Cleveland Browns Preview 2018

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    • Cleveland Browns Preview 2018

      1. Rückblick auf die „Perfect Season“ 2017


      0-16. Erst zum zweiten Mal nach den 2008er Detroit Lions schaffte ein Team die „perfekte Saison“. Ein Schandmal, dass uns Browns-Fans noch lange begleiten wird. Während die Fans in den USA sogar eine Parade veranstalteten, wollen wir allen Ernstes analysieren wieso die Browns trotz eines talentierteren Rosters den desaströsen 2016er-Record von 1-15 sogar noch unterboten. Daher beginnen wir mit einem kleinen statistischen Rückblick:


      Offense

      Offensive Yards
      2017
      308,9 (24th)
      2016
      292,7
      Pass Yards
      2017
      201,8 (22nd)
      2016
      192
      Rush Yards
      2017
      107,1 (18th)
      2016
      100,7
      Points per Game
      2017
      14,6 (32nd)
      2016
      15,6
      Touchdowns
      2017
      27 (31st)
      2016
      29
      Turnover Ratio
      2017
      -28 (32nd)
      2016
      -12
      Sacks allowed
      2017
      50 (27th)
      2016
      66



      Defense:

      Offensive Yards allowed
      2017
      328,1 (14th)
      2016
      369,4
      Pass Yards all.
      2017
      230,2 (19th)
      2016
      235,1
      Rush Yards all.
      2017
      97,9 (7th)
      2016
      134,3
      Points per Game all.
      2017
      25,6 (31st)
      2016
      26,4
      Touchdowns all.
      2017
      48
      2016
      56
      Sacks
      2017
      34 (21st)
      2016
      26



      Die erste Erkenntnis: Nein, die Browns sind nicht noch schlechter als Team geworden. Insbesondere die Defense hat gegen den Run massive Fortschritte gemacht, während die Pass-Defense weiter einiges zu wünschen übrigließ. Aber die Browns sind nicht 0-16 weil unsere Defense massiv unterperformed hat. In 6 Spielen ließ die Defense weniger als 20 Punkte zu. Dabei sind noch nicht die vielen Spiele eingerechnet die unsere Offense durch Turnover vermasselt hat.


      Der Painpoint hieß Offense. Wobei ich die Schuld nicht allein auf das Quarterback-Desaster schieben möchte. Aber eins nach dem anderen:

      Es startete unerwartet Rookie DeShone Kizer – ein bekanntermaßen extrem roher, 21-jähriger QB aus Notre Dame, der im Training Camp und PreSeason sowohl Cody Kessler, als auch Free Agent Brock Osweiler verdientermaßen hinter sich ließ. „Flashing Talent“ ist zweifellos das eine, NFL-Readyness das andere. Kizer hätte nie ein NFL-Feld sehen dürfen als Rookie – dank Hue Jackson wurde nicht nur dieser junge Kerl verbrannt, sondern die Saison der Browns zum Scheitern verurteilt.

      Kurz die Kizer-Katastrophe in Zahlen:

      • 15 Spiele: 11 TD´s gegenüber 22 INT´s, 3 Fumbles
      • Completion Rate: 53,6%
      Ich möchte Kizer keinesfalls als alleinigen Sündenbock darstellen – zweifellos hatten die Browns auch massive Receiver-Probleme (Drops, keine Separation, Fouls) und auch das Playcalling war mehr als fraglich. Aber insbesondere mit seinen Totalausfällen in der RedZone war es unmöglich Spiele zu gewinnen.

      Was waren in 2017 die Kernprobleme?

      • QB – in allen denkbaren Facetten
      • Receiving-Corps
      • O-Line-Depth (siehe nach der Verletzung von Joe Thomas)
      • Hue Jackson (Playcalling)
      • Secondary in Kombination mit dem Scheme von Gregg Williams
      Zum letzten Punkt noch eine kleine Ausführung, für alle die wenig Browns in 2017 gesehen haben. Die Browns sind mit deutlichem Abstand das Teams mit den meisten Blitzes (Siehe Bild).

      BlitzBrowns17.pngBlitzBrowns172.png

      Dieses aggressive Scheme bedingt gute bis sehr gute Press-Corner. Diese existierten so aber nicht bei den Browns mit Jamar Taylor und McCourty auf den Außen. Folglich setzte Gregg Williams fast immer einen Sicherheitsanker – namentlich Jabrill Peppers (FS) ca.20-25 Yards hinter dem letzten Defender (siehe Bild)

      BrownsDeepSafety.jpg

      Jetzt kann man gern diskutieren wen die Schuld trifft: Den GM (Sashi Brown), der sein Team mit den falschen CB´s ausstattete, oder der sturen Defensive-Coordinator (Gregg Williams), der lieber permanent „in Unterzahl“ spielt anstatt sein Scheme den Team-Fähigkeiten anzupassen. Ich tendiere zu letzterem. Als Kernaufgabe eines Coordinators sehe ich den bestmöglichen Einsatz des Spielermaterials. Einen talentierten Rookie-Safety-Linebacker-Hybriden wie Peppers so aus dem Spiel zu nehmen will ich nicht gutheißen. Das häufige Unterzahlspiel in der Mitte des Feldes hat der Defense vor allem gegen Tight-Ends massiv geschadet.
      Die Browns haben in 2017 Historisches geschafft. Trotz einer Defense, die in wichtigen Kategorien Top-10 (Run-D) oder Top-15 (Yards-Allowed) war, konnte kein einziges Spiel gewonnen werden. Ich will dennoch festhalten, dass die Browns bis auf das QB-Spiel insgesamt spielerisch deutliche Fortschritte in vielen Bereichen machten.

      2. Offseason 2018
      Thank you Sashi, Welcome Mr.Dorsey

      "And when that turnaround happens, wherever I am, I will smile – more than a little bittersweetly – and say, to myself, “Go Browns!”

