Miami Dolphins Offseason 2026

  • Ist das ernstgemeint? =O

    Yupp. Ich will hier jetzt keine große Herbert Diskussion lostreten. Wenn ihr der Meinung seit in ihm einen Franchise QB zu haben ist ja alles chic. Ihr habt da ja auch viel mehr Einblick als ich.

    Ich bin jedenfalls gespannt auf die kommende Saison und wie er sich unter McDaniel macht :bier:

    Make Lying Wrong Again!

  • Jeff Hafley als neuer HC zu den Dolphins - Ich weiß nicht so richtig, was ich davon halten soll...


    Bevor morgen die PK mit Sullivan und Hafley stattfindet und ich mich möglicherweise von PR-Gelaber um den Finger wickeln lasse, versuche ich heute mal noch meine Gedanken zu unserem neuen HC zu formulieren. Ihr werdet merken, dass ich viel hin- und hergerissen bin, daher habe ich den Artikel grob nach Themenblöcken unterteilt und dann immer in „positiv“ und „negativ“ unterteilt.


    Positiv: Hafley bringt Erfahrung als HC aus seiner Zeit bei Boston College mit.
    Negativ: So übermäßig erfolgreich war er dort gar nicht (22-26 record, 46% win rate). Wenn man diesen record mit seinem Vorgänger und Nachfolger bei BC vergleicht, landet Hafley in etwa auf Augenhöhe mit diesen: Vorgänger Steve Addazio war statistisch gesehen leicht besser als Hafley (44-44 record, 50% win rate), Nachfolger Bill O’Brien war etwas weniger erfolgreich als Hafley (9-16 record, 36% win rate). Es ist also nicht so, dass Hafley ein übermäßig erfolgreicher HC am College gewesen ist. Trotzdem hat er dort natürlich wertvolle Erfahrungen gesammelt und ist im Vergleich zu vielen anderen OC/DC Kandidaten kein reiner Berufsanfänger mehr – wenngleich der Job in der NFL natürlich teilweise andere Herausforderungen mitbringt als am College.

    Positiv: Hafley war bei den Packers mit seiner Defense einigermaßen erfolgreich. 2024 lag die Packers Defense gemessen an EPA/play auf Platz 5 von 32, in 2025 waren sie dort auch lange in der oberen Hälfte und sind schlussendlich noch auf Platz 22 abgesackt nachdem sich viele wichtige Spieler (u.a. Micah Parsons) verletzt haben.
    Negativ: Zum einen muss man festhalten, dass die Packers Defense in 2025 statistisch gesehen auch vor den zahlreichen Verletzungen nur Durchschnitt war. Zum anderen haben die Packers aber in den letzten Jahren auch so viele Ressourcen in ihre Defense gesteckt, dass man von dieser Defense auch erwarten darf, dass sie im oberen Drittel der NFL anzusiedeln ist (Packers haben 6 first round picks seit 2019 in ihre Defense investiert: Rashan Gary, Darnell Savage, Eric Stokes, Quay Walker, Devonte Wyatt, Lukas Van Ness). Nimmt man noch die FA-Verpflichtung von Xavier McKinney und den Trade für Micah Parsons hinzu, kann man da durchaus von „nennenswerten Ressourcen“ sprechen. Unterm Strich würde ich daher nicht sagen, dass Hafley in GB deutlich mehr aus seiner Defense herausgeholt hat, als es erwartbar gewesen wäre. Hier muss ich natürlich dazu sagen, dass ich bei den Packers kein Experte bin und nur retrospektiv den output „sportlicher Erfolg vs investierte Ressourcen“ objektiv beurteilen kann. In welchem Bereich der Defense Hafley seine Stärken/Schwächen hat, werden Packers Fans sicher besser beurteilen können.

