Aktuelle Bundespolitik

  • Du kannst Dir ja mal beispielhaft den Thread "Sonntagsfrage zur Bundestagswahl 2025" anschauen und das dortige Ergebnis mit dem Ergebnis der Bundestagswahl vergleichen. Oder das Posting #16.601 einschließlich der zustimmenden Reaktionen. Dann erkennst Du schnell, dass dieses Forum politisch nicht gerade repräsentativ ist.

    Das die Mehrheit der User, die sich hier regelmäßig an den politischen Diskursen beteiligen, eher Mitte-Links als Rechts-Konservativ ist, ist offensichtlich und wie von dir erwähnt auch nicht repräsentativ.

    Aber ich vermute, dass das nicht der Grund dafür ist warum eine Mehrheit hier wahrscheinlich die von dir ins Spiel gebrachte Regierungsbeteiligung der AfD ablehnen würde.

  • Ist das messbar?

    Einigermaßen, abhängig ist wieder relativ, zumindest ist das Onlinemarketing auf SM nicht mehr wegzudenken:
    https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Zahl-der-Woche/2020/PD20_35_p002.html#:~:text=Am%20st%C3%A4rksten%20wurden%20Social%20Media,auch%20TV%2D%20und%20Radiosender%20geh%C3%B6ren

    Österreich - Unternehmen mit Nutzung sozialer Netzwerke nach Wirtschaftszweigen 2021 | Statista
    Rund 65,2 Prozent der Unternehmen in Österreich nutzten im Jahr 2021 Social Media für die Kommunikation oder den Austausch von Inhalten (Soziale Netzwerke,…
    de.statista.com

    Viele selbständig arbeitende würde man auf jedenfall die Geschäftsgrundlage komplett entziehen, aus meiner Blase würde ich mal sagen , viele Personaltrainer, Joga-Studios, Künstler, Sportler usw. sind davon abhängig.

    Deswegen kann ich die Forderung überhaupt nicht nachvollziehen.

    GO Irish!

  • Zu Galileis Zeiten dürfte die runde Erde schon Konsens gewesen sein. Bei ihm ging es ja darum, ob nun die Erde oder die Sonne im Mittelpunkt des Sonnensystems steht. Wobei die Verteidiger des geozentrischen Sonnensystems aus einem religiösem Dogma heraus argumentierten und nicht auf wissenschaftlicher Grundlage.

    Hast Recht, Galileli war ein schlechtes, weil zu spätes Beispiel. Bei ihm ging es in der Tat "nur noch" um die Frage, wer sich um wen dreht. Der Grundkonflikt Glaubenssatz vs. wissenschaftliche Erkenntnis war freilich derselbe.

    Gruß Silversurger

  • Deswegen kann ich die Forderung überhaupt nicht nachvollziehen.

    War ja keine Forderung, sondern ein persönlicher "Wunsch" der sicher nicht so weitreichend durchdacht war sondern lediglich die negativen Auswirkungen betrachtet hat.

    Gruß trosty

  • Das die Mehrheit der User, die sich hier regelmäßig an den politischen Diskursen beteiligen, eher Mitte-Links als Rechts-Konservativ ist, ist offensichtlich und wie von dir erwähnt auch nicht repräsentativ.

    Aber ich vermute, dass das nicht der Grund dafür ist warum eine Mehrheit hier wahrscheinlich die von dir ins Spiel gebrachte Regierungsbeteiligung der AfD ablehnen würde.

    Wo die Mitte liegt, ist bekanntlich stark vom eigenen Standpunkt abhängig. Ansonsten hast Du vermutlich Recht. Aber das wird sich - so meine Prognose - ändern.

  • War ja keine Forderung, sondern ein persönlicher "Wunsch" der sicher nicht so weitreichend durchdacht war sondern lediglich die negativen Auswirkungen betrachtet hat.

    Danke fürs Klarstellen! War schlecht fomuliert von mir.

    Ich verstehe den Ansatz, würde es aber eher in eine Andere Richtung spielen.
    Und zwar dass Handys aus dem Grund immer mehr in Grundschulen reglementiert werden, Mindestalter besser durchgesetzt werden, Kinder und Jugendliche bewusst geschult werden und dass das Thema Sucht hier wesentlich aktiver in der Gesellschaft aufgezeicht wird.

    GO Irish!

