Coronavirus

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    • Playmaker#88 schrieb:

      Fireborg schrieb:

      Wer sagt eigentlich immer das Lauterbach nur Gesundheitsökonom ist? Abschluß in Harvard im Bereich Epidemiologie finde ich auch nicht so schlecht, Harvard soll ja auch ganz okay sein.
      Weiß ich nicht, wer das sagt. Ich zumindest sicher nicht. Ich habe ja von seiner breiten Ausbildung gesprochen. Nur sein beruflicher Schwerpunkt ist halt eindeutig im Bereich Gesundheitsökonomie gewesen.Sämtliche Veröffentlichungen, die ich online von Karl Lauterbach finden konnte sind im Bereich Gesundheitsökonomie beheimatet.

      Und wenn ich das epidemiologische Pendant zu Christian Drosten suche, dann ist die Antwort nicht Karl Lauterbach.
      Da hätte ich gerne mal von jemandem eine Einschätzung zur Gesamtlage, der auch schon veröffentlichte Forschung zum Themenkomplexe Pandemien hat.

      Wenn es darum geht Erkenntnisse einzuordnen und in politische Entscheidung umzusetzen halte ich Lauterbach wiederum so ziemlich für die Idealbesetzung, nur da hat seine Stimme scheinbar nicht genug Gewicht.
      Aber bei Drosten sehen wir doch auch genau das Problem, wenn ein Wissenschaftler seine Erkenntnisse teilt und diese von den Medien als politische Forderungen dargestellt werden. Karl Lauterbachs Aussagen fundieren fast immer auf Studien / Abstimmungen von/mit Experten, die noch aktiv als Epidemiologen arbeiten und darauf verweist er auch oft. Bei dem von ihm geforderten Testkonzept ("Cluster-Testing an Schulen / Arbeitsstätten" statt ohne Konzept Selbsttests für jeden der will) verweist er z.B. auf eine Studie der University of Colorado in Boulder und hat diese mit anderen Wissenschaftlern analysiert und daraus dann Empfehlungen (mehr kann er leider nicht machen in seiner Position) für die Bundesregierung abgeleitet. Er ist am Ende das Sprachrohr dieser Wissenschaftler und versucht es in einem politischen Kontext wiederzugeben und einzuordnen. Ich habe ihn eigentlich nie auf eigene Forschungen und Studien bezugnehmen gehört. Bei deinem letzten Satz sind wir dann auch 100% d'accord.

      Was grundsätzlich fehlt in den deutschen Medien sind gute Wissenschaftsjournalisten, die die Aussagen der Experten im richtigen Kontext aufbereiten und wiedergeben. Das hatte zuletzt auch Ranga Yogeshwar angemahnt und ist aus meiner Sicht ein großes Problem in der Kommunikation der Medien. Auch dadurch entsteht bei der Bevölkerung dieses Gefühl von Chaos, was sicherlich zum Teil auch einfach durch die Natur dieser unberechenbaren Pandemie bzw. durch Fehlentscheidungen der Politik verursacht wurde, aber halt auch zum großen Teil mit der schlechten Kommunikation durch die Medien und durch Politiker zusammenhängt.
    • pmraku schrieb:

      Interessant, dass in Deutschland ein Virologe eine Entspannung im März vorhergesagt hat. bei uns in Österreich wurde eigentlich immer vor einer überrollenden Welle im März/April gewarnt.. eben wegen der Mutationen

      Darf ich mal fragen , wie es euch in Österreich so geht?
      ihr bzw Kurz habt ja den Lockdown beendet damals vor vielen Wochen und damals stand ihr heute , wo wir jetzt stehen . Alles gut? Wenn ich es richtig gelesen habe stichelt Kurz sogar gegen Deutschland?

      Das mit Streeck meinte ich natürlich nicht ernst. Mich regt es aber auf, das es nur schwarz oder weiss mittlerweile gibt.
    • Captain America schrieb:

      pmraku schrieb:

      Interessant, dass in Deutschland ein Virologe eine Entspannung im März vorhergesagt hat. bei uns in Österreich wurde eigentlich immer vor einer überrollenden Welle im März/April gewarnt.. eben wegen der Mutationen
      Darf ich mal fragen , wie es euch in Österreich so geht?
      ihr bzw Kurz habt ja den Lockdown beendet damals vor vielen Wochen und damals stand ihr heute , wo wir jetzt stehen . Alles gut? Wenn ich es richtig gelesen habe stichelt Kurz sogar gegen Deutschland?

      die Zahlen auf 100.000 gerechnet sind ja bei uns deutlich höher als in Deutschland. In Österreich ist es inzwischen zweigeteilt. Der Westen ist im Lockdown light und der Osten ist im kompletten Lockdown, der wieder verlängert wurde um eine Woche.

