Beiträge von Chief

    Ich hab die Spiele nicht mehr alle im Kopf, aber es waren doch Mustafi und Höwedes außen.

    Mustafi wurde in der Vorrunde zweimal eingewechselt und hat im Achtelfinale gespielt, als Hummels ausgefallen war. Aber ich muss mich korrigieren: Wie ich gerade nachgeschaut habe, war auch im Achtelfinale Lahm noch im Mittelfeld, erst ab dem Viertelfinale auf der rechten Außenbahn. Das hatte ich wohl falsch in Erinnerung.

    Das sind durchaus nachvollziehbare Argumente, aber ich glaube nicht, dass sie durchschlagend sind. Viele Konsumenten haben mehr Euros, als sie ausgeben. Selbst wenn dem nicht so ist, müssen die Euros für das neue Sport-Interesse nicht zwingend zu Lasten des alten Sport-Interesses gehen. Wenn Dein Argument richtig wäre, dann hätte es nie einen Sinn ergeben, mit Merchandising anzufangen ("Jeder Konsument kann den Euro nur einmal ausgeben. Wenn er Merchandising-Produkte kauft, hat er kein Geld mehr für das Ticket."). Ökonomie ist kein Nullsummenspiel. Kooperation bringt in der Regel Vorteile für alle Beteiligten, wenn auch eine Seite mehr profitieren mag als die andere.


    Die Bundesliga ist so "kaputt", dass die Stadien voll sind uns sie gewaltige Beträge erlöst, wenn auch nicht so große wie die PL. Ja, im Hinblick auf die Frage, wer Meister wird, ist die BL langweilig geworden. Aber das ist ja nicht das einzige was zählt. Und für das (auch: internationale) Interesse sind "Namen" und "Tradition" wichtiger als Spannung im Titelkampf, da hat Disastermaster m. E. Recht. Sonst würde auch in Deutschland schon längst niemand mehr zuschauen. Außerdem kann es ja künftig auch mal wieder spannend werden. Dortmund war mal an den Bayern dran und hat dann den Anschluss wieder verloren. Mal sehen, wie es bei den ungeliebten Leipzigern nach dem Tod von Mateschitz weitergeht.

    Melvin Gordon zu den Chiefs? Ist Clyde Edwards-Helaire so schwer verletzt, dass man einen Ersatz braucht?

    Ich vermute eher, dass es sich um eine kostengünstige und risikolose Suche nach einer Absicherung/Alternative handelt.


    WR Toney hat diese Woche nicht trainiert und ist beim Bengals-Spiel nicht dabei. Ansonsten sind (außer den IR-Spielern wie WR Hardman) vermutlich alle dabei/einsatzfähig, eventuell außer S/ST Bush.


    Die Bengals (7-4, zuletzt 3 Siege) scheinen derzeit der letzte schwere Gegner zu sein. Danach folgen noch Broncos (3-8), Texans (1-9-1), Seahawks (6-5), erneut Broncos und Raiders (4-7). Natürlich kann man - wie das Colts-Spiel gezeigt hat - gegen jeden Gegner verlieren, aber ein Sieg heute würde den Chiefs exzellente Aussichten auf den #1-Seed verschaffen. Drücken wir mal die Daumen. Der letzte Eindruck gegen die Bengals war die zweite Halbzeit im Championship Game - furchtbar!

    Ich stimme großen Teilen deines Posts zu aber möchte hier dann doch mal einhaken.

    Eine Nibelungentreue gegenüber Klose gab es damals nicht. ...

    So richtig viele Experimente auf der IV Position gab es eigentlich auch nicht. ...


    Was beides aber für mich relativ deutlich zeigt: Gerade bei einem Turnier wie einer WM ist der Faktor Momentum völlig unterschätzt. ...

