NCAA - Football Season 2021

  • Insgesamt sind die Top10-Verliererteams ganz gut weggekommen. Bis auf Florida sind alle nur 5 bzw. 6 Plätze gefallen.

  • Statement Saturday:


    - Alabama lässt Ole Miss keine Chance und die sonst so potente Offense von Lane Kiffin hat einen guten Drive, der endet knapp vor der Endzone. Und danach rollt die Welle. Der Titel geht auch dieses Jahr nur über Bama


    - Das Top Ten Match-up zwischen Arkansas und Georgia war bereits zur Halbzeit entschieden. Ein schlimmes erstes Viertel für die Razorbacks, die sich davon nicht mehr erholen und gegen die Bulldogs 0 Chance und 0 Punkte holen. Für Georgia bereits der zweite Shutdown in Folge. Alles spricht dafür, dass Bama und Georgia sich im SEC-Endspiel gegenüberstehen werden. Und möglicherweise wird das nicht das einzige Aufeinandertreffen bleiben. Ob Bama oder Georgia nun die #1 ist? Das darf jeder für sich entscheiden.


    - Das dritte ungeschlagene SEC Team ist überraschend Kentucky! Die Wildcats bezwangen Angstgegner Florida zu Hause zum ersten Mal seit 1986. Nächste Woche kommt LSU und dann eine Woche darauf die Bulldogs. Und danach wird man wirklich wissen, ob man in Lexington von wirklich großen Taten träumen darf.


    - Die Cincinnati Bearcats empfehlen sich als erstes Non-Power 5 Team für die Playoffs: Auch wenn Notre Dame dieses Jahr sicher nicht zu den allerbesten Teams gehören (siehe OT Sieg gegen Florida State), ist ein Sieg in South Bend noch immer sehr viel wert. Nach 26 Heimsiegen in Folge mussten sich die Irish mal wieder geschlagen geben. Gibt es akutell 4 bessere Teams als die Bearcats?


    - Penn State lässt auch gegen Indiana nichts anbrennen und zerlegt die Hoosiers zu Hause 24-0. Die Defense bleibt das Prunkstück und in der Offense spielt WR Dotson weiter eine Top-Saison. Die Nittany Lions sind weiterhin ein heißer Kandidat für den Big 10 Titel. Aber die wichtigen Duelle gegen Ohio State und Michigan folgen noch. Und nächste Woche gibt's gleich den nächsten Test...


    - Iowa dominiert weiterhin nach Belieben. Am Freitag bereits ließ man der sonst explosiven Maryland-Offense kaum Luft zu atmen. Tua's Bruder Taulia Tagovailoa wurde gleich 5 mal intercepted und die Hawkeyes spazierten zu einem ungefährdeten Blowout-Sieg. Nächsten Samstag gibt es das Duelle gegen die unbesiegten Penn State Nittany Lions in Iowa City. Sollte auch dann ein Sieg gelingen, steht dem Erreichen des Big10-Endspiels so gut wie nichts im Wege.


    - Nicht die Buckeyes aus den Augen verlieren: Während Michigan sich gegen Ruttgers letzte Woche ziemlich abmühte, ließen die Buckeyes den Scarlet Knigts keine Chance. QB Stroud mit 5 TDs, 4 allein vor der Pause.


    - Was ich von den Wolverines halten soll, weiß ich nach wie vor nicht so wirklich. Ja, man hat zum ersten Mal seit Jahren in Wisconsin gewonnen, aber die Badgers haben dieses Jahr ein offensichtliches Down Jahr. Was die Siege aktuell Wert sind, wird sich wohl frühestens Ende Oktober und im November zeigen. Dann muss man zu den Spartans, Nittany Lions und empfängt schließlich DEN Angstgegner aus Columbus. Nächste Woche steht ein weiterer Pflichtsieg bei den Huskers an.


