Beiträge von Chief

    Und genau das ist wirklich ein Problem von Löw. Er vertraut seinem Plan absolut, auch wenn 99% der anderen deutlich sehen, dass er nicht funktioniert


    Ingame Adjustments gibt es vieleicht mal in der 88. Minute.

    Mal abgesehen davon, dass man Korrelation nicht mit Kausalität verwechseln sollte: Ist das nicht eher ein Problem der (vermeintlichen) 99%?

    Vielleicht war es Löw auch gar nicht so unrecht, dass seine Mannschaft zumindest optisch in Form von mehr Spielanteilen mitgehalten hat.

    Und einen der 3 Freistöße knapp außerhalb des 16ers hätte man ja auch mal reinnageln können. :S

    Von den Kroos'schen Freistößen war ich auch etwas enttäuscht. Bei der WM hat er ja durchaus gezeigt, dass er sogar aus wesentlich ungünstigerer Position treffen kann.

    Aus medizinischer Sicht sind die 14 Tage eine Empfehlung, die man vermutlich nicht so auf die Goldwaage legen sollte. Man ist ja auch nicht am Tag X bis 23.59 Uhr noch krank und am Tag X+1 um 0:00 Uhr plötzlich gesund. Auch der Impfschutz dürfte sich kontinuierlich entwickeln. Meine Vermutung ist, dass die 14 Tage eher großzügig gewählt sind, aber da kann vermutlich die Nachfrage bei Herrn Drosten besseren Aufschluss bringen. ;)


    Abgrenzungen benötigt man eher aus juristischer Sicht. Steht da in den Verordnungen überhaupt etwas von 14 Tagen? Sofern es so sein sollte, würde ich schauen, ob es dort eine Regel zur Fristberechnung gibt. Wenn nicht, dann greift man für Fristberechnungen üblicherweise auf eine analoge Anwendung von §§ 187, 188 BGB zurück, und da wird nach § 187 Abs. 1 BGB der Tag des Ereignisses, welcher für den Fristbeginn maßgeblich ist (= Impfung), nicht mitgerechnet. Bei einer mittwochs erfolgten Impfung würde die Frist dann donnerstags um 0:00 Uhr an- und zwei Wochen später mittwochs um 24:00 Uhr ablaufen.

    ... Ein Plan B wäre nicht schlecht wenn´s mal nicht so läuft wie erwartet. ...

    Das erinnert mich daran, wie Lou Holtz (damals [Mitte der 90er Jahre] Headcoach von Notre Dame) nach einer Niederlage mal gefragt wurde, ob er denn keinen "Plan B" gehabt habe, nachdem er sehr lange an seinem ursprünglichen (lauflastigen) Spielplan festgehalten hatte. Holtz antwortete sinngemäß, dass er nicht nur einen "Plan B", sondern auch noch "Pläne C, D und E" gehabt hätte - nur sei er von denen eben weniger überzeugt, was man schon daran erkenne, dass sie nicht "Plan A" seien.

    Uhh ich befürchte da werden wir uns nicht einig. Was Klose bei der WM 2014 gespielt hat war schon nahe dran an Weltklasse. Und wie du schreibst, gerade vom Spielertyp her, fehlt er völlig aktuell


    Würde mich mal ehrlich interessieren wie man einen internationalen 71-Tore Stürmer und ich glaub WM-Endrunden-Rekord-Torschützen außer Weltklasse sonst bezeichnen soll.


    Irgendwie ist es kurios, dass ausgerechnet ich nun an die Kritikpunkte gegenüber Klos erinnern muss, nachdem ich ihn während seiner aktiven Zeit immer gegen Kritik verteidigt habe:


    Beim Vergleich erzielter Tore muss man generell sehr vorsichtig sein. Natürlich sagt die Torquote schon mal mehr als die absolute Zahl der erzielten Tore. Aber die Zeiten ändern sich auch: In den 50er, 60er und (eingeschränkt) 70er Jahren wurden generell viele Tore erzielt. In den 80er und frühen 90er Jahren wurden war Defensive Trumpf. Seit Ende der 90er Jahre fallen wieder mehr Tore. Das hängt aus meiner Sicht mit der Einführung ausgefeilter Defensivkonzepte (z. B. "Abseitsfalle" oder "Viererkette") einerseits und zunehmender Athletik und Regeländerungen andererseits zusammen.


    Kloses zahlreichen WM-Tore werden durch viele WM-Spiele und vor allem fünf Tore in einer schwachen Vorrundengruppe 2002 - darunter 3 Tore beim 8:0 gegen Saudi-Arabien - etwas geschönt. Spätestens seit 2010 war es regelmäßig heftig umstritten, ob man ihn überhaupt für die Nationalmannschaft nominieren, geschweige denn aufstellen sollte. Löw wurde insoweit regelmäßig "Nibelungentreue" zu Klose vorgeworfen. 2012 musste er sich der nach Ansicht zahlreicher "Experten" viel zu alte Klose den Platz im Sturmzentrum mit dem legendären Weltklassestürmer Mario Gomez teilen. 2014 wurde wieder heftig kritisiert, dass man einen solchen Oldie überhaupt nach Brasilien mitgenommen hat. Da mag der verklärende Blick in die Vergangenheit manches übertünchen.


