Aktuelle Bundespolitik

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    • Schön, dass die Politik dran glaubt, dass die sinkende MwSt an den Verbraucher weitergegeben wird. Als würden die Geschäfte jetzt für ein halbes Jahr die Preis senken und dann wieder erhöhen.
      Die Unternehmen nehmen jetzt für ein halbes Jahr die 3% mehr Gewinn mit.

      Der Verwaltungsaufwand dafür wird natürlich wieder gewaltig sein. Jetzt darf man sich 2mal Gedanken machen wie die Leistungsabgrenzung ist und entsprechend Rechnungen mit unterschiedlichen Steuersätzen für die gleiche Leistung zu berechnen.
    • Wenn man die MwSt senkt und gleichzeitig verkündet das das nur für ein halbes Jahr ist, wird der Effekt darin bestehen, das viele Unternehmen die gerade ums überleben kämpfen, die 3% einfach einkassieren. Und das man mit 3% weniger wirklich Konsum ankurbelt glaube ich ehrlich gesagt auch nicht.

      Das meiste was beschlossen wurde ist sehr langfristig. Ein Zukunfstpaket für die nächsten Jahre von 50 Milliarden € (also fast die Hälfte dessen was verbraten werden soll) bringt aktuell einen feuchten Furz.

      Auch wenn es aus ökologischer Sicht richtig ist, Verbrennungsmotore nicht zu fürdern, aus ökonomischer Sicht braucht die Automobilindustrie sofort Hilfe und Impulse zum Autokauf. Da Deutschland nun mal stark von der Automobilindustrie abhängig ist, muss hier dringend was getan werden. Es nutzt einen Zulieferbetrieb der aktuell auf 25% läuft gar nix wenn Investitionen für die er aktuell gar kein Geld hat, irgendwann in 2 Jahren irgendwie gefördert werden. Dem nutzt nur etwas wenn die Automobilindustrie produziert, was sie aktuell kaum tut, warum auch, da ja niemand Autos kauft.

      Man löst eine Krise (welche wirtschaftlich noch ganz am Anfang ist und noch lange nicht ihren Höhepunkt erreicht hat) nicht dadurch das man für die Zukunft irgendwann mal Geld für die Forschung zur Verfügung stellt, sondern man braucht Maßnahmen die sofort greifen, den Konsum ankurbeln und Arbeitslosigkeit verhindern und die fehlen mir ganz eindeutig in dem Paket.
    • Denke grade für die Gastronomie ist die Senkung der MwSt ein gutes Mittel. Kaum bis gar kein Restaurant wird jetzt deshalb die Preise senken. Sprich die 3% bzw. 2% mehr bleiben direkt beim Gastronomen hängen. Vorraussetzung ist natürlich, dass die Leute auch wieder ausgehen und bereit sind irgendwo Geld zu lassen. Aber wir reden ja immerhin von einem Zeitraum bis Ende des Jahres.
      Gleiches gilt übrigens auch für den Handel. Sicher gibt es hier einige Unternehmen die in der Krise geblutet haben und es auch noch tun. Auf der anderen Seite gibt es natürlich aber auch Profiteure der Krise. Hier denke ich zB an die ganzen Baumärkte oder Unternehmen die Hygieneartikel verkaufen.
    • Dagobert schrieb:

      Schön, dass die Politik dran glaubt, dass die sinkende MwSt an den Verbraucher weitergegeben wird. Als würden die Geschäfte jetzt für ein halbes Jahr die Preis senken und dann wieder erhöhen.
      Die Unternehmen nehmen jetzt für ein halbes Jahr die 3% mehr Gewinn mit.
      Du erwartest doch nicht ernsthaft das der Handel die Preise Flächendeckend um 3% reduziert?

      Die MWST Reduzierung muss von Handel und Gewerbe für Kaufangebote genutzt werden. Ein Großteil der Waren behält seinen Preis, während man mit Lockangeboten zum Einkaufspreis die Kunden in die Geschäfte lockt. Hier wird sich zeigen, welche Unternehmen das Instrument zu nutzen wissen. Das wird ein Fest für Schnäppchenjäger.

      @Disastermaster
      Übrigens gilt die MWST auch für PKW‘s. Es liegt jetzt an den Automobilisten etwas aus der Vorlage zu machen. Drei Prozent zusätzlich bei einer Investition von x-Tausend Euronen ist schon ein Wort.
      #Social distancing - 2m können Leben retten!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von El_hombre ()

    • JBO2811 schrieb:

      Denke grade für die Gastronomie ist die Senkung der MwSt ein gutes Mittel. Kaum bis gar kein Restaurant wird jetzt deshalb die Preise senken. Sprich die 3% bzw. 2% mehr bleiben direkt beim Gastronomen hängen. Vorraussetzung ist natürlich, dass die Leute auch wieder ausgehen und bereit sind irgendwo Geld zu lassen. Aber wir reden ja immerhin von einem Zeitraum bis Ende des Jahres.
      Gleiches gilt übrigens auch für den Handel. Sicher gibt es hier einige Unternehmen die in der Krise geblutet haben und es auch noch tun. Auf der anderen Seite gibt es natürlich aber auch Profiteure der Krise. Hier denke ich zB an die ganzen Baumärkte oder Unternehmen die Hygieneartikel verkaufen.
      Das ganze ist aber auch wieder mit Kosten verbunden. Schon alleine alle Kassensysteme von 19% auf 16% umzustellen und dann am Ende des Jahres wieder auf 19% ist natürlich nicht ohne. Gastronome und die Kasse war schon immer eine Hassliebe... :D

      Der Einzelhandel freut sich natürlich... weil es für die recht einfach wird. Als würde jetzt der Lidl die Preise für alle Produkte um 2% oder 3% senken so wie es Scholz glaubt :D Die Tomaten kosten jetzt 2,99 und am 01.07. auch.

      El_hombre schrieb:

      Dagobert schrieb:

      Schön, dass die Politik dran glaubt, dass die sinkende MwSt an den Verbraucher weitergegeben wird. Als würden die Geschäfte jetzt für ein halbes Jahr die Preis senken und dann wieder erhöhen.
      Die Unternehmen nehmen jetzt für ein halbes Jahr die 3% mehr Gewinn mit.
      Du erwartest doch nicht ernsthaft das der Handel die Preise Flächendeckend um 3% reduziert?
      Die MWST Reduzierung muss von Handel und Gewerbe für Kaufangebote genutzt werden. Ein Großteil der Waren behält seinen Preis, während man mit Lockangeboten zum Einkaufspreis die Kunden in die Geschäfte lockt. Hier wird sich zeigen, welche Unternehmen das Instrument zu nutzen wissen. Das wird ein Fest für Schnäppchenjäger.
      Ich glaube eben nicht dran. Ich sehe nur Aufwand ;) Und als würden die Schnäppchenjäger jetzt wegen 3% in die Läden gehen. Auch vor Corona gab es es so tolle Angebote wie "die MWSt geschenkt" usw.
      Der Vizekanzler hat doch die Hoffnung/Bestreben es an die Verbraucher weiterzugeben.