    - Ähnlich geht es mir mit den Michigan State Spartans. Auch die sind weiterhin unbesiegt, aber so wirklich überzeugt bin ich davon noch nicht. Auch hier folgen die wirklichen 'Brocken' erst noch in den folgenden Wochen.


    - Da war es nur noch 1: Das letzte ungeschlagene Team in der ACC heißt Wake Forest! Auch wenn es Lousiville zeitweise ein bisschen knapper als gewünscht zuging, steht am Ende doch ein fünfter Sieg zu Buche. Die Deamon Decons haben ihre stärksten Gegner erst im letzten Viertel der Saison.


    - Clemson gewinnt mal wieder, aber auch gegen Boston College musste man bis zum Ende zittern, ehe ein Fumble der Eagles alle Hoffnungen auf ein Comeback und auf eine unbesiegte Saison zunichte machte. Aber dominant sind die Tigers weiter nicht und die ACC bleibt weit offen. Für die Tigers geht es in 2 Wochen weiter. Vielleicht hilft die Bye ja, dass man sich findet.


    - In der Big 12 bleiben die Sooners weiterhin ungeschlagen. Aber auch gegen K-State musste man wieder bis zum Schluss zittern und erst als der Onside-Kick recovert wurde, stand der 5. Sieg fest. Und jetzt folgt der Red River Showdown (einst Shootout) gegen Erzrivalen Texas. Die gewannen gegen Angstgegner TCU und scheinen die Schlappe gegen Arkansas nun endgütltig überwunden zu haben. Überragender Mann: RB Bijan Robinson mit über 200 Yards auf dem Boden und 2 TDs.


    - Das zweite ungeschlagene Team in der Big 12 kommt aus dem selben Staat wie die Sooners: Auch Oklahoma State bleibt weiter unbezwungen und konnte das Duell gegen die ebenfalls 4-0 Baylor Bears für sich entscheiden. Nächster Gegner: Texas nach einer Bye-Week.


    - Die Pac 12 hat bereits nach 5 Spieltagen kein unbesiegtes Team mehr: Als letztes erwischte es nun Oregon, die mit dem aller-allerletzten Play gegen Stanford noch den Ausgleich kassierten und dann in Verlängerung verloren. Die Ducks durften sich aufgrund des Erfolges in Columbus eine Niederlage erlauben, aber so früh war die sicher nicht eingeplant. Nächster Gegner nach der Bye ist Cal, bevor es dann zu den unbequemen Bruins geht.


    - Die restlichen Unbesiegten Teams: BYU (Independent - noch, 5:0), SMU (AAC, 5:0), UTSA (Conference USA, 5:0), Wyoming und San Diego State (beide Mountain West, 4:0) und Coastal Carolina (Sun Belt, 5:0).



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    Die Top Duelle nächste Woche:


    Penn State @ Iowa

    Oklahoma @ Texas

    Alabama @ Texas A&M

    Georgia @ Auburn

    Arkansas @ Ole Miss


    Und ein paar Spiele, die durchaus spannend werden könnten:


    Michigan @ Nebraska

    LSU @ Kentucky

    Michigan State @ Rutgers

    "Solche Kommentare diskreditieren sich selbst durch ihre eigene Bananigkeit"
    Mai Ti Nguyen-Kim (Wissenschaftsjournalistin)


    "Remember, remember - the 5th of November"

  • Maryland´s wohl bester Spieler, WR Dontay Demus, musste beim Stand von 7-10 mit einer ganz übel aussehenden Knieverletzung vom Platz gefahren werden :marge .

    Das Ergebnis und damit die erste Saisonniederlage (gegen ein starkes Team) ist mir jetzt aber total egal, ich drücke dem überaus talentierten Dontay Demus, auch mit Blick auf den Draft 2022, vielmehr die Daumen, dass die Verletzung nicht ganz so schwerwiegend ist, wie sie in ihrer Entstehungsgeschichte aussah. Das wäre allerdings ein Wunder.