    "Ich stimme großen Teilen deines Posts zu aber möchte hier dann doch mal einhaken." ;)


    Klose war vor dem Turnier verletzt und es war unklar, ob er überhaupt rechtzeitig wieder fit werden, geschweige denn in Form kommen würde. Das war auch der Hintergrund dafür, dass er in der Vorrunde im ersten Spiel gar nicht, im zweiten gut 20 Minuten und im dritten eine Halbzeit lang gespielt hat. Viele Fans und "Experten" wollten damals nicht, dass Klose überhaupt mitgenommen wird, geschweige denn spielt. Aber für Löw war Klose die #1. Ich denke auch nicht, dass es Nibelungentreue gegenüber Klose war. Ich hielt die Entscheidung damals für richtig. Aber das war damals der Vorwurf gegenüber Löw.


    Du hast natürlich Recht, dass es nicht viele Experimente in der Verteidigung waren, sondern Löw hat versucht, mit Hummels/Mertesacker innen und mit Boateng/Höwedes außen zu spielen, um Lahm zentral hinter der "Doppel-Sechs" zu haben. Hintergrund war wohl auch, dass Lahm gerne im Mittelfeld spielen wollte. Dann haben die Beteiligten aber eingesehen, dass es auch nach drei Spielen des Vorrunden-Einspielens nicht richtig funktioniert hat und es im Sinne des Erfolges besser war, mit Hummels/Boateng in der Innenverteidigung und mit Lahm auf der rechten Außenbahn zu spielen.


    Die Existenz eines "Momentums" ist statistisch nicht feststellbar. Solche (vermeintlichen) Effekte kann man nur rückblickend erkennen ohne prognostische Aussagekraft - es handelt sich einfach um zufällige Häufungen. Aber in der Sache sind wir uns einig, dass es zwar einen deutlichen Qualitätsunterschied zu 2014 gibt, dass dieser Unterschied aber nicht so groß ist, dass er die Diskrepanz zwischen "Weltmeister" und "Vorrundenaus" erklärt. Man benötigt im richtigen Moment auch einfach ein wenig Glück.

    Du hast aus 2014 das Algerien-Spiel erwähnt. Ich kann aus meiner Jugend ergänzen: 1982 war Deutschland im Finale, aber in der Vorrunde wäre man nach der peinlichen Niederlage gegen Algerien beinahe ausgeschieden. 1986 war man wieder im Finale, aber auch da hätte man beinahe das Auftaktspiel gegen Uruguay verloren (1:1), hat sich gegen Schottland zu einem 2:1 gekämpft und war dann schon durch, weswegen man sich sogar eine Niederlage gegen Dänemark leisten konnte - in Zahlen war die Vorrunde mit 1S/1U/1N und einer Tordifferenz von -1 also schlechter als 2022. Auch das Achtelfinale gegen Marokko war ein Krampf, bis sich bei einem Freistoß kurz vor Schluss deren Abwehr falsch hingestellt und Matthäus zum 1:0 getroffen hat. 1990 ist Deutschland verdient Weltmeister geworden, aber man hätte sich nicht mal qualifiziert, wenn man nicht einen 2:1-Zittersieg gegen Wales geschafft hätte, und das 1:0 im Viertelfinale gegen die Tschechoslowakei war auch wieder ein Krampf.


    Es gibt generell nur wenige Mannschaften, die keine Probleme haben. Insofern können auch unsere Jungs irgendwie mithalten. Aber die individuellen Schwächen in der Verteidigung und das Fehlen eines tauglichen Mittelstürmers ("echte 9") sind schon gravierend. Nur - und das war mein Punkt: Dafür kann der Bundestrainer nichts.

    Meines Erachtens ist die Kritik an der Nationalmannschaft und Flick überzogen und ergebnisorientiert. Nach der 1:0-Führung gegen Japan sprach der Reporter noch (völlig absurd) vom WM-Titel. Ein Sieg oder Unentschieden gegen Japan, ein Unentschieden gegen Spanien, ein Sieg oder Unentschieden der Spanier gegen Japan, ja selbst ein Kantersieg gegen Costa Rica waren nach den gezeigten Leistungen absolut möglich. Irgendeiner dieser Faktoren hätte das Weiterkommen bedeutet - und kein Hahn würde danach krähen.