      Ich gehe einfach davon aus, dass sich gar nichts ändert. Was für mich auch in Ordnung ist. Wenn durch die 3% die den Unternehmen mehr bleiben am Ende Jobs gerettet werden, dann ist es doch auch was wert. Selbst wenn ich keinen direkten Nutzen habe, sondern nur einen indirekten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Dagobert ()

    • @Dagobert

      Dann ist das Glas wohl halb leer und wir werden nicht aus der Krise herausfinden. Schade auch.

      Aber wenn Du die Maßnahmen kritisierst, hast Du Dir bestimmt auch Gedanken über bessere Lösungen gemacht. Dann mal raus damit. :bier:
      #Social distancing - 2m können Leben retten!
    • Das wichtige ist, dass es keine Extrawurst für die Autolobby gibt. Aber da haben ja selber die Verkäufer erkannt, dass eine solche Abwrack-Prämie überhaupt nichts bringt und lediglich einen Placebo-Effekt erzeugt, der kurzfristig die Verkäufe erhöht aber mittelfristig eben nicht, weil sich das nur verschiebt. Wenn man was für die Autoindustrie tun sollte, dann ist es der Ausbau der Infrastruktur für Elektromobile. Das tut nämlich dringend Not. Und das würde auch helfen dem Kunden neue Anreize zu geben umzusteigen.

      Mal sehen wie sich das mit der MwSt ergibt. Der Handel wäre gut beraten das an die Kunden weiterzugeben um wirklich den Konsum zu befeuern. Es wäre schön, wenn da ein Kontrollinstrument mit eingebaut wurde aber letztendlich beißen sich die Händler ins eigene Fleisch, wenn sie es nicht tun. Das dürfte sich aktuell ziemlich schnell rumsprechen. Ich hab da jedenfalls Hoffnung. Mal sehen ob ich enttäuscht werde.

      Da die Kosten allerdings vor allem die nachfolgende Generation treffen wird, hätte ich mir hier noch mehr in hinsichtlich eines Umschwungs zu einer klimafreundlicheren Wirtschaft gewünscht. Denn irgendwann müssen die dann für alles aufkommen und das wird dann richtig teuer.

      Aber es hätte defintiv schlimmer kommen können.
      "Jerry had a little Lamb"
      Taylor Stern (Dallas Cowboys.com Digital Media)
    • aikman schrieb:

      Das wichtige ist, dass es keine Extrawurst für die Autolobby gibt. Aber da haben ja selber die Verkäufer erkannt, dass eine solche Abwrack-Prämie überhaupt nichts bringt und lediglich einen Placebo-Effekt erzeugt, der kurzfristig die Verkäufe erhöht aber mittelfristig eben nicht, weil sich das nur verschiebt. Wenn man was für die Autoindustrie tun sollte, dann ist es der Ausbau der Infrastruktur für Elektromobile. Das tut nämlich dringend Not. Und das würde auch helfen dem Kunden neue Anreize zu geben umzusteigen.

      Mal sehen wie sich das mit der MwSt ergibt. Der Handel wäre gut beraten das an die Kunden weiterzugeben um wirklich den Konsum zu befeuern. Es wäre schön, wenn da ein Kontrollinstrument mit eingebaut wurde aber letztendlich beißen sich die Händler ins eigene Fleisch, wenn sie es nicht tun. Das dürfte sich aktuell ziemlich schnell rumsprechen. Ich hab da jedenfalls Hoffnung. Mal sehen ob ich enttäuscht werde.

      Da die Kosten allerdings vor allem die nachfolgende Generation treffen wird, hätte ich mir hier noch mehr in hinsichtlich eines Umschwungs zu einer klimafreundlicheren Wirtschaft gewünscht. Denn irgendwann müssen die dann für alles aufkommen und das wird dann richtig teuer.

      Aber es hätte defintiv schlimmer kommen können.
      Der Anreiz für E-Mobile ist ja gegeben. Verdoppelte Prämie bis Ende 21 und Investitionen in die Infrastruktur sind auch Inhalt des Pakets.

      heise.de/news/130-Milliarden-K…brennermotor-4773678.html
      "Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt ... Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen." - Arthur Schopenhauer
    • Doylebeule schrieb:

      War die "Politik der schwarzen Null" im Nachhinein eine gute Idee, weil man jetzt Geld hat?
      Ich rieche eine Verschwörungstheorie!
      "DIE WUSSTEN DAS DOCH SCHON VORHER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!Eins!!!!Elf!!!!!!"


      Aber mal davon abgesehen dürfte der brachiale Wettberwerbsvorteil Deutschlands dadurch jetzt nicht unbedingt kleiner werden.
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!
    • aikman schrieb:

      Da die Kosten allerdings vor allem die nachfolgende Generation treffen wird, hätte ich mir hier noch mehr in hinsichtlich eines Umschwungs zu einer klimafreundlicheren Wirtschaft gewünscht. Denn irgendwann müssen die dann für alles aufkommen und das wird dann richtig teuer.
      Mir persönlich wäre es auch lieber gewesen, wenn die Schuldenuhr weiter rückwärts gelaufen wäre. Aber inzwischen sind ja selbst Finanzexperten durchaus anderer Auffassung. Da wir auf längere Sicht keinen Anstieg der Zinsen erwarten können, wird die erwartete Belastung für die kommenden Generationen wohl gar nicht so hoch. :madness
      #Social distancing - 2m können Leben retten!
    • El_hombre schrieb:

      @Dagobert

      Dann ist das Glas wohl halb leer und wir werden nicht aus der Krise herausfinden. Schade auch.

      Aber wenn Du die Maßnahmen kritisierst, hast Du Dir bestimmt auch Gedanken über bessere Lösungen gemacht. Dann mal raus damit. :bier:
      Ich finde es nur etwas blauäugig das Scholz denkt die Unternehmen geben die Senkung der USt an die Verbraucher weiter.

