Bundestagswahl 2017 / Aktuelle Bundespolitik

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Adi schrieb:

      Johnny No89 schrieb:

      Chicago schrieb:

      Ausbeener schrieb:

      Adi schrieb:

      Buccaneer schrieb:

      Für mich stellt sich die Frage: Wer hört auf ständig irgendwelche Rentner- und Steuererleichterungsversprechen zu geben und stellt das Land endlich mal zukunftsorientiert auf (Digitalisierung).
      was hat das eine Thema (Rentenproblematik) mit dem anderen zu tun (Digitalisierung). Beide zu behandeln ist für die Zukunft allein aus demografischen Gründen notwendig.
      Ich glaube sogar, das die Lösung des Rentenproblems eines der wichtigsten ist. Man hat immer mehr Rentner und damit Wähler und das Problem ist nicht ansatzweise damit gelöst, das immer mehr Steuergeld in die Rente fließt. Das fehlt dann nämlich an anderen Stellen
      Nur werden die Rentner eine immer größere Gruppe
      Ach, ab 2031 wird das auch wieder rückläufig...
      wie meinst du das genau? Diejenigen die das Renteneintrittalter erreichen? Oder die Anzahl von eintretenden Rentnern und der Sterberate oder das verhältnis von Rentenbeitragszahlern zu Rentenempfnängern.
      Ab 1965 sinkt die Geburtenrate - das Saldo Geburten abzgl. Sterbefälle kippte glaube ich erst 1971 ins Minus
      Minnesota Vikings 'Bromance' in 2018:

      #19 WR Adam Thielen: 113 rec. / 1373 yards / 9 TDs
      #14 WR Stefon Diggs: _102 rec. / 1021 yards / 9 TDs
    • Johnny No89 schrieb:

      Adi schrieb:

      Johnny No89 schrieb:

      Chicago schrieb:

      Ausbeener schrieb:

      Adi schrieb:

      Buccaneer schrieb:

      Für mich stellt sich die Frage: Wer hört auf ständig irgendwelche Rentner- und Steuererleichterungsversprechen zu geben und stellt das Land endlich mal zukunftsorientiert auf (Digitalisierung).
      was hat das eine Thema (Rentenproblematik) mit dem anderen zu tun (Digitalisierung). Beide zu behandeln ist für die Zukunft allein aus demografischen Gründen notwendig.
      Ich glaube sogar, das die Lösung des Rentenproblems eines der wichtigsten ist. Man hat immer mehr Rentner und damit Wähler und das Problem ist nicht ansatzweise damit gelöst, das immer mehr Steuergeld in die Rente fließt. Das fehlt dann nämlich an anderen Stellen
      Nur werden die Rentner eine immer größere Gruppe
      Ach, ab 2031 wird das auch wieder rückläufig...
      wie meinst du das genau? Diejenigen die das Renteneintrittalter erreichen? Oder die Anzahl von eintretenden Rentnern und der Sterberate oder das verhältnis von Rentenbeitragszahlern zu Rentenempfnängern.
      Ab 1965 sinkt die Geburtenrate - das Saldo Geburten abzgl. Sterbefälle kippte glaube ich erst 1971 ins Minus
      dann versteh ich deinen Gedankengang nicht. Wenn Geburten minus Sterberate im Minusbereich liegt, so gehe ich davon aus, dass es mehr Rentenbezieher als Einzahler gibt.
      :paelzer:
      Hier ne Statistik

      Erschwerend kommt nich hinzu, dass die Jüngeren immer älter werden. Ein 1950-er Geborener wird durchschnittlich 66Jahre. Ein Kind der 90-er 75 Jahre.
      Ich sehe da keine Rückläufigkeit. :madness
    • Jetzt macht Altmaier auch noch Werbung für AKK. Wie deutlich soll ein “Weiter so Angie 2.0” Aufruf eigentlich noch werden :S
      Man will ja SPD und Grünen weiterhin Stimmen abjagen....
      Ist die totale Ausrottung der SPD vllt der Masterplan dahinter?
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!
    • Von den Befürwortern eines Rechtsrucks innerhalb der CDU würde ich gerne wissen, bei welchen politischen Fragen die CDU wieder weiter nach rechts rücken muss? Flüchtlingspolitik? Homoehe? Energiewende? Mindestlohn?
      Was genau erwartet man sich inhaltlich davon?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hamburg Broncos ()

    • Hamburg Broncos schrieb:

      Von den Befürwortern eines Rechtsrucks innerhalb der CDU würde ich gerne wissen, bei welchen politischen Fragen die CDU wieder weiter nach rechts rücken muss? Flüchtlingspolitik? Homoehe? Energiewende? Mindestlohn?
      Was genau erwartet man sich inhaltlich davon?
      Rechtsruck? Für was steht denn die CDU heute noch? Beliebigkeit fällt mir da spontan ein. Man musste die CDU früher weissgott nicht gern haben, aber man wußte wenigstens was drin war. Wem das nicht gefiel, wählte halt die SPD oder FDP.