      Die Intensivstationen im Osten gehen leider schon über, geplante verschiebbare OPs werden verschoben und es wurden sogar schon Nicht-Covid-Intensivpatienten in die westlichen Bundesländer verlegt

      die Mutation (Britisch) ist bei um oder über 90%.. diese schlägt deutlich härter zu.. es werden mehr Leute ernsthaft krank, kommen schneller auf die Intensivstationen, versterben schneller.. im Moment so um die 3000 neue Fälle pro Tag.. im November waren wir über 8000 pro Tag.. und da waren die Intensivstationen nicht so voll.

      Kurz stellt mehre Dinge in Aussicht: (best case)
      -Öffnungen ab Mai für Kunst, Sport, Kultur
      -Im April sollen 65+ geimpft werden
      -im Mai 50+
      -ab Juni jeder der will

      ÖSterreich hat ziemlich viel von AstraZeneca bestellt und kämpft nun mit den üblichen Imageproblemen..
      ebenso gibt es große Hoffnungen auf Johnson+Johnson, vorallem da nur eine IMmpfung notwendig wäre
      ------
      Live gesehen:
      Atlanta Falcons, Baltimore Ravens, Cleveland Browns, Detroit Lions, Houston Texans, Jacksonville Jaguars, Kansas City Chiefs,LA Chargers, LA Rams, Las Vegas Raiders, Miami Dolphins, Minnesota Vikings, New England Patriots, NY Giants, NY Jets, New Orleans Saints, Pittsburgh Steelers, San Francisco 49ers
    • Playmaker#88 schrieb:

      Fireborg schrieb:

      Wer sagt eigentlich immer das Lauterbach nur Gesundheitsökonom ist? Abschluß in Harvard im Bereich Epidemiologie finde ich auch nicht so schlecht, Harvard soll ja auch ganz okay sein.
      Weiß ich nicht, wer das sagt. Ich zumindest sicher nicht. Ich habe ja von seiner breiten Ausbildung gesprochen. Nur sein beruflicher Schwerpunkt ist halt eindeutig im Bereich Gesundheitsökonomie gewesen.Sämtliche Veröffentlichungen, die ich online von Karl Lauterbach finden konnte sind im Bereich Gesundheitsökonomie beheimatet.

      Und wenn ich das epidemiologische Pendant zu Christian Drosten suche, dann ist die Antwort nicht Karl Lauterbach.
      Da hätte ich gerne mal von jemandem eine Einschätzung zur Gesamtlage, der auch schon veröffentlichte Forschung zum Themenkomplexe Pandemien hat.
      Die Epidemiologie ist doch im Grunde genommen eine Teildisziplin der Virologie die mittels Statistik Ursachen von Krankheiten und deren Präventionsmöglichkeiten herausarbeitet. Die Ergebnisse sind doch wiederum für Virologen interpretierbar. Geht es dir (nur) darum, dass er (Lauterbach) die Ergebnisse nicht erstellt hat, sondern "nur" interpretiert?
      Und neben den Drostens, hätten wir in Dtl. doch mit Brinkmann, Ciesek, Priesemann und Buyx ein doch gute Basis an sehr gut ausgebildeten Virologen die aus den vorliegenden Daten die Kernaspekte sehr gut herauslesen können und diese der Bevölkerung auf vielen Ebenen (Podcasts, Bundespressekonferenzen, Talkshows, Interviews) kommunizieren.
      Ebenso ist auffällig, dass sich auch viele Physiker an der Statistik von vorliegenden Rohdaten hauptberuflich beschäftigen und Ergebnisse abliefern (Name entfallen). Warum K. Lauterbach hierfür nicht geeignet erschließt sich mir hierbei nicht?