      Ich kritisiere die Maßnahmen nur dahingehend, dass ich denke das die Verbraucher am Ende nicht so entlastet werden, wie es sich die Koalition vorstellt. Von keinen Weg aus der Krise hab ich nichts geschrieben :madness
      Wie schon geschrieben, wenn am Ende Arbeitsplätze erhalten bleiben ist es für mich auch ok, selbst wenn ich weiterhin die gleichen Preise bezahle.

      Das einfachste wäre gewesen den Soli schon zum 01. Juli abzuschaffen. Man hätte auch den Grundfreibetrag erhöhen können, somit wäre weniger Lohnsteuer/Einkommensteuer angefallen, das Geld wäre aber direkt beim Bürger. Ich weiß, da wären wieder die Gruppen benachteiligt die keine LSt/Soli zahlen.
    • Dagobert schrieb:

      El_hombre schrieb:

      @Dagobert

      Dann ist das Glas wohl halb leer und wir werden nicht aus der Krise herausfinden. Schade auch.

      Aber wenn Du die Maßnahmen kritisierst, hast Du Dir bestimmt auch Gedanken über bessere Lösungen gemacht. Dann mal raus damit. :bier:
      Das einfachste wäre gewesen den Soli schon zum 01. Juli abzuschaffen. Man hätte auch den Grundfreibetrag erhöhen können, somit wäre weniger Lohnsteuer/Einkommensteuer angefallen, das Geld wäre aber direkt beim Bürger. Ich weiß, da wären wieder die Gruppen benachteiligt die keine LSt/Soli zahlen.
      Kein schlechter Ansatz. Wurde sicherlich auch diskutiert. Wenn man allerdings die aktuellen Berichte zu den Sparquoten der Deutschen sieht, so müsste man befürchten, dass dieses Geld dann auf den Sparkonten verschwindet und keinesfalls der Konsum gefördert würde.

      Die MWST hat den Charme, dass der Bürger davon nur etwas hat, wenn er konsumiert. Und auch der Staat hat etwas davon, wenn der Bürger viel konsumiert. (Nämlich 16% respektive 5%) Klassische Win Win Situation. :mrgreen:
      #Social distancing - 2m können Leben retten!
    • Dagobert schrieb:

      Ich finde es nur etwas blauäugig das Scholz denkt die Unternehmen geben die Senkung der USt an die Verbraucher weiter.
      Ich denke Scholz stützt sich auf Erfahrungen aus UK, wo es vor ein paar Jahren auch eine temporäre Mehrwertsteuersenkung gab und bei der 75% der Händler die Steuersenkung an die Kunden weiter gegeben haben. Muss man schauen, ob das in Deutschland genauso gut funktioniert.
    • Am Ende interessiert 90% der Menschen sowieso nur der Preis den sie für ein Produkt bezahlen müssen. Und wenn ein Händler das Produkt halt 3 % billiger anbietet, dann wird halt da gekauft.

      So ergibt sich ein Wettbewerbsvorteil für die Händler die die niedrige Steuer 1:1 weitergeben. Dazu werden Lieferanten/Hersteller schon darauf drängen das diese direkt weitergegeben wird.
    • Man möchte halt was machen, aber ob das den kurzfristigen Konsum wirklich befördert?

      Selbst wenn die komplette Wirtschaft ihre Preise um die 3% Mwst. Entlastung senken würden (was an sich schon unrealistisch ist), setzt das für den Kunden einen Kaufimpuls?
      Wenn der Verbraucher ein halbes Jahr lang seine Waren mit 3% weniger Mwst. bezahlt, dann macht sich das am Ende natürlich bemerkbar.

      Aber es setzt aus meiner Sicht halt nicht den Impuls, sich jetzt etwas zu kaufen, was man sich sonst nicht gekauft hätte. Wenn der 500 EUR Kühlschrank jetzt 487 EUR kostet, selbst der 20.000 EUR Neuwagen nur noch 19.500, setzt das den kurzfristigen Kaufimpuls? Aus meiner Sicht ein klares "Nein".

      Damit die Leute Geld ausgeben brauchen sie nicht nur A) Geld, sondern auch B) die Zuversicht dass auch in naher Zukunft noch genug Geld da sein wird. Das dürfte bei vielen eher nicht der Fall sein und da werden die 3% wohl auch keinen Unterschied machen.

      Und nein, ich habe leider auch keine praktikable Lösung. Ein 250 EUR Gutschein für jeden Einwohner (= 20 Mrd. EUR, die für die Mwst. Senkung geplant sind), der bis Ende des Jahres einzulösen ist und der auch nur gilt, wenn man selber 50% der Anschaffung bezahlt, würde aus meiner Sicht zwar eher zum Ziel führen, ist aber kurzfristig nicht praktikabel umsetzbar.
    • El_hombre schrieb:

      Dagobert schrieb:

      El_hombre schrieb:

      @Dagobert

      Dann ist das Glas wohl halb leer und wir werden nicht aus der Krise herausfinden. Schade auch.

      Aber wenn Du die Maßnahmen kritisierst, hast Du Dir bestimmt auch Gedanken über bessere Lösungen gemacht. Dann mal raus damit. :bier:
      Das einfachste wäre gewesen den Soli schon zum 01. Juli abzuschaffen. Man hätte auch den Grundfreibetrag erhöhen können, somit wäre weniger Lohnsteuer/Einkommensteuer angefallen, das Geld wäre aber direkt beim Bürger. Ich weiß, da wären wieder die Gruppen benachteiligt die keine LSt/Soli zahlen.
      Kein schlechter Ansatz. Wurde sicherlich auch diskutiert. Wenn man allerdings die aktuellen Berichte zu den Sparquoten der Deutschen sieht, so müsste man befürchten, dass dieses Geld dann auf den Sparkonten verschwindet und keinesfalls der Konsum gefördert würde.
      Die MWST hat den Charme, dass der Bürger davon nur etwas hat, wenn er konsumiert. Und auch der Staat hat etwas davon, wenn der Bürger viel konsumiert. (Nämlich 16% respektive 5%) Klassische Win Win Situation. :mrgreen:
      Ist für dich eine Ersparnis von 3% ein Kaufanreiz? Kauf ich mir einen Fernseher für 1.000,00€ dann spar ich 30,00€. Diese Ersparnis würde mich jetzt nicht ins Geschäft locken. Wenn ich unbedingt einen neuen Fernseher will, dann zahl ich auch 30,00€ mehr.
      Das ganze wird doch erst bei hohen Summen Interessant und die muss ich momentan bereit sein auszugeben. Selbst wenn ich persönlich nichts davon habe, seh ich mich als Gewinner ;)

      Der Staat holt sich das Geld immer irgendwie wieder ;) Die Soforthilfe holt er sich wieder, da versteuern als Erlös. Die Aufstockung bei Kurzarbeit holt er sich wieder über den Progressionsvorbehalt.
    • Wird ja jetzt diskutiert, dass die Kosten für die MwSt., die Ermäßigung zum Teil wieder auffressen.

