NCAA Football Season 2025

  • was hast du davon einen Mitleidsbowl mit deinen Backups gegen andere Backups zu spielen, die das gar nicht wollen.

    Die Aussage zeigt ziemlich deutlich wie sich College Football in den letzten Jahren verändert hat. Gibt nicht mehr genug Geld und Stolz/Ehre zählen nicht mehr, also lassen wir es sein. Schade dass das auch bei den eigentlich sehr traditionsbewussten Fighting Irish so direkt gezeigt wird (wobei das ja leider für die meisten "großen Programme" mittlerweile so ist.

    Gruß trosty

  • Die Aussage zeigt ziemlich deutlich wie sich College Football in den letzten Jahren verändert hat. Gibt nicht mehr genug Geld und Stolz/Ehre zählen nicht mehr, also lassen wir es sein. Schade dass das auch bei den eigentlich sehr traditionsbewussten Fighting Irish so direkt gezeigt wird (wobei das ja leider für die meisten "großen Programme" mittlerweile so ist.

    Das ist natürlich traurig aber am Ende auch nur Business.

    Wie ich schon schrieb, der alte traditionelle College Football ist Geschichte.

    Wir haben die Zeit von Portal, NIL und Coaches die während der Saison Playoff Contender verlassen. Das muss man nicht mögen, aber es ist so es leider nunmal.

    Traditionalisten werden abgehängt siehe Sweeney mit seiner ursprünglichen Non-Portal Strategie.

    GO Irish!

  • Das System wie im College Football enschieden wird, welche Teams das Finale bestreiten war noch nie besonders fair. Als ich zum Football kam, gab es ja oft die Situation, das die zwei oder manchmal sogar drei Teams, die für den Titel in Frage kamen, in verschiedenen bowl games spielten und die Journalisten/Coaches entschieden welche performance in diesen Spielen am "titelwürdigsten" war.

    Der Zwischenschritt, dass die ersten vier Teams im CFP Ranking ein Semifinale bestritten, zog in der Regel hauptsächlich die Diskussion über die Rechtmäßigkeit der Plätze vier, fünf und sechs nach sich. Da dies immer wieder auf argen Unmut stieß, versuchte man das ganze auf eine sportlich breitere Grundlage zu stellen, was von Anfang an aber die gleichen Probleme wie das vorherige System mit sich brachte.

    So sollte also das jetzige System von 12 Play Off Teams, mehr sportliche Basis schaffen (und natürlich nebenbei für mehr TV-Einnahmen sorgen); aber das ganze ist so undurchsichtig wie Londoner Nebel.

    Die früheren Entscheidungskriterien mögen willkürlicher gewesen sein, man konnte sie aber zumindest von der Vorgehensweise verstehen. Dieses 12-Team-Play Off System ist für mich ziemlich undurchsichtig und so verlassse ich mich nur auf die Play Off Shows der großen networks, die mir mitteilen wer gegen wen und warum im 12er-Feld auftaucht.

    Für die Diskussion um Miami und Notre Dame ist natürlich ausschließlich das play off Komitee verantwortlich. Weder Miami noch Notre Dame waren am Championship Wochenende in die Spiele involviert. Und trotzdem tauschten die "Juroren" ohne ersichtlichen Grund die beiden Colleges auf ihren Plätzen. Man hätte diesen Tausch spätestens am vergangenen Dienstag vornehmen müssen. Wenn man schon den Sieg der Canes im ersten Saisonspiel gegen die Irish mitbewerten wollte, hätte man argumentieren können, dass der klare Sieg von Miami gegen das gerankte Team von Pittsburgh höher zu bewerten sei, als der klare Erfolg von Notre Dame gegen das schwache Stanford. Mit dem change nach DIESEM Spieltag entsteht jetzt ganz natürlich der Eindruck von Willkür. Das ist das letzte was das sportlich fragile Play Off System im College Football brauchen kann.

    Die Entscheidung von Notre Dame keine Einladung in ein bowl game anzunehmen, ist diskutabel. Man kann es als Zeichen gegen die o.g. Willkür und als konsequent ansehen. Man kann darin aber auch das beleidigte Schmollen einer immer sehr elitär und manchmal sogar arrogant auftretenden Universität sehen.