    Ich betone noch einmal, dass ich Klose super fand und er aus meiner Sicht völlig zu Recht "der" Stürmer in der Nationalmannschaft war. Ich würde mir auch heute noch einen wie ihn wünschen. Er war torgefährlich, kopfballstark und zugleich ein mannschaftsdienlicher Spieler. Aber er war kein Superstürmer, um den sich die internationalen Top-Clubs gerissen hätten.


    Wer war nach Gerd Müller ein deutscher Weltklassestürmer? Da könnte man an "Kalle" Rummenigge denken, der einst für eine Rekordablöse zum damaligen Spitzenclub Inter Mailand gewechselt ist, auch wenn er sicher nicht der beste seiner Zeit war. "Flipper" Kliensmann war trotz eingeschränkter technischer Fertigkeiten vermutlich der erweiterten Weltspitze zuzuordnen. Aber schon Völler oder Bierhoff würde ich nicht mehr dazu zählen. Die haben zwar auch in der Serie A als damaliger Top-Liga gespielt, waren aber nicht die Superstars. Wo man da genau die Grenze zieht, ist aber natürlich Geschmacks- und Definitionssache.


    Bei Weltklassestürmern der letzten 25 Jahre denke ich (ohne Reihenfolge und ohne Anspruch auf Vollständigkeit) an Spieler wie Raúl, Suker, Neymar, Tevez, Schwetschenko, Romario, Totti, Ronaldo, Christiano Ronaldo, Drogba, Ibrahimovic, Messi, Henry, Lewandowski, Ronaldinho.

    Hust...Klose..Hust

    Ich war immer ein Sympathisant von Klose, habe seine (sehr umstrittenen) Nominierungen befürwortet und halte ihn nebenbei für einen "feinen Kerl". Aber Miro war kein Weltklassestürmer. Trotzdem hätte ich einen wie ihn gerne mit dabei.


    Für mich auch eindeutig Löw mit seiner sturen Beibehaltung der 3-er Kette der Verliere des Spiels. Man hat deutlich gesehen die 3 vorne stehen sich nur auf den Füßen rum, keiner kann seine Stärken ausspielen und auf den Flügeln war gähnende Leere. Er kann sich ja gerne mal bei der Frankfurter Eintracht Nachhilfe holen wie man eine 3-er Kette spielt, da brauch ich zwei Außen die 90 Minuten die Linie auf und ab laufen, das hab ich weder von Gosens noch von Kimmich gesehen. Auch haben die sich nach meinem Gefühl viel zu defensiv angeboten, im Spielaufbau einer Dreierkette ziehen die beiden äußeren IV´s nach außen und die AV´s nach vorne, auch das gab es gestern nicht. Zudem mit 7 eher defensiven Spielern hinten so anfällig zu sein verstehe ich nicht. Und nach vorne halt alles durch die Mitte teils mit 1-2m Pässen die man sich auch sparen hätte können, ist doch von vornherein zum scheitern verurteilt.


    Insgesamt kam es mir so vor als spielt man die Dreierkette ohne aber irgendeinen Plan zu haben wie man gegen defensive Mannschaften eine Dreierkette zu spielen hat. Und da erwarte ich von einem Weltmeistertrainer doch mehr, insbesondere, dass er taktisch reagiert wenn es eben nicht funktioniert.

    Da möchte ich einfach mal vorsichtig widersprechen.


    Wir haben schon ausführlich über die individuellen Qualitäten geschrieben, und da haben die Franzosen aktuell einfach mehr "Unterschiedsspieler". Daran kann auch Löw nichts ändern. Es wurde auch schon angesprochen, dass man im Club über lange Zeiträume andere Konzepte einstudieren kann als in wenigen Tagen/Wochen mit der Nationalmannschaft. Was also soll Löw tun?


    Variante 1) Offensivkonzept wie von Dir vorgeschlagen mit "stürmenden Außenverteidigern". Mein Tipp: 1:5-Niederlage. Wir werden von den schnellen französischen Stürmern einfach gnadenlos ausgekontert, weil unsere Abwehrspieler zu langsam (und dann zusätzlich häufig noch in Unterzahl) sind. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass wir - anders als 2014 - einfach nicht die Spieler haben, um das Konzept gegen gute Kontermannschaften durchzuziehen. Vielleicht greift Löw gegen Ungarn zu dieser Variante.


    Variante 2) Defensivkonzept wie von mir erwogen. Mein Tipp: Knappe Niederlage. Die Franzosen können zwar dann nicht so sehr kontern, wie sie es mögen, aber dafür sind sie im Schnitt näher am Tor der Deutschen und werden durch individuelle Klasse irgendwann zum Erfolg kommen. Aber man hat wenigstens die Hoffnung, den Gegner zu locken und dann vielleicht selbst zu kontern.


    Variante 3) Mischkonzept a la Löw. Man bemüht sich um Absicherung, ohne komplett auf Offensive zu verzichten. Das Ergebnis war durchwachsen, weil häufig der "letzte Pass" nicht gesessen hat.