      Man kann jetzt lange darüber streiten, welcher Kurs denn der Richtige ist, aber Angies Aufsaugen von Themen jenseits der CDU beschert uns doch aktuell die bekannten Ergebnisse. Die CDU ist auf dem besten Wege, die SPD zu kopieren. All die Versuche durch Aufgabe konservativer Positionen im urbanen Millieu zu punkten, haben jetzt zu wieviel CDU-Bürgermeistern in den großen Städten geführt?

      Wenn man das Ergebnis betrachtet, das Gelbe vom Ei war es nun wahrlich nicht.
    • Hamburg Broncos schrieb:

      Von den Befürwortern eines Rechtsrucks innerhalb der CDU würde ich gerne wissen, bei welchen politischen Fragen die CDU wieder weiter nach rechts rücken muss? Flüchtlingspolitik? Homoehe? Energiewende? Mindestlohn?
      Was genau erwartet man sich inhaltlich davon?
      Ich erwarte in erster Linie mal „klare Kante“ und Strategie. Ich habe keine Probleme mit Energiewende und Flüchtlingspolitik (mit Homoehe schon gar nicht), aber dieses Geschwurbel nervt. Was mir fehlt sind klar eruierte und fundierte, realistische Ziele und SMART Targets. Deutschland darf auch gerne mal ein bisschen auf den Tisch hauen. Die Wirtschaft muss gefordert und gefördert werden. Man darf auch mal „unbequem“ und „unbeliebt“ sei, ohne seine Grundhaltung aufzugeben. Der Mittelstand muss entbürokratisiert werden. Und (so abgedroschen das klingt): „Leistung muss sich wieder lohnen“. Von mir aus viel weniger, aber dafür deutlich effizienterer Staat. Der muss lenken und steuern, aber nicht Auffabgbecken für alle sein.
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!
    • Buccaneer schrieb:

      Jetzt macht Altmaier auch noch Werbung für AKK. Wie deutlich soll ein “Weiter so Angie 2.0” Aufruf eigentlich noch werden :S
      Man will ja SPD und Grünen weiterhin Stimmen abjagen....
      Ist die totale Ausrottung der SPD vllt der Masterplan dahinter?
      Haben Altmaier, Günther, Reul und Konsorten wirklich den Einfluss? Sollte Merz das Morgen wirklich wuppen, empfehle ich mal ne Biografie von Sulla zu lesen um anschliessend die notwendigen Proskriptionen in die Wege leiten. Nun ist Blödheit ja zum Glück noch nicht strafbar, dies Land wäre ja sonst ein einziger Knast, aber manchmal juckt es doch gewaltig in den Fingern. Gestern Blüm bei Maischberger gesehen und mit einem Gebet ins Bett gegangen in 20 Jahren nicht so einen Unsinn öffentlich zu erzählen.

      Wenn Schäuble, so ein Teil der Medien, Merz als späte Rache für die Schmach durch Angela sehen, dann ist der Auftritt von Nobby seine späte Rache an Merz wegen der Niederlage Anfang der Nullerjahre. Die Partei und deren führenden Köpfe damals, Merkel und Merz, haben ihn ja ziemlich verächtlich gemacht, was ich nebenbei damals schon grenzwertig fand.
    • Chicago schrieb:

      Hamburg Broncos schrieb:

      Von den Befürwortern eines Rechtsrucks innerhalb der CDU würde ich gerne wissen, bei welchen politischen Fragen die CDU wieder weiter nach rechts rücken muss? Flüchtlingspolitik? Homoehe? Energiewende? Mindestlohn?
      Was genau erwartet man sich inhaltlich davon?
      Rechtsruck? Für was steht denn die CDU heute noch? Beliebigkeit fällt mir da spontan ein. Man musste die CDU früher weissgott nicht gern haben, aber man wußte wenigstens was drin war. Wem das nicht gefiel, wählte halt die SPD oder FDP.
      Man kann jetzt lange darüber streiten, welcher Kurs denn der Richtige ist, aber Angies Aufsaugen von Themen jenseits der CDU beschert uns doch aktuell die bekannten Ergebnisse. Die CDU ist auf dem besten Wege, die SPD zu kopieren. All die Versuche durch Aufgabe konservativer Positionen im urbanen Millieu zu punkten, haben jetzt zu wieviel CDU-Bürgermeistern in den großen Städten geführt?

      Wenn man das Ergebnis betrachtet, das Gelbe vom Ei war es nun wahrlich nicht.


      Die bayrischen LTW haben doch aber gezeigt, dass man mit konservativer bis deutschnationaler Politfolklore heutzutage auch keine Wahlen mehr gewinnen kann.

      Die Union steckt hier m. E. in einem Dilemma. Sie kann den einen Teil ihrer potenziellen Wählerschaft nicht mehr ansprechen, ohne den anderen vor den Kopf zu stoßen.
    • Chicago schrieb:

      Rechtsruck?
      Man kann es auch gerne Rückkehr zu konservativeren oder auch wirtschaftsliberaleren Positionen nennen, falls das Wort Rechtsruck zu negativ konnotiert ist.