    Die Spielerqualität schwankt im Laufe der Zeit. Da kann der Bundestrainer nichts dafür. Bei den Bayern kauft man sich eben ausländische Top-Spieler, wenn es keine inländischen gibt. Diese Option gibt es für den DFB nicht.


    Vergleichen wir mal mit der Situation 2014: Da hatte Deutschland nur Fragezeichen auf Außenverteidiger und Mittelstürmer. Löw wurde immer wieder für seine "Nibelungentreue" gegenüber Klose kritisiert. Aber im Vergleich würden wir uns heute nach einem Klose die Finger lecken. Nach ein paar Experimenten wurde Lahm aus dem Mittelfeld wieder als rechter Außenverteidiger aufgestellt. Einzige echte Schwäche war damit die Position des linken Außenverteidigers. Dafür hatte man mit Hummes/Boateng auf ihrem Zenit das beste Innenverteidigerduo der Welt, mit Schweinsteiger, Khedira und Gündogan gleich drei Weltklassespieler für das defensive zentrale Mittelfeld ("Doppel-6") und eine ganze Reihe starker offensiver Mittelfeldspieler, zu denen ich funktional die Außenstürmer mit dazu zähle.


    Heute haben wir Neuer, Kimmich und das offensive Mittelfeld, die Top-Niveau repräsentieren. Wir haben gewaltige Lücken in der Defensive und auf der Mittelstürmerposition. In der Abwehr hat man eigentlich gar keine großen Wahlmöglichkeiten. Auf Mittelstürmer lässt man entweder einen im Prinzip starken Spieler positionsfremd antreten oder mit Füllkrug einen Spezialisten, der eigentlich kein Nationalmannschafts-Niveau hat. Das ist die Wahl zwischen Pest und Cholera.


    Auf dieser Grundlage war die Vorrunde qualitativ gut. 2018 hat man Löw die wenigen Chancen trotz hohen Ballbesitzanteils vorgeworfen, sicher auch teilweise zu Recht. Nun hat die Mannschaft in jedem Spiel ein Chancenplus herausgearbeitet, z. T. sogar sehr deutlich:


    Gegen Japan hat Deutschland sein Potential nicht ausgeschöpft, aber nach einer Woche gemeinsamer Vorbereitung darf man auch keine Wunder erwarten. Man war aber gleichwohl etwas besser. Das Spiel hätte man normalerweise mit 1-2 Toren gewonnen und alles wäre gut gewesen. Aber grobe individuelle Fehler und das Schussglück der Japaner haben zur Niederlage geführt - rückblickend bereits entscheidend.


    Das Spiel gegen Spanien halten viele Beobachter für das bislang beste Spiel der WM. Deutschland war einen Tick besser. So ein Spiel geht normalerweise entweder unentschieden aus oder man gewinnt mit einem Tor.


    Das Spiel gegen Costa Rica hat man eigentlich von vorne bis hinten beherrscht, könnte zur Halbzeit 5:0 führen und insgesamt locker ein Dutzend Tore erzielen. Wieder bringt man sich durch haarsträubende individuelle Fehler in die Bredouille, gewinnt dann aber noch relativ souverän.


    Fazit: Deutschland war kein WM-Favorit. Auf der Basis dessen, was man angesichts der zur Verfügung stehenden Spieler erwarten konnte, war ich qualitativ mit den Leistungen der Vorrunde zufrieden. Ich bin frustriert über das Ausscheiden. Aber wenn man gewinnt ist nicht alles super und wenn man verliert nicht alles beschissen.

    Richtig, war es ja auch nicht.


    Ein Tor entsteht doch nicht aus dem Nichts oder kam schwarzer Rauch und dann lag der Ball vor Doans Füßen?


