Fußball-WM 2018 in Russland

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Buccaneer schrieb:

      Scipio schrieb:

      olibo66 schrieb:

      WolfsburgerJung schrieb:

      Laut Löw ist Can gesundheitlich "eine zu große Unbekannte".
      Aber Neuer nominiert er, wenn auch erst mal nur für den vorläufigen Kader....

      Chief schrieb:

      Den DfB geht die persönliche politische Meinung der Nationalspieler nichts an. Hier ist schon wieder die gesellschaftliche Gesinnungspolizei unterwegs.

      So sehr ich Löw nicht leiden kann, hat er bei der Vorstellung eindeutig gesagt, dass wenn Neuer kein Spiel machen kann bzw. nicht fit genug in der Vorbereitung erscheint, er fliegt.
      Das glaubst du doch selber nicht. Der wird dann heldenhaft und im Sinne der Nation darauf schmerzerfüllt verzichten ;)
      Wahrscheinlich wird es Löw so verkaufen, wenn. ;) Mir kann es aber egal sein, da ich so böse es klingt Löws Gesicht und das der Eventies zu gerne sehen würde, wenn Deutschland in der Vorrunde ausscheiden würde. :D
    • Scipio schrieb:

      Buccaneer schrieb:

      Scipio schrieb:

      olibo66 schrieb:

      WolfsburgerJung schrieb:

      Laut Löw ist Can gesundheitlich "eine zu große Unbekannte".
      Aber Neuer nominiert er, wenn auch erst mal nur für den vorläufigen Kader....

      Chief schrieb:

      Den DfB geht die persönliche politische Meinung der Nationalspieler nichts an. Hier ist schon wieder die gesellschaftliche Gesinnungspolizei unterwegs.

      So sehr ich Löw nicht leiden kann, hat er bei der Vorstellung eindeutig gesagt, dass wenn Neuer kein Spiel machen kann bzw. nicht fit genug in der Vorbereitung erscheint, er fliegt.
      Das glaubst du doch selber nicht. Der wird dann heldenhaft und im Sinne der Nation darauf schmerzerfüllt verzichten ;)
      Wahrscheinlich wird es Löw so verkaufen, wenn. ;) Mir kann es aber egal sein, da ich so böse es klingt Löws Gesicht und das der Eventies zu gerne sehen würde, wenn Deutschland in der Vorrunde ausscheiden würde. :D
      Wird nicht passieren. Und das ist auch gut so.
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!
    • Ausbeener schrieb:

      Im Endeffekt ist es ein Treppenwitz. Wir machen Deals mit der Türkei in allen Bereichen und beschweren uns dann über ein Foto von zwei Fussballern. Doppelmoral ohne Ende
      Jo.... wer Rüstungsgüter an Erdogan liefert, der sollte in der Tat zu dem Thema Özil/Gündogan lieber nix sagen. Tut der DfB aber meines Wissens nicht :wink2:
      Je suis....
      87%
    • Was haltet ihr eigentlich von der Bild-Schlagzeile gestern? :D


      olibo66 schrieb:

      Ausbeener schrieb:

      Im Endeffekt ist es ein Treppenwitz. Wir machen Deals mit der Türkei in allen Bereichen und beschweren uns dann über ein Foto von zwei Fussballern. Doppelmoral ohne Ende
      Jo.... wer Rüstungsgüter an Erdogan liefert, der sollte in der Tat zu dem Thema Özil/Gündogan lieber nix sagen. Tut der DfB aber meines Wissens nicht :wink2:
      Jo, macht der jeweilige Regierende auch nicht persönlich, trotzdem kann ich ihm das ankreiden.

