Zukunft des Salary Cap

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    • Zukunft des Salary Cap

      DrBanane schrieb:

      Vor dem Spiel gegen die Pats ging ja durch die Medien, dass man Mahomes wohl zum ersten QB mit einem 200 Mio. $ Vertrag machen könnte. Generell natürlich verständlich, doch als ich den Zeitpunkt las/sah, war ich dann doch verwirrt. In der NFL hast du die größten Chancen auf den SB, wenn dein QB auf seinem günstigen Rookie-Vertrag spielt und du so den Supporting Cast ausstatten kannst. Mahomes wird wohl kaum auf das Geld drängen, zumal man ihm das ja ganz gut erklären kann. Last but not least hat er durch die 5th year option schon ausgesorgt, na eigentlich hat er das jetzt schon.
      Da gibt es eben zwei Theorien: Die erste ist die, welche die Rams aktuell spielen: Rookie-Vertrag so weit wie möglich ausreizen und andere Spieler drumherum sammeln, damit man das kleine Fenster bis zur Vertragsverlängerung ausnutzt.

      Die zweite ist aber auch: Je später der Vertrag, desto kostspieliger wird er - der nächste Vertrag für Mahomes wird eine neue Marke setzen, aber in zwei Jahren wird er noch mal umso höher ausfallen, weil mehr QBs verlängert werden (Goff, Wentz) - die Spirale dreht sich immer schneller nach oben. Deswegen kommt man eventuell günstiger davon, wenn man ihn bereits 2020 verlängert.
      "If Football doesn't work out behind the center, he is gonna be one heck of a football coach.
      And I wouldn't want to play against his team!"
      Jon Gruden on Kellen Moore - QB Camp 2012
    • aikman schrieb:

      DrBanane schrieb:

      Vor dem Spiel gegen die Pats ging ja durch die Medien, dass man Mahomes wohl zum ersten QB mit einem 200 Mio. $ Vertrag machen könnte. Generell natürlich verständlich, doch als ich den Zeitpunkt las/sah, war ich dann doch verwirrt. In der NFL hast du die größten Chancen auf den SB, wenn dein QB auf seinem günstigen Rookie-Vertrag spielt und du so den Supporting Cast ausstatten kannst. Mahomes wird wohl kaum auf das Geld drängen, zumal man ihm das ja ganz gut erklären kann. Last but not least hat er durch die 5th year option schon ausgesorgt, na eigentlich hat er das jetzt schon.
      Da gibt es eben zwei Theorien: Die erste ist die, welche die Rams aktuell spielen: Rookie-Vertrag so weit wie möglich ausreizen und andere Spieler drumherum sammeln, damit man das kleine Fenster bis zur Vertragsverlängerung ausnutzt.
      Die zweite ist aber auch: Je später der Vertrag, desto kostspieliger wird er - der nächste Vertrag für Mahomes wird eine neue Marke setzen, aber in zwei Jahren wird er noch mal umso höher ausfallen, weil mehr QBs verlängert werden (Goff, Wentz) - die Spirale dreht sich immer schneller nach oben. Deswegen kommt man eventuell günstiger davon, wenn man ihn bereits 2020 verlängert.
      es spielt sogar noch ein weiterer Aspekt mit in diese Überlegungen: nach der Saison 2020 endet das Collective Bargain Agreement. ein neues Agreement wird zu Recht mehr Geld für die Bezahlung der Gehälter fordern (lies: mehr oder kein salary cap). also auch das ein Grund, weshalb es wahrscheinlich sinnvoll ist, ihn nach der 2019er Saison schon zu verlängern.
      “Every year it’s just one goal: Win the Super Bowl. If you don’t win the Super Bowl it’s not a good year,” - Bruce Arians
    • Just|Me schrieb:

      aikman schrieb:

      DrBanane schrieb:

      Vor dem Spiel gegen die Pats ging ja durch die Medien, dass man Mahomes wohl zum ersten QB mit einem 200 Mio. $ Vertrag machen könnte. Generell natürlich verständlich, doch als ich den Zeitpunkt las/sah, war ich dann doch verwirrt. In der NFL hast du die größten Chancen auf den SB, wenn dein QB auf seinem günstigen Rookie-Vertrag spielt und du so den Supporting Cast ausstatten kannst. Mahomes wird wohl kaum auf das Geld drängen, zumal man ihm das ja ganz gut erklären kann. Last but not least hat er durch die 5th year option schon ausgesorgt, na eigentlich hat er das jetzt schon.
      Da gibt es eben zwei Theorien: Die erste ist die, welche die Rams aktuell spielen: Rookie-Vertrag so weit wie möglich ausreizen und andere Spieler drumherum sammeln, damit man das kleine Fenster bis zur Vertragsverlängerung ausnutzt.Die zweite ist aber auch: Je später der Vertrag, desto kostspieliger wird er - der nächste Vertrag für Mahomes wird eine neue Marke setzen, aber in zwei Jahren wird er noch mal umso höher ausfallen, weil mehr QBs verlängert werden (Goff, Wentz) - die Spirale dreht sich immer schneller nach oben. Deswegen kommt man eventuell günstiger davon, wenn man ihn bereits 2020 verlängert.
      es spielt sogar noch ein weiterer Aspekt mit in diese Überlegungen: nach der Saison 2020 endet das Collective Bargain Agreement. ein neues Agreement wird zu Recht mehr Geld für die Bezahlung der Gehälter fordern (lies: mehr oder kein salary cap). also auch das ein Grund, weshalb es wahrscheinlich sinnvoll ist, ihn nach der 2019er Saison schon zu verlängern.
      Sehr guter Punkt! Der letzte CBA galt ja für viele Experten eher so als ein Übergangsding und es kann durchaus sein, dass nach 2020 und mit den Erfahrungen der letzten Jahre eine komplett neue Richtung eingeschlagen wird. Viele erwarten ja dieses Mal einen deutlich härteren Kampf.
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      Jon Gruden on Kellen Moore - QB Camp 2012
    • marduk667 schrieb:

      Die Diskussion gehört vielleicht ausgegliedert, aber haltet ihr es wirklich für möglich dass der Salary Cap komplett entfernt wird? Das fände ich ziemlich schade...
      @Olymp

      Ich halte es für zumindest möglich, wenn auch nicht sehr wahrscheinlich. Das Problem ist allerdings, dass die Cap in der aktuellen Form zu einer immer weiter auseinanderklaffenden Schere zwischen den Gehältern der Top-Stars und dem Rest führt. Sie hat so gut wie keine Auswirkungen für Top Pass-Rusher und QBs, aber vor allem die typischen soliden Spieler, die auch jedes Team benötigt, werden im Vergleich dazu immer sehr klein gehalten. Gerade Spieler wie LB, Safetys, Interior O-Linemen, Running Backs, also dort wo die heftigsten Kollisionen stattfinden, werden aufgrund dieser Schere immer größer benachteiligt und haben dabei mit das größte Verletzungsrisiko und den größten Verschleiß. Das ist eine gefährliche Kombination.
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      Jon Gruden on Kellen Moore - QB Camp 2012
    • marduk667 schrieb:

      Die Diskussion gehört vielleicht ausgegliedert, aber haltet ihr es wirklich für möglich dass der Salary Cap komplett entfernt wird? Das fände ich ziemlich schade...
      Den Salary Cap zu entfernen, wäre a) der Tod der kleineren bzw. nicht ganz so reichen Teams (Teambesitzer) und b) würde es zu einem Wettschachern von Top-FA kommen und die Preise für Spieler (auch durchschnittliche) explodierern ins Unermäßliche wie heutzutage im Fußball.
    • DarthRaven schrieb:

      Neo schrieb:

      Kopf hoch, mit Mahomes habt ihr den QB der Gegenwart und Zukunft in euren Reihen. Würd mich sehr überraschen wenn ihr in den nächsten 3-4 Jahren nicht mind. 1 mal den Superbowl holt.

      dr_error schrieb:

      Es klingt zwar abgedroschen und man sagt/schreibt es oft nach solchen Spielen, aber mit diesen Chiefs muss und kann man auch in den kommenden Jahren rechnen. Mahomes ist for real, der Junge zeigt Skills, die in der NFL einmalig sind. Jedenfalls bin ich davon überzeugt, dass der Weg in den SB in den nächsten Jahren in der AFC nur über Kansas City führen wird.
      Soll sicher im ersten Moment auch immer etwas den Gegner aufmuntern, aber auf lange Sicht halte ich solche Aussagen und Thesen immer für etwas gewagt ...
      Im Ansatz stimme ich Dir völlig zu. Aber ich bin jetzt seit 1993 Chiefs-Fan und stehe sicher nicht im Ruf, überoptimistische Prognosen abzugeben. Dennoch: Ich war noch nie auch nur ansatzweise so optimistisch, seit Joe Montana seine Karriere beendet hat. Der Unterschied ist nur: Mahomes ist jung. In dieser Saison ist ein Stern über Missouri aufgegangen, der noch lange und hell strahlen kann. Die Chiefs haben jetzt zum ersten Mal überhaupt einen "Franchise-QB".

