Flaggen in der Preseason / Härte im Spiel

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    • Flaggen in der Preseason / Härte im Spiel

      pointi schrieb:

      wirklich schwer verträglich sind mittlerweile diese flaggen-feuerwerke. nun muss man schon nach jedem play das feld absuchen, ob einer der refs irgendwo einen gelben fetzen fallen hat lassen. ich weiß nicht, ob sich die nfl damit einen gefallen tut. für mich als zuseher ist das zeitweise nur mehr eine qual und das solls eigentlich nicht sein.
      Nö das tut sie nicht. Die Ratings werden -so das nur im Ansatz in der Reg Season so läuft- weiter einbrechen (werden sie eh ein bisschen was mit veränderten Sehverhalten zu tun hat..) und man wirds wahrscheinlich wieder auf die Hymnen Proteste schieben und weiter machen...

      Im Grunde liegt es daran das eine ehrliche Debatte fehlt. Football ist ein brutaler Sport. Football zu spielen ist gesundheitlich nicht die beste Sache die man machen kann.
      Das bedeutet ja nicht , dass man nicht versuchen soll die Sicherheit zu verbessern, nur zu glauben man könnte das Spiel gesundheitlich verträglich machen wie Schach (übertrieben formuliert; ohne den Sport komplett zu entkernen ) ist halt reichlich naiv..Und wenn man sieht das der Vikings Defender fürs Footballspielen 20.000 USD blechen muss (eigentlich ist das ganze ja nen gutes System der NFL um ihren Angestellten das Geld aus der Tasche zu ziehen..) hat man wenig Lust auf die reguläre Spielzeit.

      Im Endeffekt verstehe ich nicht warum nicht jeder Spieler der in der NFL spielt einen ehrlichen Aufklärungszettel über die Risiken des Sports unterschreibet - mit Maßnahmen der NFL um verschiedene Dinge zu verhindern (gerne auch mit einem Fond Topf für Spieler die nach der Karriere arg in Not geraten ;könnte man die Strafen ja für verwenden) - (bessere Helme, unterbinden von Helmet to Helmet ist, starke nachträgliche Sperren dafür usw.) und dann geht man an die Arbeit. Es wird nämlich niemand gezwungen diesen Sport zu betreiben..

      Ach ja und was dann in der Sicherheitsdebatte komplett fehlt ist das Thema Doping. Und damit meine ich nicht das Thema Helmet to Helmet etc. Aber es wäre dem Sport sehr gediegen, wenn 270 pfund LB nicht wie Speedy Gonzales übers Feld turnen können... Aber solange man für die erste PED 4 Spiele bekommt (und man muss ja schon sehr blöd sein um sich erwischen zu lassen) scheint es keinerlei Interesse zu geben hier was zu tun...
      Zvi Rex : „Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen
    • Mile High 81 schrieb:

      pointi schrieb:

      wirklich schwer verträglich sind mittlerweile diese flaggen-feuerwerke. nun muss man schon nach jedem play das feld absuchen, ob einer der refs irgendwo einen gelben fetzen fallen hat lassen. ich weiß nicht, ob sich die nfl damit einen gefallen tut. für mich als zuseher ist das zeitweise nur mehr eine qual und das solls eigentlich nicht sein.
      Nö das tut sie nicht. Die Ratings werden -so das nur im Ansatz in der Reg Season so läuft- weiter einbrechen (werden sie eh ein bisschen was mit veränderten Sehverhalten zu tun hat..) und man wirds wahrscheinlich wieder auf alberne Hymnen Proteste schieben und weiter machen...
      Im Grunde liegt es daran das eine ehrliche Debatte fehlt. Football ist ein brutaler Sport. Football zu spielen ist gesundheitlich nicht die beste Sache die man machen kann.
      Das bedeutet ja nicht , dass man nicht versuchen soll die Sicherheit zu verbessern, nur zu glauben man könnte das Spiel gesundheitlich verträglich machen wie Schach (übertrieben formuliert; ohne den Sport komplett zu entkernen ) ist halt reichlich naiv..Und wenn man sieht das der Vikings Defender fürs Footballspielen 20.000 USD blechen muss (eigentlich ist das ganze ja nen gutes System der NFL um ihren Angestellten das Geld aus der Tasche zu ziehen..) hat man wenig Lust auf die reguläre Spielzeit.