      Abgesehen davon: Ist jetzt auch nicht so, als würde sich der Verband gänzlich unpolitisch in der Öffentlichkeit positionieren.
      Dateien
      • Unbenannt.PNG

        (369,29 kB, 14 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • olibo66 schrieb:

      Bay Araya schrieb:

      Jo, macht der jeweilige Regierende auch nicht persönlich, trotzdem kann ich ihm das ankreiden.
      Natürlich, denn die Regierung genehmigt das mW ja.
      Jo, ich meine aber, wenn der DFB-Präsident dann eben sich in diesem Fall so positioniert:
      «Der Deutsche Fussballbund respektiert und achtet selbstverständlich die besondere Situation unserer Spieler mit Migrationshintergrund. Aber der Fussball und der DFB stehen für Werte, die von Herrn Erdogan nicht hinreichend beachtet werden», schreibt Grindel auf Twitter.«Deshalb ist es nicht gut, dass sich unsere Nationalspieler für seine Wahlkampfmanöver missbrauchen lassen. Der Integrationsarbeit des DFB haben unsere beiden Spieler mit dieser Aktion sicher nicht geholfen.»

      Dann sollte er beim nächsten Gruppenfoto in der Umkleide mit Merkel vielleicht auch eine kritische Haltung einnehmen. Denn sonst ist das eben schon eine gewisse Doppelmoral ;)
    • olibo66 schrieb:

      Ausbeener schrieb:

      Im Endeffekt ist es ein Treppenwitz. Wir machen Deals mit der Türkei in allen Bereichen und beschweren uns dann über ein Foto von zwei Fussballern. Doppelmoral ohne Ende
      Jo.... wer Rüstungsgüter an Erdogan liefert, der sollte in der Tat zu dem Thema Özil/Gündogan lieber nix sagen. Tut der DfB aber meines Wissens nicht :wink2:
      Der DFB hat sich ja geäußert. Ob das im Lichte einer WM im kuscheligen Russland passend ist, kann jeder selbst beurteilen.

      Aber ansonsten ist der öffentliche Aufschrei schon hart an der Grenze zur Komik. Inklusive Bild

      Ich wäre ja dafür die Purschen zu Poden zu schleudern
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
    • Bay Araya schrieb:

      olibo66 schrieb:

      Bay Araya schrieb:

      Jo, macht der jeweilige Regierende auch nicht persönlich, trotzdem kann ich ihm das ankreiden.
      Natürlich, denn die Regierung genehmigt das mW ja.
      Dann sollte er beim nächsten Gruppenfoto in der Umkleide mit Merkel vielleicht auch eine kritische Haltung einnehmen. Denn sonst ist das eben schon eine gewisse Doppelmoral ;)
      Bei Grindel als ehemaligem CDU-MdB wahrscheinlich nicht.

      Ich finde es ja auch nicht glücklich, wenn man sich von jedwedem Kanzler durch Kabinenbilder instrumentalisieren lässt, aber es macht schon einen Unterschied, ob man sich einem demokratisch gewählten Politiker des eigenen Landes gegenüber kritisch zeigen soll, oder bei einem Typen wie Erdogan, der sein Land mit Islamismus und Nationalismus in Richtung Diktatur steuert und viele Werte mit Füßen tritt, die in Deutschland noch verteidigt werden. Mir persönlich war das Statement von Grindel viel zu weichgespült, passt aber in die Linie des DFB jedwede Haltung zu vermeiden, sobald sie auch nur im Ansatz kontrovers sein könnte. Gesellschaftliches Bemühen geht über Plakatkampagnen nicht hinaus und das wird sich leider auch im Zuge dieser Putin-WM nicht ändern.
    • Naja. Es kommt darauf an. Wenn man für die deutsche Nationalmannschaft spielt und z. B. Der zuständige Minister bzw. das deutsche Staatsoberhaupt vorbeikommt, ist das was anderes. Der kommt ja dann in seiner Funktion und weniger aus persönlichen wahltaktischen Gründen.
    • nineteen65 schrieb:

      Bay Araya schrieb:

      olibo66 schrieb:

      Bay Araya schrieb:

      Jo, macht der jeweilige Regierende auch nicht persönlich, trotzdem kann ich ihm das ankreiden.
      Natürlich, denn die Regierung genehmigt das mW ja.
      Dann sollte er beim nächsten Gruppenfoto in der Umkleide mit Merkel vielleicht auch eine kritische Haltung einnehmen. Denn sonst ist das eben schon eine gewisse Doppelmoral ;)
      Bei Grindel als ehemaligem CDU-MdB wahrscheinlich nicht.
      Ich finde es ja auch nicht glücklich, wenn man sich von jedwedem Kanzler durch Kabinenbilder instrumentalisieren lässt, aber es macht schon einen Unterschied, ob man sich einem demokratisch gewählten Politiker des eigenen Landes gegenüber kritisch zeigen soll, oder bei einem Typen wie Erdogan, der sein Land mit Islamismus und Nationalismus in Richtung Diktatur steuert und viele Werte mit Füßen tritt, die in Deutschland noch verteidigt werden. Mir persönlich war das Statement von Grindel viel zu weichgespült, passt aber in die Linie des DFB jedwede Haltung zu vermeiden, sobald sie auch nur im Ansatz kontrovers sein könnte. Gesellschaftliches Bemühen geht über Plakatkampagnen nicht hinaus und das wird sich leider auch im Zuge dieser Putin-WM nicht ändern.
      Wenn die Kanzlerin Geschäfte mit dem Diktator macht? Und Erdogan wurde offiziell auch demokratisch gewählt.

      Und nur weil er CDU-MdB war, heißt es ja nicht, dass es nicht trotzdem eine Doppelmoral hat. :madness
    • Es stimmt schon, dass seine persönliche Überzeugung natürlich Doppelmoral enthalten kann. Da hast du Recht. Ich will auch gar nicht im Verdacht stehen, Grindel zu verteidigen 8| Ich denke du wirst mir bei allem "offiziell demokratisch" gewählt (das kann man ja auch von noch ganz anderen Personen sagen) Recht geben, dass es schon mehr Gründe zur Kritik an Erdogan als an Merkel gibt (ohje, jetzt stehe ich auch noch im Verdacht Merkel zu mögen :eek: ). Da hätte ich mir einfach deutlichere Worte gewünscht. Reine Utopie (und jetzt bewusst überspitzt): wie schön wäre es gewesen, man hätte mit einem Bild von Özil und Gündogan vor einem "Kein Fußball den Faschisten"-Spruch kontern können. Aber das geht ja nicht. Hat man ja damals überdeckt, weil Fußball unpolitisch ist.
    • Klar sehe ich da einen Unterschied (Merkel oder Erdogan).

      Die Doppelmoral Grindels bzw. des DFBs zeigt sich ja auch nicht im Verhältnis Merkel vs. Erdogan. Sondern im Verhalten Gündogans und Özils gegenüber Erdogan vs. Merkel gegenüber Erdogan. Und ich sag mal die beiden liefern weder Waffen an die Türkei noch haben sie einen faulen Flüchtlingspakt ausgehandelt.
    • Chief schrieb:

      HL Cheesehead schrieb:

      mMn ein recht guter Kommentar zu Özil und Gündogan

      kicker.de/news/fussball/nation…esordnung-uebergehen.html
      Das sehe ich ganz anders. Erdogan ist für mich persönlich das Paradebeispiel eines Unsympathen. Aber gleichgültig, ob die beiden nun aus Anhängerschaft oder aus Höflichkeit/Respekt gehandelt haben: Das muss man nicht gut finden, aber wer hier nicht tolerant sein kann, sollte sich über mangelnde Toleranz anderer nicht beschweren. Den DfB geht die persönliche politische Meinung der Nationalspieler nichts an. Hier ist schon wieder die gesellschaftliche Gesinnungspolizei unterwegs. Gut gemeint ist nicht gut gemacht - das gilt für beide Seiten.
      Hm? Und wenn einer sich mit Höcke ablichten lässt und ihn als seinen kameraden o.ä. bezeichnet wäre das demnach auch ok? :paelzer:
    • Sehr schön fand ich den Kommentar von Micky Beisenherz dazu auf facebook

