Jacksonville Jaguars 2017

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Preview - Championship Game





      Allgemein





      Die Jaguars schafften letzte Woche einen massiven Upset und eliminierten die Steelers auf deren Homefield in einem echten Offensiv-Shootout. Nach der defensiven Glanzvorstellung gegen die Bills zeigten sie diesmal ihr offensives Qualitätsmerkmal und deuteten so an, dass sie beide Seiten des Floretts beherrschen – eine zupackende Defensive und eine produktionsstarke Offensive. Man darf gespannt sein, welches Gesicht das Team in dieser Hinsicht am Sonntag zeigen wird.

      Fakt ist, dass sich QB Blake Bortles, wenn er gegen die Pats nicht absolut unterirdisch agiert, nicht nur aus der Kritikwelle befreit hat, nein, unter Umständen hat er sich sogar einen neuen Multimillionen Dollar-Vertrag erspielt, sei es bei den Jags oder anderswo. Je nach Endergebnis wird den Jags vielleicht nichts anderes übrigbleiben, als ihn erneut zu signen (der Flacco-Effekt) und wenn es nichts in Florida wird, dann gibt es noch genügend QB-needy Teams in der Liga, die ihn mit Kohle vollstopfen werden.

      Nun steht aber erst einmal das bisher größte Spiel seiner bisherigen Karriere an und man darf gespannt sein ob „Good Blake“ oder doch „Bad Blake“ auftaucht, um das Spiel vielleicht so oder so zu entscheiden. Wahr ist aber auch, dass die Jags sicher versucht sein werden das Spiel nicht unbedingt in seine Hände zu legen beziehungsweise es von ihm entscheiden zu lassen.

      Genug eigene „Waffen“ haben sie, konkret das Laufspiel und vor allem die eindrucksvolle Verteidigung. Wenn die O-Line gut drauf ist, dann kann das Trio Fournette-Yeldon-Ivory jedem Gegner in jeder Umgebung bei jedem Wetter genug Probleme bereiten und wenn dann noch ein oder zwei Receiver einen ihrer besseren Tage erwischen, dann kann auch die Pats-Defensive gegen die auf dem Papier in der Offensive sicher nicht übermächtig erscheinenden Jaguars ein paar Problemchen bekommen.

      Jedoch deutet vieles darauf hin, dass die Defensive des Teams der Schlüssel zum Erfolg sein wird, wobei mit dem Duo Brady/Belichick jetzt natürlich die ultimative Herausforderung ansteht. Leihen sich die Jags eine Giants/Spagnuolo-Blaupause und attackieren Brady ohne Unterlass, dann lassen sich die Kreise der Cooks/Amendola/Gronkowski durchaus einengen und man hält das Spiel möglichst lange weitestgehend offen.

      Zumindest die Underdog-Karte wird sich jetzt nicht mehr spielen lassen, denn a) sind die Pats erfahren genug niemanden zu unterschätzen und b) ist jemand, der zwei Playoffspiele gewonnen hat und eins davon in Pittsburgh jetzt nicht unbedingt jemand, der sich nicht respektiert fühlen muss, auch wenn die Jags das weiterhin betonen.






      Trotz aller Hass-/Neid-/Rachegefühle, die sicher einige andere Fangruppen in Richting Pats verspüren und diese hegen, pflegen und kultivieren gilt es dennoch mal kurz innezuhalten und sich ein paar nackte Zahlen & Fakten zu vergegenwärtigen:

      - Siebtes AFC Championship Game hintereinander mit Pats-Teilnahme
      - Brady mit insgesamt 26 Playoff-Siegen
      - Genannter bestreitet sein zwölftes AFC-Finale


      Vor allen Dingen die sieben Teilnahmen am AFC-Endspiel in Folge sind schon ein ziemlicher Hammer, wenn man sich das mal kurz vorstellt und rekapituliert. Mögen die Pats sicher eine gewisse Aura von Überzeugung und Selbstvertrauen ausstrahlen, die auf viele etwas unwirklich und an der Grenze zur Arroganz wirkt, aber die Resultate trügen nun mal nicht. Sicher ist die AFC nicht so stark wie die andere Conference und sicher ist auch die Konkurrenz in der AFC East bei weitem nicht so stark wie anderswo, aber dennoch muss man erst einmal diese Ergebnisse über einen solchen Zeitraum erzielen – wenn es denn einfach wäre, dann hätte es schon jemand anders gemacht.


