Meine Meldung des Tages 2019

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    • Erzwolf schrieb:

      Pick-Six schrieb:

      Will Dich jetzt nicht pers. Angreifen @Erzwolf aber vielleicht liegt es daran weil es "nur" ein Rechter war
      Ich will echt nicht Wissen was morgen auf der Arbeit für Sätze fallen würden wenn das ein Moslem gewesen wäre, und morgen bin ich mir sicher das kein Sterbenswörtchen über diesen Amoklauf fallen wird
      Nee, das ist es nicht. Mich regen die Rechten üblicherweise ja schon auf, wenn sie den Mund aufmachen, dafür müssen die gar keine Gewalttaten verüben.
      Es sind einfach mittlerweile soviele Hassverbrechen geworden, dass das heute nur eines in einer langen Reihe von Verbrechen ist. Man muss da eigentlich auch keine großen Unterschied zwischen Nazis und Islamisten machen, im Kern ähneln sich die beiden Gruppen sehr. Und wir hatten alleine diese Woche Halle, Limburg und in Paris war auch noch was mit einem Polizisten. Ich glaube auch, wenn heute nochmal Flugzeuge in einen Wolkenkratzer fliegen würden, würde die Welt nicht nochmal gefühlt 3 Tage stillstehen, wie es 2001 der Fall war.

      So ein wenig musste ich heute an die Menschen in Israel denken. Da hatte ich mich immer gefragt, wie die so ruhig ihr Leben leben können, wenn da öfter Bomben der Palästinenser einschlagen. Ich glaube, das ist einfach Gewöhnung. Klar ist die Betroffenheit nochmal eine andere, wenn so eine Tat in der eigenen Stadt verübt wird oder man gar die Opfer kannte, aber Halle fühlte sich für mich heute ziemlich weit weg an.
      Ja, irgendwo hast du recht. Es wird leider zur Normalität
      Minga Oida!
    • Ich hab auch keine Ahnung wie man sowas verhindern will. Anscheinend war der Täter bisher unauffällig, ich glaube, ohne die in Schutz nehmen zu wollen, aber da hast du als Behörde wenig Chancen. Und ich verstehe natürlich den Zentralrat der Juden, die erschüttert sind, aber welche Moscheen sollen denn geschützt werden ? Alle ? Und will man das als normaler Mensch, das die Polizei aufmarschiert, wenn man zum Gottesdienst geht ? Wenn es keine aktuelle Bedrohungslage gibt ?
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
    • Ausbeener schrieb:

      Ich hab auch keine Ahnung wie man sowas verhindern will. Anscheinend war der Täter bisher unauffällig, ich glaube, ohne die in Schutz nehmen zu wollen, aber da hast du als Behörde wenig Chancen. Und ich verstehe natürlich den Zentralrat der Juden, die erschüttert sind, aber welche Moscheen sollen denn geschützt werden ? Alle ? Und will man das als normaler Mensch, das die Polizei aufmarschiert, wenn man zum Gottesdienst geht ? Wenn es keine aktuelle Bedrohungslage gibt ?
      Du meinst wahrscheinlich Synagogen und nicht die Moschee ;)

      Also bei uns ist auch eine Synagoge und da musste die Polizei, eine Zeit lang, jeden Tag vorbei fahren und eine Runde drehen. Vor jeder Synagoge bei Veranstaltungen Polizei zu stationieren dürfte die lokale Polizei "leicht" überfordern.

      Ich denke auch, dass es gar nicht genug Ressourcen gibt um immer und überall einen Blick drauf zu haben. Die Gefahr drohte jetzt sehr lange vom islamistischen Terrorismus, deshalb wurde da wahrscheinlich das Augenmerk drauf gelegt. Jetzt wird es sich wieder Richtung Rechts verschieben, bis die linken Chaoten mal wieder ausrasten. Dann kommen noch die kriminellen Familienclans und Rockerbanden dazu. Alles zu überwachen fällt da schon irgendwann schwer.
    • Erzwolf schrieb:

      So ein wenig musste ich heute an die Menschen in Israel denken. Da hatte ich mich immer gefragt, wie die so ruhig ihr Leben leben können
      Die Antwort auf diese Frage ist m.-E. wesentlich einfacher, als es man denken darf.

