Kansas City Chiefs 2015

  • Wie kann man denn so ein Spiel gegen einen weitgehend hilflosen Gegner herschenken? Sicher hat sich Charles verletzt, aber die Chiefs haben einfach aufgehört, Football zu spielen, haben nur noch auf Zeit gespielt. Am Ende fand ich das Playcalling wirklich grauenhaft:


    1. In der Offense callt man nur nur leicht vorhersehbare Läufe durch die Mitte ("Zeitspiel"), statt einfach normal weiter zu spielen.
    2. Man verschwendet ein Timeout, nur um "optimal" auf Zeit zu spielen.
    3. Obwohl die Defense jedesmal Erfolg hatte, wenn sie 6-7 Spieler an die LOS gestellt und geblitzt bzw. Blitz angetäuscht hat, verteidigt man (mit einer Ausnahme, wo es auch funktioniert hat) passiv.


    Diese Niederlage müssen sich m. E. die Coaches zuschreiben.

  • Man vermutet torn ACL bei Charles, das wäre bitter :(

    Das ist wirklich bitter. Auf Charles hab ich mich beim kommenden London Trip mit Abstand am meisten gefreut. Jetzt sieht man eine herzlose Truppe ohne Charles beim Toilet Bowl gegen ebenso enttäuschende Lions. Irgendwie scheinen die bei der NFL immer schon im Vorfeld zu wissen wer die beschissensten Teams des Jahres sind und schicken die dann nach London.

  • Jupp, das wars dann mal wieder. Spieltag fünf und für die Chiefs ist der Drops gelutscht. Das gestern abend war eines der enttäuschensten Spiele der letzten Jahre. Hochnotpeinliche Niederlage gegen einen sehr schwachen Gegner. Ich hab kurz vor der Halbzeit ausgemacht, hatte genug gesehen und wusste zu dem Zeítpunkt schon, dass das wieder nichts wird. War der letzte Drive vor der Halbzeit der in dem geblockten FG endete. Da bringen die Bears "Druck" mit drei Down-Lineman und einer kommt (fast) ungeblockt durch! Ein "5 gegen 3" MatchUp kann noch nicht mal gelöst werden? Are You kidding Me? Selbst in der Regionalliga haben sie eine bessere Awareness bei der Pass-Protection. Fisher ist eine Katastophe und fällt eigentlich nur durch Holding-Strafen auf. Wenn jetzt noch für Charles die Saison beendet ist, können wir wieder um den 1st Draft Pick spielen. Guter QB im Pool für 2016? :-)

    ...and the Home of the C H I E F S

  • Da haben wir das beste Team seit ewigkeiten und trotzdem ist die Season in Week 5 vorbei. Das war heute leider gar nichts. Ich hab das Gefühl die Niederlage vs Denver hat den Chiefs das Herz aus der Brust gerissen.


    Nach Jamaals Verletzung war Game Over. Mentaler Kindergarten. Kein Feuer kein Herz. Front 7 Pressure nicht mehr vorhanden.


    Wenn Charles jetzt auch noch ausfällt ...

    Wenn man sich nach einer Niederlage in Woche 2 der Saison schon das Herz aus der Brust reißen lässt, hat man wohl offenbar nie eines besessen...

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  • Bei Charles wird ein Kreuzbandriss befürchtet. Genauere Untersuchungen folgen noch.


    Trotzdem die Verletzung von Charles ein heftiger Schlag für die Chiefs-Offense war, man MUSS solch ein Spiel (auch ohne Charles) gewinnen. Man führt 17:3 und hat ein 27-FG zur 20:3-Führung vor sich. Man versemmelt das FG und danach kommt von der Offense NICHTS mehr. Das ist schon standortbestimmend.


    Die Bears machen im Moment den Eindruck als ob sie kaum in die Nähe eines ausgeglichenen records kommen werden, wenn man solche Teams nicht schlagen kann, muss man sich in KC und bei uns Fans auf eine laaaaaaaaaange Saison gefasst machen. Vor allem wenn Charles wirklich ausfallen sollte.


    Im Augenblick geht das Team unter Reid in die falsche Richtung. Von 11-5 (PO-Teilnahme), über 9-7 (knapp gescheitert) scheint es in dieser Saison einen negativen record zu geben. Und man kann den Rückschritt nicht mal mit durch Verlertzung fehlenden Spielern erklären. Für mich nicht so ganz verständlich.

    College Champion 1984: Brigham Young Cougars – Unbeaten & Untied.

