufgebauscht und es kommen kopfschüttelnde Stimmen hinzu, die Robert Enke genau das vorwerfen, nämlich uU das Leben des Zugführers zerstört zu haben und ihm somit eine Schuld zuweisen. Die Trauerarbeit, die die Familie Enke leisten muss, wird dadurch bestimmt nicht leichter, oder?
    Übrigens wird die psychische Arbeit, die der Lokführer leisten muss, dadurch ebenfalls nicht leichter. Ich habe noch kein Trauma erlebt, welches durch eine einfache Schuldzuweisung gelöst wird.

    Daher halte ich den Zeitpunkt für eine solches Hinterfragen für enorm fragwürdig.

  • Was macht es denn für einen Sinn über die "Motivation" zu diskutieren? Kaum einer von uns hat mit dem Menschen Enke je ein Wort geredet - und wohl keiner hat ihn als Menschen wirklich gekannt.

    Von daher lehne ich jegliche Spekulation über das "Warum?" ab - ... Alles Scheiße!

    Auch der Hinweis "der arme Lokführer - so was tut man doch nicht" ist in meinen Augen Bullshit. ...

    Prima, wie Du als "Göttervater" in einem Thread direkt die Meinung anderer als "Bullshit" bezeichnest! :madness

    Es ist Dein gutes Recht, Meinungen nicht zu teilen.

    Genau so sei aber auch die Bemerkung erlaubt, dass es "tragisch" ist (nenn es wie Du willst) wenn durch den Suizid des "kranken Ausweglosen" eine oder mehrere andere Personen krank werden, und zwar auch psychisch mit unter ohne absehbare Folgen.

    Vollkommen Recht hast Du allerdings, dass es über die "Motivation" keine Diskussionen geben kann. Die Wahrheit liegt irgendwo vergraben. Wie ich gerade erfahren habe, hat Robert Enke einen Abschiedsbrief hinterlassen, vielleicht kommt die Wahrheit so eines Tages zum Vorschein.
    Das der Freiraum für jede Spekulation nun großzügig benutzt wird, das ist mag dem einen verwerflich oder überflüssig erscheinen, aber so ist es nun mal. Gerade bei "öffentlichen Personen".

  • Und genau wegen solchen Beiträgen wie diesen:

    "Tom epple aus STUTTGART
    IST DOCH EGAL DAS ER TOD IST ER KONNTE EH NICHT FU?BALL SPIELEN!!! IST DOCH GUD DASS ER TOD IST !---n24.de---

    11.11.09 11:57 Tom epple"

    finde ich solche Online-Kondolenzbücher immer ziemlich abstoßend...

    Was soll einem dazu noch einfallen?

    Und hier wird in anderen Threads ausgiebig diskutiert, wie groß die Verfehlung bei der Benutzung des Wortes "Hinterwäldler" sein kann.

    Es sind so viele Spinner unter uns ... bah!!!!!!!!!

  • Eine solche Frage ist sicherlich solange berechtigt, wie sie mit objektiven Argumenten, Fakten wissenschaftlich diskutiert wird.
    Dies wird aber im jetzigen Moment bezogen auf Enke in keinster Weise möglich sein, da jede Grundlage einer Antwort rein spekulativ bleiben wird.
    Weiterhin sollte man die Auswirkungen auf die Familie Enke bedenken. Stell dir mal vor, diese Frage wird jetzt in den Medien hochaufgebauscht und es kommen kopfschüttelnde Stimmen hinzu, die Robert Enke genau das vorwerfen, nämlich uU das Leben des Zugführers zerstört zu haben und ihm somit eine Schuld zuweisen. Die Trauerarbeit, die die Familie Enke leisten muss, wird dadurch bestimmt nicht leichter, oder?
    Übrigens wird die psychische Arbeit, die der Lokführer leisten muss, dadurch ebenfalls nicht leichter. Ich habe noch kein Trauma erlebt, welches durch eine einfache Schuldzuweisung gelöst wird.

    Daher halte ich den Zeitpunkt für eine solches Hinterfragen für enorm fragwürdig.