    Wie befürchtet: out for the season, Knie-OP in Kürze. Ganz bitter für Maryland, vor allem aber für ihn.

  • Michigan mit dem hard fought win in Lincoln. Die Big 10 ist heuer so stark wie schon lange nicht mehr. Wenn man sieht, wie Nebraska auftritt und dann liest, dass die 4 Niederlagen haben, kann man das fast nicht glauben.

    Jetzt wäre es für die Wolverines wichtig nächste Woche zuhause Northwestern zu schlagen um dann mit 7-0 in die bye week zu gehen. Danach wartet dann Michigan State und später Penn State und die Buckeyes... Phuu, brutale schedule. Aber jetzt mal den Moment genießen :mrgreen:

    Edit: zuerst bye, dann Northwestern :tongue2:

  • WOW, was ein Spieltag! Texas A&M schlägt die Crimson Tide zum Abschluss des Tages! Wahnsinniges Spiel. Hab mir gerade die langen Highlights angeschaut. Richtig gut! OL #55 Green hat ein bärenstarkes Spiel gemacht!


    Hätte ne Party im ganzen Bundesstaat Texas geben können, wenn die Longhorns nicht eingebrochen wären. Schade. Trotz des Sieges wird sich einer in Oklahoma nicht zwingend gefreut haben - Rattler vom potenziellen First OVR und Heisman-Gewinner zum Bankdrücker. Das zu Recht. Ich hoffe das Williams übernehmen darf! Das Rattler nen schwieriger Charakter ist und nicht unbedingt das Standing im Team hat scheint wahr zu sein...


    Wenn der NFL-Tag ähnlich spannend abläuft wird's ein Kracher! :bier:

    Live NFL Action


    Jets - Ravens (23.10.2016 MetLife) 24-16
    Seahawks - Raiders (14.10.2018 Wembley) 27-3
    Jets - Dolphins (08.12.2019 MetLife) 22-21
    Saints - Colts (17.12.2019 Superdome) 34-7

  • Konnte leider nicht alles von Spieltag sehen. Den Sieg von A&M über bama hätte ich wirklich live miterlebt. War echt ein starker Spieltag und irgendwie typsich für die Season.

    Excuses are for Losers

  • Ich muss gestehen, mit dem Sieg für A&M gegen das Überteam aus Alabama hätte ich im Leben nicht gerechnet, vor allem nicht nach den eher durchwachsenen Leistungen gegen die Razorbacks und die Bulldogs. Umso mehr ärgern mich jetzt diese beiden Niederlagen doppelt so sehr.

  • Ja, das war wirklich ein großartiger Spieltag. Mal abgesehen vom Schönheitsfehler, dass alle meine Teams verloren haben :marge . Die Terps mit der befürchteten Klatsche bei den Buckeyes (Defense und ST richtig schwach), die Hokies mit prima Leistung, aber einer unnötigen Heimniederlage gegen Notre Dame. Auch das im Vergleich zu den ersten Saisonspielen zuletzt stark verbesserte und kaum wiederzuerkennende Navy hielt das Spiel gegen #24 SMU bis zum Schluss offen, musste sich aber leider dann doch geschlagen geben.

    Am schönsten sind dann die Spiele, an denen man sich als neutraler Zuschauer begeistern kann. Und davon gab es erfreulicherweise eine Menge, hat wirklich Spaß gemacht und wirkt noch nach.

  • Schade für meine Nittany Lions, jetzt sind die Chancen wenn überhaupt nur minimal.

    Ich bin echt gespannt, wer sich dieses Jahr die Big 10 holt. OSU war für mich eigentlich schon raus, aber die hängen immer noch rum. Iowa für mich jetzt Favorit, obwohl ich sie gestern (marginal) schwächer als PSU gesehen habe. Michigan schafft es immer wieder ungeschlagen zu bleiben. Naja

    Red River der Kracher für die Annalen schlechthin.