      Wie gesagt, nicht jeder mag sie oder kann mit ihnen was anfangen, aber von alleine werden die ganzen Siege auch nicht eingefahren. Da steht schon eine Menge Arbeit, Einstellung, Willen und Mentalität dahinter, nicht zu vergessen das Coaching. Denn individuell waren sie in den letzten Jahren, mal abgesehen von Brady und Gronkowski, eigentlich nie so richtig das bestbesetzte Team der Liga, aber das gecoachte Mannschaftsgefüge mit diesen beiden Topleuten an der Spitze verschafft sich dann eben am Ende den Vorteil im großen Ganzen.

      Genug der Lobhudelei, aber nicht ohne noch einmal zu erwähnen, dass diese Ära gerade in Zeiten von Salary Cap und Free Agency ein beeindruckendes Zeichen von langfristiger Konstanz, kontinuierlicher Stabilität und fortlaufender Wettbewerbsfähigkeit darstellt.

      (In diesem Zusammenhang wird es dann doch interessant zu sehen sein, wie lang Brady dieses Niveau tatsächlich noch halten kann und ob vor allem die im Raum stehenden Abschiede der beiden Top-Assistenten nach der Saison – McDaniels/Colts & Patricia/Lions – nicht doch ein paar kleine negative Auswirkungen nach sich ziehen werden)



      Verletzungen


      Jags

      RB Leonard Fournette, DT Malik Jackson (Knöchel) und SS Barry Church (Schulter) trainierten unter der Woche eingeschränkt, sollen aber spielen können. S Tashaun Gipson ist questionable und sein Mitwirken wird sich erst am Spieltag entscheiden.


      Pats

      Die beiden RBs Rex Burkhead und Mike Gillislee setzten bereits wegen Kniebeschwerden den Abschluß der regulären Saison sowie das Spiel gegen Tennessee aus und trainierten in der Woche weiterhin nur eingeschränkt. Der O-Liner LaAdrian Waddle verletzte sich im letzten Spiel und wird wohl weiterhin von Cameron Fleming ersetzt. Auch D-Liner Alan Branch fällt wegen einer Knieverletzung schon länger aus und wird wohl am Sonntag eher nicht mitwirken können.

      Und dann gibt es da ja auch noch die Wurfhand Gottes Bradys, die in dieser Woche von allen möglichen auswärtigen Hobbyärzten seziert und analysiert wurde. Hat er eine Verletzung, die ihn behindert oder nicht? Manche bemühen schon wieder dunkle Verschwörungsmächte, manche die Illuminati und manche denken es sei eine vorauseilend vorgeschobene Rechtfertigung für eine eventuell negative Performance am Sonntag … wichtig is ufm Platz und da wird es dann auch entschieden.



      Taktik


      Jacksonville

      Offensiv wird alles am Laufspiel der Jaguars abhängen. Fournette lief gegen Pittsburgh vor allem in der ersten Halbzeit zur Hochform auf, nach dem Wechsel war er durch eine Verletzung etwas gehandicapt und wird jetzt zeigen müssen, ob es da noch Nachwirkungen gibt oder nicht. Als Power-Back könnte er sich deshalb auf eine größere Arbeitsteilung mit T.J.Yeldon einstellen, der eher mit Finesse und Geschmeidigkeit glänzt.

      Auf jeden Fall entlastet ein effektives Laufspiel die Bortles übertragene Angriffslast, hält die Uhr am Laufen und Brady an der Seite. Dazu wird dann Bortles beweisen müssen, welche Vorstellung nun eher seinem Leistungsvermögen entspricht – das dürftige Schaulaufen gegen Buffalo oder doch die überzeugende Darbietung gegen Pittsburgh. Eine ultimative Bewährungsprobe.

      Defensiv kommt es zum monumentalen Showdown zwischen der besten Verteidigung der regulären Saison und dem wohl besten Quarterback derzeit. Die Jags produzierten während der Saison die ligaweit zweitmeisten Sacks (55) und haben dahingehend mit Calais Campbell (14.5) und Yanick Ngakoue (12) zwei herausragende Einzelkönner. Daneben gibt es aber noch weitere starke Individualisten wie Malik Jackson (8) oder Dante Fowler Jr. (8), die Druck auf Brady ausüben können.

      Je nachdem, inwieweit die D-Line fähig ist diesen Druck auszuüben, kann dann die Secondary mit Jalen Ramsey und A.J. Bouye ihren Job verrichten. Natürlich profitieren sie vor allem von diesen starken Vorderleuten, aber auch selbst haben sich die Beiden richtig gut entwickelt und stehen stellvertretend für die Ballhawk-Mentalität der Secondary (insgesamt 21 Interceptions).



