Bundestagswahl 2017 / Aktuelle Bundespolitik

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    • iceweasel schrieb:

      Naja, gibt und gab schon deutlich schlimmere Regime als die DDR
      was nichts daran ändert das die DDR in sich ein Unrechtsstaat war,was schlimmeres findet man immer :hinterha: nur weil es da in der Geschichte und auch heute noch ein paar schlimmere Regime gab oder gibt ändert das für mich nichts das die DDR eine Diktatur und für mich auch ein kompletter Unrechtsstaat war
    • Honka schrieb:

      iceweasel schrieb:

      Naja, gibt und gab schon deutlich schlimmere Regime als die DDR
      was nichts daran ändert das die DDR in sich ein Unrechtsstaat war,was schlimmeres findet man immer :hinterha: nur weil es da in der Geschichte und auch heute noch ein paar schlimmere Regime gab oder gibt ändert das für mich nichts das die DDR eine Diktatur und für mich auch ein kompletter Unrechtsstaat war
      War auch nur zur Hälfte ernstgemeint ;) :bier:
      Ich stimme dir ja zu, dass die DDR ein Unrechtsstaat war, habe nur, vor allem mit Sicht auf die Opfer anderer Regime, etwas Bauchschmerzen, die DDR als die Personifikation des Bösen zu sehen. Damit will ich in keinster Weise diese Diktatur verteidigen oder relativieren. Ich kann nicht verstehen, wieso manche Menschen solche Probleme haben ein System als das zu bezeichnen, was es war/ist.
    • iceweasel schrieb:

      die DDR als die Personifikation des Bösen zu sehen
      da würden dir politische Häftlinge die damals eingesessen haben vehement widersprechen,für die war die DDR das absolut böse.klar aus dem Blickwinkel eines nicht betroffenen von heute gab es da schon um einiges schlimmeres in der Geschichte

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    • Honka schrieb:

      iceweasel schrieb:

      die DDR als die Personifikation des Bösen zu sehen
      da würden dir politische Häftlinge die damals eingesessen haben vehement widersprechen,für die war die DDR das absolut böse.klar aus dem Blickwinkel eines nicht betroffenen von heute gab es da schon um einiges schlimmeres in der Geschichte
      Klar, und wie gesagt, ich möchte hier nichts schönreden oder ähnliches. Es bringt auch nichts Unheil gegeneinander aufzurechnen.
    • Honka schrieb:

      AlexSmith schrieb:

      "Unrechtsstaat" für die DDR
      was soll die DDR sonst gewesen sein :madness wenn die DDR kein Unrechtsstaat war dann gab es nie welche

      Ich habe kein Problem damit, wenn du die DDR als Unrechtsstaat bezeichnest, auch wenn ich den Begriff in einer wissenschaftlichen Arbeit nicht verwenden, sondern von SED-Diktatur, SED- und Stasi-Staat und DDR-Unrecht sprechen würde.

      Aber darum ging es hier gar nicht, sondern um das unmögliche Niveau des Bild-Kommentars, der Leuten, die den Begriff "Unrechtsstaat" anlehnen, pauschal Leugnung von Mauerregime und Überwachung zu unterstellen. Das ist einfach Quatsch.

      Es sei auch daran erinnert, dass der Begriff ursprünglich auf das NS-Regime gemünzt war und mit ihm auch immer eine Gleichsetzung von NS-Diktatur und SED-Diktatur mitschwingt.

      Ich finde den Begriff noch aus einem anderen Grund problematisch und unpräzise. Es gab Bereiche wie Gleichstellung der Frauen oder Sanktionierung von (männlicher Homosexualität), in denen die DDR-Gesetzgebung und Rechtspraxis fortschrittlicher als die westdeutsche war. In der DDR wurden Homosexuelle seit Ende der 1950er nicht mehr verurteilt, in Westdeutschland ist die juristische Verfolgung erst sehr viel später eingestellt worden. Das zeigt, wie problematisch der Begriff Unrechtsstaat ist.

