Seattle Seahawks Offseason 2018

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  • Seattle Seahawks Offseason 2018

    Seit 2011 erreichten die Seahawks jedes Jahr die Playoffs, zweimal stand das Team im Superbowl, einmal konnte die Trophäe nach Seattle geholt werden. Nur die Packers und die Patriots konnten im gleichen Zeitraum ähnliche bzw. noch bessere Serien vorweisen. So war es keine Überraschung, dass der Gewinn der NFC West und die verbundene Playoffteilnahme das definierte Saisonziel war. Nicht nur dieses Ziel wurde verpasst, sondern auch die längste Serie an Playoffteilnahmen in der Franchise ist nun vor.

    In meinen Saisonrückblick möchte ich u. a. auf mögliche Gründe des vorzeitigen Ausscheidens eingehen aber auch den Blick auf die Offseason richten. Eine sehr wichtige Offseason für die Seattle Seahawks, in der vieles passieren könnte. Von kleinen Modifikationen bis hin zu größeren Umbrüchen auf dem Roster sowie im Coaching Staff sind viele Szenarien denkbar.

    Der Fall der Seahawks und das Selbstverständnis einer Playoffteilnahme
    Die Seahawks beenden die Season 2017 mit einem Record von 9-7. Der schlechteste Record seit 2011, als die Season mit 7-9 beendet wurde. Kurioserweise reichte 2011 sogar ein negativer Record zum Gewinn der NFC West.

    Bevor wir auf die Season 2017 eingehen, werfen wir einen Blick auf die vergangenen fünf Spielzeiten:
    • 2013 13-3
    • 2014 12-4
    • 2015 10-6
    • 2016 10-5-1
    • 2017 9-7
    Wie unschwer zu erkennen ist, zeigt die Tendenz der Siege pro Season eher nach unten und führt uns vor Augen, wie schwer es ist, über lange Zeiträume sich an der Spitze der NFL festzusetzen. Die Abkürzung „NFL“ steht nicht ohne Grund für „Not for Long“. Umso mehr sollten wir Fans die vergangenen Jahre zu schätzen wissen. Wenn wir den Aufstieg des Teams im Jahre 2012 noch mit einbeziehen, haben wir wir die sechs erfolgreichsten Jahre der Franchise-History miterleben dürfen. Das sollte, nein, müssen wir zu schätzen wissen. Eine Playoffteilnahme, die für uns Fans in den vergangenen Jahren quasi schon selbstverständlich war, ist ein Erfolg in der NFL. Da reicht alleine schon ein Blick nach Buffalo. Die Bills haben in dieser Season zum 1. Mal seit 18 Jahren die Playoffs erreicht. Übrigens dachten einige Fans der Bills, nachdem die Playoffs im Jahre 2000 verpasst wurden, dass das Team im kommenden Jahr wieder die Playoffs erreichen würde. Immerhin standen die Bills von 1995 bis 1999 vier mal in den Playoffs. Es folgte eine Durststrecke von 18 Jahren ohne ein Playoffspiel.

    Damit die Seattle Seahawks nicht eine vergleichbare Durststrecke erleben müssen, ist es wichtig, auf die zu Ende gegangenen Season zurückzublicken zu analysieren, wo die Schwachstellen des Team liegen.

    Seattle Seahawks 2017
    Das NFL-Jahr 2017 endet für die Seattle Seahawks mit dem Record von 9-7. Es war eine schwierige Season für die Seahawks, die zum Teil von Verletzungen geprägt wurde aber auch von sehr schwankenden Leistungen und vielen individuellen Fehlern. Wenn wir uns die Season sowie die einzelnen Spiele anschauen, kann vor allem ein Punkt festgehalten werden. Die einzige Konstante war, dass wir nicht Konstant waren. In vielen Spielen verschlief das Team von Pete Carroll eine Hälfte und zeigte erst in der 2. Hälfte, wozu es zum Teil in der Lage war. Manchmal reichte es am Ende für einen Sieg, manchmal nicht.

    Es gab aber auch Spiele, in denen Wilson und Co. durchaus von der 1. Minute auf dem Feld waren, wie zum Beispiel im Heimspiel gegen die Eagles. Es gab aber auch Spiele, in denen die Leistung fast schon als Arbeitsverweigerung bezeichnet werden konnte. Hier sind vor allem die Spiele gegen die Rams sowie gegen die Jaguars aufzuführen.

    Ein weiterer Punkt, der mit Blick auf dem Spielplan deutlich wird, ist die Heimschwäche. Jahrelang galt das Century Link Field als Festung, in der andere Teams kaum eine Chance hatten und im Grunde nur erfolgreich sein konnten, wenn sie über sich hinauswachsen. 2017 sah das anders aus. Vier Siegen und vier Niederlagen im heimischen Stadion ist die schlechteste Heimbilanz seit 2011.

    Week 1 Seahawks @ Green Bay Packers 9-17 (L)
    Week 2 San Francisco 49ers @ Seahawks 9-12 (W)
    Week 3 Seahawks @ Tennessee Titans 27-33 (L)
    Week 4 Indianapolis Colts @ Seahawks 18-46 (W)
    Week 5 Seahawks @ Los Angeles Rams 16-10 (W)
    Week 6 BYE WEEK
    Week 7 Seahawks @ New York Giants 24-7 (W)
    Week 8 Houston Texans @ Seahawks 38-41 (W)
    Week 9 Washington Redskins @ Seahawks 17-14 (L)
    Week 10 Seahawks @ Arizona Cardinals 22-16 (W)
    Week 11 Atlanta Falcons @ Seahawks 34-31 (L)
    Week 12 Seahawks @ San Francisco 49ers 24-13 (W)
    Week 13 Philadelphia Eagles @ Seahawks 10-24 (W)
    Week 14 Seahawks @ Jacksonville Jaguars 24-30 (L)
    Week 15 Los Angeles Rams @ Seahawks 42-7 (L)
    Week 16 Seahawks @ Dallas Cowboys 21-12 (W)
    Week 17 Arizona Cardinals @ Seahawks 26-24 (L)

    Die Season von Russell Wilson
    Ich gebe es offen zu: Russell Wilson wurde von mir in dieser Season immer mal wieder aus unterschiedlichen Gründen kritisiert. Manchmal überwarf er freie Receiver, warf in die Double-Coverage oder auf Receiver, die gecovert waren, teilweise ging er seine Reads nicht durch und teilweise verließ er zu früh die Pocket. Wie die gesamte Offense, lieferte auch Wilson teilweise katastrophale 1. Halbzeiten in so manchen Spielen ab. Um dies zu belegen, verweise ich alleine auf seine Stats aus den 1. Halbzeiten der letzten vier Spiele.


    Trotz der negativen Punkte, die sich zum Teil sehr hart anhören, steht es außer Frage, dass Russell Wilson der beste Spieler der Seahawks Offense war. Im Grunde ist es keine Übertreibung, wenn wir ihn als DIE Offense der Seattle Seahawks bezeichnen. Ich persönlich möchte mir nicht ausmalen, wie die Season ohne Russell Wilson verlaufen wäre. Ein Top5 Pick in der kommenden Draft wäre uns vermutlich sicher gewesen.

    Russell Wilson warf in der abgelaufenen Season 34 Touchdown-Pässe. Platz 1 in der NFL. Zudem erzielte er drei weitere Rushing Touchdowns und war somit an 37 Touchdowns der Seahawks beteiligt. Die komplette Offense der Seahawks erzielte übrigens 38 Touchdowns! Sprich, es gab genau einen Touchdown der Offense, an denen Russell Wilson quasi nicht beteiligt war.

    Auf der einen Seite ist die Leistung natürlich phänomenal, insbesondere wenn wir bedenken, unter welchen Voraussetzungen er diese Werte erzielt hat. Auf der anderen Seite zeigt sie aber auch, welche Probleme hatte und wie viel Sand im Getriebe von der Offense der Seattle Seahawks steckte.
    Excuses are for losers!
  • Die Schachstellen der Seattle Seahawks 2017
    Das Verpassen der Playoffs kann nicht an einem Punkt festgemacht werden. Es lag nicht nur an Blair Walsh, es lag nicht (nur) an den Verletzungen und es lag nicht nur an er Offensive Line. Es waren vor allem die Anzahl an unterschiedlichen Schwachstellen, die diese Season geprägt haben. Zudem ist es nicht so, dass diese Schwachstellen erst in dieser Season aufgetreten sind. Einige sind bereits seit mehren Jahren ein Problem für die Seahawks. In der Season 2017 kamen sie nun alle zusammen und waren am Ende zu viel für das Team von Pete Carroll.

    Disziplin
    Seit mehren Jahren gehören die Seahawks zu den Teams mit den meisten Penaltys. In der vergangenen Season hat das Team von Pete Carroll aber noch eine Schippe zugelegt. Mit 148 Penaltys und 1.342 Yards belegen die Seahawks Platz 1 in dieser Kategorie. In der Geschichte der NFL gab es nur ein Teams, welches in einer Season mehr Penalty-Yards kassiert hat. Die Oakland Raiders im Jahre 2011 1.382 Penalty-Yards.

    Es ist nicht überraschend, dass die Seahawks somit auch den Spieler mit den meisten Penaltys in der Season in ihren Reihen haben. RT Germain Ifedi kassierte insgesamt 20 Penaltys für 120 Yards Raumverlust. Auf Platz 2 mit 13 Strafen folgen QB Rivers (LAC), OLB Clowney (HOU) und OT Leno (CHI).