    Und das mit Bama lese ich eben gerade, Ich bin defintiv kein A$M_Sympathisant und hättes hier eher den Tide gegönnt, aber jetzt werden die Karten wirklich neu gemischt und Georgia ist für mich hier erst mal im Driver's Seat. Die Leistung gegen Auburn war in meinen Augen sehr überzeugend, ich hatte keine Zweifel während des Spiels, wer da Sieger wird, aber was bedeutet das schon, wenn man sieht wie schnell ein Spiel kippen kann sh. Texas vs. OU

    "I'm not singing anything"; Jack Lambert, training camp 1974


    Tradition ist etwas Wichtiges, aber es ist nicht der Hauptzweck des Lebens, Helmut Schmidt


    I'm old, but not obsolete, Paps

  • das Überteam aus Alabama

    Ich fand Alabama auch vor der Niederlage nicht wirklich übermächtig. Sie wurden mir etwas zu stark geredet. Klar, mit das beste Team, auch nicht zu unrecht auf #1 eingeordnet, aber ziemlich eng zu den anderen da vorne.

    Sie haben auch nur mit 2 Punkten Abstand gegen die Gators gewonnen, war also nicht so, dass die jedem eine heftige Klatsche verpasst hätten.

    Die Niederlage gestern war natürlich heftig überraschend, aber bei Bama schwingt bei mir immer mit, dass die durchaus von einigen Teams gestoppt werden können.


    Georgia wird die Spitze übernehmen und im direkten Duell ist dann schon Druck drauf. Mit dann evtl. 2 Niederlagen ist es nicht klar, dass Alabama in die POs einzieht.

  • Ich fand Alabama auch vor der Niederlage nicht wirklich übermächtig

    Ich hab das Spiel gegen die Gators gesehen und die ersten 3 TDs, da war für mich der Käse gegessen (genau wie gestern Texas vs. OU, eher noch dominanter). Bama ist für mich schon krass, d.h. nicht, dass sie mal nicht Champion werden können, weil sie einen schlechten Tag erwischen.

    Mit dann evtl. 2 Niederlagen ist es nicht klar, dass Alabama in die POs einzieht.

    Ich finde in der augenblicklichen PO-Regelung, müsste ein Passus drin sein, wer 2x in seiner Conference verliert, darf nicht in die Playoffs egal wer das ist.

    Warum?

    Wer es 2x nicht schafft in der eigenen Conference zu siegen, der hat national keinen Anspruch auf das "Ausspielen" des besten. Der war ja schon zwei Mal nicht dazu in der Lage, also warum dem eine weitere Chance geben?

    Bei den Bowl-Games gab es doch auch mal den Passus (ist der noch aktuell?) Wer keinen winning record hat, hat in einem Bowl Game nix verloren.

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  • Chaos = Zustand völliger Unordnung und oder Verwirrung. Seit dem 09.10.2021 hat die NCAAF-Saison endgültig Chaos-Status erreicht. Gab es vor einer Woche noch Statement-Siege, so stehen wir 7 Tage vor einem völlig ungewohnten Bild: Nicht Ohio State, Alabama und Clemson stehen in den Top 3 sondern Georgia, Iowa und ... ja wer noch?


    SEC:

    Zum ersten Mal seit 100 Spielen hat Alabama ein Spiel gegen ein unranked Team verloren. Und zum aller-aller-ersten Mal hat ein ehemaliger Assistent (Jimbo Fisher) Nick Saban eine Niederlage auf dem Football-Feld zugefügt. Zuvor war das 24x diversen Kandidaten (zuletzt Lane Kiffin) nicht gelungen. Vorbei. Mit dem Gamewinning FG der Aggies ist diese Statistik nun nur noch für die Geschichtsbücher gut.