      New England

      Offensiv werden die Patriots versuchen die Schwachstelle der Jags in Sachen Passverteidigung gegen gegnerische Running Backs und Tight Ends auszunutzen. Natürlich zuallererst mit Rob Gronkowski, den wohl besten Tight End der Liga. Weiterhin kann Tom Brady (4.577 Yards/32 Touchdowns) auf die Backs Dion Lewis und James White setzen, die vor allem durch spielfeldverlagernde Screens Vorteile gegen die schnellen und athletischen Linebacker der Jags haben könnten. Eine Wildcard könnte Wide Receiver Danny Amendola (61 Fänge/659 Yards/2 TDs) sein, der letzte Woche gegen Tennessee ein sehr gutes Spiel absolvierte und vom Fokus des Gegners auf Gronk und Cooks profitieren könnte.

      Defensiv werden sie die Kreise von Fournette & Co. eingrenzen wollen, was ihnen im letzten Spiel gegen Tennessee und Derrick Henry sehr gut gelang. Die Cornerbacks Stephon Gilmore und Malcolm Butler könnten davon profitieren, wenn das Laufspiel der Jags unter Kontrolle gehalten und Bortles gezwungen wird, vermehrt riskante Pässe anzubringen.



      Duelle


      Jaguars QB Blake Bortles – Patriots HC Bill Belichick

      Einer steht an der Seitenlinie und einer auf dem Feld. Trotzdem ein (imaginäres) Duell, was das Spiel entscheidend beeinflussen könnte. Billy Boy wird sicher ein kreatives Schema entworfen haben, das vor allem auch Bortles Lauf-und Scrambling Aktivitäten ausreichend berücksichtigt. Letzte Woche wurde Marcus Mariota dementsprechend verwirrt und wusste vor lauter D-Line Formationen und Blitz Calls am Ende nicht mehr ein und aus (8 Sacks).

      Bortles wird wieder darauf bedacht sein, möglichst turnover-free zu bleiben. Alle zehn Spiele, in denen ihm das in dieser Saison gelang, konnten die Jags für sich entscheiden. Dazu steht das Team bei einer 5-0 Bilanz, wenn es keinen Sack zulässt. Bezüglich Bortles kommt viel auf das eigene Laufspiel an, denn jeweils abhängig von diesem wird mehr oder weniger Arbeit und damit Risiko auf Bortles zukommen.



      Patriots QB Thomas Brady – Jaguars CBs Jalen Ramsey & A.J. Bouye

      Der vielleicht beste Spielmacher aller Zeiten trifft auf ein junges und teilweise wortgewaltiges Duo, das aber zumindest in dieser Saison auch Taten hat sprechen lassen. Die Jags verzeichnen die beste Defense der Liga gegen den Pass – ihre Gegner passen pro Spiel für ganze 170 Yards und mit 55 Sacks haben sie die zweitbeste Sack-Bilanz der NFL aufzuweisen.

      Brady zeigte erst letzte Woche, was Größe bedeutet (337 Yards/3 TD/0 INT) und hat nun so ziemlich jede Coverage gesehen, die es weltweit so gibt. Seine mangelnde Mobilität fällt aufgrund seines ultraschnellen Release nicht ins Gewicht, wohl niemand kann eine Defense so chirurgisch und fachmännisch sezieren und auseinandernehmen wie er.



      Patriots TE Rob GronkowskiJaguars Defensive

      Über Gronko muss man nicht mehr viel sagen, der Beste auf seiner Position und einer der besten Offensivspieler der Liga, ein echter 1-1 Alptraum, der mit seiner monumentalen Kombination aus Kraft, Größe, Stärke und Beweglichkeit eigentlich nicht zu verteidigen ist. Auch heuer übertraf er wieder die 1.000 Yard-Passfang Marke und ist verletzungsfrei eine absolute Hauptfigur im offensiven Gameplan.

      Die Jags werden ihm wohl verschiedentlich begegnen, die physische Variante wäre LB Myles Jack, der aber wohl zu langsam ist. FS Tashaun Gipson hat noch mit Verletzungsnachwehen zu tun und wäre wohl nicht fit genug, dann könnte einer der beiden CBs Ramsey oder Bouye den Auftrag der Deckungsvariante erhalten. Irgendwas werden sie sich schon einfallen lassen (müssen).



