Regionalligen 2018/2019

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    • Nachdem nun die letzte Länderspielpause absolviert ist (warum müssen eigentlich dritte und vierte Liga bei Nationalmannschafts-Partien pausieren?) und alle fünf Ligen (mindestens) die Hälfte ihrer Spiele absolviert haben, kann man mal einen kleinen Überblick über die aktuellen Stände wagen …

      Allgemein fällt auf, dass sich in 4/5 der fünf Staffeln bereits jetzt ein Tabellenführer und Favorit herauszukristallisieren scheint, wobei die RL Bayern ein kleiner Sonderfall ist, da die „kleinen Bayern“ gegenüber dem derzeitigen Leader noch drei Nachholspiele zu absolvieren haben.



      RL NORD

      Hier thronen die „kleinen Wölfe“ über der restlichen Herde bzw. dem bereits gerissenen Schafsrudel. Wolfsburg II hat die meisten Punkte, die meisten Tore erzielt und die wenigsten kassiert, befindet sich also verdient an der Tabellenspitze.

      Mit einem üppigen Abstand von bereits zwölf Punkten folgt der ambitionierte VfB Lübeck auf Platz Zwei. Die Marzipaner haben sich mittelfristig den Aufstieg zum Ziel gesetzt, in dieser Saison allerdings wird es wohl noch nichts damit werden.

      Es folgen der letztjährige Absteiger aus der dritten Liga Werder Bremen II, der überraschende Neuling Holstein Kiel II und Vorjahresmeister Weiche Flensburg auf den Plätzen Drei bis Fünf. Im grauen Mittelmaß (Platz 7) rangiert das neben Lübeck zweite Zugpferd der Liga, der ehemals ruhmreiche VfB Oldenburg.

      Am Tabellenende haben sich der TSV Havelse, Rehden und die beiden Aufsteiger LM Wolfsburg und VfL Oldenburg eingenistet und werden wohl voraussichtlich die drei Direktabsteiger unter sich ausmachen.


      RL NORDOST

      Im dunkeldeutschen Teil der Republik grüßt der Chemnitzer FC von der Spitze und hat bereits jetzt satte zehn Punkte zwischen sich und seinen ersten Verfolger, den Berliner AK 07, gelegt. Die mit Abstand meisten erzielten Tore (allein das Sturmduo Frahn/Bozic kommt auf 28 Treffer) und die zusammen mit Erfurt beste Abwehr bestätigen die Vormachtstellung der Himmelblauen.

      Die Rot-Weißen aus Erfurt spielen angesichts der Turbulenzen in und um den Verein eine sehr respektable Runde und rangieren derzeit auf Rang Drei. „Perlen“ des Ostfussballs wie Babelsberg, Lok Leipzig und der BFC Dynamo Berlin bevölkern das Mittelfeld bis hin zur Abstiegszone, in der sich mit Bautzen, Meuselwitz, Rathenow und dem FC Oberlausitz Vereine aufhalten, die wohl auch bis zum Schluss gegen den Abstieg kämpfen werden müssen.


      RL BAYERN

      Hier ist wie gesagt durch die noch auszutragenden Nachholspiele das Tabellenbild etwas verzerrt, nichtsdestotrotz grüßt derzeit mit dem gallischen Dorf Eichstätt ein widerspenstiger Kontrahent zur Zweitvertretung des FC Bayern von der Tabellenspitze. Ob der Klub von nebenan bis zum Schluss oben mitspielen kann oder erst recht bei einem tatsächlichen Meistertitel überhaupt in Liga 3 aufsteigen kann, will und darf muss man abwarten, ist aber aktuell auch sekundär.

      Denn diesen Moment sollte jeder Eichstätter auskosten, der weitaus potenteren Konkurrenz solang schon erfolgreich die Stirn geboten zu haben, interessant wird dann erst der Zeitraum werden, wo man auch in Eichstätt „etwas verlieren“ kann, das ist aber noch lange hin.

      Der FC Bayern II auf Rang 2, drei Punkte zurück, aber auch noch drei Nachholspiele, deren Verlauf man abwarten muss. Dahinter mit dem 1.FC Schweinfurt und Wacker Burghausen bekannte und klangvolle Namen auf Rang Drei und Vier, die aber wohl mit dem Aufstieg in dieser Saison nichts mehr zu tun haben dürften. Im weiteren Verlauf mit Viktoria Aschaffenburg und der SpVgg Bayreuth zwei etwas bekanntere Namen im Mittelfeld, am Tabellenende kämpfen derzeit Rosenheim, Garching, Heimstetten und Pipinsried gegen den Abstieg.


      RL WEST

      In der traditionsstrotzenden Weststaffel winkt der FC Viktoria Köln vom Platz an der Sonne. Die meisten Tore erballert, die wenigsten kassiert und mit acht Zählern Luft auf den zweiten Platz, wo der RWO aus Oberhausen rangiert. Auf den weiteren Plätzen recht nah beieinander folgen Rödinghausen, der BVB II und Wuppertal.