    Positiv: Hafley war nicht einfach nur ein College Coach, der dann 2 Jahre bei den Packers war. Schon vor seiner Zeit als HC bei BC hat er viele Jahre Erfahrung als Positionscoach in der NFL gesammelt (u.a. DB Coach bei den Bucs). Er bringt also eine Menge Erfahrung mit und gilt als jemand, der in der Lage ist, eine klare „Kultur“ zu installieren, was wir definitiv auch benötigen, denn in diesem Bereich war McDaniel wirklich schlecht („inmates running the asylum“).
    Negativ: Wenn du einen HC hast, der von der defensiven Seite kommt, hast du potenziell immer das Problem, dass deine Offense keine Kontinuität bekommt. Klar, das gibt es andersrum genauso. Aber aufgrund der Wichtigkeit der QB-Position und der deutlich größeren Size des Playbooks und der größeren Diversität an Schemes in der Offense halte ich Kontinuität in der Offense für wichtiger als in der Defense (Defense Playbooks sind im Vergleich zur Offense relativ klein und überschaubar, da fällt die Umstellung vom einen DC zum anderen DC weniger ins Gewicht als in der Offense). Wenn es ganz blöd läuft, hast du einen defensiven HC, der es einfach nicht hinbekommt, einen kompetenten OC für seinen Trainerstab zu verpflichten (bestes Beispiel: Flores, Brian: Miami 2019-2021). Wenn es gut läuft, hast du einen kompetenten OC, der dann als HC zu einem anderen Team wechselt und du musst ihn ersetzen. Das kann klappen, kann aber auch schief gehen (z.B. Lions ohne Ben Johnson).

    Positiv: Für die Verpflichtung von Hafley ist ganz klar unser neuer GM Jon-Eric Sullivan verantwortlich (auch wenn man das medial möglicherweise anders darstellen wird). Natürlich ist es ein Vorteil, wenn GM und HC sich bereits seit 2 Jahren kennen und nicht erst eine komplett neue Beziehung zueinander aufbauen müssen. Die beiden werden bereits wissen, dass sie gut miteinander arbeiten können, sonst hätte es die Verpflichtung nicht gegeben.
    Negativ: Es riecht mir ein wenig nach „Spezlnwirtschaft“. War Hafley tatsächlich von allen auf dem Markt befindlichen Kandidaten der Beste (ich habe Zweifel)? Oder hat er den Job unter Anderem auch bekommen, weil er gute Verbindungen zum neuen GM hat (ich fürchte). Natürlich wird man öffentlich alles tun, um dies zu entkräften, aber wir wissen alle, dass bei den Dolphins die Realität und die öffentlichen PR-Aussagen nicht immer ganz kongruent sind (das war jetzt so vorsichtig formuliert, wie es mir möglich war – in ganz deutlich: Wir sind es leider inzwischen gewohnt, dass die Fins uns PR-Lügen erzählen, die einem bestimmten Narrativ dienen – machen andere Teams übrigens auch).

    Positiv: GM Sullivan hat in seinem ersten Interview direkt klar gemacht, dass wir künftig den Kader über den Draft bilden wollen. Wer meine Beiträge hier im Forum schon länger verfolgt wird wissen, dass er damit bei mir offene Türen einrennt und ich das für den besten Weg halte, ein nachhaltig konkurrenzfähiges Team aufzubauen. Ich befürworte diesen Ansatz also ganz ausdrücklich.
    Negativ: Hätte man denn nicht auch mit einem anderen Head Coach über den Draft das Team aufbauen können? Nachdem wir es unter Brian Flores gewohnt waren, sowas wie der (weniger erfolgreiche) Südstaaten-Ableger der Patriots zu sein wurden wir dann unter Mike McDaniel zur (weniger erfolgreichen) Ostküsten-Version der 49ers. Ich habe überhaupt keine Lust darauf, dass wir jetzt zur (vermutlich wieder weniger erfolgreichen) Schönwetter-Version der Packers werden. Wir müssen endlich mal eine eigene Identität aufbauen, statt ständig nur der schlechtere Abklatsch eines erfolgreichen Teams zu sein! Noch ist der Zug dafür nicht abgefahren und Sullivan hat weiterhin die Chance, der Franchise eine eigene Identität zu verschaffen. Aber direkt die erste Amtshandlung von Sullivan schreit eigentlich danach, dass wir nun der kleine Bruder der Packers sein wollen. Mag ich nicht (und das hat überhaupt nichts mit den Packers zu tun, die ich nichtmal unsympatisch finde).

    Fazit: Ich hoffe, dass ich mich irre, aber so wirklich happy bin ich mit Hafley nicht. Vielleicht tue ich ihm total unrecht und er wird der HC, der uns endlich den seit 25 Jahren ersehnten Playoff-Sieg bringt (noch weiter möchte ich erstmal nicht träumen). Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, aber aktuell überwiegt bei mir die Skepsis. Ich halte es für wahrscheinlicher, dass Hafley nach 2-3 Jahren wieder weg ist, als dass er unsere langfristige (und sportlich erfolgreiche) Lösung als HC ist.

    3 Mal editiert, zuletzt von burnum (21. Januar 2026 um 23:20)

  • Danke burnum für die Erläuterung zu Sullivan & Hafley.