      Ein Teil der Antwort liegt m.E. in der Psychologie/Sozialisation
      Das sind Bilder einer israelischen Journalistin aus der U-Bahn als die Besucher der Synagoge nach Hause gefahren wurden.
      twitter.com/antonia_yamin/status/1182012457222639617

      Es sind natürlich (überwiegend) Deutsche dort in der U-Bahn, aber dieses Verhalten spiegelt die jüdische Mentalität und vor allem die Haltung vieler Israelis wieder. Fast jeder Mensch jüdischen Glaubens hat in seiner Familie irgendjemanden der die Shoa überlebt habt. Diese Leute haben sich nach 1945 (natürlich) die Frage gestellt. Warum habe ich überlebt und nicht Onkel/Tante xy. Manche sind an dieser Frage zerbrochen,andere haben sich das Motto zu eigenen gemacht. Feier das Leben so lange du es hast. Diese Haltung wurde natürlich auf die kommenden Generationen weitergeben. So sind auch die Bilder aus der U-Bahn zu erklären.
      Punkt B ist das die Israelis wissen, dass sie einen Staat haben der alles tut um sie zu schützen. Natürlich gibt es keinen absoluten Schutz(das wurde hier zurecht angemerkt), aber so Nummern wie Amris Amri oder noch schlimmer der NSU wären in Israel undenkbar und wenn Sie passieren würden dann nicht ohne massiven Personalaustausch bei so viel Behördenversagen. Bei uns passierte gefühlt nix.

      Ausbeener schrieb:

      ? Und will man das als normaler Mensch, das die Polizei aufmarschiert, wenn man zum Gottesdienst geht ? Wenn es keine aktuelle Bedrohungslage gibt ?
      Ich glaube das ist gar nicht Schusters Punkt. Natürlich gibt es - in keinem Staat der Welt eine 100% Sicherheit. Aber es geht ums Klima. Wie sah den die letzte Woche für jüdisches Leben in Deutschland aus.
      In Massing wurde eine Jüdin mit einem Stein beworfen(weil Sie eine Jüdin ist), in Berlin wollte jemand in eine Synagoge mit einem Messer um Juden zu töten und gestern der traurige "Höhepunkt"(bei dem man letztlich auch von Glück im Unglück sprechen muss).
      Das ist ein ekelhaftes Klima. Und die Rituale sind immer dieselben. Irgendwelche Sonntagsreden. Nie Wieder bla blaba (By the way AKK kriegt nicht mal das hin und spricht bei zwei Toten von einem Alarmzeichen :bengal :bengal ) und passieren wird natürlich nix, außer irgendwelchen Arbeitskreisen und vielleicht noch ein paar Antisemitismusbeauftragten. Nächste Woche fordert unser Kaffetrinkender Außenclown wieder Dialog mit Leuten - die inhaltlich genau das selbe Sagen wie der Typ gestern(Holocaust gab es nicht etc.).


      Weitet man den Blick noch mal auf Europa aus wird es noch düsterer. Im Ostblock erstarkt der nationalistisch konnotierte Antisemitismus, in Schweden der islamistische (empfehle jedem mal Malmö und Juden zu googlen) gedeckt von überwiegend linken Isrealkritikern (als hätten Juden in Malmö irgendetwas mit dem Staat Israel zu tun) , in Frankreich gibt’s ebenfalls den islamistischen und hier bei uns in Deutschlands gibt alle Spielarten.(von rechts, über islamistische, über links bis hin zum guten alten christlichen).


      Deshalb - da mache ich mir gar keine Illusionen- wird es in 30-50 Jahren kein jüdisches Leben mehr in Europa geben.
      Die Angriffe sind das eine, aber das Gefühl in einer Gesellschaft zu leben der das mehr oder minder SXX egal ist, ist es was die Leute dann abhauen lässt.
      Die schlimmsten Abschiede sind die die es nie gegeben hat.
    • @ Mile High 81
      Du hast in vielen (allen) Punkten recht. Und die in Europa lebenden Juden haben wahrscheinlich wenig mit den Juden in Israel zu tun. Jedoch immer wenn Juden etwas Schlimmes passiert, denke ich (warum auch immer) an Israel und deren Siedlungspolitik und den Israelisch-Palästinensische Konflikt. Das ist keine Entschuldigung für irgendeine Gewalttat, doch wird dies oft in den antisemitischen Kreisen herangezogen.
    • Raedwulf schrieb:

      @ Mile High 81
      Du hast in vielen (allen) Punkten recht. Und die in Europa lebenden Deutschen haben wahrscheinlich wenig mit den Nazis im Dritten Reich zu tun. Jedoch immer wenn Deutschland etwas Schlimmes passiert, denke ich (warum auch immer) an Adolf Hitler und den zweiten Weltkrieg und die Shoah. Das ist keine Entschuldigung für irgendeine Gewalttat, doch wird dies oft in den ewig gestrigen Kreisen herangezogen.
      Könnte man das auch so schreiben?
    • Erzwolf schrieb:

      Raedwulf schrieb:

      Jedoch immer wenn Juden etwas Schlimmes passiert, denke ich (warum auch immer) an Israel und deren Siedlungspolitik und den Israelisch-Palästinensische Konflikt.
      Antisemitismus und Judenhass sind viel älter als der Staat Israel und dessen Siedlungspolitik.
      Weiß ich.

      ich bin sehr liberal und sozial eingestellt. Ich kann sogar die Worte: "Wir schaffen das" verstehen.
      Ich tue mich einfach schwer, mit der Siedlungspolitik Israels und ich weiß, dies wird in den rechtsextremistischen Kreisen herangezogen. NOCH MAL: Die Siedlungs-Politik Israels, rechtfertigt in keine Weise Gewalttaten.
    • Erzwolf schrieb:

      Ausbeener schrieb:

      Wenn es keine aktuelle Bedrohungslage gibt ?
      Wenn man liest, wieviele Drohbriefe/Morddrohungen zur Zeit so kursieren, würde ich nicht von keine aktuelle Bedrohungslage sprechen.
      Mag ja sein das es eine latente Bedrohungslage gibt, da bin ich ja dabei. Aber eine Drohung gegen die Synagoge ( sorry für die Moschee @Dagobert, war ein Verschreiber ) direkt gab es meines Wissens nach nicht. Also ist es schwer überall zu sein. das wollte ich damit ausdrücken.

      @Mile High 81 ich glaube das das allgemeine Klima in alle Richtungen vergiftet ist. Deshalb geschehen solche Taten. Ich denke der Täter hätte ebenso eine Moschee überfallen können. Ich glaube nicht ( kann mich aber irren ) das da ein latenter Antisemitismus dahinter steckt, eher eine Wut auf "Andersartige"
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
    • Raedwulf schrieb:

      ich bin sehr liberal und sozial eingestellt. Ich kann sogar die Worte: "Wir schaffen das" verstehen.
      Ich tue mich einfach schwer, mit der Siedlungspolitik Israels und ich weiß, dies wird in den rechtsextremistischen Kreisen herangezogen. NOCH MAL: Die Siedlungs-Politik Israels, rechtfertigt in keine Weise Gewalttaten.
      Ich bin auch kein Fan der Siedlungspolitik, aber sie ist in diesem Zusammenhang irrelevant. Es wird halt nach allem gegriffen, mit dem man den Juden die Schuld in die Schuhe schieben kann. Wenn es die Siedlungspolitik nicht gegeben hätte, dann wäre es was anderes gewesen. In der Nazizeit waren es die Straßenbahnhaltestellen, die besonders judenfreundlich platziert waren.

      Ausbeener schrieb:

      Mag ja sein das es eine latente Bedrohungslage gibt, da bin ich ja dabei. Aber eine Drohung gegen die Synagoge ( sorry für die Moschee @Dagobert, war ein Verschreiber ) direkt gab es meines Wissens nach nicht. Also ist es schwer überall zu sein. das wollte ich damit ausdrücken.
      Ich verstehe was du sagen willst, aber so ganz bin ich nicht bei dir. Nach dem Anschlag auf dem Breitscheidplatz wurde in der Folge auch erheblicher Aufwand getrieben, um die Weihnachtsmärkte zu schützen. Konkrete Drohungen gab es damals auch nicht, trotzdem wurden Poller gesetzt und die Polizei zeigte sehr viel Präsenz.
    • Soweit ich weiß - in der NZZ war gerade ein Artikel dazu - werden Synagogen in enger Kooperation zwischen den Betroffenen und den Sicherheitsbehörden geschützt. Es gibt wohl jeweils individuelle Konzepte, abhängig von der Bedrohungslage, wie diese von den Betroffenen und den Sicherheitsbehörden eingeschätzt wird. Welche Maßnahmen man konkret trifft, wird so weit wie möglich geheim gehalten - aus naheliegenden Gründen. Theoretisch könnte man immer noch "mehr" tun, aber ob das wirklich sinnvoll ist? Absolute Sicherheit gibt es nicht, und aufs Ganze gesehen ist die Zahl der Terroropfer, wozu ich auch solche Anschläge zählen würde, glücklicherweise äußerst gering. Es hilft den Betroffenen natürlich nichts, aber das Risiko, im Haushalt tödlich zu stürzen oder zu ertrinken, ist wesentlich größer.
    • Neu

      Ganz sicher ist Prävention ein wichtiger Faktor, und wir müssen entsprechende Programme auch angemessen ausstatten.

      Ich finde ja guter Journalismus würde "Alarmzeichen"-Annegret an dieser Stelle darauf ansprechen, dass die Koalition gerade dem Programm „Demokratie leben“ 8 Mio Euro entzieht und viele richtig gute präventive Projekte und auch Aussteigerprogramme vor dem Aus stehen. Aber was weiß ich schon.
    • Neu

      nineteen65 schrieb:

      Ganz sicher ist Prävention ein wichtiger Faktor, und wir müssen entsprechende Programme auch angemessen ausstatten.

      Ich finde ja guter Journalismus würde "Alarmzeichen"-Annegret an dieser Stelle darauf ansprechen, dass die Koalition gerade dem Programm „Demokratie leben“ 8 Mio Euro entzieht und viele richtig gute präventive Projekte und auch Aussteigerprogramme vor dem Aus stehen. Aber was weiß ich schon.
      Förderprogramm wird um ein Jahr verlängert.
    • Neu

      Adi schrieb:

      nineteen65 schrieb:

      Ganz sicher ist Prävention ein wichtiger Faktor, und wir müssen entsprechende Programme auch angemessen ausstatten.

      Ich finde ja guter Journalismus würde "Alarmzeichen"-Annegret an dieser Stelle darauf ansprechen, dass die Koalition gerade dem Programm „Demokratie leben“ 8 Mio Euro entzieht und viele richtig gute präventive Projekte und auch Aussteigerprogramme vor dem Aus stehen. Aber was weiß ich schon.
      Förderprogramm wird um ein Jahr verlängert.
      Danke. Nicht mitbekommen. Lustig, dass SPON in der Überschrift von Aufstockung berichtet, aber ich will es an der Stelle gut sein lassen. Nächstes Jahr geht das Thema dann wieder von vorne los.
    • Neu

      faz.net/aktuell/wissen/nobelpr…-abiy-ahmed-16428074.html

      Den Friedensnobelpreis erhält Abiy Ahmed, der Ministerpräsident Äthiopiens, für seine intensiven Bemühungen um Aussöhnung mit Eritrea. Der langfristige Erfolg seiner Bemühungen ist noch offen. 2018 wäre er beinahe einem Anschlag (Granate) zum Opfer gefallen. Wenig später drohte ein Komplott des Militärs. Manche sehen aufgrund seines Reformkurses die Gefahr eines Bürgerkrieges. Bei Äthiopien handelt es sich um einen Vielvölkerstaat mit entsprechenden Spannungen, wie wir in Europa beispielsweise in Bezug auf das ehemalige Jugoslawien erkennen konnten. Insgesamt kann ich die Wahl gut nachvollziehen.