    Die vielen Strafen waren vor allem für die Offense ein großes Problem. Aufgrund des fehlenden Running Games sowie der Performance der Offensive Line war es für die Offense bereits schwer genug den Ball über das Feld zu bewegen. Die Penaltys machten dieses Vorhaben zum Teil aussichtslos. Immer wieder fand sich die Offense in langen Downs wieder, die zum scheitern verurteilt waren, da die Offensive Line Russell Wilson nicht ausreichend Zeit verschaffen konnte. Zudem gab es immer wieder Situationen, in denen dumme Penaltys nach dem Play oder weit vom Play entfernt dazu führten, dass erfolgreiche Spielzüge zurückgepfiffen wurden. Als gutes Beispiel können wir ein Play von Thomas Rawls aus dem letzten Spiel heranziehen. Im 3. Viertel erzielt er bei einem 2nd&8 von 37 Yardline der Cardinals ein Play für 12 Yards und bringt die Offense an 25 Yardline und somit in Field Goal-Reichweite. Durch eine „Unsportsmanlike Conduct-Penalty“ wird aus dem 1st&10 an der ARZ 25-Yardline ein 1st&10 an der ARZ 40- Yardline. Der Drive endete mit einem Punt von der ARZ 41. Dies ist nur ein Beispiel für viele Situationen, die wir in dieser Season beobachten mussten.

    Die fehlende Disziplin muss dem Coaching Staff und insbesondere Pete Carroll angekreidet werden. Carroll erwartet von seinen Spieler, dass sie immer am Limit spielen und ist bereit die ein oder andere Penalty in Kauf zu nehmen. Dennoch ist es unbestreitbar, dass es dieses Team übertrieben hat. Und an dieser Stelle reden wir noch nicht mal von den Aktionen, die wir in Jacksonville zum Ende des Spiels gesehen haben. Möchten die Seahawks im kommenden Jahr an ihre Erfolge der Vergangenheit anknöpfen, bedarf es mehr Disziplin und weniger Penaltys.

    Offensive Line
    In der letzten Offseason wurden mit Luke Joeckel, Oday Aboushi sowie Ethan Pocic potentielle Verstärkungen für die Offensive Line geholt. Nachdem LT George Fant sich in der Preseason das Kreuzband riss und Rees Odhiambo als Ersatz überfordert war, reagierte das Front Office während der Season und holte mittels Trade Duane Brown von Houston Texans.

    Alleine diese Verpflichtungen zeigen, dass ein Gerücht, welches sich hartnäckig hält, nicht stimmt. Gemeint ist die Aussage, dass die Seahawks kein Kapital in die Offensive Line investieren. Rückblickend auf die vergangenen Jahre gibt es kein Team, welches mehr Draft Picks in die Offensive Line investiert hat, als die Seattle Seahawks. Auch die Verpflichtung von Luke Joeckel, der vor der Season einen 1-Jahrevertrag in Höhe von 8 Mio Dollar erhielt, zeigt, dass John Schneider auch Money in die Line investierte.

    So kam es, dass während der Season eine Offensive Line spielte, die aus folgenden Draftpicks bestand:

    LT Duane Brown - 1st Round Pick
    LG Luke Joeckel - 1st Round Pick
    C Justin Britt - 2nd Round Pick
    RG Ethan Pocic - 2nd Round Pick
    RT Germain Ifedi - 1st Round Pick

    Trotz dieser angeblichen Qualität, war die Leistung der Offensive Line über weite Teile der Season schlecht. Ich möchte gar nicht abstreiten, dass die Offensive Line manchen Spielen einen passablen Job erledigt hat. Vor allem in der Pass-Protection waren teilweise gute Ansätze zu sehen. Allerdings konnte diese Leistung nicht konstant abgerufen werden und vor allem in den letzten Spielen gegen Jaguars, Rams oder Cardinals war davon nichts mehr zu sehen. Die Statistiken sagen sogar, dass die Pass-Protection in dieser Season noch schlechter war als im Jahre 2016:
    • 2016: 42 Sacks erlaubt (#6 in der NFL) bei 567 Passversuchen
    • 2017: 43 Sacks erlaubt (#11 in der NFL) bei 555 Passversuchen
    Es steht außer Zweifel, dass die Anzahl der Sacks wesentlich höher wäre, wenn hinter dieser Offensive Line ein anderer QB spielen müsste, der nicht die Mobilität eines Russell Wilson’s vorweisen kann. Das zeigen auch die Zahlen von ProFootballFocus. Wilson stand bei 41,4 Prozent seiner Dropbacks unter Druck. Natürlich Platz 1 in der NFL.

    So groß die Probleme in der Pass-Protection waren, umso größer waren die Probleme im Running Blocking. Quasi in jedem Spiel konnte die Offensive Line keine Löcher für die Running Backs öffnen. Immer wieder wurden die Running Backs bereits im Backfield von einem Defender begrüßt und zu Boden gebracht. Zum Running Game werde ich mich im nächsten Punkt weiter auslassen.

    Die Verbesserung der Offensive Line ist ein wesentlicher Punkt auf der Offseason-Agenda. Die Pete Carroll sowie das Front Office müssen sich ernsthaft fragen, ob Germain Ifedi noch tragbar als RT ist. Aufgrund seiner fehlenden Athletik ist er als Tackle eigentlich nicht zu gebrauchen. Hinzu kommt noch seine Anfälligkeit für Penaltys. Zudem muss entschieden werden, ob Joeckel noch eine Zukunft in Seattle hat, dessen Vertrag ausläuft. Die größte Baustelle ist meiner Meinung aber kein Spieler sondern Offensive Line Coach Tom Cable. Dazu aber mehr im weiteren Verlauf des Textes.

    Die Offensive Philosophie und das Running Game
    Die Offense der Seattle Seahawks hat ein Identitätsproblem. In den Jahren, in denen die Seahawks sehr erfolgreich waren, funktionierte die Grund-Philosophie von Carroll sehr gut. Eine ausbalancierte Offense, die auf dem Running Game aufbaut, den Gegner dazu zwingt einen Safety in die Box zu ziehen und dann die Secondary mit Play-Action-Plays sowie tiefen Pässen attackieren. Eine Philosophie mit der ich mich sehr gut identifizieren kann. Die Offense der Seahawks steht nun aber vor einem Problem: Die Offense ist spätestens seit 2016 nicht mehr ausbalanciert. Während der letzten Offseason betonte Carroll immer wieder, dass das Running Game von 2015 auf 2016 fast 100 Laufversuche verloren hat und das dieser Trend in 2017 korrigiert werde sollte. Wie die Grafik im Anhang zeigt, ist das nicht gelungen.

    Run-Pass 13-17.png

    Die höhere Anzahl der Pässe hat durchaus mehrere Gründe. Zum einen lag das Team häufiger im Rückstand und konnte somit nicht zwingend auf das Laufspiel setzen und zum anderen war das Laufspiel einfach nicht effektiv genug. Immer wieder wurden die Running Backs bereits an bzw. sogar hinter Line of Scrimmage gestoppt. Das Running Game zwang somit die gegnerische Verteidigung nicht dazu einen Safety in die Box zu ziehen, dadurch sind Play Actions-Plays weniger erfolgreich und tiefe Bälle kommen seltener an, weil die Secondary mit bis zu 7 Personen in der Pass-Verteidigung agieren kann.

    An dieser Stelle muss sich der Coaching Staff rund um Darrell Bevell der Kritik stellen, dass sie es nicht geschafft haben auf diese Verhältnisse adäquat zu reagieren und Veränderungen vorzunehmen. Sprich, Bevell hält im Grunde an der ursprünglichen Philosophie fest, aber eben ohne Running Game. Es wurde weniger gelaufen aber dafür immer noch häufig tief geworfen, was immer wieder zu langen 3rd Downs führte. Die 1. Hälfte gegen Dallas war ein Paradebeispiel für diese Beobachtung: Die Offense stehen an der eigenen1 Yard line. Laufversuch bei 1st Down für 0 Yards, 2nd Down: tiefer Pass - Incomplete, 3rd Down: tiefer Pass - Incomplete.

    Zusätzlich muss die Schwache Offensive Line berücksichtigt werden, die es bei langen Passing Downs noch schwerer in der Protection hat. Lange Passing-Plays benötigen einige Sekunden bis sich das Play entsprechend entwickelt und die Receiver ihre Routen gelaufen haben. Zeit, die Wilson in vielen Fällen nicht hatte.

    Über die Offseason muss sich das Coaching Staff darüber in Klaren werden, welche Philosophie sie verfolgen möchte. Wenn zukünftig eine Offense gespielt werden soll, mit der 2013 und 2014 der Superbowl erreicht wurde, bedarf es Offensive Line Spieler, die ihre Stärke im Run-Blocking haben. Zudem ist auch neues Material auf der Position des Running Backs notwendig. Von einer Verlängerung mit Jimmy Graham ist in diesem Fall abzusehen. Anders würde es aussehen, wenn die Offense sich zu einer Passing-Offense mit mehr Kurzpassspiel entwickeln soll. In diesem Fall ist sind auch Veränderungen an der OL notwendig. Die Vertragsverlängerungen von Paul Richardson oder Jimmy Graham würden in diesem Fall allerdings eine andere Gewichtung bekommen.

    Pass-Rush
    Die Statistik ließt sich im Grunde nicht so schlecht. 2017 erzielten Michael Bennett und Co 39 Sacks. Nur drei weniger als im Jahre 2016 als die Unit zu den Top 3 in dieser Kategorie zählten. Dennoch ist die gezeigte Leistung des Pass-Rush eher negativ zu bewerten. Vor allem wenn wir einen Blick auf das vorhandene Material werfen, welches nach dem Trade von Sheldon Richardson in der Line stand. Frank Clark, Michael Bennett, Sheldon Richardson, Cliff Avril, Marcus Smith, Dion Jordan… Fairerweise muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass vor allem die Verletzung Avril Qualität verloren ging.