      Im Endeffekt verstehe ich nicht warum nicht jeder Spieler der in der NFL spielt einen ehrlichen Aufklärungszettel über die Risiken des Sports unterschreibet - mit Maßnahmen der NFL um verschiedene Dinge zu verhindern (gerne auch mit einem Fond Topf für Spieler die nach der Karriere arg in Not geraten ;könnte man die Strafen ja für verwenden) - (bessere Helme, unterbinden von Helmet to Helmet ist, starke nachträgliche Sperren dafür usw.) und dann geht man an die Arbeit. Es wird nämlich niemand gezwungen diesen Sport zu betreiben..

      Ach ja und was dann in der Sicherheitsdebatte komplett fehlt ist das Thema Doping. Und damit meine ich nicht das Thema Helmet to Helmet etc. Aber es wäre dem Sport sehr gediegen, wenn 270 pfund LB nicht wie Speedy Gonzales übers Feld turnen können... Aber solange man für die erste PED 4 Spiele bekommt (und man muss ja schon sehr blöd sein um sich erwischen zu lassen) scheint es keinerlei Interesse zu geben hier was zu tun...
      Finde ich jetzt ziemlich übertrieben. Dass in der Pre-Season anders gepfiffen wird, vor allem wenn die Regeln verändert wurden, ist für mich komplett nachzuvollziehen. Und man merkt ja schon in Woche 3 dass die Fouls weniger werden, als auch die Flags weniger werden. Das Ganze braucht natürlich eine gewisse Zeit, aber wenn ich Rodney Harrison höre, wie er davon spricht, dass Football gleichbedeutend ist, mit diversen Kopfwehattacken und Sehstörungen und was weiß ich, dann kann ich den Schach-Vergleich nur als sehr arrogant ansehen. Hier geht es darum NFL Profis von massiven Schäden nach dem Sport zu bewahren - und das sind im Großteil keine alten Männer wenn die das Spiel beenden, die sind um die Mitte 30. Da ist das ganze Leben noch vor einem und dann aufgrund von 8 Jahren NFL ständig mit Beschwerden leben zu müssen (und mit den durchaus möglichen drastischen Folgen ... siehe Seau u.a.) kann es nicht sein. Und dann zu sagen 'ja niemand muss den Sport machen' ist auch ein wenig arg von oben betrachtet. Wenn Spieler dann nach 4 Spielzeiten retiren gibt's dafür ja auch wenig Verständnis, vor allem wenn das eigene Team einen hohen Pick dafür per Draft ausgegeben hat.

      Man will das Spiel gar nicht gesundheitlich verträglich machen "wie Schach" - aber man will die schweren Kopftreffer und das Nutzen der Helme als Waffe aus dem Spiel bringen und das kann ich nur begrüßen. Der Helm soll als Schutz dienen und nicht als zusätzliches Mittel für harte Hits. Im Moment ist aber genau das nicht der Fall.

      Was die Athletik und Doping betrifft - das ist ein komplexes Thema, das man durchaus diskutieren kann. Nur hat sich die Athletik heute auch dank anderer Trainingsmethoden und Möglichkeiten so komplett verändert, dass man da kaum die Uhr groß zurückdrehen kann.

      Und was die Ratings anbelangt - die NFL ist immer noch meilenweit das größte Zugpferd für alle Sender. FOX hat gerade das Thursday-Night-Paket (aka die schlechtesten Spiele der Woche) für 3,3 Milliarden gekauft. Wohlgemerkt FOX Sports zu denen auch FOX News aka Trumps Lieblingssender und so ziemlich das konservativste aller Zuschauer gehört. Dass die Ratings fallen liegt an vielen Dingen (u.a. die veränderten Sehgewohnheiten und das immer mehr an Bedeutung verlierende TV im Vergleich zu Streaminganbietern), aber daran dass es nicht mehr krawumm macht ... daran glaub ich nicht wirklich.
      "Jason Witten is the standard as a person and as a football player" (Jason Garrett)
    • aikman schrieb:

      Mile High 81 schrieb:

      pointi schrieb:

      wirklich schwer verträglich sind mittlerweile diese flaggen-feuerwerke. nun muss man schon nach jedem play das feld absuchen, ob einer der refs irgendwo einen gelben fetzen fallen hat lassen. ich weiß nicht, ob sich die nfl damit einen gefallen tut. für mich als zuseher ist das zeitweise nur mehr eine qual und das solls eigentlich nicht sein.
      Nö das tut sie nicht. Die Ratings werden -so das nur im Ansatz in der Reg Season so läuft- weiter einbrechen (werden sie eh ein bisschen was mit veränderten Sehverhalten zu tun hat..) und man wirds wahrscheinlich wieder auf alberne Hymnen Proteste schieben und weiter machen...Im Grunde liegt es daran das eine ehrliche Debatte fehlt. Football ist ein brutaler Sport. Football zu spielen ist gesundheitlich nicht die beste Sache die man machen kann.
      Das bedeutet ja nicht , dass man nicht versuchen soll die Sicherheit zu verbessern, nur zu glauben man könnte das Spiel gesundheitlich verträglich machen wie Schach (übertrieben formuliert; ohne den Sport komplett zu entkernen ) ist halt reichlich naiv..Und wenn man sieht das der Vikings Defender fürs Footballspielen 20.000 USD blechen muss (eigentlich ist das ganze ja nen gutes System der NFL um ihren Angestellten das Geld aus der Tasche zu ziehen..) hat man wenig Lust auf die reguläre Spielzeit.

      Im Endeffekt verstehe ich nicht warum nicht jeder Spieler der in der NFL spielt einen ehrlichen Aufklärungszettel über die Risiken des Sports unterschreibet - mit Maßnahmen der NFL um verschiedene Dinge zu verhindern (gerne auch mit einem Fond Topf für Spieler die nach der Karriere arg in Not geraten ;könnte man die Strafen ja für verwenden) - (bessere Helme, unterbinden von Helmet to Helmet ist, starke nachträgliche Sperren dafür usw.) und dann geht man an die Arbeit. Es wird nämlich niemand gezwungen diesen Sport zu betreiben..

      Ach ja und was dann in der Sicherheitsdebatte komplett fehlt ist das Thema Doping. Und damit meine ich nicht das Thema Helmet to Helmet etc. Aber es wäre dem Sport sehr gediegen, wenn 270 pfund LB nicht wie Speedy Gonzales übers Feld turnen können... Aber solange man für die erste PED 4 Spiele bekommt (und man muss ja schon sehr blöd sein um sich erwischen zu lassen) scheint es keinerlei Interesse zu geben hier was zu tun...
      Finde ich jetzt ziemlich übertrieben. Dass in der Pre-Season anders gepfiffen wird, vor allem wenn die Regeln verändert wurden, ist für mich komplett nachzuvollziehen. Und man merkt ja schon in Woche 3 dass die Fouls weniger werden, als auch die Flags weniger werden. Das Ganze braucht natürlich eine gewisse Zeit, aber wenn ich Rodney Harrison höre, wie er davon spricht, dass Football gleichbedeutend ist, mit diversen Kopfwehattacken und Sehstörungen und was weiß ich, dann kann ich den Schach-Vergleich nur als sehr arrogant ansehen. Hier geht es darum NFL Profis von massiven Schäden nach dem Sport zu bewahren - und das sind im Großteil keine alten Männer wenn die das Spiel beenden, die sind um die Mitte 30. Da ist das ganze Leben noch vor einem und dann aufgrund von 8 Jahren NFL ständig mit Beschwerden leben zu müssen (und mit den durchaus möglichen drastischen Folgen ... siehe Seau u.a.) kann es nicht sein. Und dann zu sagen 'ja niemand muss den Sport machen' ist auch ein wenig arg von oben betrachtet. Wenn Spieler dann nach 4 Spielzeiten retiren gibt's dafür ja auch wenig Verständnis, vor allem wenn das eigene Team einen hohen Pick dafür per Draft ausgegeben hat.
      Man will das Spiel gar nicht gesundheitlich verträglich machen "wie Schach" - aber man will die schweren Kopftreffer und das Nutzen der Helme als Waffe aus dem Spiel bringen und das kann ich nur begrüßen. Der Helm soll als Schutz dienen und nicht als zusätzliches Mittel für harte Hits. Im Moment ist aber genau das nicht der Fall.