    Ich glaube, da wird von einigen einfach etwas Missverstanden!
    Diese Art von Suizid hat nun mal einfach viele Betrachtungsweisen, anders als wenn ich Pillen schlucke und mir die Adern aufschneide.
    Meiner Ansicht nach, wäre es falsch die Tragik eines solchen Falls nur auf Robert Enke zu reduzieren, denn das würde nicht die gesamte Tragweite dieser erfassen.

  • Ja ... und dass sein Art eine stationäre Aufnahme noch am Todestag ablehnte... Mein Gott!

    Wenn ein im Schlaf gedraftretes Team besser ist als alle anderen, wird es Zeit der Realität ins Auge zu blicken...

    Helft dem NFL-Talk

  • In der Pressekonferenz wurde soeben verkündet, dass Enke bereits seit 2003 unter Depressionen litt und in Behandlung war.

    Edit: In seinem Abschiedsbrief entschuldigt er sich, dass er sein Umfeld getäuscht hat um seinen Selbstmord vorzubereiten. War also keine Kurzschlussreaktion.


    Wenn man das alles so liest und hört dann fällt einem wirklich nicht mehr viel dazu ein. Wie es in einem Menschen aussehen kann....

  • Meiner Ansicht nach, wäre es falsch die Tragik eines solchen Falls nur auf Robert Enke zu reduzieren, denn das würde nicht die gesamte Tragweite dieser erfassen.

    Ich hoffe, dass das hier auch keiner bestreitet. In meinem Posting sprach ich ja selbst auch von einem traumatisierten Zugführer.

    Aber nochmal:
    Schuldzuweisungen helfen ob aller Tragik niemandem !
    Und ich sehe einfach nicht, wie die Art des Freitodes hier jetzt im Moment hinterfragt werden kann, ohne in wilde Spekulationen zu verfallen.


    Zitat von Lobotommy

    Das der Freiraum für jede Spekulation nun großzügig benutzt wird, das ist mag dem einen verwerflich oder überflüssig erscheinen, aber so ist es nun mal. Gerade bei "öffentlichen Personen".

    Weil es nunmal so ist, muss ich da aber noch lange nicht mitmachen. Ein passender 11-Freunde Artikel dazu: click me

  • Ja ... und dass sein Art eine stationäre Aufnahme noch am Todestag ablehnte... Mein Gott!

    Eine stationäre Aufnahme hätte für ihn wohl die WM gekostet und noch schlimmer, er dachte wohl auch das Sorgerecht für seine Adoptivtochter. Das konnte er nicht verkraften, gleich gar nicht wenn man psychisch erkrankt ist.:stone

  • Ich sehe das immer ein bisschen zwiespältig, denn bei sowas spielt ja auch immer eine nicht zu unterschätzende Heuchelei mit. Es gibt mit Sicherheit hunderte, wenn nicht tausende Manfred oder Inge Mustermanns in ähnlicher Situation, mit ähnlichen Problemen, die jährlich Suizid begehen, aber eben völlig anonym, ohne Fokus der Öffentlichkeit, genauso wie es tausende Drogentode neben Michael Jackson gibt.

    Bei den einen wird ein Hype sondersgleichen gemacht und bei den anderen, Entschuldigung, interessiert es kein Schwein, weil sie eben nie in der Öffentlichkeit waren, da gibt es nicht mal ein öffentliches Achselzucken, die Welt dreht sich einfach unberührt weiter, wie zuvor auch, als wäre nie was geschehen.

    Es ist sicher tragisch für alle Angehörigen von Robert Enke, wie es auch tragisch ist für die Angehörigen von Manfred und Inge Mustermann, auf der anderen Seite kannte ich Robert Enke, abgesehen davon dass er vielleicht Bälle besser fangen konnte als Manfred oder Inge und deswegen im Fernsehen war, auch nicht näher als die zwei. Also muss ich auch keine größere künstliche Betroffenheit heucheln, als ich sie für Manfred und Inge zeigen würde.

