Seattle Seahawks Offseason 2021

  • Mit einer peinlichen und katastrophalen Vorstellung endet unsere 2020 Season. Damit endet eine Season, die hoffnungsvoll angefangen hat, mit einer der schlimmsten Niederlagen - vor allem wenn wir uns die Art und Weise anschauen - in der Ära von Pete Carroll. Selbst die Playoffniederlagen gegen Dallas und Green Bay in den letzten Jahren oder die Niederlage im Superbowl kommen aus meiner Sicht da nicht ran.


    Es ist die Art und Weise, wie man sich präsentiert hat sowie die Probleme, die mehr oder weniger offensichtlich geworden sind, die mich beschäftigen und auch eher skeptisch in die Zukunft blicken lässt.


    Wir sollten nicht den Fehler machen und auf den Record schauen. 12-4 nach der Regular Season hört sich sehr gut an. Danach betrachtet zählt die Season zu den besten in der Franchise Historie. Nein, wir sollten genauer hinschauen und die Probleme genau analysieren. Dass das alles andere als einfach wird, stellt man sehr schnell fest.


    Zum einen müssen wir festhalten, dass sich die Performance bereits in den letzten Wochen bzw. in der 2. Hälfte der Season angekündigt. Man gewann zwar viele Spiele doch bereits in diesen gab es entsprechende Probleme. Die Offense war komplett von der Rolle und hatte extreme Probleme den Ball zu bewegen. So gut Wilson in den 1. Wochen war, so schlecht war er und die gesamte Woche im späteren Verlauf der Season. Die Gegner passten sich der Spielweise der Seahawks-Offense an, während diese keine Counter-Moves aufweisen konnte. Personelle Ausfälle erschwerten das Problem, doch dürfen diese keine Ausrede sein. Aber warum hatte man solche Probleme? Warum konnte man auf die Veränderungen nicht reagieren? Warum verlor Wilson und die Receiver so ihre Abstimmung und Timing? Warum war man vor allem in 3rd Downs zu so schlecht?


    Auf die Fragen gibt es vermutlich keine einfache Antwort. Viel eher ist ein großes Problem, welches sich aus ganz vielen Teilen und Ursachen zusammensetzt. Ich habe heute Vormittag die aktuelle Podcastfolge von Michael-Shawn Dugar gehört, die ich nur empfehlen kann. Der 1. Schritt in der Analyse und Aufschlüsselung des Problems muss damit beginnen, dass man sich Fehler und Probleme eingesteht.


    Wie häufig haben Carroll, Schottenheimer, Wilson und Co uns erzählt, dass wir uns keine Sorgen um die Offense machen sollen und haben uns erklärt, wieso, weshalb, warum man hier und da kein 1st Down, keinen Drive, etc. zustande bekommen hat. Man muss sich eingestehen, dass die Offense massive Probleme hatte und entsprechende Lösungen finden. Und ja, da muss man dann auch die Philosophie entsprechend hinterfragen und schauen, ob alle Beteiligten nicht nur in die gleiche Richtung sondern auch den gleichen Weg gehen wollen.


    Siege sind immer gut, aber vielleicht hätte man in der 2. Hälfte mal ein oder zwei Spiele mehr verlieren sollen, wenn dies dazu geführt hätte, dass man sich genauer hinterfragt. Man hat nun mal nicht jedes Mal glück und kann ein Spiel im 4. Qtr drehen und für sich entscheiden.


    Auch wenn ich bisher stark auf die Offense eingeschlagen hat, sollte man auch die Leistung der Defense hinterfragen. Es wäre fatal, wenn wir uns von den Leistungen der letzten Spiele blenden lassen und alles gut bewerten. Gab es einen Aufwärtstrend? Ja, aber aus meiner Sicht war dieser nicht so stark, wie die nackten Zahlen es darstellen. Der Schedule kaschiert hier doch einiges.


    Natürlich stellt sich nun die Frage, wie es weiter geht. Zuerst werden natürlich die Coaches hinterfragt und Köpfe gefordert. Ich kann das nachvollziehen und habe ehrlich gesagt mittlerweile auch meine Zweifel, ob Carroll die schwierigen Probleme lösen kann. Ich schreibe bewusst Carroll, da der Erfolg und Misserfolg bei ihm beginnt. Er hat absolut seine Stärken. So lieben es die Spieler für ihn zu spielen und die Energie, die er versprüht (siehe den Artikel von Dunlap). Doch hat er auch massive Schwächen, wie zum Beispiel im Gamemanagement. Letztendlich ist es auch seine Philosophie, die von den Coordinatoren ausgeübt wird. Daher bezweifle ich auch, dass die Entlassung von Schottenheimer alle Probleme lösen würde. Die Probleme sind nicht (nur) bei ihnen festmachen. Sie gehen tiefer und ich bin mir nicht sicher, dass eine weitere Küchenkraft in einer Küche, in der bereits viele Küche kochen wollen, DIE Lösung darstellt.


    Aus diesem Grund muss man eine tiefgehende Analyse betreiben und alle Probleme auf den Tisch bringen. Denn eines ist klar: Zum größten Teil wird das Team, welches gestern Abend auf dem Feld stand, auch im September 2021 in die neue Season starten.


    Wenn wir auf das verfügbare Kapital in Form von verfügbaren Salary Cap und Draft Picks schauen, sieht die Situation nicht besonders rosig, aber auch nicht katastrophal aus. Dass sie angespannt ist, steht allerdings außer Frage.


    Aktuell gehen wir davon aus, dass der Cap in 2021 bei 176 Mio Dollar liegen wird. Sollte dieser doch höher liegen hat man entsprechend mehr Spielgeld zur Verfügung.


    Zurzeit haben die Seahawks rund 17,5 Mio Dollar zur Verfügung. Das hört sich erstmal ok an. Damit liegt man auch ziemlich in der Mitte der Liga und ist schon mal etwas besser dran als so manch andere Teams, die teilweise hoch über dem Cap liegen. Allerdings muss man aus Seahawks-Sicht auch betrachten, dass man nur 34 Spieler für 2021-Season aktuell unter Vertrag hat. Füllt man den Kader auf 51 Spieler mit Minimum-Gehälter auf, steht dem Seahawks FO nur noch rund 6,3 Mio zur Verfügung. Das ist nicht viel.


    Da der Salary Cap aber durchaus manipulierbar ist, kann man hier durchaus noch mehr Cap Space rausquetschen. Vorzeitige Vertragsverlängerungen, Restrukturierungen oder Entlassungen machen es möglich. Folgende Optionen bieten sich dafür zum Beispiel an:


    LT Duane Brown hat einen Cap-Hit von 13.35 Mio und einen Base-Salary von 10 Mio. Sollte er noch weiterspielen wollen, könnte man durch eine Vertragsverlängerung etwas Geld freischaufeln.