      Micky Beisenherz schrieb:

      Dass #Özil und #Gündogan #Erdogan gut finden, ist natürlich bitter. Einen homophoben Despoten, der Journalisten und Oppositionelle einsperren lässt. Wer so jemanden unterstützt, der sollte nicht mehr das Trikot der Nationalelf tragen dürfen!
      Immerhin steht der #DFB für freiheitliche Werte und würde nie einen Despoten unterstützen oder bei einem Turnier in einem Land mitmachen, wo so jemand....
      ...
      Ja, gut, aber der Schnäuzer von Gündogan geht echt nicht.
      erstmals einen Beitrag wegzensiert bekommen. Bin ein Rebell :hinterha:
    • [TheDude] schrieb:

      Hm? Und wenn einer sich mit Höcke ablichten lässt und ihn als seinen kameraden o.ä. bezeichnet wäre das demnach auch ok?
      das wäre dann des guten zu viel und in meinen Augen auch nicht tolerierbar,aber im großen und ganzen bin ich da trotzdem eher bei Chiefs Meinung.es ist eben schwierig da eine genaue Grenze zu ziehen und wer bestimmt diese Grenze was geht und was nicht geht.
      da gehen die Meinungen mit Sicherheit weit auseinander,bei Erdogan könnte man vielleicht noch so argumentieren das er ein Land regiert wo Kritiker hinter Gitter landen können und das geht dann überhaupt nicht wenn ein DFB Spieler sich mit so einem ablichten lässt.was wäre aber wenn ein Podolski oder Klose mit Kaczynski sympathisiert hätten oder wir hätten einen Ungarn Stämmigen der mit Orban sympathisieren würde und das offen zugeben würde,dürften die dann auch nicht mehr im DFB Team spielen ? wo ist da die Grenze und wer bestimmt sie

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Honka ()

    • Honka schrieb:

      wo ist da die Grenze und wer bestimmt sie
      Man könnte einfach von DFB Seite her bestimmen das Nationalspieler keine politischen Statements ( auch nicht in Form von Fotos ) abgeben sollten. Das finde ich nicht zuviel verlangt
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
    • Ausbeener schrieb:

      Man könnte einfach von DFB Seite her bestimmen das Nationalspieler keine politischen Statements ( auch nicht in Form von Fotos ) abgeben sollten. Das finde ich nicht zuviel verlangt
      na gut,aber wo fängt ein politisches Statements an ? das würde dann am Ende auch heißen das sich dann auch niemand mit einem Macron oder damals Obama oder anderen Politikern ablichten lassen dürften.kann ich volljährigen Menschen verbieten zu sagen welche politischen Einstellungen sie haben wenn sie danach gefragt werden, nur weil sie in einem DFB Trikot stecken
    • Nicht, dass ich viel auf die politische Meinung von irgendwelchen Fußballern was gebe, aber denen den Mund verbieten?
      Was machste denn mit Spielern, die sich bevor sie Nationalspieler wurden, mal politisch geäußert haben? Was machste mit denen, die dagegen verstoßen? Rausschmeißen?
    • Der DfB kann vermutlich verlangen, dass die Spieler sich in ihrer Funktion als Nationalspieler nicht zu politischen Fragen äußern (z. B. Interview am Spielfeldrand, Pressekonferenz). Aber ihnen außerhalb dieses Rahmens politische Meinungsäußerungen zu verbieten wäre vermutlich glatt rechtswidrig (erheblicher Grundrechtseingriff) und damit unwirksam. Davon abgesehen ist schon die Frage, was "politisch" ist und was nicht, kaum trennscharf zu bestimmen.