      Wo ich allgemein zustimme, ist dass man erkennen kann, dass bei vielen Medienhäusern das Wissenschaftsressort in den letzten Jahrzehnten gekürzt wurde und Journalisten, die sicher gut in ihrer Arbeit aber eben auf anderen Themengebieten, nun Informationen kommunizieren müssen, die ihnen selbst fremd sind.
    • Adi schrieb:

      Playmaker#88 schrieb:

      Fireborg schrieb:

      Wer sagt eigentlich immer das Lauterbach nur Gesundheitsökonom ist? Abschluß in Harvard im Bereich Epidemiologie finde ich auch nicht so schlecht, Harvard soll ja auch ganz okay sein.
      Weiß ich nicht, wer das sagt. Ich zumindest sicher nicht. Ich habe ja von seiner breiten Ausbildung gesprochen. Nur sein beruflicher Schwerpunkt ist halt eindeutig im Bereich Gesundheitsökonomie gewesen.Sämtliche Veröffentlichungen, die ich online von Karl Lauterbach finden konnte sind im Bereich Gesundheitsökonomie beheimatet.
      Und wenn ich das epidemiologische Pendant zu Christian Drosten suche, dann ist die Antwort nicht Karl Lauterbach.
      Da hätte ich gerne mal von jemandem eine Einschätzung zur Gesamtlage, der auch schon veröffentlichte Forschung zum Themenkomplexe Pandemien hat.
      ...auffällig, dass sich auch viele Physiker an der Statistik von vorliegenden Rohdaten hauptberuflich beschäftigen und Ergebnisse abliefern (Name entfallen).
      Priesemann und Brockmann z.B.
      - 爸爸谷物 -

      I will give you every place where you set your foot! - Joshua 1, 3
    • Papa Koernaldo schrieb:

      Adi schrieb:

      Playmaker#88 schrieb:

      Fireborg schrieb:

      Wer sagt eigentlich immer das Lauterbach nur Gesundheitsökonom ist? Abschluß in Harvard im Bereich Epidemiologie finde ich auch nicht so schlecht, Harvard soll ja auch ganz okay sein.
      Weiß ich nicht, wer das sagt. Ich zumindest sicher nicht. Ich habe ja von seiner breiten Ausbildung gesprochen. Nur sein beruflicher Schwerpunkt ist halt eindeutig im Bereich Gesundheitsökonomie gewesen.Sämtliche Veröffentlichungen, die ich online von Karl Lauterbach finden konnte sind im Bereich Gesundheitsökonomie beheimatet.Und wenn ich das epidemiologische Pendant zu Christian Drosten suche, dann ist die Antwort nicht Karl Lauterbach.
      Da hätte ich gerne mal von jemandem eine Einschätzung zur Gesamtlage, der auch schon veröffentlichte Forschung zum Themenkomplexe Pandemien hat.
      ...auffällig, dass sich auch viele Physiker an der Statistik von vorliegenden Rohdaten hauptberuflich beschäftigen und Ergebnisse abliefern (Name entfallen).
      Priesemann und Brockmann z.B.
      Danke, ich meinte Brockmann (Priesemann hatte ich ja erwähnt). :bier:

      Ich hab jetzt nochmal nachgeschaut, ich meinte auch noch M. Meyer-Hermann vom Helmholtz-Institut.
    • Silversurger schrieb:

      Adi schrieb:

      mit Brinkmann, Ciesek, Priesemann und Buyx ein doch gute Basis an sehr gut ausgebildeten Virologen
      Buyx ist Medizinethikerin und ein gutes Beispiel für vernünftige medienpräsente Wissenschaftler, die keine Virologen sind.
      Und qualifiziert genug ist, um aus den vorliegenden Daten qualifizierte Empfehlungen zu geben, die auf breite Akzeptanz von KollegInnen der Spezialgebiete stoßen. Oder? :)
    • Adi schrieb:

      Papa Koernaldo schrieb:

      Adi schrieb:

      Playmaker#88 schrieb:

      Fireborg schrieb:

      Wer sagt eigentlich immer das Lauterbach nur Gesundheitsökonom ist? Abschluß in Harvard im Bereich Epidemiologie finde ich auch nicht so schlecht, Harvard soll ja auch ganz okay sein.
      Weiß ich nicht, wer das sagt. Ich zumindest sicher nicht. Ich habe ja von seiner breiten Ausbildung gesprochen. Nur sein beruflicher Schwerpunkt ist halt eindeutig im Bereich Gesundheitsökonomie gewesen.Sämtliche Veröffentlichungen, die ich online von Karl Lauterbach finden konnte sind im Bereich Gesundheitsökonomie beheimatet.Und wenn ich das epidemiologische Pendant zu Christian Drosten suche, dann ist die Antwort nicht Karl Lauterbach.Da hätte ich gerne mal von jemandem eine Einschätzung zur Gesamtlage, der auch schon veröffentlichte Forschung zum Themenkomplexe Pandemien hat.
      ...auffällig, dass sich auch viele Physiker an der Statistik von vorliegenden Rohdaten hauptberuflich beschäftigen und Ergebnisse abliefern (Name entfallen).
      Priesemann und Brockmann z.B.
      Danke, ich meinte Brockmann (Priesemann hatte ich ja erwähnt). :bier:
      Ich hab jetzt nochmal nachgeschaut, ich meinte auch noch M. Meyer-Hermann vom Helmholtz-Institut.
      Bei allen Dreien „bewundere“ ich immer, wie sie sich im TV zu zügeln wissen, während sie per Twitter doch immer ziemlich „klar“ und „undiplomatisch“ Position beziehen.
      - 爸爸谷物 -

      I will give you every place where you set your foot! - Joshua 1, 3
    • Captain America schrieb:

      pmraku schrieb:

      Interessant, dass in Deutschland ein Virologe eine Entspannung im März vorhergesagt hat. bei uns in Österreich wurde eigentlich immer vor einer überrollenden Welle im März/April gewarnt.. eben wegen der Mutationen
      Darf ich mal fragen , wie es euch in Österreich so geht?
      Klasse! Wir schaffen es sogar mehr Impfdosen zu verimpfen als wir eigentlich haben:

      Screenshot_20210407-233340_Samsung Internet.jpg
      Quelle: orf.at

      Das muss uns mal einer nachmachen. :hinterha: :paelzer: :madness
      .... or should I say New England Bay Patrioneers? Boston Bucctriots?
    • Neu

      Adi schrieb:

      Egal wie mies unsere Politik auch ist, irgendwie schaffen wir es immer wieder etwas besser auszusehen als die Länder um uns herum. :madness
      Weil eben auf Bundesländerebene, trotz aller Unkenrufe, die Maßnahmen gerade so effektiv (ich sage nicht effizient) genug sind in der Hinsicht, dass die Intensivbetten nicht überlaufen. Und in der Gesamtheit gesehen die Leute das eben zumindest in dem Maße auch noch irgendwie mitgetragen haben. Auch wenn nicht mehr in dem Ausmaße wie noch vor 12 Monaten und auch wenn man in den Nachrichten und privat teilweise ein etwas anderes Gefühl hat. Für beides gilt natürlich "bisher".

      Wie schwierig das ist, sieht man ja rund um Deutschland herum. Auch die Ballungsräume in Vorzeigeländern wie Finnland und Norwegen sind weit davon entfernt, eine Inzidenz unter 50 zu haben.
    • Neu

      MM schrieb:

      Ich finde krass, wie sehr sich Schweden auf der Karte oben von seinen Nachbarn unterscheidet...
      Ich finde es eher sonderbar, dass sich Schweden so gar nicht von Ländern wie Frankreich, Benelux und Co unterscheidet, obwohl die viel striktere Regeln hatten.

      Was die Zahlen im Norden der skandinavischen Länder betrachtet, sollte man sich allerdings auch vergegenwärtigen, wieviele Leute da leben.
      Sollten da dann nur 2-3 Leute erkranken, kann das auch mal schnell den Inzidenzwert um brachiale Faktoren nach oben schnellen lassen.

      Respekt hier aber an Norwegen und Finnland!

      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!
    • Neu

      BeRseRkeR schrieb:

      Adi schrieb:

      Egal wie mies unsere Politik auch ist, irgendwie schaffen wir es immer wieder etwas besser auszusehen als die Länder um uns herum. :madness

      EyaKqA-WEAc8wWL.png
      negative Überraschung : Schwedenpositive Überraschung: Portugal

      was macht Portgual besser als der Rest der EU?
      zeit.de/politik/ausland/2021-0…tem-impfungen-coronavirus

      tagesspiegel.de/wissen/vom-hot…-kehrtwende/27049234.html
      "Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt ... Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen." - Arthur Schopenhauer
    • Neu

      Mal eine kühne These von mir zur allgemeinen Wirksamkeit von Maßnahmen gegen die Pandemie:

      Länder (ausgenommen Ostblock), in denen eine gewisse "Obrigkeitshörigkeit" noch in den Menschen steckt, also wo es bis vor gar nicht allzu langer Zeit noch sehr autokratische Strukturen gab, tun sich mit der Umsetzung von harten Maßnahmen leichter:

      - Südkorea bis 80er Militärregierung
      - Japan ist parlamentarische Demokratie aber gesellschaftlich autortär geprägt (meiner Meinung nach)
      - Taiwan bis 90er Einparteienstaat
      - Portugal bis 74 Diktatur

      USA und Deutschland ist man ja seh viel skeptischer/kritischer gegenüber den führenden politischen Personal.