    Ich hätte auch 2, 3 Kandidaten lieber in Miami als Headcoach gesehen, gehe aber davon aus das wir auf Grund der Cap-Situation und der Personallage im Team da eher keine Chance hatten. Wenn dein QB öffentlich schon sagt das er einen Neustart wo anders präferiert...

    Interessant wird jetzt ob wir so weitermachen oder wieder in den Hard Rebuild gehen. Wenn ich mir die Schedule so ansehe, dann tendiere ich zu letzterem. Diesmal aber bitte richtig und nicht wieder nach 2 Jahren den verfügbaren Cap in alternde Spieler stecken.

    Time will tell...

    Here I go again on my own, Going down the only road I've ever known. Like a drifter I was born to walk alone.

  • JFazit: Ich hoffe, dass ich mich irre, aber so wirklich happy bin ich mit Hafley nicht. Vielleicht tue ich ihm total unrecht und er wird der HC, der uns endlich den seit 25 Jahren ersehnten Playoff-Sieg bringt (noch weiter möchte ich erstmal nicht träumen). Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, aber aktuell überwiegt bei mir die Skepsis. Ich halte es für wahrscheinlicher, dass Hafley nach 2-3 Jahren wieder weg ist, als dass er unsere langfristige (und sportlich erfolgreiche) Lösung als HC ist.

    Wie so oft insgesamt sehr gut verfasstes Posting von Dir :respekt Und als "Neutraler" mit aber immerhin über 40 Jahren NFL-Fan-Erfahrung teile ich und mein Bauchgefühl, Deine Befürchtung bzw. bin mir sogar sicher, dass es das viele bessere Kandidaten gegeben hätte und dass das mit dem mittelfristig nicht gut ausgehen wird bei euch :madness


  • Negativ: Hätte man denn nicht auch mit einem anderen Head Coach über den Draft das Team aufbauen können? Nachdem wir es unter Brian Flores gewohnt waren, sowas wie der (weniger erfolgreiche) Südstaaten-Ableger der Patriots zu sein wurden wir dann unter Mike McDaniel zur (weniger erfolgreichen) Ostküsten-Version der 49ers. Ich habe überhaupt keine Lust darauf, dass wir jetzt zur (vermutlich wieder weniger erfolgreichen) Schönwetter-Version der Packers werden. Wir müssen endlich mal eine eigene Identität aufbauen, statt ständig nur der schlechtere Abklatsch eines erfolgreichen Teams zu sein! Noch ist der Zug dafür nicht abgefahren und Sullivan hat weiterhin die Chance, der Franchise eine eigene Identität zu verschaffen. Aber direkt die erste Amtshandlung von Sullivan schreit eigentlich danach, dass wir nun der kleine Bruder der Packers sein wollen. Mag ich nicht (und das hat überhaupt nichts mit den Packers zu tun, die ich nichtmal unsympatisch finde).

    Ich möchte dich nicht beunruhigen, aber ihr könntet tatsächlich noch mehr von den Packers abbekommen.

    Unser derzeitiger OC Adam Stenavich wäre durchaus ein Kandidat für die gleiche Position bei euch, nur das er dann halt auch Plays callen dürfte, was es für ihn reizvoll machen sollte.

    Wenn QB Malik Willis dann in der FA auch noch bei euch landen sollte, würde das dann noch mehr Sinn ergeben.

    Könnte durchaus klappen, aber ich verstehe deine Sorge hinsichtlich eventueller Packers-South.

    Ihr müsst mal wieder euren eigenen Stil finden, wobei Draft and Develop schon der richtige Weg ist. (Mit einzelnen gezielten FA Verpflichtungen...)

    Gruß Robbie

    I believe in Love.

  • Ich möchte dich nicht beunruhigen, aber ihr könntet tatsächlich noch mehr von den Packers abbekommen.

    Unser derzeitiger OC Adam Stenavich wäre durchaus ein Kandidat für die gleiche Position bei euch, nur das er dann halt auch Plays callen dürfte, was es für ihn reizvoll machen sollte.

    Wenn QB Malik Willis dann in der FA auch noch bei euch landen sollte, würde das dann noch mehr Sinn ergeben.

    Könnte durchaus klappen, aber ich verstehe deine Sorge hinsichtlich eventueller Packers-South.

