NCAA Football Season 2024

  • Kurze Preview für heute nacht:

    #6 Penn State Nittany Lions (13-2) vs. #7 Notre Dame Fighting Irish (13-1) in Miami, FL (ORANGE BOWL) // ESPN, 10.01.25, 01:30h

    Diese beiden Colleges haben sich schon ein paarmal gegenüber gestanden, allerdings ist die letzte Paarung auch schon aus dem Jahre 2007. Insgesamt stehen beide Teams bei 9 Siegen und 9 Niederlagen, zudem gab es ein Unentschieden. Der Sieger dieser Partie zieht also nicht nur ins Finale ein, sondern hat auch Bragging Rights über den Verlierer.

    Beide Mannschaften sind sich recht ähnlich, sie kommen hauptsächlich über das Laufspiel und dazu ein paar Pässe als Chain-Movers, ansonsten erledigt die Defense die Hauptarbeit. Unterschied: QB Riley Leonard für Notre Dame ist der bessere Running QB und macht auch selbst viele Yards, während Allar eher aus der Pocket agiert. Das heißt nicht, dass er nicht auch selber mal das Ei unter den Arm nimmt und nötige Yards macht, aber normalerweise sind dafür die RBs Nicholas Singelton und Kaytron Allen zuständig. Allen war in den letzten Wochen der bessere, aber Singleton entschied die Partie gegen Boise State mit seinem TD-Run im vierten Viertel. Notre Dame hat eine gute Run-Defense, aber das dürfte der härteste Test für die Unit bis dahin werden. Auf der anderen Seite haben die Nittany Lions gerade den zukünftigen Top Ten Pick Asthon Jeanty ziemlich in ihre Schranken verwiesen und auch noch zwei Fumbles forciert. Und bei den Irish laboriert RB Love an einer nervigen Kniegeschichte und dürfte nicht im Vollbesitz seiner Kräfte sein.

    Damit sind wir dann auch bei den Defenses und den dortigen Playmaker. Bei Penn State ist allerdings der wichtigste Spieler und wohl bester Mann auf dem Feld (wenn er spielt) Abdul Carter nach einer Schulterverletzung aus dem Boise State-Spiel fraglich. Wenn er fehlt, liegt mehr Verantwortung auf Dani Dennis-Sutton, der in den Playoffs bisher als größter Disruptor auftritt. Auch wenn er meiner Meinung nach einem üblen Cheap Shot an Jeanty gesperrt gehört, aber das ist ein anderes Thema. Ebenfalls wichtig, vor allem im Hinblick auf das Stoppen des gegnerischen Runs ist LB Dominic DeLuca. Zudem kann er auch in Coverage droppen und trug mit einem Pick Six maßgeblich gegen SMU zum Sieg bei.

    Auf Notre Dame Seiten ist die Rotation der Star, vor allem nachdem Mills verletzungsbedingt bis Saisonende ausfällt. Gegen Georgia war es Junior Tuihalamaka, der die Partie maßgeblich beeinflusste, aber die Irish haben da einige Spieler, die zum Problem werden können. Ganz wichtig ist S Xavier Watts, quasi das Herzstück der Unit. Gibt es eventuell das 1:1 Duell mit Penn States bestem offensiven Spieler TE Tyler Warren? Dann könnte der Sieger hier die Partie zu seinen Gunsten kippen.

    Anfällig zeigten sich die Irish gegen Georgia überraschend bei tiefen Pässen, aber genau das ist nicht das Spiel der Nittany Lions. Dennoch wäre es taktisch wichtig, hier das ein oder andere Mal die Verteidigung auseinanderzuziehen, natürlich mit dem Risiko, dass einer der Pass-Rusher bis zu Allar durchkommt. Das Verhältnis Chance:Risiko muss hier sorgfältig abgewägt werden, aber ohne das ein oder andere Big Play wird es wohl schwer für die Lions die Partie zu gewinnen. Die Irish möchten am liebsten ein ähnliches Spiel wie gegen Georgia, mit soviel Offense wie nötig, während die Defense und Special Teams die Hauptschuld erbringen. 90 Passing Yards haben gegen Georgia gereicht (WR Jordan Faison hier der wichtigste Empfänger). Man sollte also keinen Shootout erwarten.