      Was die Athletik und Doping betrifft - das ist ein komplexes Thema, das man durchaus diskutieren kann. Nur hat sich die Athletik heute auch dank anderer Trainingsmethoden und Möglichkeiten so komplett verändert, dass man da kaum die Uhr groß zurückdrehen kann.

      Und was die Ratings anbelangt - die NFL ist immer noch meilenweit das größte Zugpferd für alle Sender. FOX hat gerade das Thursday-Night-Paket (aka die schlechtesten Spiele der Woche) für 3,3 Milliarden gekauft. Wohlgemerkt FOX Sports zu denen auch FOX News aka Trumps Lieblingssender und so ziemlich das konservativste aller Zuschauer gehört. Dass die Ratings fallen liegt an vielen Dingen (u.a. die veränderten Sehgewohnheiten und das immer mehr an Bedeutung verlierende TV im Vergleich zu Streaminganbietern), aber daran dass es nicht mehr krawumm macht ... daran glaub ich nicht wirklich.

      Ich sehs eher wie @Mile High 81. Es ist einfach eine falsche Doppelmoral, wenn man versucht das Spiel mit flags & neuen Regeln sicherer zu gestalten, während Doping im großen Stil keine Rolle spielt. Wobei ich diese Helmet to Helmet rule eh ganz ok finde, nur in manchen Situationen kann der Defender nichts für einen Helmkontakt, vorallem wenn sich der Offender dann auch noch nach vorne beugt....

      Vor allem halt ich nichts von "Prävention durch Flags" weil ja das "Foul" doch vorkommt und der getackelte Spieler dann nix davon hat, wenn es danach ne Flag gibt: Die Concussion ist trotzdem schon passiert.

      Meine Meinung ist die gleiche wie die von @Mile High 81: Keiner muss Football spielen und dass es ein brutaler Sport ist, weiß man nicht erst seit gestern. Wer das Risiko eingeht, muss damit leben können. Ich find die versuche der NFL aber auch der NHL lächerlich, aber verständlich ein brutales Spiel sicherer zu machen, weil man ja auch Nachschub braucht an Talenten, die ihren Körper aufs Spiel setzen. Mittlerweile ist es ja so, dass viele Eltern ihre Kinder lieber zum Soccer schicken als zum Flagfootball....

      Wenn man Football sicherer machen will und man bleibende Schäden der Spieler als high Priority vermeiden will, dann muss die NFL zu einer Flagfootball-League werden. Das meine ich jetzt ernst. Alles andere ist inkonsequent und Augenauswischerei. Doch wer schaut sich dass dann noch an und va.: Wie dann die Einschaltquoten sind wenn man die physische Härte dem Spiel nimmt?

      Eines ist klar: Der Weg den die NFL zur Zeit geht - nämlich für alle möglichen clean hits Strafen zu verteilen, siehe Preseason (wobei ich hoffe dass es in der regular season besser wird) ist ein Weg, der in eine Sackgasse führt und das Spiel noch uninteressanter macht als Flagfootball.

      PS.: Als Alternative sehe ich noch dass man Gewichtsobergrenzen auf diversen Positionen einführt (zB LB, beide Lines, RB usw) aber das will ja die NFL auch nicht.....

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Neo ()

    • Neo schrieb:

      aikman schrieb:

      Mile High 81 schrieb:

      pointi schrieb:

      wirklich schwer verträglich sind mittlerweile diese flaggen-feuerwerke. nun muss man schon nach jedem play das feld absuchen, ob einer der refs irgendwo einen gelben fetzen fallen hat lassen. ich weiß nicht, ob sich die nfl damit einen gefallen tut. für mich als zuseher ist das zeitweise nur mehr eine qual und das solls eigentlich nicht sein.
      Nö das tut sie nicht. Die Ratings werden -so das nur im Ansatz in der Reg Season so läuft- weiter einbrechen (werden sie eh ein bisschen was mit veränderten Sehverhalten zu tun hat..) und man wirds wahrscheinlich wieder auf alberne Hymnen Proteste schieben und weiter machen...Im Grunde liegt es daran das eine ehrliche Debatte fehlt. Football ist ein brutaler Sport. Football zu spielen ist gesundheitlich nicht die beste Sache die man machen kann.Das bedeutet ja nicht , dass man nicht versuchen soll die Sicherheit zu verbessern, nur zu glauben man könnte das Spiel gesundheitlich verträglich machen wie Schach (übertrieben formuliert; ohne den Sport komplett zu entkernen ) ist halt reichlich naiv..Und wenn man sieht das der Vikings Defender fürs Footballspielen 20.000 USD blechen muss (eigentlich ist das ganze ja nen gutes System der NFL um ihren Angestellten das Geld aus der Tasche zu ziehen..) hat man wenig Lust auf die reguläre Spielzeit.