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    • AlexSmith schrieb:

      der Leuten, die den Begriff "Unrechtsstaat" anlehnen,
      die Leute die den Begriff Unrechtsstaat ablehnen,da frage ich mich doch direkt warum ? Sympathien vielleicht ? oder ich habe mich ja damals ganz gut arrangiert und habe gar nicht so schlecht gelebt :rolleyes: weiß gar nicht was die Leute damit ein Problem haben die DDR als das zu bezeichnen was sie war
      schreiendes Unrecht wohin man schaute,man musste nur die Augen auf machen.habe 18 Jahre leben müssen in diesem Staat,für mich 18 gestohlene Jahre und meine Eltern die zu Kriegszeiten geboren sind wurde das halbe Leben geklaut.weil sie sich eben nicht arrangieren wollten mit dem System
      will mich da auch gar nicht um Begrifflichkeiten streiten,für mich war die DDR ein Verbrecherstaat und nichts anderes
    • Ich habe oben noch einen Absatz zur Problematik hinzugefügt.

      Ich bin ja bei dir, wenn du sagst, dass es - konkret in der Linkspartei - Leute gibt, die ein Problem mit der klaren Benennung von DDR-Unrecht haben. Das ist für mich ein Ausschlussgrund, diese Partei zu wählen. Allerdings kann ich nicht nachvollziehen, was dieses Festnageln auf einen so schwammigen Begriff wie "Unrechtsstaat" soll.

      SED-Diktatur oder SED- und Stasistaat decken Grenztote, Stasiüberwachung und Unterdrückung politischer Gegner sehr viel präziser ab und sind insgesamt sehr viel unumstrittener.
    • AlexSmith schrieb:

      konkret in der Linkspartei - Leute gibt, die ein Problem mit der klaren Benennung von DDR-Unrecht haben
      der Grund liegt doch auf der Hand,es sind Leute in der Linkspartei die in der DDR ganz gut gelebt haben oder selbst oder deren Eltern Karriere gemacht haben und dieser Zeit doch irgendwie nachtrauern.da kenne ich selbst auch einige ;( diese Leute gab es oder gibt es doch in jeder Diktatur und diejenigen tun sich dann besonders schwer mit deutlicher und offener Kritik am jeweiligen Regime
    • marduk667 schrieb:

      Seba89 schrieb:

      bild.de/politik/kolumnen/kolum…chland-65892526.bild.html

      Die Linke...mindestens genauso eine ******-Partei wie die AfD.

      bild.de/geld/mein-geld/mein-ge…sstaat-65884910.bild.html

      und die ach so liberalen Grünen sind auch zweimal vertreten...
      Gibt es da auch Links die nicht zur Bild gehen?
      WK.png
      KA.
      Ich bin bei FB durch nen Kommentar von Kubicki drauf gestoßen.
    • Adi schrieb:

      Historiker die die DDR als Rechtsstaat in der es zu viel Unrecht gekommen ist bezeichnen.
      so könnte man dann jede Diktatur bezeichnen,wo Willkür und Rechtlosigkeit herrschen kann niemals als Rechtsstaat bezeichnet werden.es sei denn man hat eine eigene Definition dafür,wo Menschen ohne jede Begründung von der Straße oder von zuhause weg geholt werden konnten und inhaftiert worden sind kann kein Rechtsstaat sein.
      man war dem System völlig ausgeliefert,auch wenn auf dem Papier was anderes stand hat es in der Praxis niemanden interessiert und man stand dem Ohnmächtig gegenüber

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    • Adi schrieb:

      Und es gibt gewiss nicht wenige Historiker die die DDR als Rechtsstaat in der es zu viel Unrecht gekommen ist bezeichnen.
      Könnte man mich mal in die generelle Richtung verweisen? (Autor, Quelle)
      Abenteuer les ich immer gerne.
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    • Honka schrieb:

      Buccaneer schrieb:

      Was ist das eigentlich für eine bescheuerte Diskussion und wem bringt die was?
      diese Frage könnte man dann aber bei so ziemlich jedem Thema stellen ;) aber von mir aus können wir das Thema jetzt auch beenden
      Diese Debatte kommt doch immer wieder aus dem "bürgerlich-konservativen" Lager, weil die bösen Linken genauso schlimm sind, wie die angeblich bösen Rechten aus der "bürgerlichen" Mitte (AFD, Werte-Union, Merz).
      "Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt ... Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen." - Arthur Schopenhauer
    • Buccaneer schrieb:

      Nennen wir es doch einfach "Failed State".
      Was ist das eigentlich für eine bescheuerte Diskussion und wem bringt die was?
      allzu irrelevant finde ich es nicht, wie die Nachfolgepartei der SED zur Geschichte der DDR steht und was die "sonstige Linke" so zu sagen hat zu einer historischen Manifestation ihrer Ideologie.

