Personenkult der NFL

  • Ich bin gerade so schön im Genervt-Modus :mrgreen:
    Geht das nur mir so oder seid Ihr auch so genervt vom Personenkult der (angeblichen) Star-Spieler?
    Ich meine: da reißen sich hunderte Spieler der Liga Woche für Woche den Arsch auf und bringen Top-Leistungen und was zeigt mir meine Timeline: die "Highlights" von OBJ.


    Immerhin 4 Catches für 36y. Der uncontested Quick-Slant-11y catch bei 3rd und 23 hat mich dabei ganz besonders aus den Socken gehauen! :jeck:


    Aber ich glaube Ihr wisst, was ich meine. Die können noch so durchschnittlich spielen und das ganze wird im Buschi-Style so aufgemotzt, als würden die Glitzer pissen.


    Bin ich da vielleicht etwas empfindlich?

    Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!

  • ein bisschen geht mir das auch so.
    deshalb schau ich auch nur noch selten nfl-network, weil mich das einfach auch nur nervt.


    aber offenbar ist das nunmal so, dass man über solche gesichter und Storys das Produkt gut vermarkten kann...

    "omaha....means actually a runplay... but i could be also mean a passplay...it depends on the current score, the fieldposition and the wind"

  • Geht mir auch so, sieht man ja auch hier in diversen Threads.


    Momentan hoffe ich zB, dass Tom Brady nie Kommentator wird. :D

  • Bin ich da vielleicht etwas empfindlich?

    Wahrscheinlich - geht mir aber auch immer mal wieder so. Vor allem eben bei Spielern die ich nicht so toll finde nervt es mich gewaltig.


    Dagegen ist der Klut um Beast Mode in Oakland einfach gerechtfertigt :rockon: Marshawn Lynch’s homecoming was everything you hoped and more (wir haben gar keinen tanzenden Smilie :eek: ).


    Und wenn ich lese dass JJ Watt aus dem Kult um seine Person mal eben $37 Mio für einen guten Zweck sammelt ist das auch eine tolle Story!


    Ansonsten wird aber ja gerade Football immer wieder als der ultimative Teamsport bezeichnet, da ist dann der Personenkut eher falsch.

  • Übertriebenen Personenkult bzw. künstlich erzeugte Helden kann ich nicht leiden, egal ob es nun in der NFL, Bundesliga, Politik o.ä.. Viele PR Heinis sind ja felsenfest davon überzeugt, dass sich (nur) so ihr "Produkt" (egal ob nun die Person selbst, ein Liga-Spiel, Sportklamotten oder irgendwelche Kosmetikartikel) besser verkaufen lassen.
    Bei mir erzeugt das (auch) eher das Gegenteil :madness

  • Geht mir auch so, sieht man ja auch hier in diversen Threads.


    Momentan hoffe ich zB, dass Tom Brady nie Kommentator wird. :D

    also dass wird er sicher nie werden.

    Gronkowski "He was just yappin' at me the whole time, So I took him and threw him out of the club."


    We are on to next Year.


    ++++NFL-Talk FDL Sieger 2014++++

  • prinzipiell hast du völlig Recht, aber wenn du etwas auf deutsche NFL-Überschriften (noch nicht mal eine Sport-Fachzeitschift oder -Seite) gibst...


    2014 haben die deutschen Zeitungen die Überschrift gebracht, dass Peyton die Broncos zum Superbowl geführt hat (da war der Inhalt noch irreführender). Und 2016 hat Ronaldo die Portugiesen zum EM-titel geführt, obwohl er 80% des Finals draußen war.
    Je weniger Detailwissen, desto wahrscheinlicher die Konzentration auf die präsenten Stars.
    Und selbst in der US-Sportpresse beginnen alle Lobeshymnen meistens mit dem Star.
    Von daher hast du Recht, die Defense hatte am Ergebnis des Superbowls den größten Einfluss und hätte daher mehr gewürdigt werden müssen. Bezogen auf die Gesamtleistung bzw. den Turnaround des gesamten Teams bleibe ich dabei, da hat Brady den entscheidenden Anteil daran.