      Im Endeffekt verstehe ich nicht warum nicht jeder Spieler der in der NFL spielt einen ehrlichen Aufklärungszettel über die Risiken des Sports unterschreibet - mit Maßnahmen der NFL um verschiedene Dinge zu verhindern (gerne auch mit einem Fond Topf für Spieler die nach der Karriere arg in Not geraten ;könnte man die Strafen ja für verwenden) - (bessere Helme, unterbinden von Helmet to Helmet ist, starke nachträgliche Sperren dafür usw.) und dann geht man an die Arbeit. Es wird nämlich niemand gezwungen diesen Sport zu betreiben..

      Ach ja und was dann in der Sicherheitsdebatte komplett fehlt ist das Thema Doping. Und damit meine ich nicht das Thema Helmet to Helmet etc. Aber es wäre dem Sport sehr gediegen, wenn 270 pfund LB nicht wie Speedy Gonzales übers Feld turnen können... Aber solange man für die erste PED 4 Spiele bekommt (und man muss ja schon sehr blöd sein um sich erwischen zu lassen) scheint es keinerlei Interesse zu geben hier was zu tun...
      Finde ich jetzt ziemlich übertrieben. Dass in der Pre-Season anders gepfiffen wird, vor allem wenn die Regeln verändert wurden, ist für mich komplett nachzuvollziehen. Und man merkt ja schon in Woche 3 dass die Fouls weniger werden, als auch die Flags weniger werden. Das Ganze braucht natürlich eine gewisse Zeit, aber wenn ich Rodney Harrison höre, wie er davon spricht, dass Football gleichbedeutend ist, mit diversen Kopfwehattacken und Sehstörungen und was weiß ich, dann kann ich den Schach-Vergleich nur als sehr arrogant ansehen. Hier geht es darum NFL Profis von massiven Schäden nach dem Sport zu bewahren - und das sind im Großteil keine alten Männer wenn die das Spiel beenden, die sind um die Mitte 30. Da ist das ganze Leben noch vor einem und dann aufgrund von 8 Jahren NFL ständig mit Beschwerden leben zu müssen (und mit den durchaus möglichen drastischen Folgen ... siehe Seau u.a.) kann es nicht sein. Und dann zu sagen 'ja niemand muss den Sport machen' ist auch ein wenig arg von oben betrachtet. Wenn Spieler dann nach 4 Spielzeiten retiren gibt's dafür ja auch wenig Verständnis, vor allem wenn das eigene Team einen hohen Pick dafür per Draft ausgegeben hat.Man will das Spiel gar nicht gesundheitlich verträglich machen "wie Schach" - aber man will die schweren Kopftreffer und das Nutzen der Helme als Waffe aus dem Spiel bringen und das kann ich nur begrüßen. Der Helm soll als Schutz dienen und nicht als zusätzliches Mittel für harte Hits. Im Moment ist aber genau das nicht der Fall.

      Was die Athletik und Doping betrifft - das ist ein komplexes Thema, das man durchaus diskutieren kann. Nur hat sich die Athletik heute auch dank anderer Trainingsmethoden und Möglichkeiten so komplett verändert, dass man da kaum die Uhr groß zurückdrehen kann.

      Und was die Ratings anbelangt - die NFL ist immer noch meilenweit das größte Zugpferd für alle Sender. FOX hat gerade das Thursday-Night-Paket (aka die schlechtesten Spiele der Woche) für 3,3 Milliarden gekauft. Wohlgemerkt FOX Sports zu denen auch FOX News aka Trumps Lieblingssender und so ziemlich das konservativste aller Zuschauer gehört. Dass die Ratings fallen liegt an vielen Dingen (u.a. die veränderten Sehgewohnheiten und das immer mehr an Bedeutung verlierende TV im Vergleich zu Streaminganbietern), aber daran dass es nicht mehr krawumm macht ... daran glaub ich nicht wirklich.