    Zuletzt gab es noch die Nachricht, dass ein Grippevirus im Notre Dame Lager umherging, wobei es wohl nur Ersatz- und Special-Teams Spieler betrifft, aber auch das ist etwas, was man im Auge haben sollte.


    Der Sieger der Partie darf am 21.01. in Atlanta um die erste Championship-Trophy seit den 80ern spielen.

  • Kurze Preview für heute nacht:

    #8 Ohio State Buckeyes (12-2) vs. #5 Texas Longhorns (13-2) in Arlington, TX (COTTON BOWL) // ESPN, 11.01.25, 01:30h

    12 Nationale Titel vereinen diese beiden Blaublüter unter sich, aber bis jetzt hat es nur 3 Aufeinandertreffen gegeben und alle fanden in den letzten 20 Jahren statt: 2005 besiegte Texas auf dem Weg zum Titelgewinn gegen USC die Buckeyes 25-22 mit einem Safety als krönenden Abschluss. 2006 gab es die Revanche, als Ohio State mit dem Sieg in Austin den Weg ins National Championship Game ebnete (wo man dann gegen Florida unterlag) und 2009 war es dann im Fiesta Bowl ein Sieg der Longhorns mit QB Colt McCoy am Halfter.

    Nun also Spiel #4 und obwohl die Partie vor den Toren Dallas stattfindet und damit durchaus im Bereich der Longhorns-ansässigen Fans, ist Texas dieses Mal der Außenseiter. Das liegt an den herausragenden Leistungen Ohio States bis dato in den Playoffs. Erst vermöbelten sie Tennessee zu Hause vor Tausenden von mitgereisten Vols-Fans und dann erledigten sie die bis dato unbesiegten Oregon Ducks schon in Hälfte 1. Kein Wunder also dass die Brust der Buckeyes breit ist und die Favoritenrolle auf den Männern von Ryan Day prangt. Mit einer Offense die aktuell unstoppbar erscheint, angeführt von QB Howard, der in den letzten beiden Spielen nahezu fehlerlos agierte und einem WR-Corps, das man so auch in der NFL finden könnte - zumindest in ein paar Jahren, denn der beste Fänger Jeremiah Smith ist aktuell erst 19 Jahre und ein Freshman. Und das Ironische dabei: Er sieht eher wie der Erwachsene aus, den Schüler versuchen zu verteidigen, mit dementsprechendem Erfolg.

    Wie will Texas da dagegen antreten? Immerhin hat man den Thorpe Award Winner als besten DB auf seinen Seiten: Jahdee Barron. Aber ob Barron tatsächlich Smith in Mandeckung nimmt, ist fraglich, denn die Longhorn DBs wechesln normalerweise ihre Seite nicht, aber Smith stellt sich nicht fesgtebunden auf einer Position auf, was ihn so gefährlich macht. Vielleicht wäre es das sinnvollste, Smith in Doppeldeckung zu nehmen mit Safety Andrew Mukuba als zusätzliche Absicherung und Barron gegen Egbuka stellen. Denn das ist die andere Seite der Buckeyes O: Smith ist bei weitem nicht der einzige gefährliche Spieler - da gibt es Egbuka, da gibt es Henderson als RB aus dem Backfiel und nun hat auch noch TE Gee Scott seinen Platz gefunden. Das sind fast zuviele Möglickeiten um die alle verteidigen zu können.

    Bleibt die zweite Stelle um den Angriff lahmzulegen: Druck auf Howard. Wenn der in seiner Pocket stehen und die Bälle verteilen kann, sieht er nahezu unbezwingbar aus. Aber wenn die Spiele eng sind und er den Ball schneller loswerden muss, als gedacht, dann kann man ihn verwunden und zu Fehlern zwingen. Und Texas hat eine starke D-Line mit einem gefährlichen Pass-Rush, allen voran Anthony Hill Jr, der von seiner Linebacker-Position da ordentlich Feuer machen kann. Allerdings war die Texas D in beiden Spielen bis jetzt eher unkonstant und das kann man sich gegen eine solch potente O wie die der Buckeyes definitiv nicht leisten.