      Jags QB Blake Bortles – Patriots LB Kyle Van Noy

      Van Noy ist nach einer lästigen Verletzung nun wieder fit und wird wohl, ähnlich wie im letzten Spiel gegen Mariota, den „Spy“ geben, um die Kreise von Blake Boy einzugrenzen. Dieser ist ganz passabel zu Fuß unterwegs und van Noy als vielleicht mobilster und vielseitgster Spieler der Pats Front-7 wird dahingehend ein Auge auf ihn (und Fournette) werfen.



      Patriots WR Danny Amendola – Jaguars CB Aaron Colvin

      Amendola machte im Spiel gegen Tennessee auf sich aufmerksam (11 Fänge/112 Yards) und könnte neben Cooks, Hogan und Gronkowski eventuell eine mit spielentscheidende Rolle zukommen. Im Slot sollte er angesichts des zu erwartenden Passrushs der Jags als eine kompatible Anspielstation für Brady fungieren, wenn der das Ei schneller loslassen muss als geplant.

      Colvin geht neben Ramsey und Bouye vielleicht ein klein wenig unter, hat aber dennoch seine Nische in der qualitativ starken und ausgeglichen besetzten Jags-Defense gefunden. Als integraler Bestandteil der gut geölten Verteidigungsmaschinerie aus Florida übernimmt er meist den zweiten oder dritten Receiver beziehungsweise den Tight End und sieht da meistens eigentlich ganz gut bei aus.







    • Tolles Preview :top:
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)

      Beitrag von markus1983 ()

      Dieser Beitrag wurde von Mile High 81 gelöscht ().
    • Im Nachhinein betrachtet wurde das Spiel durch die Penaltys entschieden. Neben dem zumindest strittigen PI Call in der ersten Halbzeit, war es vor allem auch das Delay of Game. Statt einen ersten Versuch tief im Patriots-Territorium wird Bortles gesacked und am Ende muss man den Ball punten. Das war der Drehpunkt im Spiel.

      Trotzdem: Respekt für eine wunderbare Saison. Die Defense hat wirklich Spaß gemacht!! Ich bin mal gespannt wie viele man davon halten kann und evtl offensiv noch ein bisschen nachlegen kann. DAnn könnte dieses junge Team in den kommenden Jahren noch Spaß machen.

      Für Bortles freut mich sehr, dass er so weit gekommen ist und auch in Foxboro ein tolles Spiel hingelegt hat. Er hat den ganzen selbsternannten QB-Experten, die ihn teilweise extrem beschimpft haben gezeigt, dass er es auch anders kann.
    • Tolle Saison, und dann so eine bittere Niederlage. Ein Play geht mir nicht aus dem Kopf. Delay of game 2:20 vor der Halbzeit... Es war auch noch nach einer Auszeit. Das ist absolut nicht zu entschuldigen und hat meiner Meinung nach das Game entschieden. Im Normalfall gehen die Jags mit 17:3 in die Kabine und nicht mit 14:10.
    • [TheDude] schrieb:

      Im Nachhinein betrachtet wurde das Spiel durch die Penaltys entschieden. Neben dem zumindest strittigen PI Call in der ersten Halbzeit, war es vor allem auch das Delay of Game. Statt einen ersten Versuch tief im Patriots-Territorium wird Bortles gesacked und am Ende muss man den Ball punten. Das war der Drehpunkt im Spiel.

      Trotzdem: Respekt für eine wunderbare Saison. Die Defense hat wirklich Spaß gemacht!! Ich bin mal gespannt wie viele man davon halten kann und evtl offensiv noch ein bisschen nachlegen kann. DAnn könnte dieses junge Team in den kommenden Jahren noch Spaß machen.

      Für Bortles freut mich sehr, dass er so weit gekommen ist und auch in Foxboro ein tolles Spiel hingelegt hat. Er hat den ganzen selbsternannten QB-Experten, die ihn teilweise extrem beschimpft haben gezeigt, dass er es auch anders kann.
      Soweit ich weiß, müssten in der Defense die meisten Starter noch Verträge haben.
      Blake Bortles hat diese Saison gezeigt, dass er ein Franchise Qb sein könnte, aber ist leider zu unkonstant. Denke aber man wird ihn behalten ihn aber stärkere Konkurrenz ins Team holen. Entweder über Draft oder FA.
    • Glückwunsch zu einem wirklich starken Spiel! Wir waren am Ende etwas besser, aber auch glücklicher.

      Eure Defense ist schon Elite und auch noch sehr jung. Das wird lustig in den kommenden Jahren in der AFC.