      Da könnte man sehr kritisch sein, so wie es der Nachkriegsgeneration im Westen (von den hochgelobten 68ern) zugemutet wurde. Wie ist der Sozialismus gescheitert? Wo ging er an der Realität vorbei, oder wo waren es menschliche Schwächen, die die Pervertierung zugelassen haben?
      Man diskutiert diese Sachen ja nicht im luftleeren Raum, aus irgendeiner ideologischen Gehässigkeit heraus. Es gab jede Menge Opfer und Täter.

      Man sollte innerhalb der (ideologischen und parteilichen) Linke den Eindruck eines "weiter so" vermeiden. In Thüringen standen mehrere Linke, mit mindestens fragwürdiger DDR-Historie zur Wahl. Sind das geläuterte Menschen, oder Leute, die nochmal in die gleiche Falle tappen würden, wenn man ihnen nochmal die Gelegenheit gibt?
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    • Doylebeule schrieb:

      Buccaneer schrieb:

      Nennen wir es doch einfach "Failed State".
      Was ist das eigentlich für eine bescheuerte Diskussion und wem bringt die was?
      allzu irrelevant finde ich es nicht, wie die Nachfolgepartei der SED zur Geschichte der DDR steht und was die "sonstige Linke" so zu sagen hat zu einer historischen Manifestation ihrer Ideologie.

      Richtig. Die Angelegenheit ist aber eigentlich zu Ernst, um sie zu solchen politischen Spielchen mit vorhersehbarem Ausgang und anschließender Bild-Kampagne zu missbrauchen.
    • damaster schrieb:

      weil die bösen Linken genauso schlimm sind
      wenn du die EX-SED linken oder ihre Handlanger wie man sie auch immer nennen will meinst,ja die waren schlimm aus persönlichen Erfahrungen meines Familien und Bekanntenkreises zu unangepassten :thdown: jede Diktatur ist auf ihre Weise schlimm,egal ob vermeintlich links oder rechts

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    • AlexSmith schrieb:

      Doylebeule schrieb:

      Buccaneer schrieb:

      Nennen wir es doch einfach "Failed State".
      Was ist das eigentlich für eine bescheuerte Diskussion und wem bringt die was?
      allzu irrelevant finde ich es nicht, wie die Nachfolgepartei der SED zur Geschichte der DDR steht und was die "sonstige Linke" so zu sagen hat zu einer historischen Manifestation ihrer Ideologie.
      Richtig. Die Angelegenheit ist aber eigentlich zu Ernst, um sie zu solchen politischen Spielchen mit vorhersehbarem Ausgang und anschließender Bild-Kampagne zu missbrauchen.
      Die Diskusion darüber, ob das hier eine Kampagne ist, oder eine nachvollziehbare Berichterstattung zu einem aufgeladenem Thema, die müssten wir erstmal führen. Viele Medien mit einer kritischen Distanz zu "links der Mitte" gibt es ja nicht in Deutschland. Da kann man sowohl bei der BILD, als auch bei den anderen ~2, immer von einer Kampagne reden. Und diese Diskusion artet dann auch schnell dahingehend aus, das eigentlich jedes Thema, was irgendwo von der Presse aufgenommen wird, auch eine Kampagne sein kann. Es ist ein sehr dünnes Eis auf das man sich da begeben will, wenn man so einer "Kampagne" ja auch einfach sachlich begegnen kann, wenn sie denn so eine offensichtliche Kampagne ist. Wenn man die Argumente einfach (und damit schnell) aus dem Weg räumen kann, dann überlegen es sich Kampagnenmacher üblicherweise ganz schnell mit ihrer Kampagne.