      Natürlich spielen da geographische Vorteile auch eine Rolle, aber das ist ja auch nicht alles. Und wie gesagt ist das nur eine kühne These.
      "Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt ... Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen." - Arthur Schopenhauer
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      damaster schrieb:

      Mal eine kühne These von mir zur allgemeinen Wirksamkeit von Maßnahmen gegen die Pandemie:

      Länder (ausgenommen Ostblock), in denen eine gewisse "Obrigkeitshörigkeit" noch in den Menschen steckt, also wo es bis vor gar nicht allzu langer Zeit noch sehr autokratische Strukturen gab, tun sich mit der Umsetzung von harten Maßnahmen leichter:

      - Südkorea bis 80er Militärregierung
      - Japan ist parlamentarische Demokratie aber gesellschaftlich autortär geprägt (meiner Meinung nach)
      - Taiwan bis 90er Einparteienstaat
      - Portugal bis 74 Diktatur

      USA und Deutschland ist man ja seh viel skeptischer/kritischer gegenüber den führenden politischen Personal.

      Natürlich spielen da geographische Vorteile auch eine Rolle, aber das ist ja auch nicht alles. Und wie gesagt ist das nur eine kühne These.
      Meine kühne These geht in die Richtung, dass Gesellschaften die eher individualistisch geprägt sind (USA, Europa) deutlich schlechter dastehen, als solche, die kollektivistische Mentalität leben (Fernost). Ebenfalls mit der Einschränkung der Bevölkerungsdichte/Geographie.
    • Neu

      Da halte ich ein Stück weit dagegen.

      Neuseeland und Australien haben zweifellos von der Insellage profitiert, aber andererseits die Verbreitung des Virus durch harte und konsequente Lockdowns nahezu vollständig eingedämmt.

      Beide Länder haben eher liberale als autoritäre Traditionen.

      In Ländern wie Tschechien, Polen oder der Ukraine werden die Maßnahmen keineswegs konsequent befolgt. Im Gegenteil.

      In Tschechien hat das Parlament sogar gegen den Willen der Regierung einen zweiten harten Lockdown abgelehnt und es ist eine große Protestbewegung entstanden.
      Zweitteams: Bills & Chiefs
    • Neu

      Nochmal genau meinen Take lesen:

      Ostblock war absichtlich davon ausgenommen ;)

      Aber mein Augenmerk lag eben auf den Staaten mit einer noch vor kurzen autoitären Regierung bzw. mi autoritären Gesellschaftsstrukturen im Gegensatz zu den Staaten, wo die Regierung dauernd kritisch beäugt wird.
      "Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt ... Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen." - Arthur Schopenhauer
    • Neu

      damaster schrieb:

      Nochmal genau meinen Take lesen:
      Ostblock war absichtlich davon ausgenommen ;)

      Aber mein Augenmerk lag eben auf den Staaten mit einer noch vor kurzen autoitären Regierung bzw. mi autoritären Gesellschaftsstrukturen im Gegensatz zu den Staaten, wo die Regierung dauernd kritisch beäugt wird.
      Das wirkt offen gestanden ein bisschen arg vom Ende her gedacht, wenn du den mindestens bis in die 90er (und teilweise noch heute) autoritär regierten Ostblock von vornherein ausnimmst, andererseits aber Staaten mit deutlich länger zurückliegender autoritärer Tradition (v. a. Portugal) als Beleg für deine These anführst.
    • Neu

      damaster schrieb:

      Nochmal genau meinen Take lesen:
      Ostblock war absichtlich davon ausgenommen ;)

      Aber mein Augenmerk lag eben auf den Staaten mit einer noch vor kurzen autoitären Regierung bzw. mi autoritären Gesellschaftsstrukturen im Gegensatz zu den Staaten, wo die Regierung dauernd kritisch beäugt wird.
      Da hast du natürlich recht.