  • Ich verstehe den Ansatz, würde es aber eher in eine Andere Richtung spielen.
    Und zwar dass Handys aus dem Grund immer mehr in Grundschulen reglementiert werden, Mindestalter besser durchgesetzt werden, Kinder und Jugendliche bewusst geschult werden und dass das Thema Sucht hier wesentlich aktiver in der Gesellschaft aufgezeicht wird.

    Es ist ja so, dass Social Media und KI so starke Werkzeuge sind, dass wir als Gesellschaft/Menschheit noch nicht gelernt haben diese zu kontrollieren. Und deshalb erleben wir gerade, wie diverse Gruppen versuchen sich diese fehlende Kontrolle zunutzezumachen und der Gesellschaft dabei Schaden zuzufügen. Ist so ein bisschen wie bei den Mehrwertdiensten die um die Jahrtausendwende Verbreitung fanden und auch erstmal reichlich missbraucht wurden, bis man das ganze durch Regulierung ein wenig eingeschränkt hatte. Nur ging es dabei fast ausschließlich um finanzielle Schäden. Die Schäden, die durch Social Media und KI angerichtet werden können sind ungleich größer.

    Keep Pounding

  • Und zwar dass Handys aus dem Grund immer mehr in Grundschulen reglementiert werden, Mindestalter besser durchgesetzt werden, Kinder und Jugendliche bewusst geschult werden und dass das Thema Sucht hier wesentlich aktiver in der Gesellschaft aufgezeicht wird.

    Hier in der Grundschule sind sämtliche elektronischen Geräte (Handy, Smartwatch, ...) im Unterricht und in den Pausen verboten und müssen im Schulranzen bleiben. Zusätzlich gibt es alle 2,3 Jahre die Möglichkeit an einem Vortrag/Schulung zum Thema Handy für Kinder teilzunehmen. Das Problem kommt aber oft eher von der Elternseite: Gefühlt kommen genau die Eltern nicht, bei denen es eigentlich gut wäre, wenn sie kommen würde.

    Bei der Klassenfahrt (auf der komplettes Handyverbot gilt) wird versucht dieses zu umgehen mit Argumenten wie "ich muss sehen können, wo mein Kind sich gerade befindet", "mein Kind hat Angst, niemanden anrufen zu können, wenn es Hilfe benötigt" und am Ende schmuggeln die Kindern mit Hilfe der Eltern die Handys doch mit auf die Klassenfahrt.

    Was ich damit sagen möchte: Man kann soviel reglementieren, wie man möchte, am Ende bringt das wenig, wenn die Eltern nicht mit ziehen. Am Ende gibt das zusätzlich noch sozialen Druck auf die anderen Kinder und Eltern. Meine Tochter ist (mit einer Freundin) die einzige, die noch kein WhatsApp hat; Snapchat und TikTok haben bereits auch schon viele auf ihren Handys. Gefühlt gibt das jede Woche Tränen und Diskussionen, wann sie es denn endlich auch installieren darf.

  • Um es mal mit Friedrich Merz zu sagen: "Wir sind nicht neutral!"

    Wer sich der freiheitlich-demokratischen Grundordnung verpflichtet fühlt, muss und soll nicht neutral sein gegenüber deren Feinden.

    Und nein, nicht jeder Punkt des Wahlprogramms einer demokratiefeindlichen Partei hat ein Für und Wider. Viele haben nur ein Wider.

    Deshalb steht da ja auch der kleine Zwischenabschnitt in der Regel. Und in meinen Augen sollte man sich auch den Feinden gegenüber bei der Bewertung neutral verhalten. Denn dann kann man doch wunderbar die Defizite aufzeigen. Wohin pure Ablehnung ohne wirkliche Auseinandersetzung geführt hat, sieht man doch derzeit ganz gut.

  • Wohin pure Ablehnung ohne wirkliche Auseinandersetzung geführt hat, sieht man doch derzeit ganz gut.

    Und wohin die wirkliche Auseinandersetzung und Einbindung geführt hat, sieht man in zahlreichen Ländern in unserer engen oder weiteren Nachbarschaft.

    Gruß Silversurger

  • ... den Feinden gegenüber bei der Bewertung neutral verhalten. Denn dann kann man doch wunderbar die Defizite aufzeigen.

    Ich denke du meinst "objektiv" und nicht "neutral".

    Und objektiv wurde die AfD und ihre Machenschaften nun regelmäßig und oft genug analysiert und die Defizite aufgezeigt. Wollen nur einige nicht höre, wahrnehmen oder akzeptieren.

