Reisebericht NFL (+College+Baseball) week 3/4

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    • Reisebericht NFL (+College+Baseball) week 3/4

      Ich hatte auch dieses Jahr wieder das Glück, mit zwei Freunden eine einwöchige NFL-Tour in die USA machen zu können. Davon erzähle ich hier ein bisschen. :) Nachdem wir die letzten Jahre aufgrund des Spielplans immer wieder Green Bay verpasst hatten, haben wir uns dieses Jahr vorgenommen das zu ändern. Insbesondere da einer meiner Freunde Packers Fan ist. Green Bay war also unser Hauptziel. Alles andere wurde drumherum gebastelt.

      Tag 1: Samstag, 26. September, UMass @ Notre Dame, 27-62

      Wir sind am Freitag aus Österreich und Deutschland in Chicago gelandet und mit nem Mietwagen Richtung Notre Dame bzw. natürlich Richtung South Bend aufgebrochen. Ca. 30 Meilen vor South Bend haben wir übernachtet. Die Hotelpreise in den kleinen College-Städtchen sind rund um den gameday einfach unbezahlbar. Mehrere hundert Dollar für eine miese Absteige sind keine Seltenheit. Da der Jetlag frühes Aufstehen garantiert sind wir am Samstag dann auch Staufrei in South Bend angekommen. :P Wir haben eienne Parkplatz auf einer Wiese ca. 20 Gehminuten vom Stadion entfernt für Dollar 30,- ergattert.

      Bei traumhaften Wetter gemütlich ein paar Biere getrunken (natürlich aus ner Styropor Box mit Eiswürfeln ), ein bisschen den im Supermarkt gekauften Football geworfen. Leider haben wir uns ein bisschen verquatscht und der Anpfiff war auf einmal näher gerückt als wir wollten. Eigentlich wollten wir vor dem Spiel noch ausführlich das College Gelände erkunden. Dafür hatten wir leider nur noch wenig Zeit. Aber das was wir gesehen haben war der Oberhammer! Riesengroßes Gelände, voll mit alten (also für USA alt ;) ), toll gepflegten Gebäuden. Das hatte alles richtig viel Flair! :)

      Das Stadion hat mir gefallen, kommt aber mit dem USC Coliseum oder dem Penn State Stadion nicht ganz mit. Die Stimmung war ok aber nicht herausragend. Lustig fand ich, dass das "Studentenhochwerfen" nach einem TD sich inzwischen auch von der Studentensektion auf die normalen Ränge ausgeweitet hat (siehe Foto). :) Das Spiel war in der ersten HZ noch erstaunlich offen. Ab der zweiten HZ hatte UMAss dann aber nichts mehr entgegen zusetzen. Diese ständigen shoot outs sind vermutlich der Hauptgrund, warum ich mit College Football nie so richtig warm geworden bin. Davon abgesehen war es ein ganz toller Tag an einem sehr beeindruckenden College Gelände. :)
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      NFL "Tour" 2017:
      19.11.2017 Patriots@Raiders, Estadio Azteca — Mexico City, Mexico 8o

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    • Tag 2: Sonntag, 27. September, Baseball Pirates @ Chicaco Cubs


      Wir haben ganz lange diskutiert, ob wir direkt nach dem Notre Dame game in Richtung Detroit aufbrechen um uns Broncos@Lions antzugucken. Uns war allen klar, dass das evtl. Mannings letzte Saison ist und wollten ihn nochmal sehen. Da wir aber am Montag in Green Bay sein mussten hätte das entweder eine gefühlt 10 stündige Autofahrt um Mitternacht nach dem Lions game bedeutet oder einen Euro 400,- Flug pro Person von Detroit nach Green Bay (zzgl. $200,- Einwegmiete um Den Mietwagen in Detroit abzugeben). Ersteres war zu stressig. Zweiteres zu teuer. Also haben wir es schweren Herzen gelassen und sind am Samstag nach dem Notre Dame Spiel direkt nach Chicago gefahren. Eindeutig miene Zweitlieblingsstadt in der USA direkt und ganz knapp nach New York. :)