    Es war ein Beispiel, mehr nicht. Ich hätte auch andere Beispiele nennen können. Ich habe es deswegen gewählt, weil es dafür spricht, dass der Personenkult um NFL-Stars es sogar über den Atlantik geschafft hat, obwohl Peyton oder Tom hier nicht ansatzweise so große Stars sind.
    Deine Ausführungen zeigen, dass natürlich insgesamt der Kult um einzelne Sportler generell sehr hoch ist.
    Ich meine es gab hier auch generell mal einen Thread zu dem gestiegenen Personenkult um NFL-Stars. (Gefunden und gleich hier reingepostet.)


    Ironischerweise hat den sogar @Buccaneer aufgemacht, der zudem ironischerweise ein paar Jahre später diesen Thread aufgemacht hat:
    Können wir bitte mal festhalten... (der Gardner-Minshew-Thread) :D

  • Den Personenkult bringen aber eher die Medien, da kann ich ja auch nichts für. Ich glaube die Fans wissen ganz genau, dass es nur wegen der unglaublich guten Defense zum Sieg gereicht hat. Trotzdem hat Brady in Tampa überperformt und das wird auch zu recht von uns gewürdigt. Es sind die kleinen Dinge, die mir dieses Jahr bei Brady so imponiert haben. Er hat die Siegermentalität in die Franchise mitgebracht, das ist höher zu bewerten, als seine ebenso hervorragenden Statistiken. Deshalb glaube ich auch, dass er einen sehr hohen Anteil am Super Bowl Sieg hat, den ein Stafford, Goff oder Rivers nicht ON TOP mitgebracht hätten.

    Das habe ich auch ausgeführt, dass die Medien auf den Kult von TB12 einen großen Einfluss haben. Mein Beitrag war als Replik dazu gemeint, dass andere den Beitrag von Brady kleinreden und ich habe versucht eine Erklärung dafür abzugeben.




    Und auch den letzten Satz hab ich quasi so wiedergegeben:


    Die hätten auch mit einem anderen soliden QB einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht. Dass dann jetzt Brady kommt + ein paar gute FAs hebt sie dann eben noch ein Level drüber.

  • Es war ein Beispiel, mehr nicht. Ich hätte auch andere Beispiele nennen können. Ich habe es deswegen gewählt, weil es dafür spricht, dass der Personenkult um NFL-Stars es sogar über den Atlantik geschafft hat, obwohl Peyton oder Tom hier nicht ansatzweise so große Stars sind.
    Deine Ausführungen zeigen, dass natürlich insgesamt der Kult um einzelne Sportler generell sehr hoch ist.
    Ich meine es gab hier auch generell mal einen Thread zu dem gestiegenen Personenkult um NFL-Stars. (Gefunden und gleich hier reingepostet.)


    Ironischerweise hat den sogar @Buccaneer aufgemacht, der zudem ironischerweise ein paar Jahre später diesen Thread aufgemacht hat:
    Können wir bitte mal festhalten... (der Gardner-Minshew-Thread) :D

    Ein Gardner Minshew ist aber mal ne ganz andere Hausnummer als die ganzen "Superstars". Minshew hatte ja nie den Anspruch, ein "Superstar" zu sein. Maximal die Karikatur davon. Der NFL würden mehr Typen wie Minshew gut tun.

    Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!

  • Ein Gardner Minshew ist aber mal ne ganz andere Hausnummer als die ganzen "Superstars". Minshew hatte ja nie den Anspruch, ein "Superstar" zu sein. Maximal die Karikatur davon. Der NFL würden mehr Typen wie Minshew gut tun.

    Naja, mit spielerischer Leistung konnte er halt auch nicht glänzen, also mussten Schnorres, Outfits und Chuck Norris Witze herhalten.
    Personenkult, worum es hier in deinem Thread ja geht, war es auf jeden Fall. :)

  • Gerade bei Menschen unter 35 scheint es heutztage leider nur noch mit Ikonen zu funktionieren.


    Das merken die NHL und die MLB ganz besonders im negativen Sinne. Und die NBA ist die Königin der Ikonisierung!


    Lakers vs. Brooklyn Nets - so what?!?
    LeBron vs. KD - ich bin sowas von dabei!


    So ticken leider ca. 80-85% der modernen, jungen Fans, die die Ligen und die Werbewirtschaft erreichen wollen.

    Gruß JFL

    New Yorks finest - Go New York Go New York Gooo!

  • So ticken leider ca. 80-85% der modernen, jungen Fans, die die Ligen und die Werbewirtschaft erreichen wollen.