    Der Vorteil wechselt allerdings auf Seiten Texas wenn das Spiel über drei Viertel eng bleibt, denn das haben die Longhorns schon bewiesen: Nervenstark sind sie und QB Quinn Ewers scheint auch in den aussichtslosesten Lagen noch die richtigen Entscheidungen zu treffen (siehe 4th & 12 gegen ASU mit der Saison auf dem Spiel). Allerdings auch hier: Die Texas Offense hat noch nicht gezeigt, dass sie das hohe Level über 4 Quarter halten kann. Wenn, dann sind Ewers und sein neuer Lieblings-WR Matthew Golden jederzeit in der Lage, Punkte aufs Scoreboard zu bringen, aber dazu muss die O-Line (und die ist angeschlagen) besser halten, als gegen ASU. Und Ohio State hat wahrscheinlich die beste Defense aller Playoff-Teilnehmer, allen voran Jack Sawyer und JP Tuimoloau, die solche Schwächen gnadenlos ausnutzen können.

    Hier wäre es hilfreich, wenn Texas wenigstens ab und zu den Lauf einsetzen könnte, aber auch das klappte gegen Arizona State nicht so richtig. Gegen Clemson wiederum war das der Schlüssel zum Sieg und vielleicht kann die O-Line Wisner und Jayden Blue wieder dazu verhelfen, mehr Räume zu finden. Denn wenn man es schaffen kann, selber lange Drives zu gestalten und die heißgelaufene Offense der Buckeyes an der Seitenlinie kalt zu stellen, dann kann es mit dem Sieg der Longhorns klappen. Wichtig: Der Start darf auf keinen Fall veschlafen werden, denn sonst kann es einem wie Oregon ergehen, die nicht wussten wie ihnen geschah und schon zur Pause hoffnunglos im Rückstand waren.

    Noch eins: Auf einen Gamewinning Kick sollten es die Longhorns besser auch nicht ankommen lassen, denn K Bert Auburn hat aktuell keine gute Form.


    Der Sieger hat die Chance seinen 8 (Ohio State) bzw. 4 (Texas) einen weiteren Titel nächsten Montag in Atlanta hinzuzufügen, wenn man wahrscheinlich als Favorit gegen Notre Dame in die Partie geht.

  • #8 Ohio State Buckeyes (12-2) vs. #5 Texas Longhorns (13-2)

    Sehe ich jetzt erst, du nimmst ja auch das Seeding statt die Rankings. Das wertet die Teams natürlich ab. Eigentlich ist es #6 Ohio State vs. #3 Texas (bzw. #4 nach AP Ranking).

    Das ist ja auch das Missverständnis dass die "Top 4" Teams alle ausgeschieden sind, stimmt aber halt nicht weil ASU und BSU nur als Conference Champion da oben gesetzt waren und nicht so gerankt waren.

    Gruß trosty

  • COLLEGE FOOTBALL NATIONAL CHAMPIONSHIP GAME:


    #8 Ohio State Buckeyes (13-2) vs. #7 Notre Dame Fighting Irish (14-1) @ Atlanta, GA // ESPN 21.01.25, 01:30h
    Head Coach: Ryan Day ...................Head Coach: Marcus Freeman

    Und da sind wir also. Die ersten 12-Teams Playoffs führen zu einem Duell zweier renommierter Colleges, die sich zuletzt 2023 gegenüberstanden. Insgesamt gab es die Paarung zwischen den Buckeyes und den Fighting Irish genau 8mal. Die letzten 6 Begegnungen gingen allesamt an Ohio State, während Notre Dame die ersten beiden Partien in den 30er Jahren für sich entscheiden konnten. Lange Zeit waren Notre Dame und Ohio State sowas wie Brüder im Geiste, verschworen gegen den großen Rivalen Michigan. Ex Ohio State Woody Hayes soll sogar gesagt haben, dass er jede Rekrutierung eines Top-Spielers Notre Dames gefeiert hat, "weil damit The Team Up North (gemeint Michigan) einen guten Spieler weniger bekam". Jedenfalls ist offen bekannt, dass er nicht gegen Notre Dame spielen wollte, um die Katholiken nicht gegen sich aufzubringen.