    Letztlich: Wir haben gegen einen etwas besseren Gegner gespielt. Unsere Spieler hatten auch individuell trotz erkennbaren Engagements überwiegend nicht ihren besten Tag. Wir haben 0:1 verloren. Ist das nicht ein völlig normales Ergebnis? Es muss doch nicht immer jemand "schuld" sein. Das ist - etwas überspitzt formuliert - so, wie wenn Bielefeld bei den Bayern 0:1 verliert und der Reporter den Arminia-Trainer anschließend fragt, woran es gelegen hat und ob er nicht die falsche "Taktik" gewählt hat.

    Das DFB Team ist ganz nett, aber im kompletten Kader gibt es nicht einen Spieler dem ich zutrauen würde im entscheidenden Moment das Spiel mit einer überragenden Einzelaktion zu drehen.

    Ich habe eine ähnliche Tendenz, aber so extrem würde ich es nicht beurteilen. Wir haben eine ganze Reihe von Spielern, die mal für eine überragende Einzelaktion gut sind, z. B. Havertz, Sané, Müller oder Kroos. Wir haben bloß keinen, der das mit der nötigen Konstanz hinbekommt.


    Ein Beispiel: Bayern München hat sicher in der Bundesliga den besten Kader und vor knapp einem Jahr die CL gewonnen. Man darf durchaus annehmen, dass die Bayern-Offensive etwas taugt. Mit Sané, Gnabry und Müller sind auch drei wichtige Offensivkräfte in der Nationalmannschaft dabei, "verstärkt" durch Volland, Werner und (hoffentlich bald wieder) Hofmann. Aber es fehlt ein Lewandowski, der (gefühlt) fast immer für mindestens ein Tor gut ist. Er ist (neben Neuer) nicht ohne Grund der Top-Verdiener in der Bundesliga. Den kann man sich nicht backen.


    Es fällt nur leider auf, dass Deutschland schon ewig keinen herausragenden Stürmer mehr hat. Die letzten, für die es auch international größeres Interesse gab, waren wohl Rummenigge und Kliensmann. 2014 war man einfach insgesamt auf so vielen Positionen überragend besetzt, dass es dennoch zum WM-Titel gereicht hat.

    Gibt es da auch sowas wie Abnahmeverzug? Wenn man die Ware 30 Jahre für den Verkäufer lagern muss, entstehen dadurch ja u.U auch Kosten.

    Es gibt auch Gläubigerverzug (= Annahmeverzug), § 293 ff. BGB. Dazu muss man die Sache wie geschuldet anbieten (§ 294 BGB). Was genau geschuldet ist, hängt davon ab, ob es sich um eine Bring-, Schick- oder Holschuld handelt. Allerdings hat der Annahmeverzug ohnehin nur sehr beschränkte Rechtsfolgen. Beispielsweises haftet man dann nur noch für qualifiziertes Verschulden (Vorsatz/grobe Fahrlässigkeit), § 300 BGB. Die Ware weiterveräußern darf man immer noch nicht.

    Das liefe bei uns wohl eher umgekehrt, weil ich im Normalfall koche.


    Der Chief ist Richter, da zählt nur 'schuldig' oder 'nicht schuldig' :mrgreen:

    So isses! ^^

    Gibt es denn eine Frist, nach der die Ansprüche des ursprünglichen Verkäufers auf die Sache verjährt sind und man in jedem Fall verkaufen kann?

    Wenn man davon ausginge, dass der Verkäufer noch Eigentümer der Ware wäre, hätte er einen Herausgabeanspruch aus § 985 BGB, der erst nach 30 Jahren verjährt. Ich denke aber, dass man (zumindest in der Regel; anders z. B. bei Eigentumsvorbehalt) von einer Übereignung (auch) der "falschen" Ware an den Käufer ausgehen sollte.


    Dann dürften alle in Betracht kommenden Ansprüche (beider Parteien) den allgemeinen Verjährungsregeln unterliegen. Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt drei Jahre (§ 195 BGB) und beginnt am Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger von den anspruchsbegründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis (oder grob fahrlässige Unkenntnis) hat (§ 199 Abs. 1 BGB). Letzteres sollte in einem derartigen Sachverhalt kein Problem darstellen, so dass bei einem Vorgang aus 2021 die Verjährung grundsätzlich am 31.12.2024 um 24:00 Uhr einträte. Das gilt allerdings nur, wenn keine Verjährungshindernisse auftreten (§§ 203 ff. BGB), z. B. Verhandlungen oder Mahnbescheid oder Klageerhebung. Da es z. B. bei Klageerhebung auch Rückwirkungen gibt (§ 167 ZPO), sollte man sich nie zu früh zu sicher sein. Es kann leicht passieren, dass man erst Wochen oder Monate nach vermeintlichem Ablauf der Verjährungsfrist von einer noch rechtzeitig eingelegten Klage erfährt.

    Hast du das alles im Kopf oder schaust du da in die gesetzesbücher rein, damit du die ganzen Paragraphen direkt griffbereit hast?

