Dieselfahrzeuge

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    • Dieselfahrzeuge

      aikman schrieb:

      Dabei würde das ohne Frage gehen. Wenn man wollte. Aber man will ja nicht. Und die Politik macht keine Anstalten das zu ändern. Also werden wir weiter von der Autolobby nach Strich und Faden verarscht.
      Tja, das ist natürlich die Frage ob "man" das will. Wie Hr. Rabl richtig feststellt ist es mittlerweile technisch durchaus möglich Stickoxide fast vollständig zu eliminieren bzw. zu binden. Da steckt aber ein gewisser technischer Aufwand dahinter, für den die meisten Kunden in der Regel nicht gewillt sind auch nur einen Euro mehr zu bezahlen:
      • So ein SCR Kat ist verhältnismäßig wartungsintensiv und das kostet Geld.
      • Ein AdBlue Tank inkl. Injektoren, Mischrohr, Leitungen usw. benötigt zusätzlichen Platz und kostet ebenfalls zusätzliches Geld.
      • Die Größe des AdBlue Tanks ist idR nicht auf den Verbrauch des Autos abgestimmt, sodass zusätzliche Tankstopps nötig sind um AdBlue nachzufüllen. (Mit leerem AdBlue Tank zu fahren wäre zwar technisch möglich, ist allerdings aufgrund umweltgesetzlicher Bestimmungen verboten, weshalb die Autohersteller diese Möglichkeit unterbinden)
      • Das AdBlue selbst ist natürlich auch nicht kostenlos.
      • Außerdem ist er derzeit bei weitem noch nicht flächendeckend im Tankstellennetz erhältlich. Die meisten Tankstellen bieten AdBlue ausschließlich in der LKW Zapfsäule an. Das gibt ne ordentliche Sauerei wenn du mit der doppelten Durchflussgeschwindigkeit einen PKW zu betanken versuchst. Wenn du Glück hast, passt dein AdBlue Verbrauch zum Service Intervall deiner Werkstatt, dann können die das dort auffüllen, ansonsten sind eben zusätzliche Zwischenstopps an der passenden Tanke notwendig.
      • Während man sich in Zentral- und Nordeuropa grundsätzlich keine Sorgen um die angebotene AdBlue-Qualität machen muss, sieht das weiter westlich, bzw. vor allem in südlicheren Gefilden teilweise ganz anders aus. Dort gibt es immer wieder Probleme mit kristallinem AdBlue, da es bereits ab verhältnismäßig niedrigen Temperaturen (teilweise schon ab 30°C in Verbindung mit direkter Sonneneinstrahlung) kristallisiert, was zu Verstopfungen und schweren Schäden an der gesamten Kat-Anlage führen kann.
      Kurz zusammengefasst: Ja, es ist technisch möglich - allerdings mit nicht zu vernachlässigenden Mehrkosten und einem gewissen zusätzlichen Aufwand bzw. Komfortverlust verbunden.

      Und da ist es einfach sauschwer einen Kunden von zu überzeugen. Nicht falsch verstehen, ich bin ein absoluter Verfechter dieser Technologie, doch während der Otto-Normal Autokäufer gerne 500 EUR Aufpreis für eine Sitzheizung zahlt, weil diese ihm subjektiv ein Komfortplus bringt, ist er in den wenigsten Fällen bereit Geld für eine hochwertige Abgasnachbehandlung in die Hand zu nehmen. Einfach weil er den geringeren Schadstoffausstoß weder sehen, riechen, noch fühlen kann. :madness
      .... Suck again 2018 - We'll see... OK, Suck again 2018... :heul
    • maruso schrieb:

      aikman schrieb:

      Dabei würde das ohne Frage gehen. Wenn man wollte. Aber man will ja nicht. Und die Politik macht keine Anstalten das zu ändern. Also werden wir weiter von der Autolobby nach Strich und Faden verarscht.
      • Außerdem ist er derzeit bei weitem noch nicht flächendeckend im Tankstellennetz erhältlich. Die meisten Tankstellen bieten AdBlue ausschließlich in der LKW Zapfsäule an. Das gibt ne ordentliche Sauerei wenn du mit der doppelten Durchflussgeschwindigkeit einen PKW zu betanken versuchst. Wenn du Glück hast, passt dein AdBlue Verbrauch zum Service Intervall deiner Werkstatt, dann können die das dort auffüllen, ansonsten sind eben zusätzliche Zwischenstopps an der passenden Tanke notwendig.

      Also AdBlue im Kanister zu kaufen und selbst in der Garage nachzufüllen ist nun wirklich kein größeres Problem. Ja, ein klein wenig Komfortverlust, aber so häufig muss man das jetzt auch nicht machen dass das ein problem darstellen sollte.
      When I die and go to hell, hell will be a Brett Favre
      game, announced by the ESPN Sunday night crew,
      for all eternity. Paul Zimmerman
    • #67 schrieb:

      maruso schrieb:

      aikman schrieb:

      Dabei würde das ohne Frage gehen. Wenn man wollte. Aber man will ja nicht. Und die Politik macht keine Anstalten das zu ändern. Also werden wir weiter von der Autolobby nach Strich und Faden verarscht.
      • Außerdem ist er derzeit bei weitem noch nicht flächendeckend im Tankstellennetz erhältlich. Die meisten Tankstellen bieten AdBlue ausschließlich in der LKW Zapfsäule an. Das gibt ne ordentliche Sauerei wenn du mit der doppelten Durchflussgeschwindigkeit einen PKW zu betanken versuchst. Wenn du Glück hast, passt dein AdBlue Verbrauch zum Service Intervall deiner Werkstatt, dann können die das dort auffüllen, ansonsten sind eben zusätzliche Zwischenstopps an der passenden Tanke notwendig.