    Allerdings ist in den letzten Jahren die Freundschaft ein wenig abgekühlt, bzw. die Gemüter haben sich erhitzt und das liegt u.a. an ex-Notre Dame Coach Lou Holtz, der den Buckeyes und Ryan Day vorwarf, verweichlicht zu sein. Das schien vor allem Day unter die Haut gegangen zu sein, denn nach dem Sieg in South Bend '23 (17-14) in letzter Minute rief er in die Mikrofone, dass er damit bewiesen hätte, seine Buckeyes seien alles andere als soft. Jedenfalls ist zwischen Holtz und Day sowas wie eine kleine Fehde entstanden und wer immer am Montag abend siegreich sein sollte, wird es dem anderen ganz bestimmt auch aufs Brot schmieren.

    Und natürlich ist da auch noch die Verbindung von Marcus Freeman zu "seinen" Buckeyes, denn schließlich hat er dort von 2004 bis 2008 (Redshirt 2005) die Farben des jetzigen Kontrahenten getragen und auch seine Coaching Karriere als Graduate Assistant begonnen.


    OFFENSE BUCKEYES vs. DEFENSE IRISH

    Voraussichtliche Starter für Ohio State:
    QB Will Howard (Rückennummer #18) / Back-up: Devin Brown (#33)
    RB Quinshon Judkins (#1) / TreVeyon Henderson (#32)
    WR Jeremiah Smith (#4), Emeka Egbuka (#2), Carnell Tate (#17)
    TE Will Kacmarek (#89) / Gee Scott Jr. (#88)
    OL (v.l.) Donovan Jackson (#74), Luke Montgomery (#51), Carson Hinzman (#75), Tegra Tshabola (#77), Josh Fryar (#70)

    Offense Coordinator: Chip Kelly


    Voraussichtliche Starter für Notre Dame
    DL (v.l.) Joshua Burnham (#40) / Junior Tuihalamaka (#44) , Gabriel Rubio (#97), Howard Cross III (#56), RJ Oben (#9)
    LB Jack Kiser (#24), Jaylen Sneed (#3), Drayk Bown (#34)
    DB Leonard Moore (#15), Aaron Shuler (#8), Xavier Watts (#0), Christian Gray (#29) [Nickel: Jordan Clark #1)

    Defense Coordinator: Al Golden


    In diesem Duell wird wahrscheinlich das Match entschieden. Die Buckeyes Offense war über weite Strecken der Playoffs unaufhaltsam, während die Defense der Irish dafür sorgte, dass man in wichtigen Momenten der eigenen Angriffsreihe den Ball in aussichtsreichster Position servierte, so ja auch gegen Penn State. Schlüsselspieler hierfür sind bei Notre Dame Edge Rusher Tuihalamaka, DT Howard Cross und vor allem Safety Xavier Watts, der in der meist Cover-1 gespielten Defense den Abräumer gibt und gegnerische QBs mit Interceptions in entscheidenden Momenten den Nerv raubt. Das heißt für Will Howard vor allem eins: Ballkontrolle. Denn wenn die Buckeyes eins nicht brauchen, dann sind es Turnover. Selbst ein Punt wäre nicht so problematisch, da die Offense der Irish zwar solide ist, aber lange nicht so explosiv und gefährlich. Howard muss also gezwungene Würfe vermeiden (einer gegen Texas führte ja prompt zur INT) und das nutzen, was Notre Dame ihm anbietet. Also wohl vor allem Pässe über die kürzere und mittleren Distanzen. Spannend wird zu sehen sein, wie Notre Dame mit Jeremiah Smith verfahren wird, denn einen echten Shutdown CB haben die Irish nicht oder nicht mehr, nachdem ihr bester Cover-Corner Benjamin Morrison schon länger ausfällt. Eine mögliche Doppeldeckung mit Watts im Duo wäre eine Möglichkeit. Texas nahm Smith vor allem mit Barron und einer hinteren Absicherung fast komplett aus der Partie, aber ich bezweifle sehr, dass Notre Dame diese Taktik wählt, zumal Golden seine aggressive Defense nicht aufgeben will. Sollten aber die Bälle zu oft über die Köpfe der Backs fliegen, muss er wohl oder übel auf Zone umstellen. Zone ist vielleicht die Achilles-Ferse der Buckeyes Offense, aber es wäre eine komplette Umkehr von dem, was Golden normalerweise spielen lässt.

