Streit CDU /CSU

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    • Streit CDU /CSU

      aus gegebenen Anlass da es ja im Moment richtig kracht zwischen den Schwesterparteien so wie wohl nie zuvor in der bundesdeutschen Geschichte,sollte die deutsche Innenpolitik auch einen eigenen Thread bekommen.der Flüchtlings Thread ist wohl eher unpassend dafür, da es ja weit darüber hinaus geht
    • Robbes schrieb:

      Dann bitte einen ordentlichen Thread Titel...und die Schwesterparteien haben sich schon mal 1976 für ein paar Wochen getrennt, also wäre das nicht das erste Mal.
      ich glaube nicht das es in ein paar Wochen wieder gekittet sein wird,scheint diesmal wirklich ernst zu sein.und auch einen dauerhaften Bruch halte ich nicht mehr für ausgeschlossen
    • Sollte Seehofer jetzt noch einen Rückzieher vom Rücktritt machen kann er sich endgültig bei Trump in der Krabbelgruppe anmelden.

      Für die Union ist der Rücktritt die Möglichkeit ein wenig Druck vom Kessel zu lassen und zu versuchen auf sachlicher Ebene zu einer Lösung zu kommen. Angesicht der immer weiter sinkenden Flüchtlingsankünfte in Deutschland eh lächerlich, dass da ohne Not so ein Fass aufgemacht wurde.
    • Die CSU hat sich verpokert. Ganz einfach. Die haben nicht damit gerechnet das bei dem Gipfel was raus kommt und jetzt kommen sie aus der Ecke nicht mehr raus. Leider schade :tongue2:
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
    • Erzwolf schrieb:

      Für die Union ist der Rücktritt die Möglichkeit ein wenig Druck vom Kessel zu lassen
      wer sagt denn das es dabei bleibt ? auch die CSU könnte dann mitziehen und komplett aus der Regierung austreten.dann kann sich die CDU nach einem anderen Partner umschauen und was das dann bedeuten würde ist im Moment gar nicht überschaubar
    • Erzwolf schrieb:

      Sollte Seehofer jetzt noch einen Rückzieher vom Rücktritt machen kann er sich endgültig bei Trump in der Krabbelgruppe anmelden.

      Für die Union ist der Rücktritt die Möglichkeit ein wenig Druck vom Kessel zu lassen und zu versuchen auf sachlicher Ebene zu einer Lösung zu kommen. Angesicht der immer weiter sinkenden Flüchtlingsankünfte in Deutschland eh lächerlich, dass da ohne Not so ein Fass aufgemacht wurde.
      Versteh es nicht falsch, aber das ist doch nur die Ruhe vor dem Sturm. Man schätzt rund 6o Mio Flüchtende vor Kriegen und ca 500-600 Mio vor Klima und Armut. Ob das nun 5 oder noch 10 Jahre dauert, wenn nix geschieht, werden die sich in Bewegung setzen und hinterher sind alle wieder völlig überrascht.
    • Ausbeener schrieb:

      Die CSU hat sich verpokert. Ganz einfach. Die haben nicht damit gerechnet das bei dem Gipfel was raus kommt und jetzt kommen sie aus der Ecke nicht mehr raus. Leider schade :tongue2:

      Was ist denn dabei rausgekommen? Die Afrikaner lehnen die EU-Pläne ab, 3 EU-Länder bestreiten die Vereinbarungen (Wobei ich hier abgekatertes Spiel vermute, um Merkel einfach eins reinzudrücken). Also groß ist da nichts rausgekommen, letztendlich ist man genauso weit wie vorher. Der Ablauf spielt ,meiner Meinung nach, eher der CSU in die Karten. Dieser angebotene Rücktritt ist einfach nur ein weiterer Schachzug. (Ob der klappt,ist die andere Sache. Sehen wir morgen)

      Letztendlich wird jetzt geschaut, wie das Ganze ankommt und dann sieht man weiter. 50-50 also,dass Seehofer tatsächlich geht... Immerhin sind in 3 Monate wahlen und das ist, oh wunder, der einzige Grund,warum diese Diskussion aktuell wieder so vorgehoben wird (Und nicht,dass es den Herrn Seehofer so beschäftigt, was u.a. mit Susanna passiert ist). Mit 40-41 % erreicht man halt nicht das gewünschte Ziel. Stimmen von der SPD/Linke/Grüne wird man nicht abgreifen können,also muss man es mit solchen Methoden bei den AFD Wählern versuchen.