    Teils-teils. Grundsätzlich muss man auch als Jurist nicht tausend Paragraphen im Kopf haben, sondern schaut ins Gesetz und ggf. in den Gesetzeskommentar. Aber wie in jedem anderen Fachgebiet merkt man sich auf Dauer das, was häufig vorkommt. Kompliziert werden dann die Details und die Sonderkonstellationen.

    Letztlich kann man m. E. weder dem Bundes-Jogi noch den Spielern große Vorwürfe machen. Wir haben in der Breite eine wirklich gute Truppe, aber es fehlen einfach (weitgehend) die überragenden Einzelkönner. Okay, vielleicht haben wir einen Weltklasse-Torwart, aber der schießt halt im Regelfall die Tore nicht.


    Nach allgemeinen Kriterien war man (mindestens) auf Augenhöhe mit dem Weltmeister, aber eben nicht in punkto Torgefährlichkeit, und darauf kommt es letztlich entscheidend an. Deswegen wäre das Spiel auch eher 0:3 als 1:1 ausgegangen. Einmal Außenpfosten, einmal knapp kein Elfmeter (m. E. korrekt, aber da kann man auch mal Pech haben) und zwei knappe Abseitstore, das war alles knapper als die gefährlichste Aktion der Deutschen (Gnabry). Die beiden Abseitsentscheidungen waren m. E. korrekt, aber das war einfach Glück. Insbesondere das erste Abseitstor hatte der Sache nach nichts mit dem Abseits zu tun, denn die Abwehr hatte sich wieder formiert, konnte aber mit drei Verteidigern plus Torwart den grandiosen Torschuss nicht verhindern.


    Im Ansatz hätte ich eine etwas defensivere Ausrichtung der deutschen Mannschaft erwartet, denn die Geschwindigkeitsprobleme der deutschen Verteidiger sind ja bekannt, ebenso die hohe Geschwindigkeit der französischen Stürmer. Es ist wie in der NFL: You can't teach speed. Mats Hummels gegen konternde französische Stürmer sieht so aus, als würde man einen technisch hervorragenden Cornerback mit leider nur mittelmäßiger Geschwindigkeit gegen WR Tyreek Hill Manndeckung spielen lassen. Das haben schon manche mit geringem Erfolg versucht. Wenn man offensiv spielt, könnte man sich auch überlegen, ob man nicht gerade gegen die pfeilschnellen Franzosen nicht auf Hummels setzt.


    Ob es dann allerdings wirklich ein 0:0 geworden wäre? Ich schätze, dass die Franzosen früher oder später ihre Chancen gehabt und vermutlich auch genutzt hätten.

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    ... und was zur Hölle hat Rüdiger dazu bewogen, sich an Iron Mike ein Vorbild zu nehmen?

    Individuelle Rechtsberatung gibt's nur beim Rechtsanwalt. Aber abstrakt kann man m. E. (ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit) Folgendes sagen:


    Obwohl eine Falschlieferung (anders als z. B. die Lieferung einer defekten Sache) begrifflich eigentlich keinen Sachmangel (§§ 434 Abs. 1, Abs. 2 BGB) darstellt, wird sie grundsätzlich gleich behandelt (§ 434 Abs. 3 BGB). Der Kunde kann also Gewährleistung verlangen. Zunächst hat man einen Anspruch auf Nacherfüllung, was hier wohl nur durch Lieferung der richtigen Sache (§§ 437 Nr. 1, 439 BGB) möglich wäre. Ob man daneben noch den ursprünglichen Erfüllungsanspruch aus dem Kaufvertrag hat, ist umstritten, aber wohl ohne größere praktische Bedeutung.

    Nach erfolgloser Nachfristsetzung kann man vom Vertrag zurücktreten (§§ 437 Nr. 2, 440, 323, 326 Abs. 5 BGB), was im Wesentlichen zur Rückabwicklung des Vertrages nach §§ 346 ff. BGB führt, oder nach §§ 437 Nr. 2, 441 BGB den Kaufpreis mindern, was natürlich nur Sinn ergibt, wenn die gelieferte Sache weniger wert ist als die geschuldete Sache. Wenn - wie regelmäßig - den Verkäufer ein Verschulden trifft, kann man alternativ auch Schadenersatz (§§ 437 Nr. 3, 440, 280, 281, 283, 311a BGB) oder (mit geringer praktischer Bedeutung) Aufwendungsersatz nach §§ 437 Nr. 3, 284 BGB verlangen.


    Demgegenüber geht man überwiegend davon aus, dass der Käufer die falsch gelieferte Sache nicht behalten darf, sondern der Verkäufer sie wegen ungerechtfertigter Bereicherung (§ 812 Abs. 1 S. 1 Alt. 1 BGB) herausverlangen kann. Nach welchen Vorschriften sich die Ansprüche des Verkäufers nach einem Weiterverkauf durch den Käufer richten, hängt davon ab, ob man den Käufer schon als Eigentümer der Sache ansieht (m. E. wohl der Regelfall) oder nicht. Allerdings haftet man vermutlich im Ergebnis immer gemäß §§ 987, 989, 990 BGB auf Nutzungs- und Schadensersatz, denn entweder ist der Verkäufer noch Eigentümer der Sache, so dass die §§ 987 ff. BGB direkt eingreifen, oder man ist jedenfalls bösgläubig, weil man weiß, dass die falsche Sache geliefert wurde, die man zurückgeben müsste, so dass dann über §§ 819, 818 Abs. 4, 292 BGB letztlich auch die §§ 987 ff. BGB eingreifen.