    Klar ist: Die Irish wird versuchen Kelly und seiner Offense ihr Spiel aufzuzwingen - sprich ihn dazu verleiten lieber den Ball an Henderson oder Judkins zu geben, als die Pass-Defense zu testen. So hat Michigan die Buckeyes in die Knie gezwungen. Wenn Kelly Egbuka, Smith und auch Tate und Scott allerdings früh einzusetzen vermag und vor allem die O-Line Howard genug Zeit gibt, dann könnte es auch eine deutliche Sache für die Buckeyes werden, weil die Irish nicht die Waffen haben, um einen Shootout mitzugehen. Die Tiefe der D-Line vs. eine nach wie vor angeschlagene (und eben alles andere als tiefe) O-Line könnte allerdings dafür sorgen, dass Howard einiges an Druck verspüren wird. Und wenn der Irish ein frühes Turnover gelingt, dann könnte es genauso kommen, wie gegen Michigan, als Howard deutlich verunsichert wirkte. Hier kommen die beiden RBs ins Spiel, die beide exzellent in Form sind. Judkins ist mehr der Typ "ab durch die Mitte", aber man sollte seine Schnelligkeit nicht unterschätzen. Henderson dagegen ist der Breakaway-RB, der jeden Ballbesitz zu einem TD-Run vollenden kann. Wenn die Irish es nicht schaffen, das Running Game halbwegs in den Griff zu bekommen (und gegen Penn State sah das vor allem in der ersten Hälfte wirlich problematisch aus), dann kann es eine extrem lange Nacht für die Goldhelme werden.


    OFFENSE IRISH vs. DEFENSE BUCKEYES

    Voraussichtliche Starter für Notre Dame:
    QB Riley Leonard (#13) / Back-up: Steve Angelli (#18)
    RB Jeremiyah Love (#4) / Jadarian Price (#24)
    WR Jaden Greathouse (#1), Kris Mitchell (#10), Beau Collins (#5) / Jordan Faison (#6)
    TE Mitchell Evans (#88)
    OL (v.l.) Tosh Baker (#79) / Charles Jagusah (#56), Billy Schrauth (74), Pat Coogan (#78), Rocco Spindler (#50), Aamil Wagner (#59) / Guerby Lambert (#76)

    Offense Coordinator: Mike Denbrock

    Voraussichtliche Starter für Ohio State:
    DL (v.l.) J.T. Tuimoloau (#44), Tyleik Williams (#91), Ty Hamilton (#58), Jack Sawyer (#33)
    LB Sonny Styles (#6), Cody Simon (#0)
    DB Davison Igbinosun (#1), Jordan Hancock (#7), Caleb Downs (#2), Lathan Ransom (#8), Denzel Burke (#10)

    Defensive Coordinator: Jim Knowles


    Was kann die Offense der Irish gegen eine der besten Defenses überhaupt ausrichten? Mike Denbrock wird vor allem versuchen das Laufspiel zu etablieren und dazu hat er mit Love, Price und natürlich QB Leonard gleich 3 Spieler zur Verfügung die wichtige Yards machen können. Vor allem Leonards Fähigkeiten harte Yards zu erarbeiten könnte von entscheidender Bedeutung sein. Ich wäre nicht überrascht, wenn Jim Knowles seinen besten Mann, Safety Caleb Downs, als eine Art Sonderspion einsetzen würde, gerade bei entscheidenden 3rd und evtl vierten Versuchen. Downs ist ein unglaublich athletischer Safety mit einem großartigen Spielverständnis und schneller Entscheidungsfreude und kann so Plays im Ansatz ersticken, oder sie zum scheitern verurteilen (siehe z.B. das 2nd Down & Goal gegen Texas, als er so schnell am Block vorbeischoss, dass Wisner nichts übrig blieb, als den weiten Weg zu machen und prompt entscheidende Yards verlor). Inside sind die Buckeyes mit Williams und Hamilton gut aufgestellt und sollten nicht allzuviele Yards auf dem Boden abgeben. Notre Dame hofft derweil auf die Rückkehr von LT Charles Jagusah, der sich im Training Camp einen Brustmuskelriss zuzog und zum allerersten Mal diese Saison auflaufen könnte. Falls er nicht rechtzeitig fit wurde, muss wohl Tosh Baker die wichtige Position übernehmen, da sich der etatmäßige LT während der Saison Anthonie Knapp gegen Penn State einen High Ankle Sprain zuzog. Auf jeden Fall werden Sawyer, Tuimoloau und LB Simon, den Knowles gerne auf den Blitz schickt, testen, wie sich die neuformierte Line präsentiert.