  • @ RedOx und Cougar:


    Was macht Ihr so am Sonntag in einer Woche? :D


    1. Hoffen dass sich Keiner verletzt. ;-)


    2. Dem Team die Daumen drücken welches zu diesem Zeitpunkt die besseren Playoffchancen hat. Auch wenn der Schedule von KC leichter wird und theoretisch eine bessere Siegquote erwarten lassen sollte, ist mein Favorit heute: Minnesota.


    Gruß
    Red Ox

  • Der Name Stephenso geht heute aber auch immer im Einklang mit dem Ausdruck "missed a block"...


    Gruß
    Red Ox

  • Das war wie in der Vorwoche Not gegen Elend, und wieder waren die Chiefs die Verlierer. Die O-Line ist so schlecht, dass ich nicht mal weiß, ob es ein Fehler war, so ein passives Playcalling zu betreiben. Aber wenn man Spiele nicht mal mit einer positiven TO-Bilanz gewinnen kann ... wo soll das noch enden? Na ja, wir könnten einen #1-Draftpick gebrauchen. Unserer war ja weitgehend wertlos.

  • Comedy Show zu ende geschaut. Man weiss gar nicht wo man anfangen soll. Ich hab ja nichts erwaretet aber das gebotene übertrifft alles... Wenn man trotz eklatanter Fehlleistungen von Offense, Defense Coordinator bei kritischen 3rd Downs, Flaggen nach guten Aktionen um sich das gewonnene Momentum direkt wieder nehmen zu lassen und Ref Fehlleistungen noch eine Chance hat zu gewinnen. Dann .... Ja dann .... zaubern die Chiefs noch einen aus den Hut und der Left Tackle strippt den eigenen Running Back. Sowas hab ich noch nie gesehen.


    kc-now-causing-their-own-fumbles


    Show must go On!


    Quick "Facts":


    - Die Offense ist im Arsch. Das sollte spätestens jetzt jedem klar sein. Das ganze Playbook war auf Charles zugeschnitten. Wenn es kein Laufpielzug ist, dann ein Play Action und wenn das nicht dann steht/stand Charles als Passempfänger und Safety Option zur Verfügung.


    - Stephenson fällt nur durch Fehler und Disziplinlosigkeit auf. Und das schlimmste. Für diesen Deppen verbrennen wir unseren 1st OVR Pick auf der rechten Seite.


    - Reid kann und wird es wohl nie können. Clock Management. 3 TO bei knappen Rückstand schon 4-5 Minuten vor Schluss alle verbrannt. Den letzten bei 3rd and 2? Zum Glück konnten wir den converten sonst wäre ohne Timeouts fast die komplette Zeit von der Ur gewesen.


    - Smith hat vielleicht viele Spiele gewonnen aber er ist kein Game Winner. Nicht der Mann der das entscheidende Play aus dem Ärmel schütteln kann. Haben wir seit Trent Green eigentlich jemals in den letzten 2 Minuten ein Game Winning Drive zum TD hinbekommen? Während ich mir das Spektakel dieses Jahr schon 2mal gegen uns anschauen durfte hatte ich heute nicht den Hauch einer Hoffnung das unsere Offense das irgendwie schaffen könnte. Ernsthaft jetzt mal. Gab es das irgendwann mal in den letzten 5 Jahren?


    - Ich kann Mike Carey nicht mehr sehen. Ständig wird er dazu geschaltet und sagt uns auch noch das wir beschissen werden.


    Nach dem wieder mal zu Unrecht abgepfiffenen TD von West hat mich am meisten Bob Sutton aufgeregt. Auch wenn er Peterson in Schach gehalten hat. In den entscheidenen Momenten hat er völlig unverständliche Calls gemacht. Beim 3rd and 7 zum Goal der in einem TD endete 0-Passrusch. Und das obwohl das vorher wunderbar funktioniert hat. Aber noch viel krasser war das nach dem Sack von Houston. 3rd and 15. Wir brauchen unbedingt den Ball zurück und er lässt nur 2 der 3 Linemann überhaupt Druck machen. Der Nose Tackle stand da nur rum? Wir haben einen relativ unerfahrenen QB als Gegner und lassen ihn in einer entscheidenden 100%igen Passing Situation alle Zeit der Welt? Wenn da ernsthaft der Plan von Sutton war ist das mal gründlich in die Hose gegangen.

  • Comedy Show zu ende geschaut. Sutton war ist das mal gründlich in die Hose gegangen.


    Comedy Show zu ende geschaut.


