Dallas Cowboys 2018 Preview

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    • Dallas Cowboys 2018 Preview

      DALLAS COWBOYS 2018
      Das Jahr 1 nach Jason Witten
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      RÜCKBLICK:
      Als NFC East Champion startete man in die Saison 2017, mit der Hoffnung den nächsten Schritt auf dem Weg zur ersten Lombardi Trophäe seit der Triplets-Zeiten zu machen. Und nach einem Stotterstart schien man auch die Kurve zu bekommen und startete eine Mini-Serie von 3 Siegen in Folge. Dann aber folgte der Knackpunkt in der Mitte der Saison, als den Cowboys wichtigste Leistungsträger aus diversen Gründen wegbrachen: RB Ezekiel Elliott verlor seinen Kampf für die Gerichtigkeit und wurde trotz mangelnder Beweise und berechtigter Zweifel für 6 Spiele gesperrt, LT Tyron Smith kämpfte mit Rückenbeschwerden und Defense-Playmaker und Chefstratege Sean Lee fiel ebenfalls aus. Ohne diese 3 wichtigen Säulen litten sowohl die Offense als auch die Defense und es folgten entscheidende Niederlagen gegen Atlanta, Philadelphia und die Los Angeles Chargers. Zwar konnte man danach noch einmal drei Siege in Folge verbuchen, doch am vorletzten Spieltag erloschen die letzten Playoff-Träume nach einer Pleite zu Hause gegen Seattle. Wieder einmal waren die Cowboys zur Postseason nur stiller Genießer am TV-Gerät und dann musste man auch noch mitansehen, wie der Rivale aus Philadelphia das Unmögliche möglich machte und mit einem Back-up QB den SuperBowl gewann. Insult to Injury nennt man das wohl...

      OFFSEASON:
      Trotz lautem Murren der Fans und erneut enttäuschten Erwartungen hielt Owner Jerry Jones am Top-Trio des Coaching-Staffs fest. Zwar wurde in den unteren Regionen deutlich Personal aufgemischt, doch das Dreiergestirn Garrett, Linehan und Marinelli bleibt auch 2018 erhalten. Zu den Coaches später mehr. Auch die Free Agent Phase fand mal wieder so gut wie ohne Beteiligung der Texaner statt, lediglich ein paar Verpflichtungen für die Tiefe des Rosters wurden getätigt, u.a. auf Wide Receiver. Die taten auch Not, denn die Cowboys beendeten das Vertragsverhältnis mit Dez Bryant und mussten im zweiten Jahr in Folge zusehen, wie einer der Team-Captains und Leader der Offense ins TV-Geschäft wechselte: Nach Tony Romo nun TE Jason Witten, der seit dem zweiten Spieltag 2003 ununterbrochen in jedem Spiel für seine Boys auf dem Feld stand. Er wird dieses Jahr als neuer Color-Kommentator bei ESPN Monday Night Football fungieren. Er hinterlässt damit im Roster eine riesige Lücke, nicht nur auf dem Feld, sondern vor allem auch im Lockerroom. Und dann schockte man am Cut-Off-Days noch einmal seine Fans, als der langjährige Kicker Dan 'Money' Bailey überraschend seinen Platz im Team verlor. Dazu gab es auch noch die Hiobsbotschaft, dass der Pro-Bowl Center Travis Frederick unter einer Immun-Krankheit leidet und wohl eine länger Zeit (Dauer ungewiss) ausfallen wird. All das sorgt nicht gerade für Zuversicht in Arlington.

      Im Draft zogen die Cowboys mit Leighton Vander Esch (Boise State) einen Linebacker, der mittelfristig in die Fußstapfen eines Sean Lee treten soll. Dazu fand man mit G Connor Williams und WR Michael Gallup in den Runden zwei und drei zwei Spieler, die bereits in ihrem Rookie-Jahr starten, bzw wichtige Catches beisteuern sollen. Mit TE Dalton Schultz hofft man, einen ähnlichen Glücksgriff getan zu haben, wie einst mit Witten. Dessen Lücke kann er natürlich nicht schließen und dementsprechend wird er wohl erst während der Spielzeit mehr und mehr Einsätze bekommen.