    (Nicht nur) meine persönliche Schlussfolgerung daraus ist übrigens dass man der AfD eben NICHT neutral gegenüberstehen sollte.

    Gruß trosty

  • Und wohin die wirkliche Auseinandersetzung und Einbindung geführt hat, sieht man in zahlreichen Ländern in unserer engen oder weiteren Nachbarschaft.

    Keine Ahnung, wie das in anderen Ländern gelaufen ist, dafür kenne ich mich zu wenig mit der Innenpolitik der einzelnen Länder aus. Aber unser derzeitiger Versuch die AFD klein zu bekommen hat ja auch nicht funktioniert. Und ein weiter so, wird da in meinen Augen auch nicht soviel bringen, man muss sich also überlegen, warum soviele Bürger die AFD wählen und dann dementsprechend handeln, um sie wieder von denen wegzuholen. Denn ich glaube nicht das wir 20% Rechtsradikale in Deutschland haben.

  • Ich denke du meinst "objektiv" und nicht "neutral".

    Und objektiv wurde die AfD nun ihre Machenschaften nun regelmäßig und oft genug analysiert und die Defizite aufgezeigt. Wollen nur einige nicht höre, wahrnehmen oder akzeptieren.

    (Nicht nur) meine persönliche Schlussfolgerung daraus ist übrigens dass man der AfD eben NICHT neutral gegenüberstehen sollte.

    Ja objektiv ist wohl das deutlich bessere Wort. Ich meine damit, das man mal wirklich die einzelnen Punkte der AFD herausnimmt und anschließend die Folgen dieser Politik von Ihnen aufzeigt. Und dabei meine ich nicht nur deren Migrationspolitik, sondern auch die Wirtschaftspolitik etc. Denn in meinen Augen geht es bei der Auseinandersetzung mit der AFD eigenlich nur um Migration. Denn ich glaube viele "Arbeiter" wissen gar nicht, dass gerade sie unter der Politik der AFD leiden würden.

  • In der ARD haben sie an Wahlabend dazu gezeigt dass 87% der AfD-Wähler und 16% der Unionswähler die AfD gerne in der Regierung sehen wollen. Also gar nicht so viele in der Union. Restliche Wähler im unteren Einstelligen Bereich.

    Jeder 7. ist mehr als genug meine ich.

  • Ich meine damit, das man mal wirklich die einzelnen Punkte der AFD herausnimmt und anschließend die Folgen dieser Politik von Ihnen aufzeigt. Und dabei meine ich nicht nur deren Migrationspolitik, sondern auch die Wirtschaftspolitik etc. Denn in meinen Augen geht es bei der Auseinandersetzung mit der AFD eigenlich nur um Migration. Denn ich glaube viele "Arbeiter" wissen gar nicht, dass gerade sie unter der Politik der AFD leiden würden.

    Naja, sogar der DGB hat das zB schon sehr klar kommuniziert:

    AfD – Feind der Beschäftigten
    Die AfD ist keine Partei für Beschäftigte. Lest hier warum.
    www.dgb.de

    Auch verschiedenste andere Medien haben das thematisiert:

    Analyse zu AfD-Wahlprogramm: Auf dem Rücken der Ärmsten
    Die AfD verkauft sich gern als Partei des kleinen Mannes. Tatsächlich würden fast ausnahmslos Reiche profitieren, sagt Wirtschaftsweise Achim Truger.
    taz.de

    https://www.focus.de/politik/deutschland/analyse-von-hugo-mueller-vogg-anwalt-des-kleinen-mannes-die-vielen-widersprueche-im-afd-wahlprogramm_id_260631293.html

    „Massive Wohlstandverluste“ befürchtet - Wirtschaft warnt vor AfD-Plänen
    In der Wirtschaft wächst die Sorge vor einem starken Abschneiden der AfD bei der Bundestagswahl. Anlass ist eine Analyse der wirtschaftspolitischen Vorschläge…
    www.handelsblatt.com

    (Kurze Auswahl)

    Gruß trosty

  • Jeder 7. ist mehr als genug meine ich.

    Subjektiv definitiv.

    Objektiv bedeutet das aber eben dass 84% der Unionswähler eine Zusammenarbeit mit der AfD bezüglich Regierungsbildung nicht wollen. Und das ist ein deutliches Statement und damit eine ausreichende Begründung dass die Unionsparteien eben NICHT mit der AfD in Koalitionsverhandlungen gehen. Weil eben nicht "die Mehrheit der Wähler" das möchte, sondern gerade mal überschlagen knapp 23%.

