Miami Dolphins Offseason 2020

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    • Miami Dolphins Offseason 2020

      So, hier ist er dann... der womöglich wichtigste Offseason-Thread zu den Phins in den letzten 10 Jahren!

      Wichtige Termine:

      24.02. - 04.03.2020: NFL Scouting Combine in Indianapolis

      18.03.2020: Beginn des neuen Liga-Jahres - Free Agency und Trading Periode 2020 beginnen

      23.-25.04.2020: NFL Draft in Las Vegas

      Und hier die wichtigste Figur der Off Season:

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      Den Rest übernimmt dann @burnum.

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    • Dolphins Defense unter Brian Flores:

      Wie wir inzwischen alle wissen dürften, versuchen die Dolphins unter HC Brian Flores in vieler Hinsicht die Patriots zu kopieren. Ein Bereich, in dem dies nicht zu übersehen ist, ist die Defense. Unsere Defense unter Flores/Graham in 2019 war schematisch im Prinzip identisch mit der Patriots Defense unter Flores in 2018 (die Lions spielen unter Matt Patricia ebenfalls das gleiche Scheme). Aber wie sieht diese Defense denn nun aus?

      Jeder der sich mal ein wenig mit Defense im Football beschäftigt hat, wird wissen, dass normalerweise zwischen 4-3 und 3-4 Defenses unterschieden wird. Die Pats Defense wird oft als „Hybrid Defense“ beschrieben. Einige Kommentatoren haben sie während der Saison als Mittelweg aus 4-3 und 3-4 beschrieben. Und das ist Quatsch!!!

      Unsere Defense ist tatsächlich eine Hybrid Defense. Sie ist aber weder 4-3, noch 3-4 – es ist ein Hybrid aus 4-2-5 und 3-3-5. Es sind fast immer 5 DBs (teilweise sogar 6 oder 7) auf dem Feld. Die Pats hatten 2018 nur in insgesamt 110 plays weniger als 5 DBs auf dem Feld (eine NFL Saison hat durchschnittlich in etwa 1000 plays für eine Defense). Im Vergleich dazu haben sie aber 4-2-5 formations (307 plays), 3-3-5 formations (226 plays) und sogar 3-2-6 formations (162 plays) sehr häufig benutzt. Wir haben also weder eine 4-3, noch eine 3-4 Defense – wir haben eine Nickel-Defense als Base und müssen innerhalb dieser Nickel-Base zwischen 4 DL und 3 DL formations unterscheiden. Die 5 DBs teilen sich entweder in 2 CB und 3 Safeties oder 3 CB und 2 Safeties auf – abhängig vom gegnerischen Personal. In 6 DB formations stehen meist 3 CB und 3 Safeties auf dem Platz.

      Die mit Abstand am häufigsten benutzte coverage ist Cover 1: Der FS spielt eine tiefe Zone in der Mitte des Feldes, ein weiterer Spieler (meist SS oder MLB) spielen eine underneath-zone, der Rest spielt man coverage gegen einen direkten Gegenspieler. In klaren Passsituationen wird gerne auch Cover 0 gespielt: One-on-one man coverage überall und wer keinen direkten Gegenspieler hat, blitzt den QB. Daher sind 2 Dinge in dieser Defense unabdingbar: Alle DB müssen one-on-one covern können und alle LB müssen eine gewisse Bedrohung im Passrush mitbringen. Aus diesem Grund passen auch Spieler wie Kiko Alonso (inzwischen getradet) und Reshad Jones nicht in diese Defense.


      Wie sehen denn die Anforderungen für die jeweiligen Positionen aus?
      Mit Ausnahme der Outside Cornerbacks und des FS müssen im Prinzip alle Spieler in der Lage sein, verschiedene Rollen auf vernünftigem Niveau spielen zu können. Die Defense ist voll mit „Hybrids“ (also Spielern, die nicht eindeutig in eine Positions-Schublade einzuordnen sind): Es gibt Spieler, die müssen DE und DT spielen. Es gibt Spieler, die müssen DE und LB spielen. Es gibt Spieler, die müssen LB und S spielen. Es gibt Spieler, die müssen S und CB spielen. Wir brauchen flexible, vielseitig einsetzbare Spieler. Eine eindeutige Zuordnung (wie es beispielsweise in unserer Wide-9 Defense in der Adam-Gase-Ära vorhanden war) wird es in den wenigsten Fällen geben. Vergleichen wir doch mal die 2018er Pats Defense (unter DC Flores) mit dem aktuellen Dolphins-Kader…

      Defensive Front (DL & LB):
      Ein wichtiger Punkt bei allen DL ist erstmal, dass sie alle sehr diszipliniert in ihren assignments sein müssen (gap control, rush angles). Die beiden Defensive Ends sind schonmal grundsätzlich unterschiedliche Spielertypen. Der Strong-Side DE (SDE) ist in der Regel ein klassischer 3-4 DE, der hauptsächlich 4-tech (4T) und 5-tech (5T) spielt. Bei den Pats haben diese Rolle unter Flores Adrian Clayborn und Deatrich Wise gespielt, bei uns letzte Saison John Jenkins und Zach Sieler (Jonathan Ledbetter war vorgesehen, hat sich aber sehr früh verletzt). Der Weak-Side DE (WDE) ist eher ein Edgerusher, der allerdings auch gegen den Lauf sein Gap halten können muss (Trey Flowers bei den Pats, diese Saison Chase Winovich & John Simon). Charles Harris, Trent Harris und Taco Charlton durften sich in dieser Rolle alle mal versuchen, wirklich erfolgreich war allerdings niemand. Hier brauchen wir auf beiden DE Positionen dringend Verstärkung!
      Bei den Defensive Tackles gibt es einen körperlich starken DT, der hauptsächlich NT oder 1T spielt (gelegentlich auch mal 2T). Bei den Pats waren das Malcom Brown und Danny Shelton, bei uns spielt Davon Godchaux diese Rolle – und er spielt sie gut. Der andere DT ist eher ein DE/DT Tweener, er muss zwingend ein sehr variabler Spieler sein, da er 2- bis 5-tech alles spielen muss (Lawrence Guy & Adam Butler bei den Pats). Diese Variabilität ist einer der Stärken von Christian Wilkins, der am College meist 3T gespielt hat, bei uns aber dieses Jahr deutlich vielseitiger eingesetzt wurde (teilweise auch als DE in 3-DL formations).
      Die Linebacker müssen bei den Pats grundsätzlich ALLE auch vernünftige Passrush Skills mitbringen, da sie häufig als Blitzer eingesetzt werden und in einigen sub-formations auch als klassische Edge-Rusher fungieren. Bei den Pats haben 2018 Donta Hightower und Kyle Van Noy die beiden every-down LB Positionen gespielt, dazu kamen John Simon oder manchmal auch Trey Flowers in formations mit 3 LB.
      Hightower spielt eine Rolle, die man am ehesten mit einer Mischung aus einem klassischen MLB und einem 3-4 OLB vergleichen kann. Seine Hauptaufgaben liegen im run-stopping und pass-rushing, aber er muss auch in der Lage sein, notfalls mal einen RB oder TE zu covern. Bei uns hat diese Rolle hauptsächlich Raekwon McMillan gespielt, der als run-stopper ähnlich gut ist wie Hightower, aber beim passrush und in coverage muss er sich noch steigern, wenn er jemals den Schritt vom situational player zum every-down-player schaffen will. Gegen Ende der Saison hat Sam Eguavoen diese Rolle sehr solide ausgefüllt.
      Der einzige echte every-down LB bei uns war diese Saison Jerome Baker. Er hat die Van-Noy-Rolle als „Moneybacker“ gespielt. Diese Rolle ist eher eine Mischung aus klassischem 4-3 WLB (Will) und 3-4 OLB. Er muss ein sicherer Tackler sein, gut in Coverage und wird auch teilweise als rusher an der LOS eingesetzt, dafür ist Baker eigentlich extrem undersized (Baker hat 225 Pfund, Van Noy 250).
      Die dritte LB-Rolle ist der sogenannte Buck. In diesem Fall ausnahmsweise mal kein Tweener, sondern eigentlich ein klassischer 3-4 OLB, dessen Hauptaufgaben aus Passrush und Edgesetting bestehen. John Simon und Trey Flowers bei den Pats, Vince Biegel und Andrew Van Ginkel bei uns.

      Defensive Backs (CB & S):
      Die Outside Corners sind schnell beschrieben: Sie spielen extrem viel man coverage (sowohl press-man als auch off-man) und müssen daher sowohl physisch an der LOS sein, als auch schnell und beweglich in coverage. Stephon Gilmore und Xavien Howard sind sehr ähnliche Spielertypen und spielen diese Position für ihre jeweiligen Teams auf extrem hohem Niveau. Einen vergleichbaren Spieler auf der anderen Seite des Feldes sehe ich bei uns allerdings aktuell nicht (am ehesten käme aktuell wohl Nik Needham in Frage).
      Der Nickelback (NCB) teilt sich seinen Job mit dem dritten Safety. Je nach Situation steht entweder der NCB oder ein zusätzlicher Safety auf dem Platz. Jomal Wiltz war diese Saison ein Schwachpunkt, da brauchen wir dringend Verstärkung.
      Die Rolle als SS spielt bei den Pats seit einer gefühlten Ewigkeit Patrick Chung, bei uns hat Eric Rowe sie im Laufe der Saison übernommen und dort gut gespielt. Im Prinzip ist das die Klassische Cam Chancellor Rolle: Häufig in der Box, muss gut in run-support sein und sowohl zone- als auch man-coverage (meist gegen einen RB oder TE) spielen können.
      Der FS ist ein klassischer Centerfielder im Stile von Earl Thomas. Athletik, Instinkte und taktische Disziplin sind in dieser Rolle extrem wichtig, da dieser Spieler oft der letzte Spieler zwischen dem Gegner und der Endzone ist. Ein falscher pursuit angle (oder ein missed tackle) kann da fatale Folgen haben. Bei den Pats spielte Duron Harmon diese Rolle, bei uns bis zu seiner Verletzung Bobby McCain.
      Der dritte Safety ist die sogenannte Star-Position. Bei den Pats spielt dort Devin McCourty, der in diese Rolle so perfekt passt, dass die Pats nur extrem selten ihren eigentlichen Nickel-Corner auf dem Feld haben, weil McCourty sowohl NCB als auch den Star-Safety spielt. Für diese Rolle braucht man einen extrem vielseitigen Spieler, im Prinzip eine Mischung aus CB, S und LB. Bei uns war Minkah Fitzpatrick perfekt für diese Rolle geeignet, aber er wollte sie nicht spielen, da er sich selbst eher als FS sah. Daraufhin wurde er getradet (was bei mir immer noch zu Kopfschütteln führt) und ist nun in Pittsburgh einer der besten FS der Liga. Zuletzt hat Adrien Colbert diese Rolle bei uns gespielt, da könnten wir sicher ein Upgrade gebrauchen.