      Letztlich wird ein Verein zur Verfolgung eines Vereinszwecks (oder mehrerer) gegründet. Da geht es um die Förderung der Geflügelzucht, des Gesangs, des Skatspiels oder des Fußballsports. Man kann auch einen Verein zur Förderung bestimmter politischer Ansichten gründen - das nennt man eine Partei. Letztlich ist der Verein auch die Grundform für sonstige Körperschaften (z. B. GmbH, AG). Die notwendige Gemeinsamkeit der Mitglieder erschöpft sich in der Verfolgung des Vereinszwecks/der Vereinszwecke. Im Skatverein kommt es nur darauf an, dass alle das Skatspiel betreiben und fördern wollen. Auf das Geschlecht, die Ernährungsgewohnheiten, die Religion, die Herkunft, den Haarschnitt, die Kleidung, das Alter, den Beruf oder eben auch die politische Einstellung kommt es nicht an.

      Natürlich kann jeder für sich persönlich auch andere Umstände für notwendig halten, um Mitglied des Skatvereins zu werden. Man könnte - im Rahmen der Gesetze - den Vereinszweck auch weiter konkretisieren (z. B. Verein der katholischen, sozialdemokratischen, heterosexuellen Skatspieler), aber das wäre doch eher ungewöhnlich. Der Verein darf und muss ausschließlich die satzungsmäßigen Zwecke verfolgen. Da der Verein nur durch seine "Organe" und Angestellten handeln kann, gilt gleiches auch für diese, soweit sie in ihrer Funktion für den Verein tätig sind (z. B. Präsident, Trainer, Manager). Ein "normaler" Schachverein hat beispielsweise kein politisches Mandat, selbst wenn 98 % der Mitglieder zugleich Mitglieder der Grünen sind.

      Ein Verband (wie der DFB) ist schlicht ein "Verein der Vereine" bzw. "Verein der Verbände". Der DFB ist ein Zusammenschluss von 26 Fußballverbänden (= seinen Mitgliedern). Mitglieder dieser Fußballverbände sind wiederum die einzelnen Vereine. Für die Verbände gilt damit das, was auch für die Vereine gilt: Verfolgt werden dürfen nur die satzungsmäßigen Zwecke.

      Über die genaue Grenzziehung kann man sich wie immer streiten. Aber das politische Mandat der Fußballvereine und -verbände endet dort, wo es nicht mehr um sportpolitische Fragen (z. B. Sportförderung, Ausrichtung von Sportveranstaltungen) geht. Wenn der DFB sich allgemeinpolitisch äußert, begibt er sich in jeder Hinsicht in Teufels Küche: Er tut etwas, wozu er keine Legitimation besitzt, und begibt sich zugleich der Möglichkeit, in den eigenen Reihen politische Neutralität einzufordern. Das beste Argument des DFB ist seine politische Neutralität, die er - soweit er sie selbst beachtet - auch von seinen Organen, Angestellten etc. verlangen kann - aber grundsätzlich eben nur, soweit diese in ihrer Funktion auftreten.

      [TheDude] schrieb:

      Chief schrieb:

      HL Cheesehead schrieb:

      mMn ein recht guter Kommentar zu Özil und Gündogan

      kicker.de/news/fussball/nation…esordnung-uebergehen.html
      Das sehe ich ganz anders. Erdogan ist für mich persönlich das Paradebeispiel eines Unsympathen. Aber gleichgültig, ob die beiden nun aus Anhängerschaft oder aus Höflichkeit/Respekt gehandelt haben: Das muss man nicht gut finden, aber wer hier nicht tolerant sein kann, sollte sich über mangelnde Toleranz anderer nicht beschweren. Den DfB geht die persönliche politische Meinung der Nationalspieler nichts an. Hier ist schon wieder die gesellschaftliche Gesinnungspolizei unterwegs. Gut gemeint ist nicht gut gemacht - das gilt für beide Seiten.
      Hm? Und wenn einer sich mit Höcke ablichten lässt und ihn als seinen kameraden o.ä. bezeichnet wäre das demnach auch ok? :paelzer:
      Was heißt schon "ok"? Mir würde es nicht gefallen. Mir gefällt auch nicht, dass sich Özil und Gündogan mit Erdogan haben ablichten lassen. Aber ich sehe keinen legitimen Grund dafür, allein deswegen seitens des DFB irgendwelche "Sanktionen" gegen sie zu verhängen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Chief ()