    Gruß trosty

  • Ja das es thematisiert wurde, stimme ich dir zu. Aber ich habe das Gefühl, das dies so noch nicht bei den Leuten angekommen ist. Wieso, weshalb, warum weiß ich nicht. Aber das ist mein Eindruck. Und daher wäre mein Ansatz halt eine Verstärkung des Ansatzes auf einer Sachebene, um die AFD halt dort zu schwächen und es viel mehr in den Mittelpunkt zu rücken, das gerade die Arbeiterklasse bei der AFD am meisten am Arsch ist.

  • Wie naiv kann man eigentlich sein. Das wurde rauf unter thematisiert und war für jeden verfügbar. Das rechte Pack haben soviel Semdezeit bekommen um sich selbst zu entlarven. Es hat die Wähler aber überhaupt nicht interessiert.

    Politik ist kein Selbstzweck und auch teilweise eine Holschuld.

  • Ja das es thematisiert wurde, stimme ich dir zu. Aber ich habe das Gefühl, das dies so noch nicht bei den Leuten angekommen ist. Wieso, weshalb, warum weiß ich nicht. Aber das ist mein Eindruck. Und daher wäre mein Ansatz halt eine Verstärkung des Ansatzes auf einer Sachebene, um die AFD halt dort zu schwächen und es viel mehr in den Mittelpunkt zu rücken, das gerade die Arbeiterklasse bei der AFD am meisten am Arsch ist.

    Wir reden vor Wahlen halt lieber über Migration. :bengal

    Keep Pounding

  • Ja das es thematisiert wurde, stimme ich dir zu. Aber ich habe das Gefühl, das dies so noch nicht bei den Leuten angekommen ist. Wieso, weshalb, warum weiß ich nicht.

    Frag mal bei Bild und Co.

    Oder frag mal Friedrich Merz, der entweder Migration thematisiert oder, wenn es schon um Unterschiede zur AFD geht, lieber den Ausstieg aus der EU etc thematisiert, anstatt wie von dir gefordert die Wirtschaftspolitik, unter der vor allem die Arbeiter leiden werden.

  • Ja das es thematisiert wurde, stimme ich dir zu. Aber ich habe das Gefühl, das dies so noch nicht bei den Leuten angekommen ist. Wieso, weshalb, warum weiß ich nicht. Aber das ist mein Eindruck. Und daher wäre mein Ansatz halt eine Verstärkung des Ansatzes auf einer Sachebene, um die AFD halt dort zu schwächen und es viel mehr in den Mittelpunkt zu rücken, das gerade die Arbeiterklasse bei der AFD am meisten am Arsch ist.

    Das wirst Du aber nicht hinbekommen,. Die Medien, die das so machen würden oder bereits tun, werden von der AFD Klientel weitestgehend ignoriert. Die Medien, die dort konsumiert werden, werden diese kritische Auseinandersetzung nicht bedienen. Der Großteil der Beteiligten steckt tief in ihrer Filterblase fest, da wirst Du von außen nicht in grossem Maßstab eindringen können. Ist doch mit den Filterblasen der anderen Parteien nicht anders, nur vielleicht nicht ganz so extrem.

    When I die and go to hell, hell will be a Brett Favre
    game, announced by the ESPN Sunday night crew,
    for all eternity. Paul Zimmerman

  • Denn ich glaube nicht das wir 20% Rechtsradikale in Deutschland haben.

    Ich bin der (traurigen) Meinung dass es so viele Rechtsextreme eben doch gibt. Denn egal was man gesagt und gezeigt hat:

    Es hat die Wähler aber überhaupt nicht interessiert.

    Die haben ihre Wahlentscheidung aus genau diesem einen Grund getroffen.

    Gruß trosty

  • Man muss die Afd mittlerweile auch eher als ne Sekte anstatt als Partei sehen.
    Siehe Maga Trump!

    Fakten und Argumente kommen da nicht mehr an!

  • Der ganze "Ausgrenzungswunsch" ist halt in der Hinsicht grenzwertig, dass es halt immer noch eine zugelassene Partei in Deutschland ist. Wenn man eine wirklich begründbare Ausgrenzung auf demokratischer Basis rechtfertigen wollte, hätte man deutlich mehr Energie in ein Verbotsverfahren investieren müssen.

    Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!