Höhenflug der Grünen - demnächst Kanzlerpartei?

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    • Bilbo schrieb:

      El_hombre schrieb:

      Selbstkritisch ist der Wähler übrigens auch: Nur 19 Prozent finden, dass Bürgerinnen und Bürger selbst genug oder eher genug für Klima und Umwelt tun.
      Selbstkritik alleine bringt halt nichts. Konkret Verbesserungen angehen bringt deutlich mehr und man kann so einiges tun, um seinen Energieverbrauch zu reduzieren. Ich fahre von April bis Oktober im Schnitt zwei Mal in der Woche mit dem Rad zur Arbeit. Ergibt ca. 4.000 km oder ca. 200 Liter Benzin bei einem Durchschnittsverbrauch von unter 5 Litern auf 100km. Den Wiederum erreiche ich nur weil ich einen Hybrid fahre. Beim Einkaufen achten wir darauf unnötig verpackte Waren zu vermeiden. Während meine Nachbarn im Sommer hemmungslos dreimal am Tag ihren Rasen wässern, stelle ich das einmal tägliche befeuchten bei einer längeren Wärmeperiode nach wenigen Tagen ein und überlasse den Rest der Natur. Das Wasser aus der Zisterne muss dann für die Blumen reichen.
      Dass die Industrie "genug" tut, fand nur ein Prozent der Befragten. Das passt ins Bild.
      Da ich selbst in der Industrie tätig bin, muss ich an dieser Stelle fragen, wie die Leute zu dem Schluss kommen?Als gewinnorientiertes Unternehmen in einem globalen Wettbewerb, ist man gezwungen sich um diese Themen zu kümmern und Initiativen zu starten. Wir haben ständig Projekte am laufen, um beispielsweise den Materialeinsatz zu reduzieren. Was wiederum den Bearbeitungsaufwand vermindert, womit letztlich der Energieeinsatz reduziert wird. Vor Jahren habe ich bspw. ein Projekt durchgeführt mit dem wir Metallabfälle um ca. 17-18% reduziert haben.

      Beim erneuern von Maschinen und Anlagen stehen Energieaspekte in den Lastenheften. Es wird bereits bei der Beschaffung einer Anlage die spätere Entsorgung geprüft. Es wird betrachtet ob wir uns mit einer neuen Anlage neue Gefahrstoffe ins Unternehmen holen. Wir sprechen Maschinenhersteller aktiv darauf an, wenn wir Bedenken bezüglich Energieverbrauch haben oder wenn uns ein Kühlkonzept zu verschwenderisch erscheint. Da werden auch durchaus klare energetische Forderungen hinsichtlich kommender Generationen von Maschinen und Anlagen gestellt.

      Energiemanagment ist heute ein Aspekt, der im Rahmen von Zertifizierungen abgeklopft wird und auf den die Auditoren bei uns im Haus großen Wert legen.

      In unserem Unternehmen gibt es ein betriebliches Vorschlagswesen und im Rahmen dessen haben wir vor einiger Zeit Ideen zur Energieeinsparung gesucht. Die Beteiligung war rege, aber man glaubt nicht was da so alles als Idee betrachtet wird. Da sind Vorschläge dabei, die gehen von grob fahrlässig bis gesetzwidrig. Von lustig bis utopisch. Teilweise ist es erschreckend festzustellen, wie wenig die Mitarbeiter davon wissen, welche Maschinerie im Hintergrund am laufen gehalten werden muss, damit eine Fabrik arbeiten kann. Aber bei den Vorschlägen war letztlich doch die eine oder andere Perle dabei.

      Vermutlich sitzen die Leute, welche der Auffassung sind das die Industrie zu wenig tut, in einem klimatisierten Büro und beschweren sich gerade bei den aktuellen Außentemperaturen regelmäßig weil es ihnen zu warm oder zu kalt ist.