    Wenn man alles vorher ausblendet ist es halt irgendeine nutzlose Statistik und am Ende ist dann jedes 2. Tor Zufall und hat nichts mit den Leistungen der Spieler zu tun.


    Genau das gab ich auch gesagt , das bei der Studie rauskam das 43% der Tore Zufall waren.


    Ich hab auch gar nicht behauptet das alles Zufall ist sondern nur wie am Ende das Tor fällt.


    Und natürlich waren da Fehler in der deutschen Mannschaft.


    Ich denke, dass das Zufallsargument schon ein sehr wichtiges ist. Schon die Anzahl der Chancen dürfte - ohne, dass ich dafür eine Statistik hätte - zufallsabhängig sein. Aber da es erfahrungsgemäß meist (deutlich) mehr Chancen als Tore gibt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die bessere Mannschaft auch mehr Chancen hat, schon recht hoch. Ob dann aus einer Chance ein Tor wird, ist ebenfalls zufallsabhängig. [Das heißt nicht, dass es komplett zufallsabhängig wäre - ein Top-Stürmer hat schon eine höhere Trefferquote als ein Durchschnittsstürmer.] Da es im Fußball - gemessen an der Spielzeit - relativ wenige Tore gibt, ist auch das Ergebnis im einzelnen Spiel stark vom Zufall beeinflusst, solange der Leistungsunterschied nicht sehr groß ist.


    Auf lange Sicht oder auf eine große Zahl von Spielen gesehen gewinnt in der Regel die bessere Mannschaft. Aber im einzelnen Spiel kann es durchaus anders sein. Natürlich war Argentinien besser als Saudi-Arabien. Auch Deutschland war besser als Japan. Aber der Leistungsunterschied war nicht so groß, dass jeweils nicht auch der Außenseiter gewinnen konnte, wenn er bei der Chancenverwertung vom Zufall begünstigt war. Man denke beispielsweise an das zweite Tor der Japaner: Wenn der Spieler diesen Schuss hundertmal probieren würde, ginge er m. E. maximal fünfmal ins Tor. Der kann mindestens genauso gut gegen den Pfosten, gegen die Latte, auf die Nase von Neuer, über oder neben das Tor gehen. Aber dieses Mal war er eben drin.


    Eine andere Frage ist, ob Deutschland das Potential seiner Spieler im ersten Spiel ausreichend ausgeschöpft hat. Das würde ich verneinen. Die Abwehrfehler hat garrison20 zu Recht kritisiert. Ohne diese Fehler hätte Japan die Chancen erst gar nicht gehabt. Aber: So viel besser, dass "wir" gar keine Chancen der Japaner zulassen, sind "wir" eben auch nicht.

    Wenn Fußball transitiv wäre, könnte man die Gruppe E abbrechen: Spanien ist deutlich besser als Costa Rica (7:0), Costa Rica etwas besser als Japan (1:0) und Japan etwas besser als Deutschland (2:1).


    Hoffen wir mal, dass es anders kommt ...

    Im Lazarett der Chiefs sieht es doch noch nicht ganz so gut aus. WR Toney fällt morgen definitiv aus. DB/ST Lammons, S Thornhill und LG Thuney sind questionable, wobei die Tendenz bei Thornhill eher negativ, bei Thuney eher positiv zu sein scheint.


    "Eigentlich" sollte es gegen die Rams außer Form und ohne QB Stafford ein lockerer Sieg werden, aber wenn man mit dieser Einstellung ins Spiel geht, hat man auch ganz schnell verloren. Hoffen wir mal, dass die Chiefs sich nicht so anstellen wie gegen die Colts oder wie im ersten Quarter gegen die Raiders ...

