DE Mike Danna hat bei den Bills für ein Jahr unterschrieben - Details sind noch nicht bekannt.
Beiträge von Chief
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Dass das nicht ausreichend ist finde ich halt etwas überraschend. Aufgrund der Historie der Nazis ist ja Nürnberg auch die "Stadt der Menschenrechte" geworden und diese Straße steht symbolisch dafür. Übrigens hat es auch einen Hintergrund warum sie dort errichtet wurde (hinter Bezahlschranke):
Die Straße der Menschenrechte sei ein symbolischer Gedenkort, betont Doll. Sie stehe für die Unantastbarkeit der Menschenwürde sowie die Prinzipien, auf denen die freiheitlich-demokratische Grundordnung beruhe: Sie sei „eine der wichtigsten Antworten der ehemaligen Stadt der Reichsparteitage auf den Faschismus.“
An der heutigen Säulen-Straße befand sich einst das Metallarbeiterhaus, Sitz des Deutschen Metallarbeiter-Verbands, der Vorgängerorganisation der IG Metall. Es wurde am 2. Mai 1933 von SA und SS gewaltsam gestürmt. „Wenn nun Rechtsextreme ausgerechnet dort ihre Propaganda verteilen, ist dies eine Verhöhnung der Opfer und des Gedenkorts“, schimpft Doll.
Wie gesagt: Es ist letztlich Spekulation, warum die Gerichte so entschieden haben. Wir kenne die Gründe (noch) nicht. Vielleicht werden die Entscheidungen ja noch veröffentlicht.
Ich wäre umgekehrt sehr überrascht gewesen, wenn das Verbot vor Gericht Bestand gehabt hätte, weil mir praktisch jede einzelne Voraussetzung der Norm zweifelhaft erscheint. Es hat schon seinen Grund, dass die Norm nur extrem selten zur Anwendung kommt, weil eben ihre Voraussetzungen sehr eng sind.
Um es am Beispiel des geschützten Ortes zu sagen: Nürnberg ist gewiss vor dem Hintergrund der Reichsparteitage ein besonderer Ort für den Nationalsozialismus. Aber Nürnberg ist nach meiner Kenntnis nicht berühmt dafür, dass dort in außergewöhnlicher Weise Opfer des Nationalsozialismus menschenunwürdig behandelt worden wären. Da denke ich spontan an Auschwitz, Dachau, Sachsenhausen, Buchenwald oder Bergen-Belsen sowie an das Warschauer Ghetto. Die "Straße der Menschenrechte" scheint auch keine Gedenkstätte speziell für die Opfer des Nationalsozialismus zu sein, wie es das Holocaust-Denkmal in Berlin ist. Es ist nach Eigendarstellung der Stadt Nürnberg "sowohl eine Anklage gegen die Verbrechen der Nationalsozialisten als auch eine zu Stein gewordene Mahnung an die Menschen, dass die Menschenrechte auch heute noch in vielen Staaten der Erde massiv verletzt werden."
Auch die anderen Merkmal sind sicher nicht einfach zu begründen. Beispielsweise hast Du ja selbst geschrieben, dass da keine Großdemos stattfinden, sondern es sich um eine eher kleine Gruppe handelt. Weitere Kriterien wären sicherlich, wie sie sich üblicherweise verhalten. Das kann ich aus der Distanz natürlich schlecht beurteilen.
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Das "Team rechte Menschen" darf auf der Straße der Menschenrechte in Nürnberg demonstrieren, WTF?!?!
.https://www.nordbayern.de/nuernberg/schl…ehen-1.15102740
Ich bin da unregelmäßig mal bei den Gegendemos (wenn ich sowieso in der City bin), das ist eine kleine Gruppe absolut verabscheuenswürdiger Drecks-Nazis, Die Entscheidung des Gerichts verstehe ich einfach gar nicht
.Es ist nicht mein Fachgebiet, aber Dein Posting hat mich neugierig gemacht. Letztlich ist es spekulativ, wie das Verwaltungsgericht (1. Instanz) und der Verwaltungsgerichtshof (2. Instanz) argumentiert haben, denn das ist dem Artikel nicht zu entnehmen.
Das Kernproblem ist wohl der Eingriff in die Meinungsfreiheit (Art. 5 Abs. 1, Abs. 2 GG). In dem Presseartikel wird als Eingriffsnorm Art. 15 Abs. 2 Nr. 1 des Bayerischen Versammlungsgesetzes erwähnt. Die Norm lautet in ihren Absätzen 1 und 2:
"Artikel 15 Beschränkungen, Verbote, Auflösung
(1) Die zuständige Behörde kann eine Versammlung beschränken oder verbieten, wenn nach den zur Zeit des Erlasses der Verfügung erkennbaren Umständen die öffentliche Sicherheit oder Ordnung bei Durchführung der Versammlung unmittelbar gefährdet ist oder ein Fall des Art. 12 Abs. 1 vorliegt.(2) Die zuständige Behörde kann eine Versammlung insbesondere dann beschränken oder verbieten, wenn nach den zur Zeit des Erlasses der Verfügung erkennbaren Umständen
1.die Versammlung an einem Tag oder Ort stattfinden soll, dem ein an die nationalsozialistische Gewalt- und Willkürherrschaft erinnernder Sinngehalt mit gewichtiger Symbolkraft zukommt, und durch sie
a) eine Beeinträchtigung der Würde der Opfer zu besorgen ist,
oder
b) die unmittelbare Gefahr einer erheblichen Verletzung grundlegender sozialer oder ethischer Anschauungen besteht oder
2. durch die Versammlung die nationalsozialistische Gewalt- und Willkürherrschaft gebilligt, verherrlicht, gerechtfertigt oder verharmlost wird, auch durch das Gedenken an führende Repräsentanten des Nationalsozialismus, und dadurch die unmittelbare Gefahr einer Beeinträchtigung der Würde der Opfer besteht.
[...]"
In der Kommentarliteratur gibt es Stimmen, welche Art. 15 Abs. 2 des Bayerischen Versammlungsgesetzes (und anderer, gleich formulierter Gesetze) insgesamt für verfassungswidrig halten. Dafür spricht, dass eigentlich Einschränkungen der Meinungsfreiheit nur aufgrund von "allgemeinen" Gesetzen zulässig sind, also solcher Gesetzen, die sich nicht gegen eine spezielle Meinung richten. So verstanden ist die Norm "standpunktdiskriminierend", weil sie sich speziell gegen rechtsextreme Meinungsäußerungen/Versammlungen richtet. Dagegen spricht, dass das Bundesverfassungsgericht im Falle des Nationalsozialismus gewisse Ausnahmen zulässt (z. B. Strafbarkeit der Leugnung des Holocaust) und es die sehr ähnliche bundesrechtliche Norm (§ 15 Abs. 2 VersG) bislang nicht beanstandet hat.
Wenn man einmal unterstellt, dass die Norm verfassungsgemäß sei, dann schützt sie Orte, die an die menschenunwürdige Behandlung der Opfer des Nationalsozialismus erinnern, soweit sie von historisch herausragender und überregionaler Bedeutung sind. Gedacht ist wohl in erster Linie an die Gelände ehemaliger Konzentrationslager. Da ich zu meinem Bedauern einräumen muss, dass ich nur als Kind einmal in Nürnberg war, kann ich nicht beurteilen, ob die "Straße der Menschenrechte" hier unter die geschützten Orte fällt. Was ich darüber in Wikipedia lese, dürfte wohl nicht ausreichen (?)