      Sonntag Mittag sind wir dann zum Cubs Stadion gefahren. In der Gegend ist eine unglaubliche Menge an Sportsbars und Pubs zum Sport gucken (in diesem Fall die NFL Mittagsspiele) und Abends spielten außerdem die Cubs. Da wollten wir gucken, ob wir noch günstige Tickets an der Abendkasse bekommen. Die NFL Spiele haben wir in einer Sportsbar geguckt, die gefühlt 40 TV-Monitore an der Decke hängen hatten. Einen neben den anderen 360° im Hauptraum. Da ergab sich ein Problem mit dm wir nicht gerechnet hatten: der Mensch ist soviel Parallelität nicht gewohnt. Alle 9(?) Mittagsspiele parallel zu beobachten war der absolute Gehirn-Overkill. :tongue2:


      Abends sind wir dann zum Baseball Spiel gegangen. Normalerweise finde ich Baseball als Livesportart ziemlich schlimm. :rolleyes: Aber zu den Cubs wollte ich immer schonmal. Das alte Stadion liegt - wie viele Fußballstadien in England - mitten im Wohngebiet. Auf den Dächern der Häusern drumherum sind von Privatpersonen weitere Ränge gebaut von denen aus man über die Stadionmauer ins Stadion gucken kann (jaja ich weiß, das heißt ball park :P ). Dann noch drumherum die hunderte Sportsbars. Das hat Flair. :) Wir haben an der Abendkasse günstige Stehplätze ergattert. Mit diesem darf man sich überall hinstellen. Wir haben uns aber natürlich freie Sitzplätze gesucht. ;) Wir mussten aber auch ein paarmal umziehen. :mrgreen:

      Die Pirates hatten am Vortag die Playoffs sicher gestellt und die die Cubs waren sicher im wild card game. Trotzdem haben die Cubs ihren besten Pitcher aufgestellt. Der war schon beeindruckend gut. Bis zum sechsten Inning war er auf der Spur für ein perfect game. Dann kam aber ein Fehler. Danach sind wir dann auch gegangen. Mehr als 6 Innings Baseball kann sich live nicht antun. :tongue2: Es hat mir trotzdem sehr gut gefallen. Vor allem war es spannend, weil ich noch nie, wirklich nie, soviele vollbesoffene Menschen auf einen Haufen gesehen habe. Und da beziehe ich Fußballspiele mit ein. Unglaubllich war das. :eek: Eine hübsche blonde vor uns hat unsere Deutsche Sprache mit amish people verwechselt und war ganz erstaunt was wir den hier machen. :mrgreen:

      Trotz das wir am Hauptspieltag keine NFL game sehen konnten war das ein sehr gelungener Tag. :)
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    • Tag 3: Montag, 28. September, monday night football, Chiefs@ Packers, 28-38


      Am Montag früh ging es dann mit unserem Mietwagen Richtung Green Bay. Den Mietwagen über Nacht in Chicago zu parken kostet übringens nur lächerliche $45 pro Nacht. :hinterha: Auf den Weg haben wir im Radio ESPN Chicago gehört. IEndeutig der beste Ableger. Wie die Phil Simms als Kommentator vom Sonntäglichen Bears game zerissen haben war eine Wonne. Stundenlang ging das so. :respekt


      Tickets hatten wir für Green Bay im voraus besorgt. Das war garnicht so einfach. Ob ein vvk passiert weiß man nicht und auf Stubhub und Konsorten waren die Tickets sehr teuer und auch ziemlich rar. Ich hatte dann per Zufall den offiziellen Reiseanbieter der Packers gefunden wo man Packages buchen konnte. Wir haben dann ein Package aus Ticket+Tailgating Party genommen. Das war preislich noch in Ordnung. Der Nachteil: man kann sich seine Plätze nicht aussuchen. Noch nichtmal den Rang. In Green Bay angekommen sind wir dann zur Ausgabe der Tickets gefahren und siehe da mein "Ich bin aus Deutschland und Reise 6000 Meilen an" Gejammere hat zum ersten Mal in der NFL was genutzt. Unterrang hinterm Tooor, Reihe 12. Grandiose Plätze! :rockon:


      Nach der Ticketabholung sind wir zu unserem (viel zu teuren) Hotel gefahren, haben eingechecked und dann einen Stadtspaziergang gemacht. Letztes war ziemlich ernüchternd. Green Bay scheint nur aus hässlichen Möbelgeschäften (mit leeren Parkplätzen) zu bestehen und ansonsten komplett Tod zu sein. Ich hatte irgendwie mit einem niedlichen kleinen Städtchen gerechnet. Naja egal, wir sind ja zum Football hier. Also auf zu unserem Package-Tailgating. Da ich meine Amis kennen sind wir vorher noch essen gegangen. Zum Glück. Der Fraß beim Tailgating war schon echt ecklig anzugucken. Ich hätte davon keinen Bissen runter bekommen. Der Vorteil beim Tailgaten war, dass wir uns die ganze Zeit unterstellen konnten. Das Wetter war nämlich nicht auf unserer Seite. Regen, Regen und nochmal Regen. Zudem Thunderstorm Gefahr.