      Wenn ich mal den immer möglichen Fall einer schweren Verletzung ausklammere, dann denke ich schon, dass in den nächsten 10, 12, vielleicht 15 Jahren die Chance auf (mindestens) einen Titel riesengroß ist.
    • Mikkes schrieb:

      marduk667 schrieb:

      Die Diskussion gehört vielleicht ausgegliedert, aber haltet ihr es wirklich für möglich dass der Salary Cap komplett entfernt wird? Das fände ich ziemlich schade...
      Den Salary Cap zu entfernen, wäre a) der Tod der kleineren bzw. nicht ganz so reichen Teams (Teambesitzer) und b) würde es zu einem Wettschachern von Top-FA kommen und die Preise für Spieler (auch durchschnittliche) explodierern ins Unermäßliche wie heutzutage im Fußball.
      Die Owner wollen die Cap ganz sicher, und die Spielergewerkschaft hat bislang auch immer eingesehen, dass das jetzige System (mit Draft und Salary Cap) in der Summe auch für die Spieler am besten ist, weil es die Liga insgesamt so ausgeglichen gestaltet. Ich hoffe inständig, dass es so bleibt. Vielleicht kann man im Detail etwas justieren. Ich finde es auch schade, dass die Schere zwischen den Häuptlingen und Indianern so weit auseinander geht. Aber das ist angesichts der Gehälter, die so ein Indianer verdient, Jammern auf hohem Niveau. Das Mindestgehalt liegt bei ca. 0,5 Mio., für einen Veteranen bei knapp 1 Mio. Da reden wir noch nicht von Werbeeinnahmen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Chief ()

    • Mikkes schrieb:

      marduk667 schrieb:

      Die Diskussion gehört vielleicht ausgegliedert, aber haltet ihr es wirklich für möglich dass der Salary Cap komplett entfernt wird? Das fände ich ziemlich schade...
      Den Salary Cap zu entfernen, wäre a) der Tod der kleineren bzw. nicht ganz so reichen Teams (Teambesitzer) und b) würde es zu einem Wettschachern von Top-FA kommen und die Preise für Spieler (auch durchschnittliche) explodierern ins Unermäßliche wie heutzutage im Fußball.
      Es wäre imho auch der Tod der NFL.

      Beitrag von Mile High 81 ()

      Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
    • Das ganze Thema hat was von einer sehr dunklen Wolke, die irgendwie (noch) weit hinten am Horizont lauert. Da wird es bestimmt wieder Stress ohne Ende geben. Habe noch gut die Nummer vom letzten Mal in Erinnerung.

      Man kann nur hoffen, dass am Ende ökonomische Gesamtvernunft über die Gier Einzelner siegt. Die ev. Abschaffung der Sal Cap wäre ein Sargnagel in den Gesamterfolg der NFL, die ihre Spannung u.a. massiv aus der finanziellen Parität und damit verbundenen Spannung der Teams bezieht. Mit Ausnahme der Patriots (ich mag sie nicht, aber Respekt muss man davor schon haben), hat das in den letzten 20-30 Jahren auch hervorragend funktioniert.

      Eine Horrorvorstellung wäre Alternativ ein Sal Cap loses Szenario wie es im Prinzip im (langweiligen) europäischen Top-Fussball seit langem läuft. Eine Handvoll besonders finanzkräftiger Spitzenteams weeit über allem, die den Titel nur/immer unter sich ausmachen und dann lange nix :toimonst:

      Entscheidend wird wohl sein, wieviel vom Gesamtkuchen die Owner an die Spieler abzugeben bereit sein werden. Ich tippe mal, es wird/muss wohl (wieder) etwas mehr werden als momentan, damit es kein Drama gibt :madness
    • Sehe das Thema ebenfalls kritisch so wie manch anderer. Bevor ich den Vergleich zum Fußball machen würde, blicke ich erst mal auf die MLB. Die haben auch keinen Salary Cap aber die Luxury-Tax (Luxus-Steuer). Wenn Team a über einen gewissen Zeitraum mehr fur Gehälter als Sunme x zählt, muss einen Betrag y in einen Found zahlen, der unter den anderen Teams aufgeteilt wird.

      Ich sage nicht, dass das System super funktioniert und für Chancengleichheit sorgt. Teams wie die Dodgers, Redsox oder Yankees bemühen sich in den letzten Jahren allerdings vermehrt diese zusätzlichen Ausgaben nicht zu zahlen, was sich wiederum auf die Free Agency auswirkt.
    • Ich glaube die Teams und Spieler wissen schon, was sie an der Chancengleichheit haben. Für die Teams geht es um TV Einnahmen und die sind halt höher wenn die Liga ausgeglichen ist und als Spieler hast du bei fast jedem Team die Chance in den SB zu kommen. Natürlich wird es wieder Änderungen geben aber das Grundgerüst steht mMn.
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
    • Das wäre für mich persönlich sehr enttäuschend wenn der Salary Cap entfernt wird. Genau das ist doch das spannende. Wer schafft es mit GLEICHEN Mittel das beste Team zu bauen.