    Zu viel Fachchinesisch? Vielleicht, aber im Detail kann es sogar noch komplizierter/anders sein, je nach konkretem Sachverhalt und Absprachen (und ggf. Nachweisbarkeit). Ich persönlich habe in vergleichbaren Fällen die Waren jedenfalls nicht weiter verkauft, sondern bei mir gelagert oder zurückgeschickt. Allerdings dürfte das praktische wirtschaftliche Risiko bei einem Klemmbaustein-Set vermutlich überschaubar sein.

    Schlechte Nachrichten: OG Kyle Long hat eine "lower leg injury" und wird wohl mindestens bis Saisonbeginn ausfallen. Möglicherweise muss er auch auf die PUP-Liste gesetzt werden, da dass er - grob gesprochen - erst in der zweiten Saisonhälfte zum Einsatz kommen könnte.

    Bei den Chiefs ist es derzeit relativ ruhig. CB Bashaud Breeland wird allerdings nach zwei relativ guten Jahren - jeweils auf Basis von Einjahresverträgen - nicht mehr zu den Chiefs zurückkehren, sondern hat für "up to 4 Mio." bei den Vikings unterschrieben.

    Wieso irritiert dich das? Lilien sind aus lokalpatriotischen Gründen immer mein „Zweitverein“ und auch da brauch ich den Maggus net :tongue2:

    Was hat Deine Abneigung hervorgerufen? Rein sportlich betrachtet war er in Kiel, Köln und Darmstadt sehr erfolgreich. Das macht die Verpflichtung aus Bremer Sicht auch unmittelbar nachvollziehbar.


    Die Lilien hatten gerade eine super Rückrunde. Wenn sie in der Vorrunde genauso erfolgreich gewesen wären, wären sie direkt in die erste Bundesliga aufgestiegen. Da vermute ich schon einen erheblichen Einfluss des Trainers. Jetzt verliert man neben Dursun (und ein paar weiteren Spielern) auch noch diesen Trainer, und das zu einem relativ ungünstigen Zeitpunkt. (Zum Vergleich: Leipzig war auch nicht glücklich über den Trainerwechsel nach München, aber wenigstens konnte man sich vor Saisonende darauf einstellen.)


    Natürlich war klar, dass Darmstadt für Anfang nur eine Durchgangsstation sein würde. Aber ich hätte schon unter normalen Umständen eine Ablöse mindestens im hohen sechsstelligen Bereich erwartet, jetzt angesichts des für Darmstadt ungünstigen Zeitpunktes im siebenstelligen Bereich. Nun hat man den Eindruck, dass er für die sprichwörtlichen "Appel und Ei" gewechselt ist.

    Kahun verstärkt das deutsche Team und reist zur WM, Draisaitl leider nicht.


    Aber auch Kahun ist für uns ein Topspieler und kann im besten Fall vielleicht sogar das letzte Vorrundenspiel gg Lettland bestreiten. Draisaitl's Anreise hätte wohl etwas länger gedauert. Kann aber gerade bei Draisaitl absolut nachvollziehen, dass er nach dem bitteren Aus nicht für womöglich ein Spiel zur WM reist. Kahun wurde ja zuletzt bei den Oilers nicht eingesetzt und sollte daher auch fitter sein.

    Wenn Draisaitl nicht will - okay. Aber die offizielle Darstellung ist, dass er Interesse hatte, man es aber organisatorisch nicht hinbekommt, ihn nach der Playoff-Niederlage (in der Nacht von Monat auf Dienstag!) bis Mittwochabend nach Lettland zu fliegen. Da greife ich mir doch an den Kopf. Wie kann es sein, dass der DEB organisatorisch nicht darauf vorbereitet ist, den mit Abstand besten deutschen Spieler im Falle des Playoff-Ausscheidens innerhalb von knapp 2 Tagen nach Lettland zu fliegen?

    Es ist vielleicht noch etwas früh, aber ich habe mir mal die vorläufige Salary-Cap-Situation der Chiefs für 2022 angesehen. Aktuell wird eine Base Salary Cap von 203 Mio. prognostiziert (Quelle: Overthecap). Die Individuelle Team Salary Cap ergibt sich dann unter Berücksichtigung von Carryover aus der Vorsaison und Anpassungen (z. B. im Hinblick auf Leistungsboni, die erreicht/nicht erreicht wurden).