    Ich habe konzeptionell ehrlich gesagt keinen wesentlichen Unterschied zum Spiel davor gesehen. Aus meiner Sicht war der entscheidende Unterschied, dass das, was man konzeptionell versucht hat, besser funktioniert hat. Man konvertiert 3rd downs, hat dadurch mehr plays, jeder hat schönere Statistiken. So macht's natürlich mehr Spaß.

    RB Edwards-Helaire wurde auf IR gesetzt und fällt damit für mindestens vier Spiele aus.


    RT Niang trainiert weiter regulär und wurde aktiviert.


    WR Toney und LG Thuney waren beim ersten Training der Woche nicht dabei, S Thornhill konnte nur eingeschränkt trainieren.


    Dagegen haben CB Watson, DB Lammons und WR Smith-Schuster wieder voll trainiert.


    Die Rams melden bereits einen prominenten Ausfall: QB Stafford wird gegen die Chiefs nicht dabei sein.

    Und kostet auch nur einen 10er. Das hab ich mir für den Monat mal gegönnt

    Aus dem Tal der Ahnungslosen: Verstehe ich es richtig, dass man für 10 € einen Monat abonnieren kann und eine normale Internetverbindung reicht? Oder benötigt man noch etwas besonderes? Ich habe irgendwie in Erinnerung, dass man früher Kabel-TV oder einen speziellen Satelliten benötigt hätte ...

    Somit sind aktuell CEH, Toney, Hardman, Thornhill, Watson, Lammons und Juju raus wenn ich das richtig verstanden habe. Bin gespannt ob sich das Lazarett gegen die Rams zumindest ein wenig lichtet.

    Glücklicherweise sind die Chiefs von wenigen Ausnahmen abgesehen bislang von Verletzungen der Marke "out for the season" verschont geblieben. Hoffentlich bleibt es jetzt so. Hardman fällt noch mindestens drei Spiele aus (IR). Den Ausfall von Edwards-Helaire kann man aktuell wohl am leichtesten verkraften. Generell gehe ich davon aus, dass Andy Reid die Spieler im Zweifel eher eine Woche länger schont.


    RT Lucas Niang wird vermutlich aktiviert. Der Umstand, dass die Chiefs sich mit ihm das Maximum an Zeit lassen und die Äußerungen nicht allzu enthusiastisch klingen, spricht aber dafür, dass er jedenfalls nicht zeitnah als Starter vorgesehen ist.

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    Juju Smith-Schuster fällt ebenfalls aus - Gehirnerschütterung.

    Da kann man von Glück sagen, dass die Chiefs kürzlich Kadarius Toney verpflichtet haben. Dennoch rechne ich am Sonntag mit vermehrtem Einsatz der TEs.

    Die Unterleibsverletzung ("abdomen injury") von WR Mecole Hardman scheint doch hartnäckiger zu sein als erwartet. Die Chiefs haben ihn nun etwas überraschend auf IR gesetzt, womit er jedenfalls in den nächsten Spielen weiterhin fehlen wird. Einerseits ist das natürlich schade, weil er bislang seine beste Saison spielt, andererseits scheinen die Chiefs auf WR relativ ausgeglichen und tief besetzt zu sein.


    Den freien Roster Spot übernimmt DE Frank Clark, der von seiner Sperre zurückkommt.

    Was 2017/18 angeht, wollte ich auch nur verdeutlichen, dass es eben recht willkürlich ist, welchen Zeitraum in der Shanahan-Ära man sich herauspickt. Auch da war beispielsweise viel Verletzungspech dabei, wohingegen beispielsweise Matt Breida nach meiner Erinnerung phasenweise sehr gut gespielt hat.


    Ich gebe auch nicht zu viel auf die Power Rankings, aber ich wollte mal halbwegs neutrale Kriterien heranziehen, denn positive wie negative Aussagen findest Du natürlich zu jedem Team. Außerdem habe ich bewusst die Situation direkt nach der Verletzung von Lance und das aktuelle Ranking genommen. Nach dem ersten Spieltag habe ich auch ein Ranking gefunden, bei dem die 49ers irgendwo in der Größenordnung von #24 waren.