      Wenn man Football sicherer machen will und man bleibende Schäden der Spieler als high Priority vermeiden will, dann muss die NFL zu einer Flagfootball-League werden. Das meine ich jetzt ernst. Alles andere ist inkonsequent und Augenauswischerei. Doch wer schaut sich dass dann noch an und va.: Wie dann die Einschaltquoten sind wenn man die physische Härte dem Spiel nimmt?
      Viel zu übertrieben. Einfach Rugby Spiele angucken, da sieht man wie richtig getackelt wird. Einer der Coaches (ich glaub aus Buffalo war es) hat es doch richtig gesagt: Es gibt Tackling-Methoden, bei denen du gar nicht in Versuchung kommst den Kopf als Waffe zu benutzen. Das ist einfach nur Lerneffekt - das saubere Tackeln wurde durch diese ganzen Highlight-Hits (und daran hat die NFL auch Mitschuld, weil solche Knockout-Hits teilweise glorifiziert wurden) vergessen. Wenn man das von klein auf lernt, dann wird dieser Sport auf Dauer nicht nur sicherer sonderen auch überlebensfähig. Denn machen wir uns nichts vor: Je schwerer die Hits werden (und es ist nur eine Frage der Zeit bis auf dem Platz mal einer stirbt), desto dramatischer sinkt die Kurve der Eltern, die ihre Kinder zum Football schicken. Und wenn selbst ehemalige NFLer heute sagen, dass sie ihren Kindern davon abraten - dann weiß man Bescheid.

      Man kann auch sauber hart und physisch Football spielen und tackeln ohne dass man dabei Gehirnerschütterungen und langjährige Schäden nach dem Sport als 'gegeben' annimmt. Die NFL hat viele Wandlungen durchgemacht - vom Headslap, zum Clothesline zum Launching beim Tackeln - auch das Tackeln ohne Helm gehört eben nun dazu. Und es wird eher dazu führen, dass der Sport eine Überlebenschance hat.
      "Jason Witten is the standard as a person and as a football player" (Jason Garrett)
    • Sorry wenn wir den Raiders Thread mit dem Thema zu spamen aber das habe ich eben von Peter King gelesen:


      In the Hall of Fame game and first two full preseason weekends, officials called 51 of the new helmet fouls in 33 games. This weekend, after the league clarified the rule and eliminated inadvertent or incidental contact as fouls, there were nine fouls in 14 games. Before the change: 1.55 helmet calls per game. After the change: 0.64 calls per game. Seems telling, but neither of these numbers should be taken as gospel because the sample size is too small....


      One more number here. Riveron confirmed to me that 40 of the first 51 flags were correct calls after the league’s video review. FOX’s Mike Pereira made a smart point about that. “So it’s 40 legitimate calls in [34] games, with a lot of the fouls made by guys who aren’t going to be on teams when the season starts, the less-skilled players who are more apt to make plays like this because they’re playing so aggressively trying to make the team,” Pereira said. “We’re overreacting here. I think by Week 2 of the regular season we’re going to be more concerned about what is a catch than the helmet thing.”
      Excuses are for losers!
    • aikman schrieb:

      Man will das Spiel gar nicht gesundheitlich verträglich machen "wie Schach" - aber man will die schweren Kopftreffer und das Nutzen der Helme als Waffe aus dem Spiel bringen und das kann ich nur begrüßen. Der Helm soll als Schutz dienen und nicht als zusätzliches Mittel für harte Hits. Im Moment ist aber genau das nicht der Fall.
      Das Schach habe ich bewusst überspitzt geschrieben. Wenn es darum geht, Kopftreffer zu verhindern habe ich auch kein Problem damit(wie glaube ich kaum jemand hier) . Aber am Ende - fehlt mir- wie bereits oben geschrieben die Ehrlichkeit in der Debatte. den selbst, wenn man Kopftreffer abschafft kann man immer noch -. beim saubersten Tackle der Welt-mit dem, kopf auf den Boden schlagen usw. Und darum ging es mir. Football wird gefährlich bleiben egal wie sicher man es gestaltet..


      aikman schrieb:

      Was die Athletik und Doping betrifft - das ist ein komplexes Thema, das man durchaus diskutieren kann. Nur hat sich die Athletik heute auch dank anderer Trainingsmethoden und Möglichkeiten so komplett verändert, dass man da kaum die Uhr groß zurückdrehen kann.