      Also AdBlue im Kanister zu kaufen und selbst in der Garage nachzufüllen ist nun wirklich kein größeres Problem. Ja, ein klein wenig Komfortverlust, aber so häufig muss man das jetzt auch nicht machen dass das ein problem darstellen sollte.
      Am Besten machen, wie Audi es mit jeder anderen noch so unwichtigen Warnung im Cockpit macht: einfach "AdBlue nachfüllen" unabschaltbar im Frontdisplay einblenden, bis dem Fahrer das nach 3 Tagen so auf den Sack geht, dass er es macht.
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Buccaneer ()

    • maruso schrieb:

      aikman schrieb:

      Dabei würde das ohne Frage gehen. Wenn man wollte. Aber man will ja nicht. Und die Politik macht keine Anstalten das zu ändern. Also werden wir weiter von der Autolobby nach Strich und Faden verarscht.
      • Außerdem ist er derzeit bei weitem noch nicht flächendeckend im Tankstellennetz erhältlich. Die meisten Tankstellen bieten AdBlue ausschließlich in der LKW Zapfsäule an.

      AdBlue im Kanister dürfte mittlerweile an über der Hälfte aller Tankstellen in Deutschland zu kaufen sein.
    • aikman schrieb:

      Chief schrieb:

      aikman schrieb:

      BeRseRkeR schrieb:

      aikman schrieb:

      Hätte man doch nur eine brauchbare Opposition, die aus der erneut skandalumwitternden Auto-Industrie Kapital schlagen könnte. Aber da klüngelt ja eh jeder mit, selbst die Grünen in Ba-Wü. Kein Wunder, dass man dort glaubt sich alles erlauben zu können. Absprachen, falsche Dieselwerte... wen kümmert's. Hauptsache niemand gefährdet die heiligste aller Kühe - die motorisierte.
      ich versuche gerade den Zusammenhang zwischen diesem "Skandal" und der Bundestagswahl hinzukriegen - vielleicht kannst du mir ja dabei helfen ....
      Ist das wirklich so schwer zu begreifen? Wenn man offensichtliche Interesse der Autoindustrie vor die Gesundheitsbedenken stellt, wenn man selbst als klar ersichtlich wird, dass hinten und vorne belogen und betrogen wird, sich immer noch vor die Beschuldigten stellt, wenn man wie Dobrinth wirklich nichts aber auch gar nichts tut, um mal ein klares Wort zu sprechen, wundert sich dann echt noch jemand, dass sich die so verhätschelte Sparte so dermaßen über alle Gesetzte stellt? Die deutsche Politik hat doch alles getan, um ihr liebstes Kind zu unterstützen - selbst in Brüssel Veto eingelegt, als es darum geht die Schadstoffe (CO2) zu regulieren.Man nehme nur das Beispiel des "Ökolabels":

      Zeit schrieb:

      Manchmal wussten die Lobbyisten der Autobranche überdie Pläne der Bundesregierung offenbar sogar besser Bescheid als die Beamten inden Ministerien selbst. Das geht aus den internen Brief- und Mailwechseln desWirtschaftsministeriums hervor. So informierte einVDA-Abteilungsleiter im April 2010 eine Ministerialrätin desWirtschaftsministeriums darüber, dass das Bundesumweltministerium (BMU) einenVorschlag des Wirtschaftsministeriums falsch verstehe. Man müsse demUmweltministerium die Formeln nochmals erklären. "Sonst rechnet das BMUfalsch", mahnt der VDA-Vertreter
      Warum müssen denn Städte mittlerweile selber über Diesel-Fahrverbote nachdenken? Weil die Politik nichts, aber auch gar nichts dagegen unternimmt, dass viele Großstädte unter einer Riesen-Smogwolke leiden, was bis zum Tode von Menschen führt? Die verzweifelten Versuche der 'ach-das-ist-doch-alles-nicht-so-schlimm' Beschwichtiger sind doch eh schon längst in der Minderheit. Jetzt wäre die Möglichkeit da endlich mal Nägel mit Köpfen zu machen, aber da wartet man vergeblich. Dabei würde das ohne Frage gehen. Wenn man wollte. Aber man will ja nicht. Und die Politik macht keine Anstalten das zu ändern. Also werden wir weiter von der Autolobby nach Strich und Faden verarscht.Ist doch das Gleiche wie mit der sauberen Energieerzeugung. Wie lange hat man sich dagegen gesträubt die AKWs abzustellen und den Kohlebau einzuschränken. "Das geht nicht" "Sauberer Strom ist eine Utopie", "So viel Strom kann man gar nicht erzeugen"... und nun - plötzlich geht's doch. Weil eine Regierung den Mut hatte das ganze mal in die Hand zu nehmen. Ich bin überzeugt, genau das Gleiche wäre auch mit den richtigen Maßnahmen fürs Auto machbar. Aber dazu müsste man eben sich auch mal gegen die Auto-lobby stellen. Und irgendwann würde man davon sogar profitieren, weil es längst Autobauer gibt, die verstanden haben, wo die Zukunft liegt. Spätestens wenn die Städte dann mit ihrem Diesel-Fahrverbot ernst machen, wird man auch hier nicht mehr anders können. Wenn man Pech hat, haben dann andere Autofirmen über lange Zeit die Nase vorne und die deutsche Auto-Industrie bekommt ne richtige Krise. Und dann hilft auch keine 'Abwrack-Prämie' mehr.
      Es geht doch nichts über ein festgefügtes Welt- und Feindbild.Wenn wir mal davon absehen, dass ich in den meisten Punkten nicht Deiner Meinung bin: Was hat das alles mit dem mutmaßlichen Kartellverstoß zu tun
      Wenn man keine Strafen zu befürchten hat, weil man eh an jeder Ecke einen Lobbyisten hat, kann man sich auch sowas leisten.
      ist nun mal so, dass Deutschlands Wirtschaft mächtig röchelt, wenn die Automobilindustrie auch nur hustet. Was das "Smogproblem" betrifft, leidet Stuttgart da natürlich auch aufgrund seiner beschissenen topografischen Lage.
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!
    • Buccaneer schrieb:

      aikman schrieb:

      Chief schrieb:

      aikman schrieb:

      BeRseRkeR schrieb:

      aikman schrieb:

      Hätte man doch nur eine brauchbare Opposition, die aus der erneut skandalumwitternden Auto-Industrie Kapital schlagen könnte. Aber da klüngelt ja eh jeder mit, selbst die Grünen in Ba-Wü. Kein Wunder, dass man dort glaubt sich alles erlauben zu können. Absprachen, falsche Dieselwerte... wen kümmert's. Hauptsache niemand gefährdet die heiligste aller Kühe - die motorisierte.
      ich versuche gerade den Zusammenhang zwischen diesem "Skandal" und der Bundestagswahl hinzukriegen - vielleicht kannst du mir ja dabei helfen ....
      Ist das wirklich so schwer zu begreifen? Wenn man offensichtliche Interesse der Autoindustrie vor die Gesundheitsbedenken stellt, wenn man selbst als klar ersichtlich wird, dass hinten und vorne belogen und betrogen wird, sich immer noch vor die Beschuldigten stellt, wenn man wie Dobrinth wirklich nichts aber auch gar nichts tut, um mal ein klares Wort zu sprechen, wundert sich dann echt noch jemand, dass sich die so verhätschelte Sparte so dermaßen über alle Gesetzte stellt? Die deutsche Politik hat doch alles getan, um ihr liebstes Kind zu unterstützen - selbst in Brüssel Veto eingelegt, als es darum geht die Schadstoffe (CO2) zu regulieren.Man nehme nur das Beispiel des "Ökolabels":

      Zeit schrieb:

      Manchmal wussten die Lobbyisten der Autobranche überdie Pläne der Bundesregierung offenbar sogar besser Bescheid als die Beamten inden Ministerien selbst. Das geht aus den internen Brief- und Mailwechseln desWirtschaftsministeriums hervor. So informierte einVDA-Abteilungsleiter im April 2010 eine Ministerialrätin desWirtschaftsministeriums darüber, dass das Bundesumweltministerium (BMU) einenVorschlag des Wirtschaftsministeriums falsch verstehe. Man müsse demUmweltministerium die Formeln nochmals erklären. "Sonst rechnet das BMUfalsch", mahnt der VDA-Vertreter
      Warum müssen denn Städte mittlerweile selber über Diesel-Fahrverbote nachdenken? Weil die Politik nichts, aber auch gar nichts dagegen unternimmt, dass viele Großstädte unter einer Riesen-Smogwolke leiden, was bis zum Tode von Menschen führt? Die verzweifelten Versuche der 'ach-das-ist-doch-alles-nicht-so-schlimm' Beschwichtiger sind doch eh schon längst in der Minderheit. Jetzt wäre die Möglichkeit da endlich mal Nägel mit Köpfen zu machen, aber da wartet man vergeblich. Dabei würde das ohne Frage gehen. Wenn man wollte. Aber man will ja nicht. Und die Politik macht keine Anstalten das zu ändern. Also werden wir weiter von der Autolobby nach Strich und Faden verarscht.Ist doch das Gleiche wie mit der sauberen Energieerzeugung. Wie lange hat man sich dagegen gesträubt die AKWs abzustellen und den Kohlebau einzuschränken. "Das geht nicht" "Sauberer Strom ist eine Utopie", "So viel Strom kann man gar nicht erzeugen"... und nun - plötzlich geht's doch. Weil eine Regierung den Mut hatte das ganze mal in die Hand zu nehmen. Ich bin überzeugt, genau das Gleiche wäre auch mit den richtigen Maßnahmen fürs Auto machbar. Aber dazu müsste man eben sich auch mal gegen die Auto-lobby stellen. Und irgendwann würde man davon sogar profitieren, weil es längst Autobauer gibt, die verstanden haben, wo die Zukunft liegt. Spätestens wenn die Städte dann mit ihrem Diesel-Fahrverbot ernst machen, wird man auch hier nicht mehr anders können. Wenn man Pech hat, haben dann andere Autofirmen über lange Zeit die Nase vorne und die deutsche Auto-Industrie bekommt ne richtige Krise. Und dann hilft auch keine 'Abwrack-Prämie' mehr.
      Es geht doch nichts über ein festgefügtes Welt- und Feindbild.Wenn wir mal davon absehen, dass ich in den meisten Punkten nicht Deiner Meinung bin: Was hat das alles mit dem mutmaßlichen Kartellverstoß zu tun
      Wenn man keine Strafen zu befürchten hat, weil man eh an jeder Ecke einen Lobbyisten hat, kann man sich auch sowas leisten.
      ist nun mal so, dass Deutschlands Wirtschaft mächtig röchelt, wenn die Automobilindustrie auch nur hustet. Was das "Smogproblem" betrifft, leidet Stuttgart da natürlich auch aufgrund seiner beschissenen topografischen Lage.
      Ist nicht nur Stuttgart. Ist München genauso. Und viele andere Großstädte die unter der Smog-Glocke hängen.
      "Jason Witten is the standard as a person and as a football player" (Jason Garrett)
    • #67 schrieb:

      Also AdBlue im Kanister zu kaufen und selbst in der Garage nachzufüllen ist nun wirklich kein größeres Problem. Ja, ein klein wenig Komfortverlust, aber so häufig muss man das jetzt auch nicht machen dass das ein problem darstellen sollte.
      Klar, wenn man ne Garage hat... Mich persönlich würde es stören in meiner Wohnung nen AdBlue Kanister rumstehen zu haben und den alle heiligen Zeiten zum nachfüllen irgendwo hervorzuholen. :madness

      Aber das ist ja nur einer (und ganz sicher nicht der ausschlaggebende) von vielen Punkten, die ich oben erwähnt habe. Mir war eher wichtig @aikman aufzuzeigen, dass hier nicht unbedingt nur die böse Politik oder die noch viel bösere Autolobby Schuld hat, sondern das der Kunde in diesem Fall schon auch noch seinen Teil dazu beiträgt. Nochmal: Eine effiziente Abgasnachbehandlungs- bzw. -aufbereitungsanlage ist ein technisch durchdachtes, absolut sinnvolles Feature für das allerdings die wenigsten Kunden bereit sind Geld auszugeben.
      .... Suck again 2018 - We'll see... OK, Suck again 2018... :heul
    • aikman schrieb:

      Buccaneer schrieb:

      aikman schrieb:

      Chief schrieb:

      aikman schrieb:

      BeRseRkeR schrieb:

      aikman schrieb:

      Hätte man doch nur eine brauchbare Opposition, die aus der erneut skandalumwitternden Auto-Industrie Kapital schlagen könnte. Aber da klüngelt ja eh jeder mit, selbst die Grünen in Ba-Wü. Kein Wunder, dass man dort glaubt sich alles erlauben zu können. Absprachen, falsche Dieselwerte... wen kümmert's. Hauptsache niemand gefährdet die heiligste aller Kühe - die motorisierte.
      ich versuche gerade den Zusammenhang zwischen diesem "Skandal" und der Bundestagswahl hinzukriegen - vielleicht kannst du mir ja dabei helfen ....
      Ist das wirklich so schwer zu begreifen? Wenn man offensichtliche Interesse der Autoindustrie vor die Gesundheitsbedenken stellt, wenn man selbst als klar ersichtlich wird, dass hinten und vorne belogen und betrogen wird, sich immer noch vor die Beschuldigten stellt, wenn man wie Dobrinth wirklich nichts aber auch gar nichts tut, um mal ein klares Wort zu sprechen, wundert sich dann echt noch jemand, dass sich die so verhätschelte Sparte so dermaßen über alle Gesetzte stellt? Die deutsche Politik hat doch alles getan, um ihr liebstes Kind zu unterstützen - selbst in Brüssel Veto eingelegt, als es darum geht die Schadstoffe (CO2) zu regulieren.Man nehme nur das Beispiel des "Ökolabels":

      Zeit schrieb:

      Manchmal wussten die Lobbyisten der Autobranche überdie Pläne der Bundesregierung offenbar sogar besser Bescheid als die Beamten inden Ministerien selbst. Das geht aus den internen Brief- und Mailwechseln desWirtschaftsministeriums hervor. So informierte einVDA-Abteilungsleiter im April 2010 eine Ministerialrätin desWirtschaftsministeriums darüber, dass das Bundesumweltministerium (BMU) einenVorschlag des Wirtschaftsministeriums falsch verstehe. Man müsse demUmweltministerium die Formeln nochmals erklären. "Sonst rechnet das BMUfalsch", mahnt der VDA-Vertreter
      Warum müssen denn Städte mittlerweile selber über Diesel-Fahrverbote nachdenken? Weil die Politik nichts, aber auch gar nichts dagegen unternimmt, dass viele Großstädte unter einer Riesen-Smogwolke leiden, was bis zum Tode von Menschen führt? Die verzweifelten Versuche der 'ach-das-ist-doch-alles-nicht-so-schlimm' Beschwichtiger sind doch eh schon längst in der Minderheit. Jetzt wäre die Möglichkeit da endlich mal Nägel mit Köpfen zu machen, aber da wartet man vergeblich. Dabei würde das ohne Frage gehen. Wenn man wollte. Aber man will ja nicht. Und die Politik macht keine Anstalten das zu ändern. Also werden wir weiter von der Autolobby nach Strich und Faden verarscht.Ist doch das Gleiche wie mit der sauberen Energieerzeugung. Wie lange hat man sich dagegen gesträubt die AKWs abzustellen und den Kohlebau einzuschränken. "Das geht nicht" "Sauberer Strom ist eine Utopie", "So viel Strom kann man gar nicht erzeugen"... und nun - plötzlich geht's doch. Weil eine Regierung den Mut hatte das ganze mal in die Hand zu nehmen. Ich bin überzeugt, genau das Gleiche wäre auch mit den richtigen Maßnahmen fürs Auto machbar. Aber dazu müsste man eben sich auch mal gegen die Auto-lobby stellen. Und irgendwann würde man davon sogar profitieren, weil es längst Autobauer gibt, die verstanden haben, wo die Zukunft liegt. Spätestens wenn die Städte dann mit ihrem Diesel-Fahrverbot ernst machen, wird man auch hier nicht mehr anders können. Wenn man Pech hat, haben dann andere Autofirmen über lange Zeit die Nase vorne und die deutsche Auto-Industrie bekommt ne richtige Krise. Und dann hilft auch keine 'Abwrack-Prämie' mehr.
      Es geht doch nichts über ein festgefügtes Welt- und Feindbild.Wenn wir mal davon absehen, dass ich in den meisten Punkten nicht Deiner Meinung bin: Was hat das alles mit dem mutmaßlichen Kartellverstoß zu tun
      Wenn man keine Strafen zu befürchten hat, weil man eh an jeder Ecke einen Lobbyisten hat, kann man sich auch sowas leisten.
      ist nun mal so, dass Deutschlands Wirtschaft mächtig röchelt, wenn die Automobilindustrie auch nur hustet. Was das "Smogproblem" betrifft, leidet Stuttgart da natürlich auch aufgrund seiner beschissenen topografischen Lage.
      Ist nicht nur Stuttgart. Ist München genauso. Und viele andere Großstädte die unter der Smog-Glocke hängen.
      München ist analog zu Stuttgart. Das Hochdruckgebiet macht daraus erst die Glocke. Dafür hat man aber sonst auch einfach das geilste Wetter. Hier im Ruhrgebiet (wo eine Vielzahl der Autos von Stuttgart oder München unterwegs sind) hast Du dieses Problem in dieser Ausprägung zb nicht. Luftkurort Bochum sozusagen :D Ist natürlich irgendwie ein Treppenwitz, dass ausgerechnet in Premium-Autostadt 1 und 2 genau dieses akute Problem herrscht.

      Die Regierung wird die Autoindustrie nichtsdestotrotz erst dann ernster an die Kandarre nehmen, wenn Alternativplan B und C zum aktuellen Status Quo stehen. Bis dahin wird es eher ein Geben und Nehmen
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!

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    • Erzwolf schrieb:

      Hier in Oldenburg wurde angesichts der miesen Messwerte angeregt, die Messstation anderswo zu positionieren. So kann man das Problem natürlich auch angehen.
      In Hamburg hatten sie an der ersten Messstation schnell aus Tempo 50 dann Tempo 30 gemacht. Und man macht auch keinen Hehl daraus. Direkt unter dem Tempo 30 Schild hängt ein Schild "Umweltmessung". :D
    • Jetzt ist die Kacke ordentlich am Dampfen: stuttgarter-nachrichten.de/inh…8d-806e-fb2dd54099cb.html

      Und diese Städte könnten als nächstes dran sein:

      DUH-Anwalt Remo Klinger sagte dem SPIEGEL, dass das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts auch richtungsweisend für ähnliche Verfahren sei, die die Umwelthilfe in folgenden Städten angestrengt hat.

      • Baden-Württemberg: Reutlingen
      • Berlin
      • NRW: Aachen, Bonn, Essen, Gelsenkirchen und Köln
      • Hessen: Darmstadt, Frankfurt, Limburg, Offenbach und Wiesbaden
      • Rheinland-Pfalz: Mainz

      In diesen Städten werden die NO2-Grenzwerte regelmäßig überschritten. Die EU zählt in ihrem Mahnschreiben insgesamt 28 Regionen in Deutschland auf, in denen die Luft zu dreckig ist, unter anderem Hamburg, Köln, Hagen, Münster, Wuppertal sowie die Ballungsräume Mannheim/Heidelberg, Kassel und Rhein-Main.
      spiegel.de/auto/aktuell/fahrve…gt-die-duh-a-1135799.html
      "Jason Witten is the standard as a person and as a football player" (Jason Garrett)
    • Problem ist nur, dass es eben kein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ist, wie der aNwalt behauptet, sondern nur des Stuttgarter Verwaltungsgerichts. Das geht noch ueber mehrere Instanzen bis dass da was entschieden ist.
      -- Die zweite Heirat ist der Triumph der Hoffnung über die Erfahrung --
    • aikman schrieb:


      Und diese Städte könnten als nächstes dran sein:
      [...]Berlin
      Haben diese Japaner, die die Leute in den Zug reinschieben, eigentlich ne spezielle Berufsbezeichnung?
      -------------
      Team Goff #FreePulisic
      I think you're always going to have tension in the Middle East when there's people who want to kill the Jews and Jews who don't want to be killed and neither side is willing to compromise.
    • Ja. Früher soviel wie Passagieranordnungspersonal. Heute übersetzt einfach Drücker. Ist jetzt kein Scherz. Da kann man soweit ich mich erinnere, extra Kurse machen oder eine Fortbildung. Und dann ist man einer. Mal schauen wann das bei uns staatlich gefördert oder ein offizieller Ausbildungsberuf wird :rolleyes:
    • Guybrush schrieb:

      Ja. Früher soviel wie Passagieranordnungspersonal. Heute übersetzt einfach Drücker. Ist jetzt kein Scherz. Da kann man soweit ich mich erinnere, extra Kurse machen oder eine Fortbildung. Und dann ist man einer. Mal schauen wann das bei uns staatlich gefördert oder ein offizieller Ausbildungsberuf wird :rolleyes:
      Die müsste die BVG hier in meiner Gegend auf jeden Fall anschaffen, sollte das Fahrgastaufkommen merklich steigen. Der Senat ist mit der rechts-links Kombination aus städtebaulicher Nachverdichtung und der immer bemerkbaren Automobilfeindlichkeit auf dem besten Wege dorthin. (nebenbei darf die planerische Unfähigkeit der BVG, was den Vorrat an Wagen angeht aber auch nicht unerwähnt bleiben)
      -------------
      Team Goff #FreePulisic
      I think you're always going to have tension in the Middle East when there's people who want to kill the Jews and Jews who don't want to be killed and neither side is willing to compromise.
    • texansnfl schrieb:

      Problem ist nur, dass es eben kein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ist, wie der aNwalt behauptet, sondern nur des Stuttgarter Verwaltungsgerichts. Das geht noch ueber mehrere Instanzen bis dass da was entschieden ist.
      Übersetzung: Es wird noch mehr Zeit vergehen, in der nichts getan wird und wenn das Fahrverbot dann kommt, werden alle gaaanz überrascht reagieren. So überrascht, wie wenn plötzlich 1000 Flüchtlinge auf dem Bahnhof stehen... was ja auch nie vorkommen wird.

      :stone
      "Jason Witten is the standard as a person and as a football player" (Jason Garrett)
    • aikman schrieb:

      texansnfl schrieb:

      Problem ist nur, dass es eben kein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ist, wie der aNwalt behauptet, sondern nur des Stuttgarter Verwaltungsgerichts. Das geht noch ueber mehrere Instanzen bis dass da was entschieden ist.
      Übersetzung: Es wird noch mehr Zeit vergehen, in der nichts getan wird ...
      Ja, manchmal haben die Mühlen der Verwaltung und der Justiz schon etwas Beruhigendes an sich. ;) Es kommt eben immer auf die Perspektive an.

      M. E. ist die gesamte Diskussion ohnehin verzerrt. Bei Autos geht es den Kritikern meistens um Kohlendioxid, Stickoxide und Feinstaub. Gemeinsam ist diesen Substanzen schon einmal, dass sie nicht autospezifisch sind. Außerdem tendiert die Politik dazu, sich an Parametern zu orientieren, die sich leicht messen lassen, was nicht unbedingt ihrer Bedeutung entsprechen muss. Schließlich geht es immer um eine Frage der Prioritätensetzung.

      Kohlendioxid ist ein natürlicher Bestandteil der Luft und ein wichtiger Bestandteil des weltweiten Kohlenstoffzyklus. Leider steht es - wenn man dem Mainstream folgt - im dringenden Verdacht, den sog. Treibhauseffekt zu verursachen. Ein einfacher Weg zur verringerten Produktion von Kohlendioxid wäre die Energiegewinnung durch Kernkraftwerke - was politisch mehrheitlich nicht gewollt ist. Die (deutsche) Politik hat von den (deutschen) Autoherstellern gefordert, den Kohlendioxidausstoß zu reduzieren. Da Dieselmotoren einen geringeren Verbrauch haben, hat die Automobilindustrie verstärkt auf die Dieseltechnik gesetzt, wobei große technische Fortschritte erzielt wurden. Nicht umsonst wurde ab Mitte der 2000er bei den 24 Stunden von Le Mans verstärkt auf Dieselantrieb gesetzt. (In den letzten Jahren lagen die Fortschritte - soweit ich informiert bin - wieder eher im Bereich der Otto-Motoren. Erfindungen und technische Fortschritte sind leider schlecht planbar ...)

      Stickoxide entstehen - wie sich schon aus ihrem Namen ergibt - ebenfalls bei Verbrennungsvorgängen, bei Dieselmotoren mehr als bei Otto-Motoren. Vor dem Verwaltungsgericht in Stuttgart ging es um die Nichteinhaltung diesbezüglicher Grenzwerte. Allerdings sollte man zumindest bedenken, dass Stickoxide zwar nicht gerade gesundheitsförderlich sind, der Grad ihrer Gefährlichkeit aber sehr umstritten ist. Es gibt durchaus namhafte Mediziner (z. B. Prof. Tobias Welke, Hannover), die darin ein völlig überschätztes Problem sehen. Jedenfalls ist es m. E. hilfreich zu wissen, dass die vor ein paar Jahren eingeführten Grenzwerte praktisch ausschließlich auf großen Kreuzungen überschritten werden - schon ein paar Meter weiter ist alles im grünen Bereich. Zudem werden Stickoxide in Bodennähe etwa innerhalb eines Tages abgebaut. Anders als beim Kohlendioxid handelt es sich also um kein potentiell langfristiges Problem.

      Das wahrscheinlich viel größere Gesundheitsproblem geht vom Feinstaub aus. Auch dieser wird keineswegs nur im Straßenverkehr produziert, sondern fast "überall". Selbst im Straßenverkehr spielen Faktoren wie Bremsabrieb und Reifenabrieb eine große Rolle, die selbst bei einem Elektromotor nicht entfallen. Vor allem aber wird die Feinstaubbelastung typischerweise in Masse pro Volumen gemessen, was zu einer Fehlgewichtung der Risiken führt, weil nach derzeitigem Stand der Erkenntnis die besonders kleinen und leichten Feinstaubpartikel besonders gefährlich sind.
    • Erzwolf schrieb:

      Und Horst Seehofer schlägt zur Lösung vor, die Kraftfahrzeugsteuern auf Dieselfahrzeuge zu senken. Herr, wirf Hirn vom Himmel.
      stephan weil ,von der spd , mit einem aehnlichem vorschlag. Hatten beide wohl paar private termine mit n paar firmenvertreter gehabt.