Zudem handelt es sich um eine Norm zum Schutz der öffentlichen Sicherheit. Es muss sich daher - ähnlich wie bei Verfügungen nach Abs. 1 - aufgrund konkret feststellbarer Umstände die konkrete Gefahr der "Beeinträchtigung der Würde der Opfer" oder "die unmittelbare Gefahr für die erhebliche Verletzung grundlegender sozialer oder ethischer Anschauungen" bestehen. Nach meinem Eindruck - wie gesagt: es ist nicht mein Spezialgebiet - ist in vergleichbaren Konstellationen das praktische Problem, dass man eher subjektive Befürchtungen als konkret feststellbare Umstände hat - und das reicht dann meist vor Gericht nicht aus. [Nach dem, was ich per google-Recherche über das mit bis heute unbekannte "Team Menschenrechte" gefunden habe, befinden sich dort insbesondere Kritiker der Corona-Politik. Dass die der Meinung sind, man habe ihre Grund-/Menschenrechte verletzt, und dies als Begründung dafür nutzen, an diesem Ort demonstrieren zu wollen, erscheint gar nicht so fernliegend.]
Wenn diese Voraussetzungen dagegen vorliegen, dann hat die Behörde ein Ermessen, dass sie entsprechend ausüben muss. Sie muss insbesondere den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit beachten.
Als praktischen Beispielsfall zu § 15 Abs. 2 VersG habe ich gefunden:
Die "Jungen Nationaldemokraten" - eine Jugendorganisation der NPD - hatte für den 08.05.2005 in Berlin einen Aufzug unter dem Motto "60 Jahre Befreiungslüge - Schluss mit dem Schuldkult" angemeldet. Ihr wurde die Auflage erteilt, den geplanten Vorbeimarsch am Holcaust-Denkmal zu unterlassen. Die hiergegen eingelegten Rechtsbehelfe hatten bei Verwaltungsgericht, Oberverwaltungsgericht und Bundesverfassungsgericht keinen Erfolg. Die Gerichte haben die Begründung der Behörde akzeptiert, dass es eine Verhöhung der Opfer des NS-Terrors darstelle, wenn eine Gruppierung mit offenkundiger Nähe zum NS-Regime am Tag des Endes dieses Regimes - noch dazu unter diesem Motto - am Denkmal für die durch dieses Regime ermordeten Juden Europas vorbeiziehe, zumal mit Teilnehmern aus dem rechtsextremistischen Spektrum der gesamten BRD zu rechnen sei, die Jugendorganisation jüdische Opferzahlen in Frage stelle und sich einer der NS-Propaganda nahestehenden Wortwahl bediene, welche den Holocaust relativiere.
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Das zuständige Bezirksgericht hat das Verfahren gegen DB-Coach Dave Merritt nach zwei Wochen Ermittlungen und "Einholung zusätzlicher Informationen" eingestellt.
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Spoiler anzeigen
Junior Seau
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Nach dem Rookie-Minicamp geht es nun bis Saisonbeginn im Wesentlichen wie folgt weiter:
Die (freiwilligen) OTAs (Organized Team Activities) der Chiefs finden in zwei Blöcken (26.-28.05., 01.-03.06.) statt. Erlaubt sind Übungen 7 gegen 7 oder 11 gegen 11 ohne Körperkontakt.
Im Anschluss findet das verpflichtende "Mandatory Minicamp" vom 09.-11.06.2026 statt.
Zum eigentlichen Trainingscamp kehren die Chiefs traditionell an die Missouri Western State University in St. Joseph zurück. Der genaue Zeitplan ist noch nicht veröffentlicht, aber der Beginn des Camps wird etwa um den 20.-22.07.2026 erwartet, wobei erfahrungsgemäß Rookies und verletzte Spiele schon früher anfangen als die Veteranen. Das Camp läuft vermutlich bis ca. 12.-14.08.2026. Parallel dazu laufen die drei Preseason-Games.
Bis zum 26.08.2026 müssen dann die "final roster cuts" durchgeführt werden.
Die Saison beginnt am 09.09.2026 mit einem Spiel der Seahawks. Die Chiefs werden voraussichtlich am darauf folgenden Sonntag (13.09.) ihr erstes Spiel bestreiten. Der genaue Spielplan (Preseason und Regular Season) ist noch nicht veröffentlicht.
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Nachdem zahlreiche Artikel rund um die Draft immer wieder den verletzungsbedingten Ausfall von Mahomes betont und zum Teil angedeutet haben, dass man die Saison möglicherweise mit Fields oder gar Nussmeier beginnen müsse, hat GM Brett Veach nun klar gesagt, dass Mahomes im Hinblick auf seine schwere Knieverletzung "way ahead of schedule" sei und man ihn in erster Linie vor sich selbst schützen müsse, weil er am liebsten von Anfang an voll mittrainieren wolle.
Vor ein paar Tagen hatte sich Andy Reid schon ähnlich - wenngleich vorsichtiger - geäußert und angedeutet, dass Mahomes bereits bei den (freiwilligen) OTAs in wenigen Wochen wieder (eingeschränkt) mittrainieren könne, man ihn aber noch bremsen müsse.
Chiefs GM Gives Patrick Mahomes Rehab Update: 'He’s Way Ahead of Schedule' | FOX Sports
Chiefs GM Brett Veach on Patrick Mahomes: 'He's way ahead of schedule'
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Die Chiefs haben mit WR Cyrus Allen und QB Garrett Nussmeier die ersten beiden gedrafteten Spieler unter Vertrag genommen. Wie üblich ist es bei den Picks aus den letzten Runden am einfachsten. Details sind noch nicht bekannt, aber erwartet werden laut spotrac:
WR Cyrus Allen, 4,6 Mio./4 Jahre (980.000 Cap Charge im ersten Jahr)
QB Garrett Nussmeier, 4,4 Mio./4 Jahre (915.000)
Da sich die Salary Cap auf die Top-51 Spieler bezieht und Spieler in dieser Region die Cap mit ca. 1 Mio. belasten, war das buchhalterisch kein Problem. Ähnliches würde auch für DB Jadon Canady und RB Emmett Johnson gelten. Aber bei den ersten drei Picks werden Cap-Belastungen von insgesamt rund 13 Mio. erwartet - und die Chiefs haben nur noch einen Cap Space von rund 7 Mio. Da ist also allein deswegen noch ein "Move" erforderlich - erst Recht, wenn man noch jemanden verpflichten will. Ich vermute mal, dass man den Roster Bonus von Chris Jones (16 Mio.) ganz oder teilweise in einen Signing Bonus umwandeln wird mit der Folge, dass sich der Betrag dann buchhalterisch auf die Restdauer seines Vertrages verteilt. Wenn man beispielsweise 12 Mio. umwandeln würde, dann würden nur 4 Mio. in 2026 gegen die Cap zählen (= weitere 8 Mio. verfügbarer Cap Space in 2026), dafür aber natürlich auch jeweils zusätzliche 4 Mio. in 2027 und 2028.
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Nach dem Rookie-Minicamp haben die Chiefs drei eher unbekannteren Spielern einen Vertrag für das 90er-Roster gegeben, nämlich
WR Xavier Loyd (Kansas State/Illinois State/Missouri), 6-2, 196 lbs. Sein bestes Jahr hatte er 2024 bei Illinois State (66 catches für 912 yards und 6 TDs), wohingegen er 2025 bei Missouri lediglich 2 catches für 21 yards hatte und hauptsächlich in den Special Teams zum Einsatz kam.
DB Marlen Sewell (Vanderbild), 6-1, 200 lbs, war 2025 Team Captain, aber nicht sonderlich produktiv (52 Tackles, 2 Deflections).
OL Kahlil Benson (Indiana/Colorado/Indiana), 6-5, 325 lbs, kehrte 2025 zu den Hoosiers zurück und war starting RT für den überraschenden Collegemeister. In der NFL gilt er eher als Kandidat für die Guard-Position.
Dafür mussten natürlich 3 andere Spieler entlassen werden. Erwischt hat es QB Jake Haener, DE Ethan Hurkett und DT Zacch Pickens.
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#34 DE R Mason Thomas
Wenn man es genauer betrachtet, ist das gar nicht zulässig, denn für DL sind 50-79 und 90-99 reserviert. Es ist also davon auszugehen, dass R Mason Thomas als OLB vorgesehen ist.
Wenn ich jetzt ganz tief im Kaffeesatz lese, dann spricht das gegen eine Rückkehr von Tyreek Hill - hätte man ihm sonst nicht die #10 reserviert?