      Die Browns entließen GM Sashi Brown am 07.12.2017 und stellten kurz darauf den ehemaligen GM der Kansas City Chiefs John Dorsey ein. Dorsey könnte nach Sashi kaum einen größeren Gegensatz zum „Moneyball-Prinzip“ verkörpern. Der 57-jährige gilt als absoluter Fachmann, der zwischen 1984 und 1989 als Spieler der Packers, anschließend ab 1991 vom Scout hoch bis Director of Football Personnel in Green Bay aufstieg. Geballte Football-Kompetenz und Pragmatik – genau das war es was Owner Jimmy Haslam wollte und bekam.
      Leicht war sein Einstieg bei den Browns nicht, musste er nach dem Statement von Haslam mit Headcoach Hue Jackson arbeiten anstatt wie üblich seine eigene Coaching-Wahl zu treffen. Dafür gab Haslam eine klare Mission vor: Find a QB!
      Trotz des Records von 1-31 darf Hue Jackson bleiben – einen Kompromiss musste er jedoch eingehen: Fortan wird es einen Offensive Coordinator in Berea geben, der die Plays ansagt. Die Browns landen einen kleinen Coup, indem sie den OC der Steelers verpflichten können – Todd Haley. Haleys Offense in Pittsburgh landete zuletzt 4-mal in Folge Top-10 im Scoring – zweifellos mit deutlich mehr Talent im Roster, dennoch macht diese Verpflichtung viel Hoffnung. Das offensive Scheme der Browns wird sich dadurch zwar nicht elementar verändern, aber in den Nuancen durchaus. Nach allem was man hört wird das neue Playbook gemeinschaftlich erarbeitet. Auch unter Haley erwarten wir eine Vertical-Offense, die dank mobiler QB´s reich an Play-Action und insgesamt Run-Heavy erwartet wird. Wie genau das aussehen wird weiß Stand heute natürlich noch keiner außerhalb von Berea.
      Neben der prominenten Neubesetzung des OC wechselten in Berea auch folgende Posten:
      • Ken Zempese (QB-Coach, Bengals)
      • Adam Henry (WR-Coach, Giants)
      • Freddie Kitchens (RB-Coach, Cardinals)
      • Amos Jones (Special-Teams, Cardinals)
      Insgesamt sehen wir damit Konstanz bei den Defensive-Coaches, was bei den gezeigten Leistungen durchaus ok ist – dafür gibt es massive Umbrüche im Coaching der Offense.

      Free Agency 2018 – Saying Goodbye to a true Legend

      22.10.2017 – 5:40 min noch im 3. Quarter gegen die Tennessee Titans. Es sollte nach 10.363 Snaps (ununterbrochen) der letzte von LT Joe Thomas werden. JT ist zweifellos mehr als ein nur ein Spieler – an diesem Tag verlieren die Browns einen Mentor und Führungspersönlichkeit, welche trotz der elitären Leistungen nie ein Playoff-Spiel bestreiten durfte. Die jahrelang souveräne Position wird nach seiner Rücktritts-Verkündung vakant, denn sein Interims-Nachfolger Spencer Drango zeigte mit 11 zugelassenen Sacks in 11 Spielen wahrlich nicht genug Potential (PFF-Grade 47.7)
      Der neue GM Dorsey hatte mit den Positionen LT, QB, WR, CB & S also reichlich zu tun. Hier die Zusammenfassung seiner prominenten Aktionen:
      Trades:
      • WR Jarvis Landry (Dolphins): 4th & 7th
      • QB Tyrod Taylor (Bills): 3rd
      • DB Demarious Randall (Packers): Tausch mit QB Kizer plus Tausch der 4th-Rounder


      Weggetradet wurden DT Danny Shelton (Packers, 3rd in 2019 gegen eine 5th-Rounder in 2018) und DB McCourty (Patriots; 6th-Rounder in 2018 im Tausch gegen den 7th-Rounder 2018). Zudem wurde auch der letzte QB mit Cody Kessler für einen 7th Rounder vom Hof/nach Jacksonville gejagt.

      Top-Free-Agents:
      • RT Chris Hubbard (Steelers)
      • RB Carlos Hyde (49ers)
      • CB TJCarrie (Raiders)
      • CB Terrance Mitchell (Chiefs)
      • CB EJ Gaines (Bills)
      • QB Drew Stanton (Cardinals)
      • LB Mychal Kendricks (Eagles)
      • TE Darren Fells (Lions)
      • WR Jeff Janis (Packers)
      • LT Greg Robinson (Lions)
      • DE Chris Smith (Bengals)
      Abgänge / Cuts:
      • RB Isaiah Crowell (Jets)
      • LB Tank Carder
      • OT Rod Johnson
      • TE Randall Telfer
      • DB Kai Nacua
      • WR Kasen Williams
      • WR Sammie Coates


      Kurzfazit
      Not bad Mr.Dorsey. Eine aggressive Free Agency wurde erwartet – und wir haben sie bekommen. Mehrere Trades, reichlich Free Agents und neue Gesichter. Der Fokus lag ganz eindeutig auf der Secondary und dem QB-Room, ergänzt durch Neuerungen in der O-Line durch den Abgang von Joe Thomas. Die größte Überraschung? Schon vor dem Draft hat sich HC Hue Jackson festgelegt – der neue QB Tyrod Taylor soll als unangefochtener Starter in die Saison gehen. Ok das sollte Cody Kessler auch letztes Jahr – Ausgang bekannt.

      3. Draft 2018 : May(field) the good times begin for the Browns

      Day1: #1 QB Baker Mayfield (Oklahoma), #4 Denzel Ward (Ohio State)
      Lange befand sich Heisman-Winner Baker Mayfield nicht einmal in der Diskussion um den #1-Pick der Browns. Sam Darnold, Josh Allen und RB Saquon Barkley galten fast bis zum Tag des Drafts als Favoriten. Doch John Dorsey entschied sich bereits am Pro-Day von Oklahoma für den QB, der von vielen als zu klein, zu wenig athletisch und charakterlich zu schwierig verschrieben wurde. Eine große mediale Überraschung, von dem Pick bin ich jedoch nach wie vor begeistert. Mayfield bringt aus meiner Sicht genau die Mischung aus Leadership und Winning Mentality mit, gepaart mit exzellenter Accuracy. Zweifellos wird er Zeit benötigen die NFL-Offense zu erlernen, aber dafür hat man mit Tyrod Taylor und Drew Stanton zwei Veterans, die bis dahin das Steuer übernehmen können. Den Kizer-Fehler werden die Browns wohl nicht erneut begehen.
      CB Denzel Ward stellt auf #4 gleich die nächste Überraschung dar. Fast alle gingen vom Pick des besten Pass-Rushers Bradley Chubb aus – die Browns jedoch verstärkten die Secondary. Ward passt perfekt exakt in das Anforderungsprofil von DC Williams, der starke Press-Corner verlangte. Der beste Cornerback des Drafts soll die Lücke füllen, die ein alternder und schließlich getradeter Joe Haden hinterlassen hat.
      Note: 1