    :D
    Comedy-Show gar nicht erst geschaut :-)
    Wir sind die letzten Jahre ja nun wahrlich nicht vom Erfolg verwöhnt, aber dieses Jahr ist es besonders schlimm, bis hin zur Schmerzgrenze. Hatten wir nicht endlich mal eine Vielzahl von Puzzle-Teilchen an
    der richtigen Stelle? Auf dem Papier eine Top-Defense mit einer richtig starken Front-7 und einem verbesserten Defensive Backfield. In der Offense endlich einen PlayMaker auf WR, dazu einen Prototyp TE mit
    Kelce und einen All-Pro RB mit Charles. Und jetzt dieses hochnotpeinlichen Vorführungen (auch schon VOR Charles´ Verletzung). Wieder eine Re-Buildung-Phase? Ne, hab ich keinen Bock drauf ;-)
    Wären wir in der deutschen Ligastruktur würde ich sagen: Mannschaft vom Spielbetrieb für die Saison zurückziehen und in der Verbandsliga neu starten ;-)

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  • Der Slapstick ist für den neutralen Fan wenigstens unterhaltsam ... obwohl, der neutrale Fan schaut sich ein solches Spiel nicht an, jedenfalls nicht bis zum Ende.


    Trotzdem sehe ich das Problem in der Offense ganz klar bei der O-Line (insgesamt).


    - Smith ist kein Game Winner, da hast Du völlig recht. Aber es gab auch keine Veranlassung, gegenteiliges zu glauben. Er ist ein solider Starter, der etwas zu viel Zeit braucht und ab der Mitteldistanz nicht ganz so präzise wirft. Dafür bringt er die kurzen Pässe meistens an, kann ganz solide laufen und begeht wenige gravierende Fehler. Da man sich keinen Brady oder Rodgers aus dem Hut zaubern kann, müssen wir zunächst einmal mit dieser Situation leben.


    - Stephenson fällt in der Tat sehr negativ auf. Trotzdem glaube ich nicht, dass wir "unseren 1st OVR Pick" verbrennen. Es hat sicher seinen Grund, dass Stephenson auf LT spielt, und der ist nicht erfreulich. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Fisher nach der Saison entweder einen deutlichen Pay Cut hinnehmen oder sich einen neuen Arbeitgeber suchen muss, denn er ist gemessen an den Erwartungen eine Riesenenttäuschung. Leider sehe ich im Moment auch sonst in der O-Line keinen Lichtblick. Morse möchte ich für seine zahlreichen Fehler noch den Rookie-Bonus zugestehen, aber selbst Grubbs fällt mir in erster Linie durch Penalties auf. Ich habe nicht so ganz den Überblick, aber gibt es derzeit eine schlechtere O-Line als die der Chiefs? Das ist natürlich in Bezug auf Alex Smith, der eigentlich eine besonders starke O-Line benötigt, keine glückliche Kombination.


    - Beim Clock Management von Reid stimme ich Dir völlig zu. Nur war das dieses Mal bedeutungslos. Im Ersparnis-Sinne kann man die Timeouts auch 4-5 Minuten vor Schluss nehmen, das macht keinen Unterschied. Man gibt dem Gegner im Falle eines Führungswechsels nur ggf. unnötig Zeit, noch einmal zurückzuschlagen. Das war in diesem Spiel nicht notwendig.


    - Ich habe nicht den Eindruck, dass die Chiefs wegen der Schiedsrichter verlieren. Es gibt auch Szenen, in denen wir Glück haben. So ist das eben.


    - Warum man meint, passiv verteidigen zu müssen, wenn man sich entweder dem Spielende nähert oder der Gegner 3rd & long hat, erschließt sich mir auch nicht. Da reiht sich Sutton allerdings nahtlos im Kollegenkreis ein.


    Alles in allem haben die Chiefs keinen Grund, sich über die Niederlage bei Dritten zu beschweren. Wenn man in 56-58 Minuten nur 10 Punkte zu Wege bringt, ist das Kernproblem auch nicht die Comeback-Fähigkeit des QBs in den letzten 2-4 Minuten. Der einzige TD beruhte letztlich auch darauf, dass man die Vikings-Defense mal zu 100 % auf dem falschen Fuß erwischt hat (Screen gegen all-out-blitz). Ansonsten haben die Chiefs offensiv einfach nichts zu Wege gebracht. Mitte des dritten Viertels hatte man den bis dahin besten Drive mit 34 yards (!).


    Ganz nebenbei: Die Defense hat dieses Mal trotz mangelnder Offense-Unterstützung gut gespielt.

