NCAA Football Season 2025

  • Naja, die Sherone Moore Geschichte kann man Michigan relativ schwer anlasten. Bleibt noch das "Signgate", was im Endeffekt ein Nothing-Burger war. Edit: zur Konkretisierung --> Nothingburger im Kontext, dass die Wolverines da keine Vorteile hatten, die andere nicht hatten. Das die Regel gebrochen wurde, bestreite ich natürlich nicht ;)

    Naja die Gerüchte gingen schon seit Wochen durch Twitter und Co., da hätte man früher handeln können.


    Allgemein gabs es jahrelanges Totalversagen vom AD:

    All Michigan Scandals Under Athletic Director Warde Manuel
    Sign stealing, computer hacking, and now Sherrone Moore: these are the scandals that have defined Manuel’s tenure in Ann Arbor.
    frontofficesports.com

    Aber insgesamt verstehe ich dich: gerade das Transfer-Portal muss dringendst (!!!) reguliert werden, aktuell ist das alles der Wilde Westen.

    Steht ausser Frage.


    Bin komplett bei [TheDude] , dass ist jetzt ein Profibetrieb und hat mit der eigenlichen Idee von College Athletes nichts mehr zu tun.

    Vorne weg ich finde NIL gut und dass die Spieler bezahlt werden ist wichtig und richtig, da das Geld da ist! :ja:

    Was daraus jetzt wurde tritt aber sie ziemlich alles mit Füßen was ich am College Football kennen und lieben gelernt habe. Ich habe verfolge den CFB jetzt seit über 20 Jahren, kann also nichts zu den 80er usw. sagen, bzw. nur aus Nacherzählungen, aber das Chaos der letzten Jahren nimmt mir auch den Spaß.
    Jetzt haben wir Spieler mit 7+ Saisonen am College und mit der vermutlichen Änderung auf dass bis 9 Spiele ein Redshirt vergeben werden kann, werden wir 5, 6 oder 7 Jahre im College sogar noch vielöfter sehen.
    Kann man alles gut finden, wir haben jetzt Spieler im College die schon gespielt haben als ihre aktuellen Star-Mitspieler 11 Jahre alt waren (Carson Beck und sein Star-Rookie WR Malachi Toney), ein Indiana WR war Teammate von Trevor Lawrence bei Clemson, der vor 5 Jahren gedraftet wurde. Dass sind haufenweise Spieler die vor 2 oder 3 Jahren ihren Abschluss germacht haben,
    Alles schön und gut, dann macht es doch wie die Japaner mit ihren Firmenteams und presst den Käse nicht nicht unter den Begriff "College Athlete".
    Jeder Vollidiot weiß dass das "pay for play" ist.

    Auch dass ganze gelabert von dem traumhaften Aufstieg von Indiana und Cignette ist unter genauerer Betrachtung nur dass maximale Exploiten der Regeln. Sieht schön aus wenn man gegenüberstellt wieviel weniger talentiert (Rekruting-Sterne) dass Team als seine Gegner ist. Nur funktioniert Leistungssport auch nicht nur mit Talent sondern auch mit Erfahrung und so Sachen wie Muscle-Memory, psychische Belastungsfähigkeit usw., das ist simple Trainingslehre. Ist ja eine schöne Story wenn der soviel weniger talentierte OT von Indiana den Star-Rekrut von Ohio State dominiert, nur hat ersterer in seinem Leben vermutlich zehntausende mehr Reps hinter sind auf dem Level, was ihm einen wesentlich Vorteil bringt. Miami war auch nicht jünger.
    Man muss sich mMn auch Fragen ob es wirklich sinnvoll ist 17 jährige gegen 25 jährige spielen zu lassen. :madness

    Das Portal ist ja noch ein eigener Wahnsinn, da sind sogar massiv viele Walkons, also Spieler die oft null Spielerfahrung am Feld haben plötzlich drin. Gut die Hälfte der Spieler allgemein im Portal wird keinen Rosterspot finden und auch der alte Platz ist natürlich weg. So Sachen wie "Homecoming" wird komplett an Wert verlieren. Und die ganzen Vertragsklagen in Sachen Portal werden uns noch lange verfolgen.
    Ein weiterer Irrsinn hier ist dass jeder Spieler-Manager sein darf, etwas was bei den Pros klar geregelt und geprüft wird. :stupid