      Day 2: #33 OT Austin Corbett (Nevada), #35 RB Nick Chubb (Georgia), #67 DE Chad Thomas (Miami)
      Meine Begeisterung über Day 1 des Drafts erfuhr einen deutlichen Dämpfer mit den Picks am zweiten Tag. Dank Sashi hatten die Browns nicht nur zwei 1st-Rounder, sondern auch zwei frühe Secondrounder.
      Mit dem wertvollen ersten Pick der zweiten Runde entschied man sich für den Left-Tackle aus Nevada. Corbett gilt als flexibler Lineman, der zwar 4 Jahre bei den Wolf Packs rein als LT eingesetzt wurde, von diversen Scouts aber eher eine Perspektive auf Guard bescheinigt bekam. Wie passt dieser Pick also? Dorsey gefällt genau diese Flexibilät. Man hat Corbett nicht explizit als Nachfolger von Joe Thomas gedraftet, sondern um die Optionen auf LT zu erweitern. Nun kann theoretisch auch Bitonio auf LT switchen und Corbett übernimmt auf LG.
      Mindestens genauso verwirrte der Pick von Bulldogs RB Nick Chubb kurz darauf. Vor allem weil aus meiner Sicht kein Need für einen solch hohen Pick besteht, nachdem man Carlos Hyde verpflichtete und Duke Johnson im Kader hat. Dennoch – Chubb bringt abseits der Verletzungssorgen viel mit auf das wir uns freuen können. Ein Big Back, der ähnlich wie Crowell zuvor seine Stärken Inside hat und gute Yards nach dem Erstkontakt kreiert. Leider geht ihm aus meiner Sicht nach der schweren Verletzung die Explosivität ab, was den Pick für mich insgesamt zu einer Enttäuschung an dieser Stelle macht.
      DE Chad Thomas hatte ich ebenso wenig auf der Uhr in Runde 3 – und meine Meinung zu dem Pick bleibt kritisch. Thomas bringt mit 6´5 und 282 beeindruckende körperliche Fähigkeiten mit, war als Pass-Rusher jedoch enttäuschend bei den Hurricanes (11 Sacks in 49 Spielen). GM Dorsey preist sein starkes Run-Stoppage an – und das zurecht. Mir persönlich ist #65 zu wertvoll für einen recht rohen DE mit solchen Schwächen. Die Browns sind bereits stark gegen den Run auf DE und bräuchten deutlich mehr Unterstützung im Pass Rush. Das ist Chad Thomas aktuell nicht. Ganz abseits davon das berechtigte Zweifel bestehen ob er nicht lieber eine Musikkarriere verfolgen wird statt alles für die NFL zu geben…
      Note: 4

      Day 3:
      • #105: WR Antonio Callaway (Florida): Das Sorgenkind, dass nach diversen Vergehen vom College flog. Dorsey draftete bereits Tyreek Hill in Kansas und zeigt erneut Mut mit hochtalentierten „Problemkindern“. Ich vermute fast das Callaway mehr Impact im Rookie-Jahr haben wird als alle Day-2-Picks.
      • #150: LB Genard Avery (Memphis): Linebacker-Depth fehlte den Browns massiv. Avery kommt mit toller Athletik als WILL-LB aus dem College. Aufgrund seiner bekannten Defizite in Coverage erwarte ich ihn eher in der Rotation als Pass-Rusher.
      • #175 WR Damion Ratley (Texas A&M): Size-Speed-Prospect, der zwar wenige Catches zu verzeichnen hatte, dafür aber eine beeindruckende Yards-per-Catch-Statistik mitbringt. Muss sich im Camp beweisen, sonst eher ein Kandidat für die Practice Squad.
      • #188 CB Simeon Thomas (Louisiana-Lafayette): Und nochmal Size-Speed-Prospect, diesmal noch mit Off-Field-Issues.
      Note: 2+

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      Next: Roster Preview & Ausblick auf den Schedule
      "And when that turnaround happens, wherever I am, I will smile – more than a little bittersweetly – and say, to myself, “Go Browns!”
      Sashi Brown - GM of the Cleveland Browns 2016-2017.

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    • 4. Das Roster


      Im Folgenden gehe ich die Kernpositionen mit erwarteten Startern durch und versuche dabei auch eine Einordnung in folgendem Maß zu geben:


      Tier 1: Spitzenklasse der NFL (Top-5)

      Tier 2: Stark bzw. mindestens überdurchschnittlich

      Tier 3: Middle of the Pack - Durchschnitt der Liga

      Tier 4: Unterdurchschnittlich

      Tier 5: Schwach – eines der schlechtesten 5-10 Corps der Liga


      Offense

      Quarterbacks


      QB-Room: Tyrod Taylor, Baker Mayfield, Drew Stanton

      Starter: Tyrod Taylor


      Die Buffallo Bills entschieden sich gegen Tyrod Taylor als ihren Franchise-QB und boten ihm folgerichtig trotz des ersten Playoff-Runs seit Ewigkeiten keinen hochdotierten Vertrag an, sondern tradeten ihn zu den Browns für einen 3rd-Rounder. Da ich selbst die Bills eher auf dem RedZoneChannel verfolgte, habe ich mir ein paar Meinung aus der Bills-Gemeinde mitsamt reichlich Statistiken angeschaut. Mit 6´1 ähnlich „klein“ kommt Taylor als Dual-Threat QB in den vergangen drei Jahren durchschnittlich 201 Passing Yards bei 36 Rush-Yards einer Completion Rate von 62,6% und einem guten Passer Rating von 92,7. Was fällt schnell auf? Ball-Security. Taylor ist in der NFL Top-5 was TD-INT-Ratio angeht, was ein gigantisches Upgrade zum Turnover-Monster Kizer darstellt. Was fällt ebenso auf, aber erst auf den zweiten Blick? Tyrod lässt leider auch verdammt viele Chancen liegen und wird extrem oft gesacked (46x letzte Saison trotz des Benchings). Warum wird er so oft gesacked? Seine Time-to-Throw war mit 3,02s eine der längsten aller Starter in der NFL - Tyrods Release bzw. die Decision fielen oft zu spät. Mehr Zeit zu werfen wird er bei den Browns sicher nicht bekommen (letztes Jahr mittelprächtige 2,84s).