    Wie in anderen Units des Team, war es insbesondere die fehlende Konstanz des Pass-Rush, welche uns zum Verzweifeln brachte. In manchen Spielen konnte der gegnerische QB frühzeitig unter Druck gesetzt werden und in anderen Spielen war vom Pass-Rush nicht zu sehen. Gemessen am vorhandenen Material kam leider zu wenig vom Pass-Rush. Evtl. ist gerade in der Defensive Line das vorschreitende Alter bei einigen Leistungsträger und die damit höhere Anfälligkeit von Verletzungen zu spüren.

    Special Teams
    Wenn wir an die Leistung der Special Teams denken, ist uns wohl ein Name schnell präsent: Blair Walsh. Seine schwache Performance bei den Field Goals ist nicht wegzudiskutieren. Seine verschossenen Field Goals gegen Washington, Atlanta oder gegen Arizona haben den Seahawks Spiele gekostet. Genauso wie die bereits angesprochenen Probleme.

    Mit einer Trefferquote von 72,4 Prozent (21/29) belegte er Platz 32 unter den NFL Kickern, die min. sechs Spiele in der vergangenen Season absolviert haben. Da sein Vertrag ausläuft, können wir davon ausgehen, dass seine zeit in Seattle vorbei ist.

    Der Absatz zu den Kickoff-Returns wurde gelöscht. Mein Eindruck sowie die Zahlen, die ich zuerst zu rate gezogen habe, waren falsch.

    Verletzungen
    Verletzungen gehören zum Sport dazu. Insbesondere im American Football. Nicht zu letzt stehen immer wieder Teams am Ende im Superbowl, die mit wenigen Verletzungen auf „kritischen“ Positionen die Season überstehen.

    Dieses Glück wurde den Seahawks in der vergangenen Season nicht zum Teil. Aboushi, Avril, Carson, Chancellor, Fant, Jordan, Madden, McDowell, Odhiambo, Pocic, Shead und Sherman sind nur die bekanntesten Spieler, die während der Season auf der IR oder NFI-List standen. Weitere Spieler, wie zum Beispiele Luke Joeckel, Earl Thomas, Nazir Jones oder Jerermy Lane verpasste mehrere Spiele aufgrund von Verletzungen.

    Die hohe Anzahl an Verletzungen und verpassten Spielen wäre für jedes Team schwierig zu kompensieren. Allerdings wäre es zu einfach zu sagen, dass die Seahawks mit Avril, Sherman oder Chancellor die Playoffs erreicht hätten. Zudem sollte auch nicht der Fehler gemacht werden, nur auf nächstes Jahr zu hoffen. Einige der Leistung wie Avril, Sherman, Chancellor, Thomas oder Michael Bennett, der angeblich mit einer schwereren Fußverletzung den Großteil der Season bestritt, werden immer älter und somit auch anfälliger für Verletzungen. Auch aus diesem Grund wird das Front Office in der kommenden Offseason richtungsweise Entscheidungen treffen müssen, mit denen der ein oder andere Fans im 1. Moment evtl. nicht einverstanden sein wird bzw. diese Entscheidung nicht nachvollziehen kann.

    Im nächsten Teil schaue ich mir die Performance von den Rookies an und werfe einen Blick auf die Offseason.
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  • Die Performance der Rookies

    Round 2 | No. 35 overall — Malik McDowell (DT, Michigan State) (NFI)
    Von Malik McDowell haben wir im 1. Jahr leider nichts sehen können und es ist weiterhin fraglich, ob und wann er überhaupt wieder Football spielen kann. Die Frage nach dem Leistungsniveau stellt sich derzeit noch nicht mal.

    Round 2 | No. 58 overall — Ethan Pocic (OL, LSU)
    Ethan Pocic absolvierte in seinem 1. NFL Jahr insgesamt 11 Spiele. Mit seiner Performance können die Seahawks im Grunde zu frieden. sein. Natürlich machte er einige Rookie Fehler aber zeigte gute Ansätze in der Pass-Protection. Vor allem gegen kräftige Tackles hatte Pocic in seinem 1. massive Probleme. Ich habe die Hoffnung, dass er von der bevorstehenden Offseason und vielen Einheiten im Kraftraum sehr profitieren wird. Im letzten Spiel der Season verletze sich Pocic am Knie und kehrte nicht mehr auf das Feld zurück. Eine schwerwiegende Verletzung wäre ein herber Rückschlag. EDIT: Pocic sagte soeben in einem Interview, dass die Verletzung keine Gefahr für die nächste Season darstellt und er nicht operiert werden muss. Wollen wir hoffen, dass er und die Ärzte recht behalten.

    Round 3 | No. 90 overall — Shaq Griffin (CB, UCF)
    Ohne Zweifel ist Shaq Griffin der Rookie of the Year bei den Seahawks. Von Week1 startete er als Outside Cornerback und er machte einen sehr guten Job. Wie zu erwarten war, wurde er vor allem zu Beginn der Season häufig getestet (85 Targets). Es blieb nicht aus, dass er so manches Lehrgeld zahlen musste (z.B. im Spiel gegen Washington). Dennoch können die Coaches mit der Leistung von Griffin mehr als zufrieden sein.

    Round 3 | No. 95 overall — Delano Hill (S, Michigan)
    Die Rolle von Delano Hill beschränkte sich in diesem Jahr hauptsächlich auf die Special Teams. Auf Seiten der Defense haben wir in diesem Jahr nicht viel gesehen (32 Snaps). Letztendlich war dies auch keine große Überraschung. Mit Chancellor und McDougald waren die Seahawks relativ tief besetzt auf der Position des SS. Es ist davon auszugehen, dass er von einem möglichen Karriereende oder Entlassung von Chancellor profitieren wird. Zudem ist auch McDougald ein Free Agent.

    Round 3 | No. 102 overall — Nazair Jones (DT, North Carolina)
    Jones ist neben Griffin und Carson der 3. Rookie, der positiv überraschen und sofort Akzente setzen konnte. Bis zu seiner Verletzung im Training zwischen Week 12 und 13 war er ein wichtiger Part in der DL-Rotation. Zusammen mit Jarran Reed könnte Jones die Zukunft auf DT sein.

    Round 3 | No. 106 overall — Amara Darboh (WR, Michigan)
    Er ist nicht der 1. Rookie-WR bei den Seahawks, der in seinem 1. Jahr so seine Probleme hatte. Seine Stats: 8 Rec für 71 Yards. Auch wenn wir Fans natürlich bereits im 1. Jahr mehr von ihm gesehen hätten, sollte er die notwendige Entwicklungszeit eingeräumt bekommen. Das soll kein 1:1 Vergleich werden aber die Stats Golden Tate 1. NFL-Season waren auch nicht auf All-Pro Niveau (21 Rec für 227 Yards).

    Round 4 | No. 111 overall — Tedric Thompson (S, Colorado)
    Ähnlich wie bei Delano Hill war bereits vor der Season im Grunde klar, dass Thompson in dieser Season nicht viele Snaps mit der Defense absolvieren wird und es ein reines Lehrjahr für ihn wird. Letztendlich absolvierte er acht Snaps auf Seiten der Defense sowie 104 in den Special Teams.

    Round 6 | No. 187 overall — Michael Tyson (S, Cincinnati)
    Tyson überstand das Trainingscamp nicht und wurde landete nach den Cuts im Practise squad Im Laufe der Season wurde er dann auf das Roster geholt, erhielt aber keine relevante Einsatzzeit. Vermutlich wird er in der Offseason wieder um einen Roster-Spot kämpfen dürfen.

    Round 6 | No. 210 overall — Justin Senior (T, Mississippi State)
    Aufgrund von Verletzungen konnte er bereits in der Offseason kaum an Trainingseinheiten teilnehmen und wurde frühzeitig auf die IR gepackt. Ob seine Karriere nochmal richtig in Fahrt kommt, bleibt abzuwarten.

    Round 7 | No. 226 overall — David Moore (WR, East Central)
    Moore überstand zum Beginn der Season die Cuts nicht und landete im Practise squad. Während der Season wurde er wie Tyson auf das Roster geholt, erhielt aber keine relevante Spieler. Angeblich waren andere Teams an Moore interessiert und wollten ihn von Practise Squad der Seahawks verpflichten. Dass die Seahawks ihn auf das aktive Roster holten, um ihn nicht zu verlieren, deutet darauf hin, dass die Coaches noch einiges an Potential in ihm sehen.

    Round 7 | No. 249 overall — Chris Carson (RB, Oklahoma State)
    Chris Carson war die positive Überraschung auf Seiten der Offense. Ohne zu übertreiben war er der beste Running Back, den die Seahawks in diesem Jahr auf dem Roster hatten. Leider heißt das im 1. Moment noch nicht viel gutes. In vier Spielen lief er für 208 Yards (4,2 Y/A) und ist damit der 2. meisten Yards aller Seahawks-Running Backs in diesem Jahr. Mike Davis erzielte in sechs Spielen 240 Yards (3,5 Y/A).

    Die Season von Carson endete frühzeitig aufgrund einer Verletzung, die er sich im Monday Night Game gegen die Colts zuzog. Die Seahawks hofften zwar, dass zum Ende der Season wieder fit wird. Letztendlich lief ihm die Zeit für das Comeback weg. Positiv zu bewerten ist, dass er höchstwahrscheinlich alle Offseason-Einheiten bestreiten und rechtzeitig zur neuen Season bei 100 Prozent sein sollte. Trotz der positiven Aussuchen sollte wir nicht zu euphorisch werden. Thomas Rawls zog sich vor ein paar Jahren auch eine schwere Fußverletzung zu, von der er sich leider nie wirklich erholte bzw. seit dem nicht mehr die entsprechenden Leistungen abrufen kann.