Andere sind da wesentlich optimistischer:
Tyreek Hill Potentially Returning to Chiefs Picking up Steam AgainWith the 2026 NFL Draft now in the book, Tyreek Hill potentially returning to the Kansas City Chiefs is picking up steam again.heavy.com -
Noch keine Verträge, aber immerhin gibt es schon mal Rückennummern für die Rookies:
#5 CB Mansoor Delane
#99 DT Peter Woods
#34 DE R Mason Thomas
#22 DB Jadon Canady
#10 RB Emmett Johnson
#13 WR Cyrus Allen
#14 QB Garrett Nussmeier
Was waren das noch Zeiten, als #5 ein Kicker oder Punter, # 10, 13 oder 14 Quarterbacks und # 22 und 34 DBs oder RBs waren. Immerhin ist #99 immer noch in der D-Line.
Wenn ich jetzt ganz tief im Kaffeesatz lese, dann spricht das gegen eine Rückkehr von Tyreek Hill - hätte man ihm sonst nicht die #10 reserviert?
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Die Chiefs haben zwei Roster Sports auf dem 90er-Roster freigemacht. Erwartungsgemäß erhielt OT Chukwuebuka Godrick (Nigeria) wie schon 2023-2025 erneute eine "international player exemption", zählt also nicht gegen das Roster. Zudem wurde RB ShunDerrick Powell entlassen.
Nach meinem Verständnis zählen die gedrafteten Spieler sofort gegen das 90er-Roster, auch wenn sie noch keinen Vertrag unterschrieben haben. Da man Roster Spots üblicherweise nicht "zum Spaß" freimacht, ist daher jedenfalls zu vermuten, dass zwei Spieler zeitnah unter Vertrag genommen werden sollen. Wir dürfen gespannt sein ...
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Man muss ja auch mit sehr guten Stats von Rice rechnen, da kein WR in den ersten Runden als richtiger Konkurrent gedraftet wurde. Kommt nicht unvorhergesehen ein richtig starker WR als noch übriger Free Agent (etwa Hill, wobei hier die Frage wäre wie bezahlt man ihn und wann würde dieser überhaupt wieder spielen können), dann wird Rice eine sehr große Rolle in unserer Offense einnehmen sich die Targets zwischen Worthy, Kelce und Thornton teilen.
Das lässt darauf schließen, dass Rice ansprechende Zahlen auflegt und voraussichtlich eine der besten und attraktivsten WR-Optionen in der Free Agency wird.Bei Rice gibt es halt einige Fragezeichen. In seiner Rookie-Saison (2023) hat er sich gut entwickelt. In 2024 hatte er sich weiter gesteigert und war bis zu seiner Verletzung in Woche 4 einer der Top-WR in der NFL. In 2025 war er für die ersten 6 Spiele gesperrt ("Autorennen"). Danach hat er ordentlich gespielt, aber nicht so gut, wie ich es erwartet hatte. Es kann natürlich sein, dass das noch die Nachwirkungen der Verletzung war. Manche Spieler kommen erst ein Jahr später wieder richtig in Form (z. B. CB Jaylon Watson), manche erreichen ihr früheres Niveau gar nicht mehr. Ich bin schon optimistisch, dass sich Rice 2026 wieder steigern kann, aber die mögliche Bandbreite ist groß. Ein zusätzliches Problem stellen seine "legal issues" dar. Die Angelegenheit um das Autorennen ist wohl juristisch weitgehend abgeschlossen, aber er steht für 5 Jahre unter Bewährung. Zwischendrin gab es noch mindestens eine Arrestierung durch die Polizei, aber daraus scheint sich nichts entwickelt zu haben. Hoffen wir mal, dass es dabei bleibt.
Daher: Ja, mit einer tollen Saison, ohne Verletzung und ohne weitere "off-the-field-problems" hat Rice durchaus die Chance auf einen größeren Zahltag. Ob das bei den Chiefs sein wird, dahinter setze ich mal eine ganze Reihe von Fragezeichen. Nicht zuletzt hat man mit Cyrus Allen noch einen weiteren Slot-WR gedraftet.
Alles anzeigenGebe dir bei deiner Auflistung in allem recht, aber die Aussage „bedingt ja“ finde ich hier nicht treffend. RT wird nächstes Jahr eine riesige Baustelle.
Gibt doch hier den passenden Spruch: Die Offense-Line ist immer nur so gut, wie sein schwächstes Glied.
Und was für eine Baustelle man sich mit einem nicht passenden OT aufmacht, konnten die Chiefs am Experiment Joe Thuney als LT in den Playoffs 2025 sehen.
In der Free Agency einen guten OT zu finden ist fast aussichtslos und im Draft einen guten OT zu finden, der ab Week 1 bereit ist zu starten, ist super schwer. Die Spieler mit der höchsten Erfolgswahrscheinlichkeit gehen (ohne Injury concerns wie bei Simmons) meist außer Reichweite von den Chiefs. Gerade OT, der nach QB vielleicht wichtigsten und am schwierigsten zu besetzenden Position.
Aber das ist Thema für nächstes Jahr. Vielleicht performen auch Moore oder Esa Pole über der Erwartung und wir haben den RT bereits im Kader. Gerade bei Esa Pole habe ich wirklich viel Hoffnung auf einen erfolgreiche Chiefs Zeit, wenn nicht als RT zumindest als Swing Tackle.Der Rookie-Vertrag für Suamataia läuft noch bis einschließlich 2027. Der Rookie-Vertrag für Simmons läuft bis 2028 plus 5th year option. Die Verträge mit Creed Humphrey und Trey Smith laufen ebenfalls bis 2028. Wenn wir mal unterstellen, dass Moore auf RT aufläuft, steht nur hinter ihm in einer Saison ein Fragezeichen, da sein Vertrag ausläuft. Da könnte man verlängern, einen FA verpflichten, jemanden draften oder einen Spieler entwickeln. Daher: Ja, ich rechne 2027 damit, dass für die O-Line gedraftet wird. Das hatte ich ja schon in diesem Jahr erwartet. Aber ob es ein dringender need sein wird, das lässt sich jetzt nur höchst spekulativ beantworten. Das meinte ich mit "bedingt ja".
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Inzwischen gibt es auch Meldungen zu den Plänen der Chiefs vor der Draft:
1. Es gab wohl ein Verletzungsupdate zu CB Jermod McCoy, welches ungünstig war und ihn weit hat fallen lassen.
2. Die Chiefs gingen wohl ursprünglich davon aus, dass die Commanders an #7 zwischen CB Delane, WR Tate, S Downs und WR Tyson wählen und am wahrscheinlichsten Tate nehmen würden. Dann hätte New Orleans an #8 voraussichtlich zwischen Tyson, Downs und Delane gewählt. Dadurch, dass Tate aber bereits an #4 von den Titans genommen wurde, stieg das Risiko, dass Commanders oder Saints sich für Delane entscheiden würden, erheblich an.
3. Backup-Plan (für den Fall, dass der Trade nicht zustande kommt oder Delane überraschend noch früher gepickt wird) der Chiefs soll es gewesen sein, #9 WR Jordyn Tyson oder S Caleb Downs zu nehmen. Dann hätten sie allerdings versucht, unter Einsatz des Dritt- oder Viertrundenpicks von #29 nach oben zu traden, um CB Chris Johnson zu bekommen.
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In den Power Rankings sind die Chiefs jedenfalls der große Draft-Profiteur. Bei nfl.com machen sie den größten Sprung von #14 auf #8. Das ist natürlich nur eine Spielerei, aber doch immerhin eine erfreuliche.
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Der Montag unmittelbar nach der Draft (27.04.2026) war übrigens der Stichtag für die Berechnung der Compensatory Picks. Auch wenn sie offiziell vermutlich erst im nächsten März bekannt gegeben werden, wird vermutet, dass die Chiefs einen Viertrundenpick (für CB Jaylen Watson) und zwei Siebtrundenpicks (für WR Marquise "Hollywood" Brown und DE Charles Omenihu) erhalten werden. Man vermutet, dass sich im Übrigen Neuverpflichtungen (z. B. Kenneth Walker II, Khyiris Tonga) und Abgänge (z. B. Bryan Cook) etwa kompensieren. Details können sich abhängig von den Leistungen in 2026 noch verschieben.