      Was bekommen wir also mit TT? Einen GUTEN QB, der nicht nur ein massives Upgrade zum Vorjahr darstellt, sondern mit der Ball-Security endlich keine Spiele mehr im Alleingang verliert. Sorgen machen mir sein langer Release – ein Sack-Festival ist zu befürchten. Tyrod ist wahrscheinlich der bestmögliche Bridge-QB, der idealerweise erste Siege einfährt, bis Baker Mayfield das Schiff übernimmt. Die spannende Frage ist – wann beginnt die Mayfield-Ära? Dazu später noch mehr in der Schedule-Betrachtung

      Backups: Hier mache ich es kurz. Zu Baker Mayfield habe ich mich schon geäußert. Ich hoffe Hue gibt ihm Zeit die NFL „under center“ zu erlernen. Baker bekommt mit Drew Stanton einen weiteren erfahrenen Mentor an die Seite. All das wird helfen den QB-Room vom schlechtesten der Liga zu einem guten QB-Room zu machen.


      NFL-Ranking QB: Tier 4 (unterdurchschnittlich): Tyrod ist kein schlechter Quarterback – aber es gibt auch nicht allzu viele auf unserem Schedule die ich schlechter sehe. Was wir von Baker bekommen wird sich noch zeigen.


      Running Backs

      Starter: Carlos Hyde, Nick Chubb, Duke Johnson

      Das Wort Starter trifft es nicht ganz. Die Browns haben drei hochwertige Backs, die sich die Last vermutlich teilen werden (à schlecht für alle Fantasy-Fans ;) Beginnen wir mit Hyde, den ich in der Starter-Rolle anfangs sehe. Die Browns zahlen ihm in 2018 Top-10-Money was RB´s angeht (was aber immer noch vergleichsweise günstig ist). Hyde passte offensichtlich nicht mehr in die Offense-Pläne von Kyle Shannahan, was an zwei Problemfeldern liegt. Hyde hat klare Defizite im Passing-Game und Outside-Zone-Spiel. Der ehemalige Buckeye dürfte also bei den Browns insbesondere gegen Chubb um Snaps kämpfen.

      Duke Johnson erhielt im Juni einen neuen 3-Jahresvertrag, der völlig zurecht gut dotiert ist. Duke war einer der wenigen Playmaker in 2017 und stets eine Gefahr mit dem Ei für gegnerische Defenses. Mit seiner Spielweise und Durability ist Duke kein 3-Down-Back, sondern ein exzellenter Change-of-Pace-Back, der zudem eine echte Gefahr als Slot-Receiver darstellt. Er wird seine gut dosierten Snaps bekommen und hoffentlich wieder für reichlich Big-Plays sorgen.


      NFL-Ranking Run: Tier 3 (Durchschnitt)

      Haben sich die Browns personell im Run-Game verbessert? Vermutlich ja, jedoch aus meiner Sicht nicht so stark wie das Investment mit einem teuren Veteranen und einem 2nd-Rounder eigentlich erhoffen lässt. Schlüssel zum erfolgreichen wird Todd Haley sein, der das Run-Game konsequenter und kreativer etablieren muss als Hue es versuchte. Tyrod als mobiler QB sollte da helfen. Einen Elite-RB haben die Browns jedoch weiter nicht.


      Wide Receiver


      Starter: Jarvis Landry, (Josh Gordon)


      Eine Position mit großem Potential, aber auch viel Ungewissheit. Vor kurzem laß ich eine Analyse eines Browns-Fans, der unseren Receivern in 2017 CFL-Niveau bescheinigte. Etwas übertrieben, aber rosig war das nicht. 21 teils haarsträubende Drops sind die zehntmeisten der NFL – gekrönt vom Corey-Coleman-Drop gegen die Steelers in Week 17, der das 0-16 besiegelte. youtube.com/watch?v=ej3xdVGOR4w

      Mit Jarvis Landry (25) tradete man von den Dolphins einen der besten (Slot-) Receiver der NFL in seiner Prime-Zeit. Ich will seinen hochdotierten Vertrag beiseitelassen in der Betrachtung - Landry ist ein gigantisches qualitatives Upgrade für die Browns. Kein Big-Play-Receiver wie Antonio Brown oder Julio Jones, aber ein extremst verlässlicher Receiver, der dich mit stetigen First-Downs marschieren lässt.

      Den Big-Play-Receiver mit gigantischen Potential haben die Browns nämlich eigentlich seit Jahren in Josh Gordon – hätte er nicht mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen. Gordon bleibt Stand heute dem Trainings-Camp zunächst fern. Wenn er sauber bleibt ist er unser WR1 und eine tolle Kombo mit Landry.

      Kampf um die zweite Reihe: Corey Coleman, Jeff Janis, Antonio Callaway, Ricardo Louis, Rashaad Higgins, Damion Ratley

      Make-or-Break-Saison für Corey Coleman. Nach zwei sehr enttäuschenden Spielzeiten geht es für den #15-overall Pick aus 2016 schon um die Zukunft bei den Browns. Die Trade-Gerüchte begleiten ihn die Offseason und wohl auch das Training Camp. Zu oft verletzt, zu viele Drops, insgesamt zu wenig Production. Mit sinkenden Snap-Zahlen wird es nicht leichter für CoCo. Die Hoffnung liegt schlicht auf verbesserten Spielverständnis und Route-Running in Jahr 3.

      Dahinter sehe ich am ehesten die Neuzugänge Jeff Janis und Callaway mit Einsatzchancen. Callaways Talent will ich gern auf dem Feld sehen, Janis von den Packers dürfte mit seiner Erfahrung eine gute Ergänzung des WR-Corps darstellen.

      Für Louis und Higgins sehe ich als enttäuschende Picks des Vor-Regimes geringe Chancen auf einen Roster-Spot. Zumal man mit RB Duke Johnson noch einen verkappten Receiver im Roster hat, wodurch ich max.5 WR im finalen Roster sehe.