      Vorschlag meinerseits: Preise im Einzelhandel so lassen und am Ende von der Gesamtsumme des Einkaufs 3% abziehen. Sollte mit jeden Kassensystem möglich sein. Ich weiß, dass das am Ende nicht genau hinkommt bei Einkäufen mit gemischten Steuersätzen, aber so ein großer Verlust entsteht dadurch dann auch wieder nicht.
      "Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt ... Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen." - Arthur Schopenhauer
    • Dagobert schrieb:

      El_hombre schrieb:

      Dagobert schrieb:

      El_hombre schrieb:

      @Dagobert

      Dann ist das Glas wohl halb leer und wir werden nicht aus der Krise herausfinden. Schade auch.

      Aber wenn Du die Maßnahmen kritisierst, hast Du Dir bestimmt auch Gedanken über bessere Lösungen gemacht. Dann mal raus damit. :bier:
      Das einfachste wäre gewesen den Soli schon zum 01. Juli abzuschaffen. Man hätte auch den Grundfreibetrag erhöhen können, somit wäre weniger Lohnsteuer/Einkommensteuer angefallen, das Geld wäre aber direkt beim Bürger. Ich weiß, da wären wieder die Gruppen benachteiligt die keine LSt/Soli zahlen.
      Kein schlechter Ansatz. Wurde sicherlich auch diskutiert. Wenn man allerdings die aktuellen Berichte zu den Sparquoten der Deutschen sieht, so müsste man befürchten, dass dieses Geld dann auf den Sparkonten verschwindet und keinesfalls der Konsum gefördert würde.Die MWST hat den Charme, dass der Bürger davon nur etwas hat, wenn er konsumiert. Und auch der Staat hat etwas davon, wenn der Bürger viel konsumiert. (Nämlich 16% respektive 5%) Klassische Win Win Situation. :mrgreen:
      Ist für dich eine Ersparnis von 3% ein Kaufanreiz? Kauf ich mir einen Fernseher für 1.000,00€ dann spar ich 30,00€. Diese Ersparnis würde mich jetzt nicht ins Geschäft locken. Wenn ich unbedingt einen neuen Fernseher will, dann zahl ich auch 30,00€ mehr.Das ganze wird doch erst bei hohen Summen Interessant und die muss ich momentan bereit sein auszugeben. Selbst wenn ich persönlich nichts davon habe, seh ich mich als Gewinner ;)

      Der Handel wird nicht das einzelne Produkt um 3% günstiger machen. Er wird die drei Prozent umverteilen. Er wird darauf abzielen, dass wir einzelne Produkte für günstiges Geld kaufen und dann in Kauflaune über den gesamten Warenkorb mehr Geld ausgeben.

      Der Fernseher wird 799,- Euro statt 1000,- Euro kosten, aber der durchschnittliche Kunde wird dann mit 1200,- Euro aus dem Laden gehen.

      Dagobert schrieb:

      El_hombre schrieb:

      Dagobert schrieb:

      El_hombre schrieb:

      @Dagobert

      Dann ist das Glas wohl halb leer und wir werden nicht aus der Krise herausfinden. Schade auch.

      Aber wenn Du die Maßnahmen kritisierst, hast Du Dir bestimmt auch Gedanken über bessere Lösungen gemacht. Dann mal raus damit. :bier:
      Das einfachste wäre gewesen den Soli schon zum 01. Juli abzuschaffen. Man hätte auch den Grundfreibetrag erhöhen können, somit wäre weniger Lohnsteuer/Einkommensteuer angefallen, das Geld wäre aber direkt beim Bürger. Ich weiß, da wären wieder die Gruppen benachteiligt die keine LSt/Soli zahlen.
      Kein schlechter Ansatz. Wurde sicherlich auch diskutiert. Wenn man allerdings die aktuellen Berichte zu den Sparquoten der Deutschen sieht, so müsste man befürchten, dass dieses Geld dann auf den Sparkonten verschwindet und keinesfalls der Konsum gefördert würde.Die MWST hat den Charme, dass der Bürger davon nur etwas hat, wenn er konsumiert. Und auch der Staat hat etwas davon, wenn der Bürger viel konsumiert. (Nämlich 16% respektive 5%) Klassische Win Win Situation. :mrgreen:
      Der Staat holt sich das Geld immer irgendwie wieder ;) Die Soforthilfe holt er sich wieder, da versteuern als Erlös. Die Aufstockung bei Kurzarbeit holt er sich wieder über den Progressionsvorbehalt.
      Welche Alternativen hätte der Staat? Wie sollte er es sonst finanzieren? Das Autobahnnetz an private Betreiber verkaufen?
      #Social distancing - 2m können Leben retten!

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    • damaster schrieb:

      Vorschlag meinerseits: Preise im Einzelhandel so lassen und am Ende von der Gesamtsumme des Einkaufs 3% abziehen. Sollte mit jeden Kassensystem möglich sein. Ich weiß, dass das am Ende nicht genau hinkommt bei Einkäufen mit gemischten Steuersätzen, aber so ein großer Verlust entsteht dadurch dann auch wieder nicht.
      das wird bestimmt technisch fast überall möglich sein. Aber ist es nicht so, dass auf den Nettopreis (Beispiel 1000€ + 3% = 1030€) weniger raufkommen und dadurch nicht vom Bruttopreis (1030€ - 3% = 999,10€) 3% nicht das gleiche Ergebnis sind?
      Damit ist die Darstellung an der Kasse schon eher fraglich.
    • Als im Einzelhandel tätige Person glaube ich kaum, dass Preise flächendeckend angepasst werden. Corona hat ja nun auch da Schäden hinterlassen und zudem hat man in Teilen jetzt schon das Problem mit Internetpreisen nicht mithalten zu können. Ein Produkt von Firma A kostet uns im Einkauf 20 Euro, bereits mit Flagship-Rabatt einberechnet. Im Internet wird dieses Produkt teils für 24-25 Euro angeboten und um überhaupt was verkaufen zu können (und nicht la Wucherer dazustehen), muss man unter 30 € bleiben. In dem Fall werden die 3% gerne genommen um Produkte nicht gefühlt mit +/- 0 zu verkaufen.
      Buchpreisbindung ist da ja auch nochmal ein Kapitel, ich glaube kaum, dass da jetzt Bücher für 6 Monate anders bedruckt werden...
    • aikman schrieb:

      Das wichtige ist, dass es keine Extrawurst für die Autolobby gibt. Aber da haben ja selber die Verkäufer erkannt, dass eine solche Abwrack-Prämie überhaupt nichts bringt und lediglich einen Placebo-Effekt erzeugt, der kurzfristig die Verkäufe erhöht aber mittelfristig eben nicht, weil sich das nur verschiebt. Wenn man was für die Autoindustrie tun sollte, dann ist es der Ausbau der Infrastruktur für Elektromobile. Das tut nämlich dringend Not. Und das würde auch helfen dem Kunden neue Anreize zu geben umzusteigen.
      Das so etwas nur erstmal einen kurzfristigen Nutzen hätte ist klar, nur es brennt aktuell der Baum lichterloh und es muss sofort Löschwasser her. Es nutzt auch nix wenn hundert tausende Jobs verloren gehen, weil jetzt niemand mehr Autos kauft, die Käufer können dann auch nächstes oder übernächstes Jahr kein Auto kaufen, eben weil sie durch Arbeitslosigkeit kein Geld mehr haben.

      Bis die Infrastruktur ausgebaut ist, dauert Jahre, bis dahin ist nicht nur der Baum, sondern der ganze Wald abgebrannt.




      Mal sehen wie sich das mit der MwSt ergibt. Der Handel wäre gut beraten das an die Kunden weiterzugeben um wirklich den Konsum zu befeuern. Es wäre schön, wenn da ein Kontrollinstrument mit eingebaut wurde aber letztendlich beißen sich die Händler ins eigene Fleisch, wenn sie es nicht tun. Das dürfte sich aktuell ziemlich schnell rumsprechen. Ich hab da jedenfalls Hoffnung. Mal sehen ob ich enttäuscht werde.
      Kontrollinstrument? An welchem sozialistischen Kleber hast du schon wieder geschnüffelt? Es bleibt zum Glück noch dem jeweiligen Anbieter überlassen, was er mit den 3% anfängt und der größte Teil davon wird nicht beim Verbraucher landen und der Konsumeffekt wird auch überaus überschaubar sein. Ganz einfach wer jeden Cent zum überleben braucht, der muss die 3% mitnehmen.




      Da die Kosten allerdings vor allem die nachfolgende Generation treffen wird, hätte ich mir hier noch mehr in hinsichtlich eines Umschwungs zu einer klimafreundlicheren Wirtschaft gewünscht. Denn irgendwann müssen die dann für alles aufkommen und das wird dann richtig teuer.
      Aber es hätte defintiv schlimmer kommen können.

      Auch wenn es vielleicht im sozialistischen Volkswirtschaftbuch so stehen mag, man kann in einer akuten existenzbedrohenden Krise keinen Wandel durchführen. Wandel kostet erstmal Investitionen, also jede Menge Zeit und Geld. Beides ist beim brennenden Baum nicht vorhanden. Und der größte Teil des Paketes sind doch sowieso langfristige Dinge die aktuell gar keinen Effekt haben.

      Natürlich hätte es schlimmer kommen können, aber ich kann dich beruhigen, dieses Paket wird nicht das letzte und nicht das teuerste sein. Aktuell versucht man mit einer Wasserpistole den Brand zu löschen, aber die Wasserpistole wird nicht reichen.
    • Disastermaster schrieb:

      Das so etwas nur erstmal einen kurzfristigen Nutzen hätte ist klar, nur es brennt aktuell der Baum lichterloh und es muss sofort Löschwasser her. Es nutzt auch nix wenn hundert tausende Jobs verloren gehen, weil jetzt niemand mehr Autos kauft, die Käufer können dann auch nächstes oder übernächstes Jahr kein Auto kaufen, eben weil sie durch Arbeitslosigkeit kein Geld mehr haben.

      Bis die Infrastruktur ausgebaut ist, dauert Jahre, bis dahin ist nicht nur der Baum, sondern der ganze Wald abgebrannt.
      Klar, besser die tausend Jobs gehen dannn die nächsten Jahre verloren, weil die Klimakrise immer dramatischer wird und man vorher noch sinnlos Millionen verpulvert hat in Verbrennungsmotoren. Der große Kater kommt eh - aufgeschoben ist eben nicht aufgehoben, wie die Vergangenheit 2009 gezeigt hat. Und die Infrastruktur muss JETZT ausgebaut werden, weil eben schon verdammt viele Jahre verpennt wurden. Und das nochmal hinausschieben und den Planeten nochmal "anzuheizen" wäre gleich zweifach falsch. Wir brauchen nicht noch mehr Datteln IV.


      Disastermaster schrieb:

      Kontrollinstrument? An welchem sozialistischen Kleber hast du schon wieder geschnüffelt? Es bleibt zum Glück noch dem jeweiligen Anbieter überlassen, was er mit den 3% anfängt und der größte Teil davon wird nicht beim Verbraucher landen und der Konsumeffekt wird auch überaus überschaubar sein. Ganz einfach wer jeden Cent zum überleben braucht, der muss die 3% mitnehmen.
      Gut, das ist eben komplett kontraproduktiv, weil wie schon an anderer Stelle geschrieben der Internethandel möglicherweise diese 3% an den Kunden weitergibt und wenn ich eh in einer Pandemie-Situation lieber von zu Hause aus shoppe, dann bringe ich mich als Handel in existenzielle Not. Da hilft dann auch das kurze Löschwasser von ein bisschen mehr Gewinn nichts, wenn die Kunden die Folgejahre einfach wegbleiben, weil sie erkennen, wie bequem das Home-Shopping ist.

      Man merkt halt wie kurzfristig du denkst. Könntest glatt in der Regierung mitwirken =)


      Disastermaster schrieb:

      Auch wenn es vielleicht im sozialistischen Volkswirtschaftbuch so stehen mag, man kann in einer akuten existenzbedrohenden Krise keinen Wandel durchführen. Wandel kostet erstmal Investitionen, also jede Menge Zeit und Geld. Beides ist beim brennenden Baum nicht vorhanden. Und der größte Teil des Paketes sind doch sowieso langfristige Dinge die aktuell gar keinen Effekt haben.