Das hat zur Folge, dass Free Agents, welche ab heute (28.04.2026) verpflichtet werden, nicht mehr in die Berechnung der Compensatory Picks für 2027 einfließen. Nun bin ich gespannt, ob sich in den nächsten Tagen noch etwas tut, insbesondere auf WR.
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Aktuell hätten die Chiefs in 2027 ihre eigenen Picks aus den Runden 1, 2, 3, 4 und 5 sowie den Drittrundenpick der Rams und den Siebtrundenpick der Jets. Dazu kämen dann wie gesagt wahrscheinlich ein Viert- und zwei Siebtrundenpicks am jeweiligen Ende der Runde. Derzeit wird erwartet, dass der 2027er-Jahrgang sehr talentreich sein dürfte, vor allem auf QB und WR.
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Dieser Draft hat doch wohl klar gemacht, dass man im kommenden Jahr in der Offense investieren wird.
Das ist möglich, hängt aber letztlich davon ab, welche Spieler die Chiefs bis zur nächsten Offseason (einschließlich) verlassen. Nach derzeitigem Stand:
QB: sehr unwahrscheinlich
RB: jedenfalls kein Need, sondern ein gerade erst verpflichteter Veteran plus zwei Spieler mit Rookie-Verträgen im Kader
WR: sehr junge Unit, aber da kann sich in einem Jahr viel ändern.
TE: ja
OL: bedingt ja (RT und Backups bzw. Leute, die Humphrey oder Smith mittelfristig ersetzen könnten)
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Quatsch ist da gar nichts daran.
Meiner Ansicht nach führt das so getrennt zu betrachten wie du das hier machst, das ganze Salary-Cap-System und den Draft quasi ad absurdum.
Ich würde eher sagen: Das dient der gedanklichen Klarheit.
Übrigens zeigt das mal wieder perfekt, dass man niemals mit extremen Needs in eine Draft reingehen sollte. Man fühlt sich dann genötigt solche teuren Moves zu machen, nur um ein großes Loch zu stopfen. Hatte dementsprechend hier auch geschrieben, dass ich hoffe, dass die Chiefs in der Free Agency vor dem Draft noch jemand solides als Starting-CB holen, damit man nicht fast komplett blank in den Draft reingeht. Die Folge konnte man jetzt sehen.
Das widerspricht nur völlig dem - m. E. sehr guten - Konzept der Chiefs, maximal einen mittelteuren Safety als "QB der Passverteidigung" zu bezahlen und ansonsten bei den DBs auf junge und günstige Spieler mit Rookie-Verträgen zu setzen. Mir ist auch nicht klar, wie man das hätte finanzieren sollen.
Was Du als (drafttechnisch) "teuren Move" ansiehst, halte ich für eine (captechnisch) sehr billige Möglichkeit, mit hoher Treffernquote Needs abzudecken und den Cap Space lieber anderweitig zu nutzen.
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Natürlich spielt das eine Rolle. Man kann ja in der NFL nicht einfach völlig isoliert die Leistung auf dem Feld betrachten und alles andere ignorieren. Die "Anschaffungskosten" sind hier unzertrennlich.
Ich kann ja vieles nachvollziehen, aber das ist nun wirklich quatsch. Oder reden wir aneinander vorbei? Du hast ein ganz konkretes Objekt in Deinem Vermögen, z. B. ein Auto, ein Buch, einen Draftpick. Dieses Objekt hat einen Wert. Wir können gerne über den Wert diskutieren, aber wie hoch auch immer der Wert ist: Dem Objekt in Deinem Vermögen ist es völlig egal, ob Du es geschenkt bekommen hast oder ob Du dafür eine Million gezahlt hast. Price is what you pay, value is what you get.
Man kann natürlich getrennt davon darüber diskutieren, ob der Anschaffungspreis zu hoch war. Wenn Du also sagst, dass die drei Picks zu viel waren für #6, dann ist das diskutabel. Aber wenn ich den #6 Pick erst einmal habe, gibt es keinen Unterschied mehr zwischen einem "gekauften" und einem "originär erhaltenen" #6-Pick.
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Selbst wenn Delane ein 2. Surtain werden sollte, bleibe ich trotzdem dabei, zu viel Risiko und Glückspiel für einen Non-QB.
Letztlich beruht Deine Argumentation auf dem Ausgangspunkt, dass Du so einen Trade nur für einen QB machen würdest. Da es keinen objektiven Maßstab gibt, kann man das natürlich so sehen. Dafür spräche auch, dass die Chiefs nach den üblichen Bewertungstabellen etwas mehr bezahlt haben als die Browns.
Letztlich kann man solche Beurteilungen oder Entscheidungen nur auf innere Konsistenz prüfen. Beispielsweise: Jeder Pick hat einen Wert. Ob man den Pick nun regulär oder per Trade bekommt, spielt für dessen Wert im Ergebnis keine Rolle. Dann wäre die logische Konsequenz Deiner Prämisse, dass man nicht (freiwillig) einen anderen Spieler als einen QB in den Top 10 picken dürfte, sondern dass jeder versuchen müsste, aus den Top 10 herauszutraden, wenn er keinen QB will. Es hätten sich also im Grunde in diesem Jahr alle Teams hinter den Raiders geradezu darum schlagen müssen, nach unten zu traden. Das hätte dann allerdings einen Preiseinbruch zur Folge. Für derartige Preiseinbrüche gibt es aber keine Anhaltspunkte, denn die Chiefs hätten sicherlich nicht die Picks #9, 74 und 148 für #6 gezahlt, wenn ihnen jemand einen höheren Pick billiger gegeben hätte. Also müsste sich zumindest die Mehrheit der Teams nach Deinen Bewertungsmaßstäben irrational verhalten.
Ich habe ja kein Problem damit, wenn man CB in den Top10 draftet, kann man für diese Position machen, aber ich würde vermutlich niemals innerhalb der Top10 hochtraden für einen CB.
Das erscheint mir wie gesagt inkosequent. Entweder der Spieler ist den Pick wert oder nicht. Dem Pick ist es egal, woher er kommt.
Ich kann die Entscheidung der Chiefs aus den dargelegten Gründen jedenfalls gut nachvollziehen. Klar, der Trade war nicht der Traum, aber die Priorität war eben hoch, und das aus plausiblen Gründen. Jedenfalls haben sich die Chiefs nicht extrem über den Tisch ziehen lassen, wie Du das andeutest. Nach dem alten Jimmy Johnson Chart wäre es ein fairer Deal, nach neueren Charts (Rich Hill Chart o. ä.) günstig für die Browns, aber nicht extrem.
Ich wäre auch völlig zufrieden, wenn Delane das Niveau von McDuffie erreichen würde, denn letzterer war der Pick #21 und hat die Erwartungen deutlich übertroffen.
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[...]
Sehr gutes Posting, auch wenn ich punktuell etwas anderer Meinung bin:
- Der Delane-Pick - noch dazu in Kombination mit dem Trade - hat mich sehr überrascht. Aber wenn ich von einer Experten-Entscheidung überrascht werde, stelle ich erstmal meine eigene Erwartungshaltung in Frage. Je länger ich nachgedacht und gesucht habe, um so mehr habe ich die Aktion verstanden:
- Position: CB ist eine absolute Value-Position.
- Situation der Chiefs: Nach dem Abgang von McDuffie (und weiteren Passverteidigern) war die Position des #1-CB die mit Abstand größte Lücke/Baustelle im Kader der Chiefs
- Spieler: Delane hat einen hohen Floor und ein hohes Ceiling. Treffend fand ich die Einschätzung, er habe das Talent von McDuffie, sei aber körperlich größer und damit (noch) besser geeignet, gegen typische #1-Receiver zu verteidigen. Viele hatten ihn als einen der Top-5-Spieler, z. T. sogar Top 3.