      NFL-Ranking: Tier 2 mit Josh Gordon, Tier 4 ohne Josh Gordon


      Tight Ends


      Starter: David Njoku, Darren Fells

      Backup/Rotation: Seth DeValve


      An dieser Stelle möchte ich eine These aufstellen. Ich bin überzeugt Njoku hätte eine weitaus bessere Rookie-Saison spielen können, wenn Hue Jackson ihn öfter/besser eingebunden hätte. So kam Njoku auf eher „magere“ 32 Catches und 386 Yards bei 4 TD´s. Jeder hat sein großes Potential gesehen – und auch wenn sein Blocking verbessert werden muss ist Njoku eine Waffe, die nur darauf wartet genutzt zu werden. Dann kann er locker seine Yards und TD´s in 2018 verdoppeln. Todd Haley – übernehmen Sie!

      Mit Fells hat man sich noch einen Veteran ergänzend geholt, der sowohl blocken als auch fangen kann. Ich gehe im neuen offensiven Scheme von recht vielen 2-TE-Sets aus, also dürften Njoku, Fells und auch DeValve reichlich Snaps sehen.

      NFL-Ranking: Tier 2 (Über-Durchschnittlich): Ich bin ein Fan von unseren TE´s – insbesondere von Njoku.



      Offensive Line



      pff.png





      Prunkstück der Browns ist die Interior-Line (LG – C – RG). Sollte Bitonio auf Guard bleiben, haben wir hier eine in der Mitte der Line so ziemlich Top-5-Material. Das sieht man nicht zuletzt auch an den starken Yards-per-Run-Daten der letzten Saison. Ein weiteres Indiz dafür das die Browns das Run-Game priorisieren sollten in 2018. Wir haben zwei exzellente Backs in Sachen Inside Runs gepaart mit der Line, die hier Räume öffnen kann.

      Deutlich schwieriger wird es in Sachen Tackle. Chris Hubbard von den Steelers wurde teuer eingekauft und wird sofort auf RT starten. Hubbard gilt als athletischer Guard, den Haley natürlich bestens kennt und der wiederum in das Anforderungsprofil für Haleys Zone-Blocking-Run-Scheme passt.

      Auf LT erwarte ich ein Duell zwischen dem letztjährigen RT Shon Coleman und Rookie Austin Corbett. Die Position macht mir große Sorgen. Wir haben hier eine massive Baustelle zu Beginn des Camps und ich erwarte hier Probleme.Meine Vermutung: Wir starten mit dem erfahreneren Coleman und im Laufe der Saison testen wir notgedrungen verschiedene Lösungen.


      Backups: OT Austin Corbett, C Austin Reiter, OT Spencer Drango, OT Desmond Harrison, OT Greg Robinson

      Sollte #3-Pick-Greg Robinson nicht plötzlich unerwartete Fortschritte machen sehe ihn nicht als „Bubble“-Spieler. Ein kleiner Geheimtipp könnte Undraftet Free Agent Desmond Harrison werden, auf den ich im Camp gespannt bin.


      NFL-Ranking: Tier 3 (Durchschnitt): Ohne das massive Problem auf LT ist das eine Top-10-Line. So fürchte ich wenig Konstanz und massig Sacks durch die Elite-Passrusher.


      Fazit Offense: Es steht und fällt mit dem neuen Offensiv-Konzept von OC Todd Haley. Hue Jackson ist trotz eindeutig vorhandenem Talent massivst gescheitert. Die Browns sollten die RPO´s (Run-Pass-Option) wiederentdecken und haben mit Tyrod Taylor, Duke Johnson und Co. auch das richtige Spielermaterial dafür. Meine Furcht liegt in der gefährlichen Kombi eines schwachen LT und einem langsam-werfenden QB in Tyrod. Das könnte sehr früh Baker Mayfield auf das Feld führen. Egal wie – schlechter als die Browns-Offense letztes Jahr geht es nicht – dafür haben wir haben wir durchaus das Potential eine der explosivsten Offenses in 2018 zu werden.


      Defense

      Defensive Line


      Starter DE: Myles Garrett, Emmanuel Ogbah

      Starter DT: Trevon Coley, Larry Ogunjobi

      Rotation: DT Caleb Brantley, DE Chris Smith, DT Jamie Meder, DT/DE Chad Thomas

      Backup-Kandidat: Trenton Thompson


      Wird der Abgang von Danny Shelton schmerzen? In der Run-Defense sicherlich etwas, wobei die Browns bei den Defensive Tackles eine hervorragende Rotation bewiesen. Inside würde ich mir lediglich etwas mehr Druck auf den Passer wünschen, eventuell hilft dafür Rookie Chad Thomas.

      Auf den Außen liegt die Hoffnung auf der Gesundheit von Myles Garrett. Seine Pass-Rushing-Fähigkeiten sind unbestritten, in der Kombination mit E.Ogbah besitzen wir ein starkes Duo, auf das man sich freuen kann. Depth dahinter besteht mit Carl Nassib, Neuzugang Chris Smith und dem flexiblen Chad Thomas. Für Nassib speziell wird es ein wichtiges Jahr – seine Performance muss sich steigern, wenn er über das Jahr hinaus noch bei den Browns bleiben will. Wenn das Camp schlecht läuft sogar ein Cut-Kandidat.


      NFL-Rank: Tier 3 – Durchschnitt

      Hier berücksichtige ich nicht allein das Potential. Die Browns besitzen eine Top-Run-Defense, sind aber trotz Blitz-Heavy-Scheme mit zu wenig Druck auf den QB unterwegs. Das könnte sich ändern, wenn endlich Garrett und Ogbah gemeinsam auf dem Feld stehen. Dann wäre unsere Line schnell eine der besseren der NFL. Aktuell ordne ich uns im guten Durchschnitt ein mit Tendenz nach oben.