      Natürlich hätte es schlimmer kommen können, aber ich kann dich beruhigen, dieses Paket wird nicht das letzte und nicht das teuerste sein. Aktuell versucht man mit einer Wasserpistole den Brand zu löschen, aber die Wasserpistole wird nicht reichen.
      I've got News for you: Dies wird nicht die letzte Krise bleiben. Und die nächste existenzbedrohende Krise klopft bereits leise an die Tür ... Problem ist nur, wenn es keinen Wandel gibt, wird man keine der Krisen jemals meistern können. Dafür hat man viel zu viele Jahre verschlafen und der Kurs von "Krise bewältigen, wenn die Krise bereits durch die Tür bricht" hat immer höhere Kosten zur Folge. Das war bei der Wirtschaftskrise so, das war bei der Flüchtlingskrise so, das wird bei der Pandemie-Krise so und das wird bei der Klima-Krise so. Und das sind nur die Krisen, die man genauso auch hätte früher kommen sehen können. Die Wirtschaftskrise zeichnete sich ab, weil jede Blase einmal platzt. Die Flüchtlingskrise zeichnete sich Monate vorher ab. Die Pandemie-Krise wurde 2015 bereits von Bill Gates vorgesagt, über die Klima-Krise brauchen wir gar nicht reden, die läuft vor unseren Augen seit Jahren ab.

      So - und jetzt lass noch einen schwarzen Schwan dazukommen, den gerade keiner kommen sieht. Und dann gute Nacht.
      "Jerry had a little Lamb"
      Taylor Stern (Dallas Cowboys.com Digital Media)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von aikman ()

    • aikman schrieb:

      Disastermaster schrieb:

      Das so etwas nur erstmal einen kurzfristigen Nutzen hätte ist klar, nur es brennt aktuell der Baum lichterloh und es muss sofort Löschwasser her. Es nutzt auch nix wenn hundert tausende Jobs verloren gehen, weil jetzt niemand mehr Autos kauft, die Käufer können dann auch nächstes oder übernächstes Jahr kein Auto kaufen, eben weil sie durch Arbeitslosigkeit kein Geld mehr haben.

      Bis die Infrastruktur ausgebaut ist, dauert Jahre, bis dahin ist nicht nur der Baum, sondern der ganze Wald abgebrannt.
      Klar, besser die tausend Jobs gehen dannn die nächsten Jahre verloren, weil die Klimakrise immer dramatischer wird und man vorher noch sinnlos Millionen verpulvert hat in Verbrennungsmotoren. Der große Kater kommt eh - aufgeschoben ist eben nicht aufgehoben, wie die Vergangenheit 2009 gezeigt hat. Und die Infrastruktur muss JETZT ausgebaut werden, weil eben schon verdammt viele Jahre verpennt wurden. Und das nochmal hinausschieben und den Planeten nochmal "anzuheizen" wäre gleich zweifach falsch. Wir brauchen nicht noch mehr Datteln IV.

      Disastermaster schrieb:

      Kontrollinstrument? An welchem sozialistischen Kleber hast du schon wieder geschnüffelt? Es bleibt zum Glück noch dem jeweiligen Anbieter überlassen, was er mit den 3% anfängt und der größte Teil davon wird nicht beim Verbraucher landen und der Konsumeffekt wird auch überaus überschaubar sein. Ganz einfach wer jeden Cent zum überleben braucht, der muss die 3% mitnehmen.
      Gut, das ist eben komplett kontraproduktiv, weil wie schon an anderer Stelle geschrieben der Internethandel möglicherweise diese 3% an den Kunden weitergibt und wenn ich eh in einer Pandemie-Situation lieber von zu Hause aus shoppe, dann bringe ich mich als Handel in existenzielle Not. Da hilft dann auch das kurze Löschwasser von ein bisschen mehr Gewinn nichts, wenn die Kunden die Folgejahre einfach wegbleiben, weil sie erkennen, wie bequem das Home-Shopping ist.
      Man merkt halt wie kurzfristig du denkst. Könntest glatt in der Regierung mitwirken =)


      Disastermaster schrieb:

      Auch wenn es vielleicht im sozialistischen Volkswirtschaftbuch so stehen mag, man kann in einer akuten existenzbedrohenden Krise keinen Wandel durchführen. Wandel kostet erstmal Investitionen, also jede Menge Zeit und Geld. Beides ist beim brennenden Baum nicht vorhanden. Und der größte Teil des Paketes sind doch sowieso langfristige Dinge die aktuell gar keinen Effekt haben.

      Natürlich hätte es schlimmer kommen können, aber ich kann dich beruhigen, dieses Paket wird nicht das letzte und nicht das teuerste sein. Aktuell versucht man mit einer Wasserpistole den Brand zu löschen, aber die Wasserpistole wird nicht reichen.
      I've got News for you: Dies wird nicht die letzte Krise bleiben. Und die nächste existenzbedrohende Krise klopft bereits leise an die Tür ... Problem ist nur, wenn es keinen Wandel gibt, wird man keine der Krisen jemals meistern können. Dafür hat man viel zu viele Jahre verschlafen und der Kurs von "Krise bewältigen, wenn die Krise bereits durch die Tür bricht" hat immer höhere Kosten zur Folge. Das war bei der Wirtschaftskrise so, das war bei der Flüchtlingskrise so, das wird bei der Pandemie-Krise so und das wird bei der Klima-Krise so. Und das sind nur die Krisen, die man genauso auch hätte früher kommen sehen können. Die Wirtschaftskrise zeichnete sich ab, weil jede Blase einmal platzt. Die Flüchtlingskrise zeichnete sich Monate vorher ab. Die Pandemie-Krise wurde 2015 bereits von Bill Gates vorgesagt, über die Klima-Krise brauchen wir gar nicht reden, die läuft vor unseren Augen seit Jahren ab.
      So - und jetzt lass noch einen schwarzen Schwan dazukommen, den gerade keiner kommen sieht. Und dann gute Nacht.
      Wer will schon gegen den allwissenden Fenstergucker argumentieren, der immer alles weiß weil er den ganzen Tag aus dem Fenster guckt und der nur schwarz und weiß kennt.

      Von daher lassen wir es gut sein, das führt zu nix.
    • Disastermaster schrieb:

      aikman schrieb:

      Disastermaster schrieb:

      Das so etwas nur erstmal einen kurzfristigen Nutzen hätte ist klar, nur es brennt aktuell der Baum lichterloh und es muss sofort Löschwasser her. Es nutzt auch nix wenn hundert tausende Jobs verloren gehen, weil jetzt niemand mehr Autos kauft, die Käufer können dann auch nächstes oder übernächstes Jahr kein Auto kaufen, eben weil sie durch Arbeitslosigkeit kein Geld mehr haben.