    Quandre Diggs (5,5 Mio), Jamal Adams (9,86 Mio), Tyler Lockett (12,5 Mio) oder Carlos Dunlap (14,1 Mio) wären weitere Spieler, bei denen man durch Vertragsverlängerungen den Cap-Hit in 2021 reduzieren könnte. Da Russell Wilson nirgendswo hingehen wird, könnte man auch hier einen Teil seines 19 Mio Base Salary umwandeln und auf die kommenden Jahre verteilen. Die Hoffnung auf einen steigenden Cap könnte dem FO hier zugutekommen. Natürlich muss man bei diesen Moves immer erwähnen, dass man diese nicht umsonst bekommt. Die Rechnung kommt nur später - ein Gruß an die Saints und Patriots.


    Eine positive News zu unseren eigenen Free Agents: Unsere UFA sind überschaubar und aus meiner Sicht gibt es nur wenige Kandidaten, die ich nur sehr ungern abgeben würde:


    K.J. WrightLBUFA
    Greg OlsenTEUFA
    Bruce IrvinLBUFA
    Quinton DunbarCBUFA
    Jacob HollisterTEUFA
    Benson MayowaEDGEUFA
    Carlos HydeRBUFA
    Mike IupatiLGUFA
    Cedric OgbuehiRTUFA
    Neiko ThorpeCBUFA
    Geno SmithQBUFA
    Ethan PocicLGUFA
    Luke WillsonTEUFA
    Nick BelloreFBUFA
    Phillip DorsettWRUFA
    Branden JacksonEDGEUFA
    Josh GordonWRUFA
    Damarious RandallSUFA
    Jonathan BullardDTUFA
    Damontre MooreDTUFA
    David MooreWRUFA
    Shaquill GriffinCBUFA
    Delano HillSUFA
    Chris CarsonRBUFA
    Stephen SullivanSFA
    Bo ScarbroughSFA
    Shaquem GriffinLBRFA
    Chad WheelerRTRFA
    Jordan SimmonsLGRFA
    Poona FordIDLRFA
    Ryan NealCBERFA
    Bryan MoneIDLERFA
    Linden StephensCBERFA
    Kyle FullerLGERFA
    Jayson StanleyCBERFA
    Patrick CarrRBERFA



    Im Grunde genommen sind aus meiner Sicht nur LB K.J. Wright und CB Shaquill Griffin die Free Agents, bei denen ich eine Verpflichtung begrüßen würde. Allerdings nicht um jeden Preis. Mit Abstrichen würde ich Mayowa als Role-Player und Chris Carson mit in die Liste aufnehmen. Insbesondere bei Carson hoffe ich auf ein besonnenes Agieren. Er ist ein guter Running Back, der unserer Offense während der Season durchaus gefehlt hat. Das ist aber auch ein Punkt: Carson war zu häufig verletzt, um ihn teuer zu bezahlen. Ich würde Carson den Markt testen lassen und nur zu bestimmten Bedingungen erneut verpflichten.


    Alle weiteren UFA sehe ich nicht zwingend in Seattle. Pocic wäre ggf. nicht verkehrt, aber wenn ihn ein Team bezahlen möchte, soll es das gerne tun.


    Alles RFA, ERFA und SFA bleiben in Seattle, sofern das FO dies möchte. So müssen wir uns um den Verbleib von Neal, Mone, Ford und Sullivan keine bzw. nur bedingte Sorgen machen.


    Somit kann man mit Blick auf die FA durchaus sagen, dass man kaum wichtige Spieler verlieren wird bzw. man sollte die Mittel haben, um diese zu halten. Das ist noch die gute Nachricht.


    Die schlechte Nachricht ist, dass man kaum Mittel zur Verfügung hat, um das Team wesentlich zu verbessern. Seattle wird nicht in der Lage sein, um teure FA’s oder Superstars, so wie es Wilson in der letzten Offseason gefordert hat, mitzubieten. Gut, das war bisher noch nie das Kredo des FO’s.


    Dabei gäbe es genug Positionen, die man adressieren sollte. Man braucht zum Beispiel mehr Tiefe auf der CB-Position, einen 3. Receiver für den Slot oder Z-Position, man muss sich Gedanken um die Position des Centers machen und wir brauchen einen mittelfristigen Plan für die Position des LT (Brown wird nicht ewig spielen). Die Aufzählung könnte man durchaus noch erweitern. So sollte man auch den Pass-Rush nicht außer acht lassen.


    Von Vorteil könnte es sein, dass wir auf eine sehr ungewöhnliche Offseason und FA-Phase zu steuern. Viele Teams haben Cap-Probleme und stehen intern vor den gleichen Herausforderungen. Das heißt: Es werden noch einige Spieler auf den Markt, die derzeit in keiner FA-Liste auftauchen. Zudem werden nicht viele Teams als Buyer auftreten können. Das könnte für Seattle trotz des erstmal geringen Cap-Space von Vorteil werden. Kann, muss aber nicht.


    Über das Thema Draft habe ich bisher noch kein Wort verloren. Auch sieht es mit Verstärkung eher schwierig aus. Aktuell verfügen die Seahawks über nicht allzu viel Draftkapital:


    2nd Round Pick
    4th Round Pick
    5th Round Pick
    6th Round Pick


    John Schneider wird hier wieder zaubern müssen, um die Quantität zu erhöhen. Wenn man möchte, könnte man DE Darrell Taylor, unseren 2nd Round Pick aus 2020 noch als weiteren Rookie schon berücksichtigen, da er in diesem Jahr keinen einzigen Snap absolvierte.
    Fazit:


    Wie bereits erwähnt, wird es vermutlich zu weiten Teil das Team von gestern Abend sein, welches im September wieder für die Seahawks auflaufen wird. Die Hoffnung auf Verstärkung von Außen in Form von Impact-Player ist gering bzw. kaum vorhanden. Auch mit Blick auf den Coaching Staff ist es sehr unwahrscheinlich, dass es zu gravierenden Veränderungen kommen wird. Selbst wenn es diese geben sollte, ist das kein Allheilmittel. Die Probleme und Ursachen in der Offense und auch in der Defense gehen tiefer. Es gibt nicht nur das eine Probleme. Es ist ein Verbund von Problemen. Ein Austausch eines Kopfes wird dieses nicht lösen.


    Umso wichtiger ist es, dass man nun in die Analyse geht, ehrlich zu sich selber ist, sich kritisch hinterfragt und daraus die richtigen Schlüsse sieht. Leider bin ich nach gestern und der 2. Hälfte dieser Season skeptisch, dass man dies in voller Gänze tun wird.

    Excuses are for Losers

  • Danke und tolle Analyse!


    Auch wenn es nicht 100%ig passt, aber ich hätte da einen schönen Vergleich:


    Die Seahawks kann man ein wenig mit der Deutschen Autoindustrie vergleichen. Man ist zu erfolgreich, um größere Änderungen vorzunehmen. Man versucht den bisherigen Erfolg eher zu verwalten und zu verteidigen.