      Dann würde es den Draft auch zu einem gewissen Teil entwerten. Dann wären zumindest die "reichen" Teams nicht mehr drauf angewiesen.

      Ob das auf Dauer so klug für das Produkt "NFL" wäre glaube ich nicht. Es würde eine Schere zwischen Arm und Reich aufgehen und ein Teil der Spiele würde vorsehbar und somit langweilig.

      Wieso führt man nicht zum Veteranen Minimum einfach ein Maximum ein. Z.b. ein Spieler darf max. 20% des Salary Caps aufbrauchen. Alternativ dürfte der bestbezahlte Spieler nur x% mehr als der schlechtbezahlteste verdienen. Somit würden nicht nur die Stars vom großen Geld Profitieren.


      Ich hoffe es bleibt so wie es ist vielleicht mit etwas Modifikationen.
    • Dagobert schrieb:

      Das wäre für mich persönlich sehr enttäuschend wenn der Salary Cap entfernt wird. Genau das ist doch das spannende. Wer schafft es mit GLEICHEN Mittel das beste Team zu bauen.
      Das findet bereits jetzt nicht statt, weil sich manche Owner gewisse Signing-Boni für Stars schlicht nicht leisten können oder wollen.

      Dagobert schrieb:

      Wieso führt man nicht zum Veteranen Minimum einfach ein Maximum ein. Z.b. ein Spieler darf max. 20% des Salary Caps aufbrauchen. Alternativ dürfte der bestbezahlte Spieler nur x% mehr als der schlechtbezahlteste verdienen. Somit würden nicht nur die Stars vom großen Geld Profitieren.
      Warum die Spieler dafür bestrafen, dass Owner nicht vernünftig Geld ausgeben können? Und warum sollte man das Gehalt seines Franchise-QBs an Spielern orientieren, die teilweise mehr Zeit auf dem PS als dem Active Roster verbringen oder drei Mal pro Saison entlassen werden? Die großen Stars sorgen für die Einschaltquoten, durch die die ganze Kohle erst reinkommt und nicht der Long Snapper.
      GNP1.de - die deutschsprachige Nummer 1 für MMA, K-1 und Co.

      From 2006 to 2016 known as Big O.
    • Heeeath schrieb:

      Dagobert schrieb:

      Das wäre für mich persönlich sehr enttäuschend wenn der Salary Cap entfernt wird. Genau das ist doch das spannende. Wer schafft es mit GLEICHEN Mittel das beste Team zu bauen.
      Das findet bereits jetzt nicht statt, weil sich manche Owner gewisse Signing-Boni für Stars schlicht nicht leisten können oder wollen.

      Dagobert schrieb:

      Wieso führt man nicht zum Veteranen Minimum einfach ein Maximum ein. Z.b. ein Spieler darf max. 20% des Salary Caps aufbrauchen. Alternativ dürfte der bestbezahlte Spieler nur x% mehr als der schlechtbezahlteste verdienen. Somit würden nicht nur die Stars vom großen Geld Profitieren.
      Warum die Spieler dafür bestrafen, dass Owner nicht vernünftig Geld ausgeben können? Und warum sollte man das Gehalt seines Franchise-QBs an Spielern orientieren, die teilweise mehr Zeit auf dem PS als dem Active Roster verbringen oder drei Mal pro Saison entlassen werden? Die großen Stars sorgen für die Einschaltquoten, durch die die ganze Kohle erst reinkommt und nicht der Long Snapper.
      Wer kann sich denn gewisse SB nicht leisten? Dass man es nicht will, ändert ja nichts an prinzipiell gleichen Ausgangsbedingungen.

      Ansonsten kann ich Deine Argumente gut nachvollziehen, aber andererseits stellen die Top-Stars alleine auch kein taugliches Produkt dar. Ich bin gewiss kein Gegner von Wettbewerb und Kapitalismus, aber braucht wirklich irgendjemand >20 Mio. Gehalt im Jahr? Wenn man vernünftig mit seinem Geld umgeht, hat man doch mit 10 Mio. brutto vermutlich nach einer Saison für den Rest des Lebens ausgesorgt. Ich gönne jedem die dicke Kohle, aber Joe Montana hat für viel weniger gespielt und es hat nicht weniger Spaß gemacht.