    Statistiken Offense

    Points per Game: 22,9(#11)
    3rd Down Conversion: 37,26% (#21)
    RZ Scoring (TD only):55,56% (#13)
    Giveaways:17(#7)

    Running Game:
    Das Running Game war nicht nur optisch eine Katastrophe sondern auch statistisch. Insgesamt liefen die Seahawks für 1.629 Yards und für 4.0 Yards per Laufversuch. Diese Zahlen hat die Offense aber auch nur einen zu Verdanken - Russell Wilson. Mit 586 Rushing Yards ist Wilson mit Abstand der beste Rusher der Seahawks. Wenn wir seine Rushing Yards abziehen, erzielten die verbleibenden Spieler 729 Yards und durchschnittlich nur 2,31 Yards per Laufversuch.

    „Bester" Running Back ist Mike Davis mit 240 Yards und einem Schnitt von 3,5 Yards per Laufversuch. Der bereits angesprochene Chris Carson der nur 3+ Spiele absolvierte war bis kurz vor Ende der beste Running Back.

    Die Verpflichtung von Eddie Lacy war ein totaler Reinfall (179 Yards, 2,6 Y/A in 9 Spielen). Auch Thomas Rawls zeigte, dass er nicht die Lösung sein wird. 157 Yards, 2,7 Y/A in 12 Spielen. Und auch bei C.J. Prosise deutet sich ähnliches an. Aufgrund von Verletzungen konnte er wieder nur eine Handvoll an Spielen bestreiten.

    Neben Davis und Carson, die bereits gute Ansätze zeigte, war J.D. McKissic eine positive Überraschung. Vor allem als 3rd Back stellte er seine Gefährlichkeit einige Male Unterbeweis.

    Passing Game:
    Über Russell Wilson habe ich ja bereits geschrieben. Daher nur kurz ein Blick auf die Receiver. Doug Baldwin war wieder der beste Receiver der Seattle Seahawks und verpasste nur knappe eine erneute 1.000 Yard-Season. Am Ende fehlten ganze neun Yards. Auf Platz 2 und 3 folgen Paul Richardson sowie Tyler Lockett. Die meisten Touchdown fing Jimmy Graham (10), der in der Redzone zum größten Teil wesentlich effektiver eingesetzt wurde als in den vergangenen Jahren.

    Statistiken Defense:

    Opp Points per Game: 20,8 (#13)
    Opp 3rd Down Conv.:38,12% (#15)
    Opp RZ Scoring (only TD): 47,62% (#7)
    Sacks:39(#13)
    Opp Rushing Yards per Att: 4,0(#11)
    Turnovers:25 (#9)

    Unter Anbetracht der Verletzungen sind einige der Werte durchaus in Ordnung. Mit Avril, Chancellor und Sherman fehlten große Stützen der Defense über längere Zeiträume und auch weitere Leistungsträger verpasste einige Spiele aufgrund von Verletzungen.

    Dass die Defense diese entsprechende Leistung an de Tag legte und so funktionierte, liegt insbesondere an Bobby Wagner, der die gesamte Season auf höchsten Niveau spielte. Für mich ist er der Defensive Player of the Year. Wie wichtig Wagner für die Defense der Seahawks ist, haben wir Fans schmerzlich im Spiel gegen Jacksonville sowie gegen die Rams erfahren. Mit 97 Tackles beendete er die Season auf dem geteilten 1. Platz. Demario Davis von Jets erzielte ebenfalls 97 Tackles. Auch wenn Davis 3,5 Sacks mehr aufweisen kann, stehen für Wagner noch zwei Interception, 1 Force Fumble, 2 Fumble Recoverys sowie ein Touchdown auf dem Tacho. Nur das verpassen der Playoffs könnte ihm im Grunde den Award streitig machen.

    Das war es nun aber wirklich für heute. Jetzt muss ich mir unsere neuen Running Backs anschauen. ;) Morgen oder in den nächsten Tagen folgt dann der Text zu den Free Agents und Co...
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  • Mit den letzten Teil wird es leider noch bisschen dauern. Dafür gab Pete Carroll sein wöchentliches Radiointerview. Hier mal ein paar Aussagen:

    Pete Carroll on @710ESPNSeattle talks about first half struggles: “We were playing against ourselves the whole year. And unfortunately, we were tough on us.Pete Carroll is dropping nuggets right now on @BrockESPN and @TheMikeSalk “Some of the guys we were counting on did not show up to play.”
    "Cliff and Kam are going to have a hard time playing football again,'' Carroll says of Avril and Chancellor, but indicates it will be their decision.
    Carroll gives vague answer on if there will be changes to coaching staff saying there are things going on but offers no specifics.
    Carroll on his future: "I am not retiring.''
    Carroll says that reason Seahawks traded for Sheldon is that McDowell got hurt and they were counting on what he was gonna bring
    Carroll says they had big hopes for Malik & Fant- which is why they traded for SR & Duane
    Carroll says he expects John Schneider back next year and not going to Green Bay. "Yeah, I do,'' says when asked if expects Schneider back.
    Pete Carroll on @710ESPNSeattle on Russell Wilson's season: "He had a fantastic year, really. And he can be better. Russ can be better."
    Carroll says you need balance on offense- and says look at a lot of playoff models this yr
    Pete Carroll says coaches got all over Rawls last week when he got into the face of a defender and he did it again this week (got huge flag for it). Clearly pissed
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  • Ausblick auf die Offseason 2018

    In der Einleitung habe ich es bereits erwähnt. Die bevorstehende Offseason kann sehr turbulent für die Seattle Seahawks werden. Zum einen werden einige namenhafte Spieler Free Agents, andere Star-Spieler müssen sich entscheiden, ob sie weiter Football spielen können und möchten und andere Spieler könnte aufgrund ihrer Verträge zu anderen Team getradet werden. Auch im Coaching Staff könnte es zu Veränderungen, die ich persönlich begrüßen würde. Und zu guter letzt steht im April auch wieder die Draft vor der Tür.

    Free Agents 2018

    Anders als in der letzten Offseason gibt es in diesem Jahr eine Reihe von Spielern, deren Verträge auslaufen und Vertragsverhandlungen mit anderen Teams führen können.

    Offense:

    TE Jimmy Graham
    Es gibt nicht wenige Fans und Experten, die den Trade für Jimmy Graham als Ausgangspunkt für eine Verwässerung der Offensivphilosophie sehen. Fakt ist, dass Graham im Grunde nicht in eine Offense passt, die auf das Running Game aufgebaut ist. Wie wir in den drei Jahren schmerzlich gesehen haben, ist seine Run-Blocking-Fähigkeiten nahezu nicht vorhanden. Zudem war Graham immer wieder Startpunkt von Diskussionen über das Playcalling. Der Vorwurf an OC Bevell: Graham wird nicht so eingesetzt, dass seine Stärken gut zur Geltung kommen.

    In 2017 entwickelte sich Graham endlich zu der erhofften Waffe und vor allem in der Redzone effektiver eingesetzt als in den beiden Jahren zuvor. Mit 10 Touchdowns führte Graham das Team in Receiving-Touchdowns an.

    Wie wahrscheinlich ist eine Vertragsverlängerung in Seattle? Viel hängt davon ab, in welche Richtung sich die Offense entwickeln soll. Möchte der Coaching Staff zu einer Offense zurückkehren, die vor allem auf das Running Game setzt, ist für Graham kein Platz im Team. Vor allem wenn berücksichtigt wird, dass Graham vergangenes Jahr 10 Mio Dollar gekostet hat, und der höchstbezahlteste Tight End der NFL war. Wenn sich die Grundausrichtung der Offense radikal ändern soll, könnte die Situation nochmal anders beurteilt werden. Aber auch dann ist fraglich, ob Graham für weniger als 10 Mio im Jahr einen Vertrag in Seattle unterschreiben würde. Aufgrund der angespannten Cap-Situationen sowie der anderen Löchern imKader können sich die Seahawks eigentlich keinen Tight End für diese Summe leisten.

    Die Zeichen stehen auf Abschied.

    LG Luke Joeckel
    Vor der Season unterschrieb Joeckel einen 1-Jahresvertrag für 8 Mio Dollar. Ein Gehalt welches Joeckel in der vergangenen Season leider nicht Wert war. Während der Season verpasste er mehrere Spiele aufgrund einer erneuten Knieverletzung und zeigte über den gesamten Verlauf der Season keine Konstante Leistung. Für ein weitaus niedrigeres Gehalt könnte, er evtl. einen neuen Vertrag erhalten. Sollte dies nicht eintreten, geht die Welt nicht unter.

    WR Paul Richardson
    2017 war bisher das beste NFL-Jahr für Paul Richardson. Er stellte mit 44 Rec. sowie 703 Yards und 6 Touchdowns persönliche Bestmarken auf und war immer wieder für spektakuläre Catches gut. Insgesamt warf Russell Wilson 80 Mal in seine Richtung. Nur Graham und Baldwin waren noch häufiger ein Target als RIchardson.

    Das Front Office würde Richardson sicherlich gerne halten. Das wird aber alles andere als einfach. Auch wenn Richardson nicht ganz die Zahlen von Davante Adams (Green Bay Packers) vorweisen kann, wird er vermutlich einen ähnlichen Vertrag einfordern. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass irgendein Team mit viel Cap-Space bereit ist, Richardson einen vergleichbaren Vertrag zu bieten. In diesem Fall ist es sehr unwahrscheinlich, dass Richardson zu halten ist.

    Die Verträge von folgende Spieler der Offense laufen ebenfalls aus:

    TE Luke Wil-son
    RB Eddie Lacy
    RG Oday Aboushi
    LT Matt Tobin
    QB Austin Davis

    Von den fünf Spielern hat Luke Willson wohl noch die größte Chance auf eine Rückkehr zu den Seahawks. Willson war bereits vor der vergangenen Season ein Free Agent, entschied sich letztendlich aber für eine einjährige Vertragsverlängerung.