      Die ehemals potenten, nun aber schon seit einigen Jahren schlafenden Riesen von Rot Weiß Essen und Alemannia Aachen kommen auch in dieser Saison nicht vom Fleck und bieten graue Einöde zwischen Fisch und Fleisch. Ein weiterer klangvoller Name, die SG Wattenscheid 09, kämpft auf Rang 14 gar gegen den Abstieg in Liga Fünf.

      Ganz unten fechten Wiedenbrück, Kaan-Marienborn und bereits abgeschlagen die zweite Mannschaft des 1.FC Köln und der TV Herkenrath die Direktabsteiger aus.


      RL SÜDWEST

      In der wohl namentlich am besten besetzten Staffel wagt der traditionsreiche SV Waldhof Mannheim einen erneuten Versuch, um endlich diesen vermaledeiten Aufstieg in Liga 3 zu schaffen. Derzeit sieht es angesichts von gleich acht Punkten Vorsprung auf den Zweiten recht gut aus. Dort rangiert aktuell ein weiterer bekannter Name mit Bundesliga-Historie, der 1.FC Saarbrücken.

      Mit dem TSV Steinbach und dem starken Aufsteiger FC Homburg könnte bei einem Einbruch der Waldhöfer noch zu rechnen sein. Mit Kickers Offenbach und dem SSV Ulm befinden sich zwei zusätzlich klangvolle Namen im Verfolgerfeld, die aber beide schon jeweils zwölf Punkte Rückstand auf Mannheim aufweisen. Hier müsste also sehr viel zusammenkommen, dass diese nochmal oben angreifen können.

      Im weiteren Verlauf rangieren mit dem SV Elversberg und dem FSV Frankfurt weitere Vereine, die schon einmal (viel) bessere Zeiten gesehen haben, nun aber von der überregionalen Bildfläche verschwunden sind. Am Ende balgen sich die zweiten Mannschaften vom FSV Mainz und dem VfB Stuttgart, dazu Wormatia Worms, Dreieich, Walldorf und Stadtallendorf um den Klassenerhalt.
    • Der Abstand des 1. FC Saarbrücken auf Waldhof Mannheim beträgt offiziell 5 Punkte. (Bei Fussball.de und Kicker schon so eingetragen) Die Mannheimer bekamen wegen ihrer Randale in der Relegation, 3 Punkte abgezogen. Die stehen aktuell deswegen vor Gericht. Die Chancen sind dabei eher gering.
      Präsident vom FCS hat allerdings auch schon gesagt, dass er hofft, dass die Strafe zurückgezogen wird, weil er gerne schon sportlich aufsteigen möchte und nicht wegen solch einer Sache.

      Wird aufjedenfall eine interessante Rückrunde. Leider hat der FCS den Auftakt verpennt und auch die Spitzenspiele nicht gewinnen können. So richtig zu sich gefunden haben sie erst in den letzten Wochen,nur kommt jetzt schon die Winterpause. Wobei natürlich das Verletzungspech am Anfang extrem war und teilweise der komplette Sturm ausgefallen ist. Taktisch wurde auch nicht immer gut aufgestellt und dann war auch die Chancenverwertung unglaublich miserabel. 8 Punkte könnte der FCS nicht aufholen. 5 Punkte jedoch schon eher, weil die Saarbrücker noch ein Spiel gegen Mannheim haben, bei dem natürlich ein Sieg Pflicht ist.
    • DarthRaven schrieb:


      RL NORD

      Am Tabellenende haben sich der TSV Havelse, Rehden und die beiden Aufsteiger LM Wolfsburg und VfL Oldenburg eingenistet und werden wohl voraussichtlich die drei Direktabsteiger unter sich ausmachen.
      Ein Abstieg aus der Region Hannover mit dem TSV Havelse wäre sehr schade.
      Der Umbruch funktioniert nicht so recht und auf der Trainerbank hat man auch keine Kontinuität mehr so recht.
      Go Steelers 8)
    • SaarEagle schrieb:

      Der Abstand des 1. FC Saarbrücken auf Waldhof Mannheim beträgt offiziell 5 Punkte. (Bei Fussball.de und Kicker schon so eingetragen) Die Mannheimer bekamen wegen ihrer Randale in der Relegation, 3 Punkte abgezogen. Die stehen aktuell deswegen vor Gericht. Die Chancen sind dabei eher gering.

      Ach so, wußte ich nicht.

      Dann könnte es natürlich wirklich noch einmal spannend werden, aber nur unter der Maßgabe, dass SB dann auch das direkte Duell gewinnt, wie Du schon richtig erwähnt hast.



      hawk210984 schrieb:

      Ein Abstieg aus der Region Hannover mit dem TSV Havelse wäre sehr schade.
      Der Umbruch funktioniert nicht so recht und auf der Trainerbank hat man auch keine Kontinuität mehr so recht.