      Bis die Infrastruktur ausgebaut ist, dauert Jahre, bis dahin ist nicht nur der Baum, sondern der ganze Wald abgebrannt.
      Klar, besser die tausend Jobs gehen dannn die nächsten Jahre verloren, weil die Klimakrise immer dramatischer wird und man vorher noch sinnlos Millionen verpulvert hat in Verbrennungsmotoren. Der große Kater kommt eh - aufgeschoben ist eben nicht aufgehoben, wie die Vergangenheit 2009 gezeigt hat. Und die Infrastruktur muss JETZT ausgebaut werden, weil eben schon verdammt viele Jahre verpennt wurden. Und das nochmal hinausschieben und den Planeten nochmal "anzuheizen" wäre gleich zweifach falsch. Wir brauchen nicht noch mehr Datteln IV.

      Disastermaster schrieb:

      Kontrollinstrument? An welchem sozialistischen Kleber hast du schon wieder geschnüffelt? Es bleibt zum Glück noch dem jeweiligen Anbieter überlassen, was er mit den 3% anfängt und der größte Teil davon wird nicht beim Verbraucher landen und der Konsumeffekt wird auch überaus überschaubar sein. Ganz einfach wer jeden Cent zum überleben braucht, der muss die 3% mitnehmen.
      Gut, das ist eben komplett kontraproduktiv, weil wie schon an anderer Stelle geschrieben der Internethandel möglicherweise diese 3% an den Kunden weitergibt und wenn ich eh in einer Pandemie-Situation lieber von zu Hause aus shoppe, dann bringe ich mich als Handel in existenzielle Not. Da hilft dann auch das kurze Löschwasser von ein bisschen mehr Gewinn nichts, wenn die Kunden die Folgejahre einfach wegbleiben, weil sie erkennen, wie bequem das Home-Shopping ist.Man merkt halt wie kurzfristig du denkst. Könntest glatt in der Regierung mitwirken =)


      Disastermaster schrieb:

      Auch wenn es vielleicht im sozialistischen Volkswirtschaftbuch so stehen mag, man kann in einer akuten existenzbedrohenden Krise keinen Wandel durchführen. Wandel kostet erstmal Investitionen, also jede Menge Zeit und Geld. Beides ist beim brennenden Baum nicht vorhanden. Und der größte Teil des Paketes sind doch sowieso langfristige Dinge die aktuell gar keinen Effekt haben.

      Natürlich hätte es schlimmer kommen können, aber ich kann dich beruhigen, dieses Paket wird nicht das letzte und nicht das teuerste sein. Aktuell versucht man mit einer Wasserpistole den Brand zu löschen, aber die Wasserpistole wird nicht reichen.
      I've got News for you: Dies wird nicht die letzte Krise bleiben. Und die nächste existenzbedrohende Krise klopft bereits leise an die Tür ... Problem ist nur, wenn es keinen Wandel gibt, wird man keine der Krisen jemals meistern können. Dafür hat man viel zu viele Jahre verschlafen und der Kurs von "Krise bewältigen, wenn die Krise bereits durch die Tür bricht" hat immer höhere Kosten zur Folge. Das war bei der Wirtschaftskrise so, das war bei der Flüchtlingskrise so, das wird bei der Pandemie-Krise so und das wird bei der Klima-Krise so. Und das sind nur die Krisen, die man genauso auch hätte früher kommen sehen können. Die Wirtschaftskrise zeichnete sich ab, weil jede Blase einmal platzt. Die Flüchtlingskrise zeichnete sich Monate vorher ab. Die Pandemie-Krise wurde 2015 bereits von Bill Gates vorgesagt, über die Klima-Krise brauchen wir gar nicht reden, die läuft vor unseren Augen seit Jahren ab.So - und jetzt lass noch einen schwarzen Schwan dazukommen, den gerade keiner kommen sieht. Und dann gute Nacht.
      Wer will schon gegen den allwissenden Fenstergucker argumentieren, der immer alles weiß weil er den ganzen Tag aus dem Fenster guckt und der nur schwarz und weiß kennt.
      Von daher lassen wir es gut sein, das führt zu nix.
      Sowas selbstkritisches. Wow :respekt
    • Disastermaster schrieb:

      aikman schrieb:

      Disastermaster schrieb:

      Das so etwas nur erstmal einen kurzfristigen Nutzen hätte ist klar, nur es brennt aktuell der Baum lichterloh und es muss sofort Löschwasser her. Es nutzt auch nix wenn hundert tausende Jobs verloren gehen, weil jetzt niemand mehr Autos kauft, die Käufer können dann auch nächstes oder übernächstes Jahr kein Auto kaufen, eben weil sie durch Arbeitslosigkeit kein Geld mehr haben.

      Bis die Infrastruktur ausgebaut ist, dauert Jahre, bis dahin ist nicht nur der Baum, sondern der ganze Wald abgebrannt.
      Klar, besser die tausend Jobs gehen dannn die nächsten Jahre verloren, weil die Klimakrise immer dramatischer wird und man vorher noch sinnlos Millionen verpulvert hat in Verbrennungsmotoren. Der große Kater kommt eh - aufgeschoben ist eben nicht aufgehoben, wie die Vergangenheit 2009 gezeigt hat. Und die Infrastruktur muss JETZT ausgebaut werden, weil eben schon verdammt viele Jahre verpennt wurden. Und das nochmal hinausschieben und den Planeten nochmal "anzuheizen" wäre gleich zweifach falsch. Wir brauchen nicht noch mehr Datteln IV.

      Disastermaster schrieb:

      Kontrollinstrument? An welchem sozialistischen Kleber hast du schon wieder geschnüffelt? Es bleibt zum Glück noch dem jeweiligen Anbieter überlassen, was er mit den 3% anfängt und der größte Teil davon wird nicht beim Verbraucher landen und der Konsumeffekt wird auch überaus überschaubar sein. Ganz einfach wer jeden Cent zum überleben braucht, der muss die 3% mitnehmen.
      Gut, das ist eben komplett kontraproduktiv, weil wie schon an anderer Stelle geschrieben der Internethandel möglicherweise diese 3% an den Kunden weitergibt und wenn ich eh in einer Pandemie-Situation lieber von zu Hause aus shoppe, dann bringe ich mich als Handel in existenzielle Not. Da hilft dann auch das kurze Löschwasser von ein bisschen mehr Gewinn nichts, wenn die Kunden die Folgejahre einfach wegbleiben, weil sie erkennen, wie bequem das Home-Shopping ist.Man merkt halt wie kurzfristig du denkst. Könntest glatt in der Regierung mitwirken =)


      Disastermaster schrieb:

      Auch wenn es vielleicht im sozialistischen Volkswirtschaftbuch so stehen mag, man kann in einer akuten existenzbedrohenden Krise keinen Wandel durchführen. Wandel kostet erstmal Investitionen, also jede Menge Zeit und Geld. Beides ist beim brennenden Baum nicht vorhanden. Und der größte Teil des Paketes sind doch sowieso langfristige Dinge die aktuell gar keinen Effekt haben.