    Das ist mir durchaus klar, aber da wollte ich noch nicht zu viel spekulieren. Ich gehe durchaus davon aus, dass der eine oder andere Packers Coach (oder auch Spieler) noch den Weg nach Miami finden wird. Für den Job als OC gilt neben Stenavich auch Cowboys QB Coach Steve Shimko als Favorit, er war bereits bei Boston College der OC von Jeff Hafley. Was die QB Position angeht, gibt es natürlich schon Gerüchte über Willis, wobei ich aktuell nicht wüsste, wie wir ihn denn bezahlen sollen.

    Ihr müsst mal wieder euren eigenen Stil finden, wobei Draft and Develop schon der richtige Weg ist. (Mit einzelnen gezielten FA Verpflichtungen...)

    Klar ist das der richtige Weg. Aber es ist ja nicht so, dass das ein Packers-exklusiver Weg ist. Es gibt durchaus auch andere Teams, die in der Vergangenheit diesen Weg gegangen sind und damit erfolgreich waren/sind. Daher hoffe ich, dass man sich in Miami nicht zu stark auf die Packers-Connection verlässt und lieber einen eigenen Weg findet, bzw. mittelfristig eine eigene Identität aufbaut.

  • Klar ist das der richtige Weg. Aber es ist ja nicht so, dass das ein Packers-exklusiver Weg ist. Es gibt durchaus auch andere Teams, die in der Vergangenheit diesen Weg gegangen sind und damit erfolgreich waren/sind. Daher hoffe ich, dass man sich in Miami nicht zu stark auf die Packers-Connection verlässt und lieber einen eigenen Weg findet, bzw. mittelfristig eine eigene Identität aufbaut.

    Ich weiß, dass das nicht Packers-exclusiv ist, aber es dauert halt auch etwas, bis es Früchte trägt.

    In Green Bay hat man in den letzten Jahren ja dann zusätzlich angefangen gezielt die Lücken über die FA zu schließen, aber da ist irgendwann halt auch der Capspace schnell aufgebraucht und auf lange Sicht ist das halt ungesund.

    Aber du kannst dir halt auch im Draft nicht zu viele Busts leisten. Was bei den Packers mit ein paar Jahrgängen leider der Fall war.

    Ihr drück euch die Daumen, dass euer Owner geduldig bleibt...:wink2:

    Gruß Robbie

    I believe in Love.

  • Ihr drück euch die Daumen, dass euer Owner geduldig bleibt...:wink2:

    Zumindest diesen Vorwurf kann man Ross eigentlich nicht machen. Bisher war er eher zu geduldig und hat versucht das tote Pferd weiter zu reiten.

    Make Lying Wrong Again!

  • Negativ: Es riecht mir ein wenig nach „Spezlnwirtschaft“. War Hafley tatsächlich von allen auf dem Markt befindlichen Kandidaten der Beste (ich habe Zweifel)? Oder hat er den Job unter Anderem auch bekommen, weil er gute Verbindungen zum neuen GM hat (ich fürchte). Natürlich wird man öffentlich alles tun, um dies zu entkräften, aber wir wissen alle, dass bei den Dolphins die Realität und die öffentlichen PR-Aussagen nicht immer ganz kongruent sind (das war jetzt so vorsichtig formuliert, wie es mir möglich war – in ganz deutlich: Wir sind es leider inzwischen gewohnt, dass die Fins uns PR-Lügen erzählen, die einem bestimmten Narrativ dienen – machen andere Teams übrigens auch).

    Ok, es hat ungefähr eine Minute auf der Einstands-PK gedauert:

    https://x.com/OmarKelly/status/2014371139858952642

  • Ich habe mir dann auch mal die komplette ca. einstündige PK angeschaut.

    Zwei amüsante/peinliche Momente vorab:
    1. Zu Beginn waren Ross & Sullivan wegen einer schlechten Tonspur nur schwer zu verstehen. Inzwischen gibt es auf dem Dolphins-youtube-Kanal aber auch ein zweites Video mit besserem Ton.
    2. Während Ross recht frei zu sprechen schien, musste er beim Namen seines neuen GMs auf seinen Spickzettel schauen... :madfan:

    In puncto sportliche Themen gab es wenig neues.
    Interessant war es aber sicherlich, die beiden neuen Führungskräfte etwas näher kennenzulernen.
    Hafley wirkt von seiner Art eher wie Lieutenant der US Army. Das kann sehr hilfreich sein, um mehr Zucht & Ordnung in die Dolphins-Truppe zu bekommen. Ich glaube kaum, dass er sich so Mätzchen, die man von Hill gehört hat, hätte gefallen lassen.