      Linebacker


      Starter: SLB Jamie Collins, MLB Joe Schoebert, WLB Christian Kirksey

      Rotation: Mychal Kendricks, Genard Avery, James Burgess

      Backup / Cut Kandidat: Nate Orchard, Jermaine Grace, BJ Bello, Brady Shelton


      Personell das Prunkstück des Browns-Rosters. Drei qualitativ hochwertige Spieler, die allesamt den Stempel „Young Veteran“ tragen. Die positive Überraschung des letzten Jahres Joe Schoebert erwarte ich weiter stark. Seine Spielintelligenz und Speed in der Mitte passt perfekt in das moderne Spiel eines NFL-LB. Jamie Collins dagegen erhoffe wiedererstarkt nach einer enttäuschenden und verletzungsgeplagten Saison. Hinter Collins sehe ich noch die größten Fragezeichen.

      Schmerzhaft vermisst wurde die Tiefe im Linebacker-Corps. Das hat auch GM Dorsey erkannt und in der Free Agency mit Mychal Kendricks vom Superbowl-Champ und dem Rookie Genard Avery nachgelegt. Für den ehemaligen 2nd-Rounder Nate Orchard wird es dieses Jahr wieder eng. Angesichts der gestiegenen Konkurrenz sehe ich ihn als wahrscheinlichen Cut-Kandidat ohne starkes Camp.

      Damit gehen wir insgesamt mit einer klasse Truppe in die neue Saison. Spannend wird zu sehen sein, ob unsere LB dieses Jahr die gegnerischen TE´s besser im Griff haben.

      NFL-Ranking: Tier 1-2

      Hier kratzen wir nah an der Spitzentruppe der NFL. Schaffen wir es in Coverage besser zu arbeiten, haben die Browns hier langfristig ein tolles LB-Corps.


      Secondary


      Starter: CB1 Denzel Ward, CB2 EJ Gaines, NB Travis Carrie, FS Demarius Randall, SS Jabrill Peppers

      Backup/Rotation: CB/S Brian Boddy-Calhoun, CB Terrance Mitchell, S Derrick Kindred, Elijah Campbell


      Einmal neue Secondary zum Mitnehmen, bitte. So ungefähr muss sich das John Dorsey gedacht haben. Anders sind 4 neue CB/S´s in der Free Agency (1x Trade, 3 Free Agents) und zwei Draft-Picks (davon ein #4-overall-Pick) kaum zu erklären. War die Browns-Secondary derart desaströs?

      Nein. McCourty war ein sehr vernünftiger und solider CB, Brian Boddy-Calhoun ein Top-10-Slot-Corner. Aber als Gruppe haben sie nicht funktioniert, nicht zuletzt weil ihnen Gregg Williams eine Spielidee aufzwang, die nicht ihren Stärken entsprach.

      Da Hue Jackson an Williams als DC festhält kommt es nun zum personellen Umbruch und man stellt dem „Bounty-Hunter“ eben die Secondary, welche der Blitz-Heavy-Ausrichtung entgegenkommt. Es braucht CB´s, die besonders in Press-Coverage schnelle Separation verhindern. Williams bemängelte öffentlich den fehlenden Speed seiner Secondary. Daran hat man massiv geschraubt.

      Die große Frage ist, wer aus dem enormen Pool an Spielern als Starter und Backup hervorgeht und wer das Camp nicht übersteht. Ward dürfte sich schnell als Starter auf den Außen durchsetzen und direkt das Vergnügen bekommen gegen die Top-Receiver anzutreten. Das macht mir bei einem Rookie-CB schon etwas Angst. Auf der Gegenseite ist das Rennen weit offen. Die besten Chancen sehe ich bei Gaines, der letztes Jahr immerhin laut PFF mit einem starken Rating von 86,1 auf #16 im CB-Ranking einlief. Interessant zu beobachten ist die Entwicklung von Boddy-Calhoun, der eventuell auf Safety umgeschult wird.

      Eben jene Safetys scheinen fix. Trade-Neuzugang Randall wird seine alte College-Position auf Free-Safety einnehmen – hoffentlich nicht mehr 30 Yards im Nirgendwo. Dafür darf Peppers dorthin, wo er bei den Wolverines für Impact sorgte – nämlich nah an der Line of Scrimmage als Strong Safety. Mir gefällt diese Kombination. Dahinter haben wir mit Kindred gute Depth, insbesondere gegen den Run.


      NFL-Ranking: Tier 4-5 – unter Durchschnitt/schwach

      Nicht falsch verstehen - Talent haben wir. Doch aktuell besteht insbesondere auf CB derart viel Unsicherheit, dass die Secondary zunächst weiter der klare Schwachpunkt der Defense ist. Nicht zuletzt weil sie kaum eingespielt sein wird und unser Rookie direkt gegen die Elite der Liga Gefahr läuft verbrannt zu werden. Mir fehlt zudem noch etwas der Glaube, ob Williams in Jahr 2 dazulernt und sein Scheme etwas „entradikalisiert“.
      "And when that turnaround happens, wherever I am, I will smile – more than a little bittersweetly – and say, to myself, “Go Browns!”
      Sashi Brown - GM of the Cleveland Browns 2016-2017.

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    • 5.Schedule & Predicitions 2018

      Glück hat das junge Browns Team mit dem Schedule sicher nicht. Dieses Jahr haben wir den achtstärksten Schedule der NFL, wenn man die Vorjahresrecords berücksichtigt. Meine Prediction basiert natürlich auf meiner subjektiven Einschätzung der relevanten Matchups, sowie Stärken und Schwächen der Teams. Also bitte nicht zuuu ernst nehmen, wenn ich euer Team im Matchup gegen die Browns kritisiere. Auf Diskussionen dazu freue ich mich

      Week 1 - Browns vs. Steelers

      Wieder einmal die Steelers zum Anfang – maximal ungünstig gegen ein so eingespieltes Team zu beginnen. Letztes Jahr waren wir mit Kizer zweimal nah dran. Aber wenn ich die Matchups unserer völlig neu formierten Secondary gegen das beste Receiving-Corps der Liga sehe, kann ich hier kein W eintragen. Ich tippe und hoffe dennoch auf ein enges Spiel, das Mut macht.

      L 20-24
      Record: 0-1

      Week 2 Browns @Saints

      Leichter wird es nicht mit der Reise nach Big Easy. Ich habe die Saints dieses Jahr als eines der Top-Teams. Bockstarkes Run-Game und Drew Brees zwingen uns in die Knie. Zumal die Saints-Defense mittlerweile zu den besseren der Liga gehört. Einfach too much on the road.