      Auch wenn Bortles wenig falsch gemacht hat, würde euch ein noch besserer QB gut zu Gesicht stehen.
    • DJS schrieb:

      Tolle Saison, und dann so eine bittere Niederlage. Ein Play geht mir nicht aus dem Kopf. Delay of game 2:20 vor der Halbzeit... Es war auch noch nach einer Auszeit. Das ist absolut nicht zu entschuldigen und hat meiner Meinung nach das Game entschieden. Im Normalfall gehen die Jags mit 17:3 in die Kabine und nicht mit 14:10.
      Das war für mich auch der Moment, bei dem ich mir dachte, das könnte den Patriots reichen. Und so war es dann auch.
    • Vor der HZ nach dem Pats TD hätte man mit den Timeouts und fast ner Minute auch durchaus nochmal pushen können imo. Pats D war in Hz 1 nicht wirklich da... Aber man hat sich insgesamt eher für die Save Variante entschieden. Der Ausfall von Gronk hat wahrscheinlich auch noch dazu geführt das man dachte die D macht das irgendwie in HZ 2. Ich hätte auch das Gefühl die holen das. Aber nachdem ich Dante das geschrieben hatte ging nix mehr.
    • Ich verstehe die Entscheidung, 54 Sekunden vor Ende des 2. Q aufs Knie zu gehen, immer noch völlig unverständlich. Zumindest Fieldgoal war absolut machbar und unsere Defense war ja zu dem Zeitpunkt kaum existent. Für mich zu konservativ in einem solchen Spiel.
    • Gratulation, ihr habt das AFCCG zu dem gemacht was es sein soll.
      Mit ein wenig mehr Erfahrung und Routine hättet ihr es heim spielen können. Mit Ramsy habt ihr den Corner der Zukunft in euren Reihen und noch ein paar mehr.
      Ich freu mich auf die Zukunft von euch.
      Gronkowski "He was just yappin' at me the whole time, So I took him and threw him out of the club."

      We are on to next Year.

      ++++NFL-Talk FDL Sieger 2014++++
    • Mile High 81 schrieb:


      Aber euere d cord sollte wissen das man mit 4 min Rush und soft Zone in Boston das Ding nicht nach Hussein bringen kann. Da war mir zu wenig Abwechslung in hz 2.
      Das fand ich auch.
      Es gibt bestätigterweise 2 Philosophien in der NFL. Die gängigste ist die "perfect execution" Also mach immer das gleiche aber mach es fehlerlos.

      Die andere ist die des Game-Plannings, also mismatches kreieren und ausnutzen. Etliche Teams machen das zum Spielbeginn aber bis auf die Teams um Brady und Manning fallen mir keine weiteren Teams ein, die halftime adjustments so offensichtlich machen und können.

      Was die Defense angeht, kenn ich HZ-adjustments eigentlich nur von den Pats. Und das war heute ein weiterer Beweis. Die ganzen letzten Spiele der Jags waren eigentlich nur Playactions. Nach der HZ Fournette kalt gestellt und mit press-man und 4+ man rush wars dann vorbei, weil Bortles kaum tiefe Bälle bei enger coverage trifft.

      Was die Defense der Jags angeht. Sicherlich hätte man Brady mit mehr als 4 Man Rush intensiver zusetzen können. Ich denke der DC hatte Angst, dass sie von den bekannten Option-Routes getroffen werden (was die Pats ja konsequent gecallt haben mit Amendola). Ich verstehs nur nicht, bzw. nur mit dem "perfect execution" Ansatz. Wenn man Ramsey, Bouye und eine auch sonst eingespielte Defense hat, muss man das Risiko in einem CCG einfach mal gehen.

      Trotzdem Glückwunsch an die Jags.
      Und aus Eigennutz: Verlängert bitte mit Bortles für viel Geld! :D
      GM von den Indianapolis Colts in der IMT Madden Dynasty League
    • Na ob beim Superbowl wenigstens ein paar Pats fans in Schwarz Weiß gestreiftem "Trikot" kommen?

      Tut mir unendlich Leid für euch die Jaguars haben wahnsinnig schönen Football gespielt und das war ein unwürdiges Ende. Bortles hat mir über weite Strecken gut gefallen. Er hat genau die Pässe genommen, die er bekommen hat und das sah lange auch sehr gut aus. Von Fournette habe ich mir etwas mehr erhofft. Ich hatte fast das Gefühl, der war noch etwas angeschlagen von letzter Woche. Die Defense ist der helle Wahnsinn. Ich finde Ramsey ist ein absoluter Unsympath vor dem Herren aber ein ebenso krasser ausnahem Athlet und diese Defense Line ist einfach schön anzusehen. Wenn man aber nunmal Drives dabei hat wo die Zebras mehr Yards durch skurile Calls machen als die Gegner Offense wird es nunmal schwer.