    Nach aktuellem Stand haben die Chiefs relativ wenige Spieler (26) auch über 2021 noch unter Vertrag. Von den Stars läuft der Vertrag von S Tyrann Mathieu 2021 aus. Gleiches gilt für den Rookie-Kontrakt von OT Orlando Brown. Selbst ohne die beiden wären nach aktuellem Stand folgende Cap Numbers zu berücksichtigen ("Sparpotential" bezeichnet die Ersparnisse bei einem Cut, soweit wirtschaftlich sinnvoll möglich):


    QB Patrick Mahomes: 35,8 Mio

    DT Chris Jones: 29,4 Mio

    DE Frank Clark: 26,3 Mio (Sparpotential: 12,7 Mio.)

    WR Tyreek Hill: 20,7 Mio (Sparpotential: 18,0 Mio.)

    OG Joe Thuney: 17,8 Mio

    LB Anthony Hitchens: 12,7 Mio. (Sparpotential: 8,5 Mio.)

    TE Travis Kelce: 8,9 Mio. (Sparpotential: 3,3 Mio.)

    ---

    K Harrison Butker: 4,2 Mio. (Sparpotential: 2,8 Mio.)


    Damit entfallen auf die sieben Top-Spieler (= ohne Butker) insgesamt 151,6 Mio. Eine Entlassung von Kelce würde ich (vorbehaltlich einer schweren Verletzung) ausschließen. Hitchens ist sicherlich ein heißer Cut-Kandidat, aber auch Hill und Clark kämen in Betracht. Bei Mahomes hat man immer die Option, sein Gehalt in einen Signing Bonus umzuwandeln, um Cap Space zu schaffen. Aber das verschiebt das Problem natürlich nur in die Zukunft. Schon jetzt steht Mahomes beispielsweise für die Folgejahre mit 46,8 Mio. (2023), 44,3 Mio. (2024), 46,3 Mio. (2025) und 42 Mio. (2026) "in den Büchern".

    Der Move räumt wohl den Cap Room frei, den die Vikings für ihre Rookie Signings benötigen, und auch das erst nach dem 1.6.

    Cap-technisch dürfte der Trade sich wie eine Entlassung auswirken, d. h. die Vikings sparen knapp 2 Mio. Cap-Space ein.


    EDIT: Overthecap gibt eine Ersparnis von gut 1,8 Mio. durch den Trade an, also genau das Grundgehalt, das die Chiefs jetzt übernehmen.

    Einen Tag vor dem Minicamp haben erwartungsgemäß sämtliche gedrafteten Spieler der Chiefs ihre Verträge unterschrieben.


    Außerdem haben die Chiefs ihren Sechstrundenpick 2022 abgegeben und dafür von den Vikings einen Siebtrundenpick 2022 und CB Mike Hughes bekommen.Hughes war an der Highschool zunächst QB und wurde von North Carolina als CB rekrutiert, wo er 2015 auch ein Jahr spielte. Dann flog er aus dem Team, erhielt aber 2017 einen Platz im Team von UCF. Nach seiner Junior-Season wurde er von den Vikings 2018 in der ersten Runde (#30) gedraftet. Seine NFL-Karriere kam aber bislang in erster Linie verletzungsbedingt nicht in Schwung. Er zog sich in seiner Rookie-Saison einen Kreuzbandriss zu. 2019 kämpfte er sich langsam die depth chart nach oben, erlitt aber zum Saisonende eine Nackenverletzung. Auch 2020 behinderte ihn eine Nackenverletzung, so dass er Ende Oktober auf IR landete. Er gilt als sehr physischer CB, spielte aber bislang lediglich in 24 Spielen, davon nur 7 als Starter. Gleichwohl hatten die Vikings die 5th-year-option ausgeübt, so dass sein Rookie-Vertrag noch bis Ende 2021 läuft.

    Fisher hatte doch zu Beginn seiner Karriere schon Momente, wo man denken konnte, dass er nicht nur dem Nummer 1 Status im Draft nicht gerecht geworden ist, sondern sogar busten könnte.

    So zumindest mein Eindruck.

    Dann fing er sich aber schon recht gut und war die letzten Jahre eigentlich solide.

    Fisher hatte am College LT gespielt. Bei den Chiefs war er seit seiner Rookie-Saison durchweg Starter. Allerdings musste er in der ersten Saison RT spielen, wobei die Leistungen unterdurchschnittlich waren. Nach dem Abgang von Branden Albert spielte er ab seiner zweiten Saison LT, und da waren die Leistungen auch gut. Dass man sich von einem #1-Overall-Pick natürlich immer noch viel mehr erhofft, steht auf einem anderen Blatt.

    Ein paar juristische Anmerkungen zu den Ausgangsthemen "Metzelder" und "Kinderpornographie":


    1. Nach § 184b Abs. 1 StGB liegt der Strafrahmen für Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornographischer Schriften (bislang) bei 3 Monaten bis zu 5 Jahren. Im Normalfall erhält ein Ersttäter allgemein eine Strafe im unteren Drittel des jeweiligen Strafrahmens. Bezogen auf § 184b Abs. 1 StGB wären das also 3-20 Monate. Außergewöhnliche strafschärfende Umstände im "Fall Metzelder" sind nicht mitgeteilt. Ein Geständnis ist ein erheblicher Strafmilderungsgrund. Auch die öffentliche Berichterstattung wirkt sich zu Gunsten des Täters aus. Insofern erscheint mir die Strafhöhe unauffällig zu sein.