      Silversurger schrieb:

      damaster schrieb:

      Nochmal genau meinen Take lesen:Ostblock war absichtlich davon ausgenommen ;)

      Aber mein Augenmerk lag eben auf den Staaten mit einer noch vor kurzen autoitären Regierung bzw. mi autoritären Gesellschaftsstrukturen im Gegensatz zu den Staaten, wo die Regierung dauernd kritisch beäugt wird.
      Das wirkt offen gestanden ein bisschen arg vom Ende her gedacht, wenn du den mindestens bis in die 90er (und teilweise noch heute) autoritär regierten Ostblock von vornherein ausnimmst, andererseits aber Staaten mit deutlich länger zurückliegender autoritärer Tradition (v. a. Portugal) als Beleg für deine These anführst.

      Nein, @damaster s Punkt ist nachvollziehbar. Der portugiesische Faschismus war im Gegensatz zum Kommunismus in Polen und Tschechien keine Fremdherrschaft.

      Die polnische Gesellschaft war von Anfang an mehrheitlich antikommunistisch und antirussisch eingestellt, in der Tschechoslowakei waren Kommunismus und Russen (im tschechischen Teil) spätestens ab 1968 unten durch.
      Zweitteams: Bills & Chiefs

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von AlexSmith ()

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      DWDawson schrieb:

      DanMarinoseinSohn schrieb:

      BeRseRkeR schrieb:

      was macht Portgual besser als der Rest der EU?
      Einen echten Lockdown. =O
      Allerdings nun auch schon seit 3 Monaten. Und auch hier gilt: Sie müssen nur 1 Grenze abriegeln.
      Wenn wir mit dem Impfen durch sind, halte ich es ohnehin für angebracht, den Reiseverkehr in die EU weiterhin stark zu überwachen (konsequente Quarantäne- und Testpflicht), um das Einschleppen von Varianten zu verhindern, gegen die die Impfstoffe nicht wirken.

      Ich mache mir allerdings keine großen Hoffnungen, dass es passieren wird. Bislang war Europa da sehr nachlässig.
      Zweitteams: Bills & Chiefs
    • Neu

      AlexSmith schrieb:

      DWDawson schrieb:

      DanMarinoseinSohn schrieb:

      BeRseRkeR schrieb:

      was macht Portgual besser als der Rest der EU?
      Einen echten Lockdown. =O
      Allerdings nun auch schon seit 3 Monaten. Und auch hier gilt: Sie müssen nur 1 Grenze abriegeln.
      Wenn wir mit dem Impfen durch sind, halte ich es ohnehin für angebracht, den Reiseverkehr in die EU weiterhin stark zu überwachen (konsequente Quarantäne- und Testpflicht), um das Einschleppen von Varianten zu verhindern, gegen die die Impfstoffe nicht wirken.
      Ich mache mir allerdings keine großen Hoffnungen, dass es passieren wird. Bislang war Europa da sehr nachlässig.
      Haben die Engländer auch gedacht, dass das klappt. Und die wohnen auf einer Insel. Hat sich als unmöglich herausgestellt.
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!
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      Buccaneer schrieb:

      AlexSmith schrieb:

      DWDawson schrieb:

      DanMarinoseinSohn schrieb:

      BeRseRkeR schrieb:

      was macht Portgual besser als der Rest der EU?
      Einen echten Lockdown. =O
      Allerdings nun auch schon seit 3 Monaten. Und auch hier gilt: Sie müssen nur 1 Grenze abriegeln.
      Wenn wir mit dem Impfen durch sind, halte ich es ohnehin für angebracht, den Reiseverkehr in die EU weiterhin stark zu überwachen (konsequente Quarantäne- und Testpflicht), um das Einschleppen von Varianten zu verhindern, gegen die die Impfstoffe nicht wirken.Ich mache mir allerdings keine großen Hoffnungen, dass es passieren wird. Bislang war Europa da sehr nachlässig.
      Haben die Engländer auch gedacht, dass das klappt. Und die wohnen auf einer Insel. Hat sich als unmöglich herausgestellt.
      Über die Quarantäne- und Testregelungen bin ich nicht im Bilde. Allerdings hat Johnson die Pandemie im Innern (viel zu) lange laufen lassen.
      Zweitteams: Bills & Chiefs
    • Neu

      Wie reagieren eigentlich PCR- und Antigen-Schnell-Tests auf die verschiedenen Impfungen?
      "Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt ... Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen." - Arthur Schopenhauer