      Chicago schrieb:

      Für was steht denn die CDU heute noch? Beliebigkeit fällt mir da spontan ein.
      Das ist ein Stück weit aber auch ein Problem der langjährigen großen Koalition. Wenn die Regierung handlungsfähig bleiben will, muss sie zum Konsens bereit sein. Das hat zwangsläufig zu einer Annäherung von SPD und CDU geführt. Beiden Parteien hat es letztendlich enorm geschadet. Daher halte ich grundsätzlich große Koalitionen für problematisch, wenn sich die größten Parteien zu stark annähern müssen und es scheinbar keine Unterschiede mehr gibt. Ideologisch und programmatisch sind die Unterschiede zwischen CDU und SPD immer noch deutlich, aber realpolitisch verschwimmen sie zusehends durch den Zwang der Zusammenarbeit. Gefühlt erhält man so eben immer Kompromisslösungen, die keinen wirklich zufrieden stellen. Aber kann man diesen Eindruck der Beliebigkeit letztlich Merkel oder AKK vorwerfen?

      Letztlich sieht man an dieser Wahl, dass sich die CDU ein Stückweit in zwei Lager aufteilt: eine liberale Mitte-Fraktion um AKK, Altmeyer, Laschet, Günther etc. und eine konservative Mitte-Rechts Fraktion um Merz, Spahn,Schäuble, Klöckner etc. Einem neuen Parteivorsitzenden müsste es gelingen, diese Lager unter einen Hut zu bringen und zu einen. Dass in einer Volkspartei nicht alle einer Meinung sein können, ist klar, aber eine Spaltung muss eben auch verhindert werden.

      Buccaneer schrieb:

      Was mir fehlt sind klar eruierte und fundierte, realistische Ziele und SMART Targets.
      Eine Vision der Politik fehlt mir unter Merkel auch. Aber woran erkennt man, dass diese unter Merz eher vorhanden wäre als unter AKK?

      AKK hängt letztlich der Makel an, dass man ihr leicht vorwerfen kann, dass sich gegenüber Merkel nichts ändern würde. Ob dies dann wirklich so wäre, lässt sich jedoch schwer beurteilen, da nach der nächsten Wahl dann (hoffentlich) auch eine andere Koalition im Amt wäre.

      Da ich nicht CDU Funktionär oder Mitglied bin (auch keiner anderen Partei) bewerte ich aber auch nicht aus der Perskektive "was wäre am besten für die CDU", sondern "was wäre am besten für die Menschen in diesem Land", da am Wochenende mit hoher Wahrscheinlichkeit der/die nächste Kanzler/in der Bundesrepublik gewählt wird.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hamburg Broncos ()

    • Hamburg Broncos schrieb:

      Chicago schrieb:

      Rechtsruck?
      Man kann es auch gerne Rückkehr zu konservativeren oder auch wirtschaftsliberaleren Positionen nennen, falls das Wort Rechtsruck zu negativ konnotiert ist.

      Chicago schrieb:

      Für was steht denn die CDU heute noch? Beliebigkeit fällt mir da spontan ein.
      Das ist ein Stück weit aber auch ein Problem der langjährigen großen Koalition. Wenn die Regierung handlungsfähig bleiben will, muss sie zum Konsens bereit sein. Das hat zwangsläufig zu einer Annäherung von SPD und CDU geführt. Beiden Parteien hat es letztendlich enorm geschadet. Daher halte ich grundsätzlich große Koalitionen für problematisch, wenn sich die größten Parteien zu stark annähern müssen und es scheinbar keine Unterschiede mehr gibt. Ideologisch und programmatisch sind die Unterschiede zwischen CDU und SPD immer noch deutlich, aber realpolitisch verschwimmen sie zusehends durch den Zwang der Zusammenarbeit. Gefühlt erhält man so eben immer Kompromisslösungen, die keinen wirklich zufrieden stellen. Aber kann man diesen Eindruck der Beliebigkeit letztlich Merkel oder AKK vorwerfen?
      Letztlich sieht man an dieser Wahl, dass sich die CDU ein Stückweit in zwei Lager aufteilt: eine liberale Mitte-Fraktion um AKK, Altmeyer, Laschet, Günther etc. und eine konservative Mitte-Rechts Fraktion um Merz, Spahn,Schäuble, Klöckner etc. Einem neuen Parteivorsitzenden müsste es gelingen, diese Lager unter einen Hut zu bringen und zu einen. Dass in einer Volkspartei nicht alle einer Meinung sein können, ist klar, aber eine Spaltung muss eben auch verhindert werden.

      Buccaneer schrieb:

      Was mir fehlt sind klar eruierte und fundierte, realistische Ziele und SMART Targets.
      Eine Vision der Politik fehlt mir unter Merkel auch. Aber woran erkennt man, dass diese unter Merz eher vorhanden wäre als unter AKK?
      AKK hängt letztlich der Makel an, dass man ihr leicht vorwerfen kann, dass sich gegenüber Merkel nichts ändern würde. Ob dies dann wirklich so wäre, lässt sich jedoch schwer beurteilen, da nach der nächsten Wahl dann (hoffentlich) auch eine andere Koalition im Amt wäre.