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      3-3-5 Defensive Front vs 11 personnel


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      4-DL Front vs 12 personnel

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    • Änderungen im Coaching Staff 2020:

      OC: fired Chad O'Shea, hired Chan Gailey
      DC: Patrick Graham left, promoted Josh Boyer
      QB: Jerry Schuplinski left, hired Robby Brown
      OL: fired Dave DeGuglielmo, hired Steve Marshall, hired Lemuel Jeanpierre (Assistant OL Coach)
      S: fired Tony Oden, hired Curt Kuntz
      LB: hired Anthony Campanile
      OLB: hired Austin Clark
      DB: promoted Josh Boyer to DC, hired Gerald Alexander


      Roster Moves 2020:

      Abgänge:
      - S Reshad Jones (cut)
      - C Daniel Kilgore (Option nicht gezogen, daher FA)
      - S/SpT Walt Aikens (FA)
      - G Evan Boehm (FA)
      - WR Trevor Davis (FA)
      - DL John Jenkins (FA)
      - CB Aqib Talib (FA)
      - TE Clive Walford (FA)
      - OT J'Marcus Webb (FA)
      - LB Chase Allen (FA)
      - S Adrien Colbert (FA)
      - LB Deon Lacey (FA)
      - G Evan Brown (FA)
      - CB Chris Causey (FA)
      - OT Chidi Okeke (FA)
      - WR TJ Rahming (FA)
      - LB Mike Hull (FA)
      - DT Kendrick Norton (verletzungsbedingtes Karriereende)

      Zugänge:
      - signed G Ereck Flowers (3 yrs, 30 mil, 20 mil guaranteed)
      - signed DE Shaq Lawson (3 yrs, 30 mil)
      - signed S/SpT Clayton Fejedelem (3 yrs, 8,5 mil)
      - signed CB Byron Jones (5 yrs, 82,5 mil, 57 mil guaranteed)
      - signed LB Kyle Van Noy (4 yrs, 51 mil, 30 mil guaranteed)
      - signed DE Emmanuel Ogbah (2 yrs, 15 mil, 7,5 mil guaranteed)
      - signed LB/SpT Kamu Grugier-Hill (1 yr, 3 mil)
      - signed RB Jordan Howard (2 yrs, 10 mil)
      - signed C Ted Karras (1 yr, 4 mil)
      - signed LB/FB Elandon Roberts
      - resigned S Adrien Colbert (1 yr, 1,8 mil)

      Dieser Beitrag wurde bereits 12 mal editiert, zuletzt von burnum ()

    • Möchte an dieser Stelle mal ein großes Dankeschön an burnum loswerden für die vielen tollen Beiträge die du hier lieferst. Gerade jetzt wieder der Beitrag zu eurer Defense. Macht immer wieder Spaß die sehr detailierten und fundierten Meinungen zu lesen.
      Bruder Zebedäus
    • Bezugnehmend auf das, was du im sehr starken Eingangsposting geschrieben hast; macht das nicht den M. Fitzpatrick Trade letztes Jahr zum "WTF" - Trade des letzten Jahres?
      Der FS ist dann doch essentiell.
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!
    • @burnum siehst du solche Sachen eigentlich live oder beschäftigst du dich nach den Spielen noch so damit, das du diese Dinge alle siehst ? Ich finde das sehr beeindruckend. Ich schaue schon lange Football aber gerade bei der D tue ich mir mit den Formations etc doch immer noch schwer. Also großes Lob :thumbup:
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
    • Buccaneer schrieb:

      Bezugnehmend auf das, was du im sehr starken Eingangsposting geschrieben hast; macht das nicht den M. Fitzpatrick Trade letztes Jahr zum "WTF" - Trade des letzten Jahres?
      Der FS ist dann doch essentiell.
      Auch wenn die Frage nicht an mich gerichtet ist.

      Ja, eigentlich war der Trade komplett unsinnig. Allerdings wollte Fitzpatrick wie schon von Burnum den Hybrid nicht spielen und anscheinend hat es auch im Locker Room dann Stress gegeben (das ist nicht bestätigt, nur ein Gerücht).

      Ich war auch schockiert wie er getradet wurde, aber es ist nun mal so und wir werden sehen wie unser FO das löst und ich bin gespannt welchen Spieler man mit dem Pick der Steelers holt.
      Here I go again on my own, Going down the only road I've ever known. Like a drifter I was born to walk alone.
    • BruderFrings schrieb:

      Möchte an dieser Stelle mal ein großes Dankeschön an burnum loswerden für die vielen tollen Beiträge die du hier lieferst. Gerade jetzt wieder der Beitrag zu eurer Defense. Macht immer wieder Spaß die sehr detailierten und fundierten Meinungen zu lesen.
      Danke! Freut mich immer, wenn es auch Leuten aus anderen Fangruppen gefällt.


      Buccaneer schrieb:

      Bezugnehmend auf das, was du im sehr starken Eingangsposting geschrieben hast; macht das nicht den M. Fitzpatrick Trade letztes Jahr zum "WTF" - Trade des letzten Jahres?
      Der FS ist dann doch essentiell.
      Ja, absolut. In meinen Augen war das ein totaler WTF move. Hätte man halt notfalls Minkah auf FS stellen sollen und McCain auf die Star-Position und alle wären zufrieden gewesen. Denke der Move hatte viel damit zu tun, dass Flores seine Autorität im Locker Room etablieren wollte und ein Zeichen setzen wollte/musste, dass er notfalls auch vor großen Namen nicht zurückschreckt.


      Ausbeener schrieb:

      @burnum siehst du solche Sachen eigentlich live oder beschäftigst du dich nach den Spielen noch so damit, das du diese Dinge alle siehst ? Ich finde das sehr beeindruckend. Ich schaue schon lange Football aber gerade bei der D tue ich mir mit den Formations etc doch immer noch schwer. Also großes Lob :thumbup:
      Ein paar Dinge sehe ich direkt live beim Schauen der Spiele. Ob die Defense nun in einer 3-man front spielt oder in einer 4-man front ist recht easy zu erkennen. Auch kleinere Tendenzen (z.B. gegen 2 TE meist 4-man fronts) kann man während der live spiele sehen. Die ganzen Details (Steht da nun ein dritter Safety im Slot oder ein Nickel-CB? Spielt die Defense Cover 1 oder Cover 3?) brauchen dann etwas mehr Recherche. Gerade die 3-3-5 Defense ist ein kleiner Favourite von mir, da ich früher selber mal in so einer Defense gespielt habe.

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    • Erstmal allen ein frohes neues Jahr und @burnum : Vielen Dank für den Beitrag. Mal wieder beeindruckend!

      Einen weiteren wichtigen Termin können wir noch ergänzen:

      06.01.20 -> Entscheidung von Tua, ob er zum Draft meldet oder am College bleibt.

      So hat er es zumindest via Social Media verkündet - kann man gespannt sein.
      Florida 2010, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016
    • Miami Dolphins 2019 Season Review (1/2)

      Record: 5-11 (4th in AFC East)

      „Nicht Fisch, nicht Fleisch.“
      „Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel.“
      „Being bad at being bad.“

      Inspiriert von einem anderen User versuche ich mich mit einem kleinen Augenzwinkern auch mal an ein paar Redewendungen und Sprichwörtern, die mir zum Saisonverlauf einfallen. Die Saison war von Anfang an darauf ausgelegt, uns für die nun kommende Offseason möglichst gut zu positionieren. Das hat nun am Ende nur bedingt geklappt (#5 OVR pick). Ob man sich nun über die schlechter-als-zu-erwartende Draftposition ärgert oder über die besser-als-zu-erwartende Leistung auf dem Feld freut, das darf gerne jeder für sich entscheiden. Ich selber war lange hin- und hergerissen. Es gibt in meinen Augen gute Argumente für beide Seiten und kein klares schwarz/weiß, sondern jede Menge Grautöne dazwischen (wie bei so vielen Dingen im Leben). Und schließlich gab es ja mit dem Sieg bei den Pats noch ein versöhnliches Ende.
      Da wir uns hier im Forum aber in den letzten Monaten über genau dieses Thema schon zu Genüge ausgelassen haben, spare ich es jetzt hier aus. Es soll hier jetzt nicht darum gehen, was man wie vielleicht hätte anders machen können. Die Situation ist jetzt so wie sie ist – und daraus müssen wir das Maximum rausholen…

      Was hat uns diese Saison denn nun gebracht? Zu aller erst muss man ganz klar sagen, dass HC Brian Flores eine vielversprechende erste Saison hatte. Er hat aus einem absoluten Rumpfkader, der qualitativ auf maximal 2 Siege ausgelegt war, zu einer 5-11 Saison geführt. Darauf kann man aufbauen!
      Die Offense hat im Schnitt 19,1 Punkte erzielt (Rang 25 von 32 in der NFL), das ist eine Verbesserung zur Adam Gase / Ryan Tannehill Offense von 2018, aber trotzdem liegen wir noch deutlich unter dem NFL Durchschnitt (ca. 24 Punkte). Es ist auf den ersten Blick zu erkennen, dass wir extrem passlastig waren (sein mussten), da das Running Game nicht existent war (schlechtestes Running Game der NFL, Rang 32). Das Passspiel lag am Ende auf Rang 12 (gemessen an total passing yards).