    Ich glaube inzwischen, dass die Dolphins zwar einerseits einen großen Vorteil haben, der aber gleichzeitig auch ein riesiger Nachteil bedeutet. Und das ist der Standort Miami. Wenn sich ein Top-Free Agent beim neuen Vertrag zwischen dem reinen Wohnort Miami oder Green Bay entscheiden muss, würde er als Wohnort vermutlich immer die Stadt in Florida wählen. Aber die Stadt hat für die jungen Multi-Millionäre natürlich auch wesentlich mehr Verlockungen & Ablenkungen vom Football. Bestes Beispiel unser Ex-Coach Mike McDaniel. Früher lief er wie ein Nerd rum, in Miami wurde er plötzlich zum Mode-Kasper.

    Dieser Standort-Unterschied ist ähnlich wie mit Liverpool im Fußball. Erst nachdem ich bei einem Besuch gesehen hatte, wie unattraktiv die Stadt ist, wurde mir klar: Dort gehst Du nur hin, wenn Fußball das einzig Wichtige in deinem Leben ist. So stelle ich mir das auch in Green Bay vor - ohne die Region zu kennen.

    Insofern hatte ich mir - da renommierte Coaches in diesem Jahr rar, bzw. nicht zu bekommen waren - zumindest einen 'harten Hund' gewünscht. Das scheint nach dem ersten Eindruck der Fall zu sein.
    Jetzt muss die NFL nur noch den Saisonstart generell auf den Januar verlegen und dann kann es auch mal mit einem PlayOff-Sieg (im Sommer) klappen... :jeck::jeck::jeck:

    Allen einen schönen Abend! :thumbsup:

  • 1. Zu Beginn waren Ross & Sullivan wegen einer schlechten Tonspur nur schwer zu verstehen. Inzwischen gibt es auf dem Dolphins-youtube-Kanal aber auch ein zweites Video mit besserem Ton.

    Okay, das zweite wusste ich nicht, Danke! Bei Ross war mir das auch relativ egal mit dem Ton, bei Sullivan war es einfach nur nervig. Kann sich noch jemand an GOT "The Long Night" auf Sky erinnern? Müsste so. ca 2019 gewesen sein. Mit der grandiosen Bildqualität auf sky (damals, hat sich aber mit Sicherheit kaum geändert) hat man genau nichts gesehen. Bei der Fins PC habe ich dafür nichts gehört. Damals wie heute dachte ich mir nur: peinlich.

  • Ja, der Kurzauftritt von Ross war wirklich zum Fremdschämen. Er war immer schon alt, aber heute wirkte er tatsächlich ein wenig senil. In Verbindung mit dem schlechten Ton war das ein wenig peinlich.

    Sullivan finde ich wirklich sympathisch. Ich teile viele seiner Ansätze und Philosophien im Bezug auf langfristigen sportlichen Erfolg in der NFL. Er will über den Draft bilden und dann Spieler entwickeln. Gut! Er will lieber eigene Spieler mit Folgeverträgen belohnen als externe Free Agents zu holen. Gut! Trotzdem gelegentlich "difference makers" als FA hinzu holen. Gut (wenn man es nicht übertreibt). Regelmäßig auch mal Quarterbacks draften - auch wenn man eigentlich vielleicht gerade kein Need haben sollte. Gut! Wir haben in den letzten 15 Jahren (seit 2010) zwei QBs in Runde 1 gedraftet (Tannehill und Tua) und sonst ausschließlich erst in Runde 7. Dazwischen gar nix. Da hat man halt nichtmal die Chance auf einen mid-round Glückstreffer, der dann zumindest mal einen guten Backup geben könnte.

    Hafley war genau das, was man erwarten konnte: Harter Hund, der sich von unten hoch gearbeitet hat (ich hatte ein wenig "white Brian Flores vibes"). Er kam (auch durch seine Emotionalität als es am Schluss um seine Familie ging) sympathisch rüber, hat aber auch direkt klar gemacht, dass bei ihm ein anderer Wind weht. Es hatten alle Beobachter, die ihn aus Green Bay kennen erwartet, dass er bei der Pressekonferenz einen sehr überzeugenden Auftritt hinlegen würde ("winning the presser"), das hat er geschafft - auch wenn es manchmal ein wenig auswendig gelernt und einstudiert wirkte (z.B. die immer widerkehrende Anapher "I have learned" als Stilmittel). Seine Verpflichtung sehe ich weiterhin kritisch, ich habe den Eindruck, da wollte man um jeden Preis das genaue Gegenteil von Mike McDaniel holen. Die PK hat er gewonnen, jetzt soll er bitte auf dem Feld liefern! Ich hoffe ich liege am Ende falsch und sehe ihn zu kritisch...