      Natürlich hätte es schlimmer kommen können, aber ich kann dich beruhigen, dieses Paket wird nicht das letzte und nicht das teuerste sein. Aktuell versucht man mit einer Wasserpistole den Brand zu löschen, aber die Wasserpistole wird nicht reichen.
      I've got News for you: Dies wird nicht die letzte Krise bleiben. Und die nächste existenzbedrohende Krise klopft bereits leise an die Tür ... Problem ist nur, wenn es keinen Wandel gibt, wird man keine der Krisen jemals meistern können. Dafür hat man viel zu viele Jahre verschlafen und der Kurs von "Krise bewältigen, wenn die Krise bereits durch die Tür bricht" hat immer höhere Kosten zur Folge. Das war bei der Wirtschaftskrise so, das war bei der Flüchtlingskrise so, das wird bei der Pandemie-Krise so und das wird bei der Klima-Krise so. Und das sind nur die Krisen, die man genauso auch hätte früher kommen sehen können. Die Wirtschaftskrise zeichnete sich ab, weil jede Blase einmal platzt. Die Flüchtlingskrise zeichnete sich Monate vorher ab. Die Pandemie-Krise wurde 2015 bereits von Bill Gates vorgesagt, über die Klima-Krise brauchen wir gar nicht reden, die läuft vor unseren Augen seit Jahren ab.So - und jetzt lass noch einen schwarzen Schwan dazukommen, den gerade keiner kommen sieht. Und dann gute Nacht.
      Wer will schon gegen den allwissenden Fenstergucker argumentieren, der immer alles weiß weil er den ganzen Tag aus dem Fenster guckt und der nur schwarz und weiß kennt.
      Von daher lassen wir es gut sein, das führt zu nix.
      Hey, don't kill the messenger because you don't like the message. Warum warnen die Klimaaktivisten und Wissenschaftler seit Jahren vor der Klimakrise? Wieso hält Bill Gates seit vielen Jahren Vorträge über die größte Gefahr die seiner Meinung nach für die Wirtschaft ausgehen könnte? Wieso gibt es seit Jahren Pandemiepläne, die leider komplett ignoriert wurden? Ich mein, das ist jetzt alles nichts was irgendwie Nostradamus-Fähigkeiten benötigt. Es ist die Folge unserer aktuellen Lebensweise. Wenn man nicht auf die Experten hören will - gut. Ist jedem selber überlassen. Aber wer dann lieber die Brände löscht, anstatt vorher die Brandgefahr so weit es geht zu mindern, der muss sich nicht wundern, wenn irgendwann die Feuerwehr nicht mehr rechtzeitig für alle zur Stelle ist. :madness

      Wir hatten jetzt seit der Finanzkrise die Chance den Umbau zu gestalten und haben es KOMPLETT verschlafen. Es musste erst eine 15jährige Schülerin kommen, damit man sich überhaupt bequemt hat, irgendwas anzugehen - natürlich auch alles weit weit möglich in die Zukunft gestellt. Ja nun ... wenn man den Umbau nicht dann voranbringt, wenn man tatsächlich die besten Möglichkeiten hat, wann soll man es dann machen? Davor war es nicht gut, weil da lief ja alles am Schnürchen. Und jetzt ist es auch nicht recht, weil in der Krise macht man keinen Wandel. Ok, wann dann? zwei Jahre nach der Krise? Drei Jahre nach der Krise? Wann?
      "Jerry had a little Lamb"
      Taylor Stern (Dallas Cowboys.com Digital Media)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von aikman ()

    • Warum sind es eigentlich die gleichen, die sonst immer behaupten der Markt regle alles, jetzt wollen, dass eine einzelne Industrie vom Staat gerettet wird? :paelzer:

      Die Autoindustrie ist doch mittelfristig weit weniger von Corona betroffen als etwa die Event- oder Tourismusbranche. Die deutsche Autoindustrie muss zusehen, dass sie sich auf die sich schnell verändernde Nachfrage einstellt und nicht noch Jahrzehnte an ihren Dickschiffen mit 300PS Verbrennern festhält und dafür auch noch Staatshilfen haben will.
      Den Weg alle Unternehmen und Endkunden über eine Steuersenkung zu entlasten, finde ich da viel nachvollziehbarer (unabhängig davon dass das Problemen mit den Kassensystemen machen könnte). Zumal die MwSt-Senkung insbesondere auch für kleinere Einkommen von Nutzen ist. Wie viel von der Steuersenkung letztlich beim Endkunden ankommen und wieviel beim Unternehmen verbleiben wird man sehen müssen, aber sowohl die Entlastung des Kunden als auch die Sicherung des Arbeitsplatzes durch höhere Margen wären begrüßenswerte Effekte.
      Insgesamt ist das ein Konjunkturpaket von historischem Ausmaß. Auch die Kommunen werden hier langfristig entlastet. Die stärkere Beteiligung des Bundes an der KdU macht alleine bei uns in der Kommune in diesem Jahr über 20 Mio. Euro frei.
    • Ohne die Eingriffe in den freien Markt gäbe es doch nichtmal dieses laue Lüftchen, was du hier als "sich schnell verändernde Nachfrage" bezeichnest.

      Aus der fehlenden Befriedigung des quasi nicht vorhandenen E-Auto-Marktes wird der dt. Autoindustrie jetzt seit wieviel Jahren ein Strick gedreht, mit dem die sich (so hofft man scheinbar inständig) aufhängt?

      Gerade als Linker sollte man der dt. Industrie feste die Daumen drücken, denn sie finanzieren einen guten Teil der Segnungen, die man inzwischen als Menschenrecht definiert. Aber so mancher hat lieber recht, als was zu essen auf dem Tisch.
      -----------------
      Team Goff
      Anakin rettete die Jünglinge vor einem Leben als Weltraumterroristen!