    Zu den auslaufenden Verträgen:


    - KJ gehörte zu den Lichtblicken. Ich hoffe man verlängert mit ihm.
    - Pocic: steht und fällt mit dem Preis
    - Griffin: leider eher schlechter als besser geworden. Vielleicht bekommt man freundliche Konditionen hin (durch den fallenden Cap und Bruder)
    - Carson: leider zu Verletzungsanfällig. Ich sehe nicht, dass arson zu Konditionen verängern würde, die man ihm anbieten würde.
    - Mayowa: bei guten Konditionen gerne behalten. Solider Rollenspieler.
    - Hollister: bei guten Konditionen (nicht mehr als 2020) wäre ein Verbleib sicherlich okay
    - Irvin, Dunbar: Satz mit X... bezogen auf 2020. Ich sehe beider eher nicht in Seattle in 2021

  • Hier auch noch ein passender Artikel von the Athletic: Seahawks cooked by Rams: Welcome to Pete Carroll’s worst-case scenario


    Ein paar Auszüge:




    Zitat

    For the first time in Wilson’s career, Seattle had a pass-heavy offense. The Seahawks had an early-down pass rate of 61.5 percent, fifth-highest in the league, according to Ben Baldwin’s rbsdm.com. With Wilson playing the best ball of his career — coming into this year, at least — the shift in philosophy made sense. It’s at the core of “Let Russ Cook,” the social media rallying cry that became popular among Seattle’s frustrated and analytically inclined fan base.

    Zitat

    Seattle had the best pass-protecting offensive line of Wilson’s career. It was in the top 10 of ESPN’s pass-block win-rate model. Backup guard Jordan Simmons was solid all season, rookie guard Damien Lewis was consistent even without a true offseason and Brandon Shell was surprisingly reliable at right tackle. Yes, Wilson was sacked a ton, but this is where sacks largely being a quarterback stat becomes relevant.

    Zitat

    Seattle was really healthy. Wilson had his entire starting offensive line, top two running backs and all of his skill guys. On defense, everyone was healthy enough to play. Yes, safety Jamal Adams (torn labrum/broken fingers) and defensive tackle Jarran Reed (oblique) were dealing with lingering injuries, but all 11 starters (and nickel Ugo Amadi) were available. It’s hard to ask for a better situation than that.

    Zitat

    Wilson had the worst playoff game of his career, posting a career-low minus-10.91 expected points added (EPA), according to TruMedia. His previous low was the NFC Championship Game against Green Bay (minus-7.11). Wilson completed only 11 of 27 passes for 174 yards and two touchdowns, one of which was mostly meaningless seeing as it cut the deficit to 10 points with 2:28 remaining. Wilson was sacked five times and threw a pick six in the postseason for only the second time.

    Zitat

    The offense was 2-for-14 on third down but that wasn’t all on Wilson, either. Wide receiver DK Metcalf dropped another pass. Lewis was beaten for a sack. Carlos Hyde and Chris Carson were stopped short on a couple of short runs. Penalties put Seattle in down-and-distance situations of more than 20 yards to go on multiple drives.

    Zitat

    They were bad on third down all year — they were awful against the Rams. They lacked explosive pass plays in the second half of the season — they barely had any explosive passing plays against the Rams. They couldn’t consistently gash teams on the ground in the second half of the season, even when defenses were inviting them to — and they weren’t able to do it against the Rams.

    Excuses are for Losers

  • wie sind eigentlich die STimmen zu Adams? ja er war viel verletzt, aber so richtig glänzen konnte er in der Saison für den Tradegegenwert nicht wirklich?

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  • wie sind eigentlich die STimmen zu Adams? ja er war viel verletzt, aber so richtig glänzen konnte er in der Saison für den Tradegegenwert nicht wirklich?

    Er generierte viele Sacks, aber hat eklatante Schwächen in der Pass Protection. In einer immer stärkeren Pass Heavy Offense macht sich das bemerkbar. Aus meiner Sicht ist er für Stong Saftey unbrauchbar. Ich konnte und kann bis jetzt diesen Trade nicht verstehen.

  • Sehr schöne Eröffnung und Analyse. Der ich mich größtenteils anschließen möchte.


    Ich würde 3 bzw. 4 verschiedene Punkte benennen wollen, die mMn genauer zu analysieren sind.


    Zuerst einmal die Kaderzusammenstellung und die Aktivitäten des FOs. Hier sollte man hinterfragen, was der Plan der letzten zwei Jahre, vor allem in der Defense war. Den Pass-Rush und die Vertragsverhandlungen mit Clowney hat man total falsch eingeschätzt und sich so vernünftig Alternativen in der FA entgehen lassen.
    Noch gravierender wirkt der Adams-Trade, für einen Spieler der die DEF nicht sofort signifikant stärker macht, und da sollte man sich von den Stats auch nicht blenden lassen, hat man Haus und Hof getradet. Adams hat zudem Verletzungen in beiden Schultern und will zum bestbezahlten Safety werden.
    Auch in der Vergangenheit hatte man teure Trades, jedoch hatte man da immer einen Plan und Motive erkennen können, das fehlt mir bei Adams.


    Des Weiteren sollte man genauer auf das Wirken der Coaches schauen. Du hast Recht, wenn du sagst dass am Ende bei Carroll die Fäden zusammenlaufen und im Endeffekt seine Vorstellungen umgesetzt werden. Dennoch muss man auch Schottenheimer (den ich persönlich ganz gerne mag) und Norton individuelle kritisieren.
    Schotty hat durchaus positive Dinge bewirkt in den letzten Jahren, es zeigen sich aber gewisse negative Muster. Die Offense wurde jedes Jahr ab der Mitte der Saison kälter, so nahm beispielsweise die RZ-Effizienz nach beeindruckenden Zahlen stetig ab. Schotty scheint in der Saison, geschweige denn in Spielen seinen offensiven Plan anpassen zu können. Das hier eine Wende um 180 Grad kommt, sehe ich leider nicht.


    Norton muss man die Entwicklung der Defense in der zweiten Saisonhälfte durchaus positiv anrechnen. Aber die erste Hälfte kann man nicht komplett ignorieren, dort hat man teilweise ein katastrophales Bild abgegeben. So darf man sich nicht präsentieren! Noch schlimmer finde ich aber die Gameplans, in denen man sich offensichtlich kein Stück auf den Gegner eingestellt hat. Die Rams treten mit einem Back-Up Qb an und wechseln dann einen Qb mit gebrochenen Daumen ein, da könnte man ja mal schauen, dass man wenigstens den Run konsequent verteidigt. Aber Fehlanzeige.
    Zudem hat sich gegen die Rams auch neuen Befürchtung erfüllt und zum wiederholten Mal sah ein Back-Up Qb besser aus, als er sollte. Ähnlich war es u.a. Gegen die Redskins und Giants. Auch Norton scheint also Probleme zu haben, die Spieler und seine Ideen an einen Gegner anpassen zu können.