    2. Die Vollstreckung von Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr sind nach § 56 Abs. 1 StGB zur Bewährung auszusetzen, wenn wahrscheinlich ist, dass der Verurteilte auch ohne Strafvollzug künftig keine Straftaten mehr begehen wird. Hiervon geht man bei einem Ersttäter so gut wie immer aus, erst Recht bei einem geständigen Ersttäter. Im konkreten Fall erscheint die Gewährung von "Bewährung" daher offenkundig.


    3. Die Strafandrohungen für die "unmittelbaren" Täter sind wesentlich höher.

    a) Schon "einfacher" sexueller Mißbrauch von Kindern hat einen Regelstrafrahmen von 6 Monaten bis zu 10 Jahren, in besonders schweren Fällen bis zu 15 Jahren (§ 176 StGB), was zugleich (abgesehen von "lebenslänglich") die längstmögliche zeitliche Freiheitsstrafe nach dem StGB ist.

    b) Bei "schwerem" sexuellen Mißbrauch von Kindern wird die Mindeststrafe auf ein Jahr (Wiederholungstäter innerhalb von 5 Jahren nach rechtskräftiger Verurteilung) bzw. zwei Jahre ("Vergewaltigung") angehoben, § 176a Abs. 1, Abs. 2 StGB. Den "Vergewaltigern" gleichgestellt ist derjenige, der in der Absicht handelt, die Tat zum Gegenstand einer pornographischen Schrift zu machen (§ 176a Abs. 3 StGB).


    4. Historisch gesehen galt bis 1973 ein generelles Produktions- und Vertriebsverbot für sämtliche pornographischen Schriften. Das wurde in den beiden nachfolgenden Jahrzehnten immer mehr gelockert. Seit etwa 1997 wird es als besonders wichtig angesehen, pornographische Produkte zu bekämpfen, die als besonders gefährlich oder besonders anstößig gelten (gewalt-, tier-, kinder- und jugendpornographische Schriften). Inzwischen beruhen die nationalen Regelungen in diesem Bereich häufig auf europäischen Rahmenbeschlüssen.


    5. Es ist gar nicht so einfach zu begründen, warum die in § 184b StGB aufgeführten Taten überhaupt unter Strafe stellen darf. Die zu Grunde liegenden Taten kann man nicht mehr verhindern. Das "Angucken von Bildchen" mag man moralisch für verwerflich halten, aber Zweck des Strafrechts ist nicht die Durchsetzung der herrschenden Sozialmoral.


    Als Normzweck des § 184b StGB werden drei Aspekte ins Feld geführt:

    • Hauptzweck ist der Schutz von Kindern, die (künftig) als Darsteller missbraucht werden könnten. In diesem Zusammenhang soll der Markt für kinderpornographische Produkte bekämpft werden. Insofern wird eine strukturelle Parallele zur Hehlerei gezogen. Ob das Argument tragfähig ist, ist umstritten.
    • Als weiterer Zweck wird häufig die Vermeidung von Nachahmungstaten genannt. Dieses Argument ist durchaus umstritten. Generell gibt es wohl relativ wenige empirische Erkenntnisse. Soweit - mir nur aus Sekundärquellen bekannte - Erkenntnisse vorliegen, spricht einiges dafür, dass es sehr verschiedene Typen von Tätern gibt, wobei die Nachahmungsgefahr wohl nur eine kleine Gruppe betrifft. Aber angesichts der schlimmen Folgen für die Opfer bleibt das Argument wohl tragfähig, auch wenn es nur wenige Täter betrifft. Im Hinblick auf die schwache empirische Grundlage ist natürlich auch dieses Argument als Rechtfertigung für die Strafbarkeit umstritten.
    • Vereinzelt wird auch noch auf die "Menschenwürde" der konkret abgebildeten Kinder verwiesen. Dieses Argument spielt naturgemäß nur bei Darstellungen eine Rolle, denen ein "reales" Geschehen zu Grunde liegt.

    Besonders intensiv diskutiert werden zwei Einzelprobleme:


    a) Bekämpfen kann man nur künftige, ähnliche Taten. Die zentrale Frage ist also, ob man Konsumenten bestehender Kinderpornographie den späteren Kindesmissbrauch und/oder die Herstellung künftiger Kinderpornographie zurechnen kann. Das wird überwiegend bejaht, weil durch die Nachfrage am Markt ein Anreiz für künftige Kinderpornographie geschaffen wird. Allerdings ist sehr umstritten, ob die Gleichsetzung der Strafrahmen für "Verbreitung" einerseits und für "Besitz" andererseits gerechtfertigt ist, denn die "Verbreitung" weist gegenüber dem bloßen "Besitz" aufgrund ihrer Streuwirkung eine deutlich erhöhte Gefährlichkeit auf.