      Wir haben im Saisonverlauf einen neuen Rekord für die meisten eingesetzten Spieler innerhalb einer Saison aufgestellt (ich weiß die genaue Zahl nicht, aber es dürften so ca. 80 gewesen sein). Es ist zu erwarten, dass viele dieser ca. 80 Spieler reine „stop-gaps“ waren und nächstes Jahr nicht mehr im Team sind. Ich werde daher jetzt nicht 80 Spieler einzeln durchgehen und bewerten – zum einen bin ich dazu dieses Jahr zu faul, zum anderen haben einige Spieler auch nur 1-2 Spiele gemacht, da fällt die Bewertung recht schwer.
      Daher werfe ich hier einen Blick auf die Spieler, mit denen man m.E. auch 2020 weiter planen kann/sollte. Diese Liste ist rein subjektiver Natur – ihr dürft gerne bei einzelnen Spielern anderer Meinung sein als ich. Es geht mir erstmal nur darum, den aktuellen Kader zu bewerten. Es geht mir noch nicht darum, Spieler zu identifizieren, die ich in der Offseason gerne als Neuzugänge (FA oder Draft) hätte – das kommt später…
      Am Ende jeder Positionsgruppe findet ihr dann noch ein „Need-Grade“ von 1 bis 10 (1 = kein Need, 10 = ohne Verstärkung auf dieser Position können wir mittelfristig nicht wettbewerbsfähig sein). Auch hier handelt es sich um eine subjektive Einzelmeinung.

      Also – welche Spieler würde „GM Burnum“ für die nächste Saison im Kader behalten?


      QB:

      Ryan Fitzpatrick hat noch 1 Jahr Vertrag und hat nach anfänglichen Schwächen eine sehr gute zweite Saisonhälfte gespielt. In ihm sehe ich den perfekten QB für die nächste Saison – er könnte auf passablem Niveau spielen und zugleich einen jungen QB als Mentor aufbauen (ich gehe davon aus, dass wir irgendwo in diesem Draft einen QB picken). Zunächst muss Fitz aber wohl entscheiden, ob er überhaupt noch nen Jahr spielen will oder ob er seine Karriere beendet.

      Josh Rosen hat im Training und seinen wenigen Starts nicht bewiesen, dass er ein NFL Starter sein kann. Aber er steht noch 2 Jahre günstig unter Vertrag. Falls ein Team uns für ihn einen midrounder geben sollte, würde ich ihn traden, ansonsten darf er gerne bleiben und mit dem Rookie um den Job als QB of the future kämpfen.

      Vergleich man die Stats der beiden eingesetzten QBs, hat Fitzpatrick in allen Bereichen klar die Nase vorn:
      QB Rating: Fitz 85,5; Rosen 52,0
      Passquote: Fitz 62,0%, Rosen 53,2%
      Yards pro Passversuch: Fitz 7,0; Rosen 5,2
      TD/INT Verhältnis: Fitz 20/13; Rosen 1/5

      QB Need: 8/10 mit Fitzpatrick, 10/10 falls Fitzpatrick retired. In einer perfekten Welt draften wir Tua und er kann ein Jahr hinter Fitzpatrick lernen, seine Verletzung auskurieren und danach nahtlos übernehmen. Falls das nicht geht, muss man sich überlegen, wie man die QB mittelfristig aufstellen will. Aber dazu werde ich mir erst ab Ostern ernsthaftere Gedanken machen…


      RB:

      Gaskin und Laird haben beide noch 3 Jahre günstigen Rookievertrag. Sportlich haben allerdings beide noch nicht viel gezeigt – wenngleich auch hinter einer katastrophalen OL. Im Vergleich der beiden sehe ich Gaskin vorne.

      Perine ist ein reiner Power Back – aber das war LaGarette Blount bei den Pats auch.

      FB Cox hatte als Rookie nur eine recht kleine Rolle. Er hat mehr Special Teams gespielt als Offense.

      Wir haben 3 junge RB (Gaskin, Laird, Perine), die alle noch günstig unter Vertrag stehen und gerne 2020 ins Camp kommen dürfen und sich um die Plätze als RB3 & RB4 streiten dürfen. Ballage ist der schlechteste NFL RB den ich in letzter Zeit gesehen habe. Er hat diese Saison einen Schnitt von 1,8 yards pro carry. Ja, er hat tolle size/speed Werte. Aber er hat null vision oder contact balance – in meinen Zukunftsplanungen spielt er trotz günstigem Vertrag (2 Jahre) keine Rolle.

      RB Need: 10/10 – Wir haben mit großem Abstand das schlechteste RB corps der Liga. Grundsätzlich bin ich kein Freund davon, RBs früh zu draften oder viel Capspace in diese Position zu investieren. Aber Verstärkungen brauchen wir trotzdem dringend. Wenn QB Ryan Fitzpatrick am Saisonende dein leading rusher ist (mit gerade mal 243 yards), dann ist da etwas falsch gelaufen. Wir brauchen 2 neue RBs für nächste Saison, ich würde mir wünschen, dass man sowohl einen Free Agent als auch einen Rookie für diese Position holt.


      WR:

      DeVante Parker hat diese Saison den Schritt vom Talent zum guten NFL Starter gemacht. Nach seiner Vertragsverlängerung ist sichergestellt, dass er die nächsten Jahre da ist. Er ist DIE Entdeckung der Saison. Letzte Saison war er mit 309 yards der fünftbeste WR bei den Dolphins, dieses Jahr ist er mit 1202 yards fünftbester WR der gesamten Liga (was sicher auch zu einem Teil am QB liegt – Fitzpatrick wirft halt die 50/50 Bälle, die sich Tannehill nie getraut hat).

      Preston Williams hatte bis zu seiner Verletzung eine gute Rookiesaison und steht noch 3 Jahre unter Vertrag. Wenn alles normal läuft, haben wir mit Parker/Williams ein gutes Outside WR Duo.

      Allen Hurns hat auch kürzlich seinen Vertrag verlängert und hat sich als solider Backup (Notnagel) bewährt.

      Jakeem Grant steht ebenfalls langfristig unter Vertrag. Er ist zwar kein Starter, aber durch seine Explosivität ist er ein guter Returner und hat inzwischen auch in der Offense eine klare Rolle als Speedster.

      Isaiah Ford steht noch 1 Jahr unter Teamkontrolle und hat mich als Backup zum Saisonende überzeugt. Als Parker gegen die Jets mit der Gehirnerschütterung schon in Q1 raus musste kam Ford und hatte 6 catches für 92 yards. Er soll wohl von allen Spielern am besten das Playbook kennen, selbst Ryan Fitzpatrick hat gesagt, dass er gelegentlich bei Ford nachfragen würde, wenn er Fragen zu einem Play habe.

      Gary Jennings kam über die Waivers von den Seahawks (wo er letztes Jahr 4th rounder war) und wanderte direkt auf IR. Im letzten Draftprozess war er mir bei West Virginia positiv aufgefallen.

      Albert Wilson war lange verletzt, konnte zum Ende der Saison aber wieder an seine starken Leistungen aus 2018 anknüpfen. Er steht noch 1 Jahr unter Vertrag, durch einen Cut könnte man aber 9,5 Mio sparen. Ich könnte mir vorstellen, dass er ein Kandidat für einen Cut oder restructure ist.

      Mack Hollins ist ein großer, athletischer WR, der auch im Laufe der Saison über die Waivers gekommen ist. Guter Special Teamer, aber ich sehe für ihn keinen Platz im Kader (könnte auf ein Duell zwischen Ford, Hollins und Jennings hinauslaufen um den letzten WR-Spot).

      WR Need: 2/10 – Mit Parker, Williams, Hurns, Grant, Ford und Jennings sind wir auf WR sehr tief aufgestellt. Aber es fehlt ein echter Slot WR im Stile von Welker/Edelman/Amendola. Sollten wir Wilson behalten, ändert sich mein Grade auf 1/10 – dann haben wir überhaupt keinen Platz mehr im Kader für einen weiteren WR.
      Die kommende Draftclass gilt als historisch tief auf WR, vielleicht würde ich in den midrounds also trotz eigentlich nicht bestehendem Need trotzdem zuschlagen. Aber bitte kein WR in Runde 1 oder 2 – dazu haben wir zu viele Needs in (fast allen) anderen Bereichen.


      TE:

      Mike Gesicki hat sich nach enttäuschender Rookiesaison dieses Jahr zu einem guten pass-catching TE entwickelt. Als Blocker hat er aber weiter klare Schwächen.

      Durham Smythe ist im Prinzip das genaue Gegenstück zu Gesicki – solide als Blocker, aber receiver fehlt ihm die Athletik.