    Weiters wird von dem SEC-ESPN Konglomerat jedes Jahr wieder das Ranking, speziell das Pre-Season Ranking auf dem der Rest dann basiert, zusammengeschustert wies gerade passt. :xp:

    Mal schaun ob sich das jetzt mal ändert nach Jahre Versagen der SEC in Sachen NCG.
    Ist aberzumindesr schön anzuschauen, dass die SEC ihr Monopol an der Spitze in dem Moment verloren hat, als man durch die Vordertüre bezahlen konnte.

    GO Irish!

  • Rupi#57 Glaub mir, ich würde mir WArde Manuel auch wegwünschen. Aber was genau an Signgate oder der Matt Weis Geschichte konnte er wirklich beeinflussen? Im Endeffekt sind das "Einzeltäter".

    Aber nochmal: seine Menschenkenntnis ist offensichtlich nicht die Beste und ich hätte ihn auch gerne gefeuert gesehen.


    Zu deinen Takes: du sprichst mir aus der Seele. Ich habs ja schon 1-2mal geschrieben. Mich hat im College (neben der Tradition) immer das Recruiting fasziniert. Aber selbst das ist im derzeitigen System zwar nicht komplett wertlos, aber maximal noch ein nettes Ad-on. Notre Dame hat laut einem Post von dir (was auch stimmen wird) eine Top 3 - Klasse mit 25 (?) Recruits. Wieviele werden wirklich bis zum SChluss bei den Irish spielen? Das nervt einfach ungemein und ich hoffe, dass es endlich ein Ende gibt. Da wünsche ich mir ja fast die alten Tage wieder zurück, wo die Colleges wie Ohio State und Alabama keinen Recruit einen Penny gaben aber halt jeder mit einer Luxuskarre und Luxus-Uhr herumspaziert ist und plötzlich konnten die Eltern auch ein neues Haus kaufen :mrgreen: Nochmals: alles cool, die sollen bezahlt werden. Aber dann soll es auch sowas wie einen Vertrag geben, der die Spieler ans College bindet. Ansonsten kein Money und dafür free-Transfer

  • Rupi#57 Glaub mir, ich würde mir WArde Manuel auch wegwünschen. Aber was genau an Signgate oder der Matt Weis Geschichte konnte er wirklich beeinflussen? Im Endeffekt sind das "Einzeltäter".

    Aber nochmal: seine Menschenkenntnis ist offensichtlich nicht die Beste und ich hätte ihn auch gerne gefeuert gesehen.

    MMn aus der Ferne wärees logisch gewesen, dass man nach dem Signgate einfach den kompletten Footballbereich komplett austauschen hätte müssen. - Was ja nach dem Abgang dies HC auch einigermaßen gut hätte verkaufen können. Da wurde vermutlich zugeschaut und gehofft es wird schon werden.
    Einzelfälle als Erklärung ist mir da zu einfach, für mich wirkt dass auch nach systematischen Versagen und fehlenden Standards im kompletten Athletic Department:


    Zu deinen Takes: du sprichst mir aus der Seele. Ich habs ja schon 1-2mal geschrieben. Mich hat im College (neben der Tradition) immer das Recruiting fasziniert. Aber selbst das ist im derzeitigen System zwar nicht komplett wertlos, aber maximal noch ein nettes Ad-on. Notre Dame hat laut einem Post von dir (was auch stimmen wird) eine Top 3 - Klasse mit 25 (?) Recruits. Wieviele werden wirklich bis zum SChluss bei den Irish spielen? Das nervt einfach ungemein und ich hoffe, dass es endlich ein Ende gibt. Da wünsche ich mir ja fast die alten Tage wieder zurück, wo die Colleges wie Ohio State und Alabama keinen Recruit einen Penny gaben aber halt jeder mit einer Luxuskarre und Luxus-Uhr herumspaziert ist und plötzlich konnten die Eltern auch ein neues Haus kaufen :mrgreen: Nochmals: alles cool, die sollen bezahlt werden. Aber dann soll es auch sowas wie einen Vertrag geben, der die Spieler ans College bindet. Ansonsten kein Money und dafür free-Transfer