      Ein Dauerbruch schließe ich aus. Die CDU knickt in 1-2 Punkte ein, die CSU verkauft es als Erfolg. Ob mit oder ohne Seehofer wird dabei eher wenig eine Rolle spielen. Rückt ja immer wieder einer nach.
    • Ausbeener schrieb:

      Die CSU hat sich verpokert. Ganz einfach. Die haben nicht damit gerechnet das bei dem Gipfel was raus kommt und jetzt kommen sie aus der Ecke nicht mehr raus. Leider schade :tongue2:
      Merkel wird uns ewig regieren wenn wenn man in der dt. Öffentlichkeit meint auf diesem Gipfel wäre irgendetwas rausgekommen was sich um das ursprünglich zu lösenden Problem kümmert.

      Das war auch von Anfang an Merkels Idee zum Aussitzen dieses Problems. Irgendwas was ähnlich klingt und nix verändert und es dann als "wirkungsgleich" darstellen, um die CSU kleinkariert aussehen zu lassen, wenn sie auf die "Wirkungsungleichheit" hinweisen.
      -------------
      Team Goff
      I think you're always going to have tension in the Middle East when there's people who want to kill the Jews and Jews who don't want to be killed and neither side is willing to compromise.
    • Chicago schrieb:

      Versteh es nicht falsch, aber das ist doch nur die Ruhe vor dem Sturm. Man schätzt rund 6o Mio Flüchtende vor Kriegen und ca 500-600 Mio vor Klima und Armut. Ob das nun 5 oder noch 10 Jahre dauert, wenn nix geschieht, werden die sich in Bewegung setzen und hinterher sind alle wieder völlig überrascht.
      Ist aber auch nichts, was jetzt ein Ultimatum von 2 Wochen erfordert hätte. Angesichts dieser Erwartungen wäre es vielleicht sinnvoll, nicht die Einrichtung zu sabotieren, die seit 60 Jahren hilft den Frieden in Europa zu sichern. Außerdem könnte man endlich mal ernst machen in Sachen Klimapolitik. Auch eine gerechtere globale Wirtschaftspolitik würde sicherlich zur Senkung der Flüchtlingszahlen beitragen. Das wären auch beides Themen, bei denen ein wenig Eile durchaus angebracht wäre.
    • Doylebeule schrieb:

      Ausbeener schrieb:

      Die CSU hat sich verpokert. Ganz einfach. Die haben nicht damit gerechnet das bei dem Gipfel was raus kommt und jetzt kommen sie aus der Ecke nicht mehr raus. Leider schade :tongue2:
      Merkel wird uns ewig regieren wenn wenn man in der dt. Öffentlichkeit meint auf diesem Gipfel wäre irgendetwas rausgekommen was sich um das ursprünglich zu lösenden Problem kümmert.
      Das war auch von Anfang an Merkels Idee zum Aussitzen dieses Problems. Irgendwas was ähnlich klingt und nix verändert und es dann als "wirkungsgleich" darstellen, um die CSU kleinkariert aussehen zu lassen, wenn sie auf die "Wirkungsungleichheit" hinweisen.
      Im Endeffekt ist das Ganze Symbolpolitik. Die Grenzen sind möglichst komplett zu, Frontex wird gestärkt und in Afrika werden ein paar Freiluftgefängnisse (= Flüchtlingscamps ) errichtet, damit ja jeder abgeschreckt wird in ein Boot zu steigen. Das Recht auf Asyl ist damit praktisch abgeschafft.
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
    • Erzwolf schrieb:

      Chicago schrieb:

      Versteh es nicht falsch, aber das ist doch nur die Ruhe vor dem Sturm. Man schätzt rund 6o Mio Flüchtende vor Kriegen und ca 500-600 Mio vor Klima und Armut. Ob das nun 5 oder noch 10 Jahre dauert, wenn nix geschieht, werden die sich in Bewegung setzen und hinterher sind alle wieder völlig überrascht.
      Ist aber auch nichts, was jetzt ein Ultimatum von 2 Wochen erfordert hätte. Angesichts dieser Erwartungen wäre es vielleicht sinnvoll, nicht die Einrichtung zu sabotieren, die seit 60 Jahren hilft den Frieden in Europa zu sichern. Außerdem könnte man endlich mal ernst machen in Sachen Klimapolitik. Auch eine gerechtere globale Wirtschaftspolitik würde sicherlich zur Senkung der Flüchtlingszahlen beitragen. Das wären auch beides Themen, bei denen ein wenig Eile durchaus angebracht wäre.
      Wo darf ich unterschreiben? Nur ist da dieses kleine Problem mit den Leuten draußen. Das Geschrei, wenn man für Milch ordentliches Geld bezahlen soll oder für Fleisch. Man ist ja gerne herzensgut aber wenn die eigene Geldbörse ins Spiel kommt... Auf einer anderen Ebene melden dann auf einmal Eltern, die den Kiez in seiner Buntheit in Berlin so toll finden, die eigenen Kinder gern mal in Schulen mit wenig Kindern mit Migrationshintergrund an.

      Herzensgut reden und dann doch sehr eigennützig handeln, ich will das gar nicht groß kritisieren, aber bei Entscheidungen von Organisationen sollte man die Realität nie aus den Augen lassen.

      Die Lösung kann dann doch nur sein kurzfristig die Reise so schwer wie möglich zu machen, also Europa mehr oder weniger dicht zu machen, dann versuchen die Verhältnisse in der Welt zu verbessern, was zwar schwierig ist aber auch unmöglich?

      Korea und Ghana hatten 1953 ähnliches Pro Kopf Einkommen, ähnliche Geburtenraten... Wo stehen die beiden Länder heute und was wurde in Korea offenbar anders gemacht. Das kann man jetzt ideologisch angehen oder einfach emotionslos die Fakten zusammentragen. Das Ergebnis wird lupenreine Demokraten sicher nicht voll befriedigen, aber wo gehobelt wird fallen eben Späne. Korea kenne ich noch aus meiner Jugend als Militärdiktadur mit Studentenunruhen. China hat seine Ökonomisierung mit teils brutaler Härte durchgezogen. Management by Maschinengewehr halt. Dauert so um die 50 Jahre, wird knirschen und nicht immer unblutig sein, aber am Ende legt man Ehre bekanntlich mit dem Ergebnis ein und nicht mit den Mitteln.

      Das erklär jetzt bitte mal unserer links-pazifistischen Fraktion hier und draußen.
    • Ich habe Threadtitel mal angepass. Denke das passt besser.


      - Hat es Ulf Poschardt auf Twitter schön auf den Punkt gebracht

      Merkel als Koalitionspartner: 1. FDP an den Abgrund 2. SPD dauerschrumpfend 3. Jamaika nicht hinbekommen 4. CSU vergrätzt 5. SPD schrumpft weiter. Aber, nicht vergessen: schuld sind jeweils die anderen. (den Aufstieg der AFD hat er noch vergessen, wo Merkel natürlich keinerlei, aber auch wirklich keinerlei Verantwortung für trägt)


      - Das Ganze hat natürlich mit Wahlkampf in Bayern zu tun, aber nicht nur. CDU und CSU haben am Wahlabend im September eine klatsche bekommen. Die CSU in Bayern unter 40 %. Seehofer hat sich danach hingestellt und gesagt wir haben verstanden. Ergo wir wollen unsere Politik in dem Feld was uns Stimmen gekostet hat (die Wahlkreise in denen die AFD in Bayern mit am stärksten abgeschnitten hat sind just diese die 2015 die Hauptlast tragen mussten..) ändern. Merkel ist dazu nicht bereit. Kein Wunder. Der wird es – auch wenn sie es so nie sagen wird- ganz recht sein, dass es die AFD gibt den faktisch bedeutet das, dass es keine Konstellation gibt wo sie nicht irgendwie mit regiert. R2G ist vom Tisch, alle anderen Bündnisse (außer Ampel die es auch mehrheitstechnisch nicht gibt zur Zeit) gehen nur mit der Union. Wenn die CSU jetzt auch noch in Bayern auf normalmaß reduziert wird (wobei sich jeder andere Landesverband egal welcher Partei für die um 40 % nen Loch in die Buchse freuen würden) . Umso besser