  • So, jetzt habe ich mir das Spiel auch mal angetan...Einfach unglaublich! Ich denke, die Chiefs sind im freien Fall. In der Offense grenzt das schon an aktiver Leistungsverweigerung.
    Die Schlüsselsequenz aus meiner Sicht:
    Der erste brauchbare Drive im dritten (sic!) Quarter mit knapp 4 Minuten auf der Uhr. Chiefs mit 4. und 1 an der Minnesota 6 Yard Line bei 13-00 Führung für die Vikings. Jetzt ein TD
    und das Spiel nimmt vielleicht noch mal Fahrt zu Gunsten der Chiefs auf. Andy Reid mit der für ihn ungewöhnlichen, aber aus meiner Sicht richtigen Entscheidung, für das First Down bzw.
    den TD zu gehen. Single Back Formation, Jumbo Package mit Extra Offense Lineman und mit viel Beef in der Mitte. Und was passiert? West wird gestoppt für ein Yard Raumverlust, Turnover on Downs, der Drops
    ist gelutscht.
    Das "lustige" an dem Spielzug: West wird vom Backside!!! DT bereits im Backfield erwischt und kann somit nicht mit Volldampf in die (zugegeben) Mini-Lücke auf der
    Playside vrostoßen (wobei: wie unser 1st Rounder Fisher sich da präsentiert ist auch nicht das Gelbe vom Ei...schon kurz nach dem Snap den Kampf um das Pad-Level verloren, hoch aufgerichtet und dann
    schön im Rückwartsgang). Are You Kidding Me! Backside Guard / Tackle lassen ihren Mann ohne Gegenwehr ins Backfield penetrieren. Der hat die nicht überrannt sondern wurde einfach nicht
    geblockt. Sorry, solche mentalen Fuck-Ups machen mich einfach wütend. Wenn du gegen JJ Watt spielst, und der Typ ist einfach stärker, kein Thema. Aber wenn Du zu blöd bist, einen
    Spielzug auszuführen oder ein Konzept zu kapieren, dann geh zum Wall-Mart Tüten packen. Wie kann ich denn in einer solchen Situationen den 1st Level Player ungeblockt an mir vorbeiziehen
    lassen und einen Spieler im 2nd Level aufnehmen??? Ich bewundere immer Alex Smith, dass er trotz solcher FuckUps (das waren nicht die einzigen, in der PassPro sah es ähnlich chaotisch aus)
    immer noch die Ruhe behält...und mich, dass ich mir den Kram auch immer noch antue :-)

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    Einmal editiert, zuletzt von okoye ()

  • Zumal das ja sogar nur 4th and inches waren. Hab ich nich nie verstanden warum man das nicht jedes mal sneakt. Bei den Patriots funzt das zu 99,5%. Stattdessen läuft man mit einer schlechten Oline erstmal 4 yards zurück und dann wieder 4 yards nach vorne um 10cm Raum zu gewinnen. Allerdings können andere Teams auch gute Comedy.


    Colts Comedy


    :neubi:

  • Stephenson fällt nur durch Fehler und Disziplinlosigkeit auf. Und das schlimmste. Für diesen Deppen verbrennen wir unseren 1st OVR Pick auf der rechten Seite.


    Mir gerade das Spiel noch mal auf die schnelle angeschaut und nur auf Stephenson geachtet. Da fehlen mir die Worte. Höhepunkt natürlich sein "Forced Fumble" gegen West. Davor noch so dermaßen seinen
    Block versemmelt und dann haut er seinem eigenen Spieler noch die Murmel aus der Hand. Der gehört einfach nicht in die NFL. Spielt man besser mit 4 OL....

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  • Wenn ich mir die Kommentare zum gestrigen Spiel so durchlese, kann ich an sich froh sein, dass ich die Chiefs bisher noch nicht sehen konnte. Ich bin zwar nicht ganz der Meinung von Chief, dass wir dabei sind uns einen #1-Draftpick zu holen, aber die Chiefs werden wohl nicht tiefer draften als Nummer vier bis sechs. Die Offense ist so bissig wie ein zahnloser Tiger (mit Charles zwar etwas besser, aber nicht ausreichend gefährlich) und die Defense spielt einfach nicht konstant genug um das Manko der Offense auszugleichen. Mir vollkommen unverständlich, dass auf die guten Ansätze der letzten beiden Jahre solch ein heftiger Rückschritt folgt.


    O-Line desolat - für einen QB wie Smith Gift - leicht nachvollziehbar. Wenn man dann kein dominantes Laufspiel in der Tasche hat, werden Siege nur möglich sein wenn die Defense besser spielt und der Gegner eklatant viele Fehler macht. Da mutet die klare 27:9-Führung nach drei Vierteln im Eröffnungsspiel in Houston wie aus einer anderen Welt an.