    Komplette Zustimmung!
    Recruiting, Traditions, Verbundenheit zu Studenten, der Kultur (so Sachen wie die Badboys aus Miami), dem Bundesstaat... natürlich war es naiv zu glauben dass diese Werte weiter bestehen werden bei Milliarden Deals, aber jetzt wirds ganz schwierig da wieder zurück zu kommen.

    GO Irish!

  • MMn aus der Ferne wärees logisch gewesen, dass man nach dem Signgate einfach den kompletten Footballbereich komplett austauschen hätte müssen. - Was ja nach dem Abgang dies HC auch einigermaßen gut hätte verkaufen können. Da wurde vermutlich zugeschaut und gehofft es wird schon werden.
    Einzelfälle als Erklärung ist mir da zu einfach, für mich wirkt dass auch nach systematischen Versagen und fehlenden Standards im kompletten Athletic Department:

    Wie hätte man Sherone Moore austauschen sollen? Der war der acting HC als Harbaugh suspendiert wurde. Aber grundsätzlich hast du Recht, Manuel hat für mich ein paar Kerben zu viel

  • Wie hätte man Sherone Moore austauschen sollen? Der war der acting HC als Harbaugh suspendiert wurde. Aber grundsätzlich hast du Recht, Manuel hat für mich ein paar Kerben zu viel

    Zum baldest möglichen Zeitpunkt zumindest, habe jetzt den zeitlichen Ablauf nicht mehr im Kopf.

    GO Irish!

  • Ich verstehe ja Euer aller "Gemecker" und das Zurückwünschen der guten alten Zeiten. Das geht mir genau so. Aber der Geist ist aus der Flasche und den kriegt man nicht mehr zurück. In dem Moment in dem richtigerweise die Athleten bezahlt wurden (neben der Scholarship, die für sich auch immer schon viel wert war), war klar, dass sich vieles ändern wird. Und da die NCAA das Ganze zuerst verzweifelt geblockt hat und in jedem State von den jeweils eigenen Gesetzen und court decisions links und rechts überholt wurde, ist das auch über Jahre nicht stringent begleitet worden.

    M.E. braucht es jetzt immer noch 2-3 Jahre und ein paar Gerichtsurteile bis sich ein "Modus Operandi" verfestigt in dem alle wissen, wann man was in welchem Zeitraum wie machen kann und vielleicht ein Vertrag auch mal die Tinte wert ist, mit der er unterschrieben wurde.

    Bis dahin braucht ein Athletic Director ein Law-Degree und mind. 5-6 Leute, die ihn durch die Klippen des Portals, NIL und Recruiting navigieren. Wer hier erfolgreich ist, ist auch am Ende vorne dabei, WENN die Coaches gut sind.

    Der Kern und die Attraktivität des College Footballs wird sich für mich nicht ändern. Ich stehe zu meiner Uni, no matter what, und freue mich, wenn meine Uni das Umfeld so bespielt, dass was Gutes rauskommt. Wenn wir in Miami nicht den QB Mensah kriegen, tut es jemand anderes. Das ist absolut Mist für Duke, die im Augenblick keinen Ersatz hätten und kriegen würden, aber das ist leider im Augenblick "part of the game". Das kann man nachvollziehbarerweise für schlecht halten, aber so isses halt.:madness

    Im übrigen werden jetzt immer die Mannschaften erfolgreich sein, die den Dreiklang von Recruiting, Transfer Portal und Coaching am besten beherrschen (und ehrlicherweise etwas mehr Geld haben als die anderen; sind aber ziemlich viele, wie sich herausstellt)). Und das sind dann eben nicht mehr die 7-8 üblichen Verdächtigen am Ende, sondern auch Indiana. Das macht das Ganze eigentlich schon wieder besser.