    Sportlich hätten es die Irish wohl etwas mehr verdient gehabt, in den play offs zu stehen, als Miami oder Alabama. Zu dominant waren ihre zehn Siege in Folge nach den beiden Niederlagen in den ersten beiden Spielen.

    Ein Kommentator meinte dazu im Internet: "Schuld sind die Irish aber auch selbst. Sie haben sich seit jahrzehnten geweigert einer Conference anzugehören. Wenn sie zu Ende der Saison noch ein zusätzliches statement setzen wollen, müssen sie halt in einem Conference-Finale antreten Sportlich hätten sie es in dieser Saison zumindest in das Endspiel JEDER Conference geschafft!"

    College Champion 1984: Brigham Young Cougars – Unbeaten & Untied.

  • Das Menschen andere Entscheidungen treffen als man selbst treffen würde, ist nun mal so im Leben und normal. Muss man dann akzeptieren.

    Was man aber nicht akzeptieren sollte, ist die offensichtliche und gewollte Manipulation die man vorgenommen hat um am Ende das zu haben was man wollte.

    - Alabama drin und ACC drin.

    BIn mir 100% sicher (beweisen kann man es natürlich nicht) das wenn Virigina gegen Duke gewonnen hätte, Notre Dame an 9 und Alabama an 10 drin gewesen wären.

    Man kann nicht 5 Wochen ein Team teilweise deutlich (bis zu 8 Plätzen) hinter einem anderen ranken, um dann in der 6. Woche wenn beide nicht spielen zu sagen, ach jetzt ist alles anders.

    Man muss sich ja nur mal die Polls anschauen in allen ist ND vor Miami und Miami vor Alabama, nur die Clownsbrigade meint es besser zu wissen, bzw. es ist in ihrem Interresse und dem Ihrer Conferences, das es am Ende anders kommt, also hat man letzte Woche mit dem hochstufen von Alabama schon mal sicher gestellt das die dabei sind, auch wenn sie im SEC CCG vorgeführt wurden und damit auch die Möglichkeit geschaffen die ACC durch die Hintertür reinzubringen.

    Für was braucht man eigentlich diese Clownsbrigade, es gibt genügend andere Möglichkeiten als die Absprach in irgendwelchen Hinterzimmern um zu entscheiden wer rein kommt und wer nicht. Vor allem die meisten Mitglieder sind AD und haben von Football sportlich teilweise überhaupt keinen Plan.

    ESPN ist auch ein absoluter Clownsverein, da wird 2 Wochen lang wie wild getrommelt das Miami vor ND sein müsste um dann genau das hinterher zu kritisieren. Ich bin erstmal raus, werde mir kein einziges Spiel dieser Shitshow anschauen auch keinen einzigen der Bowls die die Clownsbrigade absolut wertlos gemacht haben, bleibt viel mehr Zeit für vernünftige Dinge in der Weihnachtszeit.

  • Die Mauschelei ist doch beim March Madness genauso und die Unzufriedenheit, wenn man es knapp nicht rein geschafft hat auch die gleiche. Am Ende gibt es kein "faires" System, außer man lässt alle teilnehmen.


    Andere Möglichkeit wäre, dass es eine feste Platzverteilung gibt, die auf jede Conference abgestimmt ist und die "kleineren" G5 spielen halt eine Play-In-Runde um die letzten 2 bis 3 Plätze aus. Und die Conferences bestimmen selbst, wäre dann daran teilnimmt und ob dr Conference-Sieger automatisch dabei ist.

    "Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt ... Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen." - Arthur Schopenhauer

  • Es ist doch bezeichnend dass wir hier alle mit unseren unterschiedlichen Standpunkten bei einem uns absolut einig sind: das "alte" College Football ist tot. Ich bin wirklich mit mir am hadern ob ich das in Zukunft noch sehen will. Auch wenn es mir im Herzen weh tut. Aber ich hab es letztens in einem anderen Thread geschrieben. Alles hat seine Zeit und man muss erkennen wann diese vorbei ist...

    Gruß TheDude

  • Man darf auch gespannt sein, wie es jetzt mit den Bowl Games weitergeht. Wenn es nun Mode wird, dass P4 Teams absagen, bricht das ohnehin völlig überdehnte Bowl System ganz schnell zusammen. Da geht es ja auch noch um einigermaßen viel Geld.

