Megamarsch

  • Ein Arbeitskollege macht dort in Düsseldorf mit.

    Hat das oder etwas ähnliches jemand bereits gemacht?

    50Km in 12h kann man doch bestimmt mehr oder weniger "aus dem Stand" (bitte keine dummen Sprüche) gehen?!?!


    Megamarsch
    100km wandern in 24 Stunden. Bist Du bereit für die Challenge Deines Lebens?
    www.megamarsch.de

    ... am Anfang war es nur ein Gedanke...

  • Ein Arbeitskollege macht dort in Düsseldorf mit.

    Hat das oder etwas ähnliches jemand bereits gemacht?

    50Km in 12h kann man doch bestimmt mehr oder weniger "aus dem Stand" (bitte keine dummen Sprüche) gehen?!?!


    https://www.megamarsch.de/?gcl…_MizOkkA_lGBoC5AQQAvD_BwE

    Ein Arbeitskollege hatte es auch mal gemacht.

    Er hatte am meisten mit der Motivation zum kämpfen sich irgendwie im Dunkeln "durch zu quälen". Und auch damit, dass nach x Kilometern die Füße Blasen, ect. bekamen.

    Letzteres kann man vielleicht noch mit besserem Training ausgleichen.

  • Ein Kumpel von mir hat im Weserbergland die 100km versucht, musste aber nach 68km abbrechen. Habe ihn bis zum Marsch aktiv unterstützt.


    Eine gewisse Vorbereitung gehört schon dazu. Fit sollte man sein, denn man verbraucht dennoch einige tausend Kalorien. Das Equipment ist genauso wichtig und vor allem Flüssigkeit und Ernährung während des Marsches.

    #HereWeGo!

  • Also ich bin letzten Freitag bei einem Golfturnier in 15h 55 km gegangen.


    Das hat auch mein Sohn geschafft ohne große Vorbereitung.

  • 50km sind Distanzen die ich regelmäßig mal gehe bzw. laufe.

    Gerade diese Distanzen gehend mache ich gerne einige Tage hinterander auf Pilger- und Weitwanderwegen, es gibt für mich kein besseres Entspannen, als einfach nur zu gehen.


    Jeder kann das nicht, aber die meisten die regelmäßig einigermaßen aktiv sind, sollten dass hinbekommen.

    Dass sind 5km in der Stunde, als sollte dass jeder halbwegs sportliche und gesunde Mensch schon einigermaßen schaffen, Ziel sollte es aber sein möglich gut und "unzerstört" am Ende zu sein.


    Die Herausforderung kann man wie im Ausdauersport in 2 Gruppen unterteilen:


    1. Psychisch:

    Kennt man die Belastung bis zu 12h durchgehen auf den Beinen zu sein vom Kopf her? Kann man Schmerzen und schwere Beine, Reibstellen irgendwo am Körper usw. im Kopf durchstehen, weil man ein Ziel hat. Wie reagiert man wenns jetzt dann von Beginn an regnet wie sau, oder 30+ Grad den ganzen einen kochen usw.

    Bei sehr langen Belastungen wird der Kopf immer wichtiger, je länger man sich bewegt. Hier hilft gute und erprobte Ausrüstung, nix macht mehr fertig als zu wissen dass zb.: der Rucksack eh schon immer ein bisschen gescheuert hat und dass dann nach X Stunden dann eskaliert.

    2. Physisch:

    Ist der Bewegungsapparat, Muskeln, Sehnen und das Herzkreislaufsystem auf die Belastung einigermaßen vorbereitet. Sind speziell die Füße gewöhnt bis zu 12h im heißen eventuell nassen Schuh zu sein.

    Da es "nur" Gehen ist, ist die Verdaung nicht so kritisch, ich schätze der Veranstalter wird auch genügeng vernünftige Verpflegungsstellen haben, das Thema ist bei Laufen ein größeres Problem, da der Magen stärker belastet wird.


    Wie schon geschrieben ist auch die Ausrüstung kritisch, passende Schuhe, Socken, Salz, Mittel gegen Reibung usw. können vieles leichter machen.

    Längeres Gehen/Weitwandern/Pilgern oder wie mans auch nennen mag, ist auch immer eine Lernerfahrung. Ohne Trial&Error in Sachen Ausrüstungen, Verpflegung und Vorbereitung gehts nicht, aber sobald man ein gutes Setup zusammen hat, machts viel Spaß.

  • Meine Verlobte macht jährlich den Erzgebirgsmarsch vom Fichtelberg zum Auersberg (50km - musste bei ihr wegen Corona ausfallen dieses Jahr) und den Marsch von Chemnitz zum Fichtelberg (65km - 13h 40min mit Pausen).


    Aus der kalten würde ich das nicht machen. Man muss schon "wandern" trainiert haben und mit entsprechenden Schuhen und Socken ausgerüstet sein.

    "Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt ... Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen." - Arthur Schopenhauer

  • Ist halt irgendwie auch ein Phänomen unserer Zeit, dass jede längere Wanderung gleich zur "Challenge deines Lebens" verklärt wird. Was für ein ödes Leben müssen Leute haben, bei denen solche Slogans verfangen? :paelzer:

    Русскій воєнний корабль, іді …!

  • Deswegen habe ich z.B. bisher nie mitgemacht. Die meisten dieser Märsche sind von den Höhenmetern ja zumeist sehr flach. Von daher völlig uninteressant meinerseits.

    Das ganze im Weserbergland mit regelmäßigen Steigungen von 6%+ finde ich dagegen schon nicht uninteressant.


    Grundsätzlich hast du aber Recht - Für den Großteil unserer Gesellschaft ist das aber schon eine Herausforderung. Genauso wie täglich 10k Schritte zu gehen oder für 10 Kilometer auch mal das Fahrrad zu nehmen.

    #HereWeGo!

    2 Mal editiert, zuletzt von hawk210984 ()

  • Also ich bin letzten Freitag bei einem Golfturnier in 15h 55 km gegangen.


    Das hat auch mein Sohn geschafft ohne große Vorbereitung.

    Hulopo?

    Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!

  • huesla  Rupi#57 hat es schon richtig gut zusammengefasst.


    Wobei ich nochmal das Thema Verdauung und Nahrungszunahme ansprechen möchte.

    Wenn man mit einigen gesprochen hat, die diesen Marsch gemacht haben, sowie auch längere Strecken wandern, laufen, walken etc. ist es wichtig die goldene Mitte zu finden. Bei vielen Vorhaben werden oft auch zu viele Nahrungsergänzungsmittel (Riegel, Liquid shots usw.) zu sich genommen, die der Körper oft nicht gewohnt ist. Das kann dann schnell in Durchfall ausarten. :jeck:

    Auf so einer Strecke sicherlich nicht so prickelnd.

  • huesla  Rupi#57 hat es schon richtig gut zusammengefasst.


    Wobei ich nochmal das Thema Verdauung und Nahrungszunahme ansprechen möchte.

    Wenn man mit einigen gesprochen hat, die diesen Marsch gemacht haben, sowie auch längere Strecken wandern, laufen, walken etc. ist es wichtig die goldene Mitte zu finden. Bei vielen Vorhaben werden oft auch zu viele Nahrungsergänzungsmittel (Riegel, Liquid shots usw.) zu sich genommen, die der Körper oft nicht gewohnt ist. Das kann dann schnell in Durchfall ausarten. :jeck:

    Auf so einer Strecke sicherlich nicht so prickelnd.

    Auch hier gilt "nothing new on race day".

    Die beste Ausrüstung/Essen hilft nichts, wenn mans nicht gewöhnt ist bzw. nicht kennt bzw. nicht vernünftig einsetzen kann.

  • Ist halt irgendwie auch ein Phänomen unserer Zeit, dass jede längere Wanderung gleich zur "Challenge deines Lebens" verklärt wird. Was für ein ödes Leben müssen Leute haben, bei denen solche Slogans verfangen? :paelzer:

    "jede längere wanderung" :)


    mal 100 km am stück zu laufen bzw 24h durchzulaufen.... das ist mentals sowie physisch eine extreme herausforderung...

    und definitiv mit einem marathon oder nem ironman (olymp. variante) zu vergleichen....


    sieht erstmal leicht aus und hört sich leicht an...

    ab km 40, mit dem wissen, dass noch über die hälfte vor einem liegt, ist schon heftig...

    "omaha....means actually a runplay... but i could be also mean a passplay...it depends on the current score, the fieldposition and the wind"

  • Ist halt irgendwie auch ein Phänomen unserer Zeit, dass jede längere Wanderung gleich zur "Challenge deines Lebens" verklärt wird. Was für ein ödes Leben müssen Leute haben, bei denen solche Slogans verfangen? :paelzer:

    Na ja, das Motto kann ja auch schlecht sein:


    100 km in 24 Stunden: Bisschen Training und ordentliche Schuhe, dann geht das schon

  • Es ging ja eher um die 50km-("Einsteiger"-)Variante und das ist schon nicht viel mehr als ne längere Wanderung wenn man das in 12h machen will.


    Die 100km ist schon nochmal ne andere Hausnummer und wohl "vergleichbar" zu nem Marathon oder Kurzdistanz-Triathlon (hat mit nem Ironman noch lange nix zu tun), da wird der Körper schon nochmals anders gefordert.

  • Na ja, das Motto kann ja auch schlecht sein:


    100 km in 24 Stunden: Bisschen Training und ordentliche Schuhe, dann geht das schon

    Ich bin sicher, da ließen sich noch drei, vier Zwischenstufen finden. ;)

    Русскій воєнний корабль, іді …!

  • habe an 3x 100km und 2x 50km teilgenommen


    alle gefinished


    bei den 100ern kommen regelmäßig nur 1/3 der Starter ins Ziel, je nach Wetter manchmal weniger. Der Mammutmarsch 2017 musste in der Nacht abgebrochen werden, weil durch einen Kälteeinbruch nicht mehr für die Sicherheit aller Teilnehmer garantiert werden konnte


    die 100er sind das Härteste, was ich je gemacht habe. Ca. 8000kcal verbraucht, jeweils zwischen 19:30 und 20:45 marschiert, inklusive einmal Kreislaufkollaps, buchstäblich blutigen Füssen und anschließendem Verlust mehrerer Fussnägel


    man mag das Format 20 Stunden "nur" gehen langweilig finden, aber gerade durch die lange Dauer ist es eine echte Challenge


    ich musste mich in Trainingswanderungen 30, 50, 65km ran-testen, welche Schuhe sind richtig, welche Socken, wieviel Gewicht kann ich tragen, wie fühlt es sich nachts in der Kälte an, wie viel muss man essen/trinken etc.


    unterschätzt das nicht


    für mich waren das wirkliche Abenteuer und ich bin nach wie vor sehr happy, das geschafft zu haben, es hat jeweils riesen Spaß gemacht und war die Hölle -> wenn Du plötzlich heulen musst, weil Du das Ziel siehst, dann weisst Du, was Du geschafft hast

    Just Win Baby

  • Das...

    ...kommt dem


    "Challenge deines Lebens"

    dann aber schon sehr nahe. :ja:

  • Das...

    ...kommt dem


    dann aber schon sehr nahe. :ja:

    Das stimmt. Hätte ich nicht gedacht, dass das so anstrengend ist. Zugegeben, das ist vielleicht auch ein bisschen Läufer-Arroganz gegenüber der entspannteren Fortbewegungsart. Aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren.

    Русскій воєнний корабль, іді …!

  • Ist halt irgendwie auch ein Phänomen unserer Zeit, dass jede längere Wanderung gleich zur "Challenge deines Lebens" verklärt wird. Was für ein ödes Leben müssen Leute haben, bei denen solche Slogans verfangen? :paelzer:

    Ich würde mal behaupten, dass für Otto-Normalverbraucher 50 km am Stück alles ist nur keine "längere Wanderung".

    Und das hat mMn auch nix mit Wohlstandsgesellschaft o.ä. zu tun.

    50 km ist genau die Strecke (mit dem Auto) bis zu meinen Schwiegereltern. Das zu laufen macht mMn auch ein normal fitter Mensch nicht "mal eben so"...

    Jedem, der das nicht schafft, implizit zu unterstellen, eine unfitte Piensbacke zu sein, halte ich doch ehrlich gesagt für etwas "frech" :tongue2:

  • 50 km ist genau die Strecke (mit dem Auto) bis zu meinen Schwiegereltern. Das zu laufen macht mMn auch ein normal fitter Mensch nicht "mal eben so"...

    Da schließt sich die Frage an, inwiefern es die Sache beeinflusst, ob die Strecke zu den Schwiegereltern hin oder von ihnen weg führt... :hinterha:

    Русскій воєнний корабль, іді …!

  • Ich würde mal behaupten, dass für Otto-Normalverbraucher 50 km am Stück alles ist nur keine "längere Wanderung".

    Und das hat mMn auch nix mit Wohlstandsgesellschaft o.ä. zu tun.

    50 km ist genau die Strecke (mit dem Auto) bis zu meinen Schwiegereltern. Das zu laufen macht mMn auch ein normal fitter Mensch nicht "mal eben so"...

    Jedem, der das nicht schafft, implizit zu unterstellen, eine unfitte Piensbacke zu sein, halte ich doch ehrlich gesagt für etwas "frech" :tongue2:

    Die Frage ist hier wie fit unser Otto ist.

    Sprechen wir von einem aktiven Amateursportler der jahrelang regelmäßig im Verein sport treibt oder hat Otto schon Herzrasen wenn er 2 Stockwerke auf der Treppe bewältigen muss.

    Ersterer wird mMn kein Problem haben mit ein bisschen spezifischer Vorbereitung, bei zweitem siehts anders aus.

    Ich würde vermuten dass schon ein Großteil der Bevölkerung unter 60 mit, sagen wir 6 Monaten Vorbereitung, 50km in 12 Stunden schaffen können.

  • Da schließt sich die Frage an, inwiefern es die Sache beeinflusst, ob die Strecke zu den Schwiegereltern hin oder von ihnen weg führt... :hinterha:

    Good one :jeck:

    In meinem Fall aber irrelevant, denn dort stehen all meine Grills - habe also Motivation da hinzugelangen :mrgreen:

  • Ich würde vermuten dass schon ein Großteil der Bevölkerung unter 60 mit, sagen wir 6 Monaten Vorbereitung, 50km in 12 Stunden schaffen können.

    Genau das ist der springende Punkt. Wenn ich mich auf ein Event ein halbes Jahr gezielt vorbereiten muss, dann kann und sollte das als große Challenge angesehen werden und ist weit davon entfernt, einfach nur eine „längere Wanderung“ zu sein :)

  • Genau das ist der springende Punkt. Wenn ich mich auf ein Event ein halbes Jahr gezielt vorbereiten muss, dann kann und sollte das als große Challenge angesehen werden und ist weit davon entfernt, einfach nur eine „längere Wanderung“ zu sein :)

    Versteh dich, es wäre wirklich interessant zu wissen, wenn man 100 zufällige Teilnehmer auf der Strasse nehmen würde, wieviele das ohne Vorlaufzeit bewältigen würden.

  • Versteh dich, es wäre wirklich interessant zu wissen, wenn man 100 zufällige Teilnehmer auf der Strasse nehmen würde, wieviele das ohne Vorlaufzeit bewältigen würden.

    Mein Tipp - und darauf würde ich Geld setzen - definitiv unter 10!

  • Mein Tipp - und darauf würde ich Geld setzen - definitiv unter 10!

    Da bin ich vermutlich zu sehr in meiner jüngeren Sportbubbel gefangen, aber ich hätte zumindest 20 gesagt.

  • Da bin ich vermutlich zu sehr in meiner jüngeren Sportbubbel gefangen, aber ich hätte zumindest 20 gesagt.

    Körperlich vielleicht aber man darf da auch die Psyche nicht außer Acht lassen. Wenn man das nicht will, schafft man das auch dann nicht, wenn man physisch könnte.

  • Vom Dorf meiner Eltern gab es jedes Jahr eine Wallfahrt (also zu Fuss) zum Kloster Andechs, das waren 52km, Teilnehmerfeld war immer bunt gemischt, M/F zwischen 18 und 65. Losgegangen wurde um Mitternacht, vorne weg die Glaeubigen, die brav ihre Rosenkraenze gebetet haben und hinten nach diejenigen, die die Wallfahrt eher als "Challenge" gesehen haben, bei der man ein paar isotonische, hopfenhaltige Getraenke zu sich nehmen konnte. Gegen 7 gab es dann in einer Wirtschaft, die extra fuer uns aufmachte, Weisswurstfruehstueck und danach ging es weiter. Ab dem Zeitpunkt waren auch immer 2 bis 3 Begleitfahrzeuge dabei, die diejenigen aufsammelten, die aufgaben. Das waren aber nur wenige. Gegen 1 war man dann am Kloster Andechs und nach einem Gottesdienst gab es Mittagessen im Biergarten.


    Hab es 3 mal mitgemacht und durchgezogen, aber fertig war ich danach auch. Durch ungeeignetes Schuhwerk hatte ich aber jedes Mal herbe Blasen. Und ich muss sagen dass die qualitativ hochwertigen Produkte der Klosterbrauerei Andechs wesentlich besser schmecken, wenn man davor nicht 52km gewandert ist.

    Vamos, vamos Chilenos
    esta noche tenemos que ganar