      Sorry, aber mir schwillt der Kamm, wenn 99% eine Meinung haben, sich dabei auf Nichts stützen müssen und das am Ende auch noch als in Bild passend bezeichnet wird. :thumbdown:
      Sonst bewegt sich doch niemand in der Industrie wenn es nicht ein Gesetz gibt das sie dazu zwingt oder mehr cash bringt.
      Genau - und das kritisiert ein Großteil der Umfrageteilnehmer die selber aber ohne Vorgaben der Regierung auch nix machen. Mit dem Finger auf Politik und Industrie/Wirtschaft zeigen ist einfach, den eigenen Einfluss nutzen macht aber kaum einer wenn es keinen Zwang gibt und es dann auch noch an den Geldbeutel geht. Zumindest nicht im selbst geforderten Umfang.
      RAIDER NATION - the team’s roots might be in Oakland, but this is California’s NFL team.
    • Bilbo schrieb:

      El_hombre schrieb:

      Selbstkritisch ist der Wähler übrigens auch: Nur 19 Prozent finden, dass Bürgerinnen und Bürger selbst genug oder eher genug für Klima und Umwelt tun.
      Selbstkritik alleine bringt halt nichts. Konkret Verbesserungen angehen bringt deutlich mehr und man kann so einiges tun, um seinen Energieverbrauch zu reduzieren. Ich fahre von April bis Oktober im Schnitt zwei Mal in der Woche mit dem Rad zur Arbeit. Ergibt ca. 4.000 km oder ca. 200 Liter Benzin bei einem Durchschnittsverbrauch von unter 5 Litern auf 100km. Den Wiederum erreiche ich nur weil ich einen Hybrid fahre. Beim Einkaufen achten wir darauf unnötig verpackte Waren zu vermeiden. Während meine Nachbarn im Sommer hemmungslos dreimal am Tag ihren Rasen wässern, stelle ich das einmal tägliche befeuchten bei einer längeren Wärmeperiode nach wenigen Tagen ein und überlasse den Rest der Natur. Das Wasser aus der Zisterne muss dann für die Blumen reichen.
      Dass die Industrie "genug" tut, fand nur ein Prozent der Befragten. Das passt ins Bild.
      Da ich selbst in der Industrie tätig bin, muss ich an dieser Stelle fragen, wie die Leute zu dem Schluss kommen?Als gewinnorientiertes Unternehmen in einem globalen Wettbewerb, ist man gezwungen sich um diese Themen zu kümmern und Initiativen zu starten. Wir haben ständig Projekte am laufen, um beispielsweise den Materialeinsatz zu reduzieren. Was wiederum den Bearbeitungsaufwand vermindert, womit letztlich der Energieeinsatz reduziert wird. Vor Jahren habe ich bspw. ein Projekt durchgeführt mit dem wir Metallabfälle um ca. 17-18% reduziert haben.

      Beim erneuern von Maschinen und Anlagen stehen Energieaspekte in den Lastenheften. Es wird bereits bei der Beschaffung einer Anlage die spätere Entsorgung geprüft. Es wird betrachtet ob wir uns mit einer neuen Anlage neue Gefahrstoffe ins Unternehmen holen. Wir sprechen Maschinenhersteller aktiv darauf an, wenn wir Bedenken bezüglich Energieverbrauch haben oder wenn uns ein Kühlkonzept zu verschwenderisch erscheint. Da werden auch durchaus klare energetische Forderungen hinsichtlich kommender Generationen von Maschinen und Anlagen gestellt.

      Energiemanagment ist heute ein Aspekt, der im Rahmen von Zertifizierungen abgeklopft wird und auf den die Auditoren bei uns im Haus großen Wert legen.

      In unserem Unternehmen gibt es ein betriebliches Vorschlagswesen und im Rahmen dessen haben wir vor einiger Zeit Ideen zur Energieeinsparung gesucht. Die Beteiligung war rege, aber man glaubt nicht was da so alles als Idee betrachtet wird. Da sind Vorschläge dabei, die gehen von grob fahrlässig bis gesetzwidrig. Von lustig bis utopisch. Teilweise ist es erschreckend festzustellen, wie wenig die Mitarbeiter davon wissen, welche Maschinerie im Hintergrund am laufen gehalten werden muss, damit eine Fabrik arbeiten kann. Aber bei den Vorschlägen war letztlich doch die eine oder andere Perle dabei.