    Mal zum Vergleich: 1990 gab es insgesamt nur 19 Bowl Games. Allein die Playoffs bestehen heute aus 11 Spielen, insgesamt sind es 46 Postseason-Spiele, wenn ich mich nicht verzählt habe.

    PS: Es gibt weitere Absagen

    Kansas, FSU, UCF, Auburn, Temple,...

    Einmal editiert, zuletzt von AlexSmith (8. Dezember 2025 um 12:34)

  • Man darf auch gespannt sein, wie es jetzt mit den Bowl Games weitergeht. Wenn es nun Mode wird, dass P4 Teams absagen, bricht das ohnehin völlig überdehnte Bowl System ganz schnell zusammen. Da geht es ja auch noch um einigermaßen viel Geld.

    Mal zum Vergleich: 1990 gab es insgesamt nur 19 Bowl Games. Allein die Playoffs bestehen heute aus 11 Spielen, insgesamt sind es 46 Postseason-Spiele, wenn ich mich nicht verzählt habe.

    PS: Es gibt weitere Absagen

    Kansas, FSU, UCF, Auburn, Temple,...

    Hab die Woche auch von 46 Bowl Spielen insgesamt gelesen, dass heißt es würden 92 der136 FBS Div1 Programme in einem Bowl spielen können.
    Großartig, dass heißt du musst nicht mal mehr 50% deiner Spiele gewinnen um ein Bowl zu spielen.

    GO Irish!

  • Hab die Woche auch von 46 Bowl Spielen insgesamt gelesen, dass heißt es würden 92 der136 FBS Div1 Programme in einem Bowl spielen können.
    Großartig, dass heißt du musst nicht mal mehr 50% deiner Spiele gewinnen um ein Bowl zu spielen.

    Bei den 47 Postseason-Spielen sind die Playoffs ja enthalten, in denen mehrere Programs mehrfach spielen, sowie ein FCS-Bowl. Insgesamt spielen drei Teams mit negativer Bilanz dieses Jahr einen Bowl (Rice, App State und Mississippi State). Das hätte nicht sein müssen, denn es gab die nötige Zahl an Teams mit mindestens ausgeglichener Bilanz, bis dann drei die Einladung abgelehnt haben, zwei Programs verlieren ihren Coach (Iowa State und Kansas State, denen die Big12 eine halbe Million Strafe für die Ablehnung aufdrückt), das dritte ist Notre Dame.

    Beverly Hills 90210, Cleveland Browns 3

  • Vielleicht sollte man einfach nur noch Playoffs mit 20 oder 36 Teilnehmern spielen.

    Die G6 Champions und die 2 am schlechtesten gerankten P4 Teams spielen die letzten 4 Teilnehmer in der 1. Runde aus und ab dem Viertel- bzw. Achtelfinale müssen alle ran.

  • Bei den 47 Postseason-Spielen sind die Playoffs ja enthalten, in denen mehrere Programs mehrfach spielen, sowie ein FCS-Bowl. Insgesamt spielen drei Teams mit negativer Bilanz dieses Jahr einen Bowl (Rice, App State und Mississippi State). Das hätte nicht sein müssen, denn es gab die nötige Zahl an Teams mit mindestens ausgeglichener Bilanz, bis dann drei die Einladung abgelehnt haben, zwei Programs verlieren ihren Coach (Iowa State und Kansas State, denen die Big12 eine halbe Million Strafe für die Ablehnung aufdrückt), das dritte ist Notre Dame.

    Stimmt, Denkfehler, hab Dank!

    GO Irish!

  • Wie kann man so eine gequirlte Scheiße von sich geben, ohne das man anfängt zu lachen?

    How the CFP committee landed on putting Miami ahead of Notre Dame - ESPN Video
    College Football Playoff selection committee chair Hunter Yurachek discusses the decision to put Miami in the College Football Playoff over Notre Dame.
    www.espn.com

    Ab Minute 3:00

    In last week Ranking we thought Notre Dame was better than BYU and deserved to be ranked highger than BYU and in fact BYU deserved to ranked higher than Miami

    Aha und nun ist Miami, welches schlechter als BYU ist das wiederum schlechter als Notre Dame ist, besser als Notre Dame :jeck::jeck::jeck::jeck::jeck:


    Code
     
  • PS: Ich finde es falsch dass ND nicht in den Playoffs ist nachdem sie letzte Woche vor Miami waren. Aber die Reaktion ist einfach lächerlich.