    Und trotzdem stehen die Chiefs im Moment nicht schlechter da, als ich es in meiner persönlichen Prognose nach sechs Spielen getippt habe. (Niederlagen gegen Houston, Denver, Green Bay, Cincinnati und Minnesota, ein Sieg gegen Chicago). Am Ende habe ich für die Chiefs immerhin ein 9-7 errechnet. Allerdings müsste man dann schon gegen Pittsburgh damit anfangen Siege einzufahren. Davon scheinen die Chiefs aber meilenweit entfernt zu sein.

    College Champion 1984: Brigham Young Cougars – Unbeaten & Untied.

  • Ich scheine übrigens nicht der einzige zu sein, der das Gefühl hatte die Niederlage gegen die Broncos hat das Team mental zerstört.


    In der umfrage glauben 75% der befragten das es der Turning Point war und wir nicht so ein schlechtes Team haben das 1-5 gerechtfertigt ist.


    Allerdings stimmt dazu auch wie Okoye schon sagte folgender Tweet von Sam Mellinger.



    worst part about that is neither answer is good. They're either legit 1-5 bad or very weak mentally.


    Ich meine wir haben souverän gegen die Texans gewonnen. Eine perfekte pre Season gespielt in der alle QB's zusammen über 70% der Pässe an den Mann brachten. Auch die langen Dinger. Wir haben Denver bis zum Schluss im Griff gehabt und trotz zahlreicher Turnover bis 1 Minute vor Schluss noch absolut die Möglichkeit gehabt zu gewinnen. Es sah alles danach aus als käme jetzt die Zeit der Chiefs und die Ära der Denver Mannings ist vorbei. Und dann kam der Charles Fumble... Bis jetzt ist man aus dem Alptraum nicht mehr aufgewacht. Seit dem habe ich das Gefühl das keiner der Spieler mehr mit ganzem Einsatz dabei ist. Ausser eventuell Kelce. Aber sonst ist da kein feuer mehr, kein selbstvertauen und keine Emotion. Wie der völlige zusammenbruch nach der Charles verletzung gegen die bears eventuell auch beweist. Ich fühle mich teilweise echt an die Edwards zeit erinnert. Nur das wir hier und heute ein viel talentierteres Team haben als damals.


    Wenn es denn so ist. Warum schaffen die Coaches es nicht das Team auf Spur zu bringen? Hat Reid das Team noch im Griff?

  • Ich finde das alles viel zu hoch gehängt:


    - Die Preseason hat so viel Aussagekraft für die NFL-Saison wie der Ausgang eines Sackhüpfens beim Kindergeburtstag in Bielefeld.


    - Der Sieg gegen die Texans war m. E. nicht so richtig überzeugend. Der Anfang war gegen einen schwachen Gegner gut, aber hinten raus lief es schon da nicht mehr flüssig.


    - Das Spiel gegen die Broncos war m. E. das beste - ohne die Kategorie "sehr gut" zu erreichen - mit äußerst unglücklichem Ausgang.


    - Gegen Packers und Bengals hatte die Defense erstmals mit guten und in Form befindlichen QBs zu tun - mit verheerenden Folgen.


    - Gegen die Bears war die Leistung nicht gut, aber man hat gegen einen schwachen Gegner trotzdem das Spiel dominiert und es am Ende weggeschenkt, wobei ich die Schuld in erster Linie bei den Coaches sehe


    - Gegen die Vikings war hat die Defense gut gespielt, aber die Offense war hilflos.


    Jetzt "den einen Grund" auszumachen, an dem es hängt, erinnert mich an Börsenberichterstattung: Es gibt immer ein paar dumme Gründe für steigende und ein paar nicht weniger dumme Gründe für fallende Kurse. Die "Experten" zeichnen sich dadurch aus, dass sie im Nachhinein plausibel erscheinende Gründe benennen können.


    M. E. ist es in diesem Spiel der eine und im nächsten Spiel ein anderer Grund. Generell ist die O-Line schwach, die Defense hat große Probleme mit guten QBs und die Verletzung von Charles hat jetzt natürlich auch nicht geholfen. Gleichwohl war das Team ja nicht in jedem Spiel chancenlos. Gegen die Bears hätte man gewinnen müssen, gegen die Broncos hatte man die besseren Chancen und gegen die Vikings war man in Schlagdistanz. Es wäre genauso gut ein 2-4 oder 3-3 möglich, mit viel Glück sogar ein 4-2. Jetzt steht man eben bei 1-5 und es sieht "Sch..." aus. Dass Niederlagen - insbesondere frustrierende - nicht gerade förderlich für das Selbstvertrauen sind, ist unmittelbar einsichtig. Aber das ist bei jedem Team so.