      Da ich nicht CDU Funktionär oder Mitglied bin (auch keiner anderen Partei) bewerte ich aber auch nicht aus der Perskektive "was wäre am besten für die CDU", sondern "was wäre am besten für die Menschen in diesem Land", da am Wochenende mit hoher Wahrscheinlichkeit der/die nächste Kanzler/in der Bundesrepublik gewählt wird.
      Absolut. Die Frage steht über allem. Und da traue ich AKK halt überhaupt nichts zu. Die ist in ihrer Partei (teilweise über Quote) hochgejubelt worden für die Verwaltung eines „Bundeslandes“, welches weniger Einwohner als Köln hat. Dazu der ganze Parteifilz. Wäre sie wirklich so „Anti-Merkel“ wie sie sich jetzt gibt, wäre sie nie so nah an jene rangelangt. Natürlich ist Merz auch ein furchtbarer Egomane und Narzisst, aber dem würde ich zumindest eine Härte zutrauen, auch durch stürmischen Gegenwind den Kurs zu halten, ohne ständig allen gefallen zu müssen.
      So sehr man über Schröder heute flucht: die Agenda 2010 war nicht perfekt, aber absolut notwendig. Wohin das bei anderen Ländern geführt hat, die diesen Schritt verpasst haben , sieht man aktuell in Frankreich.
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!
    • Buccaneer schrieb:

      So sehr man über Schröder heute flucht: die Agenda 2010 war nicht perfekt, aber absolut notwendig. Wohin das bei anderen Ländern geführt hat, die diesen Schritt verpasst haben , sieht man aktuell in Frankreich.
      An dieser Frage scheiden sich ja bis heute die Geister. Der tatsächliche Beitrag der Hartz-Reformen zum darauf folgenden und (mit Ausnahme der Finanzkrise) bis heute anhaltenden Aufschwung ist schwierig zu messen. Grundsätzlich denke ich aber auch, dass die Reformen einen nicht unerheblichen Beitrag zur Erholung des Arbeitsmarktes geleistet haben. Nichtsdestotrotz gab es mit Hartz4 auch viele Verlierer (Langzeitarbeitslose, Leiharbeiter usw.) So nötig diese Reformen auch gewesen sein mögen, kommunikativ (und zum Teil auch in der Umsetzung) waren sie ein Desaster von dem sich die SPD bis heute nicht mehr erholen konnte.

      Frankreich bräuchte meiner Meinung nach auch zwingend eine Reform des Arbeitsmarktes und des Rentensystems. Das Land ist jedoch völlig unregierbar geworden. Selbst bei vermeintlich kleinen Reformen legen Demonstranten das ganze Land lahm. Gerade die politischen Ränder sind in Frankreich noch viel stärker radikalisiert als in Deutschland und schrecken vielfach vor nichts (nicht einmal Gewalt) zurück. Auch wenn die deutsche Konsensdemokratie zum Teil lähmend wirkt, können wir uns doch glücklich schätzen keine französischen Verhältnisse zu haben. Beispielsweise die Anhebung des Rentenalters dürfte in Frankreich irgendwann unausweichlich sein, aber gegen die Macht von Extremer Rechter und Linker und auch der Gewerkschaften einfach nicht umsetzbar. Auf Frankreich sehe ich schwere Zeiten zukommen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hamburg Broncos ()

    • Hamburg Broncos schrieb:

      Man kann es auch gerne Rückkehr zu konservativeren oder auch wirtschaftsliberaleren Positionen nennen, falls das Wort Rechtsruck zu negativ konnotiert ist.
      Das große Problem der CDU ist doch ähnlich wie das der SPD. Die SPD hat für Hartz IV viel Applaus bekommen. Allerdings von Leuten die sie nie dafür wählen würden. Selbes gilt doch für die Regierungsjahre spätestens ab 2010 für Merkel. Die CDU bzw. Merkel bekommt Applaus von Leuten die am Wahltag dann doch lieber die Grünen/links wählen. Wenn die TAZ anfängt zu weinen (überspitzt gesagt) weil Merkel geht, dann stimmt doch etwas grundsätzlich mit der Ausrichtung der CDU nicht. Da geht es dann nicht um einzelne Themen sondern eher um das große Ganze. Das kann auch auf Dauer nicht gut für das Parteienspektrum sein.


      Merkels Politik ist an Umfragen ausgerichtet. bestes Beispiel ist doch die Energiewende. Ich will es jetzt gar nicht inhaltlich diskutieren,aber von einer Kanzlerin erwarte ich Führungsstärke. Ich kann nicht knapp 5 Monate zuvor den Ausstieg vom Ausstieg beschließen (aus inhaltlicher Überzeugung) und 5 Monate später das Gegenteil tun. Da muss ich auch mal im Zweifel mein Amt riskieren. Das ist dann in der Tat der Riesen Unterschied zu Schröder.

      Hamburg Broncos schrieb:

      Letztlich sieht man an dieser Wahl, dass sich die CDU ein Stückweit in zwei Lager aufteilt: eine liberale Mitte-Fraktion um AKK, Altmeyer, Laschet, Günther etc. und eine konservative Mitte-Rechts Fraktion um Merz, Spahn,Schäuble, Klöckner etc. Einem neuen Parteivorsitzenden müsste es gelingen, diese Lager unter einen Hut zu bringen und zu einen. Dass in einer Volkspartei nicht alle einer Meinung sein können, ist klar, aber eine Spaltung muss eben auch verhindert werdenNa
      Das war die CDU war aber schon immer so. Das ist ja auch das normale das es in einer Volkspartei verschiedene Strömungen gibt. Merkel hat es nur nie verstanden, diese Strömungen im Einklang zu bringen. Der Flügel um Altmeier (wobei der für keinen Flügel steht, sondern einfach nur ein klassischer AXXXkriecher ist) war in den letzten Jahren in der Union viel zu dominant. Auf Dauer geht das nicht gut. Der junge Kohl hat es gut verstanden diese Strömungen (Blüm, A .Dregger) in Einklang zu bringen.Merkel nie.