      Natürlich gibt es keine Cowboys-Offseason ohne Ärger für einige der Mitspieler: WR Terrance Williams wurde von der Polizei wegen Trunkenheit in der Öffentlichkeit verhaftet, mittlerweile aber von allen Angklagepunkten freigesprochen, D-Liner David Irving muss derweil für 4 Spiele aussetzen, wegen Drogenmissbrauch. Und zu guter Letzt erwichte es TE Gathers, als die Polizei wegen Marihuana-Besitz kurzzeitig unter Gewahrsam nahm. Möglicherweise folgt hier noch eine Strafe in den nächsten Wochen vom NFL Obersheriff.


      Die Pre-Season aus Sicht der Cowboy-Fans:



      DAS TEAM:

      COACHES:
      Wie schon oben kurz erwähnt, bleibt das Triumvirat um Head-Coach Jason Garrett, Offensive Coordinator Scott Linehan und Defensive Coordinater Rod Marinelli auch dieses Jahr bestehen. Dafür wurde in der nächsten Ebene der Coaches heftig gewerkelt: Wichtigster Zugang dabei ist Neu Defensive Back Coach Kris Richard, bekannt als einer der Verantwortlichen für die Legion of Boom in Seattle. Hinter vorgehaltener Hand wird er bereits als möglicher Nachfolger für Marinelli gehandelt, oder gar als Jason Garrett Nachfolger - zumindest wenn es nach vielen Cowboy-Fans geht. Jedenfalls erhofft man sich durch ihn, dass das junge, sehr talentierte Backfield der Cowboys einen Sprung nach vorne macht und ähnlich dominant wird, wie einst die Legion of Boom. Eine Änderung gibt es auch bei den Special Teams. Der langjährige Coach Rich Bisaccia folgte seinem ehemaligen Chef John Gruden nach Oakland und wird durch Keith O' Quinn ersetzt, der war die letzten 3 Jahre Bisaccia's Assistent.


      OFFENSE - Wenn die Cowboys im Ballbesitz sind:
      Wie schon in den beiden Vorjahren wird die Hauptlast der Cowboys Offense von deren Offense Line und RB Ezekiel Elliott getragen. Im Gegensatz zum Vorjahr verhielt sich letzterer in der Offseason wie ein Musterknabe und hinterließ im Camp einen exzellenten, motivierten Eindruck (die Pre-Season setzte er komplett aus). Ohne Dez Bryant und Jason Witten wird ihm nun noch mehr Verantwortung zukommen, und die Hoffnung besteht, dass Linehan ihn nun auch endlich ins Passing Game involviert. Die Fähigkeiten dafür bringt er ohne Frage mit. Geändert wurde die Offense zudem mit der Vorgabe auf QB Dak Prescott mehr zugeschnitten zu werden ('Dak-Friendly-Offense'). Jener hat seine Stärken dabei vor allem, wenn er nicht gezwungen wird auf einen bestimmten WR zu werfen, sondern möglichst viele Optionen hat. Und da gibt es nun einige neue Kandidaten: Aus Jacksonville kam Allen Hurns, am ehesten der Typ X-Receiver wie einst Dez. Dazu wurden mit Tavon Austin und Deonte Thompson zwei WR geholt, die sich vor allem durch Explosivität und Speed auszeichnen. Zusammen mit Rookie Michael Gallup und Terrance Williams sollen sie dafür sorgen, das Feld in die Länge zu ziehen und die Safeties der Gegner im hinteren Felddrittel zu binden. Daher wurde in der Offseason im Training auch fleißig tief geworfen. Im Slot steht weiterhin Cole Beasley. Ohne Jason Witten fehlt jedoch die zuverlässigste Anspielstation in der Mitte des Feldes - hier müssen Tight-Ends Geoff Swaim und Blake Jarwin versuchen sich Daks Vertrauen zu erarbeiten. Und natürlich Rico Gathers, der aber weiterhin nicht als Starter vorgesehen ist, weil er Defizite im Blocking aufweist - dies ist allerdings eine Notwendigkeit in der Offense der Cowboys. Der neue Fullback kommt aus Oakland: Jamize Olawale kann blocken, ist aber auch selber mit soliden Händen und Beweglichkeit ausgestattet, so dass er durchaus auch den ein oder anderen Ball bekommen sollte. Sollte Zeke eine Pause brauchen oder gar etwas zustoßen (wäre die Saison gelaufen) wird Rod Smith das Ei übernehmen.



