Meine Meldung des Tages 2018

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      M3771 schrieb:

      Auf dem Weg zum Entzug mal noch eben richtig Scheisse gebaut :bengal
      Oder er plant den Entzug im Knast durchzuziehen? :hinterha:

      Trotz all seiner Verfehlungen, ist schon traurig so einen Absturz quasi live mitzuerleben.
      When I die and go to hell, hell will be a Brett Favre
      game, announced by the ESPN Sunday night crew,
      for all eternity. Paul Zimmerman
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      #67 schrieb:

      M3771 schrieb:

      Auf dem Weg zum Entzug mal noch eben richtig Scheisse gebaut :bengal
      Oder er plant den Entzug im Knast durchzuziehen? :hinterha:
      Trotz all seiner Verfehlungen, ist schon traurig so einen Absturz quasi live mitzuerleben.
      Vom Aufprall in Stukenbrock hat er sich scheinbar nie wieder richtig erholt...
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      das Thema Aquarius kocht ja heute wieder hoch, dabei ist bei mir eine Frageaufgekommen:

      ...nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen 25 Menschen von einem Holzboot etwa 26 Seemeilen nördlich der libyschen Hafenstadt Suara. Bei einem zweiten Rettungseinsatz seien später etwa 24 Seemeilen nördlich von Abu Kammasch 116 Menschen an Bord genommen worden...

      und weiter
      Die Betreiber der "Aquarius" fordern nun die europäischen Regierungen auf, dem Schiff nach geltendem internationalen Seerecht einen sicheren Hafen zu gewähren

      jetzt mal völlig neutral betrachtet - warum wird nicht Libyen als sicherer Hafen betrachtet, wenn man noch so dicht zu libyschen Küste ist und Malta/Italien weiter weg sind?
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      BeRseRkeR schrieb:

      jetzt mal völlig neutral betrachtet - warum wird nicht Libyen als sicherer Hafen betrachtet, wenn man noch so dicht zu libyschen Küste ist und Malta/Italien weiter weg sind?
      Leider hast du deinem Zitat keine Quellenangabe beigefügt, jedenfalls ist die zitierte Darstellung nicht ganz korrekt, denn das Seerecht redet nicht von einem "sicheren Hafen", sondern von einem "sicheren Ort". Das ist ein Unterschied:

      Zeit schrieb:

      Nach dem Seevölkerrecht sind die Geretteten, wie der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags in einem Rechtsgutachten vom 31. Juli 2017 schreibt, nicht in den nächsten Hafen, sondern "innerhalb einer angemessenen Zeit an einen 'sicheren Ort' zu bringen". "Sicher" ist nach dem Recht nur ein Ort, "an dem das Leben der Überlebenden nicht mehr weiter in Gefahr ist und an dem ihre menschlichen Grundbedürfnisse (wie zum Beispiel Nahrung, Unterkunft und medizinische Bedürfnisse) gedeckt werden". In Libyen ist das nicht gewährleistet.
      Hier der Link zum ganzen (ein Jahr alten) Artikel, der das Thema m. E. ganz gut beleuchtet und für mich die Fragen beantwortet hat, die ich mir selbst genau wie du gestellt hatte.
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      Ich hab so meine Zweifel ob diese "sicher"-Definition Bestand haben würde vor einem ordentlichen Gericht. Man kann das Argument auf der einen Seite natürlich aufrecht erhalten, wenns wirklich Gefahr für Leib und Leben gibt in z.B. Lybien, aber bei den "menschlichen Gründbedürfnissen" wie Nahrung, Unterkunft und medizinische Versorgung wirds dann doch ein bischen abenteuerlich. Sowas war mit Sicherheit nie Bestandteil einer Überlegung, wie mit Schiffsbrüchigen umgegangen werden soll. Man sollte sie in den nächsten Hafen bringen und nicht auf der nächsten "cast away"-Insel absetzen. Mich in irgendeine Nussschale zu setzen, qualifiziert mich ja auch nicht dafür dauerhaft Nahrung, Obdach und Medizin zu bekommen, dafür muss ich (z.B. durch Lohnarbeit) immernoch selbst sorgen.