    Deine Einschätzung zu Miami als Standort teile ich, aber das ist den meisten Fans/Beobachtern nicht neu, das ist eigentlich seit Jahrzehnten klar. Gerade Miami mit seiner Historie (in der 80ern und 90ern DIE Drogenhauptstadt der USA) bringt natürlich viel an Ablenkung für reiche junge Männer, die es vielleicht anderswo nicht in dem Umfang gibt. Das Beispiel Mike McDaniel finde ich da nicht so passend (den finde ich tatsächlich über die 4 Jahre wirklich authentisch, er ist halt so wie er ist - leider hatte er keinen sportlichen Erfolg). Beispiele für Spieler, denen die "off-the-field Ablenkungen" in Miami vermutlich die Karriere gekostet haben, gibt es aber natürlich auch, wenn wir nur mal an Dion Jordan oder Vontae Davis denken. Nicht alle Free Agents sind in der Vergangenheit ausschließlich aus sportlichen oder finanziellen Gründen nach Miami gewechselt...

  • Hafley war genau das, was man erwarten konnte: Harter Hund, der sich von unten hoch gearbeitet hat (ich hatte ein wenig "white Brian Flores vibes"). Er kam (auch durch seine Emotionalität als es am Schluss um seine Familie ging) sympathisch rüber, hat aber auch direkt klar gemacht, dass bei ihm ein anderer Wind weht. Es hatten alle Beobachter, die ihn aus Green Bay kennen erwartet, dass er bei der Pressekonferenz einen sehr überzeugenden Auftritt hinlegen würde ("winning the presser"), das hat er geschafft - auch wenn es manchmal ein wenig auswendig gelernt und einstudiert wirkte (z.B. die immer widerkehrende Anapher "I have learned" als Stilmittel). Seine Verpflichtung sehe ich weiterhin kritisch, ich habe den Eindruck, da wollte man um jeden Preis das genaue Gegenteil von Mike McDaniel holen. Die PK hat er gewonnen, jetzt soll er bitte auf dem Feld liefern! Ich hoffe ich liege am Ende falsch und sehe ihn zu kritisch...

    Danke für deine Einschätzung. Ich bin in der Hinsicht vielleicht ein wenig naiv, aber mir ist der erste Eindruck extrem wichtig. Bei den PCs von folgenden coaches habe ich mich danach nicht wirklich wohl gefühlt: Cam Cameron, Adam Gase und Mike McDaniels.

    Ich würde jetzt nicht sagen, dass Hafley super sympathisch rüberkam, aber ich denke, dass seine Art besser für unser Team passt als ein nerdy und player-friendly coach wie McDaniels.

  • Zwei Posten wurden neu besetzt:

    The Miami Dolphins hired former Atlanta Falcons and Washington Commanders executive Kyle Smith as their new assistant general manager, according to NFL Network's Tom Pelissero.

    The Miami Dolphins are hiring Chris Tabor as their new special teams coordinator, according to ESPN's Adam Schefter.



    Und wer unseren neuen HC noch etwas näher kennenlernen will... er war zu Gast in der Rich Eisen Show.
    New Miami Head Coach Jeff Hafley Talks Dolphins Plans, Tua & More with Rich Eisen | Full Interview

  • https://x.com/RapSheet/status/2015163047912829065

    Hafley befördert Bobby Slowik zu seinem neuen OC. Finde ich einen fürchterlichen Move aus verschiedenen Gründen, v.a. auch im Hinblick auf die Entwicklung der O-Line. Ist das schon ein "tanking move" oder wollte sonst niemand unter Hafley (und mit unserer aktuellen QB- und OL Situation) arbeiten? Erinnert mich schon wieder an die Brian Flores Zeit...

    In other news: Wir sollten alle die Daumen drücken, dass Anthony Weaver einen HC Job bekommt. Das würde uns zwei 3rd round comp picks einbringen (1x 2026, 1x 2027). Weaver ist sowieso weg, ich würde es komplett ausschließen dass er unter Hafley unser DC bleibt, weil dies eine echte Degradierung wäre: Bisher war Weaver der "Head Coach der Defense". Unter Hafley (der schon angekündigt hat, die Plays selbst zu callen) wäre er sozusagen die defensive Version von Frank Smith (falls jemand den nicht kennt: Der war die letzten 4 Jahre unser OC unter McDaniel). Das wird sich Weaver nicht antun, bzw. da wird er anderswo bessere "career opportunities" bekommen. Und wenn er eh weg ist, dann wäre es doch schön für uns, wenn wir wenigstens noch die beiden Picks abstauben könnten...