    Ansonsten kann ich nur sagen: Ich denke, dass Shanahan weiß, was er tut. Ich fand das auch nicht so konservativ. Aus meiner Sicht gab es etliche potentielle big plays. Beispielsweise meine ich mich an zwei schematisch großartig aufgesetzte Screenpässe zu erinnern. Da wurde halt der Ballträger jeweils noch "am Schnürsenkel erwischt". Aber darauf hat der HC/OC dann letztlich keinen Einfluss mehr. Bei den von Dir angesprochenen Play-Action-Fakes erinnere ich mich nur an einen, der völlig in die Hose ging. Aber ich muss mir das Spiel noch mal in Ruhe anschauen, vielleicht trügt ja auch mein Eindruck.

    Ich sehe zumindest in der NFC kein Team, das kompletter besetzt ist. Starke Defense und einige Unterschiedsspieler in der Offense,


    Diese werden mMn nach allerdings viel zu sparsam in Szene gesetzt (Kittle, Deebo). Warum gibt er den Jungs nicht öfter den Ball? Man vergleiche die Targets von Kelce und Kittle, die ich auf einem Level sehe.

    Das Playcalling ist mir viel zu konservativ, war auch schon in den aufgeführten (big) Losses im Superbowl und CCG so.

    Ausreden sollte es keine mehr geben, mit dem Team sollte Jimmy G. ausreichend sein.

    Ja und nein. Die 49ers haben ohne Zweifel einen guten Kader. Aber ist es nicht auffällig, dass Offensivspieler, die im Shanahan-System gut aussehen, es bei anderen Teams nicht (so sehr) tun?


    Die 49ers haben ein Offensiv-System, das in erster Linie auf kreativem Laufspiel beruht. Dafür braucht man eine starke O-Line. Danach sah es in der Preseason und zu Saisonbeginn nicht einmal entfernt aus. Inzwischen macht die O-Line einen akzeptablen Eindruck, aber stark ist sie noch lange nicht. Shanahan setzt darüber hinaus auf einen speziellen Typus von Skill-Playern, die laufen und fangen können. Deebo Samuel ist ein toller Spieler, aber er passt auch perfekt zum Shanahan-System. Bei anderen Teams wäre er sicher immer noch ein guter Spieler, aber längst nicht so wertvoll.


    Wenn man Travis Kelce und George Kittle vergleichen will, dann muss man auch die Spielsysteme und die QBs einbeziehen. Selbst wenn man Kelce und Kittle für ungefähr gleichwertig hält, ist im Vergleich Kelce der bessere Receiver, Kittle der bessere Blocker. Die Chiefs weisen aktuell 369 Passversuche und 213 Laufversuche auf, die 49ers 279 Passversuche und 253 Laufversuche. Ohne mir alle Teams angeschaut zu haben, vermute ich mal, dass wohl kaum ein Team passlastiger spielt als die Chiefs und dass wohl außer den Ravens (257 Passversuche, 274 Laufversuche) und den Titans (212 Passversuche, 272 Laufversuche) kaum ein Team lauflastiger unterwegs ist als die 49ers. Außerdem ist Mahomes natürlich ein anderes Kaliber als die 49ers-QBs.


    Nicht zuletzt: Die 49ers hatten in der gesamten Shanahan-Ära sehr viel Verletzungspech. Ob es nur Pech ist oder ob es auch konzeptionelle Gründe (Training, Spielweise) dafür gibt, ist von außen schwer zu beurteilen. Jedenfalls waren auch Samuel und Kittle immer mal wieder verletzt und sind auch in dieser Saison schon 2 bzw. 1 Spiel ausgefallen. Ihnen in einer relativ frühen Saisonphase noch deutlich häufiger den Ball zu geben muss daher nicht zwingend vorteilhaft für den Saisonverlauf sein.