      Nichts desto trotz on the road super präsentiert und auf eine strahlende Zukunft dieses jungen, starken Teams!
    • Schade. Nach einer wirklich guten ersten Halbzeit (konstante Drives von Bortles, gute Defense-Leistung, dazu schwache Pats) hätte man mit dem 17-3 in die Kabine gehen müssen. Für mich war die Pass Interference stark entscheidend am Ausgang der Partie, hat sie die Patriots doch noch vor der Halbzeit zurück ins Spiel geholt. Da kann man natürlich den Refs einen Vorwurf machen sehr kleinlich zu pfeifen, aber ebenso war doch zu erkennen, dass der Pass viel zu schlecht geworfen war. Da bleibe ich doch einfach komplett vom Mann weg und gebe erst gar keinen Anlass dazu auch nur irgendwie die Hand zur Flagge gehen zu lassen. Naja. Lässt sich vor dem Fernseher immer so leicht sagen. Vielleicht hat er den Pass auch nicht richtig kommen sehen. In meinen Augen war es aber relativ dumm da noch irgendwie Kontakt zum Gegner zu haben.

      In der zweiten Halbzeit haben sich die Patriots dann gefangen und die Jags waren nicht mehr so stark und konstant wie im ersten Durchgang. Hätte es den Jags natürlich mehr gegönnt, aber insgesamt war es ein ordentliches AFC Championship Game das ich auf diesem Niveau nicht erwartet hätte. Glückwunsch zu der tollen Saison, liebe Jags.
    • So bittet die Steelers-Niederlage war...als Jags-Fan würde ich mich jetzt (neben den Refs :mrgreen: ) wochenlang über das eigene Unvermögen aufregen.

      Ja, die PI war eher keine.
      Und ja, die Pats haben lächerlicherweise weder in Offense noch Defense auch nur einen einzigen Penalty kassiert (der einzige für 10 yards war in Special Teams).

      ABER: Wer schon zum Ende der 1. Halbzeit in den Turtle-/Prevent-Mode fällt, hat es am Ende auch einfach nicht so wirklich verdient.

      Mit 2 Timeouts ne knappe Minute vor der Halbzeit darf ich in so einem Spiel nicht abknien, sondern muss versuchen, zumindest noch in FG-Rechweite zu kommen (Lambo hatte ja gestern offensichtlich ne gute distance).

      Dazu das Playcalling in Halbzeit 2...was war das denn bitte? Man hat völlig sinnlos all das, was in der 1. Halbzeit super funktioniert hat, fast komplett eingestellt.
      Geplante Pässe auf die RBs waren praktisch nicht mehr vorhanden. Stattdessen bei gefühlt JEDEM 1st down der gleiche Fournette-Run.
      Und ebenso gefühlt JEDES mal gab es dabei genau ein yard und man war mit 2nd&9 dauerhaft in ner Situation, die einfach nicht gut zum Skillset der eigenen Offense passt.Gleiches in der Defense. Während Brady in Durchgang 1 bei fast jedem Dropback jemanden im Gesicht hatte, gabs das in der 2 Halbzeit kaum noch und auch im Backfield hat man anscheinend irgendwie von Man auf mehr Zone geswitched.

      Dass man trotzdem bis zum Ende im Spiel war zeigt ja, dass mehr drin gewesen wäre, hätte man einfach nur ein bißchen mehr Eier gehabt...
      1. FC Köln. Spürbar dilettantisch.
    • Mir tut es auch leid um euch. @Dante LeRoi hat eh schon sehr gut zusammengefasst was ich gestern exakt gleich gesehen hab. Nur würde ich den impact der Zebras höher Bewerten: als es mit 10-17 in die Kabine ging dank 2 frageürdige Calls der Refs war es schon absehbar, wie das Spiel ausgeht. Zudem gab es nucht einen nennenswerten Call für die Jags. Schon schade, dass es nicht reicht wenn man besser als der Gegner ist sondern auch noch die Refs schlagen muss.

      Leider ist man halt dann in Halbzeit 2 zu viel erfolglos gelaufen. Auf der anderen Seite: Wenn man mit einem Bortles mehr wirft und es geht ins Auge, ist der Shitstorm, warum man in Führung liegend mit einen Fournette im Kader nicht mehr läuft so sicher wie das Amen im Gebet.