    Defense

    DT Sheldon Richardson
    Im September wurde Richardson vom Jets geholt, um den Ausfall von Rookie Malik McDowell zu kompensieren. Es war ein teurer Trade, der nicht nur Draft Picks sondern auch WR Kearse kostete. Nach dem Trade erwarteten wir alle relativ viel von der Defense Line. Evtl. waren diese Erwartungen zu hoch. Mit 27 Tackles und einen Sack produzierte Richardson nicht die erhofften Zahlen. Fairerweise muss erwähnt werden, dass er zusätzlich drei Turnovers kreierte und Raum für die anderen Defender schaffte.

    Von allen Free Agents ist Richardson neben Bradley McDougald wohl der Spieler, den das Front Office am liebsten in Seattle halten würde. Ob das gelingt, wird stark von seinen Gehaltsforderungen abhängen und ob er in Seattle bleiben wird. In einem Wettbieten um Richardson werden die Seahawks vermutlich nicht mithalten könne.

    S Bradley McDougald
    Die Verpflichtung von Bradley McDougald in der vergangenen Offseason war ein sehr guter Move des Front Office. Nach dem Ausfall von Kam Chancellor übermach McDougald den Starterposten auf SS und machte seinen Job mehr als ordentlich. Eine erneuter Verpflichtung von McDougald wird für das Front Office eine enorm hohe Priorität haben. Nach den Aussagen von Pete Carroll, ist es unwahrscheinlich, dass Chancellor nochmal Football spielen wird.

    Die Verträge von folgenden Spielern der Defense laufen ebenfalls aus:

    LB Michael Wilhoite
    LB Terence Garvin
    Edge Marcus Smith
    CB Bryon Maxwell
    CB Deshawn Shead*

    Die Verträge von Wilhoite, Garvin und Smith können aus meiner Sicht verlängert werden, müssen sie aber nicht. Anders sieht es bei Maxwell und Shead aus. Bryon Maxwell kann unter Umständen für kleines Geld erneut unter Vertrag genommen werden. Seine Stationen in Philadelphia und Miami haben gezeigt, dass er wohl nur im richtigen System funktionieren kann. Mit seiner Verpflichtung kann das Front Office für etwas Tiefe schaffen und sprengt dennoch nicht die Bank.

    Hinter dem Namen von Shead steht derzeit noch ein Sternchen. Dies liegt an seiner ungeklärten Vertragssituation. Derzeit weiß nichtmal Shead, ob er ein UFA oder ob er unter seinem letzten Vertrag weiterspielen wird. Als RFA unterschrieb Shead vergangene Season einen Tender für ein Jahr. Da er aber 14 Spiele auf der PUP-List stand, verlängert sich sein Vertrag laut CBA automatisch um ein Jahr zu den gleichen Konditionen. Hätte Shead mehr als sechs Spiele absolviert wäre er ein UFA geworden. So liegt die Entscheidung bei dem Team. Aus Sicht des Team gibt es eigentlich keinen Grund, den Vertrag nicht automatisch verlängern zu lassen.

    Special Teams

    K Blair Walsh
    Über eine Vertragsverlängerung von Blair Walsh muss eigentlich nichts geschrieben werden.

    Folgende Spieler werden in dieser Offseason RFA (Restricted Free Agents):

    RB Mike Davis
    RB Thomas Rawls
    CB Justin Coleman
    DE Dion Jordan
    LB Dewey McDonald

    Da ihr evtl. ein paar neue Football-Fans mitlesen, habe ich probiert die RFA kurz zu erklären. Falls da ein Fehler drin sein sollte, bitte korrigieren:

    RFA = Das bisheriges Team kann jeden RFA mit einem „Tender“ belegen. Es gibt drei unterschiedliche Kategorien von Tendern:

    Einen First-Round-Tender, einen Second-Round-Tender und einen Tender, in der Höhe des Draft Picks, in dem der Spieler gedraftet wurde.

    Falls der Spieler sich mit einem neuen Team auf einen Vertrag einigt, hat das bisherige Team die Chance das Angebot zu matchen. Wenn das bisherige Teams dies tut, muss der Spieler bei bisherigen Team bleiben. Entscheidet sich das bisherige Team dagegen, erhält es im Gegenzug einen Draft-Pick von dem neuen Team. Die Höhe des Draft-Pick richtet sich nach der entsprechenden Tender-Kategorie.

    Ein Beispiel: Running Back Mike Davis ist in dieser Offseason ein RF. Davis wurde in der 4. Runde im Jahre 2015 gedraftet. Erhält Davis somit den Tender, der sich nach der Runde richtet, in dem er gedraftet wurde, wäre dies als ein 4. Runden Pick.

    Nicht jeder RFA kann mit eine First-, oder Secound-Round-Tender belegt werden. Die Gehaltshe des neuen 1-Jahresvertrag wird anhand der Kategorie berechnet. Somit muss das Front Office abschätzen, wie hoch das Risiko ist. Wenn ein RFA mit keinen Tender erhält, wird er automatisch zum UFA.

    In den vergangenen Jahren war so, dass nur wenige RFA bei anderen Teams unterschrieben haben. Aber auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel. Garry Gilliam unterschrieb vergangenes Jahr als RFA einen Vertrag bei den 49ers und die Seahawks entschieden sich dazu, das Angebot nicht zu matchen. Sie erhielten allerdings auch keinen Draft Pick. Gilliam wurde in die 3. Tender-Kategorie eingestuft. Da er nicht gedraftet sondern als ein Undrafted Free Agents (UDFA) zum Team stieß, gab es keine Bemessungsgrundlage.

    Welcher Spieler mit welchen Tender belegt wird, entscheidet sich in den kommenden Wochen. Ich persönlich vermute, dass Coleman, Jordan und evtl. Davis mit einem Tendern versehen werden.

    Abschließend die Übersicht der ERFA:

    LT Tyrus Thompson
    RB/WR J.D. McKissic
    C Joey Hunt
    DE Christian French
    DE Branden Jackson
    DT Garrison Smith
    DT Quinton Jefferson
    LB Paul Dawson
    LB Josh Forrest
    S Akeem King
    S Jordan Simone
    LS Tyler Ott

    Die Kategorie ERFA ist die niedrigste Kategorie. Spieler diese Kategorie können das Team nur wechseln, wenn das bisherige Team sie nicht mehr haben möchte. Bietet das Team ihnen einen 1-Jahresvertrag zu den günstigsten Konditionen an, müssen sie diesen Vertrag annehmen.

    Cap-Space
    Wenn wir über Free Agents sprechen, müssen wir auch über den vorhandenen Cap-Space rechen. Und dieser sieht leider gar nicht so gut aus. In 2018 stehen den Seahawks rund 19 Mio Dollar für Vertragsverlängerungen sowie Neuverpflichtungen zur Verfügung. Wenn wir aber betrachten, dass derzeit nur 37 Spieler für die kommende Season unter Vertrag stehen, muss die Summe reduziert werden. Laut Overthecap.com stehen dem Front Office im Endeffekt nur 12,6 Mio Dollar zur freien Verfügung. Diese Summe wird sich vermutlich in den kommenden Wochen erhöhen. Durch entsprechende Umstrukturierungen, vorzeitige Vertragsverlängerungen oder Trade/Entlassungen kann das Front Office den ein oder anderen Dollar einsparen. Dazu in den kommenden Tagen mehr.
    Excuses are for losers!

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  • Gestern habe ich einen sehr lesenswerten Artikel über Dion Jordan gelesen. Kann ich jedem nur empfehlen: Link

    Dann gab es gestern noch die übliche Vergabe von Future Contracts:
    Seahawks keep Boykin and five other practice squad guys in the fold. Fowler, Palacio, and Thompson the three other PS guys at the end of the season that as of yet not signed to a futures contract.


    Seahawks signed T Isaiah Battle, G Willie Beavers, QB Trevone Boykin, DB Alex Carter, WRr Cyril Grayson Jr. and DE Noble Nwachukwu to futures contracts.

    DC Kris Richard wurde übrigens von den Colts zum HC-Interview eingeladen. Schade, dass Cable wohl doch kein Interview erhalten hat. :hinterha:
    Excuses are for losers!
  • @Seahawk

    Exzellente Übersicht / Zusammenfassung, große Klasse!

    By the Way, beim Kickoff-Return ist jetzt auch bei deiner Quelle 23,3 Yards vermerkt. Kannst du ja nochmal anpassen, falls du noch Zeit / Lust hast :)



    Man darf gespannt sein, was die Offseason bringen wird, es dürften jedoch die seit Jahren spannendste werden. Auch der Draft dürfte "wichtiger" werden als in den letzten Jahren.

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  • Sehr schöne Einleitung @Seahawk

    Vielleicht wären die Picks die wir durch Trades verloren haben jetzt wichtig, aber wir dürfen gespannt sein was Schneider sich zusammenschustert. Der Draft wird extrem wichtig, über FA's ist bei unserem Cap nichts zu machen. Die 10 Mio die dazu kommen wenn Avril und Kam weg sind, reichen nicht ansatzweise. Da muss man den Draft nutzen. Für mich ist die große Frage, ob man wieder eine sau starke Defense will oder lieber deutlich mehr in die Offense investiert, ne art Glaubensfrage.
    #GoHawks
  • Hensch schrieb:

    Vielleicht wären die Picks die wir durch Trades verloren haben jetzt wichtig
    Absolut, das hab ich ja immer gesagt und deswegen die Trades teilweise harsch kritisiert. Das ein Umbruch kommt (wie intensiv auch immer) musste jedem bewusst sein und dafür braucht man nunmal die Picks, insb. so hohe wie 2nd Rounder.
    Go Hawks!
    Go Blue!
  • Hensch schrieb:

    Sehr schöne Einleitung @Seahawk

    Vielleicht wären die Picks die wir durch Trades verloren haben jetzt wichtig, aber wir dürfen gespannt sein was Schneider sich zusammenschustert. Der Draft wird extrem wichtig, über FA's ist bei unserem Cap nichts zu machen. Die 10 Mio die dazu kommen wenn Avril und Kam weg sind, reichen nicht ansatzweise. Da muss man den Draft nutzen. Für mich ist die große Frage, ob man wieder eine sau starke Defense will oder lieber deutlich mehr in die Offense investiert, ne art Glaubensfrage.
    die Picks wären natürlich nun schön aber Pete Carroll hat es in seine, Radiointerview sehr schön beschrieben. Beide Trades waren zum Zeitpunkt einfach notwendig um das beste für die Season auszuholen. Das FO baute sehr auf Fant und McDowell. Als die beiden ausfielenwurde reagiert. Auch wenn ich die Picks gerne gehabt hätte, würde ich die Trades wieder durchführen. Insbesondere den Brown Trade.