      Kommen wir zu dem, was Dallas und den aktuellen Präsidenten der Vereinigten Staaten verbindet: Die Hoffnung auf eine Mauer. Bei der 'Wall' der Cowboys handelt es sich natürlich um die Offense Line, die allerdings ein paar Risse zeigte: LT Tyron Smith war zuletzt mit Rückenbeschwerden 2017 gehandicapt und sein Nachfolger erwies sich als große Hilfe für gegnerische Defensive Ends, auf der Suche nach rekordverdächtigen Statistiken (hierzu google man 'Clayborne, Adrian'). Chaz Green (so der Name des unglücklichen und unfähigen) erholte sich davon nicht mehr und wurde auch nach erneut miserabler Pre-Season entlassen. Als Swing-Tackle verpflichtete man in Dallas nun Cameron Fleming (also der Back-up für beide Tackle Positionen), doch auch der wankte auffällig in den Vorbereitungsspielen. Dazu fehlt wie bereits erwähnt für eine Weile Center Travis Frederick, der dafür sorgte, dass Cowboys Fans nun den Begriff 'Guillain-Barré-Syndrom' auswendig kennen. Die Immun-Krankheit kann bis zu Lähmungs-Erscheinungen führen, und es ist nicht abzusehen, wie lange Frederick den Cowboys fehlen wird und ob er dieses Jahr überhaupt wieder aktiv ins Geschehen eingreifen kann. Die Verantwortlichn erhoffen es und setzten ihn deshalb vorerst nich auf die Injured Reserve-Liste. Ersetzt wird er durch Joe Looney. Der machte in der Pre-Season einen durchaus akzeptablen Eindruck.

      Im zweiten Spiel verletzte sich dann auch noch der letzte der 3 Pro-Bowl Abonnenten der Line, doch RG Zack Martin trainiert bereits wieder voll mit und wird für den Saisonstart im Line-up erwartet. Auf Left Guard kommt von Anfang an Rookie Connor Williams zum Einsatz und auf Right Tackle bleibt La'el Collins. Insgesamt bleibt die Line eine der großen Stärken des Teams, doch ein weiterer Ausfall und das Gebilde könnte heftigst wackeln.

      DEFENSE - Wenn der Gegner im Ballbesitz ist:
      Dieses Jahr wird von dieser Unit einiges erwartet. Zum ersten Mal seit vielen, vielen Jahren scheint die Defense stärker besetzt zu sein, als die Offense. Das liegt vor allem an einer ungewohnten Tiefe in der Defensive Line und den Linebackern. Wobei es dennoch Schlüssel-Spieler gibt, die kaum zu ersetzen sind: Zum einen natürlich Weakside Linebacker Sean Lee. Die Statistiken sprechen hier Bände: Steht er nicht zur Verfügung geben die Cowboys im Schnitt fast doppelt so viele Punkte ab (ca. 35), wie wenn er spielen kann (ca. 18). Sean Lee hat ein unglaubliches Gespür für das Spiel und ist daher als rechte Hand Marinellis auf dem Rasen weiterhin unverzichtbar. Neben ihm wird Jaylon Smith als Middle Linebacker fungieren. Nach dem dieser letztes Jahr schon vor allem gegen Ende der Saison besser und besser ins Spiel kam, ist er diese Pre-Season im Training geradezu explodiert. Er scheint wieder völlig genesen und seine Athletik ist geradezu atemberaubend. Mit ihm und Lee, dazu einem nicht zu unterschätzenden Damien Wilson auf der Strongside bieten die Cowboys nun ein Linebacker Trio auf, welches die Liga dominieren kann. Hinzu kommt mit Rookie Vander Esch und Joe Thomas, der aus Green Bay kam und eine glänzenden Eindruck in der Pre-Season machte, eine ungeahnte Tiefe.