    Als 3. Schwerpunkt der Analyse möchte ich dann doch Wilson nennen. Die Probleme sind, wie Seahawk erwähnt hat bedeutend tiefer verankert, aber Wilson ist nun mal der wichtigste Spieler der Franchise und mit einem Wilson in Form ist man in der NFL immer relevant.
    Ich kann mich nicht erinnern, innerhalb einer Saison so einen Absturz eines gestandenen Spielers gesehen zu haben und hoffe man findet hierfür intern die Gründe. Wilson hat Eigenheiten in seinem Spiel und neigt auch immer mal wieder zu ähnlichen Fehlern, aber das am Ende eigentlich gar nichts mehr geklappt hat, gibt mir schwer zu denken.
    Wilson wird 33 und da muss man vllt. abwägen, ob das ein Ausrutscher war oder bei ihm jetzt schon ein Verschleiß einsetzt. Dabei sollte man aber bedenken, das Wilson eine No-Trade-Klausel hat und man ihn gar nicht so leicht losbekommen könnte. Zudem muss man bedenken, dass es nicht leicht wird einen vergleichbaren Ersatz zu finden.


    Den letzten Aspekt, der hoffentlich genauer betrachtet wird, ist eher psychologischer Natur. Ich habe das Gefühl, dass dieser Mannschaft der Biss fehlt und das trifft mMn auch zum Teil auf Wilson zu. Mehrmals hat man Gegner, die auf dem Papier klar schwächer sind, unterschätzt oder nicht ernst genommen. Selten hatte man über ein komplettes Spiel das Gefühl, dass das Team alles für einen Sieg tut und in extrem Fällen hat man sich auch relativ widerstandslos in sein Schicksal ergeben. Ob gegen Giants, Bills oder Rams, ein Aufbäumen das Spiel doch nochmal zu drehen, konnte ich nicht erkennen. Und das macht mir große Sorgen, denn über all die Jahre war das zumindest immer etwas, dass unser Team ausgezeichnet hat.



    Es gibt im Detail noch viel mehr zu analysieren, aber anschließend möchte ich dann nochmal einen Punkt ansprechen, über den ich seit längerem nachdenken und der mich hinsichtlich einer Analyse nicht sehr positiv stimmt.
    Wer führt diese Analyse durch und zieht, wenn es nötig ist, Konsequenzen? Seit dem Tod von Paul Allen sehe ich ein Vakuum an der Spitze der Franchise und gefühlt ist Pete Carroll auch niemanden mehr Rechenschaft schuldig. Mit seinem neuen Vertrag ist Carroll eigentlich unantastbar und seine Stellung als starker Mann bei den Hawks nochmal bestätigt. Ich sehe keinen, der Carroll unter Druck setzen könnte (das klingt negativer als es gemeint ist) sich selbst zu hinterfragen. Und das ist doch das, worauf es eigentlich hinauslaufen müsste bei einer Analyse. Carroll gibt vor, wie und was gemacht wird. Ob Schneider(mit Abstrichen), Schotty oder Norton, hart formuliert sind das nur Gehilfen von Carroll. Deswegen würden Veränderungen bei OC und DC wohl auch kaum große Veränderungen herbeiführen.
    Wenn Carroll nicht zu dem Ergebnis kommt, dass grundlegend etwas geändert werden muss, wird das auch nicht passieren und ob Carroll so selbstkritisch ist, wage ich zu bezweifeln.

  • Er generierte viele Sacks, aber hat eklatante Schwächen in der Pass Protection. In einer immer stärkeren Pass Heavy Offense macht sich das bemerkbar. Aus meiner Sicht ist er für Stong Saftey unbrauchbar. Ich konnte und kann bis jetzt diesen Trade nicht verstehen.

    So ist es! Mit seinem 64,2 Rating laut PFF ist er glaub ich auf Platz 45 aller Safeties.
    Der Trade war eine einzige Verzweiflungstat als man sämtliche Optionen im Pass Rush verpasst hatte.
    Der Gegenwert spiegelt das wieder: Die Jets wussten das er dort nicht länger spielen wollen und trotzdem haben die einen unglaublichen Gegenwert bekommen, welcher einzig bei einem SB Win ansatzweise gerechtfertig gewesen wäre, weil wir danach sowieso alles ausgeblendet hätten.


    Meine Hoffnung bleibt, dass wir ihn schnellstmöglich traden und wieder etwas von den Picks zurückbekommen. Diesjähriger 3rd und nächstjähriger 1st Rounder und ich wäre bereits dabei.
    Manche Teams denken halt echt er hätte wegen dem Sack Record eine gute Saison gespielt. 6 von den 9,5 Sacks war er nichtmal geblockt. Soviele Blitzingversuche wie er hatte keiner und damit hat er uns mehr geschadet als geholfen.


    Ganz ganz schwacher Move. Ich halte Adams für einen sehr guten Spieler, aber nicht in unserem System und nicht für diesen Gegenwert in unserer aktuellen Situation.

  • So ist es! Mit seinem 64,2 Rating laut PFF ist er glaub ich auf Platz 45 aller Safeties.Der Trade war eine einzige Verzweiflungstat als man sämtliche Optionen im Pass Rush verpasst hatte.
    Der Gegenwert spiegelt das wieder: Die Jets wussten das er dort nicht länger spielen wollen und trotzdem haben die einen unglaublichen Gegenwert bekommen, welcher einzig bei einem SB Win ansatzweise gerechtfertig gewesen wäre, weil wir danach sowieso alles ausgeblendet hätten.


    Meine Hoffnung bleibt, dass wir ihn schnellstmöglich traden und wieder etwas von den Picks zurückbekommen. Diesjähriger 3rd und nächstjähriger 1st Rounder und ich wäre bereits dabei.
    Manche Teams denken halt echt er hätte wegen dem Sack Record eine gute Saison gespielt. 6 von den 9,5 Sacks war er nichtmal geblockt. Soviele Blitzingversuche wie er hatte keiner und damit hat er uns mehr geschadet als geholfen.


    Ganz ganz schwacher Move. Ich halte Adams für einen sehr guten Spieler, aber nicht in unserem System und nicht für diesen Gegenwert in unserer aktuellen Situation.

    Das ist eine sehr reflektierte und fundierte Analyse, der mich so anschließen möchte! Einen winzigen Punkt würde ich noch auf der Pro-Seite aufnehmen wollen - Adams ist durchaus ein Gamechanger und ein Leader, auch das hat seinen wert. Allerdings mMn nicht den gezahlten, und nicht in diesem System.

  • Zuerst einmal die Kaderzusammenstellung und die Aktivitäten des FOs. Hier sollte man hinterfragen, was der Plan der letzten zwei Jahre, vor allem in der Defense war. Den Pass-Rush und die Vertragsverhandlungen mit Clowney hat man total falsch eingeschätzt und sich so vernünftig Alternativen in der FA entgehen lassen.