      TE Need: 5/10 – Gesicki und Smythe würden zusammen einen sehr guten TE ergeben. Einzeln betrachtet sind sie allerdings sehr eindimensionale Spieler (jeder auf seine Weise). Ein echter Allrounder TE wäre auf jeden Fall eine sinnvolle Verstärkung, aber es gibt sicher größere Baustellen.


      OL:

      Jesse Davis hat diese Saison nach wackeligem Start auf RT einen guten Job gemacht, letzte Saison war er ein Lichtblick auf RG. Er hat noch 3 Jahre Vertrag. Ob nun auf RT oder RG, Davis dürfte wohl Teil unserer OL sein.

      Michael Deiter kam mit etwas Hype als 3rd rounder aus Wisconsin (die ja traditionell für gute OL bekannt sind), konnte meine Erwartungen allerdings als Rookie noch nicht erfüllen. In einer extrem schwachen OL war er teilweise sogar noch der größte Schwachpunkt. Aber ich traue ihm durchaus zu, sich weiter zu verbessern (vor allem im run blocking muss er sich steigern). Aktuell sehe ich ihn eher als Backup Guard.

      C Daniel Kilgore ist intern sehr respektiert (u.a. auch team captain) und gilt als guter Kommunikator (was als C sicher wichtig ist). Leider ist er mir nicht als guter Blocker aufgefallen und hat vor allem im run blocking eklatante Schwächen. Seit er unser Center ist, haben wir null push bei inside runs. Und zum pullen und second level blocking fehlt ihm schlicht die Athletik. Ich befürchte dass er auch für 2020 als Center eingeplant ist. Ich persönlich würde ihn cutten und die 3,7 Mio Capspace nehmen.

      Dazu kommen noch eine ganze Reihe von UDFA und journeymen (die Liste ist lang). Stellvertretend seien mal Shaq Calhoun, Julien Davenport (schwache Saison auf LT) und Danny Isidora (früh verletzt) genannt. Davon werden sicherlich einige im Camp wiederkommen, einige werden bei uns keine zweite Chance bekommen. Diese Spieler dürfen gerne im Training Camp um einen Job kämpfen, aber es hat sich niemand derart aufgedrängt, dass ich mich auf ihn verlassen würde und ihn jetzt für 2020 fix einplanen würde.

      OL Need: 10/10 – insgesamt war unsere OL dieses Jahr eine absolute Katastrophe und in meinen Augen DIE größte Schwachstelle im kompletten Team. Jesse Davis war ok, alle Anderen waren irgendwo zwischen schwach und grottenschlecht. In meinen Augen brauchen wir mindestens 3 Neuzugänge für die OL diese Offseason, davon muss einer auf passablem Niveau LT spielen können und einer sollte in der interior OL (G oder C) für konstanten push im running game sorgen.

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    • Miami Dolphins 2019 Season Review 2/2

      Nachdem wir uns in Teil 1 schon mit der Offense befasst haben, kommen wir nun zur Defense...

      (Note: Ich hätte die Review lieber in einem zusammenhängenden Post veröffentlicht, aber es gibt anscheinend ein Limit von 20.000 Zeichen pro Post, daher musste ich es auf 2 Posts aufteilen.)


      DL:

      Davon Godchaux hat bei uns meist NT oder 1-tech gespielt. Gut gegen den Lauf, aber mit wenig pressure im Passspiel. Wenn er nicht das ganz dicke Geld haben will, würde ich seine Vertragsverlängerung diese Offseason zu einer Priorität machen. Sollte er aber nun auf der Suche nach top DT money sein, darf er notfalls gehen. Ich sehe in ihm noch keinen elite DT, sondern einen guten run-stopper mit Potenzial nach oben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

      Christian Wilkins ist sozusagen das Gegenstück zu Godchaux – er hat seine Stärken im Passspiel, gegen den Lauf wird er aber noch zu leicht aus seinem Gap geblockt. In unserer Defense spielt Wilkins je nach alignment sehr verschiedene Rollen (2/3/4/5-tech). Er ist eigentlich ein gap-shooter, jemand der mit Explosivität am Snap gewinnt. In unserer Defense muss er allerdings häufig two-gap spielen, kann daher seine Explosivität gar nicht so nutzen wie in einem one-gap scheme (wie er es in Clemson gespielt hat). Seine große Stärke ist seine Flexibilität – genau sowas brauchen wir in dieser Defense. Aber es ist halt im Normalfall keine Defense, in der einzelne Spieler mit hohen Sack-Zahlen glänzen.

      Zach Sieler hatte m.E. dieses Jahr von allen DL-Spielern das dominanteste Spiel: Beim Sieg gegen die Bengals hat er mich komplett überzeugt. Kam von der Ravens-PS und passt perfekt ins Scheme. Kein sexy Edgerusher, aber ein körperlich starker 4/5-tech, der auf seiner Seite die Edge dicht macht und zusätzlich ein wenig push im Passspiel mitbringt (und hier und da mal nen Pass an der LOS blockt).

      Jonathan Ledbetter hat in der Preseason eine ähnliche Rolle gespielt wie ich sie gerade bei Sieler beschrieben habe. Leider hat er sich im ersten Saisonspiel verletzt und den Rest der Saison verpasst. Neue Chance im nächsten Jahr.

      DL-Need: 9/10 – ähnlich wie bei den TE haben wir mit Godchaux und Wilkins zwei Spieler, die zusammen einen richtig guten Spieler ergeben würden. Im Gegensatz zur TE Position müssen in der DL allerdings beide Spieler dauerhaft spielen, weil einfach die Alternativen fehlen. Es fehlt ein echter NT (Godchaux ist mit 315 Pfund eigentlich ein wenig undersized und könnte in run-first Situationen auch auf DE rücken) und vor allem fehlt ein DE, der sowohl die Edge dicht macht als auch pressure gegen den Pass bringen kann. Wir brauchen keinen Speedrusher wie Cam Wake, eher einen Power Player wie Cam Heyward oder Calais Campbell. Sieler und Ledbetter sind gute Jungs für die Rotation, aber es fehlt ein echter starting caliber DE, der unsere eklatanten Probleme im Passrush behebt und zusätzlich solide gegen den Lauf ist.

      Note: In unserer Defense lässt sich nicht mehr klassisch in in DE, DT und LB unterteilen, da viele Spieler mehrere Rollen spielen müssen, je nach alignment. Daher habe ich die Einteilung in DL & LB hier nach Spielertypen und Körpermaßen vorgenommen. Alles ab 280 Pfund habe ich als DL gewertet, den Rest als LB.


      LB:

      Jerome Baker hat zu Saisonbeginn etwas gebraucht um sich an seine Rolle in der Defense zu gewöhnen, in der zweiten Saisonhälfte war er dann solide. Sowohl in coverage als auch als Blitzer hat er seine Stärken, dazu ist er ein sicherer Tackler. Wenn er allerdings erst einmal geblockt ist, lässt er sich zu leicht aus dem play nehmen – da würden ihm ein paar zusätzliche Pfunde vielleicht helfen. Gegen den Lauf ist er ein klarer Schwachpunkt.

      Raekwon McMillan ist das Gegenstück zu Baker: Ein old-school „thumper“, der seine Stärke klar gegen den Lauf hat (tackling, blockshed, edge-setting), dafür aber in coverage extrem limitiert ist. In der modernen NFL ist man damit nur noch ein situational player. Vor 20 Jahren wäre McMillan ein Star gewesen…

      Sam Eguavoen hat in der Preseason viel Hype bekommen, konnte diesen dann aber zu Saisonbeginn nicht bestätigen. In der zweiten Saisonhälfte dann etwas stärker. Solider Backup mit Qualitäten in coverage und als Blitzer (3,5 Sacks).

      Vince Biegel kam als no-name im Zuge des Kiko-Alonso-Trades und hat sich im Laufe der Saison zu einem soliden role player entwickelt. Er bringt sicher keine überragenden athletischen Voraussetzungen mit, aber er macht vieles davon mit seinem „high motor“ wett. Situational pass rusher und solide als Edge-Defender.

      Andrew Van Ginkel war der Spieler, der ursprünglich für die Biegel-Rolle als designierter Blitzer vorgesehen war, allerdings verletzte er sich in der Preseason und kam dann erst kurz vor Saisonende zurück. Was er dann in den wenigen Snaps zum Saisonende gezeigt hat, rechtfertigt durchaus einen Platz im Kader für 2020. Fast identischer Spielertyp wie Biegel, auch am College in Wisconsin war er dessen direkter Nachfolger auf der Rush-LB Position.

      Trent Harris kam zu Saisonbeginn übers Waiver Wire von den Pats. Den Großteil der Saison war er schlecht, aber gegen Ende hat er sich gesteigert. Gutes Spiel in Week 17 gegen die Pats.

      Die ehemaligen 1st round picks Charles Harris und Taco Charlton haben mir zu wenig gezeigt, um einen Rosterplatz für 2020 zu legitimieren. Harris müssen wir wohl endgültig als Bust abstempeln (3,5 Sacks in 3 Jahren, dazu schwach gegen den Lauf). Charlton hat das Team zwar in Sacks angeführt (5), aber die meisten seiner Sacks waren eher „abgestaubt“. Dazu hatte er auch immer mal wieder komplett katastrophale Momente dabei.

      LB Need: 6/10 – notfalls könnte ich damit leben, wenn wir 2020 mit den genannten LB an den Start gehen – unter der Voraussetzung, dass man den Passrush über die DL verbessert. Sollte uns ein guter Scheme-Fit in den Schoß fallen (jemand wie Kyle Van Noy als FA oder Anfernee Jennings im Draft), könnte diese Unit sicher ein Upgrade vertragen. Bisher haben wir in dieser Unit viele Spezialisten (Biegel & AVG als Blitzer, McMillan als run stopper, Eguavoen in coverage), ein weiterer every-down player würde sicher helfen.

