Da ist sie schon... die Offseason der Dolphins 2024. Alles weitere kommt dann sicherlich wieder von burnum .
Miami Dolphins Offseason 2024
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Miami Dolphins -
16. Januar 2024 um 09:48 -
Geschlossen
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Ein Artikel aus dem kicker von A. Franke zu den Fins und Tua, dürfte die Meinung von vielen hier widerspiegeln.
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Hmmmh .... hat sicher nicht unrecht - aber was ist die Alternative?
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Die Alternative wäre das 5te Jahre ausspielen lassen und danach neu bewerten. Man kann dann immer noch einen neuen Vertrag aushandeln oder man verpasst Tua den Franchise Tag.
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Meine Meinung: Es ist die Frage wie teuer Tua wird. Wenn er der bestbezahlte QB werden will, dann bitte nicht bei uns, weil wir uns dann kein Team hinter ihm leisten können und er alleine nicht gut genug ist. Wenn er nicht zu teuer wird, darf er gerne bleiben.
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Leider ein Thema bei dem ich mir sicher bin, dass „was sollte passieren“ und „was wird tatsächlich passieren“ sich deutlich unterscheiden werden…
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Leider ein Thema bei dem ich mir sicher bin, dass „was sollte passieren“ und „was wird tatsächlich passieren“ sich deutlich unterscheiden werden…
Würde ich so nicht zwingend sagen. Wenn Tua Top 5 Money will glaube ich nicht dass die Dolphins dass machen sollten/werden.
Ich glaube auch, dass sonst kein Team für Tua eine solche Summe bringen würde. Seine Injury Red Flag besteht ja weiterhin.
Auch aus Tuas Sicht würde ein solches vorgehen Sinn machen.
Sollte er mit Streik oder irgendetwas dergleichen anfangen wollen und sich weigern unter dem Tag etc. zu spielen, würde ich ihn sofort zum Trade anbieten.
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Hmmmh .... hat sicher nicht unrecht - aber was ist die Alternative?
Im "Down, Set, Talk" Podcast hat Franke argumentiert, dass er Geno Smith als jemanden sieht, der bei den Dolphins deutlich besser funktionieren könnte als Tua und ggf. aufgrund des Coaching-Wechsels bei den Seahawks verfügbar wäre.
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Im "Down, Set, Talk" Podcast hat Franke argumentiert, dass er Geno Smith als jemanden sieht, der bei den Dolphins deutlich besser funktionieren könnte als Tua und ggf. aufgrund des Coaching-Wechsels bei den Seahawks verfügbar wäre.
Sehe ich gar nicht so. Geno ist doch kein Update über Tua. Tua steht nächste Saison noch unter Vertrag, also braucht es aktuell die Diskussion nicht. Sollte man von Tua abrücken, dann sollte man im Draft suchen. An 21. wird man mit Bo Nix z.B. wahrscheinlich noch interessante QB´s finden können.
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Ich habe von Geno Smith schlicht viel zu wenig gesehen, um das beurteilen zu können. Der Aussage, dass es die Diskussion nicht braucht, würde ich nicht zustimmen. Denn Tua wird mit Sicherheit nicht ohne Anschlussvertrag in sein letztes Vertragsjahr gehen wollen, d.h. wenn man sich nicht einigen kann, dann würde eine Trade-Variante prinzipiell ja schon dieses Jahr im Raum stehen.
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Wer ein Upgrade über Tua wäre ist eine Systemfrage. Im derzeitigen System sehe ich vielleicht 1, 2 QB die ein Upgrade wäre, aber nicht verfügbar sind.
Wäre ich GM, würde ich Tua noch keinen neuen Vertrag anbieten sondern ihn einfach spielen lassen und zur Not, falls er sich verbessert und keinem neuen Vertrag dann in / nach der kommenden Saison unterschreiben will, einfach den Tag verpassen.
Wenn man sich unseren Cap ansieht, dann merkt man dass es maximal nur noch ein Jahr mit dem Großteil des derzeitigen Kaders funktioniert. Und selbst da muss man schon kreativ werden um die wichtigen Spieler halten zu können. Spätestens zur übernächsten Saison ist das Fenster zu und man muss den Kader umbauen. Dann sollte man sich sicher sein ob Tua der Franchise QB für Miami ist oder nicht.
Aber wie burnum schon schreibt... Was sinnvoll wäre uns was gemacht wird sind 2 verschiede Sachen.
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Ich habe von Geno Smith schlicht viel zu wenig gesehen, um das beurteilen zu können. Der Aussage, dass es die Diskussion nicht braucht, würde ich nicht zustimmen. Denn Tua wird mit Sicherheit nicht ohne Anschlussvertrag in sein letztes Vertragsjahr gehen wollen, d.h. wenn man sich nicht einigen kann, dann würde eine Trade-Variante prinzipiell ja schon dieses Jahr im Raum stehen.
Was Tua möchte, kann den Dolphins ziemlich egal sein. Unverzichtbar hat er sich bisher nicht gemacht und Fragezeichen um ihn gibt es auch genug.
Wenn er zickt, dann sollte man ihn halt traden. Wie gesagt, der Draft gibt hier einiges her, QB needy Teams gibt es auch genug. Nen 2nd sollte man für Tua schon noch bekommen.
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Leider ein Thema bei dem ich mir sicher bin, dass „was sollte passieren“ und „was wird tatsächlich passieren“ sich deutlich unterscheiden werden…
Was ich mit dieser Aussage eigentlich meinte:
Ich würde es für sinnvoll halten, Tua einfach diese Saison auf der 5th year option spielen zu lassen, ohne ihm irgend einen langfristigen Vertrag anzubieten. Falls er nächste Saison beweisen sollte, dass er mehr ist, als nur ein Game Manager oder System QB, kann man ihm dann immernoch einen neuen Vertrag anbieten und ihn in der Zwischenzeit vorsichtshalber mit dem Franchise- oder Transition Tag binden. Im Notfall sogar 2x in Folge. Wenn es hart auf hart kommen sollte, könnten wir Tua also noch 2-3 Jahre ohne neuen Vertrag hier halten - ob das dann sportlich und finanziell sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt...