    Sehr guter Punkt, der vor allem auf das FO abzielt, während die andere Punkten eher beim Coaching zu beheimatet sind (natürlich verlaufen ihr Grenzen teilweise sehr fließend). Letztendlich hat man bei Clowney alles richtig gemacht - wenn man den Fall ganz alleinstehend betrachtet. Das ist in der Realität aber nicht der Fall. Dadurch, dass man die Tür für eine Rückkehr so lange offen gehalten hat, vergingen viele Chancen sich anderen Kräften zu verstärken. Ob diese uns dann wirklich weiterhelfen hätten, steht auf einem anderen Blatt. Wenn man möchte, kann man das auch kritisch beleuchten. Während die Verpflichtungen von Shell, Reed oder Mayowa (wobei man ihn für die falsche Rolle geholt hat) gut waren, muss man die von Olsen und Finney als mangelhaft bezeichnen.

    Schotty hat durchaus positive Dinge bewirkt in den letzten Jahren, es zeigen sich aber gewisse negative Muster. Die Offense wurde jedes Jahr ab der Mitte der Saison kälter, so nahm beispielsweise die RZ-Effizienz nach beeindruckenden Zahlen stetig ab. Schotty scheint in der Saison, geschweige denn in Spielen seinen offensiven Plan anpassen zu können. Das hier eine Wende um 180 Grad kommt, sehe ich leider nicht.

    Durchaus korrekt. Ich möchte Schotty gar keinen Freifahrtsschein ausstellen. Wenn man andere Probleme nicht aber auch adressiert, ist es vermutlich egal, wer da als OC agiert.

    Ich kann mich nicht erinnern, innerhalb einer Saison so einen Absturz eines gestandenen Spielers gesehen zu haben und hoffe man findet hierfür intern die Gründe. Wilson hat Eigenheiten in seinem Spiel und neigt auch immer mal wieder zu ähnlichen Fehlern, aber das am Ende eigentlich gar nichts mehr geklappt hat, gibt mir schwer zu denken.

    Es hört sich vermutlich komisch an und vlt auch etwas makaber. Allerdings hofft man ja schon quasi, dass in den nächsten Tagen irgendeine Verletzung oder dergleichen öffentlich wird. Das würde uns wenigstens eine Erklärung liefern. Nur muss man auch sagen, dass er eigentlich nicht verletzt aussah. Er war mobil (nicht mehr so wie im Rookie-Jahr aber durchaus gut auf den Beiden) und auch der Arm bzw. die Wurfbewegung sah gut aus. Das waren im Grunde nicht die Probleme. Es waren die Entscheidungen, die er getroffen hat, die nicht gut waren.

    Wilson wird 33 und da muss man vllt. abwägen, ob das ein Ausrutscher war oder bei ihm jetzt schon ein Verschleiß einsetzt. Dabei sollte man aber bedenken, das Wilson eine No-Trade-Klausel hat und man ihn gar nicht so leicht losbekommen könnte. Zudem muss man bedenken, dass es nicht leicht wird einen vergleichbaren Ersatz zu finden.

    Letzteres trifft natürlich in irgendeiner Art und Weise zu. Man wird halt nicht jünger. Der Leistungsabsturz erfolgte aber so dramatisch von einer Sekunde auf die andere, dass dies für mich keine Option darstellt. Wenn Wilson nächstes Jahr wieder so schlecht, wie in der 2. Hälfte aussieht, können wir das Thema ggf noch mal besprechen.


    Meine Hoffnung bleibt, dass wir ihn schnellstmöglich traden und wieder etwas von den Picks zurückbekommen. Diesjähriger 3rd und nächstjähriger 1st Rounder und ich wäre bereits dabei.

    Durchaus ein interessantes Thema: Die Frage ist nur, ob man für Adams so viel überhaupt zurückbekommt - insbesondere den 1st Rounder (in deinem Vorschlag aus 2022). Welches Team wäre bereits das für Adams hinzublättern, der jetzt nicht nur an der Hand sondern auch an der Schulter operiert werden muss? Insbesondere, da er ja für 2022 noch einen Vertrag benötigt. Zumal wir in einer sehr schlechten Verhandlungsposition sind/wären.

    Excuses are for Losers

  • Dieses Thema ist wahrscheinlich schon bei euch durchgekaut worden. Aber mich würde trotzdem nochmal eure Meinung zu dem Adams trade interessieren.


    Was hat sich Schneider dabei gedacht, und wie konnte die Chefetage das so absegnen? Ihr wart doch um einiges entfernt von einem key player um all in für einen möglichen Titel zu gehen.

    GO SPURS PACKERS BREWERS PENGUINS MOUNTAINEERS GO
    MY NEIGHBOURS LISTEN METAL MUSIC.....IF THEY LIKE IT OR NOT!!! :3ddevil:

  • Durchaus ein interessantes Thema: Die Frage ist nur, ob man für Adams so viel überhaupt zurückbekommt - insbesondere den 1st Rounder (in deinem Vorschlag aus 2022). Welches Team wäre bereits das für Adams hinzublättern, der jetzt nicht nur an der Hand sondern auch an der Schulter operiert werden muss? Insbesondere, da er ja für 2022 noch einen Vertrag benötigt. Zumal wir in einer sehr schlechten Verhandlungsposition sind/wären.

    Deswegen "Hoffnung" :D


    Ich sag mal so, ich hätte vor nem drei viertel Jahr auch nicht gedacht, dass es jemanden gibt der 2x 1st Rounder, 1x 3rd Rounder plus einem erfahrenen Spieler für J. Adams anbietet. Gar bei einem Team, dass in 10 Jahre nach Earl Thomas nicht mehr als einen mittleren 2nd Rounder (Blair) für einen Safety hergegeben hat.


    Angesichts der Evaluierung von einigen Experten über den vermeintlichen Value von Adams, hab ich nachwievor die Hoffnung, dass es eine Franchise gibt, die bereit ist etwas herzugeben.
    Glaub ich an einen Trade? Nein, ganz und gar. Schneider und Carroll müssten damit ja eingestehen, dass dies ein gescheiterter Versuch war die schlechte Offseason zu überdecken. Solang wir nicht in der Lage sind uns Fehler einzugestehen vom Wasserträger über RW bis ins oberste FOs wird es schwer werden da was aufzubauen.


    Thema Fehler einstehen: Von Carroll und Co. wird ja dieses eine Meeting in/um die Bye Week herum als Wendepunkt beschrieben, welches die Defense zurück auf die Karte gebracht hat. Ich glaube, dass in diesem Meeting einiges über eingestandene Fehler ging. Schade, dass man diese Elan (noch) nicht mitgenommen hat.

  • Ich sehe das mit Adams etwas optmistischer. Ja, er hatte seine PRobleme bei manchen Pässen und war/ist verletzt.


    Lass ihn jetzt die Schulter(n) heilen, sich auskurieren und vielleicht haben wir ja sowas wie eine normale Preseason / Camps im Sommer 2021. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Adams dann deutlich(!) besser sein wird und gerade bei den Pässen sich gut verbessert. Dazu wird die Abstimmung innerhalb der D noch besser sein und Adams damit auch davon profitieren. Selbst diese Saison sah er häufiger nicht schlecht aus und hhätte einige INTs haben können. Das ist aber trainier / verbesserbar, von daher gehe ich mit einer positiven Erwartung in 2021. Ob das am Ende so viel Draft Kapital wert war? Abwarten, zumindest die kommende Saison(leistung).