      Vielleicht ist ja Ex-Coach Andre Breitenreiter bald wieder für den TSV frei ;)
    • DarthRaven schrieb:

      SaarEagle schrieb:

      Der Abstand des 1. FC Saarbrücken auf Waldhof Mannheim beträgt offiziell 5 Punkte. (Bei Fussball.de und Kicker schon so eingetragen) Die Mannheimer bekamen wegen ihrer Randale in der Relegation, 3 Punkte abgezogen. Die stehen aktuell deswegen vor Gericht. Die Chancen sind dabei eher gering.
      Vielleicht ist ja Ex-Coach Andre Breitenreiter bald wieder für den TSV frei ;)
      Maddin hat ihm gestern attestiert, das selbst Klopp es nicht besser in Hannover hinbekommen würde.
      Der sitzt so fest in seinem Sattel wie kein anderer. :D
      Go Steelers 8)
    • Wenn Kind dann 50+1 endlich zu Fall bringt kann AB wenigstens wie Klopp einkaufen :D :xmargevic


      Passend zum Überblick ein heute erscheinender Artikel auf Kicker.de zu Eichstätt und der RL Bayern:



      VfB-Coach Markus Mattes will "die Tabelle genießen"

      Eichstätts Zwickmühle: "Wem drücken wir die Daumen?"

      Der VfB Eichstätt hat das Kalenderjahr 2018 mit einem 3:1-Sieg beim SV Schalding-Heining abgeschlossen. Die Oberbayern stehen damit nach 22 Spielen in der aktuellen Saison weiter auf dem ersten Tabellenplatz - ob sie diesen auch die komplette Winterpause über behalten dürfen, entscheidet sich am Freitagabend. Dann empfängt Verfolger FC Bayern II den 1. FC Schweinfurt. Der VfB beobachtet die Partie aber mit zwiespältigen Gefühlen.

      Drei Punkte Vorsprung hat der VfB momentan auf die Bundesliga-Reserve des FCB. Allerdings hat die zweite Mannschaft der Münchner auch drei Spiele weniger bestritten. Schon ein Sieg im Nachholspiel gegen Schweinfurt am Freitagabend würde aufgrund der besseren Tordifferenz reichen, um die Eichstätter Senkrechtstarter von der Tabellenspitze zu verdrängen. Das Duell zwischen dem FCB und den drittplatzierten Schnüdeln wird in Eichstätt entsprechend gespannt erwartet.

      Dabei geht es nicht nur um Platz eins: Beim VfB denkt man auch schon an den DFB-Pokal, für den sich der Erstplatzierte der Regionalliga Bayern qualifiziert. Weil der FCB II von dieser Regelung ausgenommen ist, ist der 1. FC Schweinfurt der direkte Konkurrent der Eichstätter. Würde der FC Bayern II gewinnen, hätte der VfB neun Zähler Vorsprung auf die Unterfranken und damit eine gute Ausgangsposition für die Rest-Saison. Platz eins oder bessere Chancen auf den DFB-Pokal, der viele Zusatzeinnahmen verspricht? "Wem drücken wir jetzt die Daumen für das Nachholspiel?", heißt es in einem launigen Beitrag auf der Website des VfB.

      Ganz egal, wie das Nachholspiel in der Landeshauptstadt ausgehen wird, in Eichstätt fällt die Bilanz nach der bisherigen Spielzeit natürlich gut aus. Nachdem in der Vorsaison Platz sieben in der Endabrechnung zu Buche stand, stürmte der Vorjahres-Aufsteiger jetzt an die Tabellenspitze. Ein Lauf, den dem VfB nur wenige zugetraut hätten. "Jetzt können wir erst einmal für einige Wochen die Füße hochlegen und die Tabelle genießen", gab Trainer Markus Mattes entsprechend die Devise aus.
    • Neu

      Nein, natürlich nicht. Nur Spaß.

      Ist ja außerdem keine Wortschöpfung von mir, sondern ein Zitat des "Bundes-Gaucklers".


      Interessant oder je nach Sichtweise auch zäh und gähn ist ja das andauernde Gezerre um die Reform/Aufstiegsregelung der Regionalligen.

      Alle wissen, dass es eine möglichst dauerhafte Lösung geben muß, aber niemand will etwas abgeben, weder die Regional-noch Landesverbände noch die Vereine noch der DFB. Besonders Herr Koch als angeblicher Bewahrer bayrischer Fussballkultur fällt hier dauerhaft sehr negativ auf. Um wieder auf "Dunkeldeutschland" zurückzukommen soll ja am besten die Nordost-Staffel gleich ganz aufgelöst werden, damit dann Vereine aus Berlin nach Flensburg oder Schweinfurt fahren können/müssen.

      Von anderen utopischen Hirngespinsten ala eine dritte Liga mit zwei Staffeln mal ganz abgesehen.

      Es ist schon frappierend, wie die zwei Ligen unter DFL-Ägide (erste und zweite Bundesliga) größtenteils florieren und prosperieren und der DFB bekommt mit seinem "Premiumprodukt" 3.Liga und den nachfolgenden Regionalligen als höchste Amateurklassen nahezu nichts positives gebacken. Sollten die Drittligisten ihre noch zarte Überlegung, sich der DFL anzuschließen (was aus vermarktungstechnischer Sicht sogar logisch ist, da der finanzielle Unterschied zu eklatant ist) in die Tat umsetzen sieht es noch düsterer aus.