    Aus meiner Sicht fehlt nicht viel - aber auch knapp verloren ist verloren. Dennoch ist das kein Grund, schon wieder den Headcoach in Frage zu stellen. 1-2 nachjustierte Stellschrauben, und man kann nächstes Jahr locker die Playoffs erreichen.

    Einmal editiert, zuletzt von Chief ()

  • Gleichwohl war das Team ja nicht in jedem Spiel chancenlos.

    Jupp, aber gilt das nicht für jedes der 32 NFL-Teams? Die Leistungsdichte ist in dieser Liga doch so hoch, dass eigentlich jeder gegen jeden gewinnen kann.

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  • Bei den Chiefs hat man das Gefühl, dass die Defense immer ihre beste Leistung abrufen und die Offense über sich hinauswachsen muss um die Spiele zu gewinnen. Das klappt halt im Moment zu selten. Aber um in die obersten Regionen der NFL vorzustoßen fehlt dem Team z.Zt. zu viel.


    In der Spielanalyse der ersten sechs Begegnungen stimme ich Chief, bis auf zwei kleine Zusätze, weitestgehend zu.


    - Gegen Houston ließ man am Ende das ganze aufgrund des beruhigendesn Vorsprung etwas schleifen. Verständlich.
    - Gegen die (schwachen) Bears hätte man den Sack an sich schon vorher zu machen müssen. Die NL war vollkommen unnötig, keine Frage.


    Aber weder Houston noch Chicago (nicht mal die Vikings) dürften an sich der Maßstab für Reid´s Team sein. Gegen Denver war man auf Augenhöhe ("im Griff" wie Gonzales meint, ist vielleicht ein wenig übertrieben. Nach jedem der ersten drei Viertel stand es unentschieden). Aber da spielt auch die rivalry eine große Rolle. Egal wer von den beiden Teams gerade NFL-Bodensatz ist, in DIESEM Spiel macht er es dem Favoriten fast immer schwer. Ob die unglückliche NL den Knackpunkt der Saison darstellt...? Hilfreich für´s Gemüt sind solche Spiele sicher nicht, aber nach einer gewissen Zeit der Enttäuschung sollte man ein, zwei Wochen später - auch mental - wieder in der Spur sein.


    Gegen Green Bay und Cincinnati sah man schon, dass es den Chiefs an der Klasse dieser Teams fehlt. Das sind Teams, die höchstwahrscheinlich in den Play Offs auftauchen werden und gegen beide Gegner hatten die Chiefs kaum eine Chance. Das MUSS aber der Maßstab sein. In Green Bay lag man jedoch schon zur Pause klar zurück und in Cincinnati nach dem dritten Viertel. Ich hatte nie das Gefühl, dass die Chiefs eines der beiden Spiele hätten gewinnen können.


    Reid im Moment auf den Prüfstand zu stellen, finde ich verfrüht. Auch wenn diese Saison vielleicht die schlechteste seiner drei in KC werden sollte.

    College Champion 1984: Brigham Young Cougars – Unbeaten & Untied.

  • Ich weiss nicht ob ich das vielleicht zu sehr durch die Fanbrille sehe. Aber ich hab das Gefühl das wir seit wir Andy Reid als Headcoach haben so gut wie keine Challenges mehr gewinne. Und das Carry zugeschaltet wird und sagt das eine Ref Entscheidung zu unseren Gunsten ausgeht und der Ref auf dem Feld entscheidet anders herum habe ich bestimmt schon 4-5 mal in den letzten beiden Jahren gegen uns erlebt aber kein einziges mal anders herum. Der Broncos Fan, mit dem ich mir den Gamepass teile, findet das übrigens auch auffällig. Aber vielleicht sagt er das nur um mich zu beruhigen. :-)


    Spontan ohne nach zu schauen fallen mir da letztes Jahr das erste Broncos Spiel ein, das Arizona Spiel mit dem Kelce Fumble, der Kelce Fumble gegen die Bengals dieses Jahr, der TD von West gegen die Vikings. Ich rede gar nicht von so Sachen wie das Holding an Houston vor der 2 Point Conversion der Bears oder der fragwürdigen PI von Peterson im Final Drive der Bears. Solche Situationen gibt es wirklich zu Hauf und da sind wir auch ab und an mal im Vorteil. Dazu würde sich Carey ja in der Regel auch nicht äußern. Aber ich kann mich nicht erinnern das er mal dazu geschaltet wurde gesagt hat, die Entscheidung muss eindeutig gegen die Chiefs lauten und dann wird doch für uns entschieden. Das hat es bisher nur anders herum gegeben.