    Zu RW3: Je länger ich darüber nachdenke, desto eher komme ich zum Schluß, dass es einfach nur eine Worstcase-Situation war, in dem gefühlt fast alles schief gelaufen ist. Erst der Megaerfolg, dann Spielplan bedingt fast nur noch Top-Ds, gepaart mit einem suboptimalen Gameplan und den (selbst?) auferlegten Druck, mit dem Kopf durch die Wand zu wollen. Dazu eine Oline, die selten in der gleichen Formation gespielt hat und ähnlich wie RW3 zum Ende hin abgebaut hat. RW3 ist ja auch nur ein "normaler" Mensch und ich kann mir gut vorstellen, dass es auch ihn getroffen hat, wie steil es nach dem Start bergab ging, vor allem die Phase mit den "INTs Galore". Wenn RW3 und PC die richtigen Schlüsse ziehen, kann RW3 daran wachsen und die Erfahrungen in positive Saisons umwandeln.



    Zu PC: in der heutigen Saisonabschluß-PK wirkte er an einigen Stellen sehr gereizt / genervt und "drohte" mit einem vorzeitigen Ende. Trotzdem gab es ein paar Ifos, die durchaus interessant sind:
    - es geht PC nicht darum, möglichst viel zu laufen, sondern eine effektive Offense zu haben, die möglichst wenige Fehler macht (aka keine Turnover)
    - die Rookie Class wurde positiv erwähnt
    - man will am Offensivspiel arbeiten, aber konkreter wurde es nicht
    - er liebt Schotty und Ken. Sie werden nur dann gehen, wenn sie andere Jobs woanders annehmen würden. Wobei er das in einem sehr flapsigen Ton gesagt hat und man gemerkt hat, dass ihn die Frage nach den Koordinatoren extrem getroffen / genervt hat.
    - Griffin soll gehalten werden
    - genauso wie Hyde
    - wenn ich es richtig verstanden habe (lief nebenher) soll auch Dunlap ein Angebot vorgelegt werden
    - man hat vieles richtig gemacht und das Rams Game war mehr ein "Unglück". Ohne den Pick 6 und den späten Fumble wäre man wohl auf der Siegerstraße gewesen. (Anm von mir: klar wäre es ohne eigene Turnover einfacher, ein Spiel zu gewinnen. Aber die To waren nur eine von mehren Sachen, die überhaupt nicht gut liefen)
    - sehr lobende Worte für Myers und Dickson. Er hate absichtlich nie was zu MYers gesagt, da er den Strike nicht unterbrechen wollte.
    - das schief gelaufene 4th & 1 ging auf Carroll zurück. Alle haben sich auf das Play vorbereitet, aber Carroll wollte erstmal unbedingt punten. Als er dann auch zugestimmt hat war schon zu viel Zeit vergangen (Anmerkung mienerseits: und das berühmte miese Clockmanagement kam zum Vorschein, siehe 49ers im letzten JAhr im letzten Drive). Aber der Punt war im nachhinein, laut PC, eh die beste Entscheidung und das Play hatte keine Bedeutung für das Endergebnis.



    Was kommt 2021 auf uns zu?


    Der exakte Schedule kommt ja erst im Frühling, aber unsere Gegner stehen schon fest:


    Heim: Rams, Cards, 49ers, Bears, Lions, Saints, Jaguars, Titans
    Auswärts: Rams, Cards, 49ers, Packers, Vikings, WFT, Texans, Colts, Steelers


    Also 18 Gameweeks mit 17 Gegnern, 8 x Heim und 9 x Auswärts.
    9 Spiele gegen Teams, die dieses JAhr in den Playoffs stehen / standen. Gerade die Auswärtsspiele sind vom SoS knüppelhart. Die Bilanz unserer Gegner lautet hier 78-66.
    Zu Hause ist es etwas "freundlicher", da lautet die SoS 61-67.
    Komplett daher 139-133 (0.511).


    Allerdings macht es keinen Sinn schon darüber zu diskutieren und das sollte lediglich als Info dienen :)



    Was gibt es sonst noch?


    Ich hoffe das wir jetzt auch weiterhin in der Offseason hier rege diskutieren :)

  • Genug zu disktuieren gibt es ja allemal.


    Das Interview von Pete Carroll von gestern liefert da ja eine Steilvorlage und wir haben noch genug Zeit auf die einzelnen Punkte einzugehen. Was mir aktuell sehr aufstößt ist seine Art, die Schuld auf sich zu lenken bzw. vom Team/seinem Coaching Staff weg. Einerseits wünsche ich mir das von einem HC, aber andererseits hat Carroll zur Zeit auch keinen über ihn, bei welchem er sich rechtfertigen muss. GM Schneider hat ihn ja erst gerade mit einem 5-Jahresvertrag augestattet und unsere Ownerin scheint wenig mit der Franchise zu tun zu haben.


    Dementsprechend find ich das ganze auch sehr schwierig. Einfach nur sagen, man hätte Fehler gemacht bzw. zu spät reagiert ist ja einfach, aber inwiefern wird hierfür auch echte Verantwortung übernommen?!


    Wenn sich da grdsl. nichts ändert und am liebsten so schnell wie möglich, wird der erste SB Win wohl auch erstmal unser einziger bleiben. Was grundsätzlich bedeutet, darüber kann man gerne diskutieren, ob Pete Carroll sich noch ändern wird - zu mindestens aus eigenem Willen - ist nach den Aussagen von gestern wohl erstmal in Weite ferne gerückt.

  • The #Seahawks have signed GM John Schneider to a contract extension through the 2027 draft.


    so viel zu dem Thema.

    Excuses are for Losers

  • The #Seahawks have signed GM John Schneider to a contract extension through the 2027 draft.


    so viel zu dem Thema.

    Find ich gut. Bei aller berechtigten Kritik an unserem FO (und da sind Schneider und Carroll nur schwer voneinander abzugrenzen) gibt es auch genug Positives.

  • Schotti out in Seattle? Ungünstiges timing für ihn, da die Coaching-Suche bereits im vollen Gange ist. Als HC wird das eng. Als OC stehen ihm vermutlich viele Türen offen.

    Zitat von Seattle Seahawks

    Brian Schottenheimer is a fantastic person and coach and we thank him for the last three years. Citing philosophical differences, we have parted ways.

    https://twitter.com/Seahawks/status/1349146198863605761

    We had a teenage girl break the Eric Decker signing and now we got a fucker in the shrubs at Florham Park stalking the Saleh interview arrival. Imagine thinking this fanbase isn't superior to the others? -@DrewfromJersey

  • Man hat Schottenheimer also doch gefeuert. Hätte ich nicht mit gerechnet. Bevor man nun allerdings in Euphorie verfällt sollte man bedenken, dass das auch ganz schnell eine andere Entwicklung nehmen. Es ist Carroll‘s Team.