    Im Passspiel sind vor allem Jaden Greathouse und Jordan Faison die wichtigsten Spieler in den Playoffs geworden und natürlich wie es sich für ein Notre Dame-Team gehört der TE, in dem Fall Mitchell Evans. Leonard ist nicht der akkurateste Passer und neigt vor allem unter Druck auch schon mal zu deutlich überworfenen oder schlecht getimten Bällen, daher wird Dembrock vor allem versuchen das Laufspiel als erstes und dann darauf den Pass zu etablieren. Und falls Leonards Ineffiktivität doch zu groß sein sollte, kann man auch Back-up Agnelli für ein oder zwei Drives ins Feuer werfen. Agnelli war es, der gegen Penn State kurz vor der Pause den ersten echten Scoring Drive zu Stande brachte - er ist der klar bessere Pocket Passer und wird den Ball schneller los als Leonard. Möglicher Schwachpunkt in der Buckeyes D ist eventuell CB Igbunison der ein bisschen zu viele Flags gegen sich verursacht. Und die Ref-Crew (dazu später mehr) wirft sehr gerne Flaggen.

    Und dann ist da noch die Redzone bzw. Goalline Defense der Buckeyes. Wie nicht nur Quinn Ewers und vor ihm schon Drew Allar und Penn State erfahren musste, ist es eins, in die Nähe der Endzone zu kommen, aber etwas anderes diese dann auch in 7 Punkte umzumünzen. Gerade an der Goalline sind die Buckeyes extrem schwer zu überwinden. Auf der anderen Seite haben die Irish aber auch eine wirklich gute Goalline Offense mit einer 90%-Erfolgsquote in Goal-To-Go Situationen, vor allem dank Leonard als zusätzlichen Läufer.

    Jedenfalls sehe ich auf dieser Seite des Balles die Vorteile deutlicher bei den Buckeyes, vor allem, wenn Leonard gezwungen wird zu werfen und das Laufspiel nicht so zur Entfaltung kommt, wie es sich Denbrock wünscht.


    SPECIAL TEAMS

    Notre Dame
    K Mitch Jeter (#98)
    P James Rendell (#16)
    KR Jayden Harrison (#2)
    PR Max Hurleman (#37)

    Special Teams Coach: Marty Biagi

    Ohio State
    K Jayden Fielding (#38)
    P Joe McGuire (#42)
    KR Brandon Inniss (#11)
    PR Emeka Egbuka (#2)

    Special Teams Coach: Matt Guirerri / James Laurinaitis

    Während ich bei Defense und Offense Vorteile für die Buckeyes sehe, ist die große Chance für die Irish vor allem in den Special Teams zu finden. Wie wichtig die sind, zeigten sie ja im Spiel gegen Georgia als Jayden Harrison den Kickoff zur zweiten Halbzeit 98 Yard in die Endzone trug. Dazu hat Kicker Mitch Jeter nach überstandener Hüftverletzung wieder zur Sicherheit gefunden und alle Kicks in den Playoffs sicher verwandelt. Auf der anderen Seite haben die Buckeyes nicht mal einen eigentlichen Special Teams Coach. Safeties-Coach Matt Guirerri und LB-Coach James Laurinaitis sind für die Units verantwortlich und Kicker Jayden Fielding erlebte sein persönliches Waterloo gegen Michigan. Wieviel Vertrauen Ryan Day in ihn hat, gerade wenn es Spitz auf Knopf gehen sollte, ist völlig offen.


    SONSTIGES:

    Head Official Steve Marlowe (SEC)

    Marlowe und seine Crew waren schon für das Fiesta Bowl-Quarterfinal zwischen Boise State und Penn State verantwortlich und machten dort nicht immer einen sicheren Eindruck. Es flogen zwar viele Flags, aber einige klare Fouls wurden auch übersehen. Man kann nur hoffen, dass sich die Crew im Finale deutlich steigert und es keine bösen Überraschungen für eine der beiden Teams gibt.