      Angeblich war Greta Thunberg die andere Favoritin. Das habe ich ehrlich gesagt überhaupt nicht verstanden. Man kann ihr gewiss andere Preise verleihen (mit Bezug auf Umwelt-/Klimaschutz und politisches Engagement), und die hat sie in den letzten Jahren auch im Dutzend billiger erhalten, aber mit "Frieden" bzw. dessen Förderung hat sie m. E. weder im engeren (militärischen) noch im weiteren Sinne etwas zu tun. Der Friedensnobelpreis soll verliehen werden an Personen, die "am meisten oder am besten auf die Verbrüderung der Völker und die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere sowie das Abhalten oder die Förderung von Friedenskongressen hingewirkt haben".
    • Neu

      Chief schrieb:

      Der Friedensnobelpreis soll verliehen werden an Personen, die "am meisten oder am besten auf die Verbrüderung der Völker ...
      Das war ja vereinfacht die Begründung, ihre Initiative war völkerübergreifend und alle haben sich weltweit gemeinsam und gleichzeitig für die gleiche Sache engagiert.
      RAIDER NATION - the team’s roots might be in Oakland, but this is California’s NFL team.
    • Neu

      Raedwulf schrieb:

      Ich tue mich einfach schwer, mit der Siedlungspolitik Israels und ich weiß, dies wird in den rechtsextremistischen Kreisen herangezogen.
      Rechte Kreise interessiert die Siedlungspolitik sicher weniger, die Opfer sind ja nur Araber. Da sind eher die Klassiker im Umlauf: "Juden lenken die (Lügen-)Presse", "Juden sind Schuld an der Masseneinwanderung nach Europa" usw.

      Die Siedlungspolitik als Thema der "Israelkritik" (die in den seltesten Fällen kein dezidierter Antisemitismus ist), könnte man eher als linkes Phänomen bezeichnen, wenn sie sich nicht schon so dermaßen in den Mainstream geschlichen hätte. Dieses "wenn es in einem Konflikt einen Starken und einen Schwachen gibt, dann ist der Starke immer der Böse und der Schwache immer der Gute" ist ja ein linker Klassiker.

      Dein beschriebener Denkimpuls Richtung "Palästinakonflikt" ist irgendwo auch schon antisemitisch.
      Geht es dir denn bei irgendwelchen anderen Nachrichten genauso? Wenn ein Russlanddeutscher mit einem Stein erschlagen wird (Grüße in die Ostprignitz), denkst du dann an das Leid was den Ukrainern durch russische Hand widerfährt? Wenn eine chinesische Studentin ermordet wird, denkst du dann an chinesische Konzentrationslager für religiöse Minderheiten?

      Wenn es nur bei Juden solche Denkweisen gibt, dann ist es Antisemitismus.

      Und ich würde ja wenigstens eine Ausrede gelten lassen: wenn das was die Israelis dort mit der Siedlungspolitik veranstalten, jetzt wirklich eine herausragende Boshaftigkeit wäre, die so auf der Welt nirgends geschieht, dann könnte ich mir den Impuls ja noch irgendwie erklären. Aber Länder/Regierungen die wesentlich schlimmere Aktionen verantworten als Israel in der Siedlungsfrage, die kann man nicht an unser beider Hände abzählen. Trotzdem kriegt man Israel nie ohne "aBeR dIe SiEdLuNgSpOlItIk!" diskutiert.

      Antisemitismus ist und bleibt ein Problem weit über die rechte Ecke hinaus.
      -------------
      Team Goff
      Yes, I have a dream, and it's not some MLK dream for equality. I want to own a decommissioned lighthouse. And I want to live at the top. And nobody knows I live there. And there's a button that I can press and launch that lighthouse into space.
    • Neu

      trosty schrieb:

      Chief schrieb:

      Der Friedensnobelpreis soll verliehen werden an Personen, die "am meisten oder am besten auf die Verbrüderung der Völker ...
      Das war ja vereinfacht die Begründung, ihre Initiative war völkerübergreifend und alle haben sich weltweit gemeinsam und gleichzeitig für die gleiche Sache engagiert.
      "alle" erscheint mir doch stark übertrieben. Greta Thunberg säht wohl eher Zwietracht. Das mag aus der Perspektive ihres Standpunktes gerechtfertigt sein, aber wer dem politischen Gegner ankündigt, er werde ihm nicht verzeihen, wenn dieser an seiner Position festhält, hat das wenig mit Förderung von Harmonie und Frieden zu tun.

      Ich hatte die Begründung allerdings auch eher so verstanden, dass man quasi künftige Kriege verhindern würde, wenn man ihrer Position folgt. Das erscheint aber sehr spekulativ. Andere befürchten genau das Gegenteil.
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