      Note: Den fehlenden Passrush habe ich in diesem Fall der DL zugeordnet, könnte man aber ebenso in die Verantwortung der LB packen. Dann fiele das Need in der DL deutlich geringer und bei den LB deutlich größer aus. Allgemein brauchen wir dringend besseren Passrush. Ob das dann von der DL oder den LB kommt, ist mir eigentlich egal.


      DB:

      CB Xavien Howard hat den Großteil der Saison verletzt verpasst. Wenn er fit ist, gehört er auf seiner Position zu den Besten der Liga. Er ist DER eine verbliebene „Franchise Player“ im Kader.

      Bobby McCain wurde vor der Saison vom Nickel-CB zum FS und hat diese Rolle passabel gespielt. Hätte ich in einer perfekten Welt lieber Minkah Fitzpatrick in dieser Rolle??? Natürlich, aber darum geht es hier nicht. McCain ist ein solider Spieler, der sowohl als FS als auch als NCB auf NFL Starter Niveau spielen kann.

      Eric Rowe hat seinen Vertrag kürzlich um 4 Jahre verlängert. Zu Saisonbeginn war er als CB eine Katastrophe, dann wurde er aus der Not heraus auf Safety gestellt (Minkah weg, McCain & Jones verletzt) und konnte hier überzeugen. Vor allem die coverage gegen gegnerische TE hat sich enorm verbessert seit Rowe Safety spielt.

      Nik Needham dürfte wohl zu den größten Aufsteigern der Saison zählen. Als UDFA gekommen hat er es zunächst aufs 53er Roster geschafft, sich dann einen Job als Starter gesichert und diesen teilweise sogar recht ordentlich erledigt. Needham ist allerdings ein schematisch recht einseitiger Spieler: Gut in press coverage an der LOS, aber mit Problemen in downfield coverage. Er erinnert mich extrem an unseren ehemaligen 2nd round pick Jamar Taylor.

      Die beiden Safeties Steven Parker und Adrien Colbert haben mir in der zweiten Saisonhälfte recht gut gefallen und sollten als Backups gehalten werden. Vor allem Parker hat dabei die Centerfielder-Rolle sehr überzeugend gespielt. In seine Entwicklung würde ich gerne noch weiter investieren.

      Walt Aikens ist nach der Saison FA. Er ist im Prinzip ein reiner Special Teamer (allerdings ein sehr guter). Für kleines Geld würde ich ihn sofort zurückholen, wenn er aber nun wie der beste Special Teamer der Liga bezahlt werden will, darf das ein anderes Team übernehmen.

      Nickel CB Jomal Wiltz hat sich zwar im Laufe der Saison gesteigert, gehört aber weiterhin zu den Schwachstellen unserer Defense. Auf dieser Position könnten wir dringend ein Upgrade gebrauchen. Wiltz hat mir diese Saison zu häufig auf dem Platz gestanden.

      Tae Hayes kam spät dazu, hatte allerdings zum Abschluss ein gutes Spiel gegen die Pats.

      Kommen wir nun zum Elefanten im Raum: Reshad Jones hat in den letzten 2 Jahren einfach nicht ansatzweise so geliefert, wie man es von jemandem mit seinem Vertrag erwarten würde. Er hat zweifelsohne über Jahre hinweg einen super Job als SS gemacht und stand sogar 2x im Pro Bowl. Aber davon ist er nun auch schon 2 Jahre entfernt. Inzwischen ist er leider häufig verletzt und wenn er mal fit ist, fällt er durch blödes Verhalten gegenüber Coaches und schwache Leistungen auf dem Feld auf. Im besten Fall traden (dürfte schwer werden), notfalls bringt uns ein cut mit post-june designation ca. 9,5 Mio Capspace ein. Aber in unserer Defense (wo alle DBs zwangsläufig viel man coverage spielen müssen) passt er nicht rein.

      DB Need: 8/10 – In unserer Defense haben wir eigentlich fast immer mindestens 5 DBs auf dem Sportplatz (die meisten Formations sind irgendwelche Arten von 4-2-5 oder 3-3-5). Wir haben einen top CB und zwei passable Safeties (McCain/Rowe). Dazu ein paar junge Backups (Needham, Parker, Colbert). Es fehlt also ein #2 CB und ein Safety oder Nickel. Bei den Steelers habe ich neulich einen verdammt guten und jungen Safety gesehen – wenn wir den doch bloß in Miami hätten…


      Special Teams:

      P Matt Haack, K Jason Sanders und LS Taybor Pepper haben ihre Jobs vernünftig erledigt. Wir haben genug andere Baustellen…



      PFF-Grades:

      Bisher war alles (außer den Stats zu Beginn) meine rein subjektive Wahrnehmung, vielleicht hier und da mal an nen paar Stats angelehnt. Um meine persönlichen Eindrücke nun mal mit ein paar halbwegs objektiven Zahlen zu vergleichen, habe ich einige meiner Eindrücke mal mit PFF-Grades verglichen (Vielen Dank an meine PFF Quelle!). Natürlich weiß ich, dass auch PFF-Grades nicht immer der Weisheit letzter Schluss sind – je nach Position sind sie teilweise wirklich mit Vorsicht zu genießen. Aber gerade bei den Linemen hat man sonst natürlich nicht viele Zahlen und Stats die man nutzen kann. Ich würde niemals die reinen Analytics (z.B. PFF) nehmen, um mir eine Meinung über einen Spieler zu bilden. Das „scouting“ (also der subjektive Eindruck vom Spieler) hat bei mir immer den größeren Stellenwert, aber es kann ja nicht schaden, sich eine zweite Meinung (in dem Fall PFF) einzuholen.

      Um nicht zu viel mit Kommazahlen arbeiten zu müssen, habe ich auf ganze Zahlen auf- oder abgerundet. Spieler, die kaum gespielt haben, habe ich aufgrund der geringen statistischen Aussagekraft nicht berücksichtigt.

      Bei den RBs hatte Mark Walton mit großem Abstand das beste Grade (78), alle anderen RB lagen unter 65. Das schlechteste Grade hatte (für mich überraschend) nicht Ballage (58), sondern Laird (47).

      Bei den WR hat wenig überraschend DeVante Parker das beste Grade (80). Hier zeigt sich die Tiefe unserer WR Unit – wir haben 5 WR mit Grades über 63, nur Allen Hurns (57) fällt deutlich ab.

      Beim Passblocking hat Daniel Kilgore das mit Abstand beste Grade (73) – das hätte ich so nicht erwartet, muss ich meine Meinung über Kilgore vielleicht nochmal revidieren? Davenport (61) und Davis (60) waren noch so gerade im durchschnittlichen (eher unterdurchschnittlichen) Bereich, aber Boehm (45), Calhoun (44), Deiter (38) und Webb (32) waren alle eine absolute Katastrophe laut PFF. Das deckt sich ja in etwa mit meiner Beschreibung weiter oben. Auch beim Runblocking sind die Grades fast durch die Bank schlecht, einzig Kilgore (61) liegt im (gerade noch) akzeptablen Bereich. Laut PFF war Kilgore unser bester O-Liner, ich persönlich hätte da auf Jesse Davis (60 PBL, 54 RBL) getippt. Alle anderen O-Liner haben Run Blocking Grades unter 50. Ich sehe mich in meiner Aussage bestätigt, dass wir mindestens 3 neue OL brauchen.

      Auf der anderen Seite der Line schauen wir uns zuerst die Run Defense Grades an. Zach Sieler (78) hatte mit zugegeben recht wenig gespielten Snaps die besten Werte, dahinter folgten Biegel (70), Godchaux (68) und Wilkins (67). Schwachpunkte gegen den Lauf waren eindeutig unsere Edge-Player (mit Ausnahme von Biegel): Alle Edge-Player (C.Harris, T.Harris, AVG, Taco, Moss) hatten Grades unter 58 – Taco Charlton ist mit einem Wert von 46 wenig überraschend Inhaber der roten Laterne. Beim Passrush hat John Jenkins (70) den besten Wert – hier muss ich allerdings die Jungs von PFF mal deutlich hinterfragen! In allen messbaren Statistiken liegt Jenkins deutlich hinter den anderen Startern zurück, trotzdem hat er bessere Werte als Sieler (66), Biegel (60), Wilkins (59) und Godchaux (54). Es kann mir niemand erzählen, dass John Jenkins (12 Hurries, 1 Sack) ein besserer Passrusher ist, als Christian Wilkins (30 H., 2 S.) oder Vince Biegel (34/2,5). Da passen die Grades einfach nicht.

      Bei den Off-Ball Linebackern könnte man nun natürlich unterscheiden in Run Stopping, Passrush und Coverage. Der Einfachheit halber nenne ich mal nur die Gesamtgrades – da liegt McMillan (64) vor Eguavoen (51) und Baker (46), wobei auch die PFF Grades widergeben, dass McMillan eher ein Runstopper ist und Schwächen in Coverage hat (77 gegen den Lauf, 43 in Coverage). Allgemein gewichten mir die Grades bei den LB das Laufspiel im Vergleich zum Passspiel zu stark. Dass Baker aber dermaßen schlecht abschneidet, überrascht mich durchaus.

      Bei den DBs haben Jones (73, in allerdings nur 4 Spielen) und Parker (71) die besten Gesamtwerte. Alle anderen DBs sind irgendwo im durchschnittlichen Bereich zwischen 59 und 65, lediglich Jomal Wiltz (44) und Ryan Lewis (39) fallen nach unten ab. Steven Parker hat mich hier positiv überrascht. Die ganze Saison haben wir viel über Nik Needham (61) gesprochen, aber laut PFF ist Parker die eigentliche Entdeckung der Saison.