    Richtig ist aber das es nicht der Grund sein darf das man am Ende verloren hat. "Referee Benachteiligung" muss man als gutes Team halt kompensieren können.

    Gegen Denver war man auf Augenhöhe ("im Griff" wie Gonzales meint, ist vielleicht ein wenig übertrieben. Nach jedem der ersten drei Viertel stand es unentschieden). Aber da spielt auch die rivalry eine große Rolle. Egal wer von den beiden Teams gerade NFL-Bodensatz ist, in DIESEM Spiel macht er es dem Favoriten fast immer schwer.


    Gegen Green Bay und Cincinnati sah man schon, dass es den Chiefs an der Klasse dieser Teams fehlt. Das sind Teams, die höchstwahrscheinlich in den Play Offs auftauchen werden und gegen beide Gegner hatten die Chiefs kaum eine Chance. Das MUSS aber der Maßstab sein. In Green Bay lag man jedoch schon zur Pause klar zurück und in Cincinnati nach dem dritten Viertel. Ich hatte nie das Gefühl, dass die Chiefs eines der beiden Spiele hätten gewinnen können.


    Reid im Moment auf den Prüfstand zu stellen, finde ich verfrüht. Auch wenn diese Saison vielleicht die schlechteste seiner drei in KC werden sollte.

    Im Griff ist vielleicht auch übertrieben. Aber wir waren so viel besser das wir sogar ohne 3rd Down Conversion und einer Turnover Bilanz von 1 zu 4 bis 2 Minuten vor Schluss noch mit einem TD in Führung sein konnten. Bis dahin haben wir jeden Rückschlag ausgleichen können und immer eine passende Antwort gehabt. Und dann hat der beste mann den entscheidenden Fehler gemacht ohne eine Chance auf Wiedergutmachung.


    Zum Green Bay Spiel muss ich dir absolut recht geben aber gegen Rodgers in Lambeau gewinnt man nur mit Glück und einem perfekten Plan im Moment. Das geht da den Patriots wohl genau so.


    Gegen Cincinatti hatte ich selbst noch nicht unbedingt das Gefühl das wir keine Chance hatten. Da gab es den Gamebreaker mit dem Kelce Fumble. Bis dahin (Ende 3Q) waren wir trotz der ganzen Field Goals nur 6 Punkte hinten und haben den Ball ansonsten aber ziemlich gut bewegt (450y Total Offense). Auch die Defense hatte sich zwischenzeitlich gefangen. Wie gesagt bis zum Gamebreaker über den man diskutieren konnte.


    Ich bin imo auch noch kein Verfechter davon den Coach aus zuwechseln. Allerdings ist er in seinem dritten Jahr. Genauso wie Alex Smith jetzt zum ersten mal seit seiner Karriere im 3ten jahr im selben System spielt. Da steht man schon unter besonderer Beobachtung. Besonders weil er ja in den ersten beiden Jahren die Erwartungen schon fast übertroffen hatte.

  • ... und gerade wo man mein, es geht nichts mehr, zaubern die Chiefs (ohne WR Maclin) ein ordentliches Spiel aus dem Hut und gewinnen nicht nur das Turnover-Duell, sondern nun auch das Spiel gegen die (mit dem 3. QB angetretenen) Steelers. Das war immer noch kein Brüller, aber ich sehe dennoch eine Steigerung in Offense und Defense. Eric Fisher - nunmehr erstmals wieder auf LT eingesetzt - fällt allerdings in erster Linie durch Penalties auf. Ebenfalls negativ waren einige Drops der Receiver.

  • Ich muss sagen. Spontan ohne genauere Analyse hat mir Fisher gestern ganz gut gefallen. Bei seinem Taunting Penalty muss man ihm zu gute halten das der Steelers Spieler vorher ganz vorsätzlich versucht Davis das Bein zu brechen/verdrehen obwohl der Spielzug schon lange beendet war. Ziemlich asoziale Aktion.