      Insgesamt war mir das auch zu konservativ, auch das abknien im HZ 1 war nicht notwendig. Gerne hätte ich mal mehr Druck und Blitzes auf Brady gehabt - hat ja die ganze saison gut funktioniert. warum jetzt einstellen? Brady wird nicht jünger und vermehrt solche angriffe hätten bei im Spuren hinterlassen zumal er ja nicht ganz fit ist/war. Wenn ich schon in der offense so konservativ spiele, wäre ich zumindest mit dieser genialen Defense gegen Brady aggressiv geworden in Halbzeit 2.

      Leider habn sich eure Coaches für die doppelte Mega-Konservativ-Variante auf beiden Seiten des Balles entschieden und dadurch das Spiel gegen die Pats+Refs doch noch verdient verloren. Schade drum! Aber nächstes Jahr wird es mit diesem Kader sicher auch was zu holen geben. Bortles würd ich halt gegen Cousins/Smith austauschen.
    • War die Angst vor der eigenen Courage.


      Nichts gegen Brady, er hat das ohne Gronk großartig gemacht und wird wohl am Karrierende (wann immer das sein wird) tatsächlich der GOAT sein, aber 2 Wochen Tommy Boy-Lovefest werden harte Kost.

      War eine große Chance für die Jags, von der man nicht weiß, ob sie so schnell wiederkommt ... ist die AFC next year wieder eher Durchschnitt? Wie macht sich Vrabel bei den Titans? Kommt Houston mit Watson und Watt zurück? Schafft Indy mit Luck ein Bounce-Back? Ist Bortles tatsächlich die Langzeitlösung, mit der man einen SB gewinnt?

      Fragen, die geklärt werden (müssen). Nur sind Dynastien wie die der Pats keine Regel, sondern die absolute Ausnahme. Man frage nach bei den Packers oder den Seahawks, wo man mit A-Rod und Wilson wohl auch mehr als jeweils "nur" eine Championship im Sinn hatte, solange diese in ihrer Prime sind. Oder den Falcons, die letztes Jahr so nah dran waren und nun nicht wissen, ob sie mit Ryan noch einmal so eine Chance bekommen.

      Ist sie da, dann muß sie am Schopf gepackt und ergriffen werden und da sind die Patriots absolute Meister, auch aufgrund ihrer mittlerweile immensen Erfahrung mit Brady & Belichick. Das war vielleicht auch ein klein wenig der Unterschied zu Bortles/Marrone.

      Und eben das sehr konservative, fast ängstliche Playcalling. Wo wir dann wieder bei der Furcht vor der eigenen Courage wären.
    • Danke für das spannende Championship spiel... Für mich war auch das Abknien mit 53 Sekunden und zwei Timeouts vor der Halbzeit einfach ein schlechtes Zeichen der Coaches an die eigenen Spieler...

      Patriots sind bekannt für die adjustierst in der HZ...

      Im Grunde musst du gegen die Pats zwei Gameplans haben... Einen für die erste Halbzeit und einen für die zweite, weil du davon ausgehen kannst, dass der erste in HZ 2 nicht mehr funktioniert...

      Dennoch Glückwunsch für die Saison... Hätte es den Jags gegönnt
      Alles Gelingen
      hat sein Geheimnis,
      alles Misslingen
      seine Gründe.
    • Schade für die Jags. Wie schon mehrfach beschrieben kam die Niederlage durch die Kombination mehrerer Faktoren zusammen, wie strittige Calls (davon haben sich die Spieler aus meiner Sicht aber nicht beeinflussen lassen) und dem einem oder anderen Call. Im Nachhinnein sind wie alle schlauer.

      Wird spannend wie man mit Bortels umgeht. Natürlich scheint er kein Franchise QB zu sein, aber wie in den letzten Wochen auf dem rumgehackt wurde, ging auf keine Kuhhaut mehr. Er hat jetzt zwei gute PO Games auswärts bestritten und die Niederlage lag am wenigsten an ihm.

      Was macht man nun in der AFC South mit drei potentiellen Franchise QB (Luck, Mariota, Watson)? Ich bin froh das ich diese Frage nicht klären muss.