      Zusammengefasst: Mit folgenden Spielern würde ich auch 2020 weiter planen:

      Starter:

      QB: Fitzpatrick/Rookie
      RB: ---
      FB: Cox
      WR1: Parker
      WR2: Williams
      Slot: (Wilson)
      TE: Gesicki
      LT: ---
      LG: ---
      C: (Kilgore)
      RG: ---
      RT: Davis
      DE: ---
      DE: ---
      DT: Wilkins
      NT: Godchaux
      $LB: Baker
      MLB: McMillan
      Rush: (Biegel)
      CB1: Howard
      CB2: ---
      Nickel/Star: ---
      FS: McCain
      SS: Rowe
      K: Sanders
      P: Haack
      LS: Pepper
      RET: Grant

      Backups:
      QB: Rosen
      RB: Gaskin, (Laird), (Perine)
      WR: Hurns, Grant, (Jenkins)
      Slot: Ford
      TE: Smythe
      OT: (Davenport)
      OG: (Deiter/Calhoun)
      C: ---
      DE: Sieler, Ledbetter
      DT: ---
      NT: ---
      LB: Eguavoen
      Rush: Van Ginkel
      CB: Needham, (Hayes)
      Nickel/Star: (Colbert)
      FS: Parker
      SS: ---


      Sollte es die Zeit zulassen, habe ich auch dieses Jahr wieder vor, einen "Offseason Plan" zu erstellen. Damit werde ich aber erst beginnen, wenn auch feststeht, welche Spieler sich zum Draft anmelden und welche Spieler definitiv Free Agents werden. Vor Mitte Februar wird es also nix...

      So, fertig erstmal. Jetzt seid ihr dran - was seht ihr ähnlich, was seht ihr anders?

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von burnum ()

    • Tolle Arbeit burnum, für Genuss-NFL-Fans wie mich wahnsinnig interessant, teilweise fast schon etwas überfordernd. Insofern würde ich es nicht wagen, etwas anders zu sehen. Howard ist vielleicht nach den jüngsten Eskapaden etwas ein Fragezeichen...und mit Williams als WR zu rechnen finde ich auch etwas gewagt.. ansonsten... ich hätte gerne Herbert als jungen QB, nicht Tua. Ist so ein Gefühl...(wobei das jetzt nicht auf den Post bezogen ist)...
    • Großartiger Post, burnum !! Danke.
      Finde auch deinen Abgleich mit den PFF-Grades super.
      Habe schon wieder was dazugelernt, indem ich diesmal gegoogelt habe, was denn der Unterschied zwischen einem 3-tech und 5-tech DL ist. :wop

      Wie Saraya schon angesprochen hat, fliegt Howard ggf. aus der Liste raus. Ich kann mir vorstellen, dass Grier und Flores da ne klare Kante fahren wollen, wenn Howard wirklich angeklagt wird. Dann ist der Need bei den DBs 10/10. Ist aber wie alles in den nächsten Monaten pure (aber interessante) Spekulation.
      "What does it mean to be a 'Cane ? It's my life, man. It's my life." - Ed Reed
    • Dolphin84 schrieb:

      06.01.20 -> Entscheidung von Tua, ob er zum Draft meldet oder am College bleibt.

      So hat er es zumindest via Social Media verkündet - kann man gespannt sein.
      dazu relevant:

      Adam Schefter schrieb:

      Alabama HC Nick Saban and Tua Tagovailoa will hold a press conference Monday at noon ET.
      "Jerry had a little Lamb"
      Taylor Stern (Dallas Cowboys.com Digital Media)
    • @burnum: Deine Analysen sind wie immer außerordentlich, super. Die Zeit hätte ich gar nicht dafür, denn Du musst Unmengen an Tapes sehen und Reports lesen.
      Aber klasse für das ganze Forum hier! :thumbup:

      Bei den WR fühle ich mich nicht ganz so safe wie Du.
      Parker ist für mich DIE Überraschung des Jahres, aber deswegen traue ich ihm immer noch nicht zu, das über mehrere Jahre zu wiederholen. Den Beweis muss er (bzw. sein Körper) erst noch antreten.
      Dazu würde ich auch die 9,5 Mio. Cap von Wilson einstecken und einen WR draften, gerade weil diese class in Sachen WR so gut besetzt ist.

      Da wir so viele Löcher zu stopfen haben, wird das eine außergewöhnliche Off-Season werden, in der hoffentlich endlich einmal vieles richtig gemacht wird.


      btw: Tannehill hat am Wochenende genau wieder das gezeigt, was wir seit Jahren von ihm gesehen haben.
      Einerseits brilliante Pässe, wie der zum TD - ein Traum von ball placement, dann aber eine Interception zum schreien ... so ist er halt.
      ABER: die Titans haben insgesamt eine homogenere Truppe als die Dolphins ihm das jemals bieten konnten und das scheint da offensichtlich sehr gut zu passen. Glückwunsch!
      Ich hätte gerne die Gelassenheit eines Stuhls!
      Der kommt auch mit jedem Arsch klar ...

      WOUNDEDDUCKS.DE ... the hottest Cover Rock'n Roll in Germany !!!
    • Sehr beachtlich, was burmun hier den Dolphins Fans bietet :respekt

      Die Dolphins Off-Season und Draft wird mE mit Sicherheit eine der spannenderen der Off-Season. Gerade auch ein wenig aus Sicht eines Chargers Fans, die in der 1.Draftrunde direkt dahinter liegen und u.U. eben auch einen QB brauchen/holen könnten/müssten :paelzer: Die Fins haben allerdings zur Not wesentlich mehr Trade-Masse um ggf. bei hohen Bedarf weiter nach vorne zu rücken.

      Glaub nicht, dass die Bengals ihren Burrow-Pick an No.1 abgeben. Und die Skins, Giants und Lions brauchen mE keinen Rook-QB und insofern ist es eben eine interessante Off-Season wer welchen QB holen will/mag und draften könnte.

      Mal sehen was Tua auf der PK heute verkündet, aber selbst wenn er in der Draft antritt, wird da wohl immer ein gefühltes Risiko bestehen, ob und wie Fit er am Ende wirklich ist :paelzer: Und dann kommt eben (für beide Teams) die Frage, der sicherere Herbert Pick (wenn überhaupt) oder der Potential-Pick Tua :eek: Und auch eins der Teams hinter unseren könnte ggf. ja noch (überraschend) uptraden. Die Panthers (mit massiv angeschlagenem C.N.) z.B. sind ja dann auch schon direkt hinter uns :rockon:
    • Charger schrieb:

      Die Dolphins Off-Season und Draft wird mE mit Sicherheit eine der spannenderen der Off-Season. Gerade auch ein wenig aus Sicht eines Chargers Fans, die in der 1.Draftrunde direkt dahinter liegen und u.U. eben auch einen QB brauchen/holen könnten/müssten :paelzer: Die Fins haben allerdings zur Not wesentlich mehr Trade-Masse um ggf. bei hohen Bedarf weiter nach vorne zu rücken.

      Glaub nicht, dass die Bengals ihren Burrow-Pick an No.1 abgeben. Und die Skins, Giants und Lions brauchen mE keinen Rook-QB und insofern ist es eben eine interessante Off-Season wer welchen QB holen will/mag und draften könnte.

      Mal sehen was Tua auf der PK heute verkündet, aber selbst wenn er in der Draft antritt, wird da wohl immer ein gefühltes Risiko bestehen, ob und wie Fit er am Ende wirklich ist :paelzer: Und dann kommt eben (für beide Teams) die Frage, der sicherere Herbert Pick (wenn überhaupt) oder der Potential-Pick Tua :eek: Und auch eins der Teams hinter unseren könnte ggf. ja noch (überraschend) uptraden. Die Panthers (mit massiv angeschlagenem C.N.) z.B. sind ja dann auch schon direkt hinter uns :rockon:
      Sehe ich genauso. Von daher schätze ich, dass man den Lions schon ein "unmoralisches" gutes Angebot machen muss um eben nicht durch Chargers, Panthers oder Raiders etc. ausgestochen zu werden. Ich denke daher, dass wir für Tua schon #5 + #18 bieten müssten.
      Aber warten wir mal ab, was er nachher verkündet. Dass er es in der PK von Saban macht gefällt mir eigentlich nicht. Hoffe es klappt trotzdem.
    • fin4ever schrieb:

      Ich denke daher, dass wir für Tua schon #5 + #18 bieten müssten.
      Das wäre für einen solchen Move doch arg viel. Wenn man sich man die von Draft Value Chart von drafttek.com anschaut, dann liegen zwischen dem dritten und dem fünften Pick 500 Punkte.
      Unser 2nd round pick an #39 hat einen Wert von 510 Punkten. Ich weiss auch, das diese Value Charts keinen bindenen Charakter haben, es geht mir nur um eine ungefähre Einordnung.

      Über einen Uptrade an #3 für #5 und #39 kann man sich meiner Meinung nach unterhalten, wobei das immer noch ein hoher Preis für einen Spieler mit Tuas Krankenakte ist.

      Edit: Tua will declare for the 2020 Draft. Gerade bei Mando gesehen.
      "Sie dürfen nicht alles glauben was Sie denken!"