      Mit Einweg-Regencapes ging es dann zum Stadion. Vor dem Stadion war vermutlich aufgrund des Wetters nicht viel los und so sind wir fast direkt rein gegangen. Im Stadion drinnen Traf mich dann der Schlag. Bänke statt Sitze! Der gesamte Unterrang besteht aus Bänken wie in College Stadien. :eek: :nono: Oben dann fast nur noch Logen für die Reichen. Da hatte ich mir von "der" Fotoballstadt schlechthin doch anderes erwartet. Auch wenn jetzt bestimmt der ein oder andere sagt, dass das uriger sei und deshalb zu den Packers Fans passt. Bänke in einem NFL Stadion sind Murks. Zudem wirkt das Stadion erstaunlich klein. Die Stimmung war aber gut und die Packers Fans waren durchweg herausragend nett. Eindeutig die freundlichsten und offensten Fans die ich bisher in einem Heimstadion getroffen habe. :)


      Das Spiel war unterhaltsam und Rodgers ist schon beeindruckend. Was der alles pre-snap sieht ist schon toll. Wie oft er durch seine Übersicht ein free Play rausgeholt hat. Respekt. :thumbup: Die Chiefs liefen das ganze Spiel immer irgendwie hinerher, haben es am Ende aber doch nochmal geschafft es spannend zu machen. Sie haben aber die 2-point conversion vergeben und damit auch die Chance das SPiel offen zu halten. Es hat mehr oder weniger die ganze Zeit geregnet. Alle hatten ihre Regencapes übergestülpt. Das hatte irgendwie was. Wobei ich Sonne auch nicht schlimm gefunden hätte. ;)


      Ein sehr interessanter aber was Green Bay als Stadt und Stadion angeht für mich ganz leicht ernüchternder Tag.
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    • Mehr Fotos Packers
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    • Tag 4 und 5: Freizeit Chicago


      Dienstag ging es mit dem Mietwagen zurück nach Chicago. Ich liebe diese Stadt. Die schönste Architektur in der USA und einen besonderen Flair durch den türkiesenen Michigan See. :) Zudem viele tolle Restaurants und einer grandiosen Cocktailbar um 96. Stockwerk.
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    • Tag 6: Donnerstag, 01. Oktober, thursday night football, Ravens @ Steelers, 23-20


      Donnerstag ging es von Chicago mit dem Flugzeug nach Pittsburgh. Ravens@Steelers, eines der rivalry games überhaupt. Die Tickets hatten wir über den normalen Verkauf bekommen. Bei Ebay hatten wir uns einen pre sale password geholt und konnten so vor dem general sale zuschlagen.

      In der Stadt angekommen sind wir etsmal was essen gegenagen und dann direkt zu Stadion. Das Stadion liegt direkt am Wasser und das verleiht dem pre-game eine ganz eigene Atmosphäre. Vor dem Stadion ankerten Schiffe die Tailgating veranstaltet hatten. Man saß mit einem Bierchen gemütlich auf dem Rasen vor dem Fluss und konnte gemütlich alles genießen. Das hat mir gefallen. :) Schön war auch die breast cancer Schleife aus Büstenhaltern (siege Foto). :top:


      Im Stadion hatten wir in dem Sinne tolle Plätze, dass um uns herum hard core Fans waren, die die ganze Zeit abgegangen sind wie Schmidts Katze. :mrgreen: Das hat echt Spaß gemacht. Ansonsten war von "der" rivalry im US Sport nichts zu spüren. Aber auch garnichts. X( Das Spiel an sich war eher Not gegen Elend (und leider ohne Big Ben). Die Steelers hatten es dann tatsächlich geschafft ein Spiel was sie eigentlich im Griff hatten durch ca. 500 verschossene field goals noch zu verlieren. :S


      Ein toller Tag. :)
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    • shibbi schrieb:

      Darf ich fragen mit welchen Kosten man ungefähr mit solch einer Reise rechnen darf?