    Die 49ers haben vor der Saison ordentliche Spieler wie dj Jones, kwaun Williams und Tomlinson verloren. Aber keiner davon gehörte zu den starspielern. Das ist zb deebo, mit dem verlängert wurde. Dazu hat man mit ward einen neuen no 1 cb verpflichtet und nun während der Saison für unterschiedsspieler mccaffrey getradet.

    McCaffrey ist - solange gesund - ein toller Spieler. Aber auch er soll primär das (m. E. gar nicht so) "konservative" Laufspiel stärken.


    Bei CB Ward will ich Dir gar nicht zu sehr widersprechen. Ich finde nur kurios: Solange er bei den Chiefs und relativ preisgünstig war, gehörte er zu den angeblich so schlechten CBs der Chiefs. Kaum wechselt er für viel Geld zu den 49ers, soll er plötzlich ein Top-CB sein. Die Wahrheit liegt vermutlich in der Mitte.

    Für meinen Geschmack wirfst Du da aber einiges relativ willkürlich zusammen.


    Dass man "gleich mehrere Aussagen findet", bedeutet nicht, dass es Mehrheitsmeinung oder gar Konsens wäre. "gefährlichstes Team" - was ich für durchaus plausibel halte - ist nicht dasselbe wie Superbowl-Favorit. Man könnte eher sagen, dass die Qualitäten der 49ers geeignet sind, jeden Gegner zu schlagen - aber sie können eben auch gegen fast jeden Gegner verlieren. Das liegt aus meiner Sicht am lauf- und defenselastigen Spielkonzept, positiv wie negativ. Ja, 2019 und 2021 waren erfolgreich, aber 2017 (6-10), 2018 (4-12) und 2020 (6-10) auch nicht. Und wenn man genauer hinschaut, war eigentlich nur 2019 (13-3 + SB-Teilnahme) extrem stark, während man 2021 (10-7) gerade so in die Playoffs kam.


    Ob für Shanahan "mehr als für andere Headcoaches nur der Titel zählt", kann ich nicht beurteilen. Aber das ist ein Wechsel der Argumentationsperspektive. Bislang hast Du aus Deiner Erwartungshaltung heraus Shanahan kritisiert, nun arbeitest Du plötzlich mit der (vermeintlichen) Erwartungshaltung von Shanahan selbst.


    Dass er den Titel anstrebt ist selbstverständlich. Aber "Ziel" ist etwas anderes als "Maßstab". Wenn ich mir die Bilanzen aus dem Vorjahr - statistisch der beste Prognosemaßstab - anschaue, dann gab es in der AFC und NFC jeweils 6 Teams mit mindestens 10 Siegen. Hinzu kommt, dass drei 9-8-Teams (Dolphins, Chargers, Eagles) weiter "aufgerüstet" hatten und man auch den 7-10 Broncos (wegen Wilson) und den im Vorjahr extrem verletzungsgeplagten 8-9 Ravens zutraute, oben mitzumischen. Das wären insgesamt 17 Teams im erweiterten Favoritenkreis. Da sind aktuelle Überraschungsteams wie Vikings, Giants, Jets oder Seahawks noch gar nichts dabei. Es gibt aber eben nur zwei Plätze im Superbowl zu vergeben, und nur einer kann ihn gewinnen.


    Natürlich würde ich mir auch eine bessere Bilanz und überzeugendere Auftritte wünschen. Aber was die 49ers abliefern, ist m. E. absolut im Rahmen dessen, was man erwarten kann. Vor Saisonbeginn hatte ich angesichts der Katastrophen-Auftritte der O-Line in der Preseason noch viel schlimmeres befürchtet. Nahezu jedes Team der NFL ist konkurrenzfähig, gegen nahezu jeden Gegner kann man selbst als Top-Team verlieren. Jede Woche erleben wir Überraschungen. Über klare Siege kann man sich freuen, aber man sollte sie nicht erwarten.