    Excuses are for Losers

  • Positiv: man reagiert.


    Aber ist das nur ein "Alibi"-Move? Oder hat es "echte Konsequenzen"? Immerhin: wir werden vieles besprechen können :)



    Ich sehe es als Chance. Schotty ist sicherlich kein schlechter Coach, aber sein Unwillen(?) schnelle Anpassungen vorzunehmen ist einfach nicht tragbar. Die Frage ist natürlich, ob ein neuer OC entsprechnede Freiheiten bekommt oder eigentlich nur ein Hilfsgehilfe ist (etwas böse formuliert). Warten wir mal die Tage ab :)

  • aber sein Unwillen(?) schnelle Anpassungen vorzunehmen ist einfach nicht tragbar

    die (vom HC) gewünschten Anpassungen hätten uns Fans aber sicherlich nicht gefallen. Hier wäre man wieder einem Run-Run-Pass näher gewesen als einem Pass-Pass-Run.

  • ?( Hätte ich nicht mit gerechnet, vor allem nicht so schnell. Bevor man jetzt die Sektflaschen öffnet, sollte man auch beachten , dass Schotty durchaus auch positives vorzuweisen hat. Wilson hat unter ihm nochmal einen Schritt nach vorne gemacht und auch Wrs haben sich deutlich schnell akklimatisiert als unter seinem Vorgänger.


    Wenn ich die Aussage von Carroll zur 4th&1-Situation gegen die Rams höre( Schotty wollte ausspielen lassen, Carroll hat ihn überstimmt und dabei so viel Zeit gebraucht, dass man sich eine Strafe geholt hat) bekomme ich Angst, wer sein Nachfolger werden könnte.

  • Wenn ich die Aussage von Carroll zur 4th&1-Situation gegen die Rams höre( Schotty wollte ausspielen lassen, Carroll hat ihn überstimmt und dabei so viel Zeit gebraucht, dass man sich eine Strafe geholt hat) bekomme ich Angst, wer sein Nachfolger werden könnte

    Genauso geht es mir auch, deswegen ist meine Meinung - positiv oder negativ - noch sehr unentschlossen.

  • Bevor man jetzt die Sektflaschen öffnet, sollte man auch beachten , dass Schotty durchaus auch positives vorzuweisen hat. Wilson hat unter ihm nochmal einen Schritt nach vorne gemacht und auch Wrs haben sich deutlich schnell akklimatisiert als unter seinem Vorgänger.


    Wenn ich die Aussage von Carroll zur 4th&1-Situation gegen die Rams höre( Schotty wollte ausspielen lassen, Carroll hat ihn überstimmt und dabei so viel Zeit gebraucht, dass man sich eine Strafe geholt hat) bekomme ich Angst, wer sein Nachfolger werden könnte.

    Das ist genau der Punkt!


    Man trennt sich aufgrund von unterschiedlichen Ansichten in Puncto Spielphilosophie. Und das nachdem die Offense endlich mal modernen Football gespielt hat (Viel Passing Game in Early Downs, etcZuvor erzählt Carroll in den Abschlussinteviews und -konferenzen, dass man mehr bzw. effektiver laufen muss/will. Zudem erwähnt er, dass er bei dem 4th & 1-Call, Schotty reingeredet und das Play geändert hat. Letztendlich verursachte man einen False Start. Der Prozess dahin ist aber mies. Wenn ich da OC wäre, hätte ich ggf. auch so meine Probleme damit, nachdem ich in der Offense nicht alles verkehrt gemacht habe. So war man 2018, 2019 und 2020 eines Jahr eine Top 8 Offense nach DVOA.


    Was aber noch schlimmer ist: Welcher hochkarätiger OC bzw. OC-Talent oder gestandene Coach tut sich das unter Carroll an? Wer will die Marionette von Pete sein, der die Offense etwas anleiten darf? Die bereits gehandelten Kandidten reissen mich jetzt nicht vom Hocker:

    Zitat

    It’s anyone’s guess who the next offensive coordinator will be. Earlier this year I mentioned outside options such as former Chargers QB coach Pep Hamilton, Indianapolis QB coach Marcus Brady and current Seattle passing game coordinator Dave Canales, who spent three years as a quality control coach working with the receivers and quarterbacks (2010-12), two years as assistant QB coach (2013-14), three years as receiver coach (2015-17) and two years as the QB coach (2018-19). NFL Network on Tuesday reported former Chargers OC Shane Steichen may be in consideration because the Seahawks want to “run the ball more effectively.”

    Hier noch eine Leseempfehlung zu dem Rauswurf von Schottenheimer: Seahawks’ Pete Carroll reminds us who is boss, parts with Brian Schottenheimer

    Excuses are for Losers

  • Was aber noch schlimmer ist: Welcher hochkarätiger OC bzw. OC-Talent oder gestandene Coach tut sich das unter Carroll an? Wer will die Marionette von Pete sein, der die Offense etwas anleiten darf? Die bereits gehandelten Kandidten reissen mich jetzt nicht vom Hocker:

    Was ich dann fast noch entscheidender finde, wie lange macht das ein Wilson mit bis er auf die Barrikaden geht? Brady diktiert in Tampa die Verpflichtung von Brown und Gronk, Mahomes soll beim Draftpick von Edwards-Helaire die treibende Kraft gewesen sein, Watson wird zumindest vordergründig bei der Suche des HC miteingebunden. Etwas sollte ich mich auch nach den Wünschen meines besten/ teuersten Spieler richten und der freut sich eher nicht auf die Perspektive 18-22 Würfe pro Spiel.


    Hat Canales nicht ein HC-Angebot aus dem College?

  • Durchaus berechtigter Punkt, den man nicht unterschätzen sollte. Ich würde mir ja wünschen, dass man ihn da etwas einbindet.


    Canales ist als OC in Vanderbilt im Gespräch

    Excuses are for Losers

  • Was aber noch schlimmer ist: Welcher hochkarätiger OC bzw. OC-Talent oder gestandene Coach tut sich das unter Carroll an? Wer will die Marionette von Pete sein, der die Offense etwas anleiten darf? Die bereits gehandelten Kandidten reissen mich jetzt nicht vom Hocker:

    Worst-Case wäre für mich aktuell jemand internes. So ein Canales, wo der Vertrag wohl noch nicht unterschrieben sein soll, wäre für mich dann ganz schwer zu ertragen. Die Hoffnung auf ein gestandenes Kaliber können wir uns leider abschmieren, dafür ist das in Seattle zu sehr "Ja Pete, wir machen das genau wie du sagst".


    Mein Wunsch wäre halt, dass PC sich auf die Defense fokussiert und die Offense einem jungen OC aus dem College überlässt. Man könnte beim Draft in den nächsten Jahren davon auch nur profitieren, wenn jemand die College Liga kennt. Hatte damals bei PC ja sehr gut geklappt.