      Bislang war ich davon ausgegangen, dass 2021 die Initiative zum Arbeitskampf von Spielerseite zu erwarten wäre. Jetzt habe ich gerade in einem Artikel (leider ohne nähere Erläuterung in einem Nebensatz) gelesen, dass eine Aussperrung seitens der Owner erwartet wird. Weiß da jemand Näheres?
    • Chief schrieb:

      Wer kann sich denn gewisse SB nicht leisten? Dass man es nicht will, ändert ja nichts an prinzipiell gleichen Ausgangsbedingungen.
      Es gab zumindest lancierte Berichte, wonach der Khalil-Mack-Trade auch damit zusammenhängen könnte, dass sich Raiders-Besitzer Mark Davis nicht Relocation Fee und Signing Bonus für den neuen Vertrag leisten konnte/wollte. Obs stimmt, werden wir nie rausfinden. Aber ein Paul Allen, Jerry Jones oder Stan Kroenko dürften da eher selten bis nie solche Entscheidungen treffen müssen.

      Chief schrieb:

      Ansonsten kann ich Deine Argumente gut nachvollziehen, aber andererseits stellen die Top-Stars alleine auch kein taugliches Produkt dar. Ich bin gewiss kein Gegner von Wettbewerb und Kapitalismus, aber braucht wirklich irgendjemand >20 Mio. Gehalt im Jahr? Wenn man vernünftig mit seinem Geld umgeht, hat man doch mit 10 Mio. brutto vermutlich nach einer Saison für den Rest des Lebens ausgesorgt. Ich gönne jedem die dicke Kohle, aber Joe Montana hat für viel weniger gespielt und es hat nicht weniger Spaß gemacht.
      Der Salary Cap wurde ja auch erst 1994 eingeführt. Montana hat mit seinen durchschnittlichen 3,25 Millionen im Jahr 1990 übrigens 12% der gesamten Gehälter der 49ers ausgemacht. Rechnet man das auf ein Team hoch, dass heutzutage am Salary Cap (177 Millionen) kratzt, kämen wir auf 21 Millionen Dollar für ihn. Und die Frage, wie viel man zum leben braucht, ist doch total unsachlich. Brauchen die Owner x Milliarden TV-Einnahmen im Jahr? Nö, tun sie doch auch nicht. Und die Zahl derjenigen, die sich ein Jimmy Haslam Trikot kaufen, dürfte sehr beschränkt sein.
      Die NFLPA sollte darum kämpfen, die Minimumgehälter einfach anzuheben, da bin ich auch dafür. Ich sehe es nur nicht ein, das Gehalt des einen Spieler durch das Gehalt eines anderen Spielers zu beschränken. Jeder Spieler soll die Möglichkeit haben, für sich das Beste herauszuholen, solange sein Körper ihm die Möglichkeit dazu gibt, das mit Sport zu tun.
      GNP1.de - die deutschsprachige Nummer 1 für MMA, K-1 und Co.

      From 2006 to 2016 known as Big O.
    • Was ich mich schon ne Weile frage beim Salary Cap:

      NFL.com schrieb:

      Each club committed to cash spending of 89 percent of the cap from 2013-2016 and 2017-2020.
      So viel rolled over Capspace was viele Teams inzwischen gehortet haben, wie viele davon denn überhaupt 89% von der Gesamtsumme ausgeschüttet haben.

      spotrac.com/nfl/cap/

      Ist sicherlich eine etwas aufwändigere Rechnung aber ich tippe mal, dass es bei einigen recht knapp wird. Ob die NFLPA das überhaupt kontrolliert und was die denn machen können, wenn es nicht erfüllt ist. Etwa ne Lohnnachzahlung? :D
      GM von den Indianapolis Colts in der IMT Madden Dynasty League
    • rumpel schrieb:

      Was ich mich schon ne Weile frage beim Salary Cap:

      NFL.com schrieb:

      Each club committed to cash spending of 89 percent of the cap from 2013-2016 and 2017-2020.
      So viel rolled over Capspace was viele Teams inzwischen gehortet haben, wie viele davon denn überhaupt 89% von der Gesamtsumme ausgeschüttet haben.
      spotrac.com/nfl/cap/

      Ist sicherlich eine etwas aufwändigere Rechnung aber ich tippe mal, dass es bei einigen recht knapp wird. Ob die NFLPA das überhaupt kontrolliert und was die denn machen können, wenn es nicht erfüllt ist. Etwa ne Lohnnachzahlung? :D
      Ich glaube sehr, dass die NFLPA da ein sehr genaues Auge drauf hat. Gab es nicht sogar entsprechende Berichte dazu?