      Ähm eigentlich ist da nichts komplexes dran.
      Natürlich ist die Athletik (und Trainingslehre) heute eine andere als in den 80igern, aber ich kann doch nicht oben fordern das man den Sport sicher gestalten soll, und auf der anderen Seite juckt es niemanden wenn 3/4 der Liga "rotzevoll mit PED" (ich übertreibe wieder) durch die Gegend turnt und damit den Sport auf ein physisch komplett anders Level hebt (von den gesundheitlichen Nebenwirkungen von PED ) mal ganz zu schweigen
      Zvi Rex : „Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen
    • Wenn man gegen das Doping vorgehen würde und von mir aus Gewichtsobergrenzen für alle Positionen einführt, dann würde man den Sport auf einen Schlag viel ungefährlicher machen - ein Restrisiko wird aber immer bleiben wie @Mile High 81 ausgeführt hat. Football ist und bleibt ein brutaler, gefährlicher Sport und auch deswegen schauen manche Leute zu.

      Es macht einfach einen Unterschied ob zwei mit steroiden vollgepumpte O/D Liner aufeinander krachen oder einfach zwei normal trainierte Menschen. 10 - 20 kg weniger bedeuten schon ein vielfaches weniger Wucht, ohne das Spektakel zu verringern.....
    • Mile High 81 schrieb:

      pointi schrieb:

      wirklich schwer verträglich sind mittlerweile diese flaggen-feuerwerke. nun muss man schon nach jedem play das feld absuchen, ob einer der refs irgendwo einen gelben fetzen fallen hat lassen. ich weiß nicht, ob sich die nfl damit einen gefallen tut. für mich als zuseher ist das zeitweise nur mehr eine qual und das solls eigentlich nicht sein.
      Nö das tut sie nicht. Die Ratings werden -so das nur im Ansatz in der Reg Season so läuft- weiter einbrechen (werden sie eh ein bisschen was mit veränderten Sehverhalten zu tun hat..) und man wirds wahrscheinlich wieder auf alberne Hymnen Proteste schieben und weiter machen...
      Im Grunde liegt es daran das eine ehrliche Debatte fehlt. Football ist ein brutaler Sport. Football zu spielen ist gesundheitlich nicht die beste Sache die man machen kann.
      Das bedeutet ja nicht , dass man nicht versuchen soll die Sicherheit zu verbessern, nur zu glauben man könnte das Spiel gesundheitlich verträglich machen wie Schach (übertrieben formuliert; ohne den Sport komplett zu entkernen ) ist halt reichlich naiv..Und wenn man sieht das der Vikings Defender fürs Footballspielen 20.000 USD blechen muss (eigentlich ist das ganze ja nen gutes System der NFL um ihren Angestellten das Geld aus der Tasche zu ziehen..) hat man wenig Lust auf die reguläre Spielzeit.

      Im Endeffekt verstehe ich nicht warum nicht jeder Spieler der in der NFL spielt einen ehrlichen Aufklärungszettel über die Risiken des Sports unterschreibet - mit Maßnahmen der NFL um verschiedene Dinge zu verhindern (gerne auch mit einem Fond Topf für Spieler die nach der Karriere arg in Not geraten ;könnte man die Strafen ja für verwenden) - (bessere Helme, unterbinden von Helmet to Helmet ist, starke nachträgliche Sperren dafür usw.) und dann geht man an die Arbeit. Es wird nämlich niemand gezwungen diesen Sport zu betreiben..

      Ach ja und was dann in der Sicherheitsdebatte komplett fehlt ist das Thema Doping. Und damit meine ich nicht das Thema Helmet to Helmet etc. Aber es wäre dem Sport sehr gediegen, wenn 270 pfund LB nicht wie Speedy Gonzales übers Feld turnen können... Aber solange man für die erste PED 4 Spiele bekommt (und man muss ja schon sehr blöd sein um sich erwischen zu lassen) scheint es keinerlei Interesse zu geben hier was zu tun...

      Leicht angepasst völlige Zustimmung!