    Und die Stimmung in den (vollen) Stadien wird immer dieselbe fantastische bleiben. Es ist immer noch College Football.

    "What does it mean to be a 'Cane ? It's my life, man. It's my life." - Ed Reed

  • Mit dem Transfer Portal oder der Bezahlung der Spieler habe ich grundsätzlich kein Problem. Im Moment ist mir das aber zu wild. Recruits sollten die ersten 3 oder zumindest 2 Jahre an ihr College gebunden sein und auch die Zahl der späteren Transfers sollte auf 1 oder 2 begrenzt werden.

    Für mich wiegt das Ende der regionalen Conferences viel schwerer.

    In der neuen Saison verlieren wir auch noch die MWC. Viele haben sie sicherlich eher weniger beachtet, aber ich habe sie gern verfolgt. Die neue PAC kann das nur teilweise ersetzen.

    West Coast Teams gegen Rutgers, Maryland, Wake Forest, oder Duke haben 0 Tradition und werden auch nie diesen Status erreichen.

  • Für mich wiegt das Ende der regionalen Conferences viel schwerer.

    In der neuen Saison verlieren wir auch noch die MWC. Viele haben sie sicherlich eher weniger beachtet, aber ich habe sie gern verfolgt. Die neue PAC kann das nur teilweise ersetzen.

    West Coast Teams gegen Rutgers, Maryland, Wake Forest, oder Duke haben 0 Tradition und werden auch nie diesen Status erreichen.

    Da stimme ich dir zu. Die Hoffnung ist, dass sich das irgendwann so stabilsiert, dass auch ein Stanford gegen Miami einen gewissen "Appeal" erreicht. Aber ich fürchte, dass nach dem Conference-Alignment vor dem nächsten Conference-Alignmnent ist. FSU und Clemson wollten/wollen ja auch aus der ACC raus. Motto: Follow the money!

    "What does it mean to be a 'Cane ? It's my life, man. It's my life." - Ed Reed

  • Ich habe gemerkt, dass ich durch die ganze Transfererei auch etwas das Interesse verliere. Ich habe früher zumindest auch aufs Recruiting geachtet, mich über die Recruits auch etwas eingelesen und konnte mich dann auch mehr für einzelne Spieler freuen. Dadurch, dass jeder Spieler Jahr für Jahr Free Agent wird und die Fluktuation extrem geworden ist, geht mir auch etwas die Bindung zum Team flöten. Als Fan von Bama oder irgendwelchen Blue Bloods oder mit Zweit- bis Achtteam ist das nicht so schlimm, aber als Sympathisant eines Mid-Majors macht es schon was aus, wenn man mittlerweile ja froh sein muss, mehr als ein Jahr mit einem Spieler zu haben, weil er entweder bei guter Leistung sofort weg ist oder bei durchwachsener Leistung und vielleicht Startplatzverlust auch das Weite sucht. Ich bin ja großer Basketball-Fan, aber fürs College Basketball konnte ich mich nie lange begeistern, weil auch da die Fluktuation der Spieler so hoch ist (früher vor allem durch die One-and-Dones und die Draft, heute noch mehr durch die Transfers).
    Es kommt einem mittlerweile wie Zeitverschwendung vor, sich mal genauer mit dem Team und den Spielern zu befassen, weil jede Saison die Hälfte davon wieder woanders ist. Das finde ich schade.

    Und ich bin gespannt, wie es sich langfristig auf die Qualität in der NFL auswirkt, wenn vor allem QBs so häufig Programs und damit natürlich auch Systeme wechseln.

    Beverly Hills 90210, Cleveland Browns 3

  • Und ich bin gespannt, wie es sich langfristig auf die Qualität in der NFL auswirkt, wenn vor allem QBs so häufig Programs und damit natürlich auch Systeme wechseln.

    Das kann ja durchaus positive Effekte haben, schnellere Adaption und besseres Verständnis des QBs sowie natürlich eine bessere Einschätzung des Spielers unabhängig vom System oder Coach. Dazu noch die evtl. längere Verweildauer am College die mehr Snaps/Erfahrung bringt.

    Gruß trosty