    Trotzdem
    R.I.P Robert und R.I.P all ihr Manfreds und Inges.
    Aber es war ein Freitod und es war eure Entscheidung.

    und die besten Wünsche und viel Kraft an alle betroffenen Angehörigen.

  • Chile-Länderspiel wird abgesagt

    Damit hat der DFB eine Menge Kredit bei mir. Absolut richtige Entscheidung!


    R.I.P.

    Dem kann ich nur zustimmen! Aber wie hätte es auch ablaufen sollen...
    Wer Oliver Bierhoff eben bei der PK gesehen hat, weiß wie sich auch ein Großteil der Spieler derzeit fühlt.
    Kein Training und am Samstag ein Trauerspiel? Nein, völlig richtige Entscheidung DFB!

  • Kamerun hatte seinerzeit gespielt, nachdem Foé verstorben war. Kann man wohl so oder so sehen.

    Wie "man" das sehen kann ist mir ziemlich egal. Ich sehe ganz klar den Respekt den man Enke und seinen Hinterbliebenen damit entgegen bringt und nicht sofort zum Tagesgeschäft übergeht trotz Trauerflor und Gedenkminute. Und das bringt bei mir sehr viele Sympathien ein.

    Sicherlich verliert der DFB mit der Spielabsage sehr viel Geld, doch macht man hier eindeutig klar, dass die Prioritäten jetzt gerade woanders liegen-ganz woanders. Was Kamerun oder was weiß ich da macht ist mir da völlig gleich.

  • .....«Im Abschiedsbrief entschuldigte er sich für die bewusste Täuschung in den letzten Tagen. Es sei nötig gewesen, um den Selbstmord zu begehen», erklärte Markser. «Er hatte sich in allen Gesprächen glaubwürdig von Selbstmordgedanken distanziert.»

    http://www.tagesanzeiger.ch/sport/fussball…/story/24441100

    Wow, harter Tobak....... Demzufolge war die Sache sorgfältig geplant. Das rückt m.E. die ganze Sache in ein anderes Licht (dies ist jedoch meine ganz persönliche Meinung) :(

  • Kamerun hatte seinerzeit gespielt, nachdem Foé verstorben war. Kann man wohl so oder so sehen.


    kenne mich da nicht so genau aus, aber vielleicht passt das eher zur afrikanischen mentalität, solche schicksale anders zu bewältigen.

    ich hätte beide möglichkeiten akzeptiert, aber so wie auf der pressekonferenz aufgetreten wurde, bin ich mir sicher, dass dies die absolut richtige entscheidung ist.

  • Chile-Länderspiel wird abgesagt

    Damit hat der DFB eine Menge Kredit bei mir. Absolut richtige Entscheidung!

    Ich finde diese Entscheidung absolut okay. Ich respektiere sie, obwohl mir eine Reihe, m.E. guter Gründe auch für das Gegenteil einfallen, und bitte damit meine ich garantiert keine wirtschaftlichen Gründe!

    Dennoch bleibt bei mir ein schaler Nachgeschmack. Und den zu beseitigen, liegt allein beim DFB. Ich kann also nur hoffen, dass man sich an dieser Entscheidung ein Beispiel nimmt, wenn andere Ereignisse eine vergleichbare Situation hervorrufen.

    "Kritik ohne Mitgefühl ist Gewalt" (nakagawa roshi)
    -.-.-.-
    "Die Würde des Menschen ist kein Konjunktiv"
    -.-.-.-
    Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war,
    stets kannst du im Heute von neuem beginnen.

  • R.I.P. Robert Enke
    Aber wer mir am meisten Leid tut ist seine Frau.
    Die muss was durchmachen, erst das Kind jetzt der Mann. Ich wünsch ihr Kraft das durchzustehen.


  • Sicherlich verliert der DFB mit der Spielabsage sehr viel Geld, doch macht man hier eindeutig klar, dass die Prioritäten jetzt gerade woanders liegen-ganz woanders. Was Kamerun oder was weiß ich da macht ist mir da völlig gleich.

    Ich würde eher sagen im Gegenteil, da man
    a) sicherlich versichert ist und
    b) der Vorverkauf für das Spiel extrem mies war.

    Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!