    Übrigens können wir noch weitaus mehr Cap freischaufeln. Mit Thomas und/oder Sherman wird etwas passieren. Beide werden sicherlich nicht mit ihrem aktuellen Cap in die neue Season gehen. Bei Brown, Wright oder auch Wagner könnte Cap durch vorzeitige Vertragsverlängerung geschaffen werden. Zudem sind auch Bennett und vor allem Ryan Kandidaten für einen Cut. Bei Bennett spart man nicht viel. Daher würde ich da evtl nicht ran gehen. Aber für Ryan, einen unter bis maximal durchschnittlich Punter 3,2 Mio zu zahlen, ist viel zu viel.
    Excuses are for losers!
  • Seahawk schrieb:

    Hensch schrieb:

    Sehr schöne Einleitung @Seahawk

    Vielleicht wären die Picks die wir durch Trades verloren haben jetzt wichtig, aber wir dürfen gespannt sein was Schneider sich zusammenschustert. Der Draft wird extrem wichtig, über FA's ist bei unserem Cap nichts zu machen. Die 10 Mio die dazu kommen wenn Avril und Kam weg sind, reichen nicht ansatzweise. Da muss man den Draft nutzen. Für mich ist die große Frage, ob man wieder eine sau starke Defense will oder lieber deutlich mehr in die Offense investiert, ne art Glaubensfrage.
    die Picks wären natürlich nun schön aber Pete Carroll hat es in seine, Radiointerview sehr schön beschrieben. Beide Trades waren zum Zeitpunkt einfach notwendig um das beste für die Season auszuholen. Das FO baute sehr auf Fant und McDowell. Als die beiden ausfielenwurde reagiert. Auch wenn ich die Picks gerne gehabt hätte, würde ich die Trades wieder durchführen. Insbesondere den Brown Trade.
    Übrigens können wir noch weitaus mehr Cap freischaufeln. Mit Thomas und/oder Sherman wird etwas passieren. Beide werden sicherlich nicht mit ihrem aktuellen Cap in die neue Season gehen. Bei Brown, Wright oder auch Wagner könnte Cap durch vorzeitige Vertragsverlängerung geschaffen werden. Zudem sind auch Bennett und vor allem Ryan Kandidaten für einen Cut. Bei Bennett spart man nicht viel. Daher würde ich da evtl nicht ran gehen. Aber für Ryan, einen unter bis maximal durchschnittlich Punter 3,2 Mio zu zahlen, ist viel zu viel.
    Nachvollziehen kann ich auch beide Trades, trotzdem tun sie weh.

    Cap kann man freischaufeln okay, die 10 Mio waren auch nur auf das bezogen was die beiden direkt freigeben.
    #GoHawks
  • @Seahawk auch von mir beide Daumen hoch, tolle Zusammenfassung und ein Dank für die ganze Mühe

    Was mir bei aller berechtigten Kritik an Cable und Bevell etwas kurz kommt, sind Kris Richard und mit Abstrichen auch Pete Carroll; Mit dem Geld und Talent das in der Defense steckt, kann man mMn mehr erwarten als das Gezeigte.
    Man könnte auch den Führungsstil von Carroll hinterfragen und inwieweit er zu dem Verhalten unserer Defense-"Stars" geführt hat, bzw. ob dieser Stil langfristig für ein NFL-Team geeignet ist.
    Persönlich rechne ich nur mit einem Abgang von Cable/Bevell/Richard wenn diese abgeworben werden; An Cable scheint man in Seattle einen Narren gefressen zu haben; Bevell wird man mMn nochmal ein Chance mit verbessertem Run-Game geben und Richard sitzt wohl eh fest im Sattel.

    RW3 schrieb:

    Hensch schrieb:

    Vielleicht wären die Picks die wir durch Trades verloren haben jetzt wichtig
    Absolut, das hab ich ja immer gesagt und deswegen die Trades teilweise harsch kritisiert. Das ein Umbruch kommt (wie intensiv auch immer) musste jedem bewusst sein und dafür braucht man nunmal die Picks, insb. so hohe wie 2nd Rounder.

    Denke da sollte man warten wie es mit S.Richardson und Brown weitergeht; kann man beide langfristig halten ist das doch ein angemessner Preis, für Spieler dieser Qualität. Am meisten stört mich, dass in der nächsten Draft(auch wegen den ganzen Qbs) Talent bis zu Pick 18 rutschen könnte, an dass man schon länger nicht mehr ran kam, die fehlenden Picks in Runde 2&3 aber einen Downtrade fast sicher machen.
  • iceweasel schrieb:

    @Seahawk auch von mir beide Daumen hoch, tolle Zusammenfassung und ein Dank für die ganze Mühe
    Hab ich gern gemacht. :bier:

    iceweasel schrieb:

    Was mir bei aller berechtigten Kritik an Cable und Bevell etwas kurz kommt, sind Kris Richard und mit Abstrichen auch Pete Carroll; Mit dem Geld und Talent das in der Defense steckt, kann man mMn mehr erwarten als das Gezeigte.
    Man könnte auch den Führungsstil von Carroll hinterfragen und inwieweit er zu dem Verhalten unserer Defense-"Stars" geführt hat, bzw. ob dieser Stil langfristig für ein NFL-Team geeignet ist
    Die Frage, ich hier sehen lautet wie folgt: Was wäre, wenn gewesen... Ich glaube, dass es schwer war mit den ganzen verletzten Spielern noch mehr rauszuholen. Damit meine ich nicht nur, die Spieler, die auf der IR standen, sondern auch so einige Spieler verpasst haben. Dass nach dem Ausfall von Chancellor und Sherman die durchschnittlich zugelassenen Punkte pro Spiel angestiegen sind wundert wohl die wenigsten (16,5 zu 23,86). Auch mit den beiden gab es zum Beispiel das Spiel gegen Texans, in dem die Defense sehr mies aus. Das möchte ich gar nicht bestreiten. Am Ende bin ich mir nur nicht sicher, ob wir wirklich so viel mehr am Ende hätten erwarten können.

    Wenn ich von einem Defense-Bereich enttäuscht bin, dann ist es der Pass-Rush. Hier hätte ich mir echt mehr erwartet.

    iceweasel schrieb:

    Am meisten stört mich, dass in der nächsten Draft(auch wegen den ganzen Qbs) Talent bis zu Pick 18 rutschen könnte, an dass man schon länger nicht mehr ran kam, die fehlenden Picks in Runde 2&3 aber einen Downtrade fast sicher machen.
    Jap, das ist schon etwas ärgerlich. Aber vlt. überrascht uns Schneider ja mal. :neubi:
    Excuses are for losers!
  • Seahawk schrieb:

    iceweasel schrieb:

    @Seahawk auch von mir beide Daumen hoch, tolle Zusammenfassung und ein Dank für die ganze Mühe
    Wenn ich von einem Defense-Bereich enttäuscht bin, dann ist es der Pass-Rush. Hier hätte ich mir echt mehr erwartet.
    Pass-Rush ist da auch mein Hauptanliegen(ganz schlimm war das mMn gegen Jacksonville), kreativ und aggressiv war man über die ganze Saison gesehen kaum und auch eine Steigerung war nicht unbedingt zu erkennen.

    Seahawk schrieb:

    iceweasel schrieb:

    @Seahawk auch von mir beide Daumen hoch, tolle Zusammenfassung und ein Dank für die ganze Mühe
    Jap, das ist schon etwas ärgerlich. Aber vlt. überrascht uns Schneider ja mal. :neubi:
    Ich wünsche mir ja einen zweiten Bruce Irvin, und wie man den bekommen hat dürfte bekannt sein ;)
  • iceweasel schrieb:

    Pass-Rush ist da auch mein Hauptanliegen(ganz schlimm war das mMn gegen Jacksonville), kreativ und aggressiv war man über die ganze Saison gesehen kaum und auch eine Steigerung war nicht unbedingt zu erkennen.
    Die Steigerung beziehst du auf die Leistung des Pass-Rush's, oder? Das Playcalling war teilweise schon recht aggressiv. Aber eben immer nur in einigen Spielen. Hier noch ein Auszug von einem Field Gulls Artikel:
    Defensively, the Seahawks had 39 sacks, down from 42 in 2016. They allowed a passer rating of 79.1, eighth best in the NFL, which is an improvement from 85.0 in 2016. Overall, Seattle allowed 19 touchdown passes, up from 16 a year ago. They had 14 interceptions, which was three more than last year.
    The run defense was ranked first in the NFL a year ago in yards per carry allowed, at 3.4. This season it went up to 4.0 yards per carry despite the early season acquisition of Sheldon Richardson. They allowed 14 rushing touchdowns, which was two fewer than 2016...
    Teams converted 38.1% of their third downs against the Seahawks this season compared to 38.7% last. They had a 47.6% success rate in the red zone in 2017, compared to 56.5% a year ago. So some things were actually better this year, even if it doesn’t seem that way and in spite of major injuries across the defense. It may be that teams also didn’t need to do as well in the red zone because the Seahawks were allowing more explosive plays this year — or so it seemed.
    In den meisten Kategorien war man schlechter als 2016. Aber unter Berücksichtigung der Verletzungen ist das für mich noch einigermaßen im Rahmen. Dennoch darf man nicht den Fehler machen, alles nur auf die Verletzungen zu schieben.

