RB in Rd 1 oder 2

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    • RB in Rd 1 oder 2

      Von den top ten Rushern dieses Jahr sind alle bis auf Chris Carson in Runde 1 oder 2 gedraftet worden. So einen starken Zusammenhang dürfte es auf kaum einer anderen Position geben. Gehen wir mal von fünf Picks in den ersten zwei Runden und keiner Aktivität in Free Agency aus, ist ein Pick Ende Rd1 oder Anfang Rd2 für einen RB aus meiner Sicht schon in Ordnung.
    • fin2016 schrieb:

      Von den top ten Rushern dieses Jahr sind alle bis auf Chris Carson in Runde 1 oder 2 gedraftet worden. So einen starken Zusammenhang dürfte es auf kaum einer anderen Position geben. Gehen wir mal von fünf Picks in den ersten zwei Runden und keiner Aktivität in Free Agency aus, ist ein Pick Ende Rd1 oder Anfang Rd2 für einen RB aus meiner Sicht schon in Ordnung.
      Bitte erstmal genau definieren, was die Top Ten sind. Total Yards, der schlimmste Wert aller Statistiken? Yards per Carry?
    • Und mit Mostert und Williams stehen zwei UDFA im Superbowl.
      Eigentlich ist die Zeit der hoch gedrafteten RBs vorbei.
      Selbst Supertalente wie S. Barkley können auch ganz schnell in ein Down-Jahr fallen, wenn der Support nicht stimmt. Und dann ist der Preis teuer
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!
    • Klar ist mein Team, das verfolge ich am Intensivsten, aber wenn man sieht was die 49ers aus RBs machen die im Grunde Wandervögel der NFL sind bzw UDFA ist RB die Position für mich, die ich niemals am ersten Tag, vermutlich nichtmal am zweiten Tag, holen würde.
    • Sorry, mein Fehler, sollte eigentlich in den Miami Team Talk…Und ja, war etwas ungenau… Regular Season 2019 Rushing Yards Gesamt laut nfl.com: nfl.com/stats/categorystats?ta…d-447263-o=2&d-447263-n=1

      Und eben weil die „Zeit der hoch gedrafteten RBs vorbei ist“ hat mich diese Statistik selbst verwundert und lässt mich nachdenken, ob es dann nicht vielleicht besser ist leicht gegen den Strom zu schwimmen. Insbesondere wenn man viele frühe Picks hat.
    • Spannend wird es wenn man dann schaut, wo die Teams gelandet sind.

      Aus den Top10 haben es nur Henry mit den Titans, Carson mit den Seahawks und Cook mit den Vikings in die Playoffs geschafft. Jackson klammere ich da als QB mal aus.
      Bruder Zebedäus
    • Macht für mich einen Unterschied, ob first oder second round.

      Einen RB in der ersten Runde zu draften - da sollte jeder GM automatisch gefeuert werden. Ausser es ist ein Top-Team, das wenige Löcher hat. Die Position ist extrem tief und es kommt auf jeden Fall auf das Coaching drauf an wie man die Spieler einsetzt. Siehe aktuellstes Bsp. mit Shanahan in SF.
      Vor allem bei den Backs, die sehr viele km aus dem College mitbringen - dieses Jahr Jonathan Taylor - bin ich extrem misstrauisch. Aber da kann jede(r) eine unterschiedliche Grundhaltung haben, die sich mit den richtig gewählten Stats rechtfertigen lässt :bier:
    • fin2016 schrieb:

      Sorry, mein Fehler, sollte eigentlich in den Miami Team Talk…Und ja, war etwas ungenau… Regular Season 2019 Rushing Yards Gesamt laut nfl.com: nfl.com/stats/categorystats?ta…d-447263-o=2&d-447263-n=1

      Und eben weil die „Zeit der hoch gedrafteten RBs vorbei ist“ hat mich diese Statistik selbst verwundert und lässt mich nachdenken, ob es dann nicht vielleicht besser ist leicht gegen den Strom zu schwimmen. Insbesondere wenn man viele frühe Picks hat.
      Und genau diese Statistik ist im Grunde nicht wirklich aussagekräftig. Allein weil sie außer acht lässt, wie häufig der RB überhaupt die Chance hatte. Daher sollte man niemals, wirklich niemals Total Yards als Vergleichswert benutzen. Wenn wir auf einer Grundbasis RB's vergleichen wollen, dann sollte man wenigstens Yards per Rushing-Att nutzen. Und selbst dieser Wert ist vor allem bei RB's schwierig, da die OL für einen großen Teil des Erfolgs mitverantwortlich ist. Wenn wir Yards per Run nutzen (Quelle PFF) und alle RB's unter 100 Laufversuche rauswerfen ergibt sich folgendes Bild:
      • Raheem Mostert 5,6 Y/R - UDFA
      • Gus Edwards 5,3 Y/R - UDFA
      • Matt Breida 5,1 Y/R - UDFA
      • Devin Singletary 5,1 Y/R - 3rd Rd Pick
      • Derrick Henry 5,1 Y/R - 1st Rd Pick
      • Mark Ingram III 5,0 Y/R - 1st Rd Pick
      • Nick Chubb 5,0 Y/R - 2nd Rd Pick
      • Kenyan Drake 4,8 Y/R - 3rd Rd Pick
      • Josh Jacobs 4,8 Y/R - 1st Rd Pick
      • Christian McCaffrey 4,8 Y/R - 1st Rd Pick
      Natürlich findet man in den 1. beiden Runden gute Running Backs. Das gilt aber auch für die mittleren und hinteren Runden. Zum Teil sogar findet man viele gute RB's, die gar nicht gedraftet werden. Und genau dann kommen wir zum Hauptproblem. Der Qualitätsunterschied zwischen vielen Running Backs ist verhältnismäßig sehr gering. Natürlich gibt es Ausnahmen aber häufig kann ein Team einen Starting Running Backs weit aus einfacher ersetzen als beispielsweise einen soliden OL oder Edge Rusher. Daher würde ich als Teamverantwortlicher lieber andere Positiongroups, wie zum OL-, DL- oder Receiver bedienen als einen hohen Pick in einem RB zu stecken. Ich sage nicht, dass Running Backs unwichtig sind. Ich sage nur, dass sie einfacher zu ersetzen sind als andere Starter in einem Team.

      Achja, und auch die Tatsache, dass in den Playoffs viele gute Running Teams sind. Das liegt häufig daran, weil es gute Teams sind, die zum des Spiels den Sieg nach Hause laufen konnten. Und ja, Ausnahmen bestätigen auch diese Regel.
    • Man darf allerdings auch nicht den Fehler machen nur die Rushing Statistik einfließen zu lassen. In der heutigen NFL müssen gute RBs (und vor allem solche die hoch gedraftet werden) mehr sein, als Rusher. Sie müssen blocken können und sie müssen im Passing Game als Receiver tauglich sein. Nehmen wir McCaffrey - der hat in der laufenden Saison 116 Bälle für 1005 Yards gefangen und damit 2392 Total Yards erzielt. 58 First Downs erfangen + 57 erlaufen. Nehmen wir den besten WR Michael Thomas als Vergleichsquotient - der hat 1716 Total Yards und 91 First Downs.

      Wenn ich dann lese, McCaffrey sei keinen 2ten Vertrag Wert, dann frag ich mich schon ob man hier bewusst nur mit einem Auge auf die Statistik schaut?
      "That worked really well. Let's stop doing it: The 2019 Dallas Cowboys story."
      David Helman (Dallas Cowboys.com Kolumnnist)

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    • Wenn man die Yards Statistik bei den WR nimmt, dann befinden sich in den top 10 WR auch 7, die in der ersten oder zweiten Runde gepickt wurden.
      Gute Spieler bekommt man eben in Runde 1 oder 2.
      Ich würde auch nicht kategorisch ausschließen einen Back in Runde 1 zu holen, da gibt es dann auch mal ganz krasse Talente, wofür man durchaus einen 1st Rounder investieren kann. Aber natürlich würde ich rein vom Positions-Value her andere Positionen deutlich höher einschätzen.
    • RB in Runde 1, sogar bis Mitte Runde 2 halte ich für einen Fehler, es sei denn es ist ein "Jahrhundert-Talent" an dem man einfach nicht vobei kommt.

      Wesentlich wichtiger als ein RB ist eine funktionierende O-Line die die entsprechenden Lines blockt.

      Bestes Beispiel für ein dominierendes Laufspiel ist die 49ers Offense. Da blockt die Line die Löcher auf und die WR blocken perfekt mit. Da kann fast jeder RB dann wie ein Pro Bowler aussehen.
      Here I go again on my own, Going down the only road I've ever known. Like a drifter I was born to walk alone.
    • austriandevil schrieb:

      RB in Runde 1, sogar bis Mitte Runde 2 halte ich für einen Fehler, es sei denn es ist ein "Jahrhundert-Talent" an dem man einfach nicht vobei kommt.

      Wesentlich wichtiger als ein RB ist eine funktionierende O-Line die die entsprechenden Lines blockt.

      Bestes Beispiel für ein dominierendes Laufspiel ist die 49ers Offense. Da blockt die Line die Löcher auf und die WR blocken perfekt mit. Da kann fast jeder RB dann wie ein Pro Bowler aussehen.
      Wollte ich auch schreiben. Lieber picks und Geld in die Oline investieren, da hat man mehr davon. Und ein gutes Scheme könnte auch helfen. Aaron Jones produziert seine Stats bei den Packers auch erst seit diesem Jahr weil MMC gar nicht wusste, wie er ihn richtig einsetzt. So leid es mir tut aber ein 2. Vertrag kann für einen RB nicht groß sein. Selbst CMC wird nicht auf Dauer solche Stats produzieren, wenn er so oft eingesetzt wird
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
    • Was mir bei dieser "lieber in eine gute O-Line" investieren Diskussion zu kurz kommt, ist die Tatsache das sich niemand fragt wie viele Teams den Effektiv so eine Line wie die der 49ers oder die der Chiefs haben können?

      So wie nicht jedes Team einen Pat Mahomes haben kann, so kann nicht jedes Team über eine Line wie die der Chiefs oder 49ers erfügen. Und bevor ich z.B. für für einen LT reache (G.Bolles sagt hallo), da nehme ich ab Mitte der Runde 1 doch 10 mal lieber einen RB wie McCaffrey.
      In Deutschland gehen Die Toten Hosen als »Punk«, heute-show als »Humor« und Homöopathie als »Medizin« durch.
      Tobias. B.
    • zu unserer line...weil sie hier so oft genannt wird...die wurde vor der saison als DAS sorgenkind ausgemacht, vor allem inside...
      Wenn man sich ansieht dass woanders gescheiterte spieler und low picks auf guard starten bei uns kann man auch bei guards sagen dass man die spät bekommen kann.
      Bei den 49ers sind die tackles, der center sowie die skillplayer mit ihren blockingskills wichtige schlüssel des laufspiels
    • Mile High 81 schrieb:

      Was mir bei dieser "lieber in eine gute O-Line" investieren Diskussion zu kurz kommt, ist die Tatsache das sich niemand fragt wie viele Teams den Effektiv so eine Line wie die der 49ers oder die der Chiefs haben können?
      guter Punkt. Wenn ich lese, dass die Spieler im neuen CBA noch weniger Kontakt-Training in der Offseason verankern möchte, mache ich mir auch zunehmend Sorgen, dass die Qualität der OLs in den kommenden Jahren nicht steigen wird. Aber gut, das ist ein komplett anderes Thema.
    • Mile High 81 schrieb:

      Was mir bei dieser "lieber in eine gute O-Line" investieren Diskussion zu kurz kommt, ist die Tatsache das sich niemand fragt wie viele Teams den Effektiv so eine Line wie die der 49ers oder die der Chiefs haben können?
      Natürlich kann man dazu eine Grundsatzdiskussion starten. Es kommt natürlich auch drauf an, wen man draftet oder per FA holt. Da gehört dann auch gutes Scouting etc dazu.
      Es ging ja aber mir eher darum, das einem die Line mehr nutzt als "nur" ein guter RB. Und das eine gute Line auch den RB besser macht.
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
    • Erstmal das etwas offensichtlichere, RBs haben oft deutlich kürzere Karrieren, als andere Positionen. Von nem guten RB bekommt man halt 5-6 gute Jahre, und vielleicht 2-3 richtig gute Jahre. Bei nem guten WR/OT/TE kann das gut und gerne doppelt so viel sein.

      Dann zum mMn wichtigsten Punkt, die hoch gedrafteten RBs haben viele Yards, weils sie 'Total Packages' sind, sie können inside, und outside laufen, sie können Passblocken, und sind auch gute Reciever. Allerdings kann man die selbe Production auch auf mehrere Spieler verteilen, und RBBC oder 'Hot Hand' liefert oft das selbe ab. Allerdings macht dich RBBC halt deutlich durchsichtiger, und leichter zu scouten, bzw im Umkehrschluss den Job des Playcallers/OC etwas schwieriger. Man muss etwas kreativer sein was Tendencies und Tencency Breaker angeht.

      Trotzdem denke ich, dass man die Frage nicht pauschal beantworten kann. Es kommt auf viele Faktoren an. Wenn man einen Jungen QB, und dazu einen eher unerfahren Playcaller hat, dann kann ein Top-Talent auf RB einiges an Druck vom QB und Playcaller nehmen. Wenn ein OC seinen RB viel im Passinggame nutzt, und einen RB sucht, der aus Screens/Swings/Draws ein Bigplay macht, dann gibts die auch oft nur hoch im Draft. Wenn man allerdings ein richtug gutes Duo aus Playcaller/QB hat, dann kann man auch die C.J. Andersons, LeGarrette Blounts und Carlos Hydes dieser Welt rein stellen, und die produzieren.
    • Fasst es sehr gut zusammen.

      Nebenbei muss aber auch ab und an noch zusätzlich bedenken, dass ein namhafter College-RB in/nach der Draft oft auch etwas mehr "PR-Appeal" hat (als z.B. ein O-Liner) und ähnlich wie vermeintlich spektakuläre Rookie QB's für mehr allgemeine Aufmerksamkeit, Ticketverkäufe u.ä. sorgen kann :madness