      L 17-27
      Record: 0-2

      Week 3 Browns vs. Jets

      Der erste Sieg seit Weihnachten 2016 (!). Und das im Flutlicht am Donnerstagabend. Kurzum, ich sehe die Browns besonders in beiden Lines sowie den Linebackern deutlich überlegen. Das reicht zu einem Sieg und sorgt für Euphorie in „The Land“. Spannend wird sein, ob Sam Darnold schon Starting-QB ist.

      W 17:13
      Record: 1-2

      Week 4 Browns @ Raiders

      Upset-Chance! Wieso? Die Browns haben nach dem Donnerstags-Spiel ihre Mini-Bye-Week und können evtl. die fehlende Konstanz nach dem Coaching-Umbruch nutzen. Ich erwarte eine enge Kiste, bei der die Raiders einfach mit mehr Playmakern die Nase vorn haben. Ansonsten sehe ich hier ein Matchup zweier starker O-Lines und qualitativ ebenbürtigen Startern. Enge Kiste…

      L 20-21
      Record: 1-3

      Week 5 Browns vs Ravens

      Der Schlüssel zur Winning-Mentality wird sein das wir endlich beginnen Division-Spiele zu gewinnen. Der Auftakt wird gegen ein Ravens-Team kommen, die in der Defense langsam ihr Alter spüren und vor denen ich offensiv ehrlich gesagt wenig Respekt habe. Ugly wins are the Best.

      W 13-10
      Record: 2-3

      Week 6 Browns vs Chargers

      Ganz schwer vorherzusagen. Die Chargers haben ein klasse Roster und können mit Rivers dieses Jahr sehr weit kommen. Kurioserweise stehen sie sich meist selbst im weg – und liegen den Browns. 2016 der grandiose letzte Sieg der Franchise, 2017 dank Kizer ein winnable Match verloren. Diesmal reicht es. Schlüssel wird es sein den Top-Pass-Rush mit Bosa/Ingram abzufangen und über die eher mäßige Run-D zu attackieren.

      W 27-20
      Record 3-3

      Week 7 Browns @ Buccaneers

      Nein die Browns sehe ich dennoch nicht vor einer längeren Winning-Streak dieses Jahr. Die Bucs haben genau das, wovor ich mich fürchte: Gleich zwei Top-TE´s und einen Elite-WR mit Mike Evans. Dazu eine underrated Defense. Mir hat gefallen was die Bucs diese Offseason unternommen haben. On the Road ein schweres Spiel, in dem mir zu viele Matchups nicht gefallen.

      L 13-23
      Record: 3-4

      Week 8 Browns @ Steelers

      Es beginnt eine böse Serie an schweren Spielen für die Browns. Auch wenn ich bei den Steeler eine eher schwache Offseason sehe - im Heinz-Field gibt es nicht zu holen, sollte sich Big Ben nicht verletzen. Zumal die Steeler gerade aus der Bye-Week kommen.

      L 17-31
      Record: 3-5

      Week 9 Browns vs Chiefs

      Ein Spiel, dass man gewinnen kann. Aber ich erwarte von den Chiefs eine der explosivsten Offenses der Liga um Mahomes, Hunt, Hill & Kelce. Defensiv sind die Chiefs verwundbar (LB, CB), aber das ist so ein Spiel bei dem ich unserer Offense nicht genügend Plays zutraue, um im Spiel zu bleiben.

      L 21-31
      Record: 3-6

      Week 10 Browns vs Falcons

      Die NFC South ist einfach eine bockstarke Division. Ich habe die Falcons sehr weit oben auf meinem Superbowl-Zettel. Ein Team wie die Falcons kommt mindestens ein Jahr zu früh für uns. Nach dieser Serie an Niederlagen erwarte ich auch deutlichere Rufe nach Baker Mayfield…und dem Kopf von Hue Jackson.

      L 14-24
      Record: 3-7

      Week 11: Bye Week

      Mich würde es sehr überraschen, wenn die Browns zur Bye-Week noch in irgendeiner Art um die Division/Playoffs kämpfen. Ab diesem Punkt wird sicherlich in die Zukunft geschaut.


      Week 12 Browns @ Bengals

      Das erste Spiel gegen die Bengals erst in Week 12 – und mich würde es nicht wundern, wenn es nach der Bye-Week der offizielle Beginn der „Mayfield-Ära“ ist – da MUSS es einen Sieg geben. Ähnlich wie die Ravens sehe ich auch die Bengals auf dem absteigenden Ast. Marvin Jones vermutlich letzte Saison mit einem Team, welches für mich der Inbegriff der Durchschnittlichkeit ist – mit Ausnahme der O-Line, die weiter eine der schwächsten der Liga ist.

      W 20-17
      Record 4-7


      Week 13 Browns @ Texans

      Zwei Top-Defenses und zwei Playmaker-QB´s gegeneinander. Die Texans und die Browns haben doch einige Parallelen. Das Spiel kann in beide Richtungen gehen – ich gebe hier den Texans mit der leicht erfahreneren Defense und Heimvorteil den W.

      L 13-14
      Record 4-8

      Week 14 Browns vs. Panthers

      Einfache Geschichte – ich sehe die Panthers zu diesem Zeitpunkt mitten im Kampf um die Playoffs. Gegen die Panthers haben wir seit 2014 nicht mehr gespielt. Mir gefallen hier die Matchups insgesamt einfach nicht. Starke Run-D mit einem der besten LB-Corps der Liga zwingt uns zu vielen Pässen. Loss

      L 19-28
      Record 4-9

      Week 15 Browns @ Broncos

      Sollte Mayfield tatsächlich ab der Bye-Week spielen erwarten ihn bockstarke Defenses. Die Broncos werden besser sein als in 2017. Von Miller & Chubb sowie die modifizierte, aber immer noch starke No-Fly-Zone sind zu viel für unserer Offense und speziell die Tackles.

      L 16-24
      Record 4-10

      Week 16 Browns vs. Bengals

      Sweep gegen die Bengals. Wie schon erwähnt sehe ich die Bengals vor einer schweren Übergangssaison. Die Browns dagegen grooven sich gegen frustrierte Bengalen für die Zukunft ein.

      W 23-13
      Record 5-10

      Week 17 Browns @ Ravens

      Die Ravens könnten zu dem Zeitpunkt noch im Playoff-Race sein. Wenn nicht, ist hier durchaus noch ein Sieg mehr möglich.