      Vermutlich sitzen die Leute, welche der Auffassung sind das die Industrie zu wenig tut, in einem klimatisierten Büro und beschweren sich gerade bei den aktuellen Außentemperaturen regelmäßig weil es ihnen zu warm oder zu kalt ist.

      Sorry, aber mir schwillt der Kamm, wenn 99% eine Meinung haben, sich dabei auf Nichts stützen müssen und das am Ende auch noch als in Bild passend bezeichnet wird. :thumbdown:
      Also ich unterstütze dich ja dabei das die Unternehmen da nicht untätig sind. Arbeite ja auch in der Industrie und habe mit ISO50001 etwas zu tun. Aber es ist mittlerweile so das etwas nur gemacht wird wenn es einen finanziellen Vorteil bringt(sagst du ja auch selber , weniger Materialeinsatz sind weniger Rohstoffkosten).ISO50001 wurde doch in der Industrie auch nur zum Großteil eingeführt weil man dadurch gelockt wurde das es Steuervorteile bringt.

      Die Industrie rechnet doch auch schon damit das die CO2 Steuer kommt. Sonst bewegt sich doch niemand in der Industrie wenn es nicht ein Gesetz gibt das sie dazu zwingt oder mehr cash bringt. Und das sag ich als Mitarbeiter einer AG die sich Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben hat.
      Ich denke nur wenige Unternehmen können es sich erlauben in Umwelt zu investieren ohne die Wirtschaftlichkeit zu berücksichtigen. Wenn man hohe Investitionen tätigt, und diese dann über einen Zeitraum von zehn bis fünfzehn Jahren abschreiben muss, muss man diese entweder in die Preise einfließen lassen oder man reduziert die Gewinnmarge. Die Preise richten sich nach dem Markt und man kann da nicht ohne weiteres ausscheren. Da riskiert man schnell Marktanteile zu verlieren. Als börsennotiertes Unternehmen mal soeben den Profit zu Gunsten der Umwelt zu reduzieren dürfte nur den wenigsten Großaktionären gefallen.

      Wenn man sich beruflich ein wenig mit der Thematik beschäftigt, stellt man schnell fest das die Gestaltungsspielräume limitiert sind. Dennoch sind wir in unserem Unternehmen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten stetig auf der Suche nach Verbesserungen.

      Ausbeener schrieb:

      Bilbo schrieb:

      Die Industrie rechnet doch auch schon damit das die CO2 Steuer kommt. Sonst bewegt sich doch niemand in der Industrie wenn es nicht ein Gesetz gibt das sie dazu zwingt oder mehr cash bringt. Und das sag ich als Mitarbeiter einer AG die sich Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben hat.
      Es ist ja auch grundsätzlich nichts schlechtes, wenn man Unternehmen mit Gesetzen dazu bringt Energie zu sparen. Und alles was Geld kostet wird gerne vermieden. Wenn man in Deutschland aber mal was in dem Bereich verändern will, wird wieder laut geschrieen wegen der Wettbewerbsfähigkeit und den Arbeitsplätzen.

      Geschrieen wird wird nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern. Gewinnmaximierung ist halt ein Grundsatz des Kapitalismus.