- Trefferchance: Jeder Draft Pick ist nur ein Los in der Lotterie. Niemand schlägt "sicher" in der NFL ein. Aber Delane ist qualitativ so sicher, wie ein Pick eben sein kann - nach meiner Einschätzung mindestens 80 %.
- Alternativen
- auf CB: Jermod McCoy und Mansoor Delane galten gleichauf als die beiden mit Abstand besten CB-Talente des Jahrgangs. Aber McCoy kommt von einem Kreuzbandriss zurück und wurde nicht ohne Grund erst in Runde 4 gedraftet. Eine annähernd gleichwertige Alternative zu Delane für den Fall, dass die Saints ihn sich an #8 geschnappt hätten, gab es damit nicht.
- auf anderen "Value"-Positionen sehe ich niemanden mit einer so hohen Trefferwahrscheinlichkeit. Gerade auf DE oder WR schätze ich die Trefferchance vielleicht auf 50 %.
- auf anderen Positionen gab es vielleicht ähnlich gute Kandidaten, aber die hätten eben weder einen dringenden need abgedeckt noch den Positionswert mitgebracht.
- Konkurrenz: Die Saints waren ein sehr realistischer Kandidat, Delane zu picken.
- Das Atypische an dieser Draft war eigentlich nur der Top-Pick der Chiefs. Hier ist man mit Delane im Rahmen des Möglichen "auf Nummer Sicher" gegangen. Alle anderen Picks sind aus meiner Sicht typische Chiefs-Picks: Man geht ein gewisses Risiko ein, aber der potentielle Wert des Spielers ist groß:
- DT Peter Woods hatte ein schlechtes Jahr und könnte busten. Aber er hatte eine tolle Saison 2024 und hätte ein Top-Pick sein können, auf den die Chiefs in normalen Jahren keine Chance gehabt hätten. Die Chiefs brauchen 4-5 DTs für die Rotation, so dass es kein Problem darstellt, jetzt mit Jones, Norman-Lott, Tonga und Woods dazustehen - zumal keiner so genau weiß, was Norman-Lott und Woods werden kurzfristig beitragen können. Außerdem gibt es eine Tendenz zu stärkerer Rotation, wohingegen die Chiefs ziemlich auf Chris Jones angewiesen sind.
- EDGE Mason Thomas hast Du treffend beschrieben. Irgendwo habe ich sinngemäß gelesen, vermutlich habe man Spagnuolo auf einen Stuhl gefesselt und mit dem Licht einer Taschenlampe in die Augen so lange gefoltert, bis er einen DE akzeptiert habe, der kein Allrounder ist. Den Versuch ist es wert - und einen starken Rusher für Passing Downs könnten die Chiefs wirklich gut gebrauchen.
- CB Jadon Canady hast Du ebenfalls treffend beschrieben, ebenso seine potentielle (!) Folge für Chamarri Conner und die Safeties.
- RB Emmett Johnson: Schaut Euch mal ein Highlight-Video von ihm an. Der Typ macht Laune - erst Recht, wenn man bedenkt, dass die Defenses sich im Grunde auf ihn konzentrieren konnten. Manche sehen in ihm den zweitbesten RB des Jahrgangs.
- WR Cyrus Allen ist - ja - ein Slot-Receiver, aber wenn er Seperation und Fangsicherheit in die NFL transferieren könnte, wäre er ein wertvoller Spieler.
- QB Garrett Nussmeier ist der Prototyp eines Value-Picks. Die meisten haben ihn in Runde 2/3 gesehen. Ich habe sogar gehört, dass man dachte, ein verzweifeltes Team könne ihn schon Ende der ersten Runde nehmen - und die Chiefs kriegen ihn am Ende der 7. Runde. Wenn er einschlägt, ist er bald entweder ein günstiger Backup oder ein Trade-Kandidat.
- Nach heutigem Stand sehe ich für Rice keinen ganz großen Vertrag. Und wenn er ihn bekommt, dann mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht bei den Chiefs.
- Ich ärgere mich nicht, falls Hurst und Brazzell in 4 Jahren hochdotierte Verträge unterzeichnen. Entscheidungen werden ex ante getroffen.
- Ich bin ebenfalls gespannt, wer der Verlierer sein könnte, nachdem Emmett Johnson gedraftet wurde. Vielleicht kostet es Hunt den Job, aber andererseits könnte Hunt als Short-Yardage-Spezialist dennoch zurückkommen. Ich habe auch schon die Vermutung gelesen, dass der Pick von Johnson ein schlechtes Zeichen hinsichtlich der Entwicklung von Brashard Smith sei. Vielleicht haben die Chiefs aber auch einfach nur ihren BPA gedraftet.
- Ich bin begeistert, dass die Chiefs mit den hohen Draftpicks voll auf die Defense gesetzt haben. Hier hat man Spieler verloren, hier musste man Lücken stopfen. Die Offense ist auf vielen Positionen (z. B. WR) ohnehin sehr jung besetzt.
Wie üblich liest man ganz unterschiedliche Bewertungen der Chiefs-Draft, aber tendenziell doch positiv. Letztlich hängt das immer auch von der Erwartungshaltung ab. Ich habe sogar schon mehrfach "A+" gelesen. Wie immer gilt: In 2 Jahren wissen wir mehr.
- Der Delane-Pick - noch dazu in Kombination mit dem Trade - hat mich sehr überrascht. Aber wenn ich von einer Experten-Entscheidung überrascht werde, stelle ich erstmal meine eigene Erwartungshaltung in Frage. Je länger ich nachgedacht und gesucht habe, um so mehr habe ich die Aktion verstanden:
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Die Depth Chart dürfte nach der Draft ungefähr so aussehen:
Offense
QB: Patrick Mahomes (15), Justin Fields (FA), Garret Nussmeier (R), Chris Oladokun (19), Jake Haener (FA - 14)
RB: Kenneth Walker (FA - 9), Brashard Smith (24), Emmett Johnson (R), Emari Demercado (FA - 25), ShunDerrick Powell (FA - 34)
TE: Travis Kelce (87), Noah Gray (83), Jared Wiley (12), Jake Briningstool (88), Tre Watson (49)
WR: Rashee Rice (4), Xavier Worthy (1), Tyquan Thornton (2), Jalen Royals (11), Nikko Remigio (81), Cyrus Allen (R), Jason Brownlee (89), Andrew Armstrong (FA - 84)
OT: Josh Simmons (71), Jaylon Moore (77), Wanya Morris (64), Esa Pole (79), Ethan Driskell (75), Chukwuebuka Godrick (72), Matt Waletzko (73)
OG: Kingsley Suamataia (76), Trey Smith (65), Mike Caliendo (66), C. J. Hanson (61)
C: Creed Humphrey (52), Hunter Nourzad (60)
Defense:DE: George Karlaftis (56), Ashton Gillotte (97), R Mason Thomas (R), Felix Anudike-Uzomah (91), Tyreke Smith (57), Ethan Downs (40)
DT: Chris Jones (95), Khyiris Tonga (FA - 92), Omarr Norman-Lott (55), Peter Woods (R), Marcus Harris (68), Zacch Pickens (93)
LB: Nick Bolton (32), Drue Tranquill (23), Jeffrey Bassa (31), Jack Cochrane (43), Cole Christiansen (48), Cooper McDonald (59), Kam Arnold (53), Brandon George (50)
CB: Mansoor Delane (R - 5), Nohl Williams (20), Kristian Fulton (8), Kader Kohou (FA - 26), Chris Roland-Wallace (30), Jadon Canady (R), Kaiir Elam (FA), Kevin Knowles (38)
S: Chamarri Conner (27), Jaden Hicks (21), Alohi Gilman (FA – 17)
Spezialisten:P: Matt Araiza (14)
K: Harrison Butker (7)
LS: James Winchester (41)
Die Grundzüge des Kaders für die kommende Saison stehen damit. Wünschenswert wären nun noch 1-2 erfahrene WR für den extrem jungen Receiver-Room, Backups/Tiefe für die O-Line, ein DE und eventuell ein LB und ein S. Aber wirtschaftlich sind die Optionen mehr als begrenzt. Meine größte Sorge ist die O-Line jenseits der Starter. Vor allem habe ich bislang kein Vertrauen in die Backup-Tackles. -
[Updated nach So, 26.04.2026]
Wie üblich wurden nach der Draft noch jede Menge ungedraftete Spieler verpflichtet oder zumindest zum Minicamp am 1./2. Mai eingeladen (*):
*RB Al-Jay Henderson (Buffalo)
RB Jadyn Ott (Oklahoma), galt vor der Saison als einer der besten RB-Prospects des Landes, aber mit furchtbarer 2025er Saison. Der neue RB-Coach DeMarco Murray war auch sein Coach in Oklahoma.