    Wie das der Ref der direkt davor steht nicht bemerken kann ist mir absolut unverständlich. Wär mir als alten LT beim Angriff ähnlicher Art auf QB oder RB genau so passiert. Eventuell aber nicht direkt vorm Ref... Die kritischen Blitze kamen über rechts. TGab eigentzlich nichts zu mäkeln. Fisher auf rechts ist einfach verschwenug. Letztes Jahr auf LT war er ja auch ordentlich. Kein 1st OVR aber solider Starter.

  • Zum Spiel gibt es nicht viel zu sagen. Klar 3rd String QB. Allerdings ist West auch nur 3rd String RB in einem System das um den RB gebaut wurde. Dazu der Ausfall von Maclin. Von daher kann sich keiner beklagen. Ich hatte vor allem das erste mal das Gefühl das wieder eine halbwegs stabile Mannschaft auf dem Platz steht. Die Defense scheint an die beiden letzten Seasons an zu knüpfen. Auch Sutton agierte mit seinen Calls aggressiver und damit viel Erfolgreicher als in den letzten beiden Spielen.


    Insgesamt ein wichtiger Sieg vor einer schwierigen Phase mit 3 Nicht Heimspielen am Stück die man aber schon alle gewinnen müsste um nochmal mitreden zu können. Von daher gibt es nichts zu verlieren. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung tut aber schonmal wieder gut.

  • Insgesamt ein wichtiger Sieg vor einer schwierigen Phase mit 3 Nicht Heimspielen am Stück die man aber schon alle gewinnen müsste um nochmal mitreden zu können. Von daher gibt es nichts zu verlieren. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung tut aber schonmal wieder gut.

    Spielt Ihr nicht am Sonntag zu Hause gegen die Lions? :law:

  • Offiziell ja...aber "zu Hause" in London...

    ...und damit kann ich die Chiefs das erste mal in dieser Saison in ihrer vollen Pracht "bewundern". Wenn ich das richtig mitbekommen habe, überträgt P7Maxx live. :)


    Trotz eines 3rd-Stringers auf der QB-Position bei den Steelers war ich mir ziemlich sicher, dass die Chiefs das Ding in einem "ugly game" doch wieder verlieren würden. Gut, sich getäuscht zu haben. :D


    Damit sind die Chiefs im Vergleich zu meiner Prognose vor der Saison voll im Soll. Ich hatte allerdings eine NL in Houston und einen Sieg gegen Chicago vermutet. In den restlichen fünf Heimspielen (Detroit, Buffalo, San Diego, Cleveland und Oakland) habe ich Siege für die Chiefs gesehen, dazu zwei Auswärtssiege in Oakland und Baltimore. Resultat: 9-7. Wohl zu wenig für einen WC-Platz, aber ein vernünftiges Ergebnis. Mit dem Wissen der ersten sieben Spiele befürchte ich allerdings, dass neun Siege nicht so ganz im Bereich des möglichen liegen. Man darf sich vom Sieg gegen Pittsburgh nicht täuschen lassen (macht hier sicherlich auch keiner), denn die Steelers waren durch die schwach besetzte QB-Position doch stark limitiert. Auch wenn die Chiefs auf Charles verzichten müssen, die Beschränkung der Steelers auf DER Schaltposition der Offense wiegt doch etwas schwerer. Jones war in alle drei Turnovers verstrickt. Wie das ganze mit Vick oder gar Roethlisberger ausgesehen hätte, ist müßig zu diskutieren.


    West war mit 110 yards zumindest ein ordentlicher Charles-Ersatz und Smith lenkte die Chiefs-O recht souverän durch das Spiel. Wenn die Defense weiterhin so konstant spielt und die Coaches Offense-Pläne schmieden, bei denen der Charles-Verlust kompensiert werden kann, muss man nicht ganz so schwarz sehen wie vor zwei, drei Wochen.


    Dennoch sollte das Team vom Potenzial in Bestbesetzung her ein größeres Ziel haben als NUR einen knapp positiven Record. Die Umsetzung dieses Vorhabens muss allerdings auf nächstes Jahr verschoben werden.


    Ist zwar kein Heimspiel im "kuscheligen" Arrowhead, aber ein Sieg gegen hilflos wirkende Lions nächsten Sonntag sollte machbar sein. Um auch nur einen Hauch einer Chance für einen PO-Platz zu erhalten MUSS das sogar ein "W" werden. Drei Siege in den nächsten Spielen halte ich für kaum durchführbar. OK, vielleicht erwischt man die Chargers - wie gestern die Raiders - auf dem falschen Fuß, aber in Denver gewinnen zu wollen ist zumindest ein mutiges Vorhaben.

    College Champion 1984: Brigham Young Cougars – Unbeaten & Untied.