      Ich weiß, dass im Baseball mehrere Teams erst in dieser (oder war es in der letzen Offseason) von deren Spielergewerkschaft ebenfalls angeschuldigt wurde zu wenig Geld in den Kader zu investieren. Das beschriebene Problem wäre also bei einer Profiliga ohne Salary Cap sehr denkbar. Das Problem ist aber aus meiner Sicht nicht der ein oder andere Owner, der nicht bereit ist ins Team zu investieren. Viel eher sehe ich die reichen Teams vorne weglaufen.
    • Dann war doch Golden Joe dafür, dass er der beste QB aller Zeiten war, im Verhältnis zu heute spottbillig, oder?

      Heeeath schrieb:

      Chief schrieb:

      Wer kann sich denn gewisse SB nicht leisten? Dass man es nicht will, ändert ja nichts an prinzipiell gleichen Ausgangsbedingungen.
      Und die Frage, wie viel man zum leben braucht, ist doch total unsachlich.
      Ich will ja nicht linker erscheinen, als ich bin, aber man kann schon der Meinung sein, dass gewisse Gehälter (auch in anderen Bereichen) anstößig sind. Warum das "total unsachlich" sein soll, leuchtet mir nicht ein.

      Heeeath schrieb:

      Chief schrieb:

      Wer kann sich denn gewisse SB nicht leisten? Dass man es nicht will, ändert ja nichts an prinzipiell gleichen Ausgangsbedingungen.
      Brauchen die Owner x Milliarden TV-Einnahmen im Jahr? Nö, tun sie doch auch nicht.
      Gewiss nicht, aber nicht alle erzielen wohl nach Abzug der Kosten überhaupt einen Gewinn - jedenfalls war das früher so. Allein die Spielergehälter fressen schon knapp die Hälfte der Gesamteinnahmen der NFL auf. Ich fände es einfach persönlich besser, wenn die Gelder etwas gleichmäßiger auf Spieler und auch Coaches verteilt würden, zumal mir manche Gehälter auch eher zufällig erscheinen. Wenn ich mir beispielsweise "meine" Chiefs anschaue, dann haben die Gehälter nur eingeschränkt etwas mit der Leistung der Spieler zu tun.

      Heeeath schrieb:

      Chief schrieb:

      Wer kann sich denn gewisse SB nicht leisten? Dass man es nicht will, ändert ja nichts an prinzipiell gleichen Ausgangsbedingungen.
      Die NFLPA sollte darum kämpfen, die Minimumgehälter einfach anzuheben, da bin ich auch dafür. Ich sehe es nur nicht ein, das Gehalt des einen Spieler durch das Gehalt eines anderen Spielers zu beschränken. Jeder Spieler soll die Möglichkeit haben, für sich das Beste herauszuholen, solange sein Körper ihm die Möglichkeit dazu gibt, das mit Sport zu tun.
      Na ja: Faktisch sorgt die Salary Cap ohnehin dafür, dass das Gehalt eines Spielers durch das Gehalt anderer Spieler beschränkt wird. Ob es wirklich am besten ist, wenn jeder versucht, für sich das beste herauszuholen, ist schon fast eine philosophische Frage. Jedenfalls erfreue ich mich an jedem, der - ohne seine eigenen Interessen zu vernachlässigen - nicht die reine Gier an den Tag legt. Dirk Nowitzki ist ein super Beispiel. Im Football finde ich - obwohl gewiss kein Brady-Fan - sehr respektabel, dass der angebliche "GOAT" seit Jahren faktisch deutlich unter seinem Marktwert spielt, um ein sportlich wettbewerbsfähiges Team zu haben.
    • Pinni schrieb:

      Zumal eine Obergrenze der Gehälter (wenn sie zu niedrig ist) auch wieder gegen die Chancengleicheit arbeiten würde.
      Vielleicht bin ich schon zu müde, aber das verstehe ich nicht.