      - Kann ich die Strategie der CSU (Seehofer) nicht wirklich nachvollziehen. Zu glauben Merkel würde sich auf irgendwelchen Druck oder auf irgendwelche Rücktrittsdrohungen einlassen ist naiv…Durch das ganze gezerrter hat man sie wahrscheinlich parteiintern noch gestärkt, zumal es bei der CDU auch niemanden gibt, der da irgendwie die Chupze (und Hausmacht hätte) um damit den Königenmörder zu spielen* Wenn ich All in gehe, dann muss ich das auch richtig tun. Seinen Masterplan in der Fraktion zur Abstimmung vorlegen und fertig. Wenn er damit durchkommt gut (dann muss ja erst mal die SPD mitreden) wenn nicht muss er einfach seinen Hut nehmen. Fertig.
      - Egal ob man das Thema jetzt für überflüssig hält (der Landtagswahl geschuldet) oder als ganz ganz wichtig. Wie die Ergebnisse des EU Gipfels zu bewerten sind ist wohl relativ eindeutig. Es gibt keine. Nichts als leere Worthülsen, die das Papier auf dem sie stehen nicht wert sind. Egal ob man den Worthülsen positiv oder ablehnend gegenüber steht.



      *Wobei es schon urkomisch ist, wenn der Armin Laschet der mit Innenpolitik (und sich dabei einen Wolfgang Bosbach in sein Team geholt hat) eine Landtagswahl im CSU Style gewonnen hat, auf einmal eben jene als realitätsfern beschimpft…
    • Mile High 81 schrieb:

      Es gibt keine. Nichts als leere Worthülsen, die das Papier auf dem sie stehen nicht wert sind. Egal ob man den Worthülsen positiv oder ablehnend gegenüber steht.
      Beim Rest stimme ich dir zu, aber ich denke es gibt schon Ergebnisse, nämlich das die Hardliner wie Kurz und Konsorten gestärkt werden und genau das ist auch das Signal das man nicht unterschätzen sollte. Wir haben hier ja auch schon thematisiert das Europa das Ganze nicht wird lösen können insofern machen wir jetzt wirklich konsequent die Grenzen dicht. Insofern ist das für mich ein klares Ergebnis.
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
    • Ausbeener schrieb:

      Mile High 81 schrieb:

      Es gibt keine. Nichts als leere Worthülsen, die das Papier auf dem sie stehen nicht wert sind. Egal ob man den Worthülsen positiv oder ablehnend gegenüber steht.
      Beim Rest stimme ich dir zu, aber ich denke es gibt schon Ergebnisse, nämlich das die Hardliner wie Kurz und Konsorten gestärkt werden und genau das ist auch das Signal das man nicht unterschätzen sollte. Wir haben hier ja auch schon thematisiert das Europa das Ganze nicht wird lösen können insofern machen wir jetzt wirklich konsequent die Grenzen dicht. Insofern ist das für mich ein klares Ergebnis.
      Auf dem Gipfel sind Absichtserklärungen heraus gekommen, dass man irgendwann mal drüber reden wird wie eine geordnete Zuwanderungspolitik zu organisieren ist. Dann behaupte Merkel sie habe mit 14 Staaten Übereinkunft darüber, dass man über Rückführungsabkommen reden wird. Das haben 3 Staaten umgehend dementiert.
      Das sind für mich nur Worthülsen...

      Was die Hardliner in Europa angeht: Das kann man mögen oder nicht, aber man sollte es zur Kenntnis nehmen. Die die in Europa isoliert ist, ist Frau Merkel. Selbst im deutschen Blätterwald geliebte Marcron steht inhaltlich wesentlich näher bei Seehofer als bei Merkel.
    • Chicago schrieb:

      Erzwolf schrieb:

      Chicago schrieb:

      Versteh es nicht falsch, aber das ist doch nur die Ruhe vor dem Sturm. Man schätzt rund 6o Mio Flüchtende vor Kriegen und ca 500-600 Mio vor Klima und Armut. Ob das nun 5 oder noch 10 Jahre dauert, wenn nix geschieht, werden die sich in Bewegung setzen und hinterher sind alle wieder völlig überrascht.
      Ist aber auch nichts, was jetzt ein Ultimatum von 2 Wochen erfordert hätte. Angesichts dieser Erwartungen wäre es vielleicht sinnvoll, nicht die Einrichtung zu sabotieren, die seit 60 Jahren hilft den Frieden in Europa zu sichern. Außerdem könnte man endlich mal ernst machen in Sachen Klimapolitik. Auch eine gerechtere globale Wirtschaftspolitik würde sicherlich zur Senkung der Flüchtlingszahlen beitragen. Das wären auch beides Themen, bei denen ein wenig Eile durchaus angebracht wäre.
      Wo darf ich unterschreiben? Nur ist da dieses kleine Problem mit den Leuten draußen. Das Geschrei, wenn man für Milch ordentliches Geld bezahlen soll oder für Fleisch. Man ist ja gerne herzensgut aber wenn die eigene Geldbörse ins Spiel kommt... Auf einer anderen Ebene melden dann auf einmal Eltern, die den Kiez in seiner Buntheit in Berlin so toll finden, die eigenen Kinder gern mal in Schulen mit wenig Kindern mit Migrationshintergrund an.
      Herzensgut reden und dann doch sehr eigennützig handeln, ich will das gar nicht groß kritisieren, aber bei Entscheidungen von Organisationen sollte man die Realität nie aus den Augen lassen.

      Die Lösung kann dann doch nur sein kurzfristig die Reise so schwer wie möglich zu machen, also Europa mehr oder weniger dicht zu machen, dann versuchen die Verhältnisse in der Welt zu verbessern, was zwar schwierig ist aber auch unmöglich?

      Korea und Ghana hatten 1953 ähnliches Pro Kopf Einkommen, ähnliche Geburtenraten... Wo stehen die beiden Länder heute und was wurde in Korea offenbar anders gemacht. Das kann man jetzt ideologisch angehen oder einfach emotionslos die Fakten zusammentragen. Das Ergebnis wird lupenreine Demokraten sicher nicht voll befriedigen, aber wo gehobelt wird fallen eben Späne. Korea kenne ich noch aus meiner Jugend als Militärdiktadur mit Studentenunruhen. China hat seine Ökonomisierung mit teils brutaler Härte durchgezogen. Management by Maschinengewehr halt. Dauert so um die 50 Jahre, wird knirschen und nicht immer unblutig sein, aber am Ende legt man Ehre bekanntlich mit dem Ergebnis ein und nicht mit den Mitteln.

      Das erklär jetzt bitte mal unserer links-pazifistischen Fraktion hier und draußen.
      Ich glaube in Afrika und Nahen Osten gab und gibt es bereits genug Maschinengewehre und die sind dann aber auch Teil des Problems.
      Platzhalter
    • Also grundsätzlich sehe ich im Gipfel mehr erreicht als erwartet. Es ist ein Gipfel, mehr nicht. Wer da ernsthaft konkrete Ergebnisse erwartet hat, ist ein bisschen naiv. Sowas wird später in Ruhe und mehr Zeit geklärt.

      Alleine die Absichtserklärungen sind bei den ganzen unterschiedlichen Haltungen in der EU deutlich mehr. Ob die Richtung gut ist, ist eine andere Frage. Und darauf will ich auch gar nicht eingehen.

      Seehofer hätte seinen Plan der Fraktion vorlegen sollen. Daß wäre das einzige gewesen, was ihm irgend etwas gebracht hätte. So hat er die Fraktion in die Arme von Merkel getrieben. Also einen Bärendienst erwiesen.
    • Chicago schrieb:

      Die Lösung kann dann doch nur sein kurzfristig die Reise so schwer wie möglich zu machen, also Europa mehr oder weniger dicht zu machen, dann versuchen die Verhältnisse in der Welt zu verbessern, was zwar schwierig ist aber auch unmöglich?
      Warum kann die Lösung nicht andersherum sein?
    • Erzwolf schrieb:

      Chicago schrieb:

      Die Lösung kann dann doch nur sein kurzfristig die Reise so schwer wie möglich zu machen, also Europa mehr oder weniger dicht zu machen, dann versuchen die Verhältnisse in der Welt zu verbessern, was zwar schwierig ist aber auch unmöglich?
      Warum kann die Lösung nicht andersherum sein?
      andersherum ist die Politik der letzten Jahre und von "Lösung" kann dabei ja wohl kaum gesprochen werden.
      -------------
      Team Goff
      I think you're always going to have tension in the Middle East when there's people who want to kill the Jews and Jews who don't want to be killed and neither side is willing to compromise.
    • Erzwolf schrieb:

      Chicago schrieb:

      Die Lösung kann dann doch nur sein kurzfristig die Reise so schwer wie möglich zu machen, also Europa mehr oder weniger dicht zu machen, dann versuchen die Verhältnisse in der Welt zu verbessern, was zwar schwierig ist aber auch unmöglich?
      Warum kann die Lösung nicht andersherum sein?
      weil eine Verbesserung Zeit braucht und deshalb den Wunsch aus der objektiv beschissenen Situation in Afrika rauszukommen eher noch befördert.

      Auch sollte mancher zur Kenntnis nehmen, Milliardeninvestitionen führen erstmal dazu, das sich mehr Leute leisten können die lange Reise zu finanzieren. Ich sage jetzt nicht „Dicht machen“ ist nett, aber ich bin relativ behütet in diesem Kand aufgewachsen, meine Kinder auch und ich will das auch für meine zukünftigen Enkelkinder. Was ich nicht möchte, ist Ghettos oder Slums in die man nur noch mit Hundertschaften reinfahren kann. Dies wäre aber zwangsläufig die Folge einer Politik der offenen Grenzen.

      Und das man dies mal so eben moderieren könnte, wie uns einige immer so menschlich erklären, bisher hat das nirgendwo so richtig funktioniert und auf so ein gesellschaftliches Experiment mit mehr als ungewissem Ausgang habe ich auch keinen Bock mehr und verordnen von oben nach dem Motto „Du musst aber, weil wir das so wollen“, hat bei mir noch nie funktioniert. Daran sind bereits meine Eltern, Lehrer, Ausbilder BW, Führungskräfte und diverse Frauen samt Töchtern gescheitert. Ich krieg sie letztlich alle ;)
    • Doylebeule schrieb:

      andersherum ist die Politik der letzten Jahre und von "Lösung" kann dabei ja wohl kaum gesprochen werden.
      Und dann soll es umgedreht funktionieren? Glaubt denn irgendwer ernsthaft, dass auch nur ein europäischer Staat sein soziales Engagement in den Krisenherden dieser Welt verstärkt, nur weil Europa gegen Flüchtlinge abgeriegelt wäre?
      Je suis....
      87%
    • Doylebeule schrieb:

      andersherum ist die Politik der letzten Jahre und von "Lösung" kann dabei ja wohl kaum gesprochen werden.
      Bis vor ein paar Jahren kamen im Verhältnis zu 2015 kaum Flüchtlinge. Deshalb war ja auch kein Druck da, die Probleme in der Welt mal anzugehen. Wenn man jetzt die Grenzen komplett dicht macht, ist dieser Druck auch wieder weg. Dann ist man von einer Lösung noch viel weiter weg.
    • olibo66 schrieb:

      Doylebeule schrieb:

      andersherum ist die Politik der letzten Jahre und von "Lösung" kann dabei ja wohl kaum gesprochen werden.
      Und dann soll es umgedreht funktionieren? Glaubt denn irgendwer ernsthaft, dass auch nur ein europäischer Staat sein soziales Engagement in den Krisenherden dieser Welt verstärkt, nur weil Europa gegen Flüchtlinge abgeriegelt wäre?
      Ich bin überhaupt nicht der Überzeugung das sich irgendein Staat irgendwo besonders engagieren soll. Die Menschen in den Ländern sind so schlau wie wir, die können sich alleine um ihre Probleme kümmern. Ich lehne diese rassistische Idee ab, es brauch den Europäer (und sein Geld) um Probleme auf anderen Kontinenten zu lösen. Vielleicht hilfts ja bei der Problemlösung, wenn "auf nach Europa" kein schneller Ausweg mehr ist.
      -------------
      Team Goff
      I think you're always going to have tension in the Middle East when there's people who want to kill the Jews and Jews who don't want to be killed and neither side is willing to compromise.
    • Doylebeule schrieb:

      olibo66 schrieb:

      Doylebeule schrieb:

      andersherum ist die Politik der letzten Jahre und von "Lösung" kann dabei ja wohl kaum gesprochen werden.
      Und dann soll es umgedreht funktionieren? Glaubt denn irgendwer ernsthaft, dass auch nur ein europäischer Staat sein soziales Engagement in den Krisenherden dieser Welt verstärkt, nur weil Europa gegen Flüchtlinge abgeriegelt wäre?
      Ich bin überhaupt nicht der Überzeugung das sich irgendein Staat irgendwo besonders engagieren soll. Die Menschen in den Ländern sind so schlau wie wir, die können sich alleine um ihre Probleme kümmern. Ich lehne diese rassistische Idee ab, es brauch den Europäer (und sein Geld) um Probleme auf anderen Kontinenten zu lösen. Vielleicht hilfts ja bei der Problemlösung, wenn "auf nach Europa" kein schneller Ausweg mehr ist.
      ohne Gleichberechtigten Zugang zum globalen Handelsmarkt, ohne Zugang zu Investitionen, ohne entsprechendes Know-How/Bildung sehe ich nicht wie das klappen sollte
    • Doylebeule schrieb:

      olibo66 schrieb:

      Doylebeule schrieb:

      andersherum ist die Politik der letzten Jahre und von "Lösung" kann dabei ja wohl kaum gesprochen werden.
      Und dann soll es umgedreht funktionieren? Glaubt denn irgendwer ernsthaft, dass auch nur ein europäischer Staat sein soziales Engagement in den Krisenherden dieser Welt verstärkt, nur weil Europa gegen Flüchtlinge abgeriegelt wäre?
      Ich bin überhaupt nicht der Überzeugung das sich irgendein Staat irgendwo besonders engagieren soll. Die Menschen in den Ländern sind so schlau wie wir, die können sich alleine um ihre Probleme kümmern. Ich lehne diese rassistische Idee ab, es brauch den Europäer (und sein Geld) um Probleme auf anderen Kontinenten zu lösen. Vielleicht hilfts ja bei der Problemlösung, wenn "auf nach Europa" kein schneller Ausweg mehr ist.
      Weitere Diskussion sinnlos.
      Je suis....
      87%
    • BeRseRkeR schrieb:

      Doylebeule schrieb:

      olibo66 schrieb:

      Doylebeule schrieb:

      andersherum ist die Politik der letzten Jahre und von "Lösung" kann dabei ja wohl kaum gesprochen werden.
      Und dann soll es umgedreht funktionieren? Glaubt denn irgendwer ernsthaft, dass auch nur ein europäischer Staat sein soziales Engagement in den Krisenherden dieser Welt verstärkt, nur weil Europa gegen Flüchtlinge abgeriegelt wäre?
      Ich bin überhaupt nicht der Überzeugung das sich irgendein Staat irgendwo besonders engagieren soll. Die Menschen in den Ländern sind so schlau wie wir, die können sich alleine um ihre Probleme kümmern. Ich lehne diese rassistische Idee ab, es brauch den Europäer (und sein Geld) um Probleme auf anderen Kontinenten zu lösen. Vielleicht hilfts ja bei der Problemlösung, wenn "auf nach Europa" kein schneller Ausweg mehr ist.
      ohne Gleichberechtigten Zugang zum globalen Handelsmarkt, ohne Zugang zu Investitionen, ohne entsprechendes Know-How/Bildung sehe ich nicht wie das klappen sollte
      Wenn man das aber wollte, hätte man das längst machen können oder ? Lieber beute ich die Länder aus, als das ich ihnen irgendeinen Zugang zu irgendwas gewähre (Achtung Sarkasmus )
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
    • BeRseRkeR schrieb:

      Doylebeule schrieb:

      olibo66 schrieb:

      Doylebeule schrieb:

      andersherum ist die Politik der letzten Jahre und von "Lösung" kann dabei ja wohl kaum gesprochen werden.
      Und dann soll es umgedreht funktionieren? Glaubt denn irgendwer ernsthaft, dass auch nur ein europäischer Staat sein soziales Engagement in den Krisenherden dieser Welt verstärkt, nur weil Europa gegen Flüchtlinge abgeriegelt wäre?
      Ich bin überhaupt nicht der Überzeugung das sich irgendein Staat irgendwo besonders engagieren soll. Die Menschen in den Ländern sind so schlau wie wir, die können sich alleine um ihre Probleme kümmern. Ich lehne diese rassistische Idee ab, es brauch den Europäer (und sein Geld) um Probleme auf anderen Kontinenten zu lösen. Vielleicht hilfts ja bei der Problemlösung, wenn "auf nach Europa" kein schneller Ausweg mehr ist.
      ohne Gleichberechtigten Zugang zum globalen Handelsmarkt, ohne Zugang zu Investitionen, ohne entsprechendes Know-How/Bildung sehe ich nicht wie das klappen sollte
      + Es gibt ja auch nicht unwesentliche Probleme, die mitunter von den Europäern generiert wurden/werden.
    • BeRseRkeR schrieb:

      ohne Gleichberechtigten Zugang zum globalen Handelsmarkt
      Völlig korrekt.