    • Sagen wir mal so: Es gibt mit ziemlicher Sicherheit eine deutliche Korrelation zwischen der Zahl der Juristen in einer Gesellschaft und deren Friedlichkeit. Nun ist Korrelation nicht dasselbe wie Kausalität, aber jedenfalls gibt es für eine gegenläufige Kausalbeziehung erst Recht keine Anhaltspunkte. Das ist jetzt allerdings schon sehr off Topic.
    • Chief schrieb:

      Der DfB kann vermutlich verlangen, dass die Spieler sich in ihrer Funktion als Nationalspieler nicht zu politischen Fragen äußern (z. B. Interview am Spielfeldrand, Pressekonferenz). Aber ihnen außerhalb dieses Rahmens politische Meinungsäußerungen zu verbieten wäre vermutlich glatt rechtswidrig (erheblicher Grundrechtseingriff) und damit unwirksam. Davon abgesehen ist schon die Frage, was "politisch" ist und was nicht, kaum trennscharf zu bestimmen.

      Letztlich wird ein Verein zur Verfolgung eines Vereinszwecks (oder mehrerer) gegründet. Da geht es um die Förderung der Geflügelzucht, des Gesangs, des Skatspiels oder des Fußballsports. Man kann auch einen Verein zur Förderung bestimmter politischer Ansichten gründen - das nennt man eine Partei. Letztlich ist der Verein auch die Grundform für sonstige Körperschaften (z. B. GmbH, AG). Die notwendige Gemeinsamkeit der Mitglieder erschöpft sich in der Verfolgung des Vereinszwecks/der Vereinszwecke. Im Skatverein kommt es nur darauf an, dass alle das Skatspiel betreiben und fördern wollen. Auf das Geschlecht, die Ernährungsgewohnheiten, die Religion, die Herkunft, den Haarschnitt, die Kleidung, das Alter, den Beruf oder eben auch die politische Einstellung kommt es nicht an.

      Natürlich kann jeder für sich persönlich auch andere Umstände für notwendig halten, um Mitglied des Skatvereins zu werden. Man könnte - im Rahmen der Gesetze - den Vereinszweck auch weiter konkretisieren (z. B. Verein der katholischen, sozialdemokratischen, heterosexuellen Skatspieler), aber das wäre doch eher ungewöhnlich. Der Verein darf und muss ausschließlich die satzungsmäßigen Zwecke verfolgen. Da der Verein nur durch seine "Organe" und Angestellten handeln kann, gilt gleiches auch für diese, soweit sie in ihrer Funktion für den Verein tätig sind (z. B. Präsident, Trainer, Manager). Ein "normaler" Schachverein hat beispielsweise kein politisches Mandat, selbst wenn 98 % der Mitglieder zugleich Mitglieder der Grünen sind.

      Ein Verband (wie der DFB) ist schlicht ein "Verein der Vereine" bzw. "Verein der Verbände". Der DFB ist ein Zusammenschluss von 26 Fußballverbänden (= seinen Mitgliedern). Mitglieder dieser Fußballverbände sind wiederum die einzelnen Vereine. Für die Verbände gilt damit das, was auch für die Vereine gilt: Verfolgt werden dürfen nur die satzungsmäßigen Zwecke.