  • Das ist wirklich sehr enttäuschend. Es war ja klar, das OC eine der zentralen Positionen Staff sein würde.

    Da hatte ich mir offen gestanden erhofft, das man ein anderes Kaliber präsentieren würde als eine in-house promotion aus dem pool des gefeuerten Headcoaches.

    Ich war ja bisher vorsichtig optimistisch was das neue Regime betrifft. Aber diese Verpflichtung trübt meinen Optimismus doch deutlich.

    Make Lying Wrong Again!

  • Da ich nicht alle Details zu Slowik kenne, fällt es mir schwer, ihn fair zu beurteilen. Aber hat er nicht dazu beigetragen, dass Purdy & Stroud tolle Rookie-Seasons hatten?

  • Da ich nicht alle Details zu Slowik kenne, fällt es mir schwer, ihn fair zu beurteilen. Aber hat er nicht dazu beigetragen, dass Purdy & Stroud tolle Rookie-Seasons hatten?

    Bei Purdy würde ich das mal sehr stark auf das "System Shanahan" schieben. Bei Stroud hatte Slowik sicher seine Aktien drin, aber halt ebenso in der klaren Regression in Jahr 2 und vor Allem in der fürchterlichen OL der Texans 2024. Die konnten ihn dort gar nicht schnell genug vom Hof jagen. Und bei uns steigt Slowik jetzt gleich um mehrere Stufen auf einmal auf: In der Offense war bisher McDaniel die klare #1, dahinter OC Smith die klare #2 und dahinter dann Slowik gleichauf mit Bevell bestenfalls die Nummer 3 der Offense-Hierarchie. Jetzt mit defensivem HC ist Slowik quasi zum "Head Coach der Offense" aufgestiegen, was er in Houston auch schon war und dort vom Hof gejagt wurde.

    Aber gut, der Dolphins hiring circle zeigt einmal mehr sehr deutlich, dass es in der NFL gar nicht in erster Linie darum geht, was man als Coach kann, sondern dass es viel wichtiger ist, wen man kennt.

  • Bei Stroud hatte Slowik sicher seine Aktien drin, aber halt ebenso in der klaren Regression in Jahr 2 und vor Allem in der fürchterlichen OL der Texans 2024. Die konnten ihn dort gar nicht schnell genug vom Hof jagen.

    Warum wird die Oline-Problematik in Houston eigentlich auf Slowik zurückgeführt? Er war weder der GM noch der Oline-Coach. Übrigens war die Oline diese Saison auch nicht sonderlich toll in Houston, wie die gesamte Offensive an sich nicht groß besser war und das obwohl die Umstände besser waren wie vorletzte Saison als Slowik noch da war.

    Slowik wurde im ersten Jahr mit Stroud abgefeiert und war ligaweit einer der begehrtesten OCs. Aufgrund der 2. Saison, mit einer fürchterlichen Oline und auch Verletzungsproblemen, sind seine Aktien komplett gekippt. Für mich viel zu extrem. Ich fand den nämlich in der Rookie-Saison von Stroud echt gut und wüsste nicht wieso ich ihn wegen der 2. Saison unter den Bus werfen sollte.

    Mit DeMeco Ryans ist ein defensiv Minded HC in Houston, entsprechend war der Hauptverantwortliche für die Offense, Stroud und dessen Rookie-Saison der OC und das war Slowik.

    Irgendwie komisch wie jemand wie Slowik so schnell vom Hero zu Zero werden konnte.

  • Bei Purdy würde ich das mal sehr stark auf das "System Shanahan" schieben. Bei Stroud hatte Slowik sicher seine Aktien drin, aber halt ebenso in der klaren Regression in Jahr 2 und vor Allem in der fürchterlichen OL der Texans 2024. Die konnten ihn dort gar nicht schnell genug vom Hof jagen. Und bei uns steigt Slowik jetzt gleich um mehrere Stufen auf einmal auf: In der Offense war bisher McDaniel die klare #1, dahinter OC Smith die klare #2 und dahinter dann Slowik gleichauf mit Bevell bestenfalls die Nummer 3 der Offense-Hierarchie. Jetzt mit defensivem HC ist Slowik quasi zum "Head Coach der Offense" aufgestiegen, was er in Houston auch schon war und dort vom Hof gejagt wurde.