      Tolle Saison. Aufgrund solcher Teams liebe ich die NFL, vom Bodensatz zum Contender innerhalb von kurzer Zeit.
    • Irgendwie hat am Schluss der Killerinstinkt gefehlt. Schade. Wird aber auch eine wertvolle Erfahrung sein. Mit euch ist weiterhin zu rechnen.
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
    • Ich verstehe zwar, wieso manche meinen, die Jaguars hätten lieber versuchen sollen zu scoren, als 55 Sekunden vor Halbzeit abzuknien. Allerdings hielt und halte ich die Entscheidung für richtig. Die Pats hatten gerade gescort, die Jags bekamen nach der Pause den Ball. Sie sind zudem nicht bekannt für ihre schnelle 2-Minute Offense, sondern für ihr stetiges Run, Play-Action Spiel. Der Run spielt aber gerade in so einem Drive keine Rolle, ergo konnten die Pats sich komplett auf den Pass konzentrieren. Das Risiko entweder ein Turnover oder aber ein schnelles 3 and out zu kassieren, war hier durchaus gegeben. Und man stelle sich vor, die Pats hätten dann nochmal 3 Punkte aufs Scoreboard bekommen vor der Pause (dass sie dazu fähig sind, muss man glaub ich nicht mehr groß erwähnen).

      Verloren wurde das Spiel im letzten Viertel, vor allem nach dem Fumble von Lewis. Da hat das schnelle 3 and out das letzte Mal das Pendel umschlagen lassen. Konservatives Playcalling - das ganze Spiel hat man so gecallt, hat die Play-Action Pässe und den Run gleichmässig verteilt. Das hat man auch in der zweiten Hälfte versucht, nur haben die Pats adjustet und haben den Druck auf Bortles bei den Pässen erhöht - von Fournette kam ja auch eher wenig bis auf 2 oder 3 Läufe. Ansonsten viel 1,2 höchstens 3 Yards. Bortles hat ein nahezu fehlerloses Spiel gemacht und beim 4th Down Pass war einfach nur die Verteidigung besser - der Ball war ja da.

      Dass die Defense allerdings ein 3rd & 19 mit einem Pass über die Mitte abgibt, das war eher überraschend. Auch sonst hatte ich mit mehr Druck gerechnet, vor allem nach Gronk raus war. Da dachte ich, dass das gute Backfield Brady dazu zwingen könnte, den Ball länger zu halten. Allerdings hatten sowohl Cook als auch vor allem Amendola doch mehr Erfolg als vermutet.

      In so einem Spiel sind es meist die Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen - ein unverständliches Delay nach einer Auszeit, welches 3 Punkte kostete, ein 3rd & 19 das man nicht verteidigt bekommt, ein 3 and Out weil ein Yard zum First fehlt nach dem einzigen Turnover + die schlechtere Feldsituation nach Punts haben dazu geführt, dass man doch nur als knapp geschlagener Verlierer vom Feld musste.
      "Jason Witten is the standard as a person and as a football player" (Jason Garrett)
    • Auch wenn es nach so einem Spiel sicher eher nicht so toll klingt: Glückwunsch für die über drei Viertel ganz hervorragende Leistung, ich hätte euch sehr gern im Super Bowl gesehen. Wirklich sehr schade drum.
      Vor allem, da es wieder mal die Refs waren, die das Spiel entscheidend zu Gunsten der Patriots beeinflusst haben. Der PI Call vor dem ersten TD der Pats war für PO-Verhältnisse nix anderes als ein Phantom-Call. Für meinen Geschmack unerträglich, dass irgendso ein Streifenhörnchen bei so einem bestenfalls marginalen Ding entscheidend ins Spiel eingreift. Noch schlimmer aber: Im dritten Viertel gab es - nach diesem Maßstab - bei einem 2nd Down eine klare PI gegen Lewis und einem 3rd Down ein fast noch klareres Holding (gegen wen, weiß ich nicht mehr), die beide nicht gepfiffen wurden, so das zwei Jags-Drives zu Unrecht gestoppt wurden.
      Natürlich war es klasse, was die Pats im letzten Viertel gezeigt haben, insbesondere Brady. Was für meinen Geschmack auch viel mit einem Schottenheimeritis-Anfall von Marrone zu tun hatte (wann schnallen Coaches endlich, dass gerade in den POs die Variante "safe" meistens mit "Loss" übersetzt werden kann?). Dennoch würden die Jags nach meiner Überzeugung sich jetzt auf die Eagles vorbereiten, wenn die Refs eine neutrale Leistung gebracht hätten.
      Für die nächsten Jahre sehe ich euch als das Team to beat in der AFC - insbesondere wenn ihr auf der QB-Position kluge Entscheidungen trefft. Bortles hat in den POs unter dem Strich zwar ordentlich gespielt, vor allem keine dummen TOs produziert, aber auch gerade gegen die Steelers bei 3rd Downs streckenweise beeindruckende Sachen abgezogen. Insgesamt aber halte ich ihn für zu unkonstant, um ein Team auch mal wirklich zu tragen, und sei es nur durch ein geniales Big Play. Zumindest gegen die Patriots hätte das schon gereicht, trotz der Refs...