RB E. J. Smith (Texas A&M)
RB Terion Stewart (Virginia Tech)
*RB Rahsul Faison (South Carolina)
WR Jeff Caldwell (Cincinnati), 6-5, 210 lbs, großer und sehr schneller (4,31 s/40 yards) WR, aber extrem raw.
*WR Kajiya Hollawayne (Temple)
WR Jacob De Jesus (California)
WR Omari Evans (Washington)
*WR Jaden Richardson (USC)
*WR Javin Whatley (Arizona)
TE John Michael Gyllenborg (Wyoming)
*TE Louis Hanson (UConn)
*TE Justin Holmes (Pittsburgh)
*OL Tunde Fatukasi (Bowling Green)
C Pete Nygra (Louisville), 260.000 $ garantiert - ihn haben die Chiefs bei Shrine Bowl kennen gelernt.
*C Mason Randolph (Boise State)
*OL Jeff Persi (Pitt)
OG Josh Thompson (LSU)
DE VJ Anthony (Duke)
DE Ethan Hurkett (Iowa)
*DE Jonas King (Mercyhurst)
*DE Keaten Wade (Colorado)
DT Cole Brevard (Texas) - 50.000 $ garantiert und 10.000 $ Signing Bonus
*DT Balke Boenish (Rice)
*DT John Taumopeau (BYU)
LB Wesley Bissainthe (Miami), 6-1, 225 lbs, extrem klein/schmal für einen LB, aber mit großer Range und Quickness
LB Anthony Dunn jr. (Toledo)
*LB Donovan Branch (UConn)
*LB Shay Taylor (Charlotte)
*LB Trent Hendrick (James Madison)
CB D'Arco Perkins-McAllister (UL-Monroe) - 175.000 $ garantiert
CB Zelmar Veddar (Houston)
*CB Rashad Battle (Pittsburg)
S Xavier Nwankpa (Iowa)
S Deshon Singleton (Nebraska), 6-2, 210 lbs, sehr großer Box Safety, der auch mit TEs mithalten kann.
*S Cam Smith (Marshall)
*S Gunner Maldonado (Kansas State)
*S Bryland Green (Liberty)
*S Jaheim Ward (Kentucky)
*S Gavin Gibson (North Carolina)
DB Bryce Phillips (San Diego State) - 247.500 $ garantiert
*P Connor Sturtz (UConn)
*K Grady Gross (Washington)
*K Carter Davis (Miami)
Natürlich werden die meisten nicht den Weg ins Roster finden, aber in den letzten Jahren haben es Spieler wie DT Turk Wharton, die OL Andrew Wylie und Mike Caliendo, P Tommy Townsend, die RBs Darrel Williams und Carson Steele, die LB Jack Cochrane und Ben Niemann und TE Jody Fortson auf diese Weise ins Roster geschafft. Auch Charvarius Ward war ursprünglich ein ungedrafteter Spieler. Aus dem letzten Jahr sind Spieler wie OT Esa Pole, CB Kevin Knowles, LB Cooper McDonals und DE Ethan Downs zu nennen, die noch im erweiterten Kader sind. Die Chance mag klein sein, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
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Mit einem der letzten Picks der gesamten Draft wählen die Chiefs
QB Garrett Nussmeier, 6-2, 203 lbs, LSU, ist der Sohn von Doug Nussmeier und Bruder von Colton Nussmeier, der 2027 als einer der Top Prospects erwartet wird. Nachdem Garrett als Junior 2024 für mehr als 4000 yards, 29 TDs bei 12 INTs und einer completion percentage von 64,2 % geworfen hatte, Finalist beim Manning Award und Texas Bowl MVP war, erhielt er einigen Hype und galt als einer der Top-QBs und potentieller Erstrundenpick. Aber 2025 konnte er hieran nicht anknüpfen und kam in 9 Starts nur auf 1.927 yards mit 12 TDs und 5 INTs, auch wenn die completion percentage mit 67,4 % verbessert war. Er ist "undersized", ein pocket passer mit starkem Arm, ausreichender Mobilität (wenige unnötige Sacks), gilt als "tough" und "fearless" und als typischer "gunslinger". Leider stellen sowohl mangelnde Ballsicherheit (z. B. viele riskante Würfe) als auch Schwächen bei der Reaktion auf Verteidigungsformationen ein ernstes Problem dar. Allerdings litt er an gesundheitlichen Problemen mit einer Entzündung im Knie und Schmerzen im Bereich der Bauchmuskulatur. Rückblickend stellte man eine Zyste fest, welche auf einen Nerv in der Wirbelsäule drückte. So kam 2025 nur in 9 Spielen zum Einsatz. Er erhielt die medizinische Freigabe, aber die diesbezüglichen Bedenken ließen ihn gleichwohl bis an das Ende der siebten Runde fallen. Auch wenn auf QB natürlich kein Need existierte, erhalten die Chiefs so einen sehr talentierten Spieler auf der wichtigsten Position fast umsonst. So spät ist das erneut ein Value-Pick, der allseits gelobt wird. Natürlich war Nussmeier extrem enttäuscht, so spät gedraftet zu werden. Aber bei den Chiefs kann er, sofern sich sein Talent bestätigt, in Ruhe lernen.
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WR Cyrus Allen, 5-11, 180 lbs, Louisiana Tech/Texas A&M/Cincinnati. In seinen ersten beiden College-Jahren war er bei LTU der leading Receiver, konnte dann aber nach dem Transfer zu Texas A&M nicht überzeugen. Deswegen wechselte er erneut - nach Cincinnati - und war daraufhin 2025 mit 51 receptions für 674 yards und 13 TDs der leading Receiver seines Teams und wurde ins 2nd-Team All-Big 12 gewählt. Er zeigte bei der Combinie nur mittelmäßige Wert und war insbesondere mit 4,49 s/40 yards für einen Receiver nur minimal überdurchschnittlich schnell, obwohl Beobachter sowohl seinen "burst" als auch seine Endgeschwindigkeit loben. Allerdings machte er beim Senior Bowl, bei dem die Chiefs traditionell stark vertreten sind, einen sehr guten Eindruck. Seine größte Stärke soll sein, dass er dank seiner Agilität und seiner Richtungswechsel sowie als guter route runner sehr schnell und effizient Seperation kreieren kann. Manche kritisieren seine Fähigkeiten bei contested catches, aber immerhin hatte er eine Drop Rate von lediglich 1,5 % und zudem rund 12 % catch rate over expectation, was eher für sichere Hände spricht. Da er für einen Footballspieler sehr schmal gebaut ist, ist vermutlich die wichtigste Frage, ob er mit dem physischen Spiel in der NFL klar kommt. Schon rein körperlich kommt er wohl nur als Slot-WR in Betracht.
Damit kriegt Air-Raid doch noch seinen WR, wenn auch nicht vom gewünschten Spielertyp.
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Trade: Die Chiefs traden mit den Steelers, geben 169 und 210 ab und erhalten dafür 161 und 249.
Mit Pick Nr. 161 wählen die Chiefs ...