    Jaja, diese doofen modernen Fans. Das die NBA ohne Bird vs. Magic und später Jordan heute nicht da wäre, wo sie ist, muss auch an diesen modernen, jungen Fans liegen, die damals noch gar nicht auf der Welt waren.


    In der NBA ist der Einfluss eines Spielers auf das Endergebnis schlichtweg am höchsten und da die keine Helme oder Mützen tragen müssen, ist auch der Wiedererkennungswert am höchsten.
    Der Vergleich ist da unpassend, weils bei der NBA einfach darauf hinausläuft, dass ein gutes Team nur so weit kommt, wie ihre Stars es tragen können, s. Clippers in den Playoffs letzte Saison.

    GNP1.de - die deutschsprachige Nummer 1 für MMA, K-1 und Co.


    Beverly Hills 90210, Cleveland Browns 3

    Einmal editiert, zuletzt von Heeeath ()

  • Starkult hat es im Sport (und woanders) natürlich auch schon immer gegeben. Heute hat man nur medial noch mehr Möglichkeiten, aber muss genau deswegen auch immer dicker auftragen ,damit man bei der großen Konkurrenz auf dem "Markt" heraus sticht :madness


    Jeder Sport braucht "Poster-Boys" und Identifikationsfiguren. Das war auch schon immer so. Fragt sich eben nur wieviele davon und wie extrem das gemacht wird :eek:



    Dazu passt ja auch immer noch Buccis Eingangspost hier im Thread. Viele eher mittlere Aktionen, "solide" Spieler oder kurzfristige Eintagsfliegen werden (krampfhaft) im "Buschi-Modus" (fürchterlicher Kommentator nebenbei) zu (vermarktbaren) Extrem-Leistungen/ Superstars hoch gejazzt :stupid

  • Dazu passt ja auch immer noch Buccis Eingangspost hier im Thread. Viele eher mittlere Aktionen, "solide" Spieler oder kurzfristige Eintagsfliegen werden (krampfhaft) im "Buschi-Modus" (fürchterlicher Kommentator nebenbei) zu (vermarktbaren) Extrem-Leistungen/ Superstars hoch gejazzt :stupid

    Hier nervt mich auch immer die deutsche Brille. Ja es ist toll wenn deutsche Sportler erfolgreich sind und es interessiert die deutschen Fans natürlich mehr, aber einen St. Brown oder Edebali zum Superstar zu stilisieren ist schlicht falsch. Ironischerweise fand ich das bei den tatsächlich starken Spielern wie Vollmer oder Johnson nicht so extrem.

  • Ironischerweise fand ich das bei den tatsächlich starken Spielern wie Vollmer oder Johnson nicht so extrem.

    Haben halt keine sexy Position gespielt, wo der Impact für den Laien sofort sichtbar ist.

  • Haben halt keine sexy Position gespielt, wo der Impact für den Laien sofort sichtbar ist.

    Naja, das ist bei Edebali ja auch weniger der Fall.

    When I die and go to hell, hell will be a Brett Favre
    game, announced by the ESPN Sunday night crew,
    for all eternity. Paul Zimmerman

  • Naja, das ist bei Edebali ja auch weniger der Fall.


    Wenn der am Oliner vorbeiläuft und den QB auf den Boden haut? Oder den RB mit einem Tackle stoppt?
    Gerade mit einem Werner als Co-Kommentator wird doch darauf eingegangen und ist sicherlich nachvollziehbarer als ein "normaler" Block von einem Oliner (wenn er jetzt im Second Level irgendjemanden Pancaked ist das natürlich etwas anderes.).

  • Also ich glaube das die Medien einfach viel schneller im Hype Modus sind, Beispiel RW3 wie schnell er diese Saison schon als MVP betitelt wurde.


    Und das es heute mehr „Superstars“ gibt, liegt doch in erster Linie an Social Media, weil jeder nach seiner eigenen Meinung wählen kann.
    Früher konntest du halt eine Zeitung lesen, aber nicht deinen Senf dazu geben oder einem Spieler bei insta oder sonst wo folgen, um ihn zu hypen... und Spieler, Musiker, influencer die auf Social Media gut ankommen, kommen dann auch mehr ins TV... ich meine was da teilweise rumläuft... :bengal