    Ich bin ja meistens Deiner Meinung, aber was ist daran bitte lächerlich? Notre Dame wird komplett verarscht und soll dazu freundlich lächeln?

    Nur mal zur Erinnerung: Die Irish haben 2 Spiele verloren. Es waren die ersten beiden Spiele (= relativ geringere Bedeutung). Es waren Spiele gegen gerankte Gegner (=quality losses). Beide Niederlagen zusammen waren mit insgesamt 4 Punkten (=doppelte quality losses). Danach haben sie alle 10 Spiele gewonnen, eines (gegen #16 USC) mit "nur" 10 Punkten, eines gegen Boston College mit 15 und alle anderen mit 21 bis 63 Punkten Differenz. Man kann sicher darüber diskutieren, ob sie vor einigen one-loss-teams stehen sollten oder nicht. Aber alles hat seine Grenzen. Als ich gelesen habe, dass Notre Dame nicht in den Playoffs ist, war ich erst einmal einige Minuten sprach- und fassungslos. Im Grunde kann ich es immer noch nicht glauben.

    Dass die Entscheidung zudem völlig inkonsistent ist, darüber dürfte wohl Einigkeit bestehen. Notre Dame war nach Woche 11 auf #10 (Zum Vergleich: Oklahoma war auf #12, Miami auf #18). Seither haben sie noch zweimal klar gewonnen. Letzte Woche zog Alabama mit einem Zittersieg gegen Auburn an Notre Dame vorbei, die - wenn auch "nur" gegen Stanford - mit 29 Punkten gewonnen hatten. Schon das war absurd. Jetzt verliert Alabama mit 21 - wenn auch gegen Georgia - und bleibt auf Rang 9. Das Highlight ist dann der Platzwechsel mit Miami von der vorletzten zur letzten Woche, obwohl beide Teams spielfrei waren.

    Ich hätte volles Verständnis, wenn sie eine Bowl-Einladung dennoch akzeptiert hätten. Das bringt der Uni Geld. Für die Spieler ist ein Bowlgame eine tolle Erfahrung. Um so mehr Respekt habe ich für diese Entscheidung. Da zeigt endlich mal jemand Rückgrat.

    3 Mal editiert, zuletzt von Chief (8. Dezember 2025 um 15:49)

  • Aber der Rest des Schedules war ja auch nicht gerade berauschend üfr ND. Die Wins gegen gerankte Teams (20 USC, 22 Pitt) hatten kaum Auswirkungen schon während der Saison. Alabama sehe ich da klar vor ND. Bei Miami kann man sich streiten, aber die haben aber auch das direkte Duell gegen ND gewonnen, und sind nur 3. in der Conference. ND kann ja gern der ACC beitreten.

    "Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt ... Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen." - Arthur Schopenhauer

  • Aber der Rest des Schedules war ja auch nicht gerade berauschend üfr ND. Die Wins gegen gerankte Teams (20 USC, 22 Pitt) hatten kaum Auswirkungen schon während der Saison. Alabama sehe ich da klar vor ND. Bei Miami kann man sich streiten, aber die haben aber auch das direkte Duell gegen ND gewonnen, und sind nur 3. in der Conference. ND kann ja gern der ACC beitreten.

    Ich glaube du willst den Punkt nicht verstehen, es geht nicht darum ob man das so sieht (kann man so sehen, viele sehen es anders) es geht darum wie das ganze hingebogen wurde, nachdem die Clownsbrigade das wochenlang selbst anders gesehen hat. Hier wurde nicht nach sportlichen sondern nach sportpolitischen Kriterien entschieden und das ganze bewußt so eingefädelt.

  • Hier wurde nicht nach sportlichen sondern nach sportpolitischen Kriterien entschieden und das ganze bewußt so eingefädelt.

    Das ist jetzt nicht gehässig gemeint, nur zur Erklärung, aber was verstehst du unter "sportpolitisch"? Ist mit nicht so ganz klar.

    College Champion 1984: Brigham Young Cougars – Unbeaten & Untied.