      Über die genaue Grenzziehung kann man sich wie immer streiten. Aber das politische Mandat der Fußballvereine und -verbände endet dort, wo es nicht mehr um sportpolitische Fragen (z. B. Sportförderung, Ausrichtung von Sportveranstaltungen) geht. Wenn der DFB sich allgemeinpolitisch äußert, begibt er sich in jeder Hinsicht in Teufels Küche: Er tut etwas, wozu er keine Legitimation besitzt, und begibt sich zugleich der Möglichkeit, in den eigenen Reihen politische Neutralität einzufordern. Das beste Argument des DFB ist seine politische Neutralität, die er - soweit er sie selbst beachtet - auch von seinen Organen, Angestellten etc. verlangen kann - aber grundsätzlich eben nur, soweit diese in ihrer Funktion auftreten.

      [TheDude] schrieb:

      Chief schrieb:

      HL Cheesehead schrieb:

      mMn ein recht guter Kommentar zu Özil und Gündogan

      kicker.de/news/fussball/nation…esordnung-uebergehen.html
      Das sehe ich ganz anders. Erdogan ist für mich persönlich das Paradebeispiel eines Unsympathen. Aber gleichgültig, ob die beiden nun aus Anhängerschaft oder aus Höflichkeit/Respekt gehandelt haben: Das muss man nicht gut finden, aber wer hier nicht tolerant sein kann, sollte sich über mangelnde Toleranz anderer nicht beschweren. Den DfB geht die persönliche politische Meinung der Nationalspieler nichts an. Hier ist schon wieder die gesellschaftliche Gesinnungspolizei unterwegs. Gut gemeint ist nicht gut gemacht - das gilt für beide Seiten.
      Hm? Und wenn einer sich mit Höcke ablichten lässt und ihn als seinen kameraden o.ä. bezeichnet wäre das demnach auch ok? :paelzer:
      Was heißt schon "ok"? Mir würde es nicht gefallen. Mir gefällt auch nicht, dass sich Özil und Gündogan mit Erdogan haben ablichten lassen. Aber ich sehe keinen legitimen Grund dafür, allein deswegen seitens des DFB irgendwelche "Sanktionen" gegen sie zu verhängen.
      Interessant. Aber wie meinst duas festmarkierte?

      Also darf ich das so verstehen, dass der Verein deiner Argumentation zufolge keine politischen Meinungsäußerungen seiner Mitglieder unterbinden, da er dazu gar nicht das Mandat hat? (Wäre nur anders, wenn in seiner Satzung ein Verbot o.ä. stehen würde)
    • Chief schrieb:

      Aber ich sehe keinen legitimen Grund dafür, allein deswegen seitens des DFB irgendwelche "Sanktionen" gegen sie zu verhängen.
      Da bin ich bei Dir. Schon gerade, weil man sich ja auch nicht daran stört, die WM in einem Land zu spielen, dessen Präsident sich in Sachen Demokratieverständnis, Umgang mit politischen Gegnern, Pressefreiheit usw nicht so sehr viel von Erdogan unterscheidet.
      Je suis....
      87%
    • olibo66 schrieb:

      dessen Präsident sich in Sachen Demokratieverständnis, Umgang mit politischen Gegnern, Pressefreiheit usw nicht so sehr viel von Erdogan unterscheidet.
      erst recht da Putin sicherlich auch den Weltmeistern am Ende auf der Tribüne jeden einzelnen gratulieren wird(und da wird es dann einen Haufen Fotos von geben).und sollte es am Ende das DFB Team sein was ganz oben steht müssten wir darüber diskutieren ob wir nicht den ganzen DFB Tross entlassen
    • Arrow schrieb:

      Kruse darf sich keine Damen bestellen.
      Aber Poldi darf den Kapitän Ohrfeigen.
      Und Reus darf ohne Führerschein Auto fahren.
      Ich finde er zieht seine Linie nicht durch.
      Ballack hatte sich doch jede Ohrfeige verdient! :D

      Spaß beiseite, ich glaube das Ballack ziemlich unbeliebt im gesamten Team war. Ansonsten wäre Poldi mit der Nummer nicht so einfach davon gekommen.
    • Benutzer online 14

      10 Mitglieder (davon 10 unsichtbar) und 4 Besucher