    Die beiden unbesiegten SEC-Teilnehmer heißen aktuell nun Georgia und ... Kentucky! Beide Colleges schlugen (ja demütigten) Kontrahenten mit Namen 'Tiger': Die Bulldogs ließen gegen Auburn den allerersten Offensiv-TD zu, machten aber ansonsten kurzen Prozess, die Wildcats überrollten LSU dank Levis/Rodriguez und Smoke mit über 300 Yards auf dem Boden. Und wie es der Terminplaner so will, treffen die beiden Unbesiegten nächste Woche in Athens aufeinander.


    Wer jetzt allerdings den Fehler macht Bama bereits abzuschreiben, der wird sich noch gehörig wundern. Klar ist aber auch: Die Crimson Tide hat nun keinen Ausrutscher mehr frei und muss als SEC-Champion den Einzug in die Playoffs schaffen, ansonsten wird ein At-Large-Bid am Ende übrig bleiben.


    In anderen SEC-News: Arkansas und Ole Miss zeigten sich gut erholt von ihren Schlappen letzte Woche und boten einen offensiven Schlagabtausch, wie man ihn vor einigen Jahren eher in der Big 12 vermutet hätte. Am Ende war es eine verhinderte 2-Pt Conversion, die Lane Kiffin den Sieg seiner Rebels über die Razorbacks sicherte. Unterhaltsam ist hier als Spielbeschreibung wahrlich untertrieben.



    BIG TEN:
    Iowa-City oder Heaven? Die aufs Spielfeld strömende Zuschauer nach dem Top 5 Duell der Hawkeyes und Penn State Nittany Lions hätten diese Frage auf die aktuelle Örtlichkeit wohl mit 'Beides' beantwortet. Mit 23-20 bezwangen die an #3 gerankten 'Falkenaugen' die Löwen aus Pennsylvania dank ihrer Defense und der Zuschauer, die Back-up QB Ta'Quan Roberson und die Lions-O-Line nahezu zur Verzweiflung brachten. Was wiedermal zeigt, wie ungemein wichtig Homefield gerade im College-Football ist, vor allem vor solchen aufgepeitschten Massen wie in Iowa-City, College-Station oder Death Valley. Wer kann Iowa jetzt noch am Big Ten-Finaleinzug hindern? Vielleicht Nebraska am letzten Spieltag in Lincoln? Die haben zwar bereits 3 Niederlagen innerhalb der eigenen Conference auf dem Konto, zeigten sich aber zuletzt stark verbessert. Wenn sie sich nur nicht immer selber in den Fuß schießen würden...


    Und in der East? Da scheinen Michigan und Michigan State auf Kollisionskurs ... beide Colleges aus dem selben US-Staat sind nach wie vor ungeschlagen und treffen am 30.10. im Spartans Stadium von East Lansing aufeinander. Beide haben davor nur ein machbares Spiel und eine Bye-Week auf dem Plan. Buckle your chinstraps...


    Aber Vorsicht! Da lauern immer noch die Buckeyes, die zuletzt mehr und mehr ins Rollen kommen und auch Maryland keine Chance ließen. Ohio State empfängt noch Penn State und Michigan State, bevor es am letzten Spieltag nach Ann Arbor geht, wo Jim Harbaugh gefühlte 0-30 gegen den Rivalen aus dem Nachbarstaat ist.



    BIG 12 (noch):

    Texas is back ... doing stupid shit. Anders kann man die Niederlage gegen Oklahoma im Red River Showdown einfach nicht erklären. Nach einer Pausenführung von 38-20 ließ man bis dato harmlose Sooners dank eigener Fehler und Dummheiten wieder zurück ins Spiel und musste am Ende geknickt vom Feld schleichen. Dabei haben die Sooners nun ihre eigenen Probleme, denn nach erneutem schwachen Spiel wurde der einstige Heisman-Favorit QB Spencer Rattler auf die Bank gesetzt und durch Freshman Caleb Williams ersetzt.


    Entscheidend waren aber andere: z.B. Texas WR Worthy, der von allen guten Geistern verlassen zweimal aus der Endzone einen Kickoff-Return versuchte, einmal 7 Yards und einmal gleich den Ball verschenkte. Zum anderen Steve Sarkasian und sein Offensiv-Staff, der beim Stande von 33-41 (für Texas) den besten Mann Bijan Robinson völlig vergaß und 3x QB Thompson zum Dropback ansetzten ließ. Resultat: Sack, Incomplete, Incomplete, Punt. Der folgende Drive führte zum Ausgleich der Sooners.


    Und nach dem Red River Showdown ist vor Bedlam - dem Duell der beiden ungeschlagenen State-Rivalen Oklahoma und Oklahoma State (am 27.11 in Stillwater). Davor hat der Spielplan aber noch Stolpersteine für die Sooners (TCU, @Baylor) und die Cowboys (@Texas, @Iowa State) gesetzt. Aktuell spricht mehr für Oklahoma als für State. Vorallem, wenn sich die Big12 Konkurrenz wieder selber in den Fuß ballert.



    PAC 12:

    Ist es möglich, dass das beste Pac 12 College des Jahres 2021 ... Arizona State heißt? Die Sun Devils bleiben in Conference-Play weiter unbeseigt und ließen auch Stanford dank QB Jaylan Daniels und einer furiosen Defense hinter sich (5 Sacks, 3 Interceptions). Nächste Woche geht es gegen die Utah Utes, das letzte Spiel der Sun Devils dieses Jahr, bei dem sie noch als Außenseiter gelten. Und wir haben ja gelernt: Road Games haben ihre eigenen Gesetze.


    Und die Utes kommen langsam in Form, wobei der letzte Gegner USC dieses Jahr jetzt auch nicht wirklich seine beste Saison spielt, daher darf man den Sieg nicht überbewerten. Jedenfalls hat der Sieger Sun Devils/Utes wohl die beste Ausgangslage aufs Pac 12 Endspiel. Das einzige College, welches in der South sonst noch Aussicht auf das Finale hätte, sind die Bruins, die sich gegen die harmlosen Arizona Wildcats schadlos hielten.


    Und in der North? Da ist alles völlig offen. Die Ducks leckten noch in der Bye ihre Wunden, die das Spiel gegen Stanford geschlagen hat. Derweil unterlag auch der State Rivale Beavers gegen Washington State und damit gibt es bereits Mitte Oktober kein Nord-Team ohne Conference-Niederlage mehr. Oregon hat nach wie vor die besten (einzigen) Aussichten auf die Playoffs in der Pac 12 aber davor gibt es noch Duelle u.a. @UCLA. Viel spricht wieder dafür, dass die Pac auch 2021 ohne Playoff-Kandidat dastehen wird.



    ACC:

    Wenn es ein College gibt, welches noch stärker enttäuscht als Clemson, dann ist das North Carolina. Die Tar Heels mussten sich bereits zum dritten Mal dieses Jahr geschlagen geben und das gegen Florida State, wirklich kein Topteam dieses Jahr. Aber wer ist das schon in der ACC? Vielleicht Wake Forest, die sich auch gegen Syracuse schadlos hielten, auch wenn es Overtime benötigte. Nächster Gegner: Army. Ein echter Playoff-Anwärter ist aber auch in der ACC nicht zu finden.



    GROUP OF 5:

    Wenn das Chaos einem College dieses Jahr besonders in die Karten spielen könnte, dann ist das Cincinnati. Die Bearcats hämmerten Temple mit 52-3 in Grund und Boden und konnte sich dann am Samstag zurücklehnen und zusehen, wie Notre Dame gegen Virgina Tech zurückkam und der Sieg in South Bend somit weiter an Bedeutung gewinnt. Und auch das zweite gerankte Team in der AAC SMU gewann, womit die Bearcats nochmal einen Gegner haben, gegen den sie wichtige Punkte sammeln können um das Playoff-Kommitee zu beeindrucken.


    Nicht mehr unbesiegt sind dagegen die BYU Cougars. Gescheitert ist das Independent Team an Boise State, die offensichtlich selbst in einer Down-Season noch zum Favorit-Schreck werden können. Die Broncos sind seit 2005 das erste Auswärts-Team aus der Mountain West, welches ein College auf deren Heim-Feld bezwingen konnte (TCU damals noch in der Mountain West bei Oklahoma).


    Ebenfalls geschlagen: Wyoming. Die Cowboys unterlagen gegen Air Force, womit sie nicht mehr zu den Unbezwingbaren zählen. Anders als San Diego State, die New Mexico keine Chance ließen und nun bei 5-0 stehen.


    Zu den 13 and Oh Teams gehören weiterhin Coastal Carolina (52-20 Sieg über Arkansas State, damit 6-0) und die USTA Roadrunners (6-0) nach knappem Erfolg bei Western Kentucky. Und auf der anderen Seite der Medaille heißt es 'Herzlichen Glückwunsch' für die UMass Minutemen, nach ihrem Sieg im 'Toilet Bowl' gegen die noch sieglosen UConn Huskies. Für UMass ist es der erste Sieg seit dem 28.09.2019 oder 16 Niederlagen in Folge. UConn wartet seit dem 26.10.2019 (gegen ... richtig! UMass) auf einen Erfolg.



    Top-Duelle Nächste Woche:

    Kentucky @ Georgia

    Oklahoma State @ Texas

    Arizona State @ Utah


    könnten auch spannend werden:

    TCU @ Oklahoma

    NC State @ Boston College

    BYU @ Baylor

    Auburn @ Arkansas

    Ole Miss @ Tennessee

    Michigan State @ Indiana


    Mehr Chaos nächste Woche? Stay tuned...

    "Solche Kommentare diskreditieren sich selbst durch ihre eigene Bananigkeit"
    Mai Ti Nguyen-Kim (Wissenschaftsjournalistin)


    "Remember, remember - the 5th of November"

    Einmal editiert, zuletzt von aikman ()

  • Mit 23-30

    23 -20

    Nicht übertreiben :nono:

    Die Big 10 East ist noch so was von offen, da haben alle 4 eine reelle Chance, da kann man nur Tendenzen und Wasserstandmeldungen abgeben. Und ich sage im Augenblick, alles auf even :mrgreen:

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    Einmal editiert, zuletzt von kontakt_97 ()

  • Nicht Ohio State, Alabama und Clemson stehen in den Top 3 sondern Georgia, Iowa und ... ja wer noch?

    Die Antwort ist im Augenblick tatsächlich Cincinnati!

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    Mai Ti Nguyen-Kim (Wissenschaftsjournalistin)


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  • Die Spartans sind ein Top-10 Team im AP-Poll und stehen bei 6-0. Wer hätte das vor der Saison gedacht?!

    Beim 31-13 gegen Rutgers waren es vor allem Payton Thorne und Jalen Nailor, die mit ihren Big Plays zum Sieg führten. Da ich hier nicht viele Tweets einfügen möchte (macht es unübersichtlich), verlinke ich die Big Plays:

    Natürlich durfte ein Big Play von Kenneth Walker nicht fehlen, der einen 94-Yard TD Run hinlegte. Absolut beeindrucken, was Walker in der Offense leistet.


    Nächste Woche geht es dann gegen Indiana. In der letzten Saison wurde man zu Hause mit 24-0 "verprügelt".

  • Michigan State sichert sich die Old Brass Spittoon Trophy durch ein 20-15 gegen Indiana und geht man einem 7-0 in die Bye Week. Die Offense kam nie ins Rollen. Erschreckende Leistung. In Halbzeit 1 endeten alle 6 Drives mit einem Punt. Wobei man in diesem Zuge natürlich auch Indianas Defense Respekt zollen muss. Das war schon sehr stark.


    In 2 Wochen kommen dann die Wolverines nach East Lansing. Da muss die Offense sich deutlich steigern, sonst wird man untergehen. Die Bye Week kommt also genau richtig.