      -Heinz Erhardt-

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von MindTheGap ()

    • MindTheGap schrieb:

      fin4ever schrieb:

      Ich denke daher, dass wir für Tua schon #5 + #18 bieten müssten.
      Das wäre für einen solchen Move doch arg viel. Wenn man sich man die von Draft Value Chart von drafttek.com anschaut, dann liegen zwischen dem dritten und dem fünften Pick 500 Punkte.Unser 2nd round pick an #39 hat einen Wert von 510 Punkten. Ich weiss auch, das diese Value Charts keinen bindenen Charakter haben, es geht mir nur um eine ungefähre Einordnung.

      Über einen Uptrade an #3 für #5 und #39 kann man sich meiner Meinung nach unterhalten, wobei das immer noch ein hoher Preis für einen Spieler mit Tuas Krankenakte ist.
      Ich kenne den Value Chart, aber es geht ja darum auch potentielle Gegner wie die Raiders zu überbieten. Und damit könnte man ein Statement setzen und auch unschlüssige Lions überzeugen. In 3 Jahren redet dann Niemand mehr darüber. Und so hätte der Fitzpatrick Trade ja wenigstens noch was Gutes.

      Aber egal für heute schaue ich erst mal Draft Day.
    • Also erstmal vorweg: Tua hat declared, ist also definitiv im Draft. Trotzdem bleibt meine Grundaussage "alles hängt von seiner gesundheitlichen Entwicklung ab" erstmal bestehen.

      Zur Uptrade-Diskussion:
      Erstmal wird man schauen müssen, ob die Lions überhaupt verhandlungsbereit sind. Könnte ich mir aber durchaus vorstellen. Sollten sie signalisieren, dass sie sich einen Downtrade vorstellen können, wird viel davon abhängen, welchen Spieler Detroit nach dem Downtrade im Auge hat. Haben sie einen Top 5 Spieler im Auge, sind wir grundsätzlich in guter Position, da die Lions durch einen Downtrade nur hinter die Giants zurückfallen würden. Sollten sie jedoch jemanden im Auge haben, von dem sie glauben, ihn vielleicht auch noch an 6-10 zu bekommen (wie die Raiders damals bei unserem Uptrade für Dion Jordan), dann könnten andere Teams in besserer Position sein, bzw. wir könnten in einen bidding-war gezwungen werden.

      Für mich stellt sich das so dar: Unser Front-Office muss sich festlegen, ob Tua für sie DER EINE QB ist, den sie unbedingt haben wollen. Wenn ja: Alles notwendige tun, um ihn zu bekommen, (fast) egal wie teuer es ist. Wenn nein: Ok, aber wer ist es dann? Alternative suchen!

      Wenn ich von einem QB komplett überzeugt bin, dann muss ich auch alles tun, um ihn zu bekommen und darf mich nicht an ein 20 Jahre altes Value Chart klammern und befürchten, vielleicht zu viel abzugeben. Seht es mal aus der Perspektive von Chris Grier: Wenn er Tua pickt (egal ob mit oder ohne Uptrade) und dieser tatsächlich der erhoffte Franchise QB ist, dürfte Grier auf Jahre hinaus Jobsicherheit haben. Wenn er Tua pickt und dieser floppt, ist Grier seinen Job wohl recht bald los. Boom or bust. In der Vergangenheit waren wir bei solchen Entscheidungen meist sehr konservativ (Dion Jordan war die einzige Ausnahme) - und es hat uns zu 20 Jahren Bedeutungslosigkeit geführt. Ich bin gerne bereit, mehr Risiko einzugehen, gerade auf der QB Position.

      An meiner Meinung hat sich nix geändert - ich sehe es immer noch wie Kevin Costner:
      tua-no-matter-what.jpg
    • burnum schrieb:

      Für mich stellt sich das so dar: Unser Front-Office muss sich festlegen, ob Tua für sie DER EINE QB ist, den sie unbedingt haben wollen. Wenn ja: Alles notwendige tun, um ihn zu bekommen, (fast) egal wie teuer es ist. Wenn nein: Ok, aber wer ist es dann? Alternative suchen!
      Allein das ist der springende Punkt, sehe ich exakt genau so.
      Ich habe Tua gerne zugesehen, aber ich bin froh diese Entscheidung nicht treffen zu müssen.
      Vll. ist ein Herbert hinter einer bockstarken O-Line mit einem giga RB-Duo und einer D# die einen gameplan alive hält die bessere Lösung,
      weil er a) robuster ist und wir b) nicht uptraden müssen ...

      Gut, dass es noch ein Weilchen hin ist.
      Ich hätte gerne die Gelassenheit eines Stuhls!
      Der kommt auch mit jedem Arsch klar ...

      WOUNDEDDUCKS.DE ... the hottest Cover Rock'n Roll in Germany !!!
    • @burnum

      burnum schrieb:

      Für mich stellt sich das so dar: Unser Front-Office muss sich festlegen, ob Tua für sie DER EINE QB ist, den sie unbedingt haben wollen. Wenn ja: Alles notwendige tun, um ihn zu bekommen, (fast) egal wie teuer es ist. Wenn nein: Ok, aber wer ist es dann? Alternative suchen!

      Wie "qualifiziert" schätzt du das aktuelle FO da imo ein?
      Bauchschmerzen?
      Easy going?
      -Joe Banner: “Since Mike Lombardi and I are Moe and Larry, we set out to find Curly."
      (J.Banner at the press conference regarding the endless coach search)

      -Funny, so many Browns fans still clamor for the "safe pick" ignoring that all we've done for 15 years is the "safe pick".

      "And when that turnaround happens, wherever I am, I will smile – more than a little bittersweetly – and say, to myself, “Go Browns!”
      Sashi Brown. A Cleveland Brown,bleeding brown an orange.
    • Lobotommy schrieb:

      burnum schrieb:

      Für mich stellt sich das so dar: Unser Front-Office muss sich festlegen, ob Tua für sie DER EINE QB ist, den sie unbedingt haben wollen. Wenn ja: Alles notwendige tun, um ihn zu bekommen, (fast) egal wie teuer es ist. Wenn nein: Ok, aber wer ist es dann? Alternative suchen!
      Allein das ist der springende Punkt, sehe ich exakt genau so.Ich habe Tua gerne zugesehen, aber ich bin froh diese Entscheidung nicht treffen zu müssen.
      Vll. ist ein Herbert hinter einer bockstarken O-Line mit einem giga RB-Duo und einer D# die einen gameplan alive hält die bessere Lösung,
      weil er a) robuster ist und wir b) nicht uptraden müssen ...

      Gut, dass es noch ein Weilchen hin ist.
      Ich persönlich sehe Herbert deutlich schwächer als viele Andere und hätte eher eine andere Alternative, falls wir Tua nicht bekommen/wollen. Grundsätzlich ging mein Post auch nicht in erster Linie um Tua (den Namen kann man da beliebig austauschen), sondern um das Draften eines Franchise QB allgemein: Wenn man glaubt, im Draft einen echten Franchise QB entdeckt zu haben, muss man ALLES möglich machen, um ihn zu bekommen. Ob dieser QB nun Tua oder Herbert oder vielleicht noch anders heißt, ist dann widerum persönliche Präferenz. Bei mir wäre es Tua, bei dir vielleicht eher Herbert und bei wieder jemand Anderen kommt dann ein dritter oder vierter Name ins Spiel.


      drew11 schrieb:

      @burnum

      burnum schrieb:

      Für mich stellt sich das so dar: Unser Front-Office muss sich festlegen, ob Tua für sie DER EINE QB ist, den sie unbedingt haben wollen. Wenn ja: Alles notwendige tun, um ihn zu bekommen, (fast) egal wie teuer es ist. Wenn nein: Ok, aber wer ist es dann? Alternative suchen!
      Wie "qualifiziert" schätzt du das aktuelle FO da imo ein?
      Bauchschmerzen?
      Easy going?
      Extrem schwer zu sagen aktuell. Ginge es allein nach GM Chris Grier hätte ich doch einige Bauchschmerzen, da einige seiner Entscheidungen in der Vergangenheit nicht so gut waren. Was mir mehr Mut macht, ist die Tatsache, dass wir mit Marvin Allen einen neuen Assistant GM haben, der Ligaweit großen Respekt genießt und maßgeblich an der Zusammenstellung der aktuell recht erfolgreichen Kader in Kansas City und Buffalo beigetragen haben soll.
      Prinzipiell sollte man als Fan ja bei sowas eigentlich optimistisch sein, dass die Verantwortlichen wissen, was sie tun. Aber bei den Dolphins werden wir halt seit 20 Jahren immer wieder aufs Neue enttäuscht, die handelnden Figuren wechseln alle paar Jahre, aber die Probleme bleiben die Gleichen. Da hat sich im Laufe der Jahre bei mir sicher ein wenig eine "mal-schauen-wie-sie-es-diesmal-verkacken-Mentalität" gebildet...
    • burnum schrieb:

      Ich persönlich sehe Herbert deutlich schwächer als viele Andere und hätte eher eine andere Alternative, falls wir Tua nicht bekommen/wollen. Grundsätzlich ging mein Post auch nicht in erster Linie um Tua (den Namen kann man da beliebig austauschen), sondern um das Draften eines Franchise QB allgemein:
      ... mir auch, burnum. Es geht mir primär nicht um dein Einschätzung ob Herbert der Heilsbringer sein kann.
      Vielmehr stelle ich die Frage in den Raum, ob es ein vermeintlich potentieller Franchise-QB wert ist, die picks aufzugeben, die man sich erworben hat, oder nicht?
      Da bin ich mir nicht so ganz sicher, vor allem bei Tua, so sehr ich ihn mag und gerne hab spielen sehen.
      Ich bin froh, diese Entscheidung nicht treffen zu müssen!

      Ist es ein Tua (oder wer auch immer) wert, seine guten Picks abzugeben - ist das die richtige Weichenstellung?
      Oder ist es mehr wert einen weniger talentierten, dafür aber körperlich robusteren QB zu draften (Herbert oder wer - sei dahin gestellt) und dafür das bestmögliche "sonstige" Talent mit seinen picks zu angeln.
      Unser Vorteil ist ja: wir haben so viele Löcher zu stopfen, die matches aus "need + bps" sind so lang, da ist immer ein passender Spieler auf dem Board.
      Gerade auch wenn ich Deine D#-Analyse lese und wir vermehrt mit "Hybriden" arbeiten (DE/LB), da gilt es eine Menge neues, talentiertes Personal zu holen.

      Aktuell sind die Teams mit dem besseren Laufspiel erfolgreich, wenn ich das richtig sehe. Stellt sich die Frage ob die "Pass-Happiness" schon wieder vorüber ist?

      Fazit: ich bin mir etwas unsicher geworden, welche Strategie ich unterstützen würde.
      Unser Draft-Geschick kommt noch "on top". Die einzigen 2 wirklichen #1-Kaliber (Tunsil und Fitzpatrick) sind weg, ansonsten haben wir uns da nie mir Ruhm bekleckert.

      Btw: ich hoffe doch sehr, dass Ross schlau genug ist Grier nicht die alleinige Kontrolle zu überlassen. Allen und auch Flores müssen zwingend eine große Portion Mitspracherecht haben! Bitte!
      Ich hätte gerne die Gelassenheit eines Stuhls!
      Der kommt auch mit jedem Arsch klar ...

      WOUNDEDDUCKS.DE ... the hottest Cover Rock'n Roll in Germany !!!
    • burnum schrieb:

      Lobotommy schrieb:

      burnum schrieb:

      Für mich stellt sich das so dar: Unser Front-Office muss sich festlegen, ob Tua für sie DER EINE QB ist, den sie unbedingt haben wollen. Wenn ja: Alles notwendige tun, um ihn zu bekommen, (fast) egal wie teuer es ist. Wenn nein: Ok, aber wer ist es dann? Alternative suchen!
      Allein das ist der springende Punkt, sehe ich exakt genau so.Ich habe Tua gerne zugesehen, aber ich bin froh diese Entscheidung nicht treffen zu müssen.Vll. ist ein Herbert hinter einer bockstarken O-Line mit einem giga RB-Duo und einer D# die einen gameplan alive hält die bessere Lösung,
      weil er a) robuster ist und wir b) nicht uptraden müssen ...

      Gut, dass es noch ein Weilchen hin ist.
      Ich persönlich sehe Herbert deutlich schwächer als viele Andere und hätte eher eine andere Alternative, falls wir Tua nicht bekommen/wollen. Grundsätzlich ging mein Post auch nicht in erster Linie um Tua (den Namen kann man da beliebig austauschen), sondern um das Draften eines Franchise QB allgemein: Wenn man glaubt, im Draft einen echten Franchise QB entdeckt zu haben, muss man ALLES möglich machen, um ihn zu bekommen. Ob dieser QB nun Tua oder Herbert oder vielleicht noch anders heißt, ist dann widerum persönliche Präferenz. Bei mir wäre es Tua, bei dir vielleicht eher Herbert und bei wieder jemand Anderen kommt dann ein dritter oder vierter Name ins Spiel.

      drew11 schrieb:

      @burnum

      burnum schrieb:

      Für mich stellt sich das so dar: Unser Front-Office muss sich festlegen, ob Tua für sie DER EINE QB ist, den sie unbedingt haben wollen. Wenn ja: Alles notwendige tun, um ihn zu bekommen, (fast) egal wie teuer es ist. Wenn nein: Ok, aber wer ist es dann? Alternative suchen!
      Wie "qualifiziert" schätzt du das aktuelle FO da imo ein?Bauchschmerzen?
      Easy going?

      kann ich mir nur anschließen, Herbert ist nicht der Typ QB den wir meiner Meinung nach benötigen. Tua wäre für mich nach wie vor das klare Ziel des ersten picks. Sollte er nicht mehr an 5 verfügbar sein, weil zb die Chargers uptraden, würde ich mal ein Auge auf Jordan Love werfen. Der Junge wirkt für mich wie eine Art Cam Newton nur in jünger den man noch formen kann. Außerdem dürfte er auch noch in runde 2-3 zu haben sein. So könnte man Andrew Thomas, den mit Abstand besten OT, an 5 holen und mit den anderen beiden First Rounder weiterhin unsere O-Line als auch DE stärken.
    • ViolenceDance schrieb:

      burnum schrieb:

      Lobotommy schrieb:

      burnum schrieb:

      Für mich stellt sich das so dar: Unser Front-Office muss sich festlegen, ob Tua für sie DER EINE QB ist, den sie unbedingt haben wollen. Wenn ja: Alles notwendige tun, um ihn zu bekommen, (fast) egal wie teuer es ist. Wenn nein: Ok, aber wer ist es dann? Alternative suchen!
      Allein das ist der springende Punkt, sehe ich exakt genau so.Ich habe Tua gerne zugesehen, aber ich bin froh diese Entscheidung nicht treffen zu müssen.Vll. ist ein Herbert hinter einer bockstarken O-Line mit einem giga RB-Duo und einer D# die einen gameplan alive hält die bessere Lösung,weil er a) robuster ist und wir b) nicht uptraden müssen ...

      Gut, dass es noch ein Weilchen hin ist.
      Ich persönlich sehe Herbert deutlich schwächer als viele Andere und hätte eher eine andere Alternative, falls wir Tua nicht bekommen/wollen. Grundsätzlich ging mein Post auch nicht in erster Linie um Tua (den Namen kann man da beliebig austauschen), sondern um das Draften eines Franchise QB allgemein: Wenn man glaubt, im Draft einen echten Franchise QB entdeckt zu haben, muss man ALLES möglich machen, um ihn zu bekommen. Ob dieser QB nun Tua oder Herbert oder vielleicht noch anders heißt, ist dann widerum persönliche Präferenz. Bei mir wäre es Tua, bei dir vielleicht eher Herbert und bei wieder jemand Anderen kommt dann ein dritter oder vierter Name ins Spiel.

      drew11 schrieb:

      @burnum

      burnum schrieb:

      Für mich stellt sich das so dar: Unser Front-Office muss sich festlegen, ob Tua für sie DER EINE QB ist, den sie unbedingt haben wollen. Wenn ja: Alles notwendige tun, um ihn zu bekommen, (fast) egal wie teuer es ist. Wenn nein: Ok, aber wer ist es dann? Alternative suchen!
      Wie "qualifiziert" schätzt du das aktuelle FO da imo ein?Bauchschmerzen?Easy going?

      kann ich mir nur anschließen, Herbert ist nicht der Typ QB den wir meiner Meinung nach benötigen. Tua wäre für mich nach wie vor das klare Ziel des ersten picks. Sollte er nicht mehr an 5 verfügbar sein, weil zb die Chargers uptraden, würde ich mal ein Auge auf Jordan Love werfen. Der Junge wirkt für mich wie eine Art Cam Newton nur in jünger den man noch formen kann. Außerdem dürfte er auch noch in runde 2-3 zu haben sein. So könnte man Andrew Thomas, den mit Abstand besten OT, an 5 holen und mit den anderen beiden First Rounder weiterhin unsere O-Line als auch DE stärken.
      Same procedure as every year. Tunsil durch eine Art Tunsil ersetzen. Einen Ersatz für Fitzpatrick also den S suchen, nur eben 11 Picks später. Löcher stopfen und hoffen das der dritt- viert- oder fünftbeste QB sich doch auch noch entwickeln kann, oder alternativ natürlich auf nächstes Jahr warten.

      Kurz zusammengefasst Dolphins Offseason der letzten 25 Jahre.

      Bitte nicht schon wieder :gegen
    • Neo schrieb:

      halfback option play schrieb:

      sportlichkiel schrieb:

      Andernfalls hätte man interessante Möglichkeiten den Teams könnten mit uns um den 3ten Pick tauschen und wir mehr Löcher in der Defense stopfen.
      Welchen minimalen Draft-Value, die Differenz zwischen #3 und #5 beträgt 500 Punkte, sollte aus deiner Sicht Miami für den Lions-Pick #3 hinblättern ?MIA #5 + #39 (510) + # 165 (25.4) für DET #3 oder mehr/weniger bzw. deine Vorstellung ?

      Der Tauschhandel bezieht sich auf 2020er Picks, Stand heute.
      Warum sollte Miami das tun? Ich sehe potenziell wenig Gefahr, dass jemand Tua nach dieser Verletzung in den Top4 nimmt. Zumindest wär das für mich eine klare red flag.
      Es ist aus meiner Sicht vollkommen offen, ob Tua nach seiner Verletzung wieder das Niveau von vorher erreicht und dieses Niveau von vorher war vielversprechend, aber bei mMn noch nicht NFL-ready.

      Daher ist Tua auf meiner Liste maximal ein (sehr risikoreicher) mid-to-late first rounder, es seidenn ein team will ihn unbedingt wie beispielsweise Miami. Dann könnte er an 5 oder früher (via trade) gehn, aber das halte ich wie gesagt für höchst unwahrscheinlich.

      Über dein Angebot würde ich - wenn C. Young an #2 geht - nachdenken, wobei vl. ein anderes team was besseres bietet.

      Just my 2 cents.
      Auch im Lions-Thread wurde gerade über Tua und einem potenziellen Uptrade (#5 + #18 oder #5 + #39) diskutiert. Meine Meinung dazu steht im zitierten Text:

      Bei entsprechendem Draft-Verlauf (Burrow #1, c. Young #2) würd ich jedenfalls über beide Angebote nachdenken.