      AlexSmith schrieb:

      Die bayrischen LTW haben doch aber gezeigt, dass man mit konservativer bis deutschnationaler Politfolklore heutzutage auch keine Wahlen mehr gewinnen kann.
      Mal unabhängig davon das ich mit den Begriffen nix anfangen kann. Wieso haben die bayrischen Landtagswahlen das gezeigt?

      a) die CSU hat ein für ihre Verhältnisse katastrophales Ergebnis eingefahren, allerdings sind 37-38 % immer noch was worüber sich die meisten CDU MP mit der Sänfte über ihren Parteitag tragen lassen würden
      b) innerhalb des Spektrums (mitte-rechts, mitte-links) gabs in Bayern keinerlei bzw. max. marginale Verschiebungen
      c) SPD Wähler sind zu den Grünen gewandert
      d) Ehemalige CSU Wähler , die von Seehofers Still & Ankündigungen die Schnauze voll hatten und "anständig" sind zu den FW gegangen . der Rest zur AFD.


      Meine Prognose für heute ist übrigens 60 zu 40 für AKK.
      Gäbe es ne Mitgliederbefragung wäre es m.E. umgekehrt.
      Fire E & E
    • Aktuell muss man sich ja fast schon fragen, was "danach" passiert.
      Der Gewinner (ich denke es wird AKK mit 55-45) muss auf jeden Fall 50% der Partei irgendwie einfangen.

      Lustigerweise ist die CDU in den jüngsten Umfragen gerade mächtig gestiegen. Wird auch ein Zeichen, in welche Richtung das ab morgen geht.



      DPA schrieb:

      Beobachter: Riss in der CDU wird sowieso tiefer


      Realisten unter den Delegierten halten eine Vertiefung des Risses dennoch fast für unausweichlich - zwischen jenen, die sich einen kompletten Neustart mit Merz wünschen und anderen, die sich von AKK zwar Erneuerung und Offenheit für Debatten, aber keine völlige Abkehr von der Ära Merkel wünschen.
      Es werde darauf ankommen, ob es AKK gelinge, Brücken zu bauen - selbst wenn ein Teil der Merz-Anhänger nicht darüber gehen wolle, sagen ihre Unterstützer.
      Aus dem Merz-Lager war indes eine eindeutige Ansage zu hören: "Wir brauchen keine Mediation, sondern jemanden, der klar führt. Die Menschen wollen jemanden haben, der klar weiß, wo es hingeht." Gehe Merz als Verlierer aus dem Parteitag hervor, werde es viele wohl nicht mehr in der CDU halten.
      THIS.

      Dann kann der Rest eigentlich mit dem Rest der SPD eine kleine neue "Einheitspartei" gründen
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Buccaneer ()

    • Mile High 81 schrieb:

      Merkels Politik ist an Umfragen ausgerichtet. bestes Beispiel ist doch die Energiewende. Ich will es jetzt gar nicht inhaltlich diskutieren,aber von einer Kanzlerin erwarte ich Führungsstärke. Ich kann nicht knapp 5 Monate zuvor den Ausstieg vom Ausstieg beschließen (aus inhaltlicher Überzeugung) und 5 Monate später das Gegenteil tun. Da muss ich auch mal im Zweifel mein Amt riskieren. Das ist dann in der Tat der Riesen Unterschied zu Schröder.
      Das war doch genau das Problem. Konservativ bedeutet für mich auch, das man gewisse Vorstellungen hat und diese auch vertritt. Diese Fähnchen im Wind Politik ist zum k...


      Buccaneer schrieb:

      Der Gewinner (ich denke es wird AKK mit 55-45) muss auf jeden Fall 50% der Partei irgendwie einfangen.
      Das glaube ich nicht. Die CDU ist jetzt nicht auf einmal eine Rebellenpartei geworden. Sie werden dem oder der neuen Vorsitzenden folgen. Wie immer halt.

      Wenn AKK gewinnt, was zu befürchten ist, dann wird die Erosion der Volksparteien weiter gehen. Merz ist sicherlich kein Traumkandidat aber ich finde er steht für ein konservatives Profil. Und lieber verliert man mal eine Landtagswahl als ständig nur auf Sicht zu regieren. Dieses Land braucht einfach mal wieder große Ideen und Reformen.
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
    • Ausbeener schrieb:

      Mile High 81 schrieb:

      Merkels Politik ist an Umfragen ausgerichtet. bestes Beispiel ist doch die Energiewende. Ich will es jetzt gar nicht inhaltlich diskutieren,aber von einer Kanzlerin erwarte ich Führungsstärke. Ich kann nicht knapp 5 Monate zuvor den Ausstieg vom Ausstieg beschließen (aus inhaltlicher Überzeugung) und 5 Monate später das Gegenteil tun. Da muss ich auch mal im Zweifel mein Amt riskieren. Das ist dann in der Tat der Riesen Unterschied zu Schröder.
      Das war doch genau das Problem. Konservativ bedeutet für mich auch, das man gewisse Vorstellungen hat und diese auch vertritt. Diese Fähnchen im Wind Politik ist zum k...