      Es wird versucht, vermeidbare Verletzungen durch Regelanpassung herauszunehmen. Richtig und wichtig. Dass jedoch einige falsche Flags dabei kamen, ist eine andere Story.
      Jedoch wird es immer Verletzungen im Football geben, auch besonders schlimme. Darüber sollte man ehrlich, wie du es gesagt hast, kommunizieren. Dies sollte man den Spielern klar machen.
      Denn wie du schon sagtest: Es wird keiner gezwungen, NFL-Profi zu werden. Das wäre ungefähr so, als würde man sich wundern, als Soldat im Dienst zu sterben.
      Ehrlich sollten aber auch die Fans sein: Ich mag Football u.a. wegen der Hits (wobei ich ja witzigerweise aich mehr und mehr Rugby aufgrund des vernünftigen Tacklings schaue). MMA hat ja auch keine Zuschauer, weill man den Maschendrahtzaun so toll findet.

      trosty schrieb:

      Seahawk schrieb:

      Sorry wenn wir den Raiders Thread mit dem Thema zu spamen
      Ich habs mal ausgelagert.
      Danke dafür :bier:
      Ging völlig an mir vorbei.
    • Flags for the NFL's controversial helmet rule dropped significantly in Week 3 of the preseason, the first set of games after the league issued a narrow clarification of its intent, Kevin Seifert of ESPN reports.

      Overall, penalties for lowering the helmet to initiate contact dropped 64 percent, according to ESPN Stats & Information tracking. There were nine penalties in 16 games in Week 3, an average of 0.56 per game.

      In the first two weeks of the preseason, officials threw 51 flags in 33 games for an average of 1.55 per game.
      Was mir bei der ganzen Diskussion zu kurz kommt, ist die Tatsache, dass mit der Regel auch der Tackler geschützt werden soll. Und damit sind wir beim "Poster-Child' für diese Regel:

      image.jpg

      Genau dieses Form von Tackling hat die größte Gefahr in sich - für beide Beteiligten. Daher ist diese Regel ZWINGEND nötig.

      Dass es am Anfang (in der Pre-Season) ein paar Flags mehr gibt, geschenkt. Wenn es dafür weniger Fälle wie Shazier gibt, ist allen geholfen.

      Und bitte - dieses "wer NFL Football spielt ist selber Schuld" ist ein albernes Argument. Wir brauchen auch keine Gurte im Straßenverkehr, den "wer Auto fährt ist selber Schuld", oder? Die Formel I hat auch zahlreiche Regularien und Änderungen durchlaufen, damit der Sport so sicher wie möglich ist. Wollen wir denn wirklich so lange warten bis wir den ersten 'Senna' im Football haben - sprich den ersten Footballer der auf dem Platz umkommt? War der Fall Shazier nicht schon schlimm genug?
      "Jason Witten is the standard as a person and as a football player" (Jason Garrett)
    • Aikma schrieb:

      Und bitte - dieses "wer NFL Football spielt ist selber Schuld" ist ein albernes Argument. Wir brauchen auch keine Gurte im
      nein natürlich ist es kein Argument gegen mehr Sicherheit. Das hat auch niemand Behauptet
      Zvi Rex : „Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen
    • Ich sehe bei der neuen Regel ein wesentlich anderes Problem - die Auslegung. Die Refs werden diese Season durch noch mehr "kontroverse" Entscheidungen in den Mittelpunkt rücken. Schon tote Drives werden zu TDs, Gewinner zu Verlierern, etc.
    • nfl.com schrieb:

      The offseason angst over the revised helmet-to-helmet hitting policy slowed to a sputter as real games began.

      Through 14 regular season games -- with two Monday night tilts to be played -- referees penalized one player for a use of helmet foul, per league data.
      Chiefs safety Ron Parker was flagged for a hit on Chargers running back Austin Ekler in the first quarter of Sunday's game. Cincinnati Bengals safety Shawn Williams was ejected for unnecessary roughness, not the helmet rule.

      Sunday's lack of penalties continues a trend since the league clarified the new rule on Aug. 22, which noted that "inadvertent or incidental contact with the helmet and/or facemask is not a foul."

      During the first two weeks of preseason action, 51 helmet penalties were called. After the clarification, only 20 were called in the final two weeks of the preseason.
      "Jason Witten is the standard as a person and as a football player" (Jason Garrett)
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