      Mir ist lediglich dieses Fingerpointing in Richtung Industrie -die tut ja nichts- zuwider. Man muss schon ein wenig über den Tellerrand schauen und zumindest versuchen zu verstehen wie ein Wirtschaftsunternehmen funktioniert und welche Handlungsspielräume eigentlich vorhanden sind. Sicherlich gibt es Möglichkeiten und es gibt immer wieder "Leuchtturmunternehmen" die vorbildliche Dinge tun, aber daraus kann man nicht schließen das die anderen dies auch könnten und lediglich nichts tun.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von El_hombre ()

    • Natürlich tut die Industrie nicht mehr für den Klimaschutz, als wirtschaftlich sinnvoll ist. Und auch die meisten Bürger machen viel weniger, als sie eigentlich könnten. Deshalb braucht man ja gesetzliche Regelungen, die sowas lenken. Anders geht es nicht. Klar wird das teuer, aber wenn man mal richtig rechnen würde, wäre die Alternative zu Investitionen in den Klimaschutz jetzt schon Rücklagen für die Folgen der Erdüberhitzung zu bilden. Da müssten wir jetzt Steuern erhöhen, um einen Sonderfonds alleine für die durch die Klimaflüchtlinge zu erwarteten Kosten zu bilden.
    • Erzwolf schrieb:

      Natürlich tut die Industrie nicht mehr für den Klimaschutz, als wirtschaftlich sinnvoll ist. Und auch die meisten Bürger machen viel weniger, als sie eigentlich könnten. Deshalb braucht man ja gesetzliche Regelungen, die sowas lenken.
      Oh Gott, gesetzliche Regelungen, die den freien Markt beeinflussen? Was soll dann nur aus dem armen Kapitalismus werden, den wir alle so lieben? :D
    • Bay Araya schrieb:

      aikman schrieb:

      Dazu passt dieser Artikel ganz gut: heise.de/newsticker/meldung/Mi…?utm_source=pocket-newtab
      Unternehmen bekannten sich nach der Pariser Klimakonferenz dazu, an der Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C mitzuwirken. Nach den jüngsten Ergebnissen des Sonderberichts des Weltklimarats müssen bis 2030 45 Prozent der CO2-Emissionen reduziert sein, um die globale Erderhitzung noch zu begrenzen. Aktuell sind die Unternehmen allerdings nicht auf Kurs: Würden alle Unternehmen wie die Unternehmen des Börsenindex DAX 30 wirtschaften, würden sie eine Erderwärmung von 4,94 °C bis 2050 erzeugen. IT- und Telekommunikationsunternehmen liegen dabei eher im unteren Bereich. Die Deutsche Telekom beispielsweise kommt auf 1,56 °C, SAP auf 1,75 °C und Infineon auf 2,03 °C.
      Dann kommen solche Sachen wie der Dieselskandal dazu, der z.B. eine ganze Branche in Verruf brachte (selbst wenn es nicht alle Autofirmen sein sollten, die scheibchenweise Aufklärung und die immer neuen Schlagzeilen sind da sicherlich nicht förderlich).
      Ganz klar, man kann nicht die 'gesamte' Industrie über einen Kamm scheren, da sind solche Umfragen immer ein wenig oberflächlich, es zeigt aber auch den Ruf, denn viele große Industrien heute haben. Und das spiegelt sich dann in den großen AGs wieder.
      Korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber der Artikel ist doch ziemlicher Unsinn? Ich glaube, es ist schlichtweg nicht möglich, (auch noch auf zwei Nachkommastellen genau) zu prognostizieren für wieviel Grad Temperaturerhöhung ein Unternehmen in 30 Jahren verantwortlich sein wird und das dann noch auf alle Unternehmen der Welt hochzurechnen.
      Wieso soll das Unsinn sein? Die Faktoren sind ja keine Unbekannten und die Klimaforschung kann schon heute anhand des CO²-Gehalts ziemlich genaue Rechnungen anstellen.
      Hier mehr:
      right-basedonscience.de/xdc/
      xdegreecompatible.de/de
      "If Football doesn't work out behind the center, he is gonna be one heck of a football coach.
      And I wouldn't want to play against his team!"
      Jon Gruden on Kellen Moore - QB Camp 2012
    • aikman schrieb:

      Bay Araya schrieb:

      aikman schrieb:

      Dazu passt dieser Artikel ganz gut: heise.de/newsticker/meldung/Mi…?utm_source=pocket-newtab
      Unternehmen bekannten sich nach der Pariser Klimakonferenz dazu, an der Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C mitzuwirken. Nach den jüngsten Ergebnissen des Sonderberichts des Weltklimarats müssen bis 2030 45 Prozent der CO2-Emissionen reduziert sein, um die globale Erderhitzung noch zu begrenzen. Aktuell sind die Unternehmen allerdings nicht auf Kurs: Würden alle Unternehmen wie die Unternehmen des Börsenindex DAX 30 wirtschaften, würden sie eine Erderwärmung von 4,94 °C bis 2050 erzeugen. IT- und Telekommunikationsunternehmen liegen dabei eher im unteren Bereich. Die Deutsche Telekom beispielsweise kommt auf 1,56 °C, SAP auf 1,75 °C und Infineon auf 2,03 °C.
      Dann kommen solche Sachen wie der Dieselskandal dazu, der z.B. eine ganze Branche in Verruf brachte (selbst wenn es nicht alle Autofirmen sein sollten, die scheibchenweise Aufklärung und die immer neuen Schlagzeilen sind da sicherlich nicht förderlich).Ganz klar, man kann nicht die 'gesamte' Industrie über einen Kamm scheren, da sind solche Umfragen immer ein wenig oberflächlich, es zeigt aber auch den Ruf, denn viele große Industrien heute haben. Und das spiegelt sich dann in den großen AGs wieder.
      Korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber der Artikel ist doch ziemlicher Unsinn? Ich glaube, es ist schlichtweg nicht möglich, (auch noch auf zwei Nachkommastellen genau) zu prognostizieren für wieviel Grad Temperaturerhöhung ein Unternehmen in 30 Jahren verantwortlich sein wird und das dann noch auf alle Unternehmen der Welt hochzurechnen.
      Wieso soll das Unsinn sein? Die Faktoren sind ja keine Unbekannten und die Klimaforschung kann schon heute anhand des CO²-Gehalts ziemlich genaue Rechnungen anstellen.Hier mehr:
      right-basedonscience.de/xdc/
      xdegreecompatible.de/de
      Man muss sich lediglich die Wettervorhersagen anschauen. 1Tag - 3Tage - 7Tage - 14 Tage
      Man werfe einen Blick auf die Kursprognosen von Aktienanalysten.
      Forecasts sind eine Wissenschaft für sich und je länger der Zeitraum für eine Prognose gewählt ist, umso mehr wird es ein Glücksspiel.

      Dennoch glaube ich nicht, dass hier jemand den vom Menschen verursachten Klimawandel anzweifelt.
    • Wettervorhersagen haben nichts damit zu tun, ich hoffe das ist dir klar. Natürlich spielen viele verschiedene Faktoren dort eine Rolle, aber auf eine einzelne Komponente kann man das heute doch schon sehr genau vorhersagen. Bei Wetter spielen ja viele verschiedene Faktoren ein Rolle, bei Kursprognosen sind Menschen am Werk, daher ohnehin nicht tauglich als Vergleich. Chemie und Physik dagegen lässt sich berechnen - man kann die Temperaturen messen, man kann den CO² Gehalt messen, man kann die Höhe der Ozeane messen etc pp. Es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass die jetzigen Berechnungen auf einem sehr niedrigen Level angesetzt sind, weil es viele verschiedene Kippelemente gibt, die allesamt zu einer weiteren Erhöhung der Temperatur beitragen, z.B. das Auftauen der Perma-Frost-Böden in Sibirien, was zusätliches Methan freisetzen würde, oder die Eisschmelze im großen Umfang (weiß reflektiert bekanntlich das Licht, was passiert, wenn dieses weiß auf der Erdkugel wegfällt, kann sich jeder selbst vorstellen, der in der Sonne mal ein weißes und mal ein dunkles T-Shirt getragen hat). Dagegen lassen sich natürlicherweise keine Kippelemente finden, welches die Temperatur auf der Erde abkühlen würde.