    Was ich dann fast noch entscheidender finde, wie lange macht das ein Wilson mit bis er auf die Barrikaden geht?

    Berechtigte Frage. Die Offseason wird eine spannende bleiben.

  • https://www.si.com/nfl/seahawk…-seahawks-should-consider


    Auf der Suche nach unserem Nachfolger für Schotty werden fleißig potentielle Kandidaten gehandelt. Mein Optimismus hält sich hierbei in Grenzen, da ich erstens nicht davon ausgehe, dass wir einen großen Namen verpflichten. Ein Kaliber wie Pederson wird sich sicherlich nicht hinter PC einordnen, gerade nach so Geschichten wie dem 4&1 im letzten Spiel.
    Ebenfalls befürchte ich, dass wir ähnlich wie bei Schotty damals eher überrascht sein werden, wenn es kein Mann aus den eigenen Reihen sein sollte. Schotty hatte bis dato ja keine sonderlich gute Reputation.
    Zu Schotty: Seine Arbeit hat er bei uns dennoch - so weit er konnte - gut umgesetzt. Wenn auch die letzten Wochen echt nicht schön waren und man gefühlt nach dem ersten Drive alle Spielzüge bereits gesehen hatte.


    Zurück zum neuen OC: Mein Wunsch von den o.g. Kandidaten von Corbin Smith aufgeführt, wäre definitiv Tony Elliott. Als OC und seinem RB Background könnte er da viele Checkmarks von PC erfüllen. Ein Punkt, welcher ihm fehlt ist die Erfahrung in der NFL, was ich persönlich aber nicht schlimm finde, da PC ja immernoch viel Einfluss haben möchte und sich das ggf. gut ergänzen könnte. Einer der wichtigsten Punkte ist für mich zudem der innovative Ansatz aus dem College, wir sind einfach häufig zu berechenbar gewesen und müssen RW einfach auch durch solche Möglichkeiten die Leichtigkeit zurückgeben. Nicht zuletzt hoffe ich stark, dass man mit jemanden aus dem College in den nächsten 2-3 Jahren im Draft da weitermacht wo man mit Leuten wie DK, Lewis und Brooks aufgehört hat. Elliott könnte ein guter Kompromiss sein und vielleicht kann ja PC sich auf so ein "Abenteuer" doch noch einlassen.
    Ein weiteres Mal jemand aus seinen eigenen Reihen zu holen, wäre für mich eine große Enttäuschung und würde meine Befürchtung verstärken, dass wir unter PC es schwer haben nochmal vorne anzugreifen und ich meine nicht die 1te oder 2te Runde der POs.

  • Zurück zum neuen OC: Mein Wunsch von den o.g. Kandidaten von Corbin Smith aufgeführt, wäre definitiv Tony Elliott. Als OC und seinem RB Background könnte er da viele Checkmarks von PC erfüllen. Ein Punkt, welcher ihm fehlt ist die Erfahrung in der NFL, was ich persönlich aber nicht schlimm finde, da PC ja immernoch viel Einfluss haben möchte und sich das ggf. gut ergänzen könnte. Einer der wichtigsten Punkte ist für mich zudem der innovative Ansatz aus dem College, wir sind einfach häufig zu berechenbar gewesen und müssen RW einfach auch durch solche Möglichkeiten die Leichtigkeit zurückgeben. Nicht zuletzt hoffe ich stark, dass man mit jemanden aus dem College in den nächsten 2-3 Jahren im Draft da weitermacht wo man mit Leuten wie DK, Lewis und Brooks aufgehört hat. Elliott könnte ein guter Kompromiss sein und vielleicht kann ja PC sich auf so ein "Abenteuer" doch noch einlassen.


    Ein weiteres Mal jemand aus seinen eigenen Reihen zu holen, wäre für mich eine große Enttäuschung und würde meine Befürchtung verstärken, dass wir unter PC es schwer haben nochmal vorne anzugreifen und ich meine nicht die 1te oder 2te Runde der POs.

    Zustimmung bei Pederson. Der hat vor 3 Jahren den Super Bowl gewonnen, auch wenn er evtl. Nicht gleich wieder ein Angebot als HC bekommt, wird er sich sicher nicht zum Befehlsempfänger von Carroll degradieren lassen. Da dürfte er deutlich attraktivere Angebote bekommen.
    Bevell kann ich mir auch nicht vorstellen, der ist ja damals aus ähnlichen Gründen gegangen worden. Zudem war der ja auch mal eine Zeit lang ein potenzieller Kandidat für offene HC-Posten. Denke nicht, dass jemand der schon etabliert in der Liga ist und vllt noch irgendwie auf mehr als OC schielt, unter diesen Voraussetzungen nach Seattle kommt.


    McDaniel und Kromer fände ich spannend , wenn man zurück zu Run-First will, dann bitte mit einem 49ers oder Rams Ansatz im Laufspiel. Beide haben in der NFL schon einiges an Erfahrungen gesammelt und dürften im Gegensatz zu Elliott keine Anpassungsprobleme haben. Wie attraktiv ein Wechsel zu den Hawks für beide ist :madness
    Kromer ist ja auch OLine-Coach, denke nicht, dass das dann zusammen mit Solari funktioniert. Also entweder provozier ich den nächsten Zwist zwischen zwei wichtigen Coaches oder entlasse einen OLine-Coach, der mMn seine Sache ganz gut gemacht hat.


    Elliott klingt auch für mich nach der Lösung, bei der wohl bei allen Seiten die meisten Gemeinsamkeiten zu finden sind. Wäre natürlich auch ein gewisses Risiko für die Hawks, es dürfte durchaus Startschwierigkeiten geben und evtl. Funktioniert es auch gar nicht. Ob man mit einem 33 jährigen Wilson ein Jahr für ein solches Experiment riskieren will?
    Und ich könnte mir auch vorstellen, dass Elliott Lawrence zu den Jaguars (oder einem anderen Team) folgt.


  • Russell Wilson said this is a critical time in his career. He said it's significant and critical that he's part of the hiring process for the #Seahawks next OC.


    Das ist schon ne deutliche Aussage! Glaube nicht, dass das PC gefallen wird.

  • Das ist schon ne deutliche Aussage! Glaube nicht, dass das PC gefallen wird.

    Das gibt Tradegerüchte bis zur Draft. Aber ich kann seine Forderung verstehen, er wird sich sicher langsam Sorgen um seine Legacy machen und ehrlicherweise gibt es da wenig (entscheidende) Spiele, die er für die Hawks gewonnen hat, irgendwie läuft er noch der Legion of Boom hinterher.
    Auf der anderen Seite frag ich mich bei solche Geschichte (auch bei Watson) was denn einen Qb dazu befähigt einen OC auszuwählen.


    Uns stehen spannende Monate bevor und das wird wohl wirklich die wichtigste FA der Hawks seit langer Zeit.

  • Ich hätte nichts dagegen ihn zu den Jets zu traden und mit deren Pick Fields zu draften und eine Neue Ära bei den Hawks einzuleiten.