    Stadion: Mercedes-Benz Stadium in Atlanta, GA

    Beide Teams dürften ihre Fans mitbringen, wobei die Irish möglicherweise hier einen kleinen Vorteil genießen aufgrund der weiteren Verbreitung der Fans. Dennoch sollte es insgesamt keine großen Beeinflussungen für eines der beiden Teams geben und beide Fanlager werden gleichermaßen ihre Teams anfeuern. Das Stadion ist überdacht, Wetter spielt also ebenfalls keine Rolle und sollte vor allem den Kickern zu Gute kommen.

    Es ist also alles angerichtet für ein hoffentlich packendes Endspiel. Notre Dame feierte zuletzt 1988 einen Titel, es war ihr insgesamt 11. Die Buckeyes haben derer erst 8, dafür ist ihr Letzter noch nicht allzulange her: Vor 10 Jahren gewann man schon einmal ein Endspiel, damals war es das erste der Vierteam-Playoffs. Es wäre also irgendwie eine Wiederholung der Ereignisse, sollte man auch die erste 12-Team Version der Playoffs für sich entscheiden.

  • Hab dein Preview gerade erst gelesen, nach dem ich mir die ESPN Highlights angeschaut habe.

    Passt, kam fast alles so wie du es vorhergesehen hattest… 👊🏻

    Wenigstens kam im Schlussviertel nochmals so was wie Spannung auf, aber Ohio doch zu dominant und die Irish eben doch zu limitiert mit ihrem Laufspiel.

  • Die Ohio State Buckeyes sind der CFB-National-Champion 2024. Damit haben wir Back-to-Back Rivals als Champ zum erstenmal seit 2011/12 (Auburn/Alabama) und das erste Mal Back-to-Back-B1G-Champs seit den 60ern.

    Ohio State hat damit in drei aufeinanderfolgenden Jahrze

    hnten in den 2000ern Tital zu feiern: 2002, 2012 und jetzt 2024. Insgesamt war es der 9. Titel und der erste von Ryan Day, der damit neben Dabo Swinney und Kirby Smart der dritte aktive Head Coach in der FBS mit Championship ist.

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    Die finale Top 25 der AP ist auch raußen:

    Zitat
    1. Ohio St. (56)14-2
    2. Notre Dame14-2
    3. Oregon13-1
    4. Texas13-3
    5. Penn St.13-3
    6. Georgia11-3
    7. Arizona St.11-3
    8. Boise St.12-2
    9. Tennessee10-3
    10. Indiana11-2
    11. Mississippi10-3
    12. SMU11-3
    13. BYU11-2
    14. Clemson10-4
    15. Iowa St.11-3
    16. Illinois10-3
    17. Alabama9-4
    18. Miami10-3
    19. South Carolina9-4
    20. Syracuse10-3
    21. Army12-2
    22. Missouri10-3
    23. UNLV11-3
    24. Memphis11-2
    25. Colorado9-4

    Es war eine denkwürdige Saison für viele Teams, neben Ohio State vor allem sind hier Arizona State, Boise State, Indiana, SMU, Army und UNLV zu nennen. Für die ansonsten so erfolgsverwöhnte SEC war es dagegen eine ziemlich schlechte, mit Neuling Texas auf 4. und den etablierten Mannschaften auf 6., 9., 11., 17,, 19. und 22. In der Masse durchaus ok, aber es fehlte eben die Klasse ganz vorne. Ob das ein Wachwechsel war oder nur ein vorübergehendes Bild, wird sich zeigen.

    Notre Dame, BYU, Miami und Colorado haben sich zurückgemeldet. Mit allen vieren ist in den nächsten Jahren wieder zu rechnen.

    Nächstes Jahr müssen viele der Top Teams dieses Jahr mit neuem QB den nächsten Anlauf starten: Ohio State, Notre Dame, Oregon, Texas, Georgia und Indiana bekommen alle einen anderen Signal-Caller, wobei natürlich der Blick vor allem nach Texas geht, wo endlich die Ära Arch Manning beginnt.

    Das war's also mit der Saison 2024/25. Glückwunsch an Ohio State und Ryan Day!