      L 17-20
      Record 5-11

      --------------------------

      Fazit: Nein, die Browns erwarte ich nicht als Playoff-Contender. Dafür stimmt für mich noch zu vieles rund um das Coaching-Staff nicht und dafür gibt es noch zu viele Baustellen an wichtigen Positionen (LT, Secondary,..). Dennoch erwarte ich einen deutlichen Schritt nach vorn und eine Saison, die an vielen Punkten Mut macht. Als absolutes Ceiling sehe ich ein 8-8, dafür muss aber wirklich alles passen. Realistisch irgendetwas zwischen 3-13 und 5-11. Wenn wir darunter liegen sollten…ach nee daran will ich nicht denken.

      Abschließende Predictons:
      • Baker Mayfield startet spätestens ab Week 12
      • Die Browns starten mindestens 3 unterschiedliche Spieler auf LT und bekommen keine Konstanz in die O-Line
      • TE David Njoku hat sein Breakout-Year mit mind.7 TD´s bei über 750 Yards
      • Hue Jackson wird spätestens am Tag nach dem Black-Monday kein Browns-Head-Coach mehr sein
      Ich freu mich auf die Browns in 2018!

      Go Browns!
      "And when that turnaround happens, wherever I am, I will smile – more than a little bittersweetly – and say, to myself, “Go Browns!”
      Sashi Brown - GM of the Cleveland Browns 2016-2017.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Mike09 ()

    • Tolle Beiträge! Mich hat es nur überrascht, dass du Taylor eine 4 gibst. Ich hätte eher zu einer 3 tendiert.

      Die Frage der Performance ist vor allem, inwiefern das Team zusammenfinden wird und die ersten Spiele laufen. Je nach Situation kann ich mir bei Hue eine Kurzschlussreaktion in Bezug auf Mayfield als Starter leider vorstellen.
    • Scipio schrieb:

      Mich hat es nur überrascht, dass du Taylor eine 4 gibst. Ich hätte eher zu einer 3 tendiert.
      Das spiegelt keine Schulnote wieder, sondern eine Einordnung im Vergleich zu den 31 anderen Starting-QB´s. Und da muss ich einfach sagen, dass Tyrod da nicht Top-20 ist. Und wie gesagt, Tyrod ist dennoch ein massives Upgrade - aber nach dem was ich gesehen habe sehe ich wie die Bills keinen Franchise-QB in TT.


      Scipio schrieb:



      Die Frage der Performance ist vor allem, inwiefern das Team zusammenfinden wird und die ersten Spiele laufen. Je nach Situation kann ich mir bei Hue eine Kurzschlussreaktion in Bezug auf Mayfield als Starter leider vorstellen.
      Völlig richtig. Neues Offensiv-Playbook, auf ganz vielen Kernpositionen neue Spieler (QB, LT, WR,..), neuer Offensive Coordinator. Da erwarte ich fast die üblichen Schmerzen einer uneingespielten Offense. Defensiv gibt es sicher mehr Stabilität dank Konstanz in der D-Line, Linebackern und dem Coaching-Staff.

      Mayfield würde ich wünschen, dass er genügend Zeit bekommt um sich under center wohl zu fühlen. Er ist zweifellos mehr NFL-Ready als Kizer im Vorjahr. Da ich uns nicht als Playoff-Team sehe, sollte er dennoch erste Snaps spätestens zum Saisonende sehen.
      "And when that turnaround happens, wherever I am, I will smile – more than a little bittersweetly – and say, to myself, “Go Browns!”
      Sashi Brown - GM of the Cleveland Browns 2016-2017.
    • Vielen Dank für die Preview @Mike09
      Und auch danke, dass Du die Season 2017 nochmal aufgegriffen hast. War bestimmt nicht ganz leicht ;)

      Unser Roster liest sich auf vielen Positionen nicht schlecht. Auf die Offense bin ich gespannt. Frei nach dem Motto "Alles neu macht der Mai die Offseason" gab es hier ja viele Veränderungen. Wie harmonieren Landry und Taylor? Was passiert mit Gordon? Wie werden unsere RBs performen? Ich würde es ebenfalls sehr begrüßen, wenn Njoku sein Breakout-Year, wie von dir beschrieben, bekommt!

      In der Defense werden meine Augen oft auf Ward gerichtet sein. Spannende Frage wird sein, ob er gegen die WR in der NFL bestehen kann. Er ist etwas leichter und kleiner, hat aber enorme Sprungkraft. Ich hoffe für ihn (und natürlich auch für uns), dass er nicht gleich verbrannt wird.

      Beim Record stimme ich Dir zu. Mit einem 5-11 wäre ich zufrieden.
      Ich glaube allerdings, dass wir direkt mit einer Überraschung in die neue Season starten und gegen die Steelers zu Hause gewinnen werden :evil:
    • Großartige Arbeit , ganz großes Kino.

      :bier:
      -Joe Banner: “Since Mike Lombardi and I are Moe and Larry, we set out to find Curly."
      (J.Banner at the press conference regarding the endless coach search)

      -Funny, so many Browns fans still clamor for the "safe pick" ignoring that all we've done for 15 years is the "safe pick".

      "And when that turnaround happens, wherever I am, I will smile – more than a little bittersweetly – and say, to myself, “Go Browns!”
      Sashi Brown. A Cleveland Brown,bleeding brown an orange.
    • maruso schrieb:



      Eine kleine Anmerkung noch von mir:

      Mike09 schrieb:

      Hubbard gilt als athletischer Guard,...
      Das sollte wohl "Tackle" heißen, oder?
      Ups. :toimonst: völlig richtig. Hubbard war bei den Steelers RT und wird das auch bei den Browns sein.

      Vielen Dank für die Anmerkung :bier:
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      Sashi Brown - GM of the Cleveland Browns 2016-2017.
    • Tolles Preview und realistische Einschätzung. :thumbup:

      Also irgendwas braut sich da in Cleveland zusammen :D . Vielleicht kommt der Erfolg nicht gleich aber
      mit der Zeit. Spannend wird sein, wie sich Mayfield entwickelt und wie sich das Team um ihn herum aufbaut.

      PS: Chris Hubbard, guter Mann und arbeitet hart! Wird euch verstärken.