    Nicht zuletzt spielt der Zufall angesichts der Leistungsdichte eine große Rolle. Beispielsweise haben Vikings (8-1) und 49ers (5-4) die gleiche Netto-Punktebilanz (+35).

    Na ja, innerhalb der NFC sind sie eben schon der top Favorit auf die superbowl Teilnahme, wenn man sich so die Stimmen sowohl in den USA als auch hier im forum anhört.

    Da mich diese Aussage etwas überrascht hat, habe ich mir mal ein paar Power Rankings angeschaut. Nach der Verletzung von Trey Lance habe ich da die 49ers im Bereich 8-14 gefunden, aktuell im Bereich 8-10. Der Bleacherreport hat aktuell beispielsweise in der NFC Eagles, Vikings und Cowboys vor den 49ers; bei Sportingnews sind es Eagles, Vikings und Giants, ebenso bei ESPN. Zu Saisonbeginn hat man eher an Bucs, Packers, Rams und Eagles gedacht.

    Vorschlag: Könnte man nicht zwei Threads parallen führen? Einen Thread "WM-Boykott und tausend Gründe hierfür" und einen Thread, in dem es um den Sport, die Spiele, die Spieler und vielleicht ein paar nette Kuriositäten am Rande geht? Dann kann jeder lesen, was er will.

    Ich muss irgendwie andere Spiele sehen. Ja, natürlich könnte manches noch besser sein. Aber der Gegner will auch gewinnen, die NFL ist extrem ausgeglichen und die 49ers sind nicht gerade der Top-Titel-Favorit. Gemessen daran und an den zahlreichen Verletzten in der ersten Saisonhälfte sieht es doch eigentlich recht gut aus. Bei der 5-4-Bilanz sind sogar noch zwei "saudumme" Niederlagen (Bears, Broncos) dabei.


    Mir gefallen die 49ers. Ich mag das Offensivkonzept, auch wenn es nicht so konstant ist. Ich finde das variable Laufspiel hochgradig kreativ. Dieses Mal haben vor allem einige Penalties gestört. Die 49ers haben so langsam in der Offense wieder alle wichtigen Spieler an Bord, auch wenn die vermutlich noch nicht bei 100 % sind. Das wird (hoffentlich) noch besser. Die Defense ist auch nicht perfekt - man denke nur an den ersten Drive -, ist aber durch die Bank gut besetzt.


    Die 49ers haben gegen die Chargers gewonnen, die immerhin in den letzten 5 Spielen eine 4-1-Bilanz hatten - trotz der vielen Verletzten. Ich habe sogar doppelt mitgefiebert, weil der Sieg gleich für meine beiden Lieblingsteams (Chiefs/49ers) wichtig war. Die Playoffs sind weiterhin ein absolut realistisches Ziel. Ich freue mich!

    Da waren heute mal wieder einige Böcke dabei bei den Chiefs.


    Toney wurde heute stark eingebaut, könnte noch lustig werden. Dafür hat es JuJu erwischt, vermutlich Gehirnerschütterung.


    Am Ende Pflichtaufgabe souverän erfüllt, dennoch gibt es einige Punkte die angesprochen werden müssen.

    Neben Smith-Schuster scheint auch Chris Lammons eine Gehirnerschütterung erlitten zu haben. Aber auf den ersten Blick scheint sich niemand längerfristig verletzt zu haben.


    Auch ohne Hardman und später ohne Smith-Schuster lief die Offense überwiegend recht flüssig. Wieder einmal waren - beginnend mit dem ersten Play - einige haarsträubende Fehler dabei, aber dieses Mal war der Gegner zu schwach, als dass er es hätte ausnutzen können.



    Freundlicherweise haben die Bills nun schon zum zweiten Mal hintereinander in einem äußerst kuriosen Spiel (sehenswert!) den Sieg weggeschenkt - und die Chiefs übernehmen zunächst einmal die #1 in der AFC.