      Deswegen sind solche Prognosen eher so angesetzt, dass man von den kleinstmöglichen Veränderung ausgeht.
      "If Football doesn't work out behind the center, he is gonna be one heck of a football coach.
      And I wouldn't want to play against his team!"
      Jon Gruden on Kellen Moore - QB Camp 2012
    • aikman schrieb:

      Chemie und Physik dagegen lässt sich berechnen - man kann die Temperaturen messen, man kann den CO² Gehalt messen, man kann die Höhe der Ozeane messen etc pp.
      Basierend auf deinen Aussagen, erlaube ich mir mal die Vermutung, dass du keine Ausbildung/kein Studium im naturwissenschaftlichen Bereich hinter dir hast.
      Ansonsten kann ich mir deinen absoluten "Glauben" an wissenschaftliche Ergebnisse und Modelle nicht erklären.

      Erstmal vorne weg möchte ich darauf hinweisen, dass ich nicht den Nutzen des vorgestellten Modells in Frage stellen will. Kann ich auch gar nicht, dafür weiß ich zu wenig über das Modell.
      Das einzige was mich irritiert ist, dass von einem wissenschaftsbasierten Modell gesprochen wird und nicht von einem wissenschaftlichen Modell.
      Da sind wir aber schon beim ersten Punkt. Wissenschaftliche Modelle bilden immer nur einen Teil der Welt ab.
      Das ist natürlich notwendig, da man sich ja auf bestimmte Aspekte konzentrieren will und muss, aber sollte man bei der Modellierung einen Aspekt als unwichtig eingestuft haben, der tatsächlich für den betrachteten Aspekt wichtig ist, wird ein solches Modell natürlich keine brauchbaren Daten liefern, obwohl alle Rechnungen und Messungen richtig sind.
      Wo wir beim nächsten Punkt wären. Rechnungen und Messungen in Experimentalwissenschaften sind immer fehlerhaft. Dies gilt auch, wenn man absolut fehlerfrei arbeitet.
      Zum einen liegt das an der Genauigkeit der Messinstrumente, zum anderen hat man aber auch immer einen statistischen Fehler. Je nach Rechnung können diese im Prinzip sehr kleinen Fehler sehr große Auswirkungen haben.

      Grundsätzlich gilt natürlich trotzdem, dass man in solchen Diskussionen immer auf wissenschaftliche Erkenntnisse zurück greifen sollte, aber man sollte wissenschaftliche Erkenntnisse und Modelle auch immer wieder hinterfragen und überprüfen und nicht einfach davon ausgehen, dass diese Unfehlbar sind. Sind ja schließlich berechnet und gemessen.
      Nach einem kurzen Blick auf die verlinkte Seite, gehe ich im übrigen davon aus, dass dieses Modell tatsächlich tut was es tun soll.
      Es geht hier ja nicht darum exakte Vorhersagen für die Unternehmen zu machen, sondern darum die Unternehmen bei Entscheidungen in Bezug auf die Auswirkungen auf das Klima zu informieren und das kann ein solches Modell sicher leisten.
      Ob die exakte Rechnung dann um 0,1 oder 0,5 Grad daneben liegt ist ja im Prinzip komplett egal.
      NFL-Talk A-Liga
      Eltviller Wildsäue: 7-10-0
      FF World Champion 2016
    • ideologische Klimahysterie....klappt auch echt nur in Deutschland. Die Beeinflussbarkeit der Masse in Deutschland ist echt einzigartig....Leute, die denken sie seien superschlau (da scheints hier ja ne Menge zu geben), aber in Wahrheit nicht wirklich schlau sind. Das is der typische Grünen-Wähler...die Partei ist einfach sowas von verlogen, widerlich und machtgeil...Wasser predigen und Wein saufen...kapieren deren Wähler nur noch nicht. Ändert sich aber vielleicht ja noch!
      und los, steinigt mich! :)

      Hab euch Weltrettern zudem noch ein provokantes Bild zum Nachdenken angefügt:
      Dateien
    • Seba89 schrieb:

      ideologische Klimahysterie....
      Ich hab mir jetzt nicht alles von dir durchgelesen, aber du glaubst nicht an den menschengemachten Klimwandel? Nur um das zu verstehen. Oder geht es dir nur um Grünen-Bashing?