    EDIT:
    Seattle Seahawks linebacker Bobby Wagner was named on the first team All-Pro list on Friday, his third such distinction in the last four years. The second team included Earl Thomasat free safety and Tyler Lockett at kick returner.
    Vor allem Wagner hat es sich mehr als verdient. Warum Tyler Lockett es ins All-Pro Team geschafft hat, kann ich irgendwie nicht ganz nachvollziehen. So dolle fand ich seine Returns nicht, wenn wir man von dem einen TD-Return gegen Arizona absehen. Seine Stats rechtfertigen dann evtl doch noch die Ernennung. Manchmal trügt vlt auch der Eindruck.
    Excuses are for losers!

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  • Seahawk schrieb:

    iceweasel schrieb:

    Pass-Rush ist da auch mein Hauptanliegen(ganz schlimm war das mMn gegen Jacksonville), kreativ und aggressiv war man über die ganze Saison gesehen kaum und auch eine Steigerung war nicht unbedingt zu erkennen.
    Die Steigerung beziehst du auf die Leistung des Pass-Rush's, oder? Das Playcalling war teilweise schon recht aggressiv.
    Ja meinte ich, das aggressiv war auch auf den geringen Anteil an Blitzen bezogen, da hat man eine der niedrigsten Quoten(laut pff Rang 28 mit gut 20%)

    Habe mir die Zahlen jetzt noch mal genauer angesehen, da ich dachte die Sacks verteilen sich recht ungleichmäßig auf die Spiele gegen schlechte Olines, aber dass war wohl nur mein subjektiver Eindruck.
    Das mit den Verletzungen sehe ich ähnlich, man darf sie nicht außen vor lassen, aber es gibt eben auch genug andere Gründe für die teilweise gezeigten Leistungen.


    Ein anderes Thema das uns noch beschäftigen könnte: Die Packers wollten ein Interview mit John Schneider führen
    Seahawks deny Packers permission to talk to GM John Schneider, but that may not be the end of the story
  • iceweasel schrieb:

    Ja meinte ich, das aggressiv war auch auf den geringen Anteil an Blitzen bezogen, da hat man eine der niedrigsten Quoten(laut pff Rang 28 mit gut 20%)
    Kannst du uns den Link einmal zur Verfügung stellen?

    Bzgl. der Blitz-Percentage war es mein Eindruck, dass wir in einigen Spielen sehr aggressiv waren (Washington, Dallas) und in anderen Spielen sehr verhalten.

    iceweasel schrieb:

    Das mit den Verletzungen sehe ich ähnlich, man darf sie nicht außen vor lassen, aber es gibt eben auch genug andere Gründe für die teilweise gezeigten Leistungen.
    Welche Gründe sind das aus deiner Sicht? :)
    Excuses are for losers!
  • Seahawk schrieb:

    iceweasel schrieb:

    Ja meinte ich, das aggressiv war auch auf den geringen Anteil an Blitzen bezogen, da hat man eine der niedrigsten Quoten(laut pff Rang 28 mit gut 20%)
    Kannst du uns den Link einmal zur Verfügung stellen?
    Da muss ich mich erst einmal entschuldigen, die Stats waren doch schon ein paar Jahre alt :stone

    Seahawk schrieb:

    iceweasel schrieb:

    Ja meinte ich, das aggressiv war auch auf den geringen Anteil an Blitzen bezogen, da hat man eine der niedrigsten Quoten(laut pff Rang 28 mit gut 20%)

    iceweasel schrieb:

    Das mit den Verletzungen sehe ich ähnlich, man darf sie nicht außen vor lassen, aber es gibt eben auch genug andere Gründe für die teilweise gezeigten Leistungen.
    Welche Gründe sind das aus deiner Sicht? :)
    Das meiste wurde ja schon hier in deinem Eröffnungspost oder im Laufe der Saison genannt

    Special Teams. Ganz krasses Beispiel war das zweite Rams Spiel
    die ersten Drives begannen für die Rams an:
    -Sea 40
    -50 y
    -Sea 1
    -Dann konnte man sie einmal stoppen(die tolle Interception)
    -Sea 36
    Und dann lag man 20:0 hinten. Da kann man fast aufstellen wen man will, wenn der Gegner so kurze Wege hat, ist es schwierig hinten dicht zu halten

    Time of Possession. Da liegt man mit durchschnittlich 29:19 auf dem 23. Platz in der Liga;
    Einige unserer Defense-Spieler sind dann eben doch ein paar Tage älter und da wäre es schon gut, wenn man nicht so lange auf dem Feld steht(hier spielen natürlich auch Verletzungen eine Rolle, sind McDowell, Avril und Jordan 16 Spiele lang fit, lässt sich auf einem ganz anderen Niveau rotieren)

    Disziplin. Man schimpft zurecht auf Ifedi und die Penaltys der Offense, aber auch die Defense bekleckert sich hier nicht immer mit Ruhm.(Hab hier die Zahlen von nflpenalties.com hoff die Seite ist einigermaßen seriös und verlässlich)
    Man hatte 17 Offsides(davon wurden 4 abgelehnt) und damit die meisten aller Teams
    14 DPI, geteilter 3.Platz
    Bei den Holdings bewegt man sich im Mittelfeld, 8 Stück und der Durchschnitt liegt bei 7,47
    Jetzt kann man(wohl auch zurecht) sagen, dass war die Jahre zuvor auch schon so; aber wenn ma so viel Geld in einen Mannschaftsteil steckt( Verhältnis Def:Off= 93 Mio zu 60 Mio Seattle Seahawks Spending) sollte dieser Teil auch das ganze Team tragen können und einspringen wenn ST & Off so ihre Probleme haben; und für mich gehört da eben auch dazu, dass man da alle unnötigen Strafen vermeidet.

    Die Einstellung unserer "Defense-Stars". Ein sehr subjektiver Punkt, den ich wohl kaum mit "harten" Fakten untermauern kann.
    Ich seh da aktuell keinen richtigen Anführer in der Defense, der die Jungs um sich herum mal mitreißen kann und Aggressionen in positive und produktive Bahnen kanalisieren kann. Viel mehr habe ich das Gefühl, dass jeder sein eigenes Püppchen kocht. Bennett mit seiner idiotischen Aktion gegen die Jax; Sherman in der letzten Offseason mit seiner Kritik an Bevell und dem (angeblichen) Wunsch nach einem Trade; Earl Thomas der in so einer Situation(wir waren ja noch im Playoff-Rennen) in den Cowboy locker läuft und sich so anbietet; Wagner der auf die (vllt. auch berechtigte) Kritik von Thomas reagiert wie ein 12 jähriges Mädel.
    Das sind alles tolle Footballspieler, aber ob sie sich unbedingt dem Teamerfolg unterordnen, würde ich nach den Aktionen anzweifeln.

    Dan Quinn. Was der gute Mann kann hat man auch letzte Saison gesehen, als er das Playcalling der Falcons Defense übernommen hat. Ich würde jetzt nicht sagen, dass es ausschließlich an ihm lag, aber es lassen sich schon Tendenzen erkennen
    2013: 1. 273 Y/G; 14,4 P/G(1.) (2. Panters mit 15,1)
    2014: 1. 267 Y/G; 15,9 P/G(1.) (Chiefs auf 2 mit 17,6)
    2015: 2. 291 Y/G; 17,3P/G(1.) (Bengals mit 17,4 knapp dahinter)
    2016: 5. 318 Y/G; 18,2 P/G (3.)
    2017: 11. 323 Y/G;20,8P/G (geteilter 13.Platz)
    Auch hier spielen Verletzungen eine Rolle, genauso wie Spielerabgänge; trotzdem würde ich behaupten kann man auch an diesen Zahlen ablesen, dass das Niveau der Defense in den letzten Jahren gesunken ist.

    Tiefe auf Lb. Das hängt natürlich auch mit den Verletzungen zusammen, und Wagner(du hast ihn ja auch schon ausreichend gewürdigt) & Wright sind zwei tolle Lb, aber sich nur auf die beiden zu verlassen war schon etwas blauäugig.
  • Ok, ich hatte meine Frage eigentlich nur auf die Frage bzgl. der Defense bezogen. Also warum du glaubst, dass die Defense nicht auf dem Level der vergangenen Jahre verformt. :)

    iceweasel schrieb:

    Die Einstellung unserer "Defense-Stars". Ein sehr subjektiver Punkt, den ich wohl kaum mit "harten" Fakten untermauern kann.
    Ich seh da aktuell keinen richtigen Anführer in der Defense, der die Jungs um sich herum mal mitreißen kann und Aggressionen in positive und produktive Bahnen kanalisieren kann. Viel mehr habe ich das Gefühl, dass jeder sein eigenes Püppchen kocht. Bennett mit seiner idiotischen Aktion gegen die Jax; Sherman in der letzten Offseason mit seiner Kritik an Bevell und dem (angeblichen) Wunsch nach einem Trade; Earl Thomas der in so einer Situation(wir waren ja noch im Playoff-Rennen) in den Cowboy locker läuft und sich so anbietet; Wagner der auf die (vllt. auch berechtigte) Kritik von Thomas reagiert wie ein 12 jähriges Mädel.
    Das ist durchaus ein Problem, welches meiner Meinung auch durch den Erfolg entstanden ist. Durch die ein oder andere Veränderung in dieser Offseason könnte sich das aber auch ändern. Ist natürlich auch eine Frage des Coaching.

    iceweasel schrieb:

    Auch hier spielen Verletzungen eine Rolle, genauso wie Spielerabgänge; trotzdem würde ich behaupten kann man auch an diesen Zahlen ablesen, dass das Niveau der Defense in den letzten Jahren gesunken ist.
    Man muss halt die Umstände mit einbeziehen. Und bin ich der Ansicht, dass wir nicht viel mehr erwarten konnten.

    iceweasel schrieb:

    Tiefe auf Lb. Das hängt natürlich auch mit den Verletzungen zusammen, und Wagner(du hast ihn ja auch schon ausreichend gewürdigt) & Wright sind zwei tolle Lb, aber sich nur auf die beiden zu verlassen war schon etwas blauäugig.
    Absolut, aber hier sehe ich vor allem die Klasse von Wagner und Wright als Problem. Das Gap zwischen ihnen und ihren Ersatz ist aufgrund ihrer Qualität einfach enorm. In Zeiten des Salary Caps ist es schwierig hier adäquate Qualität zu parken. Allerdings sollten wir in der Offseason probieren die LB-Unit mit frischem Blut zu füllen. Auch weil die Verträge von Wagner und Wright bald auslaufen.