      Buccaneer schrieb:

      Der Gewinner (ich denke es wird AKK mit 55-45) muss auf jeden Fall 50% der Partei irgendwie einfangen.
      Das glaube ich nicht. Die CDU ist jetzt nicht auf einmal eine Rebellenpartei geworden. Sie werden dem oder der neuen Vorsitzenden folgen. Wie immer halt.
      Wenn AKK gewinnt, was zu befürchten ist, dann wird die Erosion der Volksparteien weiter gehen. Merz ist sicherlich kein Traumkandidat aber ich finde er steht für ein konservatives Profil. Und lieber verliert man mal eine Landtagswahl als ständig nur auf Sicht zu regieren. Dieses Land braucht einfach mal wieder große Ideen und Reformen.
      Ich bin der festen Überzeugung mit einer wirtschaftfreundlichen,realistischen, digitalen, dabei aber auch nachhaltigen und umweltbewussten Politik würde man in diesem Land hier genug Mehrheiten erzielen, um sicher zu regieren.
      Schwarz-grün-konservativ.
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!
    • Ausbeener schrieb:

      Mile High 81 schrieb:

      Merkels Politik ist an Umfragen ausgerichtet. bestes Beispiel ist doch die Energiewende. Ich will es jetzt gar nicht inhaltlich diskutieren,aber von einer Kanzlerin erwarte ich Führungsstärke. Ich kann nicht knapp 5 Monate zuvor den Ausstieg vom Ausstieg beschließen (aus inhaltlicher Überzeugung) und 5 Monate später das Gegenteil tun. Da muss ich auch mal im Zweifel mein Amt riskieren. Das ist dann in der Tat der Riesen Unterschied zu Schröder.
      DaDieses Land braucht einfach mal wieder große Ideen und Reformen.
      ich finde deinen Beitrag sehr gut. Bei deinem letzten Satz störe ich mich aber. Worauf begründet sich die notwendigkeit für "grosse Ideen"?
    • Adi schrieb:

      Ausbeener schrieb:

      Mile High 81 schrieb:

      Merkels Politik ist an Umfragen ausgerichtet. bestes Beispiel ist doch die Energiewende. Ich will es jetzt gar nicht inhaltlich diskutieren,aber von einer Kanzlerin erwarte ich Führungsstärke. Ich kann nicht knapp 5 Monate zuvor den Ausstieg vom Ausstieg beschließen (aus inhaltlicher Überzeugung) und 5 Monate später das Gegenteil tun. Da muss ich auch mal im Zweifel mein Amt riskieren. Das ist dann in der Tat der Riesen Unterschied zu Schröder.
      DaDieses Land braucht einfach mal wieder große Ideen und Reformen.
      ich finde deinen Beitrag sehr gut. Bei deinem letzten Satz störe ich mich aber. Worauf begründet sich die notwendigkeit für "grosse Ideen"?
      Findest du das es gut läuft in Deutschland wenn es Kinder und Altersarmut gibt? Wenn Menschen nach 45 Jahren Arbeit nicht von ihrer Rente leben können? Wenn bezahlbarer Wohnraum fehlt? Ich finde Reformen sind über über überfällig
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
    • Adi schrieb:

      Ausbeener schrieb:

      Mile High 81 schrieb:

      Merkels Politik ist an Umfragen ausgerichtet. bestes Beispiel ist doch die Energiewende. Ich will es jetzt gar nicht inhaltlich diskutieren,aber von einer Kanzlerin erwarte ich Führungsstärke. Ich kann nicht knapp 5 Monate zuvor den Ausstieg vom Ausstieg beschließen (aus inhaltlicher Überzeugung) und 5 Monate später das Gegenteil tun. Da muss ich auch mal im Zweifel mein Amt riskieren. Das ist dann in der Tat der Riesen Unterschied zu Schröder.
      DaDieses Land braucht einfach mal wieder große Ideen und Reformen.
      ich finde deinen Beitrag sehr gut. Bei deinem letzten Satz störe ich mich aber. Worauf begründet sich die notwendigkeit für "grosse Ideen"?
      Indem man alles unter die Frage stellt:

      Welche Rolle soll Deutschland im Jahr 2030 spielen?

      Wenn man Demographie, Ressourcen, Finanzen, Prozesse, Systeme usw usw alles mal einer kritischen Analyse unterzieht, dann wird man daraus sicherlich einige Szenarien entwickeln können, aus denen man dann eine Strategie entwickelt.

      - Will man den kompletten Umstieg auf E-Mobilität. Wenn ja, bis wann. Welche Infrastruktur benötige ich dafür. Staatlich oder privatisiert
      - Wann erfolgt das Ende des Braunkohleabbaus? Welche Konsequenzen resultieren daraus? Welche Sicherungsmaßnahmen sind dafür notwendig
      - Wie bleibt Deutschland aufgrund von Ressourcenmangel führend in Technologie und Wissenschaft? Welche Faktoren sind dafür entscheidend? Welche Ziele sind realistisch?
      - Wie lange ist das rentensystem in der aktuellen Form noch tragbar. Wlche Veränderungen sind ggf nötig?
      - Wer sollen zukünftig unsere Partner sein? Welche Rolle soll Deutschland in Europa spielen?
      ...
      ..
      .