      Und zu dem Bild, du hast ein Handy oder? Da ist es dann egal, wo das Material aus der Batterie herkommt?

      wahr ist allerdings, dass Elektro-Autos sicher auch nicht die letzte Lösung sein können. Da gibt's gerade heute ein neues Video von Professor Dr. Lesch:
      "If Football doesn't work out behind the center, he is gonna be one heck of a football coach.
      And I wouldn't want to play against his team!"
      Jon Gruden on Kellen Moore - QB Camp 2012
    • Seba89 schrieb:

      .die Partei ist einfach sowas von verlogen, widerlich und machtgeil...Wasser predigen und Wein saufen...k
      Nur mal so aus Interesse, für welche Partei(en) würde das Deiner Meinung nach nicht gelten?
      When I die and go to hell, hell will be a Brett Favre
      game, announced by the ESPN Sunday night crew,
      for all eternity. Paul Zimmerman
    • trosty schrieb:

      Bitte den Tonfall etwas mäßigen. Danke.
      Den Hinweis kann ich verstehen.
      Allerdings finde ich es nicht so gut, dass das Zitat verändert wird, indem ein "Blah"-Smiley eingefügt wird.
      Für mich hat sich das angehört, als hätte er diesen verwendet und die Ermahnung zielt auf diese Nutzung ab. Dass der Beitrag nicht im Nachhinein verändert wurde, musste ich auch erst checken.
    • Seba89 schrieb:

      ideologische Klimahysterie....klappt auch echt nur in Deutschland. Die Beeinflussbarkeit der Masse in Deutschland ist echt einzigartig....Leute, die denken sie seien superschlau (da scheints hier ja ne Menge zu geben), aber in Wahrheit nicht wirklich schlau sind. Das is der typische Grünen-Wähler...die Partei ist einfach sowas von verlogen, widerlich und machtgeil...Wasser predigen und Wein saufen...kapieren deren Wähler nur noch nicht. Ändert sich aber vielleicht ja noch!
      und los, steinigt mich!
      In welche '(nicht) schlau' Kategorie gehört man denn wenn man sich für schlauer hält als die vielen Superschlauen die in Wahrheit nicht wirklich schlau sind? Da soll einer schlau draus werden :mrgreen:
      KEIN WILLE TRIUMPHIERT
    • Buffalo schrieb:

      Seba89 schrieb:

      ideologische Klimahysterie....klappt auch echt nur in Deutschland. Die Beeinflussbarkeit der Masse in Deutschland ist echt einzigartig....Leute, die denken sie seien superschlau (da scheints hier ja ne Menge zu geben), aber in Wahrheit nicht wirklich schlau sind. Das is der typische Grünen-Wähler...die Partei ist einfach sowas von verlogen, widerlich und machtgeil...Wasser predigen und Wein saufen...kapieren deren Wähler nur noch nicht. Ändert sich aber vielleicht ja noch!
      und los, steinigt mich!
      In welche '(nicht) schlau' Kategorie gehört man denn wenn man sich für schlauer hält als die vielen Superschlauen die in Wahrheit nicht wirklich schlau sind? Da soll einer schlau draus werden :mrgreen:
      Wenn superschlau = nicht wirklich schlau, dann noch schlauer als superschlau = überhaupt nicht schlau
    • Seba89 schrieb:

      ideologische Klimahysterie....klappt auch echt nur in Deutschland. Die Beeinflussbarkeit der Masse in Deutschland ist echt einzigartig....Leute, die denken sie seien superschlau (da scheints hier ja ne Menge zu geben), aber in Wahrheit nicht wirklich schlau sind. Das is der typische Grünen-Wähler...die Partei ist einfach sowas von verlogen, widerlich und machtgeil...Wasser predigen und Wein saufen...kapieren deren Wähler nur noch nicht. Ändert sich aber vielleicht ja noch!
      und los, steinigt mich! :)

      Hab euch Weltrettern zudem noch ein provokantes Bild zum Nachdenken angefügt:
      :rolleyes: Purer Populismus das Bild.