      Seahawk schrieb:

      rumpel schrieb:

      Was ich mich schon ne Weile frage beim Salary Cap:

      NFL.com schrieb:

      Each club committed to cash spending of 89 percent of the cap from 2013-2016 and 2017-2020.
      So viel rolled over Capspace was viele Teams inzwischen gehortet haben, wie viele davon denn überhaupt 89% von der Gesamtsumme ausgeschüttet haben.spotrac.com/nfl/cap/

      Ist sicherlich eine etwas aufwändigere Rechnung aber ich tippe mal, dass es bei einigen recht knapp wird. Ob die NFLPA das überhaupt kontrolliert und was die denn machen können, wenn es nicht erfüllt ist. Etwa ne Lohnnachzahlung? :D
      Ich glaube sehr, dass die NFLPA da ein sehr genaues Auge drauf hat. Gab es nicht sogar entsprechende Berichte dazu?
      Das glaube ich auch. Ist es nicht zudem so, dass sich die Gehälter aller Spieler automatisch erhöhen, wenn der Club nicht genug ausgibt?
    • rumpel schrieb:

      Was ich mich schon ne Weile frage beim Salary Cap:

      NFL.com schrieb:

      Each club committed to cash spending of 89 percent of the cap from 2013-2016 and 2017-2020.
      So viel rolled over Capspace was viele Teams inzwischen gehortet haben, wie viele davon denn überhaupt 89% von der Gesamtsumme ausgeschüttet haben.
      spotrac.com/nfl/cap/

      Ist sicherlich eine etwas aufwändigere Rechnung aber ich tippe mal, dass es bei einigen recht knapp wird. Ob die NFLPA das überhaupt kontrolliert und was die denn machen können, wenn es nicht erfüllt ist. Etwa ne Lohnnachzahlung? :D
      ich meine dass alle gehälter automatisch x prozent angehoben werden, wenn ein team zu wenig an spielergehältern ausgibt. allerdings ist da nur der cap ausschlaggebend - wenn man unter dem minimum bleibt kann man einfach die differenz zum minimum als rollover mitnehmen um der automatischen anhebung zu entgehen und den rest verfallen lassen. oder sich mittels trades wie dem von brock osweiler künstlich ausgaben im cap geniereren, ohne aber tatsächlich einen cent bezahlt zu haben. ansonsten hätten die finanzschwächeren teams dem CBA wohl nicht zugestimmt.
    • Chief schrieb:

      Pinni schrieb:

      Zumal eine Obergrenze der Gehälter (wenn sie zu niedrig ist) auch wieder gegen die Chancengleicheit arbeiten würde.
      Vielleicht bin ich schon zu müde, aber das verstehe ich nicht.
      War vielleicht auch etwas zu knapp ausgedrückt. ;)

      Sagen wir der Einfachheit halber der Salary Cap liegt bei 100 und die Obergrenze pro Spieler bei 5. Dann kann ein Team entspannt 10 Spielern das Maximum bezahlen und hat immer noch massig Cap frei. Das könnte zur Folge haben, dass sich mehrere absolute Topleute, im Extremfall jeweils der Beste einer jeden Position, in einem Team zusammentun könnten.
      Frei nach dem Motto: Wir zahlen dir das Maximum, und neben Patrick Mahomea, Khalil Mack, Tod Gurley haben wir auch noch XYZ auf dem Roster.
      Die Frage des Gehalts wäre für Top-Spieler nur noch zweit-bis drittrangig. Momentan bedeutet ein sehr großes Gehalt eben fast zwangsläufig auch eine Verringerung der restlichen Kaderqualität.
    • Was ich jedenfalls nicht will ist so ein kapitalistisches-Gelgier-System wie im europäischen Fußball.

      Der Cap ist mMn enorm wichtig um den Sport nicht komplett zu verderben. Schon bemerkenswert, wie die Amerikaner ihre Top-Ligen bisher erfolgreich von der extremen Geldgier geschützt haben, wobei die Summen schon trotzdem heftig sind, über die wir reden.

      Übrigens hätte ich gegen eine abgeschwächte Form der MLB nichts einzuwenden: es gibt einen salary cap, der maximal bis zu 10-20% überschritten werden kann. Für jedes Prozent, das überschritten wird ist dann ein Prozent Strafe fällig, das an die finanzschwachen Teams geht. Also wenn man den cap 120% ausreizt muss man 140% zahlen, man verliert quasi 20% an die Konkurrenz. Wenn viele teams überschreiten sollte man mit den Überschuss in Obamacare einzahlen

      Aber das nur ein Vorschlag.
    • Neo schrieb:

      Was ich jedenfalls nicht will ist so ein kapitalistisches-Gelgier-System wie im europäischen Fußball.
      Wer hat denn da Geldgier im Fußball? Erst gemeinte Frage. Glaube kaum dass da viele nicht-deutsche Clubs schwarze Zahlen schreiben.
      Wenn du mich fragst, sind dort doch eher die Spieleragenten die Geldgeier. Die sacken ja im Segment der CL-Teams teilweise 50% der ausgehandelten Gehaltssumme, Transfersumme und was nicht nmoch alles ein.