      Das muss jedes Unternehmen ständig und stetig. Und das muss man doch auch von einer Regierung erwarten
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!
    • (Alters-)Armut, immer schlechtere Infrastruktur, digitale Rückständigkeit, verschleppte Energiewende, Wohnraum. Es ist nicht so, dass es an dringendem Reformbedarf mangelt. Wenn sich irgendeine Regierungspartei endlich mal auf diese Themen konzentrieren könnte, statt jahrelang dem Hirngespinst hinterherzulaufen, dass die Zahl an Geflüchteten dieses Land vor unlösbare Schwierigkeiten stellt, wäre ich sehr dankbar.
    • für fast alles reichen entweder Reformen oder die grossen Ideen aus der Vergangenheit in die Tat umzusetzen (energiewende).

      Da wo am wahrscheinlichsten ein grosse Idee benötigt werden würde, und den Punkt hast du sogar genannt, ist die Rentenfinanzierung.
    • Adi schrieb:

      für fast alles reichen entweder Reformen oder die grossen Ideen aus der Vergangenheit in die Tat umzusetzen (energiewende).

      Da wo am wahrscheinlichsten ein grosse Idee benötigt werden würde, und den Punkt hast du sogar genannt, ist die Rentenfinanzierung.
      Mal im Ernst: in der Energiewende gibt es doch alles....außer einen Plan!

      Da werden irgendwelche Fantasiezahlen hin und her geschoben, dann wieder Entscheidungen revidiert, vertagt und was auch immer.
      Eben Geschwurbel!

      Das gleiche mit dem Bullshit mit den "Fahrverboten" jetzt.
      JA, alle können sich sicherlich auf eine Verbesserung von CO2, Feinstaub etc verständigen. JA, die Autoindustrie darf da auch nicht länger mit Samthandschuhen angepackt werden! JA, wenn der deutsche Diesel fahren will, dann muss er halt damit leben, einen zusätzlichen AdBlue Tank zu füllen.

      ABER: man darf sich auch mal mit Vertretern der Industrie und Wissenschaft zusammensetzen und diskutieren, was realistisch ist und was nicht. Und man darf einen Plan auch mal adjustieren. und nein, nur weil es in Stuttgart irgendwo eine Grenzüberschreitung gibt, muss ich nicht Halle/Saale komplett absperren.
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!
    • Buccaneer schrieb:

      Mal im Ernst: in der Energiewende gibt es doch alles....außer einen Plan!
      Es gab einen, bis man erst einen Rückzieher machte um dann einen Rückzieher vom Rückzieher zu machen. Man könnte da schon viel, viel weiter sein wenn man das damals konsequent durchgezogen hätte - aber nein, schwarz-gelb wollten ja unbedingt zurück in die Vergangenheit. Und jetzt kurz vor Toreschluss bekommt man Panik. Das ist halt die Menschheit - bevor es keinen Oops gibt (in dem Fall gab es einen in Fukushima - zum Glück weit weit weg), gibt es auch keine Gründe etwas zu ändern. Nur wie groß das 'Oops' ausfällt ...

      Buccaneer schrieb:

      ABER: man darf sich auch mal mit Vertretern der Industrie und Wissenschaft zusammensetzen und diskutieren, was realistisch ist und was nicht. Und man darf einen Plan auch mal adjustieren. und nein, nur weil es in Stuttgart irgendwo eine Grenzüberschreitung gibt, muss ich nicht Halle/Saale komplett absperren.
      Die Politik ist aber kein verlängerter Arm der Wirtschaft - oder zumindest sollte sie keiner sein. Genau das steigert doch den Politikverdruss. Man leckt den großen Konzernen fein das Gemächt und die Steuerzahler dürfen dafür regelmäßig büßen. Man muss an dieser Stelle auch mal mit der Faust auf den Tisch hauen können, ansonsten tanzen einem die Wirtschaftsbosse jahrelang auf der Nase. Und denen ist doch egal wieviel Menschenleben das kostet, so lange ihre Bilanz am Ende stimmt. Wieviele Konzerne denken denn länger als ein paar Jahre voraus? Heute das große Fressen und die Moral ... die kann jemand anderes ausbaden.

      Wie hat es Professor Lesch so richtig ausgedrückt: Mit Naturgesetzen kann man nicht verhandeln. Wenn ich Feinstaub in die Atmosphäre blase, dann hat das Folgen. Wenn ich Kohle verheize, dann hat das Folgen. Schwerwiegende Folgen. Nur interessiert das heute keinen, weil der Blick immer nur auf den nächsten Kontoauszug gerichtet ist. Und wenn dann das 'oops' kommt, dann ist es meistens zu spät.
      "If Football doesn't work out behind the center, he is gonna be one heck of a football coach.
      And I wouldn't want to play against his team!"
      Jon Gruden on Kellen Moore - QB Camp 2012
    • Es war schon amüsant gerade zu sehen, wie deutlich und subtil zugleich Merkel versucht hat, eine Empfehlung auszusprechen. Einerseits betonen, dass die CDU 2018 nicht mehr die CDU 2000 ist und es nichts bringt, in die Vergangenheit zu schaue, andererseits die Wichtigkeit der Landtagswahlsiege von AKK und Daniel Günther hervorheben. So parteiisch, wie es ihr wohl gerade möglich war.
    • aikman schrieb:

      Buccaneer schrieb:

      Mal im Ernst: in der Energiewende gibt es doch alles....außer einen Plan!
      Es gab einen, bis man erst einen Rückzieher machte um dann einen Rückzieher vom Rückzieher zu machen. Man könnte da schon viel, viel weiter sein wenn man das damals konsequent durchgezogen hätte - aber nein, schwarz-gelb wollten ja unbedingt zurück in die Vergangenheit. Und jetzt kurz vor Toreschluss bekommt man Panik. Das ist halt die Menschheit - bevor es keinen Oops gibt (in dem Fall gab es einen in Fukushima - zum Glück weit weit weg), gibt es auch keine Gründe etwas zu ändern. Nur wie groß das 'Oops' ausfällt ...

      Buccaneer schrieb:

      ABER: man darf sich auch mal mit Vertretern der Industrie und Wissenschaft zusammensetzen und diskutieren, was realistisch ist und was nicht. Und man darf einen Plan auch mal adjustieren. und nein, nur weil es in Stuttgart irgendwo eine Grenzüberschreitung gibt, muss ich nicht Halle/Saale komplett absperren.
      Die Politik ist aber kein verlängerter Arm der Wirtschaft - oder zumindest sollte sie keiner sein. Genau das steigert doch den Politikverdruss. Man leckt den großen Konzernen fein das Gemächt und die Steuerzahler dürfen dafür regelmäßig büßen. Man muss an dieser Stelle auch mal mit der Faust auf den Tisch hauen können, ansonsten tanzen einem die Wirtschaftsbosse jahrelang auf der Nase. Und denen ist doch egal wieviel Menschenleben das kostet, so lange ihre Bilanz am Ende stimmt. Wieviele Konzerne denken denn länger als ein paar Jahre voraus? Heute das große Fressen und die Moral ... die kann jemand anderes ausbaden.
      Wie hat es Professor Lesch so richtig ausgedrückt: Mit Naturgesetzen kann man nicht verhandeln. Wenn ich Feinstaub in die Atmosphäre blase, dann hat das Folgen. Wenn ich Kohle verheize, dann hat das Folgen. Schwerwiegende Folgen. Nur interessiert das heute keinen, weil der Blick immer nur auf den nächsten Kontoauszug gerichtet ist. Und wenn dann das 'oops' kommt, dann ist es meistens zu spät.
      Es muss aber auch nicht immer ein Kampf "Wir gegen die" sein.
      Wenn ich der Wirtschaft völlig unrealistische Ziele setze, kann ich mich nachher auch nicht beklagen, wenn ich nicht den Output bekomme, den ich mir vorgestellt habe.
      Vielleicht versucht man einfach mal gemeinsam etwas zu erarbeiten....
      Dabei würde es schon helfen, ein nicht ganz so düsteres Bild von Wirtschaftsbossen zu zeichnen
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!
    • Wenn man freundlich mit der Wirtschaft spricht kommt das dabei raus was wir jetzt beim Dieselskandal erleben. Man wird am Nasenring durch die Manege gezogen. Ich hab nix gegen Zusammenarbeit aber dann auf Augenhöhe und mit klaren Absprachen. Wobei ich da bei keinem Kandidaten Hoffnung habe das sich was ändert. Aber dann auch nicht beschweren wenn die AfD 15 Prozent oder mehr hat
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
    • Buccaneer schrieb:

      Adi schrieb:

      für fast alles reichen entweder Reformen oder die grossen Ideen aus der Vergangenheit in die Tat umzusetzen (energiewende).

      Da wo am wahrscheinlichsten ein grosse Idee benötigt werden würde, und den Punkt hast du sogar genannt, ist die Rentenfinanzierung.

      ABER: man darf sich auch mal mit Vertretern der Industrie und Wissenschaft zusammensetzen und diskutieren, was realistisch ist und was nicht. Und man darf einen Plan auch mal adjustieren. und nein, nur weil es in Stuttgart irgendwo eine Grenzüberschreitung gibt, muss ich nicht Halle/Saale komplett absperren.
      Also der nächste Dieselgipfel ist doch immer allerfurzelang. Gesprochen und Verhandelt wird! Und Merkel ist einmal extra nach Brüssel gereist, um einen bereits von allen Parteien abgestimmtes Gesetz zu Reduzierung von irgendwelchen Grenzwerten, wenn schon nicht zu kippen, wenigstens um ein Jahr hinausverschieben.
      Aber die hiesige Autoindustrie soll noch nach erfüllbaren Grenzwerten gebrieft werden ? C'mon. Da können wir genauso dem Fuchs fragen, wie er den Hühnerstall bewachen soll, während Audi, VW und Co. weiter tricksen und ihren zigsten Tonner auf die Reifen stellen, welcher kaum mehr in ne Standardgarage oder auf einen Tiefgaragenstellplatz passt.
    • Benutzer online 2

      2 Besucher