    Dankeschön für die Erklärung, Burnum.
    Ich kenn mich mit O-Line-Spielern nur mäßig aus, aber haben die Texans nach Stouds Rookie-Season nicht 'unseren' Tunsil getradet? Und ist es dann nicht logisch, dass darunter die O-Line leidet?

    Aber gut, der Dolphins hiring circle zeigt einmal mehr sehr deutlich, dass es in der NFL gar nicht in erster Linie darum geht, was man als Coach kann, sondern dass es viel wichtiger ist, wen man kennt.

    Na, wenn das stimmt, dann hat unser neuer GM direkt in seinem ersten Interview auf dem Dolphins-Channel aber ganz fett gelogen. Denn dort verspricht er bei ca. 13:50 hoch & heilig, dass es niemals Entscheidungen persönliche Gründen geben wird... 8|
    In diesem Interview verrät er recht detailliert über das Grund-Gerüst seiner Pläne.

    Exclusive interview with General Manager Jon-Eric Sullivan | Miami Dolphins


    Allen einen schönen Conference-Finals-Sunday!

    In drei Jahren sind unsere Dolphins auch dabei.... :ge:

    :jeck:

  • Dankeschön für die Erklärung, Burnum.
    Ich kenn mich mit O-Line-Spielern nur mäßig aus, aber haben die Texans nach Stouds Rookie-Season nicht 'unseren' Tunsil getradet? Und ist es dann nicht logisch, dass darunter die O-Line leidet?

    Der Tunsil Trade kam vor dieser Saison, da war Slowik in Houston schon entlassen. Er hat also noch die gesamte Zeit mit Tunsil zusammengearbeitet. Möchte jetzt aber ungern zu tief auf Dinge eingehen, die in Houston passiert (oder nicht passiert) sind, das können die Texans-Fans in deren Forum sicher besser.

  • Wer bleibt eigentlich von den ganzen Jungs im Coaching Staff? Weaver wird sich das "unter" Hafley sicherlich nicht antun. Aber was ist mit Bevell, Smith etc., die hier doch mal ein gutes standing hatten?

    Fan der Miami Dolphins, St. Louis Blues, New Orleans Hornets sowie des 1. FC Köln.

  • OL Coach Butch Barry wechselt zusammen mit Mike McDaniel zu den Chargers.

    Wir haben RB Coach Ladell Betts von den Giants verpflichtet, was darauf schließen lässt, dass Eric Studesville uns vermutlich verlassen wird.

    Außerdem haben wir den sehr erfahrenen WR Coach Tyke Tolbert von den Titans und irgend einen Strength & Conditioning Coach, dessen Namen ich vergessen habe, von den Packers verpflichtet.

  • Puh, da hat sich ja noch einiges getan


    QB-Coach: Nathaniel Hackett

    Corner-Back-Coach: Jahmile Addae

    DL-Coach: Al Washington

    DC soll wohl Sean Duggan eigentlich sicher sein - da wartet man wohl "nur" darauf, ob Weaver einen KC-Posten bekommt ....

    Hackett hat mal nen Namen - beim Rest bin ich noch mehr überfragt? Was sagen die "Kenner"?

    Fan der Miami Dolphins, St. Louis Blues, New Orleans Hornets sowie des 1. FC Köln.

  • Falls noch jemand Fragen hat, ob die Philosophien in der Kaderzusammensetzung der Packers und Dolphins wirklich so verschieden sind:

    Packers haben seit 2022 die mit Abstand meisten selbst gedrafteten Spieler eingesetzt (563 starts), Dolphins die mit Abstand wenigsten der NFL (122).

    https://x.com/DustBaker/status/2016996444251566175

  • Tom Pelissero (@TomPelissero) auf X
    The Dolphins are expected to hire Sean Duggan as their defensive coordinator, per sources. A former Boston College linebacker, Duggan coached with Jeff…
    x.com

    Nachdem Anthony Weaver keinen HC Posten bekommen hat (in dem Fall hätten wir 2 comp picks bekommen) werden wir uns wohl von ihm trennen und verpflichten stattdessen Sean Duggan als neuen DC. Natürlich ein weiterer ex Packer.

  • Nathaniel Hackett wird nun doch nicht unser neuer QB Coach sondern er wird OC bei den Cardinals. Wir sind also auf der Suche nach einem neuen QB Coach.