  • Mal zum Vergleich: 1990 gab es insgesamt nur 19 Bowl Games. Allein die Playoffs bestehen heute aus 11 Spielen, insgesamt sind es 46 Postseason-Spiele, wenn ich mich nicht verzählt habe.

    In meiner ersten bewusst erlebten Saison (1980/81) waren es sogar nur 15. Als mit dem deutschen Sport und seinen Ligen Aufgewachsener, fand ich diese Idee von quasi einer "Belohnung" für eine gute Saison in Form eines zusätzlichen Spiels immer irgendwie...charmant. Mir fällt kein besseres Wort ein.

    Das Kommerzdenken, was vor allem Werbung und TV-Gelder betrifft, sorgte hier für eine Inflation der bowl games. In der Gegenwart sind es soviele, dass es eben keine besondere Auszeichnung darstellt in einem bowl game aufzutreten. An sich ist es eher anders herum. Heutzutage ist es mehr eine Herabsetzung NICHT bowl eligible zu sein. Anfang der 80er Jahre musste man in den meisten Fällen schon acht von elf Spielen gewinnen um die Auszeichnung in ein bowl game eingeladen zu werden zu bekommen. Heute reicht es wenn man wenigstens nicht mehr Niederlagen als Siege hat.

    Die immer weiter wachsende Anzahl an bowl games entwertete leider die bowl games allgemein und die NCAA sowie die TV-Anstalten sägten sich damit selbst den Ast ab, auf dem sie saßen. Das Interesse der Öffentlichkeit an der bowl season schrumpfte immer mehr. Zu meiner Anfangszeit im American Football, war das hinter dem Super Bowl und denn NFL Play Offs die zweitwichtigste Zeit im Sport Nr.1 in den USA. Diese Zeiten sind schon lange vergangen.

    Seit dem Semifinale im College Football waren die restlichen bowl games eh nur noch Staffage. Kaum jemand interessierte sich noch wer die Independence, Holiday oder Gator Bowl gewinnen würde. Alles lechzte nur noch nach zwei der großen Bowls, nämlich die beiden, die die Semifinals ausrichten durften. Naja und das daraus resultierende Championship Game.

    Seit dem 12-Team Play Off sind ja sogar die Championship Games in den Conferences von der Wichtigkeit her auf dem absteigenden Ast. Ja, freilich, wer gewinnt die Big 10 oder die SEC? Aber wichtig ist dabei an sich nur die Frage: Wie wirkt sich das auf das ranking im 12er-Set aus?

    College Football steht mit seinen Traditionen und Emotionen bei mir immer noch ein bisschen über der NFL, aber die Verantwortlichen tun alles um einen den Spass an diesem Sport zu vermiesen. Und dabei habe ich über den herrschenden open market und dem Hin- und Herwechseln von Spielern zwischen den Universitäten nicht mal ein einziges Wort verloren. :wink2:

    College Champion 1984: Brigham Young Cougars – Unbeaten & Untied.

  • Das ist jetzt nicht gehässig gemeint, nur zur Erklärung, aber was verstehst du unter "sportpolitisch"? Ist mit nicht so ganz klar.

    SEC, ESPN, BIG10 mit freundlicher Unterstützung der ACC , die ihre Pfründe verteidigen wollen.

    Das hier fasst es eigentlich ganz gut zusammen:

    https://x.com/ghosted_machine/status/1997914636654420409

  • Disastermaster

    Hmmm, bin (Gott sei dank :thumbsup:) kein Mitglied bei "X". Kann den Artikel nicht abrufen.

    Aber wenn ich das richtig interpretiere meinst du dass die großen Conferences das play off committee "manipulieren" um möglichst vieler IHRER Teams in die play offs zu bekommen. Verstehe ich das richtig?

    College Champion 1984: Brigham Young Cougars – Unbeaten & Untied.

  • Disastermaster

    Hmmm, bin (Gott sei dank :thumbsup:) kein Mitglied bei "X". Kann den Artikel nicht abrufen.

    Aber wenn ich das richtig interpretiere meinst du dass die großen Conferences das play off committee "manipulieren" um möglichst vieler IHRER Teams in die play offs zu bekommen. Verstehe ich das richtig?