      Auch wenn der Kongo nicht Nigeria ist passen solche Berichte besser wieso etwas in der Welt nicht stimmt.

      fluchtgrund.de/2018/02/oelfoer…onsverdachts-vor-gericht/

      daserste.de/information/politi…schwarzen-goldes-100.html

      Die Menschen dort brauchen gar nicht auf die negativen Auswirkungen des Klimawandels warten, geht es ihrer Umwelt auch schon heute dank der Ölindustrie schon schlecht. Und somit auch ihnen.
      It's never over when number twelve is out on the field.
    • aikman schrieb:

      Bay Araya schrieb:

      aikman schrieb:

      Dazu passt dieser Artikel ganz gut: heise.de/newsticker/meldung/Mi…?utm_source=pocket-newtab
      Unternehmen bekannten sich nach der Pariser Klimakonferenz dazu, an der Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C mitzuwirken. Nach den jüngsten Ergebnissen des Sonderberichts des Weltklimarats müssen bis 2030 45 Prozent der CO2-Emissionen reduziert sein, um die globale Erderhitzung noch zu begrenzen. Aktuell sind die Unternehmen allerdings nicht auf Kurs: Würden alle Unternehmen wie die Unternehmen des Börsenindex DAX 30 wirtschaften, würden sie eine Erderwärmung von 4,94 °C bis 2050 erzeugen. IT- und Telekommunikationsunternehmen liegen dabei eher im unteren Bereich. Die Deutsche Telekom beispielsweise kommt auf 1,56 °C, SAP auf 1,75 °C und Infineon auf 2,03 °C.
      Dann kommen solche Sachen wie der Dieselskandal dazu, der z.B. eine ganze Branche in Verruf brachte (selbst wenn es nicht alle Autofirmen sein sollten, die scheibchenweise Aufklärung und die immer neuen Schlagzeilen sind da sicherlich nicht förderlich).Ganz klar, man kann nicht die 'gesamte' Industrie über einen Kamm scheren, da sind solche Umfragen immer ein wenig oberflächlich, es zeigt aber auch den Ruf, denn viele große Industrien heute haben. Und das spiegelt sich dann in den großen AGs wieder.
      Korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber der Artikel ist doch ziemlicher Unsinn? Ich glaube, es ist schlichtweg nicht möglich, (auch noch auf zwei Nachkommastellen genau) zu prognostizieren für wieviel Grad Temperaturerhöhung ein Unternehmen in 30 Jahren verantwortlich sein wird und das dann noch auf alle Unternehmen der Welt hochzurechnen.
      Wieso soll das Unsinn sein? Die Faktoren sind ja keine Unbekannten und die Klimaforschung kann schon heute anhand des CO²-Gehalts ziemlich genaue Rechnungen anstellen.Hier mehr:
      right-basedonscience.de/xdc/
      xdegreecompatible.de/de
      Es gibt ja zig verschiedene Einflüsse und komplexe Zusammenhänge auf der ganzen Welt.
      Hast du dir da mal die beiden Videos auf der Seite angeschaut?


      CO2 ist sicherlich ein wichtiger, aber nicht der einzige Faktor, der sich aufs Klima auswirkt.
      Und gerade die ganzen Wechselwirkungen sind so komplex, dass du die alle gar nicht in so ein Modell reinbringen kannst.
      Dann kommt noch das grundlegende Problem dazu, dass man Prognosen immer nur auf der Basis von Entwicklungen aus der Vergangenheit ableiten kann und das kann dann auch zu starken Ungenauigkeiten führen.

      Ich hab ehrlich gesagt an sich damit kein Problem so ein Gütekriterium für Unternehmen auf dieser Basis zu machen, aber diese Temperaturskala dafür anzulegen erscheint mir da irgendwie nicht so wirklich geeignet.
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