      Ähnlich positiv sieht es nun auch auf der Defensive End Position aus: Letztes Jahr rückte DeMarcus Lawrence mit einer fantastischen Saison in den Blickpunkt der Öffentlichkeit: 14,5 Sacks konnte er verbuchen, was Dallas dazu veranlasste ihm den Franchise Tag zu verpassen. Die Story der Pre-Season allerdings ist der Mann, der auf der anderen Seite der Line starten wird: Randy Gregory. Der Edge-Rusher, den die Cowboys 2015 mit dem zweiten Pick holten, hat einen ständigen Kampf gegen eine Mental Illness zu führen und war 2017 aufgrund Drogenmissbrauch von der NFL gesperrt. Dieses Jahr nun wurde die Sperre aufgehoben und auf dem Feld verzückte er die Fans und Verantwortlichen gleichermaßen. Natürlich muss man bei ihm immer ein Fragezeichen mitführen, aber wenn Lawrence und Gregory auf dem Feld stehen, werden gegnerische Teams es schwer haben beide zu stoppen. Bei Gregory wird sicher die Kondition eine Frage werden, aber dafür hat Dallas mit dem Letztjahres Firstrounder Taco Charlton und dem diesjährigen Viertrundenpick Dorance Armstrong zwei weitere Spieler für die Rotation.


      Innen in der Line werden zunächst Tyrone Crawford (rückt wieder von außen nach innen auf UT, seine Lieblingsposition) und wohl Maliek Collins starten. Letzterer muss nach einem erneuten Fußbruch (hatte er schon vor der 2016er Saison) sich einer OP unterziehen und fiel das gesamte Camp aus, sollte aber nun wieder hergestellt. Zudem drängte sich in der Pre-Season DT Antwaun Woods auf. Er ist vor allem als Runstopper eingeplant und wird eine wichtige Rolle in der Rotation der Line spielen. Dazu hat man Hoffnung, dass nach vier Spielen Sperre auch David Irving zum Team stößt und eine weitere Option im Verlauf der Saison vor allem für den Inside-Rush darstellt.

      Die größte Veränderung gibt es aber im Backfield: Letztjahres Safety Byron Jones spielt diese Saison neben Chidi Awuzie CB. Beide bringen die geforderte Physis und Länge mit, die Kris Richard ja schon in Seattle so bevorzugt hat. Daher wird man dieses Jahr vor allem mehr Mannverteidigung zu sehen bekommen, jedenfalls viel mehr, als man es unter Marinelli je gewohnt war. Für den Slot CB ist zunächst Anthony Brown vorgesehen, er hatte gegenüber Jourdan Lewis aufgrund seiner körperlichen Voraussetzungen (6-0 vs 5-10) den Vorzug erhalten. Ganz abschreiben würde ich Lewis dennoch nicht. Lediglich auf der Safety-Position gibt es aktuell noch ein Fragezeichen: Eingeplant waren hier Xavier Woods, sowie Jeff Heath und Kavon Frazier in Rotation. Doch in der Pre-Season zog sich Woods eine Verletzung am Oberschenkel zu und wird wohl für den Auftakt nicht fit. Daher suchte man noch händeringend nach Ersatz und fand diesen im ex-Cleveland Brown-Safety Ibraheim Campbell. Er und undrafted Rookie Tyree Robinson werden wohl mit Einsatzzeit rechnen können. Natürlich gibt es bei den Fans immer noch die Hoffnung, dass man sich mit Seattle über einen Trade von Earl Thomas einig wird, doch davon war bis zuletzt in der Realität nichts zu sehen, weswegen ich damit auch nicht rechne.