    b) Ebenfalls sehr umstritten ist, ob es gerechtfertigt ist, fiktionale Darstellungen unter Strafe zu stellen, wobei noch einmal zwischen "wirklichkeitsnahen" und "offenkundig fiktionalen" (z. B. Comics) Darstellungen unterschieden wird. In diesen Konstellationen ist der Bezug zum realen Missbrauch noch geringer. Zudem ist sehr umstritten, ob derartige Darstellungen die Gefahr eines realen Missbrauchs erhöhen (z. B. durch Senkung der Hemmschwelle und Nachahmungsgefahr) oder ob diese Gefahr sogar gesenkt wird (z. B. dadurch, dass pädophile Menschen so ein "Ventil" erhalten, ihre Neigung wenigstens in einer Phantasiewelt ausleben zu können). Angeblich sollen empirische Untersuchungen zumindest im Hinblick auf offenkundig fiktionale Darstellungen tendenziell für letzteres sprechen, aber richtig gesicherte Erkenntnisse scheint es noch nicht zu geben.

    Uiii das ist aber mächtig hochgegriffen. Fisher war mehr als ordentlich, aber Top 5-8? Sehe ich definitiv nicht, der wäre auch ohne Verletzung ein Cut-Kandidat bei den Chiefs gewesen.

    Die Einordnung passt wenn dann zu Mitchell Schwartz, der als RT zu den besten ligaweit gehörte, Fisher war immer klar unter ihm einzuordnen.

    Fisher einzuordnen ist schwierig. Er hat nichts Dominantes und ruft deswegen keine Begeisterungsstürme hervor. Gecuttet wurde er allerdings aus finanziellen Gründen, möglicherweise kombiniert mit seiner Verletzung. Denn die 2020er Saison war möglicherweise seine beste. Irgendwo habe ich in den letzten Tagen im Rahmen eines Vergleichs mit Orlando Brown die m. E. treffende Formulierung mitbekommen, dass er (gegen Pass-Rush) "den langsamen Tod stirbt". Es sieht nicht schön aus, aber er verschafft dem QB einfach genug Zeit. Im Passblock halte ich ihn daher für deutlich überdurchschnittlich, im Run-Block für durchschnittlich.

    Der bisherige Chiefs-LT Eric Fisher hat für 9,4 Mio./1 Jahr bei den Colts unterschrieben. Man setzt offenbar darauf, dass er nach seinem Achillessehenriss zu Saisonbeginn wieder einsatzfähig ist.


    DE Tamba Hali unterschreibt einen "Eintagesvertrag" und retired als Chief.


    Die Chiefs haben TE Sean Culkin, QB Jordan Ta'amu und OL Byron Witzmann entlassen.

    Die Veränderungen im Roster gehen auch nach der Draft munter weiter:


    Die Chiefs haben LB Kamalei Correa verpflichtet. Der 2016er Zweitrundenpick der Ravens spielte dort zwei Jahre, bevor er 2018 für einen Sechstrundenpick zu den Titans wechselte. Dort gelangen ihm sämtliche seiner bislang 8,5 Karriere-Sacks. 2020 fiel er zunächst coronabedingt aus und wechselte dann gegen einen Tausch später Draftpicks zu den Jaguars, wo er im Februar entlassen wurde. Er hat sein Talent bislang nicht so richtig umsetzen können und war überwiegend Backup (19 Starts in 63 Spielen). Er könnte situativ als Edge-Rusher eingesetzt werden, regulär als Strongside-Linebacker ("SAM").

    Die Chiefs verpflichten noch zwei wenig spektakuläre Spieler:


    WR Chris Fink ("The slippery fox") kam als Walk-on zu Notre Dame, wo man ihm nach einem Jahr ein Stipendium gab. In seiner letzten College-Saison returierte er 20 Punts für 180 yards und fing Pässe für 456 yards. Er blieb ungedraftet, wurde aber von den 49ers verpflichtet, wobei er sogar eine hübsche garantierte Summe (95.000 USD) erhielt. Trotz des Verletzungspechs der 49ers kam er nicht über die practice squad hinaus. Er ist einer von etlichen WR, die sich einen Roster spot erhoffen, aber er wird es schwer haben.


    S Will Parks ist in der AFC West kein Unbekannter. Er war 2016er Sechstrundenpick der Broncos, wo er bis 2019 als Backup auf Strong Safety spielte. 2020 unterschrieb er für ein Jahr bei den Eagles, wurde aber praktisch zu Saisonbeginn auf IR gesetzt und im Dezember entlassen, woraufhin er erneut bei den Broncos landete. Er dürfte hinter Mathieu, Thornhill und Sorensen wohl bestenfalls um den vierten Safety-Spot kämpfen.


    Damit ist das Maximum von 90 Spielern auf dem Roster erreicht. Allerdings wird es erfahrungsgemäß natürlich noch weitere Moves geben.

    Angeblich soll im Verlauf der Woche der bisherige Chiefs-LT Eric Fisher zu Verhandlungen nach Indianapolis kommen. Die spannende Frage ist, wann er nach seinem Achillessehnenriss im Championship Game wieder einsatzfähig ist und ob er nach der Verletzung an die bisherigen Leistungen anknüpfen kann.