Auf der anderen Seite bin ich mir aber ziemlich sicher, dass Chris Grier und sein Team in dieser Offseason langfristig mit Tua verlängern wollen und werden. Für Grier steht zu viel auf dem Spiel, um dies nicht zu machen: Wenn man mit Tua nicht verlängert und sich auf der QB Position irgendwann dann doch neu orientieren sollte, wird der langjährige Rebuild, inklusive "Tank for Tua" als gescheitert erklärt sein - und damit auch Chris Griers Amtszeit. Grier hat durch den aggressiven Rebuild/Tank alle seine Karten auf Tua gesetzt - jetzt heißt es für ihn halt "ride or die" und ein Kurswechsel ist für GM Grier eigentlich nicht mehr möglich.
Ich bin mit meinem Studium der 18 Dolphins Saisonspiele fast durch (4 to go). Es sind inzwischen klarer Tendenzen erkennbar und ich habe eine halbwegs klare Meinung, wie ich Tua im Gesamtkontext der NFL QBs bewerten würde - und auch was ich ihm bei Vertragsverhandlungen anbieten würde (und was eben nicht). Ich denke in Richtung Wochenende wird es dazu einen längeren Artikel von mir geben...
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Nachtrag: Schaut euch das Video an, das ist großartig! Dolphins Season Recap im Stile von Eminems "Stan":
https://twitter.com/Brendan_Tobin/status/1747328034082852961
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Miami Dolphins 2023 Season Review, Teil 1:
Ich habe nun alle 18 Spiele der Dolphins nochmal ausführlich angeschaut und dürfte somit jeden einzelnen Snap unserer Saison 4-6 mal gesehen haben. Ich fühle mich bereit für eine halbwegs differenzierte Saison-Analyse...
Als ich nach der Playoff-Niederlage bei den Chiefs entschieden habe, mir alle Spiele nochmal genauer anzuschauen, war mein hauptsächliches Ziel, dabei zwei Dinge herauszufinden: Wie gut ist/war Tua denn nun wirklich? Hat es im Laufe der Saison schematisch eine Weiterentwicklung der Offense gegeben? Natürlich wollte ich auch auf andere Dinge (z.B. Defense) achten, aber mein Schwerpunkt sollte bei Tua und McDaniel sein. So war zumindest der Plan... Im Laufe der Saison musste ich dann feststellen, dass noch ein dritter Faktor hinzukommt, der unseren Saisonverlauf und auch die Leistungen von Tua und McDaniel maßgeblich beeinflusst hat. Ich nehme das Fazit vom Ende vorweg: DER eine maßgebliche Faktor, der in unserer Offense über Erfolg/Misserfolg entschieden hat, war die O-Line. Let me explain...
Um das "große Ganze" erklären zu können, werfen wir zunächst mal einen Blick auf die Protagonisten unserer O-Line:
Alle Stats sind von der Seite pro-football-reference.com; Die Snap-Counts beziehen sich jeweils nur auf Snaps der Offense (also ohne Special Teams).
LT Terron Armstead: Insgesamt weniger als die Hälfte der Snaps gespielt (knapp 48% %), im Passblock meist gewohnt souverän, im Runblock gut aber nicht überragend. Gegen Ende der Saison merklich angeschlagen und weniger mobil.
LG Isaiah Wynn: Früh in der Saison verletzt, daher nur 36% der Snaps gespielt. Wenn er fit war, war er wirklich solide. Deutlich unser zweitbester Guard, klar hinter Rob Hunt, aber auch klar vor allen Backups.
C Connor Williams: Gegen Mitte der Saison schwer verletzt (45% Snaps), vorher überragend. Williams war in der 1. Saisonhälfte unser bester OL, die inkonstanten Snaps waren seine einzige Schwäche (aber natürlich auch das, was jedem Fan als erstes auffällt). Seine Verletzung war DER Wendepunkt unserer Saison, danach war die Offense nicht mehr die selbe.
RG Robert Hunt: Knapp unter 50% der Snaps gespielt. Gegen Ende der Saison war er ein Schatten seiner selbst, da er vermutlich stark angeschlagen gespielt hat. In der 1. Saisonhälfte überragend im Rungame und gut im Passgame.
RT Austin Jackson: 90% Snaps, Jackson war die eine konstante in unserer OL diese Saison - sowohl was Verfügbarkeit als auch Leistung angeht. Gar nicht so viel schwächer als Armstead, dafür hat Jackson aber die Saison fast durchgespielt - und das auf insgesamt gutem Niveau.
Backup OT Kendall Lamm: 56% Snaps gespielt. Neben Austin Jackson ist Kendall Lamm wohl die positive Überraschung der Saison. Teilweise hat er nahezu auf Starter-Niveau gespielt, es war nur ein kleiner Leistungsabfall im Vergleich zu Armstead/Jackson erkennbar. Diese Saison zeigt, wie unglaublich wichtig es ist, einen guten "Swing Tackle" im Kader zu haben.
Backup C/G Liam Eichenberg: 74% der Snaps gespielt, erst kurz als G, ab Mitte der Saison als starting C. Egal wo er gespielt hat, es war ein klarer Leistungsabfall gegenüber dem Starter (Wynn, Williams) erkennbar. Eichenberg ist zwar ein flexibler Backup, der in seiner NFL Karriere schon alle 5 OL Positionen gespielt hat, aber er ist kein NFL Starter.
Backup G Robert Jones: Jones hat in der 2. Saisonhälfte auf beiden Guard-Spots ausgeholfen und war zwischenzeitlich selbst auch verletzt. Insgesamt 38% der Snaps. Relativ eindimensionaler Spieler: Guter Push im inside Rungame, aber es fehlt Beweglichkeit für outside Run und im Passblock. Solider Backup, nicht mehr, nicht weniger.
Backup G Lester Cotton: 56% der Snaps gespielt - und da liegt das eigentliche Problem: Cotton war unser mit Abstand schlechtester O-Liner, musste aber aufgrund der vielen Verletzungen über die Hälfte der Snaps spielen weil wir einfach sonst niemanden mehr im Kader hatten. Unser schlechtester OL musste die drittmeisten Snaps aller OL spielen. Mit der Leistung aus dieser Saison würde es Cotton für 2024 nicht auf mein 53er Roster schaffen.
Kion Smith und Jonotthan Harrison haben zu wenig gespielt, um sie valide beurteilen zu können.
Fazit O-Line:
Nur einer unserer 5 Starter (Jackson) hat mehr als 50% der Snaps gespielt. Ohne nun genau darüber Buch geführt zu haben, kann ich mich an eine solche Verletzungsmisere innerhalb der OL bei einem Team kaum erinnern (vielleicht könnten die Chargers unter Phillip Rivers mitreden???). Den Großteil der Saison haben wir mit Backups und 3rd Stringern auf dem Platz verbracht - und das war deutlich spürbar. Durch die relativ soliden Leistungen von Kendall Lamm konnte man die ständigen Verletzungen von Armstead auf OT noch halbwegs kompensieren. Aber in der interior OL (G/C) sind gegen Mitte der Saison alle Dämme gebrochen. Viel wurde im Laufe der Saison über die Wichtigkeit von Tyreek Hill gesprochen - meiner Meinung nach war Connor Williams für diese Offense in etwa genau so wichtig wie Tyreek. In den Spielen in denen Connor Williams gespielt hat, haben wir eine 7-1 Bilanz, ohne ihn 4-6. Ebenso erschreckend: Das für unser Rungame so immens wichtige Duo Williams/Hunt hat diese Saison nur 4 Spiele gemeinsam bestritten (4-0 Bilanz), in 14 Spielen war mindestens einer von beiden verletzt (teilweise auch beide).
Während der Saison dachte ich eigentlich, dass die Backups einen soliden Job in der OL machen. Nach genauerem Studium des Gametapes muss ich meine Meinung hier deutlich revidieren: Kendall Lamm hat einen soliden Job als Backup OT gemacht, aber die Verletzungen auf den 3 inneren Positionen haben unsere Offense gekillt und hatten im Endeffekt großen Anteil daran, dass die Saison den Bach herunter gegangen ist. Der Großteil unserer Offense basiert auf der Bedrohung durch outside runs. Um diese Runs blocken zu können, braucht man mobile O-Liner. Nach den Verletzungen von Williams & Hunt konnten unsere Backups schlicht und einfach diese Runs nicht mehr vernünftig & konstant blocken, Defenses mussten daher unser "bread-and-butter play" nicht mehr wirklich respektieren. Das hat dazu geführt, dass z.B. gegnerische Linebacker nicht mehr auf PA-Fake angesprungen sind und direkt in ihre Zones gedroppt sind, was dann dazu geführt hat, dass Tua deutlich kleinere Fenster in der Mitte des Feldes hatte. Blöd halt, wenn deine Offense um den outside run aufgebaut ist und der outside run dann nicht mehr funktioniert...
Im nächsten Teil wird es dann hauptsächlich um Mike McDaniel und die schematische Ausrichtung seiner Offense gehen.
Fun Fact vorweg: In unserer gesamten Offense gab es nur 4 Spieler, die über die Saison hinweg mehr als zwei Drittel der Snaps gespielt haben: Tua, RT Austin Jackson, TE Durham Smythe und der ursprünglich als Backup eingeplante OL Liam Eichenberg.
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Miami Dolphins 2023 Season Review, Teil 2:
Nachdem wir uns in Teil 1 zunächst um die Offensive Line gekümmert haben, soll es im zweiten Teil hauptsächlich um Mike McDaniel und seine Offense gehen. Ja, mir ist klar dass offiziell Frank Smith unser OC ist, aber es sollte allen hier klar sein, dass McDaniel der Strippenzieher und Playcaller unserer Offense ist und Smith eher eine Art "glorified OL Coach".
Ich hatte es bereits im ersten Teil vorweg genommen: Das Hauptproblem unserer Offense (insbesondere der OL, aber eigentlich auch der gesamten Offense) war in der abgelaufenen Saison, dass kaum jemand durchgängig fit war und wir immer wieder neu improvisieren musste. Zu einem gewissen Grad gehört das sicher dazu und das müssen andere NFL Teams auch, aber so viele Verletzungen wie bei den 2023er Dolphins habe ich tatsächlich selten gesehen. Wie schon im OL Review geschrieben war unsere Offense durch die Verletzungen (v.a. von Connor Williams und Rob Hunt) natürlich zu einem gewissen Maße limitiert und McDaniel hatte sicher nicht mehr das komplette Playbook zur Verfügung, da immer wieder Jungs auf den Platz mussten, die ins kalte Wasser geworfen wurden. Aber nach intensivem Studium aller Saisonspiele sind mir doch noch ein paar Dinge aufgefallen, die m.E. dazu beigetragen haben, dass unsere Offense im Laufe der Saison immer weniger effektiv wurde. Wie gesagt: Das hatte sehr viel mit den vielen Verletzungen zu tun. Aber wir sollten auch nicht so naiv sein und glauben, dass es komplett nur an den Verletzungen lag... Im nun folgenden Beitrag lassen wir das Thema Verletzungen also mal komplett außen vor und beschäftigen uns mit drei Bereichen, in denen McDaniel (und teilweise auch Grier) die Offense meiner Meinung nach anpassen müssen:
Erstens: Unser Spielermaterial in der Offense ist nicht variabel genug!
Jeder Spieler in der NFL hat Stärken und Schwächen. Dan Marino war zweifellos einer der besten "pure passer" der NFL Geschichte, aber wenn man ihn in die Rolle eines mobilen QB gepresst hätte, wäre das trotz all seines Arm-Talents wohl zum Scheitern verurteilt gewesen, weil ihm dafür schlicht die Beweglichkeit und Schnelligkeit fehlte. Tyreek Hill und Jaylen Waddle sind zwei der schnellsten Spieler der NFL, aber sie gehören eher zu den (körperlich) kleinen Receivern und werden daher wohl nie die klassischen "jump ball redzone targets" sein wie es z.B. Calvin Johnson oder Brandon Marshall waren (wobei Hill in dem Bereich für seine Statur tatsächlich überraschend gut ist, aber es macht halt trotzdem einen Unterschied, ob jemand 1,78 oder 1,98 groß ist).
Worauf will ich mit diesen Beispielen hinaus? McDaniel hat in Miami eine Offense installiert, die extrem spezifisch auf "sein" Scheme zugeschnitten ist. Wide Zone Running und Playaction Passing bilden das Fundament unserer Offense. Und natürlich macht es Sinn, dass GM Grier ihm dann auch Spieler in den Kader holt, die in dieses Scheme passen. So weit, so gut. In meinen Augen geht diese Spezialisierung bei uns allerdings etwas zu weit, bzw. ist zu extrem. Wir haben zahlreiche Spieler, die ein extrem spezifisches Skillset mitbringen, mit klaren Stärken und ebenso klaren Schwächen. Damit kann man dann natürlich das ursprünglich geplante Scheme ("Plan A") gut umsetzen. So bald man aber vom ursprünglichen Plan A abweichen muss - und das kommt jedem Team in jeder Saison mehrmals vor - haben wir dann Probleme, weil viele unserer Spieler einfach nur das Skillset für Plan A haben und in vielen anderen Bereichen eben auch deutliche Schwächen aufweisen. Wir haben kaum wirkliche Allrounder in unserer Offense. Gehen wir mal ein wenig ins Detail, von Position zu Position (ich betrachte hier nur die Spieler, die auch nennenswerte Spielanteile hatten, Spieler wie Chase Claypool, die kaum gespielt haben, werden nicht weiter beachtet):
QB: Über Tua werde ich zu einem späteren Zeitpunkt nochmal detaillierter etwas schreiben, aber es sollte allen hier klar sein, dass Tua ein ziemlich spezialisiertes und auch limitiertes Skillset als QB mitbringt.
RB: Unsere beiden hauptsächlichen RB (Mostert & Achane) sind beide Speedster, die ihre Stärken in der Geschwindigkeit und daher im outside running haben. Sie funktionieren beide in space deutlich besser als als inside runner. Mostert bringt zumindest toughness mit und ist als inside runner nicht komplett unbrauchbar, dafür ist Achane der etwas bessere Receiver. Aber beide haben ihre klare Stärke im outside running. Jeff Wilson als #3 ist zwar in Miami oft als inside runner eingesetzt, aber mit 210 Pfund hat auch er in dieser Rolle natürliche Limitationen und dürfte vermutlich in absehbarer Zeit eher selten mit Derrick Henry oder Marshawn Lynch verwechselt werden.
FB: Alec Ingold ist tatsächlich einer unserer wenigen Spieler, denen ich ein variables Skillset zuschreiben würde. Aber er ist halt auch "nur" ein Fullback, der eben auch nur ca. ein Drittel der Snaps auf dem Feld steht (37,6 %).
WR: Über Tyreek Hill und Jaylen Waddle habe ich eingangs bereits geschrieben. Auch unsere beiden starting WR sind sehr klar als Speedster zu definieren, denen es trotz aller Qualitäten teilweise etwas an Physis mangelt. Und auch die Backups Anderson/Chosen und Berrios sind alles Andere als physische WR. Einzig Cedrick Wilson würde ich hier als Allrounder durchgehen lassen, aber er war halt auch nur unser vierter WR.
TE: Sowohl Durham Smythe als auch Julian Hill haben ihre Stärken ganz eindeutig im Blocking, sind aber dafür als Receiver extrem limitiert, weil ihnen schlicht die Athletik fehlt um separation zu bekommen oder nach dem Catch eine Gefahr darzustellen. Jahrelang hatten wir mit Mike Gesicki einen "TE" der zwar athletisch war, aber nicht blocken konnte. Jetzt haben wir das genaue Gegenteil. Was wir eigentlich benötigen, wäre ein flexbiler TE, der beides kann.
OL: Über die einzelnen O-Liner habe ich neulich in Teil 1 bereits ausführlicher geschrieben. Die Tackles (Armstead & Jackson) leben beide von ihrer guten Athletik und sind für die Position sehr beweglich. Beide sind aber auch nicht unbedingt als "Mauler" bekannt, wobei Armstead zumindest in der Vergangenheit auch mal physisch dominieren konnte (zu Saints Zeiten). Center Williams ist einer der besten der NFL wenn es darum geht, "on the move" zu blocken, also erst ein paar yards zum DL/LB hinlaufen zu müssen und diesen dann aus der Bewegung zu blocken. Im reinen inside run Blocking gibt es aber sicher andere Center, die direkt beim Snap mehr Push nach vorne bekommen als Williams. Auch da: Perfekter Fit für ein outside Zone Team wie die Dolphins. Aber eben auch ein ziemlich spezifisches Skillset. In der OL würde ich lediglich RG Hunt zugestehen, dass er ein "kompletter" Spieler ist, der in verschiedenen Systemen erfolgreich sein kann. Hunt hat genug Power für inside Runs, hat genug Athletik um bei outside Runs zu seinem Target zu kommen und hat sich über die Jahre inzwischen auch zu einem vernünftigen Passblocker ("good but not great") entwickelt.
Wenn wir uns diese Auflistung einmal anschauen, fällt auf, dass wir m.E. nur 2-3 Spieler haben (Hunt und Ingold, vielleicht noch Armstead, der aber nie richtig fit war), die eine gewisse Flexibilität und Variabilität in die Offense bringen. Viele unserer Spieler sind in ihrem Skillset sehr spezialisiert, wenn man es böse formulieren wollte, könnte man in einigen Fällen vom "one trick pony" sprechen. Alles ist auf Athletik und Speed ausgelegt - und das geht dann halt oft zu Lasten von Physis. Und dann muss man sich halt auch nicht wundern, warum wir bei 3rd/4th & 1 so schlecht sind: Dafür haben wir nicht die Spieler. Hinter wem (außer Hunt) soll unser RB denn herlaufen wenn die Defense 8-9 Leute in der Box stehen hat, die alle auf den Lauf warten? Und welcher RB soll bitte den LB beim ersten Kontakt noch das entscheidende halbe yard nach hinten schieben, um das 1st down zu sichern? Unsere RB können wunderbar um den LB herum laufen, wenn sie in space sind. Bei 4th & 1 werden sie diesen space aber nicht haben und dann fehlt halt der Power Runner, der hinter zwei Power O-Linern die tough yards holt. Genauso fehlt in der Redzone das 6'4" oder 6'5" Target, dem man den Ball auch einfach mal in den dritten Stock werfen kann (Cedrick Wilson ist unser größter WR und selbst er ist "nur" 6'2"). Was dem Kader fehlt, sind flexible Spieler, die auch mal verschiedene Rollen innerhalb der gleichen Offense spielen können. In der Defense haben wir mit Sieler, Wilkins, Baker, Chubb, Phillips, Ramsey und Holland gleich mehrere solcher Spieler. In der Offense fehlen uns diese Allrounder und fast alle Spieler verfügen über ein sehr spezielles Skillset, das häufig extrem auf Speed ausgelegt ist.
Zweitens: Es fehlt der Plan B!
Auf den ersten Blick mag das so klingen, als wäre dieser Punkt deckungsgleich mit dem zuvor genannten Punkt. So meine ich es aber nicht. In diesem Fall beziehe ich den "Plan B" explizit auf McDaniels Playcalling. Im Laufe der Saison konnte ich immer genauer vorhersagen, welcher Playcall in welcher Situation kommen würde. 1st & 10: Meist ein outside run, mit Mostert auf dem Feld eher under Center, mit Achane eher aus Gun/Pistol mit pitch. Gelegentlich gab es bei 1st & 10 auch Playaction Shots auf Hill/Waddle. 2nd & short: Zeit für einen Playaction Deep Shot. 3rd & 10: Intermediate Crosser auf Tyreek in der Mitte des Feldes. Wenn ich das vom Sofa aus erkennen kann, können das professionelle Coaches natürlich auch. Die machen das hauptberuflich, investieren deutlich mehr Zeit für solche Analysen als ich und haben natürlich auch viel mehr Ahnung als ich. Nachdem McDaniel zu Beginn der Saison im Vergleich zur Vorsaison einige neue Kniffe eingebaut hatte (z.B. die "short motion") wurde die Offense im Laufe der Saison dann immer berechenbarer. Es war klar zu erkennen, dass einige Defenses (nicht alle, sorry Commanders) durch gute Kommunikation unsere Motion entschlüsselt hatten. Es war klar zu erkennen, dass Defenses in der zweiten Saisonhälfte wussten, dass sie eigentlich fast nur Hill und Waddle covern brauchen, weil die anderen Targets den Ball sowieso nur sehr selten bekommen. Es war klar zu erkennen, dass Defenses in der zweiten Saisonhälfte wussten, dass der Ball bei 3rd & 10 auf Tyreek oder Waddle in der Mitte des Feldes (in die Zone zwischen LB und Safeties) kommen wird - egal ob der frei ist oder nicht. Sicher liegt das nicht zu hundert Prozent nur am Coach: Am Ende trifft der QB die Entscheidung, wo er den Ball hinwirft. Aber grundsätzlich ist McDaniel erstmal verantwortlich für die Konzeption seiner Offense. Und die war mir im Laufe der Saison zu berechenbar. Ich habe eine halbe Saison darauf gewartet, dass endlich der "schematische changeup" kommt - aber er kam einfach nicht...
Drittens: Wir haben kaum echtes Dropback Passing!
Ich starte mal mit einer Grafik:
Nur 27,8 Prozent unserer Pässe waren "true pass sets" (also reine Dropback Pässe, ohne so Sachen wie Playaction, Rollout, Screens, etc). Das ist ein historisch tiefer Wert, der seit Beginn der Datenaufzeichnung vor 10 Jahren noch von keiner anderen NFL Offense unterboten wurde (in den meisten NFL Offenses liegt dieser Wert knapp unter 50%, am College oft deutlich höher). Wenn wir gepasst haben, dass waren das zu knapp drei Vierteln aller Pässe irgendwelche Formen von Playaction, Rollout oder Screen. Das Blöde daran: In der modernen NFL muss der reine Dropback Pass ein wichtiger Bestandteil einer jeden Offense sein. Es wird keiner Offense gelingen, immer in vorteilhaften down-and-distance Situationen zu spielen. Klar, wenn du den ganzen Tag in 2nd & 5 oder 3rd & 1 spielst, dann kommst du auch wunderbar ohne Dropback Passing aus. Aber jede Offense wird irgendwann mal in die Situation kommen, wo man einfach Dropback Passing benötigt, sei es zum Ende einer Halbzeit im 2-Minute-Drill oder sei es bei 3rd & long. Und dieser eigentlich so wichtige Bereich unserer Offense wurde nicht nur extrem selten genutzt, wir waren auch nicht besonders gut darin. Unsere Offense verzichtet freiwillig fast komplett auf kurzes Dropback Passspiel ("quick game"). Warum spielen wir Plays wie Snag oder Stick ausschließlich nur bei 3rd & short und an der Goalline? Warum nicht einfach mal bei 1st & 10 oder 2nd & 7 einen kurzen Pass für 4 yds (und damit meine ich jetzt nicht den Checkdown zum RB weil die ursprünglichen Reads nicht offen sind, sondern Playdesigns, die speziell für kurze Pässe und eine hohe completion rate ausgelegt sind). Da verschenkt unsere Offense m.E. eine Menge Potenzial.
Warum sind wir denn im Dropback Passing nicht gut? Um das zu veranschaulichen, nehmen wir mal unseren standard 3rd & long Spielzug - den oft beschriebenen intermediate Crosser auf Hill/Waddle (die folgende Grafik soll exemplarisch einen solchen Spielzug veranschaulichen):
Der Ball soll auf die Dig Route von Z in den roten Kreis, ca. 12-15 yds in der Mitte des Feldes kommen. Das ist normalerweise die Zone hinter dem MLB und vor den Safeties. Die Post Route von X dient dazu, den Safety (oder die Safeties) tief zu halten. Die Spot Route von Y dient dazu, einen LB underneath zu halten. Die Corner Route von H dient dazu, die Backside Verteidiger aus der Mitte des Feldes fern zu halten. Die Swing Route vom RB soll einen Verteidiger in die Flat Zone ziehen. Hört sich doch alles erstmal sinnvoll und schlüssig an, oder? Bei 1st & 10 spricht auch nichts dagegen, dass man das Play so oder ähnlich (oft als PA Variante, dann eben ohne die Swing Route vom RB) spielt. Wenn wir nun aber 3rd & 10 haben, fallen die kurzen Routen auf RB und Y im Prinzip als Targets aus, weil sie nur 3-5 yds Raumgewinn bringen würden. Das weiß auch die Defense und kann diese Routen somit offen lassen. Der LB muss also nicht mehr auf einen potenziellen Playaction Fake anspringen, sondern kann direkt in seine Zone droppen. Er muss auch nicht mehr auf Y (i.d.R. Smythe oder Berrios) auf der kurzen Spot Route achten - bei 3rd & 10 darf der den Ball ja ruhig für 5 yds fangen. In dem Fall kann der LB sich also komplett auf die tiefe Mitte konzentrieren und hat somit eine deutlich bessere Chance, rechtzeitig den roten Kreis zu erreichen und sich in eine gute Coverage Position zu bringen. Ravens LB Roquan Smith dient hier als Musterbeispiel für überragende coverage Qualitäten eines Linebackers, aber auch andere LB waren im Saisonverlauf zunehmend häufiger in der Lage, diese Route in der Mitte zu covern.
Unsere Offense ist einfach zu stark abhängig davon, dauerhaft in guten down-and-distance Situationen zu bleiben. Klar, gute down-and-distance Situationen helfen jeder Offense. Aber gerade in der zweiten Saisonhälfte haben es gegnerische Defenses immer besser geschafft, uns in schlechte down-and-distance Situationen zu bringen, aus denen wir dann einfach nicht genug Lösungen hatten (oder der QB einfach zu wenig Zeit zu werfen, weil Lester Cotton oder Liam Eichenberg ihre Verteidiger maximal 2 Sekunden blocken konnten und Tua in solchen Situationen somit ständig unter Druck war - auch hier wieder: Die O-Line Verletzungen haben unsere Saison zerstört!). Gute Offenses finden auch immer mal wieder Lösungen für 3rd & 10. In der ersten Saisonhälfte konnten wir das noch, im Verlauf der Saison dann immer weniger. Am Ende der Saison hätte man bei 3rd & 10 eigentlich auch direkt den Punter auf den Sportplatz schicken können...
Mit dieser Problematik stehen McDaniel und die Dolphins allerdings bei Weitem nicht alleine da. Die Probleme in schlechten down-and-distance Situationen haben im Prinzip auch fast alle anderen Offenses, die im weiteren Sinne dem Shanahan-Tree entsprungen sind (49ers, Jets, Browns, Vikings, Titans, Falcons, mit Abstrichen Packers und ich habe bestimmt noch welche vergessen). Und dann ist halt die Frage, woran es liegt: Ist es ein schematisches Problem oder liegt es am QB?
In meinen Augen gibt es da keine komplett klare Antwort. Es ist eine Mischung aus verschiedenen Faktoren: Eine O-Line, die den QB nicht lange genug beschützen kann. Ein Coach, der zu starr an "seinem" System festhält. Und eben auch ein QB, der im Laufe der Saison merklich das Vertrauen in seine O-Line verloren hat und nicht das athletische Talent anderer QBs besitzt, kreative Lösungen für schwierige Situationen zu finden. Aber zur QB Thematik an anderer Stelle mehr...
Im nächsten Teil wird es dann um Tua gehen.
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Cedrick Wilson ist unser größter WR und selbst er ist "nur" 6'2"
Einspruch Euer Ehren, Chase Claypool ist 6'4"

Ansonsten, wie gewohnt, ein starker Text! Muss ich erstmal sacken lassen.
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Einspruch Euer Ehren, Chase Claypool ist 6'4"

Ansonsten, wie gewohnt, ein starker Text! Muss ich erstmal sacken lassen.
Einspruch Euer Ehren, er wird sogar explizit erwähnt das er nicht erwähnt wird, wenn Du verstehst was ich meine, falls nicht siehe unten.

Spieler wie Chase Claypool, die kaum gespielt haben, werden nicht weiter beachtet):
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Einspruch Euer Ehren, er wird sogar explizit erwähnt das er nicht erwähnt wird, wenn Du verstehst was ich meine, falls nicht siehe unten.

Ooops, mea culpa, das habe ich wohl übersehen.
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MindTheGap Wie von Buffalo schon angemerkt, habe ich Claypool und auch WR Ezukanma, RB Brooks, TE Conner, TE Kroft, RB Evans bewusst raus gelassen. Um es politisch zu formulieren: Sie sind an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert

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So, nach der KC-Niederlage erstmal eine Woche komplett Trübsal geblasen... aber jetzt, nachdem Josh Allen ausgeschieden ist, macht das NFL-Leben schon wieder wesentlich mehr Spaß...
Danke für Deine Fleißarbeit, Burnum!
Vor der Saison wurde unsere OL als eine der schlechtesten der Liga eingeordnet. Und wir haben einen QB, bei dem jeder Sack das Ende der Karriere sein kann. Hatte McDaniel mit diesen beiden Vorgaben überhaupt eine andere Wahl, als dieses Playbook? Vor allem wenn dann auch noch 4 der 5 Starter dieser schlechten OL für über die Hälfte der Snaps ausfallen.Zum Play-Calling:
1. Bei den vier Spielen am Wochenende ist es mir wieder aufgefallen: Manchmal kamen die Teams erst 12-15 Sekunden vor dem Ende der Shot-Clock im Huddle zusammen und hatten dann an der Line trotzdem noch massiv Zeit. Bei unseren Dolphins wurde es meistens noch hektisch, selbst wenn man beim Huddle noch 20-25 Sekunden auf der Clock hatte.
Ist Dir dazu was aufgefallen, Burnum? Gab es in der zweiten Saisonhälfte noch mehr Pre-Snap-Moves als sonst schon? Ich glaube ja, dass die Spieler zum Ende der Saison mit den Spielzügen komplett überfordert waren.
2. Beim Spiel gegen die Dolphins hat Greg Olsen erzählt, dass er gegenüber McDaniel bemängelt hat, dass die TE zu wenig als Pass-Empfänger genutzt werden. Der Coach hat ihm Recht gegeben und verraten, dass dies die 3. Stufe seines Plans ist, der aber erst in der kommenden Spielzeit einstudiert werden kann.---------------
Zum Tua-Vertrag:
Ich halte Tua für einen vernünftigen Kerl, der dieses Dilemma des Vereins durchaus nachvollziehen kann. Dass er in einen Streik tritt, glaube ich eher nicht. Ich finde, dass Tua noch nicht eindeutig bewiesen hat, dass er einen 200 Millionen-Dollar-Vertrag über 5 Jahre verdient hat. Vielleicht findet man eine Variante, dass sein Vertrag zunächst nur um ein weiteres Jahr verlängert/garantiert wird.
Zu Tuas Leistung:
Das größte Thema vor der Saison war Tuas Verletzungsgefahr. Das hat er durch Sondertraining glänzend gemeistert. Respekt!
Seine Leistung im Gesamten war gut, wenn wir auch etwas mehr erhofft hätten.Ich traue Tua zu, dass er sich in der nächsten Saison erneut steigern kann. Und dann geben wir ihm vielleicht sehr gerne den Big-Contract...
Was mir allerdings große Sorgen bereitet: Wird Tua jemals ein Top-QB in Kaltwetter-Spielen sein???
Allen eine schöne Woche!!!
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Vic Fangio is goooooone.
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Vic Fangio is goooooone.
Hatte sich in den letzten Tagen ein wenig angedeutet. Finde ich persönlich schade und nicht komplett nachvollziehbar. Fangio will wohl zu den Eagles. Wollte er eigentlich letzte Saison schon, was aber nicht ging, weil die Eagles "zu lange" in den Playoffs waren. Miami war letztes Jahr schon seine Notlösung.
Was ich glaube was passiert: Anthony Campanille wird zum DC befördert.
Was ich hoffe was passieren sollte: Wink Martindale oder Brandon Staley (der als HC gescheitert ist, den ich aber für einen guten DC halte und er würde als Fangio-Lehrling für sowas wie Kontinuität stehen).
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Vic Fangio is goooooone.
Wahrscheinlich hat Chris Grier ihm gesteckt mit wem er nach dem Cap Purge noch rechnen darf

Viele Außenstehende wird das vllt. überraschen, Leute die sich intensiver mit den Fins beschäftigen, wie von burnum schon geschrieben, eher nicht. Und das Team sicherlich auch nicht. Nachfolger wird spannend, ich tippe auf die Inhouse Lösung.
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Ich finds gut, muss ich sagen. Aus meiner Perspektive war die Defensive streckenweise, auch wenn man die Ausfälle bedenkt, einfach nicht gut genug. Spieler entwickelten sich nicht weiter (Needham, Kohou) oder sahen erst gar nicht das Feld (Tindall, Cam Smith - kennt die noch jemand?). Dazu war er viel zu stur (Ramsey und die Frage, ob er den stärksten WR übers Feld folgen soll) und regelmäßig miese off coverage calls.
Ich hatte mir von Fangio echt mehr versprochen.
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Denke man wird ein paar Kandidaten zu Interviews einladen, um dann sagen zu können "we did our due dilligence" - und dann wird man Anthony Campanille zum neuen DC befördern.
Ich persönlich stehe nicht so auf diese Art von "tough guy für den die Spieler durch die Wand rennen würden" Coaching Ansatz. Mir ist aber klar, dass genau diese Art bei vielen Fans besonders gut ankommt. Was Campanille tatsächlich als Coach drauf hat (Xs & Os, Scheme) können wir alle heute natürlich noch nicht beurteilen, ich denke wir alle kennen ihn lediglich aus den Clips bei Hard Knocks. Vielleicht tue ich ihm auch total Unrecht und er ist ein begnadetes Taktik-Mastermind und wurde bei Hard Knocks halt nur sehr eindimensional dargestellt. Mag sein...
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Mich überrascht es sehr und ich war mit unserer Defense auch wesentlich zufriedener als mit der Offense.
Grund meiner Überraschung: Er war doch die Wunsch-Lösung von McDaniel und Ross war bereit, dafür viel zu bezahlen: War Fangio nicht der bestbezahlte Coordinator der gesamten Liga?
Noch mehr überrascht mich das Statement zur Trennung von McDaniel: ""When we assessed the season, it became apparent that this was the best path forward for all parties involved.", weil es klingt, als wollten auch die Dolphins diese Trennung.
Beim Nachfolger könnte Bunums Wunsch vielleicht doch in Erfüllung gehen: NFL Network Insider Ian Rapoport reported that former Chargers head coach Brandon Staley is a candidate for Miami's new DC opening.Ich bin von Staley noch nicht überzeugt. Mir ist er am meisten durch schlimmste Playcalls & Fehlentscheidungen bei den Chargers bekannt. Sein TimeOut gegen die Raiders, das die PlayOff-Teilnahme für sein Team vermasselte, ist die bekannteste. Und eine 27:0-Halbzeit-Führung in einem Wildcard-Match noch zu vergeigen, spricht auch nicht für ein Defense-Genie.
Okay, seine Stats als Defense Coordinator mit den Rams sind beeindruckend, aber der Chargers-Defense konnte er als HC nicht zu einem solchen Auftrieb verhelfen.
http://www.pro-football-reference.com/coaches/StalBr0.htm
Hoffen wir mal auf das Beste, wenn es so kommt...Was ist eigentlich mit Jim Schwartz? Hat der nicht nur einen Ein-Jahres-Vertrag in Cleveland unterzeichnet?
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Also, wenn man Omar glauben will, war die Unzufriedenheit mit Fangio ein Muster, das sich durch die Exit Gespräche der Spieler mit McDaniel gezogen hat. Sieht man ja auch an den Social Media Kommentaren einiger Spieler (Holland, Cam Smith u.a.). Auch mit Ramsey und Xavien Howard soll es Reibungen gegeben haben.
Ich vermute das auch McDaniel (wer ist hier der Boss) und Grier (warum spielen meine early draft picks keine Rolle) nicht nur glücklich mit Fangio waren.
Kann mir keiner erzählen, das McDaniel und Fangio mentalitätsmäßig auf einer Wellenlänge lagen, gerade wenn es um people skills ging.
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Also, wenn man Omar glauben will, war die Unzufriedenheit mit Fangio ein Muster, das sich durch die Exit Gespräche der Spieler mit McDaniel gezogen hat. Sieht man ja auch an den Social Media Kommentaren einiger Spieler (Holland, Cam Smith u.a.). Auch mit Ramsey und Xavien Howard soll es Reibungen gegeben haben.
Ich vermute das auch McDaniel (wer ist hier der Boss) und Grier (warum spielen meine early draft picks keine Rolle) nicht nur glücklich mit Fangio waren.
Kann mir keiner erzählen, das McDaniel und Fangio mentalitätsmäßig auf einer Wellenlänge lagen, gerade wenn es um people skills ging.
War bei uns ähnlich. Von den Defensespielern war niemand traurig, dass er nicht DC geworden ist im letzten Jahr (war ja eine Zeit auch im Gespräch), obwohl in die meisten ja noch kannten und wir auch immer eine gute Defense hatten unter ihm. Allerdings sind Spielerbefindlichkeiten nicht das erste - was ich wie im unserem Fall- bei einem Team was 7 Jahre in Folge eine negative Bilanz hatte in den Mittelpunkt stellen würde.
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Kann ich alles zu einem gewissen Grad verstehen, dass man die erfahrenen Spieler (z.B. Ramsey, Howard, Chubb) dazu anhört. Aber das Argument "Chris Grier will, dass seine Draft Picks eine größere Rolle spielen" darf dabei nicht zählen! Dann soll er halt bessere Jungs draften!!! Channing Tindall hat nun unter 2 verschiedenen DC keine Rolle gespielt. Vielleicht ist er auch einfach nicht gut genug. Über Cam Smith bin ich noch nicht bereit, diese Aussage zu treffen - aber man kann doch das Schicksal des zweitwichtigsten Coaches (nach HC McDaniel) nicht von einem 2nd round Rookie abhängig machen... Liam Eichenberg war ebenfalls ein 2nd rounder, der sich als Bratwurst entpuppt hat - aber deswegen wirft man doch nun auch nicht sofort jemanden raus...
Es gab sicher Argumente für und gegen Fangio und es kommt nun mehr und mehr ans Licht, dass es hinter den Kulissen einfach auch nicht so gut gepasst hat. Dann habe ich kein Problem damit wenn man sich trennt. Aber bitte jetzt nicht schon wieder mit der Geschichte "we wanted more of a collaborative effort" daher kommen! Die Geschichte haben sie uns vor 2 Jahren bei Brian Flores schon erzählt. Dann stellt halt einfach keine Leute ein, die seit Jahren dafür bekannt sind, dass sie Dinge nach dem Konzept "my way or the highway" machen (und das wusste man bei Fangio vorher). Wenn Grier und/oder McDaniel solche Coaches mit starker eigener Meinung nicht haben wollen, müssen sie halt einen Haufen Ja-Sager einstellen, denen sie dann sagen können, wie sie ihren Job machen sollen.
Bei allem was jetzt negativ über Fangio berichtet wird: Er hat genau das abgeliefert, was man vorher von ihm erwarten konnte: Eine schematisch auf pattern-match und off-coverage basierende 2-high Safety Defense, die nach dem Prinzip "bend but don't break" agiert. Dass Fangio dazu tendiert, seine Corners nach Seiten (LCB/RCB) aufzustellen, war seit Jahren bekannt (das hat übrigens nicht nur Nachteile, sondern auch Vorteile - gerade für unerfahrenere Spieler). Dass Fangio nicht dazu neigt, übermäßig großes Vertrauen in Rookies zu haben war bekannt. Dass Fangios Defense zum überwiegenden Großteil auf off-coverage basiert, war bekannt. Alles, was ihm jetzt schematisch vorgeworfen wird, war vorher bekannt. Wenn man (Grier/McDaniel) ihm diese Dinge nun vorwirft, muss man sich zumindest den Schuh selbst anziehen und zu dem Schluss kommen, dass man ihn dann vielleicht gar nicht erst hätte einstellen dürfen! Der Fehler liegt in meinen Augen weniger bei Fangio (der einfach nur das geliefert hat, was er immer geliefert hat) sondern vielmehr bei GM Grier.
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