      "Das ist ne Kampagne" ist für mich zuallererst mal der Verdacht, einem passt das Thema nicht in den Kram und man hätte so einige Kampagnen im Sinn, für Themen über die man wirklich mal diskutieren sollte.
      -------------
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    • Doylebeule schrieb:

      AlexSmith schrieb:

      Doylebeule schrieb:

      Buccaneer schrieb:

      Nennen wir es doch einfach "Failed State".
      Was ist das eigentlich für eine bescheuerte Diskussion und wem bringt die was?
      allzu irrelevant finde ich es nicht, wie die Nachfolgepartei der SED zur Geschichte der DDR steht und was die "sonstige Linke" so zu sagen hat zu einer historischen Manifestation ihrer Ideologie.
      Richtig. Die Angelegenheit ist aber eigentlich zu Ernst, um sie zu solchen politischen Spielchen mit vorhersehbarem Ausgang und anschließender Bild-Kampagne zu missbrauchen.
      Es ist ein sehr dünnes Eis auf das man sich da begeben will, wenn man so einer "Kampagne" ja auch einfach sachlich begegnen kann, wenn sie denn so eine offensichtliche Kampagne ist. Wenn man die Argumente einfach (und damit schnell) aus dem Weg räumen kann, dann überlegen es sich Kampagnenmacher üblicherweise ganz schnell mit ihrer Kampagne.

      Es gibt genügend aktuelle und historische Beispiele, die deiner Hypothese, dass es für eine erfolgreiche Kampagne notwendig wäre, mit Tatsachen zu agieren, widersprechen. Im Gegenteil, viele Kampagnen stützen sich auf Inhalte, die mit den Tatsachen nicht viel zu tun haben.

      Positionierungen zum DDR-Unrecht zu verlangen, ist notwendig, dann aber bitte nicht mit einem so schwammigen Begriff wie "Unrechtsstaat", sondern konkret. Wie hier z. B.:

      welt.de/politik/deutschland/ar…-um-Stalinismusopfer.html

      (Absatz unter der Überschrift "Stalinismusopfer:...")

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von AlexSmith ()

    • Doylebeule schrieb:

      AlexSmith schrieb:

      Doylebeule schrieb:

      Buccaneer schrieb:

      Nennen wir es doch einfach "Failed State".
      Was ist das eigentlich für eine bescheuerte Diskussion und wem bringt die was?
      allzu irrelevant finde ich es nicht, wie die Nachfolgepartei der SED zur Geschichte der DDR steht und was die "sonstige Linke" so zu sagen hat zu einer historischen Manifestation ihrer Ideologie.
      Richtig. Die Angelegenheit ist aber eigentlich zu Ernst, um sie zu solchen politischen Spielchen mit vorhersehbarem Ausgang und anschließender Bild-Kampagne zu missbrauchen.
      Die Diskusion darüber, ob das hier eine Kampagne ist, oder eine nachvollziehbare Berichterstattung zu einem aufgeladenem Thema, die müssten wir erstmal führen. Viele Medien mit einer kritischen Distanz zu "links der Mitte" gibt es ja nicht in Deutschland. Da kann man sowohl bei der BILD, als auch bei den anderen ~2, immer von einer Kampagne reden. Und diese Diskusion artet dann auch schnell dahingehend aus, das eigentlich jedes Thema, was irgendwo von der Presse aufgenommen wird, auch eine Kampagne sein kann. Es ist ein sehr dünnes Eis auf das man sich da begeben will, wenn man so einer "Kampagne" ja auch einfach sachlich begegnen kann, wenn sie denn so eine offensichtliche Kampagne ist. Wenn man die Argumente einfach (und damit schnell) aus dem Weg räumen kann, dann überlegen es sich Kampagnenmacher üblicherweise ganz schnell mit ihrer Kampagne.
      "Das ist ne Kampagne" ist für mich zuallererst mal der Verdacht, einem passt das Thema nicht in den Kram und man hätte so einige Kampagnen im Sinn, für Themen über die man wirklich mal diskutieren sollte.
      Oder die BILD könnte das ganze anständig aufarbeiten und die 4 Leute fragen, warum sie so entschieden haben. Dann kann man sich immer noch darüber aufregen, wenn die Begründung scheisse ist.
      Aber der BILD geht es halt grundsätzlich und immer nur darum, dass der Leser sich möglichst gut empören kann...
    • AlexSmith schrieb:

      Doylebeule schrieb:

      AlexSmith schrieb:

      Doylebeule schrieb:

      Buccaneer schrieb:

      Nennen wir es doch einfach "Failed State".
      Was ist das eigentlich für eine bescheuerte Diskussion und wem bringt die was?
      allzu irrelevant finde ich es nicht, wie die Nachfolgepartei der SED zur Geschichte der DDR steht und was die "sonstige Linke" so zu sagen hat zu einer historischen Manifestation ihrer Ideologie.
      Richtig. Die Angelegenheit ist aber eigentlich zu Ernst, um sie zu solchen politischen Spielchen mit vorhersehbarem Ausgang und anschließender Bild-Kampagne zu missbrauchen.
      Es ist ein sehr dünnes Eis auf das man sich da begeben will, wenn man so einer "Kampagne" ja auch einfach sachlich begegnen kann, wenn sie denn so eine offensichtliche Kampagne ist. Wenn man die Argumente einfach (und damit schnell) aus dem Weg räumen kann, dann überlegen es sich Kampagnenmacher üblicherweise ganz schnell mit ihrer Kampagne.
      Positionierungen zum DDR-Unrecht zu verlangen, ist notwendig, dann aber bitte nicht mit einem so schwammigen Begriff wie "Unrechtsstaat", sondern konkret. Wie hier z. B.:
      Insoweit stimme ich Dir absolut zu. Nur muss man leider feststellen, dass es kaum noch eine "Diskussion" gibt, in der nicht mit plakativen, schwammigen und meist pejorativen (oder zumindest ersichtlich so gemeinten) Schlagworten "gearbeitet" wird. Es geht leider viel zu wenig um die Sache, und viel zu sehr darum, den Gegner möglichst schlecht dastehen zu lassen und mit schwarz-weiß-Kategorien zu arbeiten. Das ist längst nicht mehr exklusiv bei der "Zeitung" mit den vier Buchstaben der Fall.
    • AlexSmith schrieb:

      Positionierungen zum DDR-Unrecht zu verlangen, ist notwendig, dann aber bitte nicht mit einem so schwammigen Begriff wie "Unrechtsstaat", sondern konkret.
      Mit etwas Besserem als "Stalinismusopfer" oder "SED-Diktatur oder SED- und Stasistaat" wird man dann aber irgendwann um die Ecke kommen müssen, denn die Verfehlungen in der DDR beschränken sich weder auf einen bestimmten Zeitraum, noch auf irgendeine Herrschaftskategorie, mit der man sich in der Schuld von der politischen Kaste lossagen kann. In der Summe machen all diese Begriff das und der Begriff "Unrechtsstaat" macht genau das nicht, sondern errinert alle an ihr Leben im Falschen.
      -------------
      Team Goff
      scrambles to his left, under pressure rolling right, escapes, right side looking, rainbows high and deep into the end zone...and it is CAUGHT! CAUGHT FOR A TOUCHDOWN!!! A leaping touchdown catch is made and the Packers have won!
    • Man kann als Individuum einigermaßen anständig durch die DDR-Zeit gekommen sein. Das ist ja genau ein weiteres Problem an diesem Begriff. Er sagt Leuten, dass die ersten 30 oder 40 Jahre ihres Lebens "Dreck" waren. "Dreck" qua Geburt sozusagen.

      Ich bin zu jung, um das so zu empfinden, kann es aber gut nachvollziehen.

      Dass Staat und System falsch waren, kann man auch anders rüberbringen und dann individuell den Grad der persönlichen Verstrickung bestimmen.

      Man kann Menschen auch schlecht vorwerfen, nicht zu Helden geworden zu sein.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von AlexSmith ()