      Kommt sehr drauf an. Das kann man teuer und relativ günstig gestalten (total günstig wird es nie. Dafür ist der Flug zu weit und die USA zu teuer). Flüge sind gerade wg. des schwachen Euros etwas teurer als die letzten Jahre. Aber mit Glück bekommt man Schnäppchen ab Euro 400,-. Es ist dann halt nur schwierig diese genau mit den Spielen zu timen. Ansonsten kann ein Flug dann schon um die Euro 700 oder gar etwas mehr kosten (je nach Ziel). Ich würde bei Flügen immer den "calender of lowest fare" bei matrix.itasoftware.com/ ausprobieren. Der zeigt die dann für einen Zeitraum von einem Monat an, wo die Flüge am günstigsten sind. Ich mag das matrix tool. :)

      Ein wichtiger Kostenfaktor bei den Tickets ist, ob man diese im general sale erhält, oder ob man über den Zweitmarkt gehen muss (ticket exchange, stubhub etc.) Bei zweiterer Variante kann es schnell sein, dass man mal $200,- zahlen muss. Ansonsten wird man aber auch selten deutlich unter $100,- kommen (das Unterscheidet sich von Team zu Team). Und gute Plätze kosten entsprechend mehr. Wenn man mit dem Auto zum Spiel will/muss sollte man nochmal $20 bis $50 Parkplatzgebühr einplanen.

      Am schlimmsten finde ich kostentechnisch inzwischen die Hotelpreise. Die gehen in der USA (u.a. auch wg. des schwachen Euros) durch die Decke. Es gibt natürlich immer die Möglichkeit ein ganz einfaches Motel außerhalb des Spielorts zu nehmen (die sind manchmal aber auch echt ecklig). Wenn man aber zentral in einer Stadt sein will wird es schnell teuer. Wir haben in Chicago z.B. $320,- für ein 2-Bett+Schlafcouch Zimmer gezahlt. Da war Downtown nichts günstiger zu machen (für 3 Personen in einem Zimmer). Ich habe die Preise Monatelang verfolgt.

      Wenn du mehrere Spiele machen willst kommt meist noch ein Mietwagen dazu. Mit Glück kostet der Euro 100,- die Woche. Je nach Lage und Veranstaltungen auch mal Euro 200,- oder mehr. Wenn du das Auto an einem anderen Ort abgibst, können dann auch nochmal $100-$300 one-way-Aufschlag draufkommen (der gemeinerweise außer bei ADAC nie im Endpreis angezeigt wird :cursing: ). Benzinkosten sind sehr günstig. Wenn man viel fährt können da aber auch $100,- und mehr pro Woche zusammenkommen.

      Nicht zu Vernachlässigen sind auch die Verpflegungskosten (ich hier wieder u.a. wg. des schwachen Euros). Ein Burger in der Sportsbar mit zwei Bier kostet dann schnell mal $30,- und im Stadion kann ein einzelnes Bier im schlimmen Fall auch mal $10 oder mehr kosten. Natürlich kann man sich auch von 99 Cent Burgern bei McDoof bedienen. Aber das Bier in den Pubs/Sportsbar kostet in den größeren Städten eigentlich immer $6 und mehr. An einem lustigen Abend kann das schonmal teuer werden. :tongue2:

      Dann kommt am ende natürlich noch Merchandising hinzu (ohne geht nicht ).

      Ich habe gerade mal nachgeguckt. Wir haben dieses Jahr in einer Dreiergruppe (immer ein Zimmer geteilt) für acht Tage pro Person ca. Euro 1700,- zzgl. Flug ausgegeben. Wir haben es uns hotel- und vor allem und essensmäßig aber auch sehr sehr sehr gut gehen lassen (und waren bei der Endabrechnung etwas erschrocken ). Das geht vermutlich auch deutlich günstiger.


      P.S.
      Wie ich sehe bist du Colts Fan. Dein Stadion/Dom kann ich dir nur allerwärmstens empfehlen! :) Die Bude ist wirklich etwas besonders (siehe auch mein Reisebericht von vor zwei Jahren: Reisebericht US Central week 5, 6 und 7 )
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