      Diese "Selbstversorgung" ist in Afrika auch möglich, so ungern das manche Leute hören wollen. Man sollte sich in der Diskusion auf die Sicherheitsargumente beschränken und das wird ja auch fleissig gemacht. Es vergeht ja kein Interview mit einem Seenotretter ohne den Hinweis auf Folter in Nordafrika. Man könnte jetzt lange Diskusionen darüber führen, welches Ausmaß an Folter eigentlich den Kern des Rechtsguts triggern sollte, aber es ist schlussendlich müßig. Wir könnten mit Tunesien (dem "europäischten" Land in Nordafrika) einen sicheren Hafen verhandeln und die "Seenotretter" würden sich anderer Argumente bedienen um auch diesen Weg als unmenschlich darzustellen. Der Kern des Konfliktes bleibt, das einige Leute eben der Ansicht sind, die Migranten hätten ein Recht auf Freizügigkeit.
      -------------
      Team Goff
      I think you're always going to have tension in the Middle East when there's people who want to kill the Jews and Jews who don't want to be killed and neither side is willing to compromise.
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      Silversurger schrieb:

      BeRseRkeR schrieb:

      jetzt mal völlig neutral betrachtet - warum wird nicht Libyen als sicherer Hafen betrachtet, wenn man noch so dicht zu libyschen Küste ist und Malta/Italien weiter weg sind?
      Leider hast du deinem Zitat keine Quellenangabe beigefügt, jedenfalls ist die zitierte Darstellung nicht ganz korrekt, denn das Seerecht redet nicht von einem "sicheren Hafen", sondern von einem "sicheren Ort". Das ist ein Unterschied:

      Zeit schrieb:

      Nach dem Seevölkerrecht sind die Geretteten, wie der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags in einem Rechtsgutachten vom 31. Juli 2017 schreibt, nicht in den nächsten Hafen, sondern "innerhalb einer angemessenen Zeit an einen 'sicheren Ort' zu bringen". "Sicher" ist nach dem Recht nur ein Ort, "an dem das Leben der Überlebenden nicht mehr weiter in Gefahr ist und an dem ihre menschlichen Grundbedürfnisse (wie zum Beispiel Nahrung, Unterkunft und medizinische Bedürfnisse) gedeckt werden". In Libyen ist das nicht gewährleistet.
      Hier der Link zum ganzen (ein Jahr alten) Artikel, der das Thema m. E. ganz gut beleuchtet und für mich die Fragen beantwortet hat, die ich mir selbst genau wie du gestellt hatte.
      Quelle: spiegel.de/politik/ausland/mit…chen-hafen-a-1222785.html

      und danke für deinen Link
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      Also, wenn ich kurz vor Nordkorea in internationalen Gewässern aus Seenot gerettet werden würde, wäre es mir auch lieber, dass mich meine Retter in das etwas weiter entfernte Südkorea (oder Russland) bringen würden.
      Platzhalter
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      Spiegel Online schrieb:

      Ein Sprecher von Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte, die türkische Wirtschaft sei stark. Finanzministerium, Zentralbank und Bankenaufsicht hätten alles Nötige unternommen. Niemand solle spekulativen Meldungen über eine Krise glauben.

      Mehr noch: Das Land will auch gegen negative Kommentare zur Wirtschaft in Nachrichten und sozialen Netzwerken vorgehen. Entsprechende rechtliche Maßnahmen gegen solche Mitteilungen würden eingeleitet, teilte das türkische Innenministerium mit.
      Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man fast schon über diese Charikatur einer souveränen Regierung lachen und genüsslich dabei zusehen, wie ein totalitäres Regime vor die Hunde geht.
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      Vor allem ist es nicht ungefährlich - wir wissen wie die Banken miteinander verflochten sind und wenn eine hustet, kriegt die nächste gleich eine Lungenentzündung. Da kommt die nächste Bankenkrise bereits angerollt...
      "If you're not outraged, you're not paying attention" - Heather Heyer (1985-2017)
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      Mehr noch: Das Land will auch gegen negative Kommentare zur Wirtschaft in Nachrichten und sozialen Netzwerken vorgehen. Entsprechende rechtliche Maßnahmen gegen solche Mitteilungen würden eingeleitet, teilte das türkische Innenministerium mit.
      Solange man die Strafe in Lira zahlen kann... :hinterha:
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      aikman schrieb:

      Vor allem ist es nicht ungefährlich - wir wissen wie die Banken miteinander verflochten sind und wenn eine hustet, kriegt die nächste gleich eine Lungenentzündung. Da kommt die nächste Bankenkrise bereits angerollt...
      naja, wenn ich die Überschrift richtig deute dieses hinter einer paywall steckenden Artikel
      welt.de/wirtschaft/plus1809338…d-die-einzige-Option.html
      interpretiert die welt ja die Türkei Lira Krise als weiteren Beweis wie gut der € den EU-Staaten tut und das jedes Rettungspaket billig wäre gegenüber der Rückkehr zu den nationalen Währungen.
      Ein Rettungspaket würde es vielleicht schon geben für die systemrelevante BBVA vom Steuergeld u.a. der deutschen und der spanischen Steuerzahler.

      Erstmal ist es ja auch so, dass die Verluste der spanischen BBVA, als am meisten in Erdogans Türkei exponierten Bank, heute immernoch prozentual geringer ausfielen als die von Bayer.
      Außerdem heißt es 40% des Umsatz gehen auf Mexiko zurück.
      en.wikipedia.org/wiki/BBVA_Bancomer

      Aber naja das schreibt bloomberg jetzt erstmal so, dass bbva, unicredit, bnp paribas, ing und hsbc die 5 von der türkei betroffenen banken sind mit bbva an 1.stelle.
      denke mal deutsche bank wird da auch noch demnächst auftauchen, bbva wird für 2€ an ana botin verkauft und erdogan wird rettungsschirme der EU mit der Motivation Flüchtlinge und Banken bekommen.
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      Mile High 81 schrieb:

      Buccaneer schrieb:

      Dann soll er aber bitte auch Varoufakis zum Wirtschaftsminister machen..
      Einen Griechen... ich bitte dich... Die sind doch - neben den Juden und den Amis- am meisten Schuld das es mit der Türkei bergab geht...
      Soll ich nächstes Mal eine Armee von Smilies dran machen :thumbsup:

      Und außerdem sind die Deutschen alles schuld.

      Bin gerade mal den Immobilienmarkt in der Türkei durchgegangen. Also wer gerade ein Schnäppchen sucht....
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!
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      Buccaneer schrieb:

      Soll ich nächstes Mal eine Armee von Smilies dran machen
      Ich hatte den Witz schon verstanden konnte mir nur diese ironische Anmerkung nicht sparen... ;)

      Buccaneer schrieb:

      Bin gerade mal den Immobilienmarkt in der Türkei durchgegangen. Also wer gerade ein Schnäppchen sucht....
      Wird der eine oder Wähler aus Deutschland sicher einen Schnapper finden... :hinterha:
      Some of my best friends are German
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      Mile High 81 schrieb:

      Buccaneer schrieb:

      Soll ich nächstes Mal eine Armee von Smilies dran machen

      Buccaneer schrieb:

      Bin gerade mal den Immobilienmarkt in der Türkei durchgegangen. Also wer gerade ein Schnäppchen sucht....
      Wird der eine oder Wähler aus Deutschland sicher einen Schnapper finden... :hinterha:
      Das wäre allerdings eine perfide Strategie der lokalen Wähler hier, die man ihnen gar nicht so angesehen hat bei den Demonstrationen auf den hiesigen Straßen :D
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!
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      Buccaneer schrieb:

      Was machen denn jetzt die ganzen Handybuden in den Bahnhöfen
      Die Bilanzen sind doch von sowas nicht abhängig, sondern wie immer vom wirtschaftlichen Erfolg der organisierten Kriminalität.
      -------------
      Team Goff
      I think you're always going to have tension in the Middle East when there's people who want to kill the Jews and Jews who don't want to be killed and neither side is willing to compromise.
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      BucsFan schrieb:

      30 Jahre Geiseldrama von Gladbeck

      Es war vor meiner Zeit, hab davon gestern zum ersten mal was gesehen
      Das ist ja der Wahnsinn was da damals abging <X
      Habe jetzt zum ersten mal den Wikipedia Artikel dazu gelesen.
      Das ist ja echt unfassbar. Das Verhalten der Journalisten ist ja teilweise widerlich und dass da niemand wegen Beihilfe juristische Folgen hatte mutet doch seltsam an.
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      Die Polizei würde sich anders verhalten heute aber die Reporter? Nicht ernsthaft. Eher noch schlimmer
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
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      Erzwolf schrieb:

      Ausbeener schrieb:

      Die Polizei würde sich anders verhalten heute aber die Reporter? Nicht ernsthaft. Eher noch schlimmer
      Nicht zu vergessen die ganzen Privatpersonen, die das mit ihren Smartphones für Facebook und Twitter aufnehmen. So ein Selfie mit dem Geiselnehmer bringt bestimmt viele Likes.
      Man muss sich nur mal die Berichterstattung über Jan Ullrich anschauen. Ist natürlich eher harmlos aber das werden schon einige Grenzen überschritten. Und bei so einem Fall will ich mir das gar nicht vorstellen
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
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      Ausbeener schrieb:

      Erzwolf schrieb:

      Ausbeener schrieb:

      Die Polizei würde sich anders verhalten heute aber die Reporter? Nicht ernsthaft. Eher noch schlimmer
      Nicht zu vergessen die ganzen Privatpersonen, die das mit ihren Smartphones für Facebook und Twitter aufnehmen. So ein Selfie mit dem Geiselnehmer bringt bestimmt viele Likes.
      Man muss sich nur mal die Berichterstattung über Jan Ullrich anschauen. Ist natürlich eher harmlos aber das werden schon einige Grenzen überschritten. Und bei so einem Fall will ich mir das gar nicht vorstellen
      Da hat sich aber keiner zu ihm ins Auto gesetzt und ihn zur Klinik begleitet.
      Kein Plan, wie oft es Geiselnahmen so gibt, aber der Fall ist schon ziemlich beispiellos. Das Ganze hat damals schon für heftige Empörung gesorgt und dient ja auch heute sehr oft als mahnendes Beispiel. Solch journalistisches Fehlverhalten gab es und wird es immer mal wieder geben, aber zu mutmaßen, dass es heutzutage zwangsläufig noch schlimmer als damals ablaufen würde, ist dann auch überreagiert.

      Wenn natürlich Instagram-Influencer als Journalisten zählen, dann könnte es tatsächlich heutzutage noch schlimmer sein.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bay Araya ()

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      Bay Araya schrieb:

      Ausbeener schrieb:

      Erzwolf schrieb:

      Ausbeener schrieb:

      Die Polizei würde sich anders verhalten heute aber die Reporter? Nicht ernsthaft. Eher noch schlimmer
      Nicht zu vergessen die ganzen Privatpersonen, die das mit ihren Smartphones für Facebook und Twitter aufnehmen. So ein Selfie mit dem Geiselnehmer bringt bestimmt viele Likes.
      Man muss sich nur mal die Berichterstattung über Jan Ullrich anschauen. Ist natürlich eher harmlos aber das werden schon einige Grenzen überschritten. Und bei so einem Fall will ich mir das gar nicht vorstellen
      Da hat sich aber keiner zu ihm ins Auto gesetzt und ihn zur Klinik begleitet.Kein Plan, wie oft es Geiselnahmen so gibt, aber der Fall ist schon ziemlich beispiellos. Das Ganze hat damals schon für heftige Empörung gesorgt und dient ja auch heute sehr oft als mahnendes Beispiel. Solch journalistisches Fehlverhalten gab es und wird es immer mal wieder geben, aber zu mutmaßen, dass es heutzutage zwangsläufig noch schlimmer als damals ablaufen würde, ist dann auch überreagiert.

      Wenn natürlich Instagram-Influencer als Journalisten zählen, dann könnte es tatsächlich heutzutage noch schlimmer sein.
      Man darf halt Journalisten nicht auf die seriösen Medien begrenzen. Bei Amokläufen oder anderen "großen" Verbrechen sind ja auch immer etliche Fehl und Falschmeldungen unterwegs und alles wird in die Welt gepustet. Insofern meine ich das sowas heute schlimmer wäre. Ich bin aber der Meinung, das die Polizei besser auf solche Krisen reagiert als damals
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
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      Ausbeener schrieb:

      Bay Araya schrieb:

      Ausbeener schrieb:

      Erzwolf schrieb:

      Ausbeener schrieb:

      Die Polizei würde sich anders verhalten heute aber die Reporter? Nicht ernsthaft. Eher noch schlimmer
      Nicht zu vergessen die ganzen Privatpersonen, die das mit ihren Smartphones für Facebook und Twitter aufnehmen. So ein Selfie mit dem Geiselnehmer bringt bestimmt viele Likes.
      Man muss sich nur mal die Berichterstattung über Jan Ullrich anschauen. Ist natürlich eher harmlos aber das werden schon einige Grenzen überschritten. Und bei so einem Fall will ich mir das gar nicht vorstellen
      Da hat sich aber keiner zu ihm ins Auto gesetzt und ihn zur Klinik begleitet.Kein Plan, wie oft es Geiselnahmen so gibt, aber der Fall ist schon ziemlich beispiellos. Das Ganze hat damals schon für heftige Empörung gesorgt und dient ja auch heute sehr oft als mahnendes Beispiel. Solch journalistisches Fehlverhalten gab es und wird es immer mal wieder geben, aber zu mutmaßen, dass es heutzutage zwangsläufig noch schlimmer als damals ablaufen würde, ist dann auch überreagiert.
      Wenn natürlich Instagram-Influencer als Journalisten zählen, dann könnte es tatsächlich heutzutage noch schlimmer sein.
      Man darf halt Journalisten nicht auf die seriösen Medien begrenzen. Bei Amokläufen oder anderen "großen" Verbrechen sind ja auch immer etliche Fehl und Falschmeldungen unterwegs und alles wird in die Welt gepustet. Insofern meine ich das sowas heute schlimmer wäre. Ich bin aber der Meinung, das die Polizei besser auf solche Krisen reagiert als damals
      Naja die Reporter würden sich nicht anders verhalten, eher schlimmer hast du oben geschrieben.
      Damals hat Hans Meiser live in der Bankfiliale angerufen und das war halt nicht während dieser komischen Talkshow von ihm, sondern lief da quasi als Journalistischer Beitrag. Wie gesagt, ich würde gerne mal wissen, wie viele Geiselnahmen es denn so eigentlich gibt. Ich meine, dass das Verhalten dann deutlich anders wäre/ist.
      Und Dagi B und wie sie alle heißen, die auch zu Flutkatastrophen hinfahren und Selfies machen, sind für mich (und ich hoffe für niemanden) halt keine Journalisten.

      Und ne Fehl- oder Falschmeldung, die sicherlich durch soziale Medien auch schneller mal durchflutschen, weil man schneller sein muss und die Sorgfaltspflicht da öfter hinten runter fällt, ist ja was ganz anderes, als wenn die Journalisten den Amokläufer, der seine Tat ankündigt, noch auf dem Weg dahin begleiten oder ihn selbst versuchen aufzuhalten.
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      Im März lief in der ARD übrigens auch ein Zweiteiler zum Geiseldrama von Gladbeck --> Link


      Obwohl ich die meisten Details / Hintergründe von den damaligen Abläufen schon kannte, war es doch ein absolut fesselnder Film mit tollen, authentischen Schauspielern. Man wird ins Geschehen mit hineingezogen und kann die Ohnmacht der Geiseln und der Ermittler quasi fühlen. Falls der Film also nochmal in irgendeinem Dritten Programm wiederholt wird, kann ich den nur wärmstens empfehlen. Imho einer der besten deutschen Film-Produktionen der letzten Jahre.
      "Der Grundzustand eines Fans ist bittere Enttäuschung. Egal wie es steht."
      Nick Hornby
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      Doylebeule schrieb:



      Wir könnten mit Tunesien (dem "europäischten" Land in Nordafrika) einen sicheren Hafen verhandeln und die "Seenotretter" würden sich anderer Argumente bedienen um auch diesen Weg als unmenschlich darzustellen. Der Kern des Konfliktes bleibt, das einige Leute eben der Ansicht sind, die Migranten hätten ein Recht auf Freizügigkeit.

      Nur hat Tunesien kein Asylgesetz. Daran wird seit 2011 gearbeitet. Hier wird den Flüchtenden also kein Schutz durch die Judikative und/oder Exekutive geboten, wodurch Übergriffe, Inhaftierungen und Folter möglich sind.

      Der Kern des Konfliktes ist also eher, dass dieser auf Grundlage der "gefühlten Wahrheit" von den AfD-Facebookposts geführt wird und nicht auf Basis von Fakten.
      Football Is an honest game. It's true to life. It's a game about sharing. Football is a team game. So is life.
      -
      Joe Namath
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