      BeRseRkeR schrieb:

      ohne Zugang zu Investitionen,
      Der ist durchaus vorhanden.
      Löst aber nicht das Hauptproblem : Mangelnde demokratische Strukturen (die halt eine eine passende Verteilung des schon vorhandenen Einkommens verhindern) kombiniert mit einem in keinsterweise zur wirtschaftlichen Entwicklung passenden Bevölkerungswachstum.

      Ergo sollte man sich in der Debatte ehrlich machen. man kann durch verschiedene Maßnahmen (fairer handeln , bereitstellen von Angebot bzgl. technischen Know Hows etc.) die Entwicklung in Afrika beeinflussen/unterstützen.
      Punkt 1 wird zu einem "Verlust" von "Wohlstand"(halt nur noch 3 mal die Woche fleisch und nicht jeden Tag) in Europa führen ,so ehrlich sollte man gegenüber den anderen sein.

      Aber man wird von Europa aus diesen Kontinent nicht "retten" können. Egal wie viel Geld man in irgendwelche Projekte die Fluchtursachen bekämpfen sollen pumpt.
    • Bay Araya schrieb:

      BeRseRkeR schrieb:

      Doylebeule schrieb:

      olibo66 schrieb:

      Doylebeule schrieb:

      andersherum ist die Politik der letzten Jahre und von "Lösung" kann dabei ja wohl kaum gesprochen werden.
      Und dann soll es umgedreht funktionieren? Glaubt denn irgendwer ernsthaft, dass auch nur ein europäischer Staat sein soziales Engagement in den Krisenherden dieser Welt verstärkt, nur weil Europa gegen Flüchtlinge abgeriegelt wäre?
      Ich bin überhaupt nicht der Überzeugung das sich irgendein Staat irgendwo besonders engagieren soll. Die Menschen in den Ländern sind so schlau wie wir, die können sich alleine um ihre Probleme kümmern. Ich lehne diese rassistische Idee ab, es brauch den Europäer (und sein Geld) um Probleme auf anderen Kontinenten zu lösen. Vielleicht hilfts ja bei der Problemlösung, wenn "auf nach Europa" kein schneller Ausweg mehr ist.
      ohne Gleichberechtigten Zugang zum globalen Handelsmarkt, ohne Zugang zu Investitionen, ohne entsprechendes Know-How/Bildung sehe ich nicht wie das klappen sollte
      + Es gibt ja auch nicht unwesentliche Probleme, die mitunter von den Europäern generiert wurden/werden.
      Ich kann ja bis zu einem gewissen Grad die Sicht Europa ist für die Probleme Afrikas verantwortlich verstehen(zgl. Handelspolitik stimmt dies auch siehe oben).
      Allerdings überspielt man /überschätzt man diese Note völlig.
      Ethnische Konflikte die es auf diesem Kontinent zu Hauf gibt, werden vielleicht durch Waffenlieferungen oder ähnliches befeuert oder unterstützt, aber die wären ohne nicht weg. Wir brauchen durch nur nach Europa gucken (Katalonien usw.). Dies gibt’s in Arfika zu Hauf. Die wären, selbst wenn Europa moren die Forderungen von Attac 1:1 umsetzten würden , nicht gelöst.
      selbiges gilt für das Bevölkerungswachstum. Nigeria hatte 1981 76 Millionen Einwohner. Jetzt sind es ca. 192 Millionen. Auf einer Fläche die gerade mal das dreifache von Deutschland umfasst. Das wird man in Europa (ausser mit nachdrücklichen dem Hinweis an die katholische Kirche ihre Anti Verhütungs Kampagne einzustellen) ebenfalls nicht lösen.