    Ich auch nicht, aber lesen kann man es ohne angemeldet zu sein :)

    Deine Interpretation ist richtig, die Hälfte der Clownsbirgade besteht aus Big10 und SEC (dierekt und indirekt) und es sind meistens Athletic Director. Als AD sind sie auch für die Finanzen der Programme verantortlich und je mehr Teams aus der Conference desto mehr Geld gibt es für ihr Programm. Ein Schelm der böses denkt :hinterha:

  • Ich denke, dass wir uns inzwischen ziemlich alle darin einig sind, dass das am Sonntag mies gelaufen ist und nun die Fehler im System angegangen werden müssen.

    Dass Notre Dame nicht zu den 12 Playoff-Teams gehört, bleibt für mich eine Schande. In den Playoffs sollten grundsätzlich die 12 besten gerankten Teams gegeneinander spielen. Wenn es überproportional viele SEC-Teams sind, dann ist es halt so.

    Als Erstes würde ich die automatische Qualifikation der Sieger von American Conference und Sun Belt Conference abschaffen. Deren Einbindung ist sicher gut gemeint, führt aber zu dem Ergebnis, das wir nun haben.

    Vielleicht könnte man diese beiden Teams in einem irgendwie aufgewerteten Bowl-Game gegeneinander antreten lassen.

    Oder man lässt sie - quasi als Kompromiss - den finalen Starterplatz im 12er Playoff-Feld ausspielen, parallel zu den Conference-Finals. Notre Dame hätte ein solches Modell dieses Jahr geholfen.

  • Als Erstes würde ich die automatische Qualifikation der Sieger von American Conference und Sun Belt Conference abschaffen. Deren Einbindung ist sicher gut gemeint, führt aber zu dem Ergebnis, das wir nun haben.

    An dem Stinker dieses Jahr ist aber die ACC schuldig weil sie keinen gerankten Champion hatte :madness .

    Ursprünglich waren das ja die Champs der Power 5, nun halt Power 4 plus einer der Group of 6. Geht also in die Richtung deines Vorschlages außer dass die ACC halt auf dem Weg ist ne Power 3 draus zu machen und in die Group of 7 wechselt :hinterha: .

    Wäre übrigens ne Chance für ND, gibt zwar weniger TV Gelder wenn sie der ACC beitreten, aber da sollten sie als Conference Champ dann quasi fürs CFP gesetzt sein :tongue2: .

    Gruß trosty

  • An dem Stinker dieses Jahr ist aber die ACC schuldig weil sie keinen getränkten Champion hatte :madness .

    Ursprünglich waren das ja die Champs der Power 5, nun halt Power 4 plus einer der Group of 6. Geht also in die Richtung deines Vorschlages außer dass die ACC halt auf dem Weg ist ne Power 3 draus zu machen und in die Group of 7 wechselt :hinterha: .

    Wäre übrigens ne Chance für ND, gibt zwar weniger TV Gelder wenn sie der ACC beitreten, aber da sollten sie als Conference Champ dann quasi fürs CFP gesetzt sein :tongue2: .

    Da müssten sie ja erstmal an Duke vorbeikommen. :hinterha:

    "Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt ... Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen." - Arthur Schopenhauer

  • An dem Stinker dieses Jahr ist aber die ACC schuldig weil sie keinen gerankten Champion hatte :madness .

    Ursprünglich waren das ja die Champs der Power 5, nun halt Power 4 plus einer der Group of 6. Geht also in die Richtung deines Vorschlages außer dass die ACC halt auf dem Weg ist ne Power 3 draus zu machen und in die Group of 7 wechselt :hinterha: .

    Da hast Du natürlich recht, das System ist echt kompliziert. Daher nochmal zur Sicherheit nachgefragt: Wenn Duke (statt JMU aus der Sun Belt) mit seinem 8-5 record als ACC-Champion an #25 gerankt gewesen wäre und Miami aus der ACC (10-2) z.B. an #12, dann wäre trotzdem Duke in den Playoffs dabei gewesen, Miami aber nicht, richtig?

    Dann bleiben für mich nämlich weiterhin die Conference-Finals das Problem. Ich würde stur nach Rankings gehen und die Conference Finals nicht so hoch bewerten wollen. Wenn man nicht hoch genug gerankt ist (bis #12), um in die Playoffs zu kommen, kann man sich ja trotzdem mit dem Titel "Conference Champion" schmücken.

    Einmal editiert, zuletzt von Riggins44 (9. Dezember 2025 um 11:31)