      Zum glueck, zu beiden vorschlaege , ueberwiegend contra von der Politik.

      Manchmal muss man sich wirklich was fragen...


      Wobei ich wirklich sagen muss, dass zu diesem thema etwas zuviel wind gemacht wird,wenn man bedenkt, dass man so klimakiller, wie Massentierhaltung, speziell bei kuehen , foerdert.(Diesel, bei 15.000 km, mit 2tonnen CO2, die kuh liegt bei 3 Tonnen)
    • Ohne jetzt irgendetwas schön reden zu wollen, fand ich eine Grafik in der FAZ zu dem Thema ganz interessant. Diese besagt das die Feinstaubbelastung in London zum Ende des 19ten Jahrhunderts und auch Mitte des 20ten Jahrhunderts um ein Vielfaches höher lag als Heutzutage in Stuttgart. Die Entwicklung in den Industrieländern ist also grundsätzlich positiv.

      Ich bin derzeit heilfroh, dass mein privater Diesel geleast ist und ich diesen kommendes Jahr zurückgeben kann. Je nachdem wie sich das Thema weiterentwickelt, werden Diesel schwer verkäuflich oder gar unverkäuflich werden, wenn sie nicht die aktuelle Norm erfüllen. Da wird gerade wieder massiv Geld vernichtet.

      PS: Ich wollte beim nächsten Fahrzeug eventuell auf einen Hybridantrieb umsteigen. Jetzt werde ich es wohl müssen, da mein Arbeitsweg quer durch die Mainmetropole führt.
    • Erzwolf schrieb:

      Treffender Kommentar zum gestrigen Dieselgipfel: zeit.de/wirtschaft/2017-08/die…desregierung-autokonzerne
      Sehr treffend, das stimmt. Andererseits war nicht viel anderes zu erwarten. Schließlich sind Mitarbeiter der Autoindustrie auch Wähler und die Lobbyisten haben schon vorher ganze Arbeit geleistet
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
    • Das Ergebnis des "Dieselgipfels" ist leider, wie zu erwarten war, nur heiße Luft. Man ist der deutschen Automobilindustrie mal wieder in den Allerwertesten gekrochen. Jeder hat Angst mal Tacheles zu reden, Forderungen zu stellen und Konsequenzen zu fordern, weil die Automobilisten dann mit Arbeitsplatzverlusten drohen. So können sie weiterhin miteinander klüngeln, technologische Entwicklungen auf die lange Bank schieben und alle Umweltbedenken beschönigen. Sie kommen mit der billigsten Minimal-Lösung, einem Softwareupdate davon, was Gerichte schon vorher als Unzureichend bemängelt haben.
    • Naja, ob treffend hier das passende Wort ist? Grundsätzlich gebe ich dem Artikel in den meisten Punkten recht, aber der Vergleich zwischen der Bäckerei und den Autoherstellern lachhaft. (wo ist eigentlich unser Vergleiche-Polizist @12to83 wenn man ihn mal braucht? :tongue2: ) Als ob Fahrzeuge, die die Vorgaben erfüllen würden die Luft nicht verdecken würden... :cards

      Und auch wenn ich zugeben muss, dass das Angebot von Preisnachlässen auf Neufahrzeuge für Besitzer älterer PKWs eine schiefe Optik hat, so ergibt diese Maßnahme umweltschutztechnisch gesehen wesentlich mehr Sinn als die alten PKWs umzubauen. Wenn man sich ansieht, dass ein Euro3 Diesel PKW im Vergleich zur Euro6 Variante demnach mehr als das 2,3 fache an CO, sowie NOx ausstoßen "darf", finde ich den Umbau bei diesen alten PKWs tatsächlich nicht zielführend. :madness
      .... Suck again 2018 - We'll see... OK, Suck again 2018... :heul
    • und die deutschen lachen immer die Amis, wegen ihren Gesetzen und Politik aus...

      Da bescheissen sie die leute,welche nun Wertverluste haben, muessen ihr Auto teilweise selbst nachrüsten oder ein neues kaufen, aber Hauptsache es gibt eine neue Software gratis. (ca 150 eur)
      Ach ich vergesse . Wenn man ein neues kauft,gibts ja zumindest noch eine praemie. Da verdienen die hersteller jaaa nichts zusätzlich .
    • maruso schrieb:

      Naja, ob treffend hier das passende Wort ist? Grundsätzlich gebe ich dem Artikel in den meisten Punkten recht, aber der Vergleich zwischen der Bäckerei und den Autoherstellern lachhaft. (wo ist eigentlich unser Vergleiche-Polizist @12to83 wenn man ihn mal braucht? ) Als ob Fahrzeuge, die die Vorgaben erfüllen würden die Luft nicht verdecken würden...
      Es gibt auch bei Lebensmitteln Grenzwerte, bis zu denen Schadstoffe darin enthalten sein dürfen. Von daher ist der Vergleich nicht so lachhaft. Außer das bei Autos nicht nur die Nutzer Opfer der Schadstoffe sind.
    • maruso schrieb:

      Naja, ob treffend hier das passende Wort ist? Grundsätzlich gebe ich dem Artikel in den meisten Punkten recht, aber der Vergleich zwischen der Bäckerei und den Autoherstellern lachhaft. (wo ist eigentlich unser Vergleiche-Polizist @12to83 wenn man ihn mal braucht? :tongue2: ) Als ob Fahrzeuge, die die Vorgaben erfüllen würden die Luft nicht verdecken würden... :cards
      Naja Vergleichen ist ja nicht Gleichsetzen. Vergleichen kann man prinzipiell zunächst mal alles.
    • Ich kaufe mir keinen Diesel mehr.
      2025 wird der Dieselmotor mit der Euronorm 6 auch wieder eine Drecksschleuder sein, da dann die neue Technik wiederum die sauberste ist, die es je gab.
      Wieviel Autobesitzer haben ihren Diesel auf Euro 4 umgerüstet, so dass sie in die Umweltzonen dürfen?

      Noch einen Benziner kaufen und dann hoffe ich auf Elektroantrieb. ;)

    • LuckySpike schrieb:

      Ich kaufe mir keinen Diesel mehr.
      2025 wird der Dieselmotor mit der Euronorm 6 auch wieder eine Drecksschleuder sein, da dann die neue Technik wiederum die sauberste ist, die es je gab.
      Wieviel Autobesitzer haben ihren Diesel auf Euro 4 umgerüstet, so dass sie in die Umweltzonen dürfen?

      Noch einen Benziner kaufen und dann hoffe ich auf Elektroantrieb. ;)
      Tja, das ist der Zeitgeist. Jede Norm ist letztlich willkürlich gewählt. Ich erinnere mich an die wüst qualmenden Diesel aus den 70ern - die waren einfach völlig normal. Diesel aus Mitte der 80er waren dagegen sauber. Dann kam die Euro 1 Norm - die Speerspitze der Sauberkeit. Heute zählen - je nach Einstellung - schon Euro 4, 5 oder gar 6 als "Drecksschleudern".

      Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich mich überhaupt nicht aufregen kann. Es mag gerade für Jüngere völlig unverständlich sein, aber ich kann angesichts der aktuellen Thematik innerlich weiterhin nur gähnen. Vor 1984 gab es - abgesehen von Diesel - nur verbleites Benzin. Das ist vieleicht für die Hälfte der Forum-Mitglieder so antiquiert wie ein Telefon mit Wählscheibe und Kabel auf einer Telefonbank (Anmerkung: Dies war kein auf Telefon-Kunden spezialisiertes Kreditinstitut, sondern ein Möbelstück.)

      Erst 1985 wurde eine Abgas-(Sonder-)Untersuchung überhaupt eingeführt. Die galt erst ab 1993 auch für Dieselfahrzeuge. Ab 1989 mußten Neufahrzeuge einen Katalysator haben, ab 1993 einen 3-Wege-Katalysator. Ab 1992/93 gab es die erste Euro-Norm ... und weitere folgten. Ständig hat man die Umweltschutz-Standards immer höher gedreht. Die Situation ist immer besser geworden - zu Recht. Aber ich bitte um Nachsicht: Selbst in meinem Leben - und ich habe hoffentlich noch ein paar Jahrzehnte vor mir - habe ich schon so viele (vermeintliche oder tatsächliche) Skandale erlebt, und es wurde schon so oft der Weltuntergang prophezeiht - ich glaub's einfach nicht mehr. Selbst die übelsten "Drecksschleudern" von heute sind im Vergleich zu meiner Kindheit und Jugend eine Ausgeburt der Sauberkeit.

      Aber ich vermute, dass die Politik mit ihren Grenzwerten den Diesel - und möglicherweise auch den Benziner - kaputt machen wird. Wenn der viel zitierte Audi-Ingenieur 2007 in einer E-Mail geschrieben hat, dass man "ganz ohne bescheißen" die US-Grenzwerte nicht werde einhalten können, dann zeigt das vielleicht auch, dass die Politik gar nicht so sehr der Automobilindustrie "in den Arsch kriecht", wie regelmäßig behauptet wird.

      Emotional bedaure ich den schleichenden Abschied von den Verbrennungsmotoren im Allgemeinen und den Dieselmotoren im Besonderen, aber natürlich hat es auch etwas für sich, einen wertvollen Rohstoff wie Erdöl nicht einfach zu verbrennen.

      Ich fahre schon lange Diesel, weil ich früher meist über 20.000 km im Jahr gefahren bin. 6-7 Liter Diesel statt 9-10 Liter Benzin - das war einfach sparsam. Natürlich gehöre ich auch zu denen, die schon mal auf Euro 4 nachgerüstet haben. Heute verfahre ich - da in der Stadt wohnend - noch eine Tankfüllung im Monat. Da lohnt sich der Diesel längst nicht mehr, aber ich fahre ihn vermutlich, bis dass der TÜV uns scheidet.

      Ich vermute, dass der nächste ein Benziner wird - oder vielleicht kommt auch Car Sharing in Betracht. Vielleicht gibt es ja auch anschließend eine funktionsfähige neue Technologie. Noch überzeugen mich die Alternativen nicht ansatzweise, auch wenn der Elektroantrieb derzeit en vogue zu sein scheint. Aber ich bin optimistisch, dass die technische Entwicklung voran schreiten wird. Im Herzen werde ich ein Diesel-Fan bleiben.

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