      In der NFL sinds doch die Owner. Müssen nur 50-55% der Einnahmen als Gehälter/Veteranenrente abdrücken und mal hier und da ein Stadion zu 30-50% finanzieren. Trainings- und Spielbetrieb, etc. wird wohl kaum über 1% der Einnahmen liegen. Wobei auch nie erwähnt wird, wie viel die Spieleragenten bekommen und von wem.
      GM von den Indianapolis Colts in der IMT Madden Dynasty League
    • Neo schrieb:

      Der Cap ist mMn enorm wichtig um den Sport nicht komplett zu verderben. Schon bemerkenswert, wie die Amerikaner ihre Top-Ligen bisher erfolgreich von der extremen Geldgier geschützt haben, wobei die Summen schon trotzdem heftig sind, über die wir reden.
      Der Cap ist primär dazu da die Milliadäre vor den Millionären zu schützen. Das da nebenher noch ein brauchbares System rauskommt, dass einen hohen Grad von sportlichem Wettbewerb ermöglicht ist (aus Sicht der Owner) eine nette Dreingabe.
    • rumpel schrieb:

      Neo schrieb:

      Was ich jedenfalls nicht will ist so ein kapitalistisches-Gelgier-System wie im europäischen Fußball.
      Wer hat denn da Geldgier im Fußball? Erst gemeinte Frage. Glaube kaum dass da viele nicht-deutsche Clubs schwarze Zahlen schreiben.Wenn du mich fragst, sind dort doch eher die Spieleragenten die Geldgeier. Die sacken ja im Segment der CL-Teams teilweise 50% der ausgehandelten Gehaltssumme, Transfersumme und was nicht nmoch alles ein.


      In der NFL sinds doch die Owner. Müssen nur 50-55% der Einnahmen als Gehälter/Veteranenrente abdrücken und mal hier und da ein Stadion zu 30-50% finanzieren. Trainings- und Spielbetrieb, etc. wird wohl kaum über 1% der Einnahmen liegen. Wobei auch nie erwähnt wird, wie viel die Spieleragenten bekommen und von wem.
      Deutschland ist sicher im internationalen Vergleich ein lobenswertes Beispiel, aber auch dort wird irgendwann die 50+1 Regel fallen und dann wirds auch in Deutschland heftig. Und schau nach England, tw. Spanien, Italien, Paris SG usw - da wird ein Sport kaputt gemacht. Und wenn die Chinesen ernst machen und wirklich Vollgas das Geld verschleudern beginnen dann wirds sowiso krass, von den Scheichklubs möcht ich garnicht reden beginnen - wenn die ihr Öl- und Blutgeld abziehen und bei sich königliche Gagen zahlen bricht in Europa das Chaos aus und die meisten Spieler wird es dorthin ziehen wo es Geld gibt - verständlich heutzutage.

      Schau, wohin die FIFA die WM's vergibt - natürlich in klassische Fußballländer völlig ohne Gier und das kommende EM Konstrukt seh ich ebenso als geldgeilen Rohrkrepierer. Eigentlich wären Welt- oder Europameisterschaften noch der ehrlichste Wettbewerb und selbst dort kennt die Gier der FIFA mittlerweile keine Grenzen mehr inkl. Bestechungsskandale im DFB.

      Dazu noch die Champions League wo es durch die jüngste Reform für kleinere Klubs noch schwerer wird - die CL ist zu einem langweiligen VIP Klub verkommen.

      Ich seh die jüngsten Entwicklungen wirkluch sehr kritisch und gefährlich. Da Lob ich mir die Systeme im US-Sport, wo sicher auch viel Geld im Spiel ist aber wo es Grenzen und Spielregeln gibt - zum Glück.

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    • rumpel schrieb:

      Neo schrieb:

      Was ich jedenfalls nicht will ist so ein kapitalistisches-Gelgier-System wie im europäischen Fußball.
      Wer hat denn da Geldgier im Fußball? Erst gemeinte Frage. Glaube kaum dass da viele nicht-deutsche Clubs schwarze Zahlen schreiben.Wenn du mich fragst, sind dort doch eher die Spieleragenten die Geldgeier. Die sacken ja im Segment der CL-Teams teilweise 50% der ausgehandelten Gehaltssumme, Transfersumme und was nicht nmoch alles ein.
      Mit dem Glauben ist halt so eine Sache. Entgegen der hierzulande verbreiteten Meinung lässt sich mit einem Fussballclub durchaus Geld verdienen. Im Gegensatz zur BL schliesst in der Regel jeder PL Club die Saison mit Gewinn ab. Real, Barca, etc, selbst PSG haben in der Regel auch schwarze Zahlen.
      [SIZE="4"]In Peyton we trust!! [/SIZE]