RB Emmett Johnson, 5-10, 202 lbs, Nebraska. Nach eher sporadischen Einsätzen in 2023 und einer Steigerung in 2024 als change-of-pace back kam er 2025 als junior auf 251 carries für 1451 yards und 12 TDs, war zudem der leading Receiver mit 46 catches für 370 yards und weitere 3 TDs, hatte 151,8 scrimmage yards per game und war damit praktisch der Ein-Mann-Angriff der Cornhuskers (40,7 % der total offensive yards). Er wurde zum Big Ten RB of the year gewählt und war u. a. bei CBS, Sports Illustrated und Sporting News First-Team All-American. Als tendenziell kleiner und leichter RB gewinnt er mit Finesse und weniger mit Power. Gelobt werden seine "downfield vision" und seine jump cuts. Seine Testwerte (z. B. 4,56 s/40 yards) waren eher durchschnittlich, was seine Draftposition vermutlich deutlich negativ beeinflusst hat. Seine "Fans" meine allerdings, dass sein "game speed" deutlich überdurchschnittlich sei und er insbesondere bei cuts kaum Geschwindigkeit einbüße. Mitte der fünften Runde ist das in jedem Fall ein value pick. Er wurde überwiegend in der vierten Runde erwartet. Verschiedene Beobachter sehen in ihm sogar den zweitbesten RB des Jahrgangs und loben den Pick geradezu überschwänglich.
Nachtrag: Johnson hat große Hände und gilt als sehr ballsicher (1 Fumble in 2025).
Damit haben die Chiefs schon vier RBs mit ernsthaften Chancen (Kenneth Walker, Brashard Smith, Emmett Johnson und Emari Demercado) auf dem Roster. Ich kann mir allerdings weiterhin gut vorstellen, dass die Chiefs mit einem FB oder (eher) einem Short-Yardage-Spezialisten wie Kareem Hunt in die Saison gehen.
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CB Jadon Canady, 5-10, 180 lbs, Tulane/Ole Miss/Oregon. Er hat vergleichsweise kurze Arme, soll aber cuts gut antizipieren, "quicker than fast" sein, Abstände gut verkürzen können und in der Kontaktsituation über ein sehr gutes Timing verfügen. Im Vorjahr erhielt er von PFF einen Grade von 84,7 und in coverage sogar 87,0, womit er formal zu den besten gehörte. Wenn gegnerische QBs in seine Richtung geworfen haben, kamen sie auf ein Passer-Rating von 48,1. Gegen den Lauf war er bislang trotz hoher Einsatzbereitschaft nicht sonderlich effektiv. Da er vergleichsweise klein ist, kommt er wohl eher als Slot CB oder auch als Free Safety in Betracht. Allerdings hat er bei Tulane und Ole Miss primär outside corner gespielt, so dass er die nötige Flexibilität mitbringt, die für das System von Spagnuolo nützlich ist. Er wurde in dieser Range erwartet.
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EDGE R Mason Thomas (6-2, 240 lbs, Oklahoma) ist erneut eine Überraschung, und das gleich aus zwei Gründen: Zum einen wurde er als OLB in einer 3-4-Defense erwartet, zum anderen ist er undersized und passt damit eigentlich nicht zu dem "Edgesetter-Type" von DEs, auf die Spanguolo sonst so steht. Thomas ist bislang ein reiner speed rusher, der 2024 auf 9 Sacks und 2025 (verletzungsbedingt) auf 6,5 Sacks kam. Generell sind Verletzungen ein Problem, denn bereits in seinen ersten beiden Jahren am College kam er wegen high ankle sprains (beidseitig) nur auf 19 Spiele und 1,5 Sacks. Er ist explosiv, schnell, gewinnt nicht selten mit dem ersten Schritt und jagt QB und Ball gleichermaßen, wobei er es an Einsatz und Energie nicht fehlen lässt ("relentless", "motor never stops"). Für seine Körpermaße bringt er überraschend viel Power mit. Er war 2025 trotz seiner quad-Verletzung im 1st All-SEC-Team und 2nd team All-American. Bei den Chiefs könnte er schnell als situational pass rusher in klaren passing downs fungieren. Auch als spy gegen mobile Quarterbacks kommt er in Betracht. Als eindimensionaler Spieler gehen die Meinungen über ihn naturgemäß weit auseinander. Manche feiern ihn als einen Top-Passrusher, andere hätten beispielsweise Cashius Howell oder einen kompletteren Spieler (z. B. Zion Young) bevorzugt. Bei der Combine hat er schlechter als erwartet getestet, weswegen er nicht ganz so hoch gedraftet wurde, wie manche ursprünglich erwartet hatten. Auch gewisse Verletzungsprobleme stellen ein Risiko dar.
Fun Fact: Das "R" im Namen ist wohl keine Abkürzung, sondern eine Remiszenz seiner Mutter dafür, dass in der Familie eigentlich mit einem "R" beginnende Vornamen üblich waren.
Schade, dass CB Colton Hood (#37, Giants) und WR Denzel Boston (#39, Browns) schon weg waren, als die Chiefs mit #40 an der Reihe waren.
Ziemlich überrascht bin ich, dass Jermod McCoy (CB, Tennessee) weiterhin zu haben ist. Er galt eigentlich neben Delane als Top-CB des Jahrgangs, hat allerdings 2025 wegen eines Kreuzbandrisses nicht gespielt. Offenbar sind die Injury Concerns bei den Teams groß.
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Oha ich hatte mit dem Pick gedacht, das wars für Thibodeaux. Aber Reese kann ja auch Linebacker.
Ja, aber für LB hätte man ihn kaum an #5 overall gedraftet. EDGE dürfte zumindest das Ziel sein.
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GM Brett Veach hat inzwischen erläutert, dass man davon ausging, dass sich die Saints Delane an #8 geschnappt hätten. Man hat mit ihm auf Anraten von Spagnuolo bewusst nur einen Zoom-Call durchgeführt, aber keinen Top-30-Visit, weil man Mickey Loomis - GM der Saints - als extrem aggressiv einschätzt und befürchtet hat, dieser werde seinerseits hochtraden. Letztlich war wohl sogar Delane überrascht und hatte nach eigenen Angaben befürchtet, die Chiefs hätten kein Interesse an ihm. Ich bin kein Freund von Uptrades, aber die Entscheidung kann ich nachvollziehen. Man brauchte einen McDuffie-Ersatz. Letztlich war nur die Frage, ob die Chiefs zu einem späteren Zeitpunkt noch einen geeigneten Spieler gesehen haben. Das war wohl nicht der Fall.
In Bezug auf Woods meinte Veach, man wolle sich verjüngen und Tiefe in den Kader bringen, ohne Leute zu "redshirten". Woods soll frühzeitig - wenn auch wohl nur als Rotationsspieler - zum Einsatz kommen.
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Ich bin massiv überrascht. CB habe ich schon an #9 nicht erwartet, erst Recht nicht mit einem Uptrade. Aber das lässt sich noch sehr gut mit dem Abgang von McDuffie erklären.
DT habe ich an #29 ebenso wenig erwartet. Das lässt weitere Fragen aufkommen. Theoretisch könnte man sich vor der 2027er Saison von Chris Jones trennen wollen, was 18,6 Mio. Cap Space freimachen würde (bei 19,5 Mio. dead money). Vor der 2028er-Saison wären es 35,1 Mio. (bei 9,8 Mio. dead money). Dagegen spricht allerdings, dass man gerade erst einen Roster Bonus von 15 Mio. in einen Signing Bonus umgewandelt hat und es für 2026 noch einmal ein ähnliches Manöver geben könnte. Eine andere Erwägung ist, dass man mit der Entwicklung des letztjährigen Zweitrundenpicks Omarr Norman-Lott sehr unzufrieden ist. Selbst unter dieser Voraussetzung hätte ich aber so früh keinen DT erwartet, nachdem man Khyiris Tonga verpflichtet hat.
Zum Trade: Die Chiefs zahlen einen Drittrundenpick (#74) und einen Fünftrundenpick (#148), um von #9 auf #6 hochzutraden.