    Wenn ich noch Gründe für das Abbauen der Defense neben den Verletzungen suchen würde, würde ich in der DL anfangen. Hier fehlte aus meiner Sicht ein qualitativer Ersatz für Bennett. Bennett spielte viel zu viele Snaps Dion Jordan hätte so ein Spieler sein können, der aber auch erst zum Ende der Season fit wurde.

    Auf Twitter geisterten heute übrigens Gerüchte rum, dass Gus Bradley nach Seattle zurückkehren könnte. Nicht als DC sondern zum Beispiel als Quality Coach. Hat ja einen ganz guten Job bei uns gemacht. Würde ich begrüßen.
    Excuses are for losers!

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  • Seahawk schrieb:

    Ok, ich hatte meine Frage eigentlich nur auf die Frage bzgl. der Defense bezogen. Also warum du glaubst, dass die Defense nicht auf dem Level der vergangenen Jahre verformt. :)

    iceweasel schrieb:

    Die Einstellung unserer "Defense-Stars". Ein sehr subjektiver Punkt, den ich wohl kaum mit "harten" Fakten untermauern kann.
    Ich seh da aktuell keinen richtigen Anführer in der Defense, der die Jungs um sich herum mal mitreißen kann und Aggressionen in positive und produktive Bahnen kanalisieren kann. Viel mehr habe ich das Gefühl, dass jeder sein eigenes Püppchen kocht. Bennett mit seiner idiotischen Aktion gegen die Jax; Sherman in der letzten Offseason mit seiner Kritik an Bevell und dem (angeblichen) Wunsch nach einem Trade; Earl Thomas der in so einer Situation(wir waren ja noch im Playoff-Rennen) in den Cowboy locker läuft und sich so anbietet; Wagner der auf die (vllt. auch berechtigte) Kritik von Thomas reagiert wie ein 12 jähriges Mädel.

    Sollte sich eigentlich auch auf die Defense beziehen, sorry wenn ich mich da etwas unklar ausgedrückt habe.

    Hat die gegnerisches Offense nur ein kurzes Feld vor sich, ist es logischerweise auch einfacher zu punkten. Das hat zwar nicht nur mit der Defense zu tun, aber es erschwert die Aufgabe nun mal.
    Gleiches gilt für die Zeit die die Defense auf dem Feld steht,verschuldet durch die Offense, ausbaden muss es aber die Defense.Du gehst ja in eine ähnliche Richtung mit den vielen Snape von Bennett, man hat (auch den Verletzungen geschuldet) Positionen auf denen man kaum rotieren kann und dann müssen eben manche Spieler fast immer ran. Und gerade diesen Spielern würde es helfen, wenn die Spielzeit der Defense möglichst gering gehalten wird.

    Weil du die Dline aufführst, ich hatte auch überlegt S. Richardson als Negativpunkt anzuführen, rein von den stats hat man sich sicherlich mehr erhofft, aber vor allem Reed sah neben ihm deutlich besser aus.

    Seahawk schrieb:

    Auf Twitter geisterten heute übrigens Gerüchte rum, dass Gus Bradley nach Seattle zurückkehren könnte. Nicht als DC sondern zum Beispiel als Quality Coach. 2015 hat er ja einen ganz guten Job bei uns gemacht. Würde ich begrüßen.
    Würde mich auch freuen, bei den Chargers scheint man ja mit seiner Arbeit zufrieden gewesen zu sein.
    Auch für den Fall das Richard HC bei den Colts wird?

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  • im Falle eines Abgangs von Richard würde er wohl sehr als heißer Kandidat auf den DC-Posten gelten.

    Richtig, wenn die ToP etwas besser gewesen wäre, hätte dies mehr Pausen und weniger Snaps für die Defense bedeutet.

    Und ja, von Richardson haben wir uns alle wohl etwas mehr bzw bessere Werte erhofft. Hier muss man sich aber fragen, was hätten wir ihn ihn gemacht? Der Abgang von Rubin bzw. seine Entlassung hätte ihn Richardson nur schwer bis gar nicht kompensiert werden können. Jungs wie DT Smith zeigte zwar gute Ansätze aber hätte wohl über den Verlauf der Season noch mehr Probleme bekommen.
    Excuses are for losers!

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  • Von der Seahawks.com Seite habe ich mal die wichtigen Offseason-Termine kopiert:


    February

    February 20: First day for clubs to designate Franchise or Transition Players.
    February 27-March 5: NFL Scouting Combine, Lucas Oil Stadium, Indianapolis, Indiana.Read



    March
    March 6: Prior to 1 p.m. PT, deadline for clubs to designate Franchise or Transition Players.
    March 14: The 2018 league year, free agency period, and trading period begins at 1 p.m. PT.
    March 25-28: Annual League Meeting, Orlando, Florida.Read



    April
    April 16: Clubs with returning head coaches may begin offseason workout programs.
    April 26-28: 2018 NFL Draft, AT&T Stadium, Arlington, TX. The Seahawks own the No. 18 overall pick.Read



    May
    May 4-7 or May 11-14:: Clubs may elect to hold their one three-day post-Draft rookie minicamp from Friday through Sunday or Saturday through Monday.
    May 14: Rookie Football Development Programs begin.
    May 17-20: NFLPA Rookie Premiere. Invited Rookies (typically, first and/or second-round selections) must be permitted by their respective clubs to attend. Such players are unavailable for offseason workouts, OTA days, and minicamps during this period.
    May 21-23: Spring League Meeting, Atlanta, Georgia.Read



    June
    Late-June: Rookie Transition Program to be held at individual clubs. Attendance is mandatory for all rookies.Read



    July
    July 16: At 1 p.m. PT, deadline for any club that designated a Franchise Player to sign such player to a multiyear contract or extension. After this date, the player may sign only a one-year contract with his prior club for the 2018 season, and such contract cannot be extended until after the club’s last regular season game.
    Mid-July: Clubs are permitted to open preseason training camp for rookies and first-year players beginning seven days prior to the club’s earliest permissible mandatory reporting date for Veteran players.
    Late-July or Early-August: Training camp opens.Read



    August
    Late-July or Early-August: Training camp opens.
    August 2: Hall of Fame Game, Canton, Ohio.
    August 2-5: Hall of Fame Weekend, Canton, Ohio. Former Seahawks draft picks Steve Hutchinson and Kevin Mawae are finalists for the Class of 2018.Read



    September
    September 1: Prior to 1 p.m. PT, clubs must reduce rosters to a maximum of 53 players.
    September 2: Clubs may establish a practice squad of 10 players.
    September 6, 9-10: Regular season opens. The exact dates and times of each game will be released in the spring, but the Seahawks' 2018 home and road opponents are already set.
  • Aus Seahawks-Sicht ist auch der 9. Februar durchaus interessant:
    Feb. 9On this date, the contracts for both receiver Doug Baldwin and safety Kam Chancellor have clauses in which parts or all of their salaries become guaranteed (or also known as five days after the Super Bowl, becoming a common time for players to have clauses in contracts requiring teams to make decisions about their futures). For Baldwin, $4.5 million of his $8.25 million salary for 2018 will become fully guaranteed. That’s really not an issue because Baldwin will obviously be part of the team next season. For Chancellor, his entire $6.8 million 2018 base salary becomes guaranteed on this date. That’s of more intrigue since Chancellor has a neck injury that could mean he will never play again. However, injured players cannot be waived and Chancellor’s contract also has guarantees due to injury — the $6.8 million base salary in 2018 and $5.2 million in 2019. So the Seahawks don’t appear to have any real option here. But if nothing else, the passage of this date will least likely make it official that the team is paying Chancellor for 2018, even if his playing future remains murky.
    Wenn man so die Social Media Post von Kam der vergangenen Tage ließt, hört sich das nicht nach einem Spieler an, der seine Karriere beenden wird.
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  • Seahawk schrieb:

    Angeblich wurde OC Bevell gefeuert. Läuft gerade auf Twitter. Bestätigung fehlt allerdings noch.
    In der Seattle Times wird auch schon über die Bevell-Entlassung geschrieben / spekuliert. seattletimes.com/sports/seahaw…rdinator-of-the-seahawks/
    Angeblich sind Steve Sarkisian oder Tee Martin (USC) als Nachfolger im Gespräch...
    Michael Silver (@MikeSilver): Number of team execs who've told me they were 'about to draft Russell Wilson' before Seahawks did in 3rd round: 100 billion.
  • Sarkisian macht aufgrund seiner langen Beziehung zu Carroll durchaus Sinn, wenn man sich den Coaching Tree so anschaut.

    Begeistert wäre ich von ihm nicht. Zudem ist die Frage, ob die Falcons ihn einfach zu gehen lassen. Atlanta wird bereits ihren QB Coach an die Huskies verlieren, der dort neuer OC wird.

    Die Frage, die sich dann noch stellt, was passiert mit Cable?
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