      SPECIAL TEAMS: Wenn der Ball gekickt wird:
      Lange Jahre konnte man als Cowboy-Fan hier mit 'Copy/Paste' den Vorjahres-Text übernehmen. Das ist nun vorbei: Der langjährige Kicker Dan Bailey wurde für viele vollkommen überraschend am Roster-Cut-Off-Day seinen Job los. In den letzten beiden Jahren hatte Bailey mit Verletzungen kämpfend seine 100%ige Genauigkeit eingebüßt, doch sah man seinen Platz im Roster dennoch als sicher an. Allerdings überzeugte ein Mann namens Brett Maher in der Pre-Season unter anderem mit einem 57 Yard FG gegen Houston und beständigen Leistungen im Camp und sorgte für ein Umdenken. Maher ist nun der neue Kicker in Dallas und Bailey wird seine NFL-Karriere, davon ist auszugehen, anderswo fortsetzen. Natürlich sparen die Cowboys auch einiges an Gehalt ein (ungefähr 3 Millionen im Vergleich zu Maher) aber ob sie damit auch die gewohnte Zuverlässigkeit (zumindest großenteils) bei Kicks aufgeben? Wir werden es sehen.


      Punter und Longsnapper bleiben derweil identisch: Louis-Philippe Ladouceur ist mit Sean Lee der letzte Ü-30iger und mit 37 klare Senior des Teams. An seiner Zuverlässigkeit eines Uhrwerks hat das bis jetzt nichts geändert. Und auch Punter Chris Jones ist gewohnt solide und sollte mit den ein oder anderen Punt die Gegner tief in deren Hälfte pinnen.

      Für die Returns sind dieses Jahr Deonte Thompson (Kick) und Tavon Austin (Punt) vorgesehen. Beide sind explosiv und sollten hier gegenüber des Vorjahres eine deutliche Verstärkung sein. Natürlich bleibt die Frage mit einem bis dato eher unerfahrenen Special-Teams Coach und ob sich das auf die Coverage-Teams auswirkt, zumal es ja auch einige Regeländerungen gibt. Das wird sich dann sicher während der Saison zeigen. Ganz wohl ist mir dabei jedenfalls nicht, wenn ich ehrlich bin.
      "If Football doesn't work out behind the center, he is gonna be one heck of a football coach.
      And I wouldn't want to play against his team!"
      Jon Gruden on Kellen Moore - QB Camp 2012

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von aikman ()

    • SPIELPLAN:
      Die Cowboys fangen ihre Saison dieses Jahr nicht wie fast schon gewohnt zu Hause gegen New York, sondern in Carolina bei den Panthers an, erst danach gibt es die Partie gegen die Giants. Die erste Saisonhälfte bietet mit Duellen in Seattle und in Houston, sowie zu Hause gegen die erstarkten Jaguars mehrere Highlights auf. Vor der Bye-Week trifft man neben den Lions noch auf Lieblingsgegner Washington mit Lieblingsgegner QB Alex Smith, ehe es dann wohl nach der Woche Pause zum emotionalen Höhepunkt kommt: Am 5. November empfängt man die Titans zu Monday Night Football, d.h. also zum ersten Mal seit seinem Rücktritt kommt Jason Witten mit seiner neuen ESPN-Crew ins Cowboys-Stadium. Und man kann sicher sein, dass es für ihn ähnlich wie letztes Jahr für Romo ein Tribut-Video und einen tollen Empfang geben wird.


      Danach geht es dann zum Titelverteidiger nach Philadelphia (einen Satz den ich so nie schreiben wollte), und dann eine Woche darauf nach Atlanta, wo letztes Jahr das große Unglück mit dem Aus für Sean Lee und Tyron Smith begann. Danach zweimal Donnerstag - Thanksgiving gegen Lieblingsgegner Washington und anschließend gegen die Saints. Spätestens wenn Philadelphia dann nach Dallas kommt, wird man wissen, ob die Playoffs noch im Bereich des Möglichen sind oder nicht. Positiv ist der Dezember dieses Jahr von dem Gesichtspunkt, dass man 3 von 4 Spielen im Warmen abhalten kann: nach den Eagles zu Hause geht es nach Indianapolis in den Dome und dann wieder unter Dach gegen Tampa Bay zu Hause. Erst am 30 Dezember könnte es wettermäßig unbequem werden, wenn man in den Big Apple zu den Giants muss. Erspart bleibt einem dieses Jahr ein Comeback vom Dana Patricks Boyfriend. Zumindest in der regulären Saison. Und sollte man sich danach wiedersehen, kann man die Saison bereits als Erfolg werten.





      FAZIT:
      Wenn man den Experten glaubt, dann werden die Cowboys dieses Jahr keine große Rolle in der Vergabe um den NFC-East Titel und gar weitere Trophäen spielen. Unbestritten gibt es so einige Fragezeichen, vor allem in der Offense nach dem die beiden Passempfänger mit über 60 Catches 2017 nun nicht mehr Bälle für Prescott fangen. Dafür gab es dieses Jahr im Vorfeld kein Heckmeck um Elliott und das macht Hoffnung, auf eine ähnliche Leistung wie 2016. Klar ist aber auch, dass die Defense dieses Jahr zumindest in den ersten Wochen viel Last tragen muss. Die Hoffnung auf eine dominante Verteidigung ist auf keinen Fall utopisch, zumal man schon letztes Jahr (natürlich mit Sean Lee) mehrfach zeigte, zu was diese Unit im Stande sein kann. Nun mit einem Jahr mehr Erfahrung für Jaylon und die Defensive Backs, sowie einem absoluten X-Factor in Gregory ist hier, wie heißt es so schön, "the Sky is the limit" - Leistungsexplosion nach oben offen. Dass allerdings einige Verletzungen im Backfield oder von Schlüsselspielern wie Dak (dahinter ist absolute Ebbe), Elliott, Tyron Smith oder Zack Martin auch eine ganz harte Saison zu Folge haben könnte, muss man nicht verheimlichen. Dann ist auch ein 4-12 wie 2015 möglich. Das hätte dann aber wohl das endgültige Aus für Coach Jason Garrett zu Folge. Always look on the bright side of life.



      Mein Tipp: Ich bin doch recht zuversichtlich. Die NFC East ist dieses Jahr wieder offen (es bleibt dabei, dass seit 2004 kein Team back-to-back Champion der Division wurde), gewöhnlich haben Überraschungs-Superbowl-Sieger eine schwere Folgesaison, New York hat weiterhin Fragezeichen und Washington ... ist eben Washington. Zudem tendieren die Cowboys immer dann zu guten Saisons, wenn kaum einer etwas von ihnen erwartet und man erst mal eine Weile unter dem Radar fliegen kann. Mit etwas Glück springt eine 10-6 Bilanz und zumindest ein Wildcard-Playoff-Platz heraus. Für den ganz großen Wurf wird es allerdings nicht reichen. Aber solange kein Team aus Pennsylvania die Trophäe in den Himmel streckt, ist das nicht das Ende des Cowboy-Abendlandes.


      In diesem Sinne: Let's Go COWBOYS!


      "If Football doesn't work out behind the center, he is gonna be one heck of a football coach.
      And I wouldn't want to play against his team!"
      Jon Gruden on Kellen Moore - QB Camp 2012

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von aikman ()

    • Vielen Dank für deine Arbeit und den tollen bzw. die tollen Posts.
      Ich gebe dir in allen Punkten recht. Vor allem wenn man in den Glaskugel Thread guckt, dann wird Dallas zum Teil als schlechtestes Team in der NFC East geführt.

      Da kann ich nur kurz drüber schmunzeln... wir haben eine der besten OLines der Liga und einen der Top 3 RBs.
      Unsere Defense war letzte Saison glaube ich auf Platz 7 oder 8 (und da spielten teilweise Rookies). Ich denke auch, dass der LB Corps unsere stärkste Unit darstellt.

      Und Jaylon Smith wird diese Saison richtig abliefern.
      Ich freue mich und bin sehr positiv gestimmt.
    • aikman schrieb:

      Mit etwas Glück springt eine 10-6 Bilanz und zumindest ein Wildcard-Playoff-Platz heraus. Für den ganz großen Wurf wird es allerdings nicht reichen. Aber solange kein Team aus Pennsylvania die Trophäe in den Himmel streckt, ist das nicht das Ende des Cowboy-Abendlandes.
      Ende gut, alles gut. :)
      "If Football doesn't work out behind the center, he is gonna be one heck of a football coach.
      And I wouldn't want to play against his team!"
      Jon Gruden on Kellen Moore - QB Camp 2012