Zu den konkreten Spielern:
CB Mansoor Delane, LSU (zuvor Virginia), 6-0, 190 lbs, trotz 4 Jahren College-Erfahrung (44 Spiele, davon 40 Starts; im Vorjahr 45 Tackles, 2 INTs, 11 Breakups, First-Team All-American), erst 22 Jahre alt, flexibel outside und im Slot einsetzbar (mit Tendenz zur Außenseite), gelobt werden technische Qualitäten, Spielintelligenz, Beweglichkeit und Coverage Skills jedenfalls in Zonenverteidigung (bei Manndeckung gehen die Beurteilungen auseinander), stark am catch point. Er ist schnell (4,38 s/40 yards), gilt aber als etwas "grabby". Ausbaufähig sind wohl "ball production" (INTs) und Laufverteidigung, wobei er auch da Qualität mitbringen soll. Vom Spielertyp her scheint er perfekt zu Spagnuolo zu passen. Das klingt alles nach einem McDuffie-Klon. in 2025 hat er keine einzige Strafe und lediglich zwei Receptions über 20 yards zugelassen, gilt als Day-1-Starter ("pro-ready"), soll einen hohen Floor und hohe Upside mit Potential zum lockdown corner haben. Offensichtlich waren die Chiefs von ihm total begeistert (laut Veach ein "Top-5 prospect" auf ihrem Board), sonst hätten sie nicht noch zwei nicht ganz unbedeutende Picks für einen Uptrade verwendet. Damit waren sie auch nicht die einzigen, denn Delane hat beispielsweise den dritthöchsten Grade bei nfl.com.
DT Peter Woods, Clemson, 6-3, 310 lbs (nach anderen Angaben nur 298), 3 Jahre am College (35 Starts), erst 21 Jahre alt. Er hatte in einem generell relativ enttäuschenden Clemson-Team eine relativ schwache 2025er-Saison mit 30 Tackles (3,5 TFL) und 2,5 Sacks. Auch seine körperlich-athletischen Fähigkeiten reißen niemanden so richtig vom Hocker - er ist vergleichsweise "klein" und "leicht", hat verhältnismäßig kurze Arme, keine überragende Power. Er hat bislang keine richtigen pass-rushing moves, gilt als relativ "planlos" und "raw". Warum haben die Chiefs ihn dennoch so hoch gedraftet? Er war schon nach der High School der #1-Recruit auf seiner Position. Nach einer starken 2024er-Saison mit 28 Tackles (8,5 TFL) und 3,5 Sacks galt er zu Saisonbeginn als Kandidat für den #1-overall-pick. Er gilt als explosiv, disruptiv, beweglich, stark gegen den Lauf. Vor allem aber soll er Upside als potentieller Passrusher haben, auch wenn das bislang nahezu reine Projektion ist, denn gezeigt hat er das nur höchst selten. Bei guten Plays ist er ein toller gap-shooter. Das klingt vom Spielertyp her nach großer Ähnlichkeit zu Chris Jones, aber auch nach Bust-Potential.
Bei beiden Picks gehen die Meinungen auseinander. Bei Delane ist man sich einig, dass er ein toller Spieler ist, und diskutiert lediglich den Uptrade als unnötig/zu teuer und die Frage, ob die Chiefs nicht einen WR oder EDGE hätten nehmen sollen. Bei Woods ist man sich extrem uneinig - von riesiger Begeisterung aufgrund seines Potentials bis zu völliger Ablehnung.
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Bin kein Fan davon nur nach Need zu gehen. Man sollte sich das Board angucken, wie es fällt und welche Kandidaten wann passen. CB und Edge mögen größeren Bedarf im Roster haben, aber auf Teufel komm raus dann an #9 einen zu nehmen und ggf. zu reachen oder rein wegen Positionsbedarf ein deutlich schlechteres Talent zu nehmen, halte ich für die falsche Vorgehensweise.
Wenn man sich anguckt welche Kandidaten vermutlich an #9 wie auch #29 verfügbar sein könnten, dann kommen WR zwangsläufig in Frage, weil der ein oder andere an dem jeweiligen Spot noch da und mit die besten Spieler auf dem Bord sein könnten und dann lieber den Top-WR statt dem halb überzeugenden und wackeligen CB oder Edge.
Stimmt, wobei ich gehört habe, dass gerade auf WR der Jahrgang genug Tiefe haben soll, dass man auch später noch Talent findet.
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Es ist utopisch zu erwarten, dass man 2 Ausnahmespieler und 5-6 weitere Starter findet, aber 3-4 Spieler die helfen können, ist sicher drin.
So viele "erhebliche Lücken" haben die Chiefs auch wieder nicht. Größte Needs sind CB und Edge. WR und Safety wäre es gut, wenn man da was brauchabres dazu bekommt. Beim Rest ist man mindestens mal solide. Klar wäre ein RT Prospect noch schön, aber wenn man mit einer Oline aus Simmons, Suamataia, Humphrey, Smith und Moore in die Saison geht, dann ist das schon alles andere als verkehrt. Wenn Simmons eine "normale" Entwicklung macht und auch Suamataia noch stabiler ist (beides realistisch, da in Jahr 2 bzw. Jahr 3 erst gehen) , dann könnte man da eine Top10-Oline haben.
Okay, richtig eklatante Lücken hat man nur auf CB und EDGE. Aber Du trommelst doch selbst für einen Top-WR-Prospect?!
Positionsweise:
QB sollte mit Mahomes und Fields gesetzt sein.
Auf RB rechne ich neben Walker und Smith mit der (günstigen) Rückkehr von Hunt.
TE ist mit Kelce, Gray, Wiley und Briningstool kurzfristig kein Problem, zumal auch Robert Tonyan noch in der Pipeline ist, aber die Frage ist, ob man nicht einen (weiteren) potentiellen Kelce-Nachfolger draften will.
Auf WR hat man aktuell Rice, Worthy, Thornton, Royals, Remigio und Brownlee. Dabei darf es jedenfalls nicht bleiben. Ich vermute allerdings, dass Smith-Schuster noch ein Jahr bei den Chiefs bleiben wird.
Der erste Anzug der O-Line könnte gut sein mit Simmons, Suamataia, Humphrey, Smith und Moore. Aber schon hinter Simmons und Moore stehen gewisse Fragezeichen - und die Backups (Morris, Pole, Godrick) flößen mir gerade auf OT bislang kein Vertrauen ein.
Auf Edge (Karlaftis, Gillotte, dahinter mit FAU ein mutmaßlicher "bust" und ein paar no-names) fehlt mindestens ein Komplementärspieler (Starter) zu Karlaftis, dazu aber auch 1-2 Backups, zumal man mit Danna und Omenihu gleich zwei Spieler verloren hat.
Auf DT (Jones, Tonga, Norman-Lott) wäre noch ein Spieler gut, aber ganz so dringend ist das noch nicht.
Für LB gilt im Grunde das gleiche, dah hat man Bolton und Tranquill gesetzt, Bassa und eventuell Cochrane mit Fragezeichen..
Auf CB sehe ich im Moment Fulton (verletzungsanfällig), Kohou und Nohl Williams sowie Knowles, da braucht man sicher noch mindestens einen Spieler mit Starter-Niveau und einen Backup - und selbst dann wäre man schwächer als im Vorjahr. Vielleicht kommt noch Nazeeh Johnson zurück, mal abwarten.
Auf S bin ich entspannter. Neuverpflichtung Gilman dürfte Cook ersetzen, dazu hat man Hicks und Conner im Kader. Das ist generell keine teure Position.
Zusammenfassend: CB und EDGE haben sehr hohe Priorität, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass WR und OT knapp dahinter stehen. S sehe ich eher in den späteren Runden, wenn sich nicht zufällig eine gute Gelegenheit ergibt. Aber wünschenswert sind - außer bei QB, K, P, LS - aus meiner Sicht Picks auf praktisch alle Positionsgruppen. Das hat immerhin den Vorteil, dass man gerade in späteren Runden flexibel ist.