Kurze Preview für heute nacht:
#6 Penn State Nittany Lions (13-2) vs. #7 Notre Dame Fighting Irish (13-1) in Miami, FL (ORANGE BOWL) // ESPN, 10.01.25, 01:30h
Diese beiden Colleges haben sich schon ein paarmal gegenüber gestanden, allerdings ist die letzte Paarung auch schon aus dem Jahre 2007. Insgesamt stehen beide Teams bei 9 Siegen und 9 Niederlagen, zudem gab es ein Unentschieden. Der Sieger dieser Partie zieht also nicht nur ins Finale ein, sondern hat auch Bragging Rights über den Verlierer.
Beide Mannschaften sind sich recht ähnlich, sie kommen hauptsächlich über das Laufspiel und dazu ein paar Pässe als Chain-Movers, ansonsten erledigt die Defense die Hauptarbeit. Unterschied: QB Riley Leonard für Notre Dame ist der bessere Running QB und macht auch selbst viele Yards, während Allar eher aus der Pocket agiert. Das heißt nicht, dass er nicht auch selber mal das Ei unter den Arm nimmt und nötige Yards macht, aber normalerweise sind dafür die RBs Nicholas Singelton und Kaytron Allen zuständig. Allen war in den letzten Wochen der bessere, aber Singleton entschied die Partie gegen Boise State mit seinem TD-Run im vierten Viertel. Notre Dame hat eine gute Run-Defense, aber das dürfte der härteste Test für die Unit bis dahin werden. Auf der anderen Seite haben die Nittany Lions gerade den zukünftigen Top Ten Pick Asthon Jeanty ziemlich in ihre Schranken verwiesen und auch noch zwei Fumbles forciert. Und bei den Irish laboriert RB Love an einer nervigen Kniegeschichte und dürfte nicht im Vollbesitz seiner Kräfte sein.
Damit sind wir dann auch bei den Defenses und den dortigen Playmaker. Bei Penn State ist allerdings der wichtigste Spieler und wohl bester Mann auf dem Feld (wenn er spielt) Abdul Carter nach einer Schulterverletzung aus dem Boise State-Spiel fraglich. Wenn er fehlt, liegt mehr Verantwortung auf Dani Dennis-Sutton, der in den Playoffs bisher als größter Disruptor auftritt. Auch wenn er meiner Meinung nach einem üblen Cheap Shot an Jeanty gesperrt gehört, aber das ist ein anderes Thema. Ebenfalls wichtig, vor allem im Hinblick auf das Stoppen des gegnerischen Runs ist LB Dominic DeLuca. Zudem kann er auch in Coverage droppen und trug mit einem Pick Six maßgeblich gegen SMU zum Sieg bei.
Auf Notre Dame Seiten ist die Rotation der Star, vor allem nachdem Mills verletzungsbedingt bis Saisonende ausfällt. Gegen Georgia war es Junior Tuihalamaka, der die Partie maßgeblich beeinflusste, aber die Irish haben da einige Spieler, die zum Problem werden können. Ganz wichtig ist S Xavier Watts, quasi das Herzstück der Unit. Gibt es eventuell das 1:1 Duell mit Penn States bestem offensiven Spieler TE Tyler Warren? Dann könnte der Sieger hier die Partie zu seinen Gunsten kippen.
Anfällig zeigten sich die Irish gegen Georgia überraschend bei tiefen Pässen, aber genau das ist nicht das Spiel der Nittany Lions. Dennoch wäre es taktisch wichtig, hier das ein oder andere Mal die Verteidigung auseinanderzuziehen, natürlich mit dem Risiko, dass einer der Pass-Rusher bis zu Allar durchkommt. Das Verhältnis Chance:Risiko muss hier sorgfältig abgewägt werden, aber ohne das ein oder andere Big Play wird es wohl schwer für die Lions die Partie zu gewinnen. Die Irish möchten am liebsten ein ähnliches Spiel wie gegen Georgia, mit soviel Offense wie nötig, während die Defense und Special Teams die Hauptschuld erbringen. 90 Passing Yards haben gegen Georgia gereicht (WR Jordan Faison hier der wichtigste Empfänger). Man sollte also keinen Shootout erwarten.
Zuletzt gab es noch die Nachricht, dass ein Grippevirus im Notre Dame Lager umherging, wobei es wohl nur Ersatz- und Special-Teams Spieler betrifft, aber auch das ist etwas, was man im Auge haben sollte.
Der Sieger der Partie darf am 